Projektsteuerungsleistungen für die Straßenbahnerweiterung in Würzburg
Was wird ausgeschrieben
Die Würzburger Straßenbahn GmbH schreibt Projektsteuerungsleistungen für den Neubau einer 5,5 km langen zweigleisigen Straßenbahnstrecke aus. Das Vorhaben umfasst die Anbindung der Stadtteile Frauenland und Hubland sowie der dortigen Universitätseinrichtungen. Der Auftrag beinhaltet die Steuerung der gesamten Infrastrukturmaßnahmen inklusive Fahrleitungen, Haltestellen und Signalanlagen.
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Die Würzburger Straßenbahn GmbH möchte das bestehende Straßenbahnnetz erweitern und den bestehenden Stadtteil Frauenland, die bestehenden Universitätseinrichtungen "Am Hubland" sowie den neuen Stadtteil Hubland mit seinen neuen Universitätseinrichtungen erschließen. Bei dem geplanten Vorhaben handelt es sich um den Neubau einer zweigleisigen Straßenbahnlinie mit den dazu gehörigen Fahrleitungen und sonstigen betrieblichen Einrichtungen (Haltestellen, Signalanlagen, Gleichrichterwerke) sowie den erforderlichen Umbaumaßnahmen an den betroffenen Straßen. Die Gesamtlänge der Strecken-Erweiterung misst ca. 5.500 m. Details hierzu sind den Plan-Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens zu entnehmen. Die Unterlagen sind auf der Homepage der Regierung von Unterfranken unter https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/aufgaben/177666/177668/leistung/leistung_28551/index.html eingestellt. Die Unterlagen können auch über https://wolke.wvv.de/public/download-shares/SGqDqUjS1fDBrnk5RBV0nLSzZpzarIVz heruntergeladen werden. Gegenstand dieses Auftrags sind nun die hierfür notwendigen Projektsteuerungsleistungen, welche in der Leistungsbeschreibung umfassend beschrieben sind.
Die Würzburger Straßenbahn GmbH plant die Erweiterung ihres Streckennetzes um 5,5 Kilometer, um die Stadtteile Frauenland und Hubland sowie den Universitätscampus besser anzubinden. Für dieses komplexe Infrastrukturprojekt werden nun externe Dienstleister für die Projektsteuerung gesucht, die den gesamten Bauprozess von der Planung bis zur Umsetzung der Gleisanlagen, Haltestellen und technischen Einrichtungen koordinieren. Da es sich um ein Großprojekt im öffentlichen Raum handelt, sind fundierte Erfahrungen in der Steuerung von Verkehrsinfrastrukturprojekten entscheidend. Die Projektsteuerung umfasst dabei sowohl die terminliche als auch die organisatorische Überwachung der verschiedenen Gewerke.
Aufteilung in Lose
1 Lot1. Stadt Würzburg - WVV - WSB Die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) ist die führende Dienstleisterin für Energie, Verkehr und Umwelt in der Region. Eigentümerin ist zu 100 Prozent die Stadt Würzburg. Mit zukunftsorientierten Infrastrukturmaßnahmen trägt die WVV wesentlich zur Erhaltung und Steigerung der Lebensqualität in Würzburg bei. Die WVV wurde 1965 gegründet, gehört zu 100% der Stadt Würzburg und ist ein Konzern mit mehreren Tochtergesellschaften. Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) ist eine Tochter der WVV. Anteilseigner: WVV 74 % und Stadt Würzburg 26%. Für die Würzburgerinnen und Würzburger ist die Straßenbahn als "Straba", schon seit über 125 Jahren eine sichere und verlässliche Art der Fortbewegung und ein vertrauter Bestandteil der Stadt. 2. Anlass und Ziel Seit Jahrzehnten gibt es bei der Stadt Würzburg und der WSB Überlegungen, den Stadtbezirk Frauenland mit der Straßenbahn zu erschließen und an die Innenstadt anzubinden. Bereits im Verkehrsentwicklungsplan (VEP) für den Großraum Würzburg aus den Jahren 1993 / 1995 wurde ein schematisierter Liniennetzplan für die Straßenbahn im Endzustand entwickelt. Nach der damaligen Darstellung sollten das Frauenland und das Hubland durch eine Linie 6 mit der Straßenbahn erschlossen bzw. an das bestehende Netz angeschlossen werden. Auch wird im VEP die verkehrstechnische Notwendigkeit einer Netzergänzung nachgewiesen. Der im Jahr 2010 beschlossene Rahmenplan sieht die Erschließung durch eine Straßenbahn vor. Erweiterung Straßenbahnlinie Frauenland - Hubland Die geplante Straßenbahntrasse erschließt den bestehenden Stadtteil Frauenland, die bestehenden Universitätseinrichtungen "Am Hubland" sowie den neuen Stadtteil Hubland mit seinen neuen Universitätseinrichtungen. Das geplante Vorhaben beruht auf einem zwischen dem öffentlichen Nahverkehr und dem Individualverkehr abgestimmten Gesamtkonzept zur Stärkung des ÖPNV und Entlastung des Stadtteils Frauenland vom Individualverkehr. Dabei soll die Straßenbahn stärker als bisher den Individualverkehr aufnehmen, der Ziel oder Quelle in den zukünftig an die Straßenbahn angebundenen bestehenden und neu geplanten Stadtteilen hat. Durch die Anordnung der neuen Straßenbahnlinie zum Hubland soll eine schnelle, behinderungsfreie und bequeme Verbindung an die Innenstadt von Würzburg und den Hauptbahnhof mit entsprechenden Umsteigemöglichkeiten geschaffen werden.Bei dem geplanten Vorhaben handelt es sich um den Neubau einer zweigleisigen Straßenbahnlinie mit den dazu gehörigen Fahrleitungen und sonstigen betrieblichen Einrichtungen (Haltestellen, Signalanlagen, Gleichrichterwerke) sowie den erforderlichen Umbaumaßnahmen an den betroffenen Straßen. Die Gesamtlänge der Strecken-Erweiterung misst ca. 5.500 m. Lage und Baubereich der Gesamttrasse Der Planungsraum umfasst das Zentrum von Würzburg. Die Strecke gliedert sich in die folgenden Abschnitte: 1. Theaterstraße - Rennweg 2. Balthasar-Neumann-Promenade 3. Ottostraße / Geschwister-Scholl-Platz 4. Ringparkquerung / Friedrich-Ebert-Ring 5. Sieboldstraße / Zeppelinstraße 6. Schlörstraße / Frauenlandplatz 7. Zu-Rhein-Straße 8. Wittelsbacherplatz 9. Zwerchgraben / Trautenauer Straße 10. Maurmeierstraße 11. Drachenwiese 12. Haltestelle Universität und Am Hubland 13. Leighton-Areal - Freie Strecke 14. Leighton-Areal - Endpunkt. Weitere Details hierzu sind den Plan-Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens zu entnehmen. 3. Leistungsbeschreibung Grundlage der Leistungen ist das AHO-Heft Nr. 9 Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft - Standards für Leistungen und Vergütung in der 6. Auflage vom Mai 2025. Begriffe in der vorliegenden Ausschreibung beziehen sich auf diese Grundlage, sofern sie dort verwendet und erläutert sind. Die Erläuterungen der Grundleistungen sowie der besonderen Leistungen der Projektsteuerung sind gemäß Kommentar AHO Heft Nr. 9, Stand Mai 2025, maßgeblich für die Leistungserbringung. Übergeordnetes Ziel der Beauftragung ist die Sicherstellung einer im Sinne der Projektziele strukturierten Abwicklung des Projektes in den Kategorien Termine, Kosten und Qualitäten. Der Auftragnehmer hat seine Leistungen auf die Erreichung der Projektziele und Projekt-Teilziele auszurichten. Die zugehörigen Projektsteuerungsleistungen als Teil der Gesamt-Projektlaufzeit werden hiermit für den Zeitraum ab etwa Mai 2026 bis Ende 2028 ausgeschrieben, um die genannten Teil-Projektziele in diesem Zeitraum zu erreichen. Eine Einarbeitung in das Projekt und die aus Sicht der Auftraggeberin notwendige grundlegende Neuerstellung und Ergänzung einzelner weniger Unterlagen aus den Projektstufen 1 und 2 wird daher erforderlich und nachstehend noch beschrieben. Die Projektsteuerungsleistungen der Projektstufe 3 sowie zusätzlich Projektsteuerungs-Teilleistungen der Projektstufen 4 und 5 für die baulichen Vorabmaßnahmen werden hiermit ausgeschrieben, um die aktuellen Anforderungen des Projektes abzubilden und Schnittstellen zu ordnen. Bei den kontinuierlichen Aufgaben wie z.B. Fortschreibung der Terminpläne, Terminsteuerung, Kostensteuerung ab Leistungsbeginn wird davon ausgegangen, dass eine strikte Unterscheidung nach Projektstufen nicht erforderlich ist. Diese kontinuierlichen Leistungen werden unabhängig von ihrer inhaltlichen Zuordnung projektstufenübergreifend vergütet. Alle delegierbaren Bauherrenaufgaben sollen so weit wie möglich vom Projektsteuerer übernommen werden. Durch die Auftraggeberin werden nur nicht delegierbare Bauherrn- und Projektleitungsaufgaben erbracht. Von der Projektsteuerung wird ein zielgerichtetes proaktives und vorausschauendes Handeln erwartet.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality30%
1.1 Bitte erläutern Sie Ihr Konzept zum Ablauf der Auftragsabwicklung. Gehen Sie dabei auch darauf ein, welche Qualitätssicherungsmaßnahmen ergriffen werden, um eine sachgerechte Auftragsabwicklung sicherzustellen. (WZ,10) 1.2 Wie gestalten Sie Ihre Zusammenarbeit und Kommunikation mit den anderen Projektbeteiligten und dem Auftraggeber? (WZ,10) 1.3 Welche Methoden zur Kosten- und Terminverfolgung haben Sie und wie gehen Sie bei Kosten- bzw. Terminabweichungen vor? (WZ,10)
- quality10%
Wie werden Sie Ihre grundsätzliche Verfügbarkeit gewährleisten? Wie sind Ihre Reaktionszeiten? Wie ist die Anwesenheit vor Ort von Ihnen geplant?
- quality10%
Der Auftraggeber möchte sicherstellen, dass durch das vorgesehene Personal die vorgegebenen Termine eingehalten werden. Bitte zeigen Sie anhand eines Organigramms, mit welchen personellen Mitteln Sie dies einhalten wollen. Die Vertretungsregelungen sind hierbei mit abzubilden. Etwaige Redundanzen sind ebenfalls aufzuzeigen
- quality20%
4.1 Berufserfahrung des vorgesehenen Projektleiters / der orgesehenen Projektleiterin (WZ,10) 4.2 Berufserfahrung des vorgesehenen stellv. Projektleiters / der vorgesehenen stellv. Projektleiterin (WZ,10)
- price30%
Die Umrechnung des Preises aus dem Honorarangebot in Punkte erfolgt folgendermaßen: Für die Angebotswertung wird der Preis (in EUR) wie folgt in eine Punkteskala von 0 - 5 Punkten normiert: 5 Punkte erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis (in EUR). 0 Punkte erhält das Angebot mit dem 2,0-fachen des niedrigsten Preises. Alle Angebote mit darüber liegenden Preisen erhalten ebenfalls 0 Punkte. Die Punkteermittlung für die dazwischen liegenden Preise (in EUR) erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu zwei Stellen nach dem Komma.
Zeitplan
- 3. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert