Energetische Sanierung und touristische Erschließung des Lutherhauses in Wittenberg
Was wird ausgeschrieben
Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt plant die umfassende energetische Sanierung und touristische Erschließung des Lutherhauses in Wittenberg. Das Projekt umfasst 29 Fachlose, die von Bauleistungen über technische Gebäudeausrüstung bis hin zur Innenausstattung reichen. Ziel ist die Umgestaltung zu einem energieeffizienten, barrierefreien und besucherfreundlichen Museum.
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Ziel der Baumaßnahme ist, das Lutherhaus als authentischen Ort bedeutender europäischer Geschichte zu erhalten und gleichzeitig die bauseitigen Voraussetzungen zu schaffen, um das Lutherhaus zu einem energieeffizienten, konservatorisch angemessenen und inklusiven Museum umzugestalten. Dies beginnt mit der Schaffung eines neuen Entrees, über Dämm- und Schutzmaßnahmen bis hin zu der Schaffung technischer Voraussetzungen für innovative Modelle der Teilhabe. Das Lutherhaus befindet sich am Osteingang der Altstadt und ist das erste Gebäude des Wittenberger Reformationsensembles (mit Schloss-, Stadtkirche, Melanchthonhaus, Cranach-höfe) für die Besucherund BesucherInnen, die vom Hauptbahnhof (ICE-Halt) kommen. Es soll ein ansprechendes Entree mit Kasse und Shop für das Ensemble Lutherhaus geschaffen werden, das den Anforderungen insbesondere von Reisegruppen gerecht wird sowie einer besucherfreundlichen Erschließung und zugleich der touristischen Aufwertung der östlichen Altstadt dient. Der Innenhof soll weiterhin öffentlich zugänglich sein. Angesichts des Klimawandels, in Sachsen-Anhalt werden ein deutlicher Temperaturanstieg, längere Dürreperioden bis hin zur Versteppung prognostiziert (vgl. Klimamodellauswertung Sachsen-Anhalt 1961- 2100, Halle/Saale 2021), treten verstärkt energetische Fragen in den Vordergrund, sowohl für die Belange des Kulturschutzes wie auch zur Verbesserung der Verbrauchsbilanz. Deshalb zielt das Vorhaben auf ein energetisches Gesamtkonzept aus Maßnahmen der Gebäudehülle, derEnergiegewinnung und der Gebäudetechnik unter Beachtung des Denkmalschutzes, des Schutzes der Kulturgüter, der Betriebskosten und der daraus resultierenden Gesamtbilanzierung. Darüber hinaus sind Maßnahmen erforderlich, die die Barrierefreiheit fördern. Eine Gebäudebegehung durch den Behindertenverband hat z. B. ergeben, dass technische Vorhaltungen für visuelle Signale zu installieren sind. Im Ergebnis sollen bauliche und technische Voraussetzungen in einem ganzheitlichen Erschließungskonzept vereinigt werden, um die Orientierung und die Barrierefreiheit zu fördern.
Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt schreibt die Sanierung und Modernisierung des Lutherhauses in Wittenberg aus. Das Projekt zielt darauf ab, das historische Gebäude energetisch aufzuwerten, barrierefrei zu gestalten und ein neues Entree für Besucher zu schaffen. Die Ausschreibung ist in 29 einzelne Fachlose unterteilt, die von klassischen Bauarbeiten wie Dachsanierung und Fassadenbau über technische Gewerke wie Aufzugsanlagen, Photovoltaik und Gebäudeleittechnik bis hin zur Inneneinrichtung reichen. Dies ermöglicht es spezialisierten Unternehmen, sich gezielt auf einzelne Gewerke zu bewerben. Die Maßnahmen sollen den Denkmalschutz mit modernen Anforderungen an Klimaschutz und Inklusion verbinden.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Eignung gemäß VOB/A EU
- Nachweis der fachlichen Eignung gemäß GWB-Bestimmungen
- Referenzen für vergleichbare Bau- oder Sanierungsprojekte
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB Grundlage gem. § 123 Abs. 1 Nr. 6 GWB Grundlage gem. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 4 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 1 GWB Grundlage gem. § 123 Abs. 1 Nr. 2 & 3 GWB Grundlage gem. § 123 Abs. 1 Nr. 4 & 5 GWB Grundlage gem. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 2 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 8 & 9 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 3 GWB Grundlage gem. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB Grundlage gem. § 123 Abs. 4 Nr. 1 GWB Im übrigen gelten alle darüberhinaus geltenden Bestimmungen der §§ 123 und 124 GWB. Die Nachforderungen orientieren sich an den Bestimmungen der VOB/A EU.
Aufteilung in Lose
29 LoteErrichtung eines Triebwerksraumlosen Seilaufzugs einschließlich Glas-Stahl-Schachtgerüst zur Personenbeförderung mit drei Haltestellen, einseitigem Ein- und Ausstieg und einer Grundfläche von ca. 3 m². Kabine als Glaskabine. Errichtung eines triebwerksraumlosen Seilaufzugs zur Personenbeförderung mit 2 Haltestellen, beidseitigem Ein- und Ausstieg und einer Grundfläche von ca. 1,5 m².
Errichtung einer Treppenliftanlage als Plattformlift für einläufige Treppe mit 18 Steigungen und einer Höhendifferenz von ca. 3,15m. Errichtung einer Hubliftanlage zur Überwindung einer Höhendifferenz von ca. 0,75m und einer Plattformgröße von ca. 1 m².
Demontage und Montage vorhandenes Membrandach
Montage Dachstuhl
Dachdeckerarbeiten Neubau (Flachdach/Steildach), Montage Dachrinnen und Fallrohre.
Sanierung der Sandsteingewände am Bestandsgebäude um die Fenster
Neubau und Montage Geländer (Innen- und Außenbereich)
Klinkerarbeiten am Neubau
Demontage, Sanierung und Montage der Bestandsfenster, Montage neues Fenster als Vorsatzfenster.
Montage Innentüren im Neubau und Bestandsgebäude als Holztüren.
Malerarbeiten an Wänden- und Decken im Neubau und Bestandsgebäude
Montage von Wand- und Bodenfliesen in unterschiedlichen Größen im Neubau und Bestandsgebäude
Parkettarbeiten im Neubau und Bestandsgebäude
Montage einer Schließanlage im Neubau (Erweiterung der vorh. Schließanlage)
Feuerlöscher, Fluchtwegpläne
Lieferung und Montage einer Catheringküche und einer Teeküche.
Grob- und Feinreinigung der Wand- und Bodenflächen im Neubau und Bestandsgebäude.
Tiefbauarbeiten im Bereich der Außenanlagen, Herstellung der neuen Außenanlagen einschließlich Bepflanzung und Natursteinpflasterarbeiten
Kunst am Bau (Pylon, Wand, Kunstgestaltung)
Erweiterung und Erneuerung einer Brandmelde- und Einbruchmeldeanlage sowie Errichtung von Datenübertragungsnetzen.
Errichtung von Schaltschränken für Automationsschwerpunkte sowie Datenübertragungsnetze für Automationszwecke. Automationsmanagement für die technischen Anlagen des Gebäudes.
Herstellung einer Erdungs- und Blitzschutzanlage mit Anbindung an den Bestand.
Lieferung und Installation PV-Anlage.
Hinweisschilder für div. Räume, allgem. Ausstattung
Lieferung und Montage der Möblierung für die Büroräume und den Versammlungsraum (Schränke, Tische und Bestuhlung).
Sanierung der Holzbalken im Deckenbereich Bestandsgebäude nach Anweisung Vorgaben Holzschutzgutachter.
Holzbalkendeckensanierung/Begasung
Dach (Teilsanierung)
Dienstleistungen zur Einbindung zusätzlicher Regelkomponenten in ein bestehendes Gebäudeleittechnik-System einschließlich der notwendigen Programmierarbeiten, Erweiterung von Lizenzen und Nachrüstung von Komponenten.
Zeitplan
- 18. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert