Datenerfassung und kartografische Darstellung von Habitatverbesserungen im Bodensee
Was wird ausgeschrieben
Das Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg sucht einen Auftragnehmer für die wissenschaftliche Datenerfassung und kartografische Aufbereitung von Fischhabitaten im Bodensee. Das Projekt umfasst die Erstellung eines QGIS-Projekts, die Moderation von Fachworkshops sowie die Erarbeitung von Handreichungen zum Schutz vor Kormoranfraß. Der Auftrag ist Teil des Interreg-Projekts 'Fischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee'.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Der Auftragnehmer erarbeitet eine Zusammenstellung von Habitatverbesserungen im Flachwasserbereich des Bodensees inklusive technischer Schutzmaßnahmen gegen fischfressende Vögel, welche bereits existieren, ggf. bereits in Planung sind und aufbauend auf den Erkenntnissen dieses Projektes in Zukunft neu zu planen sind (QGIS-Projekt). Ein Fokus soll hierbei auf der Bedeutung von natürlichen und/oder künstlichen Rückzugshabitaten für Jungfische (am Bodensee sog. "Fischreiser") liegen. Im Rahmen von durch den Auftragnehmer moderierten Workshops soll der länderübergreifende Austausch und der Wissensgewinn von zuständigen Behördenvertretern aus den Bereichen Naturschutz und Fischerei und Vertretern der Erwerbs- und Angelfischerei rund um das Thema "Bedeutung von Flachwasserhabitaten für den Fischartenschutz im Bodensee" und über die Rolle der Fischreiser gefördert werden. Zusätzlich soll eine Handreichung zum Bau und zur Pflege von Fischreisern erarbeitet werden. Der länderübergreifende Austausch mit den regionalen Expertinnen und Experten aus Fischartenschutz und Ornithologie findet im Rahmen eines vom Auftraggeber moderierten Workshops statt. Kurzzusammenfassung des Interreg-Projekts "Fischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee" Durch internationale, mit allen Bodensee-Anrainern abgestimmte, Maßnahmen soll der Schutz gefährdeter Fischarten in der Bodenseeregion verstärkt vorangetrieben werden. Das Wissen über gefährdete Fischarten in der Region wird im Rahmen des Projekts zusammengetragen und darauf aufbauend Maßnahmen zur Verbesserung ihres Schutzes erarbeitet. Die Maßnahmen beinhalten neben ökologischen Aufwertungen der Fischhabitate auch technische Schutzmaßnahmen gegen Kormoranfraß. Daten werden in einer Datenbank erfasst und wasserbautechnische "Musterlösungen" erarbeitet. Zur Reduktion des Fraßdrucks durch Kormorane auf gefährdete Fischarten werden Grundlagen erarbeitet, welche auf eine internationale Strategie zum Kormoranmanagement abzielen. Diese beinhalten auch den Einsatz modernster Drohnentechnologie zum Brutmanagement der Kormorane. Dabei soll die Eignung und Bewilligungsfähigkeit von regionalen Maßnahmen zum Kormoranmanagement und ihrer grenzüberschreitenden Wirkung geklärt werden. Ausführliche Beschreibung der Arbeitspakete AP des Interreg-Projekts siehe Anlage zur Leistungsbeschreibung. Für weitere ausführlichere Informationen verweisen wir auf die zur Verfügung gestellten Vergabeunterlagen, insbesondere auf das Dokument "3.1_001 Leistungsbeschreibung.pdf"
Das Ministerium für Ländlichen Raum Baden-Württemberg beauftragt eine Studie zur Verbesserung der Lebensbedingungen für Fische im Bodensee. Dabei geht es vor allem darum, sogenannte 'Fischreiser' – künstliche oder natürliche Rückzugsorte für Jungfische – zu erfassen, kartografisch in einem Geoinformationssystem (QGIS) darzustellen und Schutzmaßnahmen gegen fischfressende Vögel wie den Kormoran zu entwickeln. Zudem soll der Auftragnehmer Workshops mit Experten aus Naturschutz und Fischerei moderieren und eine Anleitung für den Bau und die Pflege dieser Fischhabitate erstellen. Das Projekt ist Teil einer internationalen Zusammenarbeit der Bodensee-Anrainerstaaten, um gefährdete Fischarten besser zu schützen.
Aufteilung in Lose
1 LotFür das Interreg-Projekt "Fischartenschutz und Kormoranmanagement am Bodensee" im Rahmen des Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein (Beschreibung der Arbeitspakete AP siehe Anlage der Leistungsbeschreibung ) wird ein Auftragnehmer für die Bearbeitung der Thematik der Habitatverbesserungen im Bodensee für gefährdete Fischarten inklusive technischer Schutzmaßnahmen gegen Kormoranprädation gesucht. Die Recherchearbeit im Vorfeld und die darauf aufbauende Zusammenstellung der erarbeiteten Daten zu Habitatverbesserungen ggf. inklusive technischer Schutzmaßnahmen erfolgt durch den Auftragnehmer in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und der begleitenden Expertengruppe des Interreg-Projekts, Gremienvertretern der IGKB, IBKF und IBK-U, beteiligten Fachverwaltungen, Fachverbänden, lokalen Vereinen und NGOs. Dazu führt der Auftragnehmer Einzelgespräche durch, moderiert eine Fachtagung und zwei Workshops. In Bezug auf strukturelle Habitatverbesserungen soll ein Fokus dabei auf natürlichen und/oder künstlichen Rückzugshabitaten für Jungfische (am Bodensee sog. "Fischreiser") gelegt werden. Der Auftragnehmer erarbeitet, ob Fischreiser als wichtige Strukturelemente zur Habitatverbesserung am Bodensee-Obersee wieder vermehrt eingebracht oder ertüchtigt werden sollen, wer dafür verantwortlich zeichnet und welche konkurrierenden Nutzergruppen (Naturschutz, Schifffahrt, Fischerei, Freizeitnutzungen) in die Planung einbezogen werden müssen. Aufbauend auf Erfahrungen mit dem Bau und der Pflege von Fischreisern in der Region, welche im Rahmen eines Workshops gesammelt werden und einer Literaturrecherche, erarbeitet der Auftragnehmer eine Evaluation und Darstellung, wie und ob man Fischreiser zusätzlich mit Strukturen gegen Kormoranprädation schützen kann. Der Auftragnehmer erfragt die Lage der bestehenden Fischreiser am Bodensee-Obersee und überführt diese in einen Geodatensatz. Er führt die Daten mit bereits vorhandenen vom Bodensee-Untersee zusammen (ThurGIS) und stellt sie in Karten dar (QGIS-Projekt). Der Auftragnehmer erarbeitet eine Handreichung (pdf) zum Bau und zur Pflege von Fischreisern, welche auf Basis der verfügbaren Grundlagen und Expertenwissen erstellt wird. Ziel ist eine kartografische Zusammenstellung (QGIS-Projekt) von Habitatverbesserungen im Flachwasserbereich des Bodensees, inklusive Fischreiser, welche bereits existieren, ggf. bereits in Planung sind und aufbauend auf den Erkenntnissen dieses Projektes in Zukunft neu zu planen sind. Für weitere ausführlichere Informationen verweisen wir auf die zur Verfügung gestellten Vergabeunterlagen, insbesondere auf das Dokument "3.1_001 Leistungsbeschreibung.pdf"
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price30%
Berücksichtigung des Preises durch die Wertungsmethode "Preis-Quotient-Methode"
- quality70%
Zielerfüllungsgrad: 10 = Sehr gut - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist sehr schlüssig und sehr fundiert. Es lässt auf eine besonders gute und effiziente Aufgabenerfüllung schließen. 9 - 8 = Gut - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist schlüssig und entspricht den Anforderungen in überdurchschnittlichem Maße. 7 - 6 = Befriedigend - Das Konzept zur Durchführung von Workshops entspricht den Erwartungen und Mindestanforderungen. 5 - 4 = Ausreichend - Das Konzept zur Durchführung von Workshops lässt erkennen, dass der Bieter mit Modifikationen grundsätzlich in der Lage ist, die Anforderungen, die der Auftrag mit sich bringt, zu erfüllen. 3 - 2 = Mangelhaft - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist nur teilweise nachvollziehbar und entspricht nicht den Erwartungen. Es ist nicht zu erwarten, dass die geforderte Leistung erbracht werden kann. 1 - 0 = Ungenügend - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist unzureichend und lässt nicht erkennen, dass die geforderte Leistung erbracht werden kann. Das Konzept zur Durchführung von Workshops muss mindestens folgende Punkte enthalten und ausführen: - Bitte beschreiben Sie kurz, wie Sie die Zusammenarbeit mit den zuständigen Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutz- und Fischereibehörden, Vereins- und Verbandsvertretern und NGOs und mit Experten aus den Gremien IBKF, IGKB und IBKU gestalten, um die entsprechenden Ziele im Rahmen der Workshops (siehe Ziffer 5.1, 5.3 und 5.5 der Leistungsbeschreibung) zu erreichen. - Wenn bereits Erfahrungen mit der Durchführung von Workshops oder ähnlichen Formaten wir interdisziplinären Tagungen oder Projektarbeiten insbesondere auch mit dem oben genannten Personenkreis vorliegen, können diese hier beispielhaft, mit Erwähnung des Formats kurz angeführt werden. Etwaige Erfahrungen fließen jedoch nicht in die Wertungen mit ein. Das vom Bieter vorzulegende Konzept zur Durchführung eines Workshops muss mindestens mit ausreichend (4 Punkte) bewertet werden. Angebote mit Konzepten, die dieses Mindestkriterium nicht erreichen, werden ausgeschlossen. Es wird insbesondere auf das Dokument "0.1_631EU Aufforderung zur Angebotsabgabe" verwiesen.
- quality4%
Zielerfüllungsgrad: 10 = Sehr gut - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist sehr schlüssig und sehr fundiert. Es lässt auf eine besonders gute und effiziente Aufgabenerfüllung schließen. 9 - 8 = Gut - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist schlüssig und entspricht den Anforderungen in überdurchschnittlichem Maße. 7 - 6 = Befriedigend - Das Konzept zur Durchführung von Workshops entspricht den Erwartungen und Mindestanforderungen. 5 - 4 = Ausreichend - Das Konzept zur Durchführung von Workshops lässt erkennen, dass der Bieter mit Modifikationen grundsätzlich in der Lage ist, die Anforderungen, die der Auftrag mit sich bringt, zu erfüllen. 3 - 2 = Mangelhaft - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist nur teilweise nachvollziehbar und entspricht nicht den Erwartungen. Es ist nicht zu erwarten, dass die geforderte Leistung erbracht werden kann. 1 - 0 = Ungenügend - Das Konzept zur Durchführung von Workshops ist unzureichend und lässt nicht erkennen, dass die geforderte Leistung erbracht werden kann. Das Konzept zur Durchführung von Workshops muss mindestens folgende Punkte enthalten und ausführen: - Bitte beschreiben Sie kurz, wie Sie die Zusammenarbeit mit den zuständigen Vertreterinnen und Vertretern der Naturschutz- und Fischereibehörden, Vereins- und Verbandsvertretern und NGOs und mit Experten aus den Gremien IBKF, IGKB und IBKU gestalten, um die entsprechenden Ziele im Rahmen der Workshops (siehe Ziffer 5.1, 5.3 und 5.5 der Leistungsbeschreibung) zu erreichen. - Wenn bereits Erfahrungen mit der Durchführung von Workshops oder ähnlichen Formaten wir interdisziplinären Tagungen oder Projektarbeiten insbesondere auch mit dem oben genannten Personenkreis vorliegen, können diese hier beispielhaft, mit Erwähnung des Formats kurz angeführt werden. Etwaige Erfahrungen fließen jedoch nicht in die Wertungen mit ein. Das vom Bieter vorzulegende Konzept zur Durchführung eines Workshops muss mindestens mit ausreichend (4 Punkte) bewertet werden. Angebote mit Konzepten, die dieses Mindestkriterium nicht erreichen, werden ausgeschlossen. Es wird insbesondere auf das Dokument "0.1_631EU Aufforderung zur Angebotsabgabe" verwiesen.
- cost0%
Angebotspreise, die die genannte Preisobergrenze von 42.120 Euro/netto übersteigen, werden für die Wertung nicht berücksichtigt und automatisch ausgeschlossen. Es wird insbesonder auf das Dokument "0.1_631EU Aufforderung zur Angebotsabgabe" verwiesen.
Zeitplan
- 1. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert