TED·426404-2026·Schließt in 30 Tagen

Entwicklung einer Software-Datenplattform zur Integration von KI-Modellen und Laborautomatisierung

Technische Universität MünchenMünchen, GermanyVeröffentlicht 22. Juni 2026
Auftragswert
~€350k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
21. Juli 2026
30 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Technische Universität München schreibt die Entwicklung einer Software-Datenplattform aus, die als zentrale Schnittstelle zwischen KI-Modellen zur Proteinentwicklung und einem mikrofluidischen Gerätepark fungiert. Das System soll experimentelle Abläufe steuern, Messdaten automatisiert erfassen und eine treuhänderisch abgesicherte Datenverwaltung ermöglichen. Die Projektlaufzeit beträgt 510 Tage.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Es soll eine Softwarelösung ("Datenplattform") entwickelt werden, die eine automatisierte und standardisierte Kommunikation zwischen KI-basierten Modellen zur Proteinentwicklung und einem mikrofluidischen Gerätepark ermöglicht. Als mikrofluidische Hardware kommt ein System der Firma Firma Efficient Robotics GmbH zum Einsatz, welches auf Basis bioinformatisch generierter Protein-Designs experimentelle Umsetzungen und Charakterisierungen durchführt. Die Datenplattform dient als zentrale Integrations- und Kommunikationsschicht zwischen den KI-Systemen, der Laborautomatisierung sowie nachgelagerten Analysekomponenten. Sie muss mit der bestehenden Steuerungssoftware des Geräteparks ("Droplet Control Center", DCC) interoperabel sein, um experimentelle Abläufe zu steuern und die dabei entstehenden Mess- und Prozessdaten automatisiert zu erfassen und weiterzuverarbeiten. Darüber hinaus muss die Plattform modellagnostisch ausgelegt sein und die Anbindung unterschiedlicher KI-Modelle zur Generierung von Protein-Designs ermöglichen. Hierzu ist ein einheitlicher, erweiterbarer Kommunikationsstandard zu entwickeln, der sowohl bioinformatische als auch experimentelle Anforderungen konsistent abbildet. Weiterhin ist eine zentrale Datenmanagement- und Speicherkomponente zu integrieren, die die strukturierte, nachvollziehbare und treuhänderisch abgesicherte Speicherung von Daten aus mehreren Experimenten ermöglicht. Dabei ist insbesondere sicherzustellen, dass Datenzugriff, Datenverarbeitung und Datenspeicherung unter Wahrung der Datensouveränität, Zweckbindung sowie einer vollständigen Auditierbarkeit erfolgen.Die Schnittstellenarchitektur der Plattform ist gemeinsam mit den Projektpartnern zu definieren und als offener, dokumentierter Standard auszugestalten.

VergabeHero-Einschätzung

Die Technische Universität München sucht einen IT-Dienstleister für die Entwicklung einer speziellen Software-Datenplattform. Diese Plattform soll als Bindeglied zwischen künstlicher Intelligenz, die Proteine entwirft, und einem automatisierten Labor-Gerätepark dienen. Ziel ist es, dass die KI-Modelle ihre Entwürfe direkt an die Laborgeräte senden können und die dabei entstehenden Messdaten strukturiert und sicher gespeichert werden. Dabei muss die Software mit der bestehenden Steuerungssoftware des Laborgeräts kompatibel sein und einen offenen Standard für die Kommunikation definieren. Das Projekt ist auf eine Dauer von 510 Tagen angelegt und erfordert Expertise in Softwarearchitektur sowie im Bereich des treuhänderischen Datenmanagements.

IT-DienstleistungenForschung und EntwicklungÖffentliche VerwaltungBildung und ForschungSoftwareentwicklungKuenstliche IntelligenzBiotechnologieDatenmanagementLaborautomatisierungForschung Und Entwicklung
Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Datenplattform

Gegenstand der Beschaffung ist die Entwicklung einer Softwarelösung ("Datenplattform") zur Integration und Orchestrierung von KI-basierten Modellen im Bereich der biotechnologischen Proteinentwicklung sowie eines mikrofluidischen Geräteparks zur experimentellen Umsetzung und Charakterisierung entsprechender Protein-Designs. Die Datenplattform dient als zentrale Kommunikations- und Integrationsschicht zwischen KI-Modellen, Laborautomatisierungssystemen und Analysekomponenten. Hierzu müssen Daten- und Steuerungsinformationen zwischen mehreren technischen Schnittstellen ausgetauscht und verarbeitet werden. Die konkrete Ausgestaltung der Schnittstellenformate erfolgt in Abstimmung mit den beteiligten Projektpartnern unter Berücksichtigung offener und interoperabler Standards. Die Softwarelösung muss die sichere, nachvollziehbare und langfristige Speicherung der im Rahmen der Experimente entstehenden Daten ermöglichen. Hierzu ist eine Datenmanagement- und Speicherarchitektur vorzusehen, die eine strukturierte Ablage, Versionierung sowie den Zugriff auf experimentelle Daten und Metadaten unterstützt. Die Plattform muss flexibel einsetzbar sein und sowohl den Betrieb in lokalen Rechenumgebungen als auch in Cloud-Umgebungen ermöglichen. Die im Projekt eingesetzten Daten entstehen im Wesentlichen durch einen mikrofluidischen Gerätepark, der bioinformatisch erzeugte Protein-Designs experimentell umsetzt und charakterisiert. Die Steuerung des Geräteparks erfolgt über die bestehende Kontrollsoftware "Droplet Control Center" (DCC) der Firma Efficient Robotics GmbH. Die zu entwickelnde Datenplattform muss in der Lage sein, mit dieser Software zu kommunizieren, um Steuerungsinformationen an den Gerätepark zu übermitteln und experimentell erzeugte Daten zu verarbeiten. Darüber hinaus muss die Datenplattform modellagnostisch ausgelegt sein und die Integration verschiedener KI-Modelle zur Generierung von Protein-Designs ermöglichen. Hierzu ist ein standardisierter Kommunikationsmechanismus vorzusehen, der sowohl experimentelle als auch bioinformatische Anforderungen abbildet. Die entsprechenden Schnittstellen sind in Abstimmung mit den Projektpartnern zu spezifizieren. Die Datenplattform muss die Anbindung einer zentralen Datenbank ermöglichen, die die Speicherung, Verwaltung und Auswertung von Daten aus mehreren Experimenten unterstützt. Dabei ist sicherzustellen, dass experimentelle Daten, insbesondere Sequenz- und Aktivitätsdaten einschließlich zugehöriger Metadaten, strukturiert und konsistent gespeichert werden können. Die Plattform muss zudem die Integration externer biotechnologischer Geräte über softwarebasierte Adapter ermöglichen. Hierzu zählen insbesondere Sequenzierplattformen sowie mikrobiologische und fermentative Systeme. Die Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen zur DCC-Software, die eine Steuerung und Datenerfassung der angebundenen Geräte ermöglichen. Die Schnittstellenarchitektur ist gemeinsam mit den Projektpartnern zu entwickeln, die sowohl den mikrofluidischen Gerätepark als auch die eingesetzten KI-Modelle bereitstellen. Die detaillierten fachlichen und technischen Anforderungen sind in der Leistungsbeschreibung (Dokument 3_Leistungsbeschreibung) weiter ausgeführt.

CPV 48211000, 48100000, 72314000, 72316000Frist 21. Juli 2026510 Tage Laufzeit
Bewertung

Zuschlagskriterien

3 Kriterien
  • price

    Die Punkteverteilung beim Preis erfolgt folgendermaßen: Das Angebot mit dem niedrigsten Preis erhält 4 Punkte, ein Angebot mit einem Preis, der beim (min-destens) 2,0-fachen des niedrigsten Preises liegt, erhält 0 Punkte. Ein Angebot mit einem Preis, der zwischen dem 1,0-fachen und 2,0-fachen des niedrigsten Preises liegt, erhält die Punktzahl, die sich aus der linearen Interpolation nach der nachfolgenden Formel mit bis zu drei Stellen nach dem Komma ergibt: Punktzahl = Höchstpunktzahl x (2 - (angebotener Preis/niedrigster Preis)) Der Auftraggeber schließt den Vertrag mit dem Bieter, dessen Angebot die höchste gewichtete Gesamtpunktzahl (letzte Zeile der vorstehenden Tabelle) erhält.

    3%
  • quality

    Bewertet wird die über die Mindestanforderung hinausgehende einschlägige Berufserfahrung der für die Leistungserbringung vorgesehenen Ansprechperson in den Bereichen - Softwarearchitektur und Systementwicklung, - Entwicklung verteilter oder komplexer IT-Systeme, - Informationssicherheit und Datenschutz, - Integration heterogener Systeme. Maßgeblich ist die durchschnittliche einschlägige Berufserfahrung der benannten Ansprechperson(en) über die als Mindestanforderung (siehe Leistungsbeschreibung) geforderten zwölf Monate hinaus. Die Bewertung erfolgt wie folgt: 0 Punkte: keine über die Mindestanforderung hinausgehende Erfahrung nachgewiesen. 1 Punkt: mehr als 1 Jahr bis einschließlich 3 Jahre zusätzliche Erfahrung. 2 Punkte: mehr als 3 Jahre bis einschließlich 5 Jahre zusätzliche Erfahrung. 3 Punkte: mehr als 5 Jahre bis einschließlich 8 Jahre zusätzliche Erfahrung. 4 Punkte: mehr als 8 Jahre zusätzliche Erfahrung. Die Wertung erfolgt auf Grundlage der eingereichten anonymisierten Lebensläufe. Berücksichtigt wird nur nachvollziehbar dargestellte Berufserfahrung, die einen Bezug zu den genannten Aufgabenbereichen aufweist.

    3%
  • quality

    Vorlage eines strukturierten Konzepts zum treuhänderischen Betrieb der Datenplattform. Das Konzept muss insbesondere enthalten: - organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit, - technische und organisatorische Maßnahmen zur Sicherstellung der Zweckbindung von Daten, - Regelungen zu Zugriffskontrolle, Rollen- und Rechteverwaltung, - Mechanismen zur Sicherstellung von Neutralität, Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit. Bewertungsmatrix: 4 Punkte - Sehr gut Das Konzept beschreibt den treuhänderischen Betrieb der Datenplattform umfassend, schlüssig und nachvollziehbar. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit wird detailliert dargestellt und durch geeignete organisatorische sowie technische Maßnahmen abgesichert. Die Maßnahmen zur Sicherstellung der Zweckbindung von Daten sind konkret, belastbar und in den Betriebsprozessen verankert. Das Rollen- und Berechtigungskonzept ist differenziert, konsistent und berücksichtigt unterschiedliche Nutzergruppen und Anwendungsfälle. Die Mechanismen zur Gewährleistung von Neutralität, Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit sind vollständig beschrieben und ermöglichen eine transparente Überprüfung sämtlicher relevanter Vorgänge. Das Konzept geht erkennbar über übliche Standardlösungen hinaus und lässt eine besonders zuverlässige und vertrauenswürdige Umsetzung erwarten. 3 Punkte - Gut Das Konzept behandelt alle geforderten Themenbereiche vollständig und nachvollziehbar. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit sowie die Maßnahmen zur Sicherstellung der Zweckbindung von Daten werden schlüssig dargestellt. Das Rollen- und Berechtigungskonzept sowie die vorgesehenen Auditierungs- und Nachvollziehbarkeitsmechanismen sind geeignet, die Anforderungen zu erfüllen. Das Konzept weist lediglich kleinere Schwächen hinsichtlich Detaillierungsgrad oder Nachvollziehbarkeit einzelner Aspekte auf. Insgesamt ist eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung zu erwarten. 2 Punkte - Befriedigend Das Konzept adressiert die geforderten Themenbereiche im Wesentlichen, bleibt jedoch in einzelnen Punkten allgemein oder wenig konkret. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit sowie die Maßnahmen zur Zweckbindung von Daten sind grundsätzlich nachvollziehbar dargestellt, lassen jedoch Detailfragen offen. Das Rollen- und Berechtigungskonzept sowie die beschriebenen Mechanismen zur Auditierung und Nachvollziehbarkeit erscheinen grundsätzlich geeignet, sind jedoch nur teilweise ausgearbeitet. Die Anforderungen werden insgesamt erfüllt, die Praxistauglichkeit einzelner Aspekte ist jedoch nur eingeschränkt belegt. 1 Punkt - Ausreichend Das Konzept behandelt die geforderten Themen lediglich in Grundzügen. Wesentliche Aussagen bleiben allgemein oder unvollständig. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit, die Sicherstellung der Zweckbindung von Daten, die Zugriffskontrolle oder die Auditierbarkeit werden zwar angesprochen, jedoch nur oberflächlich beschrieben. Die Eignung der vorgeschlagenen Maßnahmen zur Erreichung der Projektziele ist nur eingeschränkt nachvollziehbar. 0 Punkte - Ungenügend Das Konzept fehlt bzw. geht auf wesentliche Anforderungen nicht ein oder behandelt diese nur unzureichend. Die organisatorische Trennung zwischen Plattformbetrieb und Datenhoheit, die Sicherstellung der Zweckbindung von Daten, die Regelungen zur Zugriffskontrolle oder die Mechanismen zur Neutralität, Nachvollziehbarkeit und Auditierbarkeit fehlen ganz oder sind nicht nachvollziehbar beschrieben. Das Konzept lässt keine belastbare Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Bieters zu.

    3%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 22. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 21. Juli 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung

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