TED·301780-2026

CMF-Gerätebündel für titanbasierten Metalldruck

Universitätsmedizin Greifswald KöRGreifswald, GermanyVeröffentlicht 4. Mai 2026
Auftragswert
~€850k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Universitätsmedizin Greifswald beschafft, installiert und in Betrieb nimmt eine vollständige Prozesskette zur additiven Fertigung von Titanbauteilen nach dem Cold-Metal-Fusion-(CMF)-Verfahren. Das Projekt ist im Rahmen eines EFRE-geförderten Forschungsvorhabens angesiedelt und überschreitet den EU-Schwellenwert. Die Vergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb, da nur ein spezifisches, patentiertes Verfahren zum Einsatz kommen soll. Ein konkreter Zeitrahmen oder detaillierte Mengenangaben liegen in der Bekanntmachung nicht vor.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Vergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV. Der geschätzte Auftragswert überschreitet den EU-Schwellenwert. Das Verfahren wird daher EU-weit bekanntgemacht. Die Universitätsmedizin Greifswald, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin, beabsichtigt im Rahmen eines EFRE-geförderten Forschungsvorhabens die Beschaffung, Installation und Inbetriebnahme einer vollständigen Prozesskette zur additiven Fertigung von Titanbauteilen nach dem Cold-Metal-Fusion-(CMF)-Verfahren. Ein offenes oder nichtoffenes Verfahren würde keinen Wettbewerb erzeugen und wäre rechtswidrig.

VergabeHero-Einschätzung

Die Universitätsmedizin Greifswald sucht einen Anbieter für eine komplette Anlage zur Herstellung von Titan-Implantaten und Bauteilen durch 3D-Druck. Im Fokus steht das sogenannte Cold-Metal-Fusion-Verfahren, bei dem ein spezielles, patentiertes Metall-Pulver mit einem Polymer gebunden und schichtweise zu festen Teilen verarbeitet wird. Die gesamte Prozesskette wird beschafft, vor Ort installiert und in Betrieb genommen. Das Projekt wird aus europäischen Fördermitteln (EFRE) finanziert und dient der medizinischen Forschung. Da es sich um ein geschütztes Patent handelt, wird der Auftrag direkt an einen passenden Lieferanten vergeben, ohne einen offenen Wettbewerb durchzuführen. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Universitätsmedizin Greifswald, Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Rehabilitative Medizin)

MedizintechnikForschungsinfrastrukturMaschinen und AnlagenGesundheitswesenÖffentliche VerwaltungForschung und BildungAdditive FertigungTitan 3d DruckMedizinische GeraeteForschung Und EntwicklungEfre GefoerdertVerhandlungsverfahren
Eignung

Zentrale Anforderungen

5 Punkte
  • Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
  • Technische Eignung für additive Fertigungssysteme
  • Erfahrung in Installation und Inbetriebnahme
  • Erfüllung technischer Mindestanforderungen
  • Nachweis finanzieller Solvenz

Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001CMF-Gerätebündel für titanbasierten Metalldruck

Die Vergabe erfolgt im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV. Der geschätzte Auftragswert überschreitet den EU-Schwellenwert. Das Verfahren wird daher EU-weit bekanntgemacht. Ziel des Vorhabens ist die Etablierung des patentierten Cold-Metal-Fusion-(CMF)-Verfahrens zur Herstellung von Titanbauteilen. Das Verfahren zeichnet sich durch mehrere zwingende Besonderheiten aus. Hierzu zählen insbesondere die Verwendung eines patentierten Polymer-Metall-Feedstocks, ein mehrstufiger Prozessablauf vom Grünteil über das Braunteil bis hin zum gesinterten Endbauteil, exakt aufeinander abgestimmteProzessparameter in den Verfahrensschritten Druck, Entbinderung und Sinterung sowie ein definierter und reproduzierbarer Schrumpfungsprozess. Vor diesem Hintergrund sind die einzelnen Komponenten - insbesondere Drucker, Entbinder und Ofen - nicht unabhängig voneinander betreibbar, sondern müssen in prozessualer, softwareseitiger und materialtechnischer Hinsicht aufeinander abgestimmt und als Gesamtsystem validiert werden. Nach aktuellem Stand (02/2026) ist kein alternativer Anbieter im europäischen Markt bekannt, der eine validierte CMF-Prozesskette, kompatible Hardware sowie die erforderliche Modifikationskompetenz aus einer Hand anbieten kann. Insbesondere ist der für das Verfahren erforderliche CMF-Feedstock patentrechtlich geschützt, die Prozessintegration an spezifisches, nicht allgemein verfügbares Know-how gebunden und die notwendige Anpassung der Anlagen erfolgt ausschließlich durch den Technologieinhaber. Vor diesem Hintergrund liegt eine technische Alleinstellung vor. Eine losweise Vergabe der einzelnen Komponenten (insbesondere SLS-Drucker, Entbinderstation und Sinterofen) ist nicht sachgerecht, da die Funktionsfähigkeit des Vorhabens ausschließlich im Rahmen eines technisch und prozessual integrierten Gesamtsystems gewährleistet werden kann. Die für das Cold-Metal-Fusion-Verfahren erforderlichen Modifikationen greifen geräteübergreifend ineinander und bedingen eine enge Abstimmung sämtlicher Komponenten. Bei einer getrennten Vergabe entstünden erhebliche Schnittstellenrisiken, insbesondere im Hinblick auf die technische Kompatibilität und die durchgängige Prozessstabilität. Darüber hinaus wäre mit unklaren Verantwortlichkeiten bei Funktionsstörungen zu rechnen, was die Durchsetzung von Gewährleistungsansprüchen erheblich erschweren würde. Zudem würde ein deutlich erhöhter Koordinations- und Integrationsaufwand entstehen. Insgesamt würde eine losweise Vergabe daher die sichere Umsetzung und damit die Zielerreichung des Projekts erheblich.

CPV 38000000
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 4. Mai 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert