Ermittlung des ökologischen Mindestwasserabflusses an der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser
Was wird ausgeschrieben
Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie Sachsen vergibt eine Studie zur Ermittlung ökologischer Mindestwassermengen an zwei sächsischen Fließgewässern. Die Untersuchung umfasst Messungen an verschiedenen Standorten zur Bestimmung von Wassertiefe, Fließgeschwindigkeit und Durchfluss unter Berücksichtigung gesetzlicher Grundlagen (WHG, OGewV, WWRL) und des LAWA-Biotop-Abfluss-Ansatzes. Die Angebotsfrist endet am 27. Mai 2026.
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Ermittlung des ökologischen Mindestwasserabflusses an der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser
Das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in Dresden beauftragt eine Studie zur Ermittlung des ökologischen Mindestwasserabflusses an zwei Fließgewässern — der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser. Bei diesem Auftrag geht es um eine wasserwirtschaftliche Fachstudie, die feststellt, wie viel Wasser dauerhaft in diesen Gewässern fließen muss, um die ökologische Funktion (Biozönose) zu erhalten. Die Berechnung erfolgt auf Basis des LAWA-Biotop-Abfluss-Ansatzes und unter Beachtung der deutschen Gewässerschutzgesetze. Bewerber müssen entsprechende Fachkenntnisse in der Gewässerökologie und Wasserwirtschaft nachweisen. Die Vergabe erfolgt überwiegend nach Qualität (51 %), daneben spielen Projektmanagement (15 %) und Preis (34 %) eine Rolle.
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Fachkenntnisse in Gewässerökologie und Wasserwirtschaft
- Erfahrung mit dem LAWA-Biotop-Abfluss-Ansatz
- Kenntnisse der gesetzlichen Grundlagen (WHG, OGewV, WWRL)
- Fähigkeit zur Durchführung von Feldmessungen (Wassertiefe, Fließgeschwindigkeit)
- Kompetenz in der Ableitung von Mindestwassermengen für Biozönosen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
entfällt
Aufteilung in Lose
1 LotZielstellung Die ökologischen Mindestwassermengen der Legnitzka sowie des Buchholzer Wassers sind unter Beachtung der gesetzlichen Grundlagen (WHG, OGewV, WWRL) sowie der o.g. LAWA-Empfehlung, des darin beschriebenen Biotop-Abfluss-Ansatzes bzw. eines ggf. vereinfachten Verfahrens zu ermitteln. Die für die Biozönose notwendigen Mindestanforderungen bezüglich der Wassertiefe und Fließgeschwindigkeit und des sich daraus abzuleitenden Durchflusses sind durch Messungen an verschiedenen Standorten des Gewässerverlaufs zu identifizieren. Der daraus abgeleitete ökologische Mindestwasserabfluss soll anschließend hinsichtlich des Durchflussregimes eingeordnet werden (je nach vorhandener Datenlage im Bezug zu (quasi)natürlichem und/oder tatsächlichem Abfluss). Das angewendete Verfahren zur Bestimmung des ökologischen Mindestwasserabflusses soll im Nachgang hinsichtlich der Praktikabilität an den Fließgewässern analysiert und bewertet werden, wobei auf bereits erarbeitete Empfehlungen einer anderen Studie aufgebaut werden kann. Dabei sind u.a. die Notwendigkeit der Verfahrensschritte, Möglichkeiten zur Vereinfachung des Verfahrens oder auch die Nutzung oder Erhebung weiterer Daten zu diskutieren und anschließend praxistaugliche Empfehlungen zur Überwachung und Einhaltung von Mindestwasserabflüssen an den Gewässern abzuleiten bzw. die bereits erarbeiteten Empfehlungen zu validieren. Zudem sind, aufbauend auf den Erkenntnissen aus den Begehungen und Messungen, mögliche Maßnahmen an den Beispielgewässern aufzuzeigen, die dazu führen könnten, den ökologisch erforderlichen Mindestwasserabfluss zu verringern. Z. B. können bei unnatürlich breit ausgebauten Gewässerprofilen (u. a. zur Ableitung von Sümpfungswasser in Bergbau-beeinflussten Gewässern) Maßnahmen zur naturnäheren Gestaltung des Gewässerlaufs mit Strukturelementen bewirken, dass auch geringere Durchflussmengen ausreichen, um die gewässertypspezifische Fauna und Flora anzusiedeln und zu erhalten. Es sind weiterhin die spezifischen Belastungen und Defizite der Gewässer zu recherchieren und zusammenzutragen, die zur Verfehlung des ökologisch guten Zustands bzw. Potentials führen (z. B. nicht eingehaltene physikalisch-chemische Parameter, ein zu hoher Klarwasseranteil der Kläranlagen im Gewässer, eingeschränkte Durchgängigkeit). Dazu sollen u. a. die vorhandenen Messdaten mit zu recherchierenden Grenz- bzw. Schwellenwerten hinsichtlich der Verträglichkeit mit der Biozönose verglichen und eingeordnet werden. Anschließend soll eine Aussage dazu getroffen werden, welchen Stellenwert die Einhaltung des ökologischen Mindestwasserabflusses bei der Zielerreichung des ökologisch guten Zustands bzw. Potentials hat.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality51%
Qualität der Projektskizze
- quality15%
Projektmanagement
- price34%
Preis
Zeitplan
- 27. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 27. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung