Erfassung und Gefährdungsanalyse von Edelkrebsbeständen und invasiven Krebsarten in Sachsen-Anhalt

Was wird ausgeschrieben
Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt schreibt die ökologische Erfassung des Edelkrebses sowie invasiver Krebsarten in den Landkreisen Börde und Wittenberg aus. Die Leistungen sind in zwei Lose unterteilt, die jeweils eine Bestandsaufnahme und Habitatbewertung in definierten Gewässerabschnitten für die Jahre 2027 und 2028 umfassen. Ziel ist die Einschätzung der Gefährdungssituation durch invasive Arten zur Unterstützung des Artenschutzes.
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1 Ziel der Leistung Ziel der Leistung ist die Erfassung des Edelkrebses (Astacus astacus) und der invasiven Krebsarten Kamberkrebs (Orconectes limosus), Marmorkrebs (Procambarus fallax) und Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) unter Berücksichtigung und Prüfung von Altnachweisen sowie die Bewertung des Erhaltungszustandes des Edelkrebses. Dazu sind in den vorausgewählten Gewässern aktuelle Untersuchungen und Erhebungen der Krebsarten sowie der für die Bewertung erforderlichen Habitat- und Beeinträchtigungsparameter nach standardisierter Methode vorzunehmen. 2 Lose - Los 1 umfasst Erfassung und Einschätzung der Gefährdung des Edelkrebses durch invasive Krebsarten im Landkreis Börde 2027. - Los 2 umfasst Erfassung und Einschätzung der Gefährdung des Edelkrebses durch invasive Krebsarten im Landkreis Wittenberg 2028. 3.1 Untersuchungsgebiet Das Untersuchungsgebiet für die Erfassung der Flusskrebsarten umfasst die in Anlage 1.2, Tab. 1 aufgeführten Gewässer bzw. Gewässerabschnitte. Die Abb.1 und 2 in Anlage 1.1 zeigt die Lage im Land. Es soll möglichst nicht von den definierten Untersuchungsgebieten abgewichen werden. 4.1 Untersuchungsgebiet Das Untersuchungsgebiet für die Erfassung der Flusskrebsarten umfasst die in Anlage 1.2, Tab. 2 aufgeführten Gewässer bzw. Gewässerabschnitte. Die Abb.3 und 4 in Anlage 1.1 zeigt die Lage im Land. Es soll möglichst nicht von den definierten Untersuchungsgebieten abgewichen werden. 5.1 Ausführungsfrist Los 1: Für die Leistung – Endbericht Los 1 - gilt folgende Ausführungsfrist: 15.11.2027 Los 2: Für die Leistung - Endbericht Los 2 - gilt folgende Ausführungsfrist: 15.11.2028
Das Landesamt für Umweltschutz in Sachsen-Anhalt sucht Experten für eine ökologische Bestandsaufnahme von Flusskrebsen. Dabei soll untersucht werden, wie stark der heimische Edelkrebs durch invasive, also nicht heimische Krebsarten wie den Kamberkrebs oder Signalkrebs bedroht ist. Die Ausschreibung ist in zwei Lose unterteilt: Los 1 deckt den Landkreis Börde für das Jahr 2027 ab, Los 2 den Landkreis Wittenberg für das Jahr 2028. Die beauftragten Dienstleister müssen in festgelegten Gewässern Felduntersuchungen durchführen und den Zustand der Lebensräume bewerten, um fundierte Daten für den Naturschutz zu liefern.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Ausschlussgründe nach § 123 GWB (Nichtvorliegen von Straftaten)
- Ausschlussgründe nach § 124 GWB (Nichtvorliegen von sonstigen Ausschlussgründen)
- Nachforderung auf Grundlage von § 56 VgV
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB Nachforderung auf Grundlage von § 56 VgV
Aufteilung in Lose
2 Lote3 Los 1 Leistungsumfang 3.1 Untersuchungsgebiet Das Untersuchungsgebiet für die Erfassung der Flusskrebsarten umfasst die in Anlage 1.2, Tab. 1 aufgeführten Gewässer bzw. Gewässerabschnitte. Die Abb.1 und 2 in Anlage 1.1 zeigt die Lage im Land. Es soll möglichst nicht von den definierten Untersuchungsgebieten abgewichen werden. 3.2 Allgemeine Methodik, und zeitlicher Rahmen Im genannten Untersuchungsgebiet sind durch den AG geeignete Untersuchungsstandorte im Gelände festzulegen. Pro Untersuchungsgebiet (Tab. 1) ist ein konkreter Untersuchungsstandort mit 10 Krebskörben einzurichten (s. Ziffer 3.3.1). Für die Einrichtung der Probestellen, die Erhebung von Bestands-, Habitat- und Beeinträchtigungsparametern des Edelkrebses sowie die Bewertung gelten die methodischen Vorgaben des Bewertungsschemas von TROSCHEL 2006 (Anlage 1.3). Die in diesem Schema geforderten Angaben sind in Form eines FFH-Feldprotokolls im Gelände zu protokollieren (Anlage 1.4; s. auch Anforderungen aus Ziffer 3.3.2). 3.3 Erfassungsarbeiten einschließlich Vorarbeiten 3.3.1 Auswahl der konkreten Untersuchungsfläche Die Leistungsbeschreibung ist überwiegend funktional. Der AN holt die für die Erfassung erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie das Einvernehmen der jeweiligen Gewässereigentümer selbständig ein und dokumentiert dies gegenüber dem AG. In den Untersuchungsgebieten sind durch den AN konkrete Untersuchungsstandorte bzw. Probestrecken festzulegen, die sich an früheren Nachweisen und den Habitatstrukturen orientieren sollen, wobei FFH-Gebietsgrenzen nicht zwingend zu berücksichtigen sind. Eine Probestrecke bzw. -fläche zur Untersuchung des Edelkrebses soll, je nach Möglichkeit im Gelände, eine Länge zwischen 100 m und 500 m aufweisen. Die Krebserfassung erfolgt an den ausgewählten Probestellen mittels des Einsatzes von köderbestückten Krebskörben. Als Köder sollen handelsübliche Boilies (vorzugswiese Leber-/Knoblauchgeschmack) verwendet werden. Die beköderten Krebskörbe werden vornehmlich an strömungsberuhigten Stellen der Gewässer, wie beispielsweise tiefen Kolken, platziert. Zur zusätzlichen Stabilisierung werden die Körbe mit Leinen vor dem Wegdriften geschützt. Es ist darauf zu achten, dass die Krebskorbeingänge unter Wasser liegen und Kontakt zum Untergrund haben, so dass die Krebse das Innere der Reusen ungehindert erreichen können. Pro Untersuchungsstandort/Probestrecke sollen zehn nummerierte Krebskörbe (1-10) zum Einsatz kommen, die über einen Zeitraum von ca. 1 Woche etwa alle zwei Tage kontrolliert und gleichzeitig neu beködert werden (insgesamt drei Kontrollgänge pro Korb im Gewässer/Gewässerabschnitt). Die Desinfektion der Krebskörbe ist vor dem Wechsel der Probestellen dringend erforderlich, um möglichen Krankheitserregern (Krebspest) vorzubeugen (handelsübliches Desinfektionsspray mit Wirksamkeit gegen Pilze o.ä.). Die für die Erfassung aufgewendeten Zeiten sind jeweils zu dokumentieren, um die methodische Vergleichbarkeit von Untersuchungen beurteilen zu können. In Abhängigkeit von Witterungsverhältnissen sollen die Erfassungen zu den für den Edelkrebs best geeigneten Monaten, d.h. zwischen Anfang Mai und Ende Oktober, durchgeführt werden. Alle Erfassungsarbeiten sind 2027 abzuschließen. Die Länge der erfassten Individuen ist in den Ergebnissen zu verzeichnen. Durch die Erfassung der Längen der Individuen soll ein Rückschluss auf aktuelle Reproduktion ermöglicht werden. Neben den Krebsarten sind die Nachweise aller weiteren Arten (insbesondere Fischarten) in den Krebskörben in den Fangprotokollen zu dokumentieren. Invasive Krebsarten sind im Rahmen der Erfassungen aus dem Gewässer unbedingt zu entnehmen und tierschutzrechtlich zu töten. ... Aufgrund des nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Zeichenvorrats entnehmen Sie bitte weitere Informationen der Leistungsbeschreibung - Anlage 02 der Vergabeunterlagen.
4 Los 2 Leistungsumfang 4.1 Untersuchungsgebiet Das Untersuchungsgebiet für die Erfassung der Flusskrebsarten umfasst die in Anlage 1.2, Tab. 2 aufgeführten Gewässer bzw. Gewässerabschnitte. Die Abb.3 und 4 in Anlage 1.1 zeigt die Lage im Land. Es soll möglichst nicht von den definierten Untersuchungsgebieten abgewichen werden. 4.2 Allgemeine Methodik, und zeitlicher Rahmen Im genannten Untersuchungsgebiet sind durch den AG geeignete Untersuchungsstandorte im Gelände festzulegen. Pro Untersuchungsgebiet (Tab. 2) ist ein konkreter Untersuchungsstandort mit 10 Krebskörben einzurichten (s. Ziffer 4.3.1). Für die Einrichtung der Probestellen, die Erhebung von Bestands-, Habitat- und Beeinträchtigungsparametern des Edelkrebses sowie die Bewertung gelten die methodischen Vorgaben des Bewertungsschemas von TROSCHEL 2006 (Anlage 1.3). Die in diesem Schema geforderten Angaben sind in Form eines FFH-Feldprotokolls im Gelände zu protokollieren (Anlage 1.4; s. auch Anforderungen aus Ziffer 4.3.2). 4.3 Erfassungsarbeiten einschließlich Vorarbeiten 4.3.1 Auswahl der konkreten Untersuchungsfläche Die Leistungsbeschreibung ist überwiegend funktional. Der AN holt die für die Erfassung erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie das Einvernehmen der jeweiligen Gewässereigentümer selbständig ein und dokumentiert dies gegenüber dem AG. In den Untersuchungsgebieten sind durch den AN konkrete Untersuchungsstandorte bzw. Probestrecken festzulegen, die sich an früheren Nachweisen und den Habitatstrukturen orientieren sollen, wobei FFH-Gebietsgrenzen nicht zwingend zu berücksichtigen sind. Eine Probestrecke bzw. -fläche zur Untersuchung des Edelkrebses soll, je nach Möglichkeit im Gelände, eine Länge zwischen 100 m und 500 m aufweisen. Die Krebserfassung erfolgt an den ausgewählten Probestellen mittels des Einsatzes von köderbestückten Krebskörben. Als Köder sollen handelsübliche Boilies (vorzugswiese Leber-/Knoblauchgeschmack) verwendet werden. Die beköderten Krebskörbe werden vornehmlich an strömungsberuhigten Stellen der Gewässer, wie beispielsweise tiefen Kolken, platziert. Zur zusätzlichen Stabilisierung werden die Körbe mit Leinen vor dem Wegdriften geschützt. Es ist darauf zu achten, dass die Krebskorbeingänge unter Wasser liegen und Kontakt zum Untergrund haben, so dass die Krebse das Innere der Reusen ungehindert erreichen können. Pro Untersuchungsstandort/Probestrecke sollen zehn nummerierte Krebskörbe (1-10) zum Einsatz kommen, die über einen Zeitraum von ca. 1 Woche etwa alle zwei Tage kontrolliert und gleichzeitig neu beködert werden (insgesamt drei Kontrollgänge pro Korb im Gewässer/Gewässerabschnitt). Die Desinfektion der Krebskörbe ist vor dem Wechsel der Probestellen dringend erforderlich, um möglichen Krankheitserregern (Krebspest) vorzubeugen (handelsübliches Desinfektionsspray mit Wirksamkeit gegen Pilze o.ä.). Die für die Erfassung aufgewendeten Zeiten sind jeweils zu dokumentieren, um die methodische Vergleichbarkeit von Untersuchungen beurteilen zu können. In Abhängigkeit von Witterungsverhältnissen sollen die Erfassungen zu den für den Edelkrebs best geeigneten Monaten, d.h. zwischen Anfang Mai und Ende Oktober, durchgeführt werden. Alle Erfassungsarbeiten sind 2028 abzuschließen. Die Länge der erfassten Individuen ist in den Ergebnissen zu verzeichnen. Durch die Erfassung der Längen der Individuen soll ein Rückschluss auf aktuelle Reproduktion ermöglicht werden. Neben den Krebsarten sind die Nachweise aller weiteren Arten (insbesondere Fischarten) in den Krebskörben in den Fangprotokollen zu dokumentieren. Invasive Krebsarten sind im Rahmen der Erfassungen aus dem Gewässer unbedingt zu entnehmen und tierschutzrechtlich zu töten. ... Aufgrund des nicht ausreichend zur Verfügung stehenden Zeichenvorrats entnehmen Sie bitte weitere Informationen der Leistungsbeschreibung - Anlage 02 der Vergabeunterlagen.
Zuschlagskriterien
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Zeitplan
- 7. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 6. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung