TED·517715-2026·Schließt in 29 Tagen

Planungsleistungen Technische Ausrüstung für Umbau und Erweiterung Rathaus Blumenthal

PlanungsleistungenBauleistungenÖffentliche VerwaltungBauwesenTga PlanungDenkmalschutzOeffentliche VerwaltungHochbauHoai LeistungenQuartiersentwicklung
Auftragswert
€440k
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
24. Aug. 2026
29 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Stadt Bremen schreibt Planungsleistungen für die Technische Ausrüstung (KG 400) für den Umbau des historischen Rathauses Blumenthal und einen ergänzenden Neubau aus. Das Projekt umfasst die Leistungsphasen 1 bis 8 gemäß HOAI für ein als 'Nationales Projekt des Städtebaus' gefördertes Quartiershaus. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Mai 2030 geplant.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Der Ortsteil Blumenthal gehört zu den am stärksten benachteiligten Stadtteilen in Bremen. In seinem Zentrum steht das denkmalgeschützte, jedoch seit Jahren weitestgehend ungenutzte ehemalige Rathaus. Es bildet das Herzstück des 2022 nach BauGB ausgewiesenen Sanierungsgebietes Blumenthal. Die Zugänglichkeit und Aufteilung des Gebäudes entsprechen nicht mehr den Anforderungen für öffentliche Nutzungen. Der Standort des Objektes, seine historische Bedeutung und stadtbildprägende Gestaltung prädestiniert es jedoch für eine öffentliche Nutzung. Mit dem Projekt "Demokratieort neu leben - Rathaus wird Quartiershaus" soll das historische Rathaus Blumenthal zu einem Ort der Demokratieförderung und des Gemeinwesens umgebaut werden. Das Gesamtvorhaben besteht aus zwei zeitlich dicht aufeinanderfolgenden bzw. in der Planung parallel ausgeführten Bauabschnitten: Der Umbau des Bestandsgebäudes (historisches Rathaus) (1. Bauabschnitt) sowie die Ergänzung durch einen Anbau südlich des Bestandsgebäudes (2. Bauabschnitt). Die Aktivierung des Rathauses gehört zu den wichtigsten Schlüsselmaßnahmen des 2023 beschlossenen integrierten Entwicklungskonzepts (IEK): Das Gebäude prägt den Stadtraum erheblich, stellt durch seine Lage eine zentrale Schnittstelle dar und ist ein "Scharnier" zwischen dem Stadtteilzentrum und dem sich entwickelnden Kämmerei-Quartier auf dem etwa 40 ha großen Areal der ehemaligen Bremer Wollkämmerei. Das neue Quartiershaus soll als Ensemble bestehend aus dem wieder zu belebenden Rathaus und einem unmittelbar anschließenden Neubau entstehen. Der zu erstellende Anbau muss sich denkmalgerecht an den Bestandsbau anfügen. Trotz eines vergleichbar großen Bauvolumens soll sich der Erweiterungsbau dem Hauptgebäude unterordnen. Die Planung des Bestandsgebäudes und des Erweiterungsneubaus wird derzeit durch ein nicht offenen, einphasigen, hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren gem. VgV durchgeführt. Die Beauftragung dieser Leistungen ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Projekt wird als Maßnahme im Rahmen des Bundesprogramms "Nationale Projekte des Städtebaus" gefördert. In diesem werden national und international wahrnehmbare Projekte gefördert, von denen deutliche Impulse für die Stadt, die Region und die Stadtentwicklungspolitik ausgehen. Sie zeichnen sich durch einen besonderen Qualitätsanspruch ("Premiumqualität") hinsichtlich des städtebaulichen Ansatzes, der baukulturellen Aspekte und Beteiligungsprozesse aus. Die Wärmeversorgung des Projekts ist über einen Anschluss an das vorhandene Fernwärmenetz vorgesehen. Die Neuverlegung der Abwasserleitungen innerhalb des Gebäudes sowie in den Außenanlagen hat unabhängig von der Ausführung des öffentlichen Entwässerungssystems als Mischsystem grundsätzlich im Trennsystem zu erfolgen, getrennt nach Schmutz- und Regenwasser. Niederschlagswasser ist nach Möglichkeit auf dem Grundstück zurückzuhalten und über geeignete Maßnahmen wie Mulden-, Rigolen- oder Schachtversickerung zu versickern. Auf raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) ist soweit technisch möglich zu verzichten. Die vorgesehenen Projektkosten belaufen sich auf ca. 8,85 Mio. EUR (netto) für die KG 300 - 500. Davon entfallen ca. 2,76 Mio. EUR (netto) auf die KG 400. Meilensteine des Projekts: - Leistungsphase 1-3: bis April 2027 - Leistungsphase 4: bis Mai 2027 - Baubeginn: 04.09.2028 - Geplante Fertigstellung Bestandsumbau: 01.09.2029 - Geplante Fertigstellung Erweiterungsneubau: 01.05.2030

VergabeHero-Einschätzung

Die Stadt Bremen plant die Umgestaltung des denkmalgeschützten Rathauses im Stadtteil Blumenthal zu einem neuen Quartiershaus, das als Zentrum für Demokratie und Gemeinwesen dienen soll. Hierfür wird ein Planungsbüro für die technische Gebäudeausrüstung gesucht, das die Leistungsphasen 1 bis 8 nach HOAI übernimmt. Das Projekt umfasst sowohl die Sanierung des Bestandsgebäudes als auch einen neuen Anbau, wobei besonderer Wert auf denkmalgerechte Integration und ökologische Standards wie Fernwärme und Regenwasserversickerung gelegt wird. Die geschätzten Baukosten für die technische Ausrüstung liegen bei etwa 2,76 Millionen Euro netto. Das Vorhaben ist Teil eines größeren städtebaulichen Entwicklungskonzepts und wird durch den Bund gefördert.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Demokratieort neu leben - Rathaus wird Quartiershaus - Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8

Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot gemäß § 58 VgV, welches unter Berücksichtigung der genannten Kriterien und Wichtungen insgesamt den höchsten Punktwert erreicht. Sofern mehrere Angebote vorliegen, die punktegleich sind, entscheidet über die Rangfolge der Preis. Sind zwei oder mehr Angebote sowohl hinsichtlich der erreichten Punkte und bzgl. des Preises identisch und bestbietend, wird das zuschlagerhaltende Angebot durch ein unabhängiges Gremium gelost. Der Auftraggeber behält sich gem. § 17 (11) VgV vor, den Auftrag auf der Grundlage der Erstangebote zu vergeben. Der Auftraggeber überträgt dem Auftragnehmer die in § 3 des Vertragsmusters genannten Leistungen: Grundleistungen: - Leistungsphasen 1-3 der Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8; - Leistungsphasen 4-9 der Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8 als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen) gem. Vertragsmuster Optionale besondere Leistungen: - Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist; - Qualitätssicherung während der Bauphase; - Aufstellen und Fortschreiben des technischen Teils von Raumbüchern für die Lph. 3; - Fortschreiben des technischen Teils von Raumbüchern für die Lph. 5 bis 8; - Aufstellen und Fortschreiben des technischen Teils von Raumbüchern; - Aufstellen und Fortschreiben einer vertieften Kostenberechnung in Lph. 2 und 3 nach HOAI; - Mitwirken bei der Aufstellung Brandschutzmatrix; - Bestandsaufnahme; - Bemusterungskatalog TGA; - Ausschreibungszeichnungen; - Vorgaben und/oder Änderungen des BOA einarbeiten; - Fortschreiben der Ausführungspläne bis zum Bestand; - Vertiefte Preisprüfung nach VOB und dem Bremer Tariftreue- und Vergabegesetz; - Weitere besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-8 als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen). Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.

CPV 712400001230 Tage Laufzeit
Bewertung

Zuschlagskriterien

4 Kriterien
  • quality

    Projektaufbauorganisation mit Vorstellung der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Fachbauleitung) unter Berücksichtigung der Fachbereiche HLS und ELT; Projekterfahrung des Projektteams insbesondere der vorgesehenen operativen Projektleitung, der vorgesehenen stellvertretenden Projektleitung sowie der Objektüberwachung (Fachbauleitung) in Bezug auf vergleichbare Projekte; Personaleinsatzplanung, Einbindung der operativen sowie stellvertretenden Projektleitung wie auch der Fachbauleitung in andere parallel laufende Projekte.

    25%
  • quality

    Auseinandersetzung mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen; Herangehensweise an die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der projektspezifischen Besonderheiten und der zu bewertenden Potentiale/Risiken; Maßnahmen zur Gewährleistung der Qualität; Umgang mit Schwierigkeiten bei einem Schlüsselgewerk (z.B. im Fall eines Ausfalls eines Subunternehmers oder qualitativ unzureichender Leistungserbringung eines Subunternehmers); Schnittstellenverständnis zur Objektplanung, insbesondere in Bezug auf zeitliche Abhängigkeiten im Planungsprozess; Maßnahme zur Einhaltung der Termine und Kosten; Umgang mit Nachtragsmanagement in Bezug auf a) Frühzeitiges Erkennen notwendiger Nachträge und b) Verhindern von Nachträgen.

    30%
  • quality

    Vorgesehene Besprechungskultur innerhalb des Projekts; Erreichbarkeit und Projektkommunikation mit dem Auftraggeber und den weiteren Beteiligten während der Leistungsdurchführung. Präsenz auf der Baustelle; Auseinandersetzung mit dem zur Verfügung gestellten Rahmenterminplan inkl. Prüfen auf Plausibilität des vorgegebenen Zeitrahmens von Planungsbeginn bis zur Fertigstellung.

    15%
  • price

    Honorarangebot: Das günstigste Angebot wird mit 5 Punkten und ein Angebot ab der doppelten Summe des günstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet. Die Punktzahl der dazwischenliegenden Angebote wird durch lineare Interpolation ermittelt. Abstufungen erfolgen bis auf zwei Nachkommastellen.

    30%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 27. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 24. Aug. 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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