D-Phase 1: Totalunternehmer zur Planung und Ausführung von Straßenbauarbeiten zur Verkehrsentwicklung Herne Mitte (VOB/EU-2025-0027)
Was wird ausgeschrieben
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Der Auftrag umfasst Totalunternehmerleistungen zur umfassenden Planung und Ausführung von Straßenbauarbeiten im Stadtgebiet der Stadt Herne. Erfasst sind die Straßenbereiche der Cranger Straße von der Von-der-Heydt-Straße bis zum Westring, des Westrings von der Bismarckstraße bis zur Unterführung am Bahnhof sowie der Bahnhofsvorplatz, die Funkenbergstraße und Teile der Baumstraße.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Stadt Herne (im Folgenden: Auftraggeber) befindet sich in der Realisierung des Projekts "Verkehrsentwicklung Herne Mitte". Die zentralen Erschließungsfunktionen in Herne-Mitte entfallen lokal im Wesentlichen auf den Westring, die Cranger Straße, den Bahnhofsplatz, die Funkenbergstraße, die Bahnhofstraße und regional auf die BAB A42 und A43. Südlich des Bahnhofsplatzes und östlich des Westrings wird die vorhandene Verkehrsinfrastruktur um den schienengebundenen Haltepunkt "Herne Bahnhof" sowie den gleichnamigen Busbahnhof ergänzt. Um den intermodalen Verkehr zu stärken, existiert südlich des schienengebundenen Bahnhofs an der Dammstraße ein intensiv genutzter P&R Stellplatz. In Herne-Mitte sind vor allem das Emschertal Berufskolleg, das Mulvany Berufskolleg, das Pestalozzi Gymnasium, die Realschule Strünkede, das Familienzentrum PLANB, die neue Polizeiwache an der Cranger Straße sowie Sporthallen öffentliche Einrichtungen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen im Bestand - insbesondere auch im Fuß- und Radverkehr. Überregional bekannt ist das touristisch nachgefragte Schloss Strünkede. Die sehr präsenten Quell- und Zielverkehre dieser öffentlichen Räume und Einrichtungen führen, ergänzend zur vorhandenen, für das Ruhrgebiet typisch starken Grundauslastung der Verkehrsinfrastruktur, zu einer Verkehrsbelastung, welche zumindest in den Spitzenstunden am Vor- und Nachmittag, sowohl im Fuß- und Radverkehr als auch im motorisierten Verkehr, schon heute grenzwertig lange Wartezeiten und Rückstaulängen zur Folge hat (Qualitätsstufe D, FGSV). Eine Vielzahl an Gebieten in Herne-Mitte sind als Stadtentwicklungsflächen durch, teils vorhabenbezogene, Bebauungspläne gefasst. Die zahlreichen Maßnahmen der Stadtentwicklung und deren Interaktionen haben deutliche Auswirkungen auf den Verkehr. Im räumlichen Kontext resultiert die Notwendigkeit einer umfassenden Verkehrsentwicklung Herne-Mitte. Hierbei sind die Straßenquerschnitte in Herne-Mitte adäquat anzupassen und das Mobilitätsangebot für zukünftige, städtebauliche Perspektiven unter Berücksichtigung des Klimawandels und der Mobilitätswende (Reduzierung des Kfz-Verkehrs, Stärkung ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) weiter zu entwickeln. Darüber hinaus sollen im Rahmen der Verkehrsentwicklung Herne-Mitte auch die Stärkung der Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler an den großen Knotenpunkten, die Verbesserung der ÖPNV-Anbindung an den zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) sowie die regelkonformen Nutzungsbreiten in den Nebenanlagen in den Fokus gestellt werden. Aus diesem Grund begehrt sie die Planung und Durchführung umfassender Straßenbaumaßnahmen in drei Umbauabschnitten: (i) Cranger Straße von der Von-der-Heidt-Straße bis Westring (Umbauabschnitt 1), (ii) Achse Westring von Bismarckstraße bis zur Unterführung am Bahnhof (Umbauabschnitt 2) und (iii) Bahnhofsplatz / Funkenbergstraße und Teile der Baumstraße (Umbauabschnitt 3). Dabei hat der Auftragnehmer die vollständige Planung und Bauausführung des Verkehrsentwicklungsprozesses zu erbringen. Wichtiger Hinweis: Die Maßnahme wird mit Fördermitteln des Bundes und des Landes gefördert. Der Auftraggeber erwartet daher insbesondere eine förderkonforme Abrechnung der Leistungen des späteren Auftragnehmers. Der Auftragsumfang umfasst dabei - abhängig von der Planung des Auftragnehmers - folgende Bestandteile: - Asphalterneuerung (in Anlehnung an BK 10 und 3.2) - Gehwege in Pflasterbauweise - neue Radwege - Parkstreifen in Pflasterbauweise - Grünstreifen - Straßenabläufe mit Grundleitungen - Schachtabdeckungen im Bohrverfahren - taktile Querungen - Tiefbauarbeiten für Versorgungsträger - Regenwasserbewirtschaftung - Planung und Bau von LSA einschließlich Anschluss an den Verkehrsrechner Herne Der Auftraggeber hat dabei vorgesehen, den Auftrag im Wege eines wettbewerblichen Dialogs zu vergeben. In Zusammenarbeit mit den Bietern soll eine genaue Ausgestaltung der vom Auftragnehmer zu erbringenden Leistungen zur Erreichung einer wirtschaftlich und technisch optimierten Lösung realisiert werden. Der räumliche Umfang der zu erbringenden Straßenbauleistungen sowie die technisch komplexe Verzahnung der einzelnen Bauelemente erfordern ein einheitliches und auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmtes Baukonzept. Mit einem voraussichtlichen Ende des Vergabeverfahrens ist im Januar 2026 zu rechnen. Mit den Planungsleistungen ist unmittelbar nach Zuschlagserteilung zu beginnen. Der Beginn der Maßnahme ist für das erste Quartal 2026 angedacht und die Fertigstellung der Arbeiten für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Diese Zeiträume sind verbindlich.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price40%
Es wird auf die Vergabeunterlagen verwiesen.
- quality15%
Es wird auf die Vergabeunterlagen verwiesen.
- quality40%
Es wird auf die Vergabeunterlagen verwiesen.
- quality5%
Es wird auf die Vergabeunterlagen verwiesen.
Zeitplan
- 1. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert