Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Dalet France
Auftragswert
€3.5M
Zuschlag am
15. Mai 2026
Einführung eines Distribution Media Asset Management Systems (D-MAM) für die ARD

Was wird ausgeschrieben
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) schreibt die Einführung eines zentralen Distribution Media Asset Management Systems (D-MAM) aus. Das System dient der plattformgerechten Aufbereitung und Bereitstellung von Audio- und Videoinhalten für die ARD-Mediathek, Audiothek sowie externe Plattformen. Der geschätzte Auftragswert beläuft sich auf rund 4,5 Millionen Euro.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Im Rahmen des ARD-Projekts "Digitale Erneuerung" wird ein zukunftsfähiges, leistungsstarkes und integriertes Softwaresystem zur Distribution von Audio- und Videoinhalten ausgeschrieben. Ziel ist die Einführung eines Distribution Media Asset Management Systems (D-MAM), das als zentrale technische Plattform für die plattformgerechte Aufbereitung, Verwaltung und Bereitstellung aller digitalen Medieninhalte der ARD dient. Dies umfasst Inhalte für die eigenen Ausspielkanäle der Landesrundfunkanstalten, die ARD-Mediathek und -Audiothek sowie für externe Plattformen (z. B. YouTube, Spotify).
Der Mitteldeutsche Rundfunk sucht im Rahmen des Projekts 'Digitale Erneuerung' nach einem leistungsstarken Softwaresystem, um Audio- und Videoinhalte effizient für verschiedene Kanäle aufzubereiten und zu verteilen. Das neue System soll als zentrale Plattform dienen, die Inhalte sowohl für die eigenen Angebote der ARD wie Mediatheken als auch für externe Plattformen wie YouTube oder Spotify bereitstellt. Es handelt sich um ein komplexes IT-Projekt zur Modernisierung der digitalen Infrastruktur. Der geschätzte Gesamtwert des Auftrags liegt bei knapp 4,5 Millionen Euro.
Aufteilung in Lose
1 LotIm Rahmen des ARD-Projekts "Digitale Erneuerung" wird ein zukunftsfähiges, leistungsstarkes und integriertes Softwaresystem zur Distribution von Audio- und Videoinhalten ausgeschrieben. Ziel ist die Einführung eines Distribution Media Asset Management Systems (D-MAM), das als zentrale technische Plattform für die plattformgerechte Aufbereitung, Verwaltung und Bereitstellung aller digitalen Medieninhalte der ARD dient. Dies umfasst Inhalte für die eigenen Ausspielkanäle der Landesrundfunkanstalten, die ARD-Mediathek und -Audiothek sowie für externe Plattformen (z. B. YouTube, Spotify). Gegenstand der Ausschreibung ist die Bereitstellung eines am Markt bereits eingeführten und produktiv erprobten Softwaresystems im Rahmen eines Software-Mietvertrags. Dieses bildet den Kern des zukünftigen D-MAM. Darüber hinaus umfasst der Auftragsgegenstand Dienstleistungen zur Integrationsunterstützung in die bestehenden Systemlandschaften sowie die fortlaufende Unterstützung durch einen 3rd-Level-Support. Das System wird vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) für alle aktuellen und zukünftigen Landesrundfunkanstalten der ARD (zurzeit Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Mitteldeutscher Rundfunk, Norddeutscher Rundfunk, Radio Bremen, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Saarländischer Rundfunk, Südwestrundfunk, Westdeutscher Rundfunk) und Deutsche Welle sowie für alle aktuellen und zukünftigen Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. ARD-aktuell, Sportschau und Kinderkanal) und Tochterunternehmen betrieben. Das System wird in der (Cloud-) Infrastruktur des Auftraggebers betrieben und durch eigene Entwicklungsteams um weitere Komponenten und Integrationen ergänzt und konfiguriert. Eine offene Schnittstellenarchitektur und hohe Flexibilität sind daher zwingend erforderlich. Die Systemanforderungen wurden im Vorfeld durch den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) spezifiziert und im Rahmen eines Proof-of-Concepts evaluiert. Der Auftraggeber erwartet, dass vor allem die folgenden Anforderungen im D-MAM System erfüllt werden. Unter Anderem werden diese Anforderungen Bestandteil des Verhandlungsverfahrens sein: - Zero-Downtime Software-Architektur mit Kubernetes - Getrennte Dev-, Stage- und Prod-Umgebungen mit definierten Rollen, Rechten und Prozessen - Cloud-agnostische Architektur mit nachweisbarer GCP-Produktivinstallation - Support im Hosting als Multi-Region-Architektur mit redundanter Datenhaltung und konfigurierbarem automatischem Failover - DSGVO-konforme Cloud-Infrastruktur - API-first-Architektur mit vollumfänglicher Dokumentation zur Entwicklung eigener UI-Module und Integrationen - API-Versionierung oder abwärtskompatible Weiterentwicklung für langfristige Wartbarkeit - Partielle Unterstützung eventbasierter Messaging-Architekturen mit direktem Zugriff auf die Kommunikationsinfrastruktur zur Anbindung dritter Systeme und Komponenten - Flexible IAM-Anbindung über OIDC/SAML mit Option auf Dritt-IAM-Integration - Flexibles, anpassbares und hierarchisch strukturiertes Metadatenschema gemäß internationaler Standards (z.B. EBUCorePlus), welches komplexe verschachtelte Objektstrukturen (auch Objektlisten) abbilden kann. - Uneingeschränkte Endanwender-gesteuerte Anpassung des Metadatenschemas - Integrierte Workflow-Engine zur Abbildung und Automatisierung von Prozessen - Visueller Workflow-Builder mit No-Code/Low-Code-Optionen und programmatischer Erweiterbarkeit - Ereignisgesteuerte Workflow-Automatisierung mit Triggern, Echtzeitüberwachung und Kontrollmechanismen - Automatisierte, plattformübergreifende Medien-Distribution mit zentraler Steuerung und Regelwerken - Plattformgerechte Format- und Metadatenanpassung mit Automatisierung und redaktioneller Steuerung - Zeit- und regelbasierte Veröffentlichungs- und Depublikationssteuerung mit Historie und Fehlernachvollziehbarkeit - Modulares, adaptives User Interface - Mehrsprachige Bedienoberfläche (inkl. Inhalte, Metadaten und Fehlermeldungen) - Feingranulares Rollen- und Rechtemodell mit transparenter Verwaltung und Organisationstrennung - Möglichkeit zur Integration modularer UI-Komponenten in Drittsysteme (z. B. Web CMS) - Regelbasierte Compliance- und Qualitätschecks vor Veröffentlichung Das Vergabeverfahren erfolgt als EU-weites Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Es gliedert sich in die folgenden Phasen Teilnahmewettbewerb, indikative Angebotsphase, Verhandlungsphase, finale Angebotsabgabe und Zuschlagserteilung. Die maximale Laufzeit des Vertrages beträgt insgesamt sechs (6) Jahre. Der Ver-trag wird zunächst für eine Laufzeit von vier (4) Jahren geschlossen. Der Auftraggeber behält sich vor, den Vertrag um einmalig zwei (2) Jahre zu verlängern.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price50%
Im Preisblatt (Anlage A1) wird der "Gesamtwertungspreis" aus den Einzelangaben für Bereitstellung des Basissystem, 3rd-Level-Support und Dienstleistungen* des Bieters berechnet.
- quality50%
Die Qualitätspunkte ergeben sich aus der Bewertung der qualitativen Kriterien gemäß den Wertungskriterien (Anlage C) der Vergabeunterlagen.
Zeitplan
- 9. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Mai 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Dalet France · €3.5M