Entwurfs- und Genehmigungsplanung für eine Bioabfallvergärungs- und Kompostieranlage
Was wird ausgeschrieben
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR schreiben die Entwurfs- und Genehmigungsplanung (LPH 03-04 nach HOAI 2021) für den Neubau einer Bioabfallvergärungs- und Kompostieranlage am Standort Hennickendorf aus. Der Auftragnehmer übernimmt die Generalplaner-Rolle inklusive Gesamtkoordination aller Fachplanungen (Ingenieurbauwerke, Technische Ausrüstung, Tragwerk, Brandschutz, Baufeldfreimachung). Optional können Teilleistungen der LPH 06-07 zur GU-Ausschreibungsvorbereitung beauftragt werden. Die Vertragslaufzeit beträgt ca. 22 Monate.
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Planung einer funktionstüchtigen Bioabfallvergärungs- und Kompostieranlage für biologische Abfälle inkl. der dazugehörigen Anlagentechnik, der Erfassung und Behandlung von der Abluft, sonstiger Nebengewerke wie z.B. der Medien Zu- und Abführung, der Zufahrtslogistik unter Ausnutzung der vorhandenen Verkehrsflächen und der Infrastruktur des Standorts nach dem Stand der Technik. Diese Planung bezieht sich im Wesentlichen auf die Leistungsphasen Entwurfs- und Genehmigungsplanung (LPH 03-04), angelehnt an die HOAI 2021. Zum Vorhaben gehört weiterhin die Planung der bei allen Konfigurationen erforderlichen Medienanbindungen für Wasser (auch Löschwasser), Abwasser, Regen- und Oberflächenwasser sowie die Anbindung der elektrischen Versorgung und der IT. Dabei sind alle geltenden Gesetze, Verordnungen, technische Regeln, Vorschriften (wie die der Berufsgenossenschaften und der Arbeitssicherheit), Richtlinien, DIN EN Normen, gültige Abwassersatzungen und Empfehlungen der einschlägigen Verbände einzuhalten bzw. zu berücksichtigen. Es soll die Weiterentwicklung des bisherigen Stands der Grundlagenermittlung und Vorplanung (LPH 01-02) über die Entwurfsplanung (LPH 03) bis hin zur Genehmigungsreife im Sinne der baurechtlichen Anforderungen erfolgen (LPH 04). Die erarbeiteten Ergebnisse dienen als Grundlage für die Ausführungsplanung eines Generalunternehmers. Hierzu gehören die Leistungen des Leistungsbilds § 43 Ingenieurbauwerke (Objektplanung) sowie die der Fachplanungen für die Technische Ausrüstung (§ 55) und dem Tragwerk (§ 51) in Verbindung mit den dazugehörigen Anlagen (HOAI). Des Weiteren sind die Leistungen für die Baufeldfreimachung/ Rückbau (AHO-Heft Nr.18) und dem Brandschutz (AHO Heft Nr.17) zu berücksichtigen. Der AN übernimmt die Rolle eines Generalplaners. Er ist damit verantwortlich für die Gesamtkoordination sämtlicher Planungsgewerke (Fachplanung) sowie für die fristgerechte und qualitätsgesicherte Erstellung der vollständigen und genehmigungsfähigen Unterlagen. Wegen der Einzelheiten der Leistungserbringung wird auf die Leistungsbeschreibung verwiesen. Optional sollen Teilleistungen der LPH 06 und 07 zur Vorbereitung für eine Ausschreibung der Generalunternehmerleistungen Bau sowie Anlagen- und Verfahrenstechnik durch den AN erbracht werden. Diese Leistung steht unter dem Vorbehalt der einseitigen optionalen Beauftragung durch den AG. Dies bedeutet, dass der AG sich vorbehält, nach dem Erhalt des Genehmigungsbescheids die Option zu ziehen, d.h. eine Beauftragung kommt nur durch eine gesonderte einseitige Willenserklärung des AGs zu Stande und ist nicht automatisch Teil der vertraglich geschuldeten Leistungen aus dem Hauptauftrag. Als Voraussetzung der Beauftragung der Leistung gilt die Zustimmung der Gremien des AGs.
Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) beauftragen die Planung einer Bioabfallvergärungs- und Kompostieranlage in Hennickendorf (Brandenburg). Es geht um die Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 3 und 4 nach HOAI), die als Grundlage für die Ausführungsplanung durch einen Generalunternehmer dient. Der Planer muss als Generalplaner die gesamte Koordination aller Fachgewerke übernehmen – also für Ingenieurbauwerke, Technische Ausrüstung, Tragwerk, Brandschutz und Rückbau verantwortlich sein. Die Laufzeit beträgt rund 22 Monate, der geschätzte Auftragswert liegt im mittleren einstelligen Millionenbereich. Bewerber müssen nachweisen, dass sie vergleichbare Abfallbehandlungsanlagen oder Biomassezentren geplant haben.
Zentrale Anforderungen
7 Punkte- Nachweis vergleichbarer Referenzen für Bioabfallvergärungs- oder Kompostieranlagen
- Eignung als Generalplaner mit Erfahrung in der Gesamtkoordination von Planungsleistungen
- Fachkunde für Ingenieurbauwerke (§ 43 HOAI) und Technische Ausrüstung (§ 55 HOAI)
- Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI
- Brandschutzkonzept nach AHO Heft Nr. 17
- Baufeldfreimachung/Rückbau nach AHO-Heft Nr. 18
- Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
1) Eigenerklärung, dass gegen das Unternehmen keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB vorliegen oder – bei Vorliegen eines oder mehrerer Ausschlussgründe – eine Eigenerklärung zur Selbstreinigung im Sinne des § 125 GWB. Beschreibung: Soweit eine Bewerbergemeinschaft einen Teilnahmeantrag einreicht, muss jedes Mitglied separat die geforderten Erklärungen abgeben bzw. den Nachweis erbringen. Beruft sich der Bewerber oder die Bewerbergemeinschaft zum Nachweis der Eignung auf die Fähigkeit bzw. Kapazitäten anderer Unternehmen (sogenannte Eignungsleihe), sind die geforderten Erklärungen auch für diese Unternehmen mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. 2) Eigenerklärung Russland Mit dem Teilnahmeantrag ist die vollständig ausgefüllte „Eigenerklärung zur Einhaltung restriktiver Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren“ abzugeben. Teilnahmeanträge von Unternehmen, welche die angeforderte oder nachgeforderte Eigenerklärung nicht abgeben, sind auszuschließen. Die Angaben sind in Anlage 7 einzutragen und mit dem TNA einzureichen. Jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft hat die Eigenerklärung Russland gesondert mit dem Teilnahmeantrag einzureichen. 3) Erklärung über Einhaltung der Frauenförderverordnung Die Angaben sind in Anlage 5 einzutragen und mit dem TNA einzureichen. 4) Eignungsleihe Nimmt ein Bewerber zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit die Mittel anderer Unternehmen (als solche gelten auch Unterauftragnehmer, verbundene Unternehmen oder sonstige Dritte) in Anspruch (sog. Eignungsleihe), hat er bereits mit dem Teilnahmeantrag folgende Unterlagen (kumulativ) vorzulegen: Name (Firma) und Adresse dieser anderen Unternehmen (Eignungsverleiher), Nachweis der Eignung in Bezug auf diejenigen Mittel des Eignungsverleihers, die der Bewerber zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit in Anspruch nimmt: Die Unterlagen bezüglich der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sowie der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit müssen nur in dem Umfang für den Eignungsverleiher ausgefüllt werden, in welchem dieser seine Leistungsfähigkeit dem Bewerber zur Verfügung stellt; es reicht aus, wenn die Leistungsfähigkeit vom Bewerber und den Eignungsverleihern insgesamt nachgewiesen ist. Nachweise für die erforderliche berufliche Leistungsfähigkeit, wie beispielsweise Ausbildungs- und Befähigungsnachweise oder die einschlägige berufliche Erfahrung, müssen jedoch von dem Unternehmen vorgelegt werden, das im Auftragsfall die entsprechenden Leistungen erbringen soll. Nachweis, dass dem Bewerber die erforderlichen Mittel des Eignungsverleihers bei der Erfüllung des Auftrags zur Verfügung stehen (§ 47 Abs. 1 S. 1 VgV). Soweit die Eignungsverleiher als Unterauftragnehmer eingesetzt werden sollen, gelten zusätzlich die Ausführungen unter Ziffer 11.3 von Teil 0.0 Teilnahmebedingungen. 5) Es bestehen gesonderte Anforderungen nach dem Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG), siehe Vergabeunterlagen) Möglichkeit der Nachforderung entsprechend § 56 VgV
Aufteilung in Lose
1 LotPlanung einer funktionstüchtigen Bioabfallvergärungs- und Kompostieranlage für biologische Abfälle inkl. der dazugehörigen Anlagentechnik, der Erfassung und Behandlung von der Abluft, sonstiger Nebengewerke wie z.B. der Medien Zu- und Abführung, der Zufahrtslogistik unter Ausnutzung der vorhandenen Verkehrsflächen und der Infrastruktur des Standorts nach dem Stand der Technik. Diese Planung bezieht sich im Wesentlichen auf die Leistungsphasen Entwurfs- und Genehmigungsplanung (LPH 03-04), angelehnt an die HOAI 2021. Zum Vorhaben gehört weiterhin die Planung der bei allen Konfigurationen erforderlichen Medienanbindungen für Wasser (auch Löschwasser), Abwasser, Regen- und Oberflächenwasser sowie die Anbindung der elektrischen Versorgung und der IT. Dabei sind alle geltenden Gesetze, Verordnungen, technische Regeln, Vorschriften (wie die der Berufsgenossenschaften und der Arbeitssicherheit), Richtlinien, DIN EN Normen, gültige Abwassersatzungen und Empfehlungen der einschlägigen Verbände einzuhalten bzw. zu berücksichtigen. Es soll die Weiterentwicklung des bisherigen Stands der Grundlagenermittlung und Vorplanung (LPH 01-02) über die Entwurfsplanung (LPH 03) bis hin zur Genehmigungsreife im Sinne der baurechtlichen Anforderungen erfolgen (LPH 04). Die erarbeiteten Ergebnisse dienen als Grundlage für die Ausführungsplanung eines Generalunternehmers. Hierzu gehören die Leistungen des Leistungsbilds § 43 Ingenieurbauwerke (Objektplanung) sowie die der Fachplanungen für die Technische Ausrüstung (§ 55) und dem Tragwerk (§ 51) in Verbindung mit den dazugehörigen Anlagen (HOAI). Des Weiteren sind die Leistungen für die Baufeldfreimachung/ Rückbau (AHO-Heft Nr.18) und dem Brandschutz (AHO Heft Nr.17) zu berücksichtigen. Der AN übernimmt die Rolle eines Generalplaners. Er ist damit verantwortlich für die Gesamtkoordination sämtlicher Planungsgewerke (Fachplanung) sowie für die fristgerechte und qualitätsgesicherte Erstellung der vollständigen und genehmigungsfähigen Unterlagen. Wegen der Einzelheiten der Leistungserbringung wird auf die Leistungsbeschreibung verwiesen. Optional sollen Teilleistungen der LPH 06 und 07 zur Vorbereitung für eine Ausschreibung der Generalunternehmerleistungen Bau sowie Anlagen- und Verfahrenstechnik durch den AN erbracht werden. Diese Leistung steht unter dem Vorbehalt der einseitigen optionalen Beauftragung durch den AG. Dies bedeutet, dass der AG sich vorbehält, nach dem Erhalt des Genehmigungsbescheids die Option zu ziehen, d.h. eine Beauftragung kommt nur durch eine gesonderte einseitige Willenserklärung des AGs zu Stande und ist nicht automatisch Teil der vertraglich geschuldeten Leistungen aus dem Hauptauftrag. Als Voraussetzung der Beauftragung der Leistung gilt die Zustimmung der Gremien des AGs.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality444%
Auswahlkriterium: Darstellung geeigneter Referenzen entsprechend der definierten Mindestkriterien (Ausschlusskriterium) über bereits ausgeführte Dienstleistungsaufträge die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, unter Angabe des Leistungszeitraums und -inhalts und der Auftragssumme (Anlage 4). - Referenzzeitraum: aus den letzten 10 Jahren (2025-2016) - Die Referenz muss innerhalb des Zeitraums begonnen und mindestens mit LP 4 (HOAI) abgeschlossen sein Beim Nachweis der Referenz sind die definierten Mindestkriterien, siehe Eignung, zu erfüllen (Ausschlusskriterium). Pro Referenz werden, unter Einhaltung der Mindestanforderungen, zusätzliche Punkte vergeben. Die Kriterien dafür sind der Bewertungsmatrix in der Anlage 9 zu entnehmen Punkte: mindestens 1, maximal 3 Referenzen, max. 148 Punkte pro Referenz, max. Punktzahl A1 bis A3, 444 Punkte , einzureichen über Anlage 4)
- quality15%
Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb Kriterium B2: Personelle Ressourcen (über den Nachweis der Eignung hinaus) - Personelle Ressourcen unterteilt nach Fachgebieten und unter Einhaltung der Mindestanforderung, mindestens 3 Bau- und Fachingenieure, maximal 9 Bau- und Fachingenieure Punkte: max. Punktzahl 15 Punkte; einzureichen über Teil 0, Anlage 3 Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertungsmatrix zum Teilnahmewettbewerb (Teil 0 Anlage 9 Bewertungsmatrix, Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.)
- quality41%
Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.1: Vorstellung von Projektleiter (einzureichen über durch eigenes Konvolut) Projektleiter: o unter Einhaltung der Mindestanforderungen (B2.1) o mind. ein ausgewähltes Referenzprojekt (über bereits ausgeführte Dienstleistungsaufträge die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, unter Angabe des Leistungszeitraums und -inhalts und der Auftragssumme, über Teil 0, Anlage 4) o das Referenzprojekt bezieht sich auf die Person und kann vom Unternehmen abweichen o max. erreichbare Punkte: 41 Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertungsmatrix zum Teilnahmewettbewerb (Teil 0 Anlage 9 Bewertungsmatrix, Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.1)
- quality41%
Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.2: Vorstellung von stellvertretender Projektleiter (einzureichen über durch eigenes Konvolut) stellv. Projektleiter: o unter Einhaltung der Mindestanforderungen (B2.2) o mind. ein ausgewähltes Referenzprojekt (über bereits ausgeführte Dienstleistungsaufträge die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, unter Angabe des Leistungszeitraums und -inhalts und der Auftragssumme, über Teil 0, Anlage 4) o das Referenzprojekt bezieht sich auf die Person und kann vom Unternehmen abweichen o max. erreichbare Punkte: 41 Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertungsmatrix zum Teilnahmewettbewerb (Teil 0 Anlage 9 Bewertungsmatrix, Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.2)
- quality53%
Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.3: Vorstellung von mind. einem Projektmitarbeiter (einzureichen über durch eigenes Konvolut) Projektmitarbeiter: o unter Einhaltung der Mindestanforderungen (B2.3) o mind. ein ausgewähltes Referenzprojekt (über bereits ausgeführte Dienstleistungsaufträge die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind, unter Angabe des Leistungszeitraums und -inhalts und der Auftragssumme, über Teil 0, Anlage 4) o das Referenzprojekt bezieht sich auf die Person und kann vom Unternehmen abweichen o Studium: Ingenieurwesen, vorzugsweise aus den Bereichen Verfahrenstechnik, technischer Umweltschutz, Maschinenbau, Gebäude- und Energietechnik, Bauingenieur, Elektrotechnik o Es können weitere Projektmitarbeiter vorgestellt werden o max. erreichbare Punkte pro Projektmitarbeiter: 53 Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertungsmatrix zum Teilnahmewettbewerb (Teil 0 Anlage 9 Bewertungsmatrix, Teilnahmewettbewerb Kriterium B2.3)
- quality9%
Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb Kriterium C: System der Qualitätssicherung (über den Nachweis der Eignung hinaus) Nachweis eine Systems der Qualitätssicherung unter Einhaltung der Mindestanforderung: „Beschreibung des betrieblichen Systems der Qualitätssicherung (nachzuweisen über eigenes Konvolut)“, - maximal Vorlage eines Zertifikates nach DIN ISO 9000 ff. (max. Punktzahl C, 9 Punkte) Die Bewertung erfolgt entsprechend der Bewertungsmatrix zum Teilnahmewettbewerb (Teil 0 Anlage 9 Bewertungsmatrix, Teilnahmewettbewerb Kriterium C)
Zeitplan
- 22. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 6. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung