Entwicklung, Einrichtung und Betrieb einer Analyseplattform für ein Verkehrsmanagementsystem
Was wird ausgeschrieben
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg schreibt die Entwicklung, Implementierung und den Betrieb einer Analyseplattform für ein neues Verkehrsmanagementsystem aus. Ziel ist die analytische Aufbereitung verkehrsrelevanter Daten zur Unterstützung des dynamischen regionalen Verkehrsmanagements. Der Auftrag umfasst neben der IT-Entwicklung auch die langfristige Weiterentwicklung und den Betrieb der Komponenten.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) erfüllt gem. § 53a Abs. 1 Nr. 3 und 4 des Straßengesetzes Baden-Württemberg „landesweit zentral wahrzunehmende Aufgaben im Straßenwesen“ u.a. • „Verkehrsmanagement“, • „Planung, Bau und Steuerung von verkehrsbeeinflussenden Anlagen“, • „betriebstechnische Überwachung der Tunnelanlagen“, • sowie den hierfür notwendigen „Aufbau und Betrieb der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale“, im Bereich der Straßen in der Baulast des Landes oder des Bundes. Zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages plant das VM derzeit neben dem Aufbau einer Verkehrsmanagementzentrale (VMZ), auch die Umsetzung und Implementierung eines Verkehrsmanagementsystems (VMS BW) als zentrales operatives System für das dynamische regionale Verkehrsmanagement. Zusätzlich zum operativen System soll zur analytischen Aufbereitung verkehrsrelevanter Daten überdies eine Analyseplattform (Analyseplattform BW) als korrespondierendes zweites Teilsystem realisiert werden. Mit dem vorliegenden Vergabeverfahren werden die Entwicklung, Einrichtung und Weiterentwicklung von IT-Komponenten einer Analyseplattform sowie der Betrieb der hergestellten/erarbeiteten IT-Komponenten durch den Auftragnehmer sowie die Überlassung der IT-Komponenten seitens des Auftragnehmers an den Auftraggeber zur Nutzung durch den Auftraggeber vergeben.
Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg plant den Aufbau einer Analyseplattform, die als zentrales Werkzeug zur Auswertung von Verkehrsdaten dient. Diese Plattform ergänzt ein neues, operatives Verkehrsmanagementsystem, das den Verkehrsfluss auf Landes- und Bundesstraßen optimieren soll. Der beauftragte Dienstleister übernimmt dabei die technische Entwicklung, die Einrichtung sowie den laufenden Betrieb und die kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Komponenten. Das Projekt ist ein wesentlicher Bestandteil der landesweiten Strategie zur Digitalisierung und Steuerung des Straßenverkehrs, einschließlich der Überwachung von Tunnelanlagen.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Eigenerklärung zu Ausschlussgründen gemäß §§ 123, 124 GWB
- Eigenerklärung gemäß MiLoG, AEntG und Aufenthaltsgesetz
- Eigenerklärung zu Russlandbezug gemäß Art. 5 k) VO (EU) 833/2014
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Für die Zuschlagserteilung werden nur Angebote berücksichtigt, die nicht nach den §§ 123 oder 124 GWB ausgeschlossen worden sind. Zum Beleg, dass die Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB, § 19 Abs. 3 MiLoG, § 21 Abs. 3 AEntG und § 98c des Aufenthaltsgesetzes nicht vorliegen, hat das interessierte Unternehmen mit dem Teilnahmeantrag folgende Eigenerklärungen vorzulegen: 1. Eigenerklärung im Sinne von § 19 Abs. 3 MiLoG, § 21 Abs. 3 AEntG und § 98c des Aufenthaltsgesetzes nach Formblatt Anlage T06 _Analyseplattform_BW_Erklärung_Ausschlussgründe_MiLoG_AEntG_Aufenthaltsgesetz , 2. Eigenerklärung zu Ausschlussgründen gemäß § 124 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 3 GWB nach Formblatt Anlage T07 _Analyseplattform_BW_Erklärung_Ausschlussgründe_§ 124 Abs 1 Nr. 1 und 3 GWB und 3. Eigenerklärung zu Ausschlussgründen gemäß § 123 Abs. 1 bis 3 GWB, § 123 Abs. 4 GWB und § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB nach Formblatt Anlage T05_Analyseplattform_BW_Erklärung_Ausschlussgründe § 123 GWB und § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB . Nach Art. 5 k) VO (EU) 833/2014 ist die Vergabe von öffentlichen Aufträgen an Unternehmen, die ihren Sitz in Russland haben oder einen anderweitigen dort genannten Bezug zu Russland aufweisen, angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren, seit dem 09.04.2022 verboten. Die Bewerber haben daher die „Eigenerklärung zu einem Bezug zu Russland nach Art. 5 k) VO (EU) 833/2014“ nach dem Formblatt Anlage T08_Analyseplattform_BW_Erklärung_Russlandbezug mit dem Angebot abzugeben. Angebote von Bewerbern, die einen in Art. 5 k) VO (EU) 833/2014 genannten Bezug zu Russland aufweisen, werden vom Vergabeverfahren ausgeschlossen. Bei Bewerbergemeinschaften sind diese Erklärungen von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Eignungsleihgebende Unternehmen haben die vorstehenden Erklärungen ebenfalls jeweils auszufüllen und diese sind mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. Nachforderungen erfolgen nach Maßgabe des § 56 VgV.
Aufteilung in Lose
1 LotMit dem vorliegenden Vergabeverfahren werden die Entwicklung, Einrichtung und Weiterentwicklung von IT-Komponenten einer Analyseplattform sowie der Betrieb der hergestellten/erarbeiteten IT-Komponenten durch den Auftragnehmer sowie die Überlassung der IT-Komponenten seitens des Auftragnehmers an den Auftraggeber zur Nutzung durch den Auftraggeber vergeben.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price
Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Kap. 12 der Datei „Verfahrensbrief“) aufgeführt. Der Preis hat eine Gewichtung von 60 %.
- quality
Die Qualität ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Kap. 12 der Datei „Verfahrensbrief“) aufgeführt. Die Qualität hat eine Gewichtung von 40 %.
Zeitplan
- 25. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 4. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung