TED·262188-2026

CPU-Upgrade und Austausch von Blutgasanalysegeräten

Universitätsklinikum Essen (AöR)Essen, GermanyVeröffentlicht 17. Apr. 2026
Auftragswert
~€690k
Geschätzt · Konfidenz medium
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Das Universitätsklinikum Essen beauftragt CPU-Upgrades für 15 bestehende Blutgasanalysegeräte der Typen ABL815/820/825 Flex und ABL90 Flex/FlexPlus sowie den Austausch von 27 Geräten gegen neue Modelle. Die Maßnahme betrifft vier Standorte (Universitätsklinikum Essen, Herz-zentrum Essen-Huttrop, Ruhrlandklinik, St. Josef-Krankenhaus) und dient der Einhaltung der novellierten Rili-BÄK. Der geschätzte Auftragswert liegt über dem EU-Schwellenwert von 216.000 EUR.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Im Rahmen der POCT-Blutgasanalytik sind an den Standorten Universitätsklinikum Essen, Herz-zentrum Essen-Huttrop, Ruhrlandklinik und St. Josef-Krankenhaus derzeit Blutgasanalysegeräte der Typen ABL815/820/825 Flex und ABL90 Flex/FlexPlus von Radiometer im Einsatz. Die Bestimmungen der Blutgase in den Notaufnahmen, Intensivstationen, operativen und ambulanten Bereichen erfolgt derzeit mit mehr als 60 Geräten der Firma Radiometer. Ein Teil der Geräte ist aufgrund ihres Alters technisch überholt und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen der novellierten Rili-BÄK (Übergangsfrist zur Umsetzung endet am 30.05.2026). Bei 15 Geräten mit ausreichender Hardwarebasis erfolgt ein CPU-Upgrade durch den Hersteller. Bei 27 Geräten ist aus technischen Gründen ein Upgrade nicht möglich, so dass ein Austausch gegen neue Geräte erfolgen muss. Aus diesem Grund wird nunmehr das CPU-Upgrade sowie der Geräteaustausch durch Lieferungen des ursprünglichen Lieferanten beauftragt.

VergabeHero-Einschätzung

Das Universitätsklinikum Essen lässt an vier Standorten Blutgasanalysegeräte der Firma Radiometer modernisieren. Bei 15 Geräten wird ein CPU-Upgrade durchgeführt, bei 27 Geräten ist ein kompletter Austausch gegen neue Geräte notwendig, da ein Upgrade technisch nicht möglich ist. Hintergrund ist die novellierte Rili-BÄK (Richtlinie der Bundesärztekammer), deren Übergangsfrist am 30.05.2026 endet – die Geräte müssen dann den aktuellen Anforderungen entsprechen. Insgesamt sind mehr als 60 Geräte im Einsatz, die in Notaufnahmen, Intensivstationen und ambulanten Bereichen für die Blutgasanalytik (POCT) genutzt werden. Da der geschätzte Auftragswert den EU-Schwellenwert überschreitet, erfolgt die Vergabe im offenen Verfahren nach VgV.

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Eignung

Zentrale Anforderungen

4 Punkte
  • Eignung nach VgV (Vergabeverordnung)
  • Bieter muss Originalhersteller oder autorisierter Lieferant von Radiometer-Geräten sein
  • Nachweis der technischen Kompetenz für medizinische Laborgeräte
  • Erfahrung mit öffentlichen Beschaffungen im Gesundheitswesen

Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001CPU-Upgrade und Gerätetausch

Vorliegend liegt der geschätzte Auftragswert bezogen auf die CPU-Upgrades und den Wechsel der Geräte über dem aktuellen EU-Schwellenwert für Liefer- und Dienstleistungen in Höhe von 216.000 EUR netto, so dass ein EU-weites Vergabeverfahren gemäß der Vergabeverordnung (VgV) durchzuführen ist. Nach § 14 Abs. 1 VgV erfolgt die Vergabe von öffentlichen Aufträgen nach § 119 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen im offenen Verfahren, im nicht offenen Verfahren, im Verhandlungsverfahren, im wettbewerblichen Dialog oder in der Innovationspartnerschaft. Dem öffentlichen Auftraggeber stehen nach § 14 Abs. 2 VgV das offene und das nicht offene Verfahren, das stets einen Teilnahmewettbewerb erfordert, nach seiner Wahl als Regelverfahren zur Verfügung. Die anderen Verfahrensarten stehen nur zur Verfügung, soweit dies durch gesetzliche Bestimmungen oder nach den Absätzen 3 und 4 gestattet ist. Gem. § 14 Abs. 4 Nr. 2 lit. C) VgV kann ein öffentlicher Auftrag im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb vergeben werden, wenn zum Zeitpunkt der Aufforderung zur Abgabe von Angeboten der Auftrag nur von einem bestimmten Unternehmen erbracht oder bereitgestellt werden kann, c) wegen des Schutzes von ausschließlichen Rechten, insbesondere von gewerblichen Schutzrechten Gem. § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV kann ein öffentlicher Auftrag im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb vergeben werden, wenn zusätzliche Lieferleistungen des ursprünglichen Auftragnehmers beschafft werden sollen, die entweder zur teilweisen Erneuerung oder Erweiterung bereits erbrachter Leistungen bestimmt sind, und ein Wechsel des Unternehmens dazu führen würde, dass der öffentliche Auftraggeber eine Leistung mit unterschiedlichen technischen Merkmalen kaufen müsste und dies eine technische Unvereinbarkeit oder unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung mit sich bringen würde; die Laufzeit dieser öffentlichen Aufträge darf in der Regel drei Jahre nicht überschreiten. Aufgrund der Zeichenbeschränkung auf 6000, kann über diese Plattform nur eine verkürzte Begründung dargestellt werden. Eine ausführlichere Darstellung kann jedem Interessierten gerne auf Anfrage bereitgestellt werden. Begründung: Der Auftraggeber setzt an den Standorten der Universitätsmedizin Essen aktuell Blutgasanalysegeräte der Firma Radiometer ein. Hierbei handelt es sich um die Geräte der Typen ABL815 Flex / ABL820 Flex / ABL825 Flex und ABL90 Flex / ABL90 Flex Plus. Im Zuge der Systemprüfungen ist aufgefallen, dass einige der Bestandsgeräte nach Ablauf der Übergangsfristen nicht mehr den Richtlinien entsprechen. Um diese Richtlinienkonformität wiederzuerlangen, sollen die Bestandsgeräte, die hiervon betroffen sind, ein Upgrade durch den Hersteller erfahren. Diese Upgrades werden am Markt ausschließlich vom Hersteller Radiometer angeboten, da die Geräte patentrechtlich geschützt sind und einem ständigen Wartungsvertrag beim Hersteller unterliegen. Drittfirmen wird der Zugriff auf die Geräte, insbesondere auf die verbaute Hardware, nicht gestattet. Hinzu tritt, dass es sich bei den Hardwareupgrades dem Grunde nach um zusätzliche Lieferleistungen des ursprünglichen Auftragnehmers zur teilweisen Erneuerung bereits erbrachter Leistungen im Sinne des § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV handelt. Die gegenständlichen Geräte wurden von Radiometer gekauft und an den Auftraggeber geliefert. Diese Geräte müssen nun, wie bereits dargestellt, aufgrund rechtlicher Anforderungen ein Upgrade erfahren. Die hierfür benötigten Komponenten werden seitens des ursprünglichen Auftragnehmers geliefert und verbaut und dienen der Erneuerung bereits erbrachter Leistungen. Darüber hinaus würde ein Wechsel des Unternehmens dazu führen, dass der Auftraggeber vollkommen neue Geräte mit abweichenden technischen Merkmalen beschaffen müsste, die mit den Bestandsgeräten weder kompatibel noch wirtschaftlich vergleichbar wären. Andere Upgrade-Möglichkeiten als die vom Hersteller angebotenen, sind am Markt faktisch nicht verfügbar. Ein Wechsel des Unternehmens würde demnach zu technisch unvereinbaren Leistungen und nicht kalkulierbaren Risiken führen, insbesondere auch mit Blick auf die regelmäßige Herstellerwartung etc. Eine vernünftige Alternative oder Ersatzlösung gem. § 14 Abs. 6 VgV ist nicht ersichtlich, insbesondere unter wirtschaftlichen Aspekten, da sonst nur ein vollständiger Austausch mit Neugeräten in Frage käme und den erheblichen Kompatibilitätsrisiken. Durch die Nutzung der gegenständlichen Geräte mit dem Flexlink-Modul von AQURE werden safePI-CO Probennehmer, Probe, Anwender und Patient direkt am Bett eindeutig miteinander digital verknüpft. Dies minimiert das Risiko von Probenverwechslungen und erhöht die dadurch die Patientensicherheit. Das Messergebnis wird direkt in der digitalen Patientenakte gespeichert, was eine schnelle Therapiekontrolle und gegebenenfalls Anpassungen ermöglicht. ABL90 Flex Plus Radiometer ist der einzige Hersteller, der ein kassettenbasiertes Blutgasanalysegerät anbietet, das im Mikromodus mit einem minimalen Probenvolumen von 45 µl zuverlässige Ergebnisse für 17 Parameter (Blutgasanalyse und Oxymetrie) liefert, was besonders für den Einsatz in der Pädiatrie und Neonatologie entscheidend ist. ABL8xx Flex Plus Das FlexQ-Modul ermöglicht das gleichzeitige Einlegen von drei Proben, die automatisch nacheinander gemessen werden. Somit entsteht keine unnötige Wartezeit der Pflegekraft am Gerät, wenn zeit-gleich mehrere Proben gemessen werden sollen oder das Gerät sich nicht im "Messbereit-Modus" befindet, weil evtl. Kalibrationen laufen. Bei 7 Messungen pro Patienten auf den Intensivstationen haben die Pflegekräfte ca. 2 Stunden pro Tag und Gerät mehr Zeit, um andere wichtige Dinge zu erledigen. Eine vernünftige Alternative oder Ersatzlösung gem. § 14 Abs. 6 VgV ist aufgrund der dargestellten Gründe nicht ersichtlich, insbesondere unter wirtschaftlichen, personellen und zeitlichen Aspekten. Näheres gerne auf Anfrage.

CPV 38000000
Bewertung

Zuschlagskriterien

1 Kriterien
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Zeitplan

  1. 17. Apr. 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert