Betrieb einer Spielstube in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Trier

Was wird ausgeschrieben
Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz schreibt den Betrieb einer Spielstube für Kinder und Jugendliche in der Aufnahmeeinrichtung Trier aus. Der Auftrag umfasst die pädagogische Betreuung von bis zu 70 Kindern im Alter von 2,5 bis 14 Jahren über einen Zeitraum von etwa 6 Jahren. Ziel ist die Förderung der sozialen und sprachlichen Entwicklung in einem interkulturellen Umfeld.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Land Rheinland-Pfalz beabsichtigt, den Betrieb der Spielstube in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende Trier zu vergeben. Ziel der Ausschreibung ist der Abschluss eines Vertrages mit einem Wirtschaftsteilnehmer, der die in der Leistungsbeschreibung konkretisierten Betreuungsleistungen qualitätsgesichert, kinderschutzorientiert und betriebsschonend erbringt. Die Spielstube soll als kinderfreundlicher Ort ausgestaltet werden, an dem Kinder und Jugendliche spielen, lernen, an organisierten Aktivitäten teilnehmen, Kontakte knüpfen und sich in einem geschützten Rahmen ausdrücken können. Dabei stehen insbesondere die Wiederherstellung von Normalität, die Förderung sozialer, sprachlicher, motorischer und psychosozialer Entwicklung sowie ein sensibler und interkulturell akzeptierender Umgang mit den Kindern im Vordergrund. Die Zielgruppe setzt sich aus bis zu 42 Nationen zusammen. Die Betreuung soll geprägt sein von einem sensiblen und empathischen Miteinander, in dem jedes Kind in seiner individuellen Situation abgeholt und gefördert wird. Aus diesem Grund ist interkulturelle Akzeptanz hierbei von besonderer Bedeutung. Ebenfalls spielt die Heranführung an die deutsche Sprache eine besondere Rolle.
Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz sucht einen Dienstleister für den Betrieb einer Spielstube in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Trier. In dieser Einrichtung werden Kinder und Jugendliche im Alter von 2,5 bis 14 Jahren betreut, um ihnen einen geschützten Raum zum Spielen und Lernen zu bieten und sie bei der sprachlichen sowie sozialen Entwicklung zu unterstützen. Der Auftrag erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 2160 Tagen, was etwa sechs Jahren entspricht. Die Betreuung richtet sich an eine sehr diverse Gruppe aus bis zu 42 Nationen, weshalb interkulturelle Kompetenz und ein empathischer Umgang besonders wichtig sind.
Zentrale Anforderungen
2 Punkte- Einhaltung der Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB
- Nachweis der fachlichen Eignung gemäß Vergabeunterlagen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Zusätzlich zu den nationalen Ausschlussgründen gelten sämtliche in den Vergabeunterlagen genannten Ausschlussgründe, insbesondere die gesetzlichen Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende Nachweise zur Eignung nachzufordern.
Aufteilung in Lose
1 LotDie zu beschaffende Dienstleistung umfasst den Betrieb einer Spielstube für ca. 70 Kinder und Jugendliche im Alter von 2,5 bis 14 Jahren in altersgemischten Gruppen. In der Aufnahmeeinrichtung sind Familien mit schulpflichtigen Kindern im Regelfall für bis zu 3 Monate untergebracht, Familien mit Kindern unter sechs Jahren verbleiben maximal 6 Monate in der Aufnahmeeinrichtung. Die Erreichbarkeit der Eltern ist durchgängig gewährleistet. Der Leistungsbeginn ist frühestens für den 01.01.2027 vorgesehen. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zwei Jahre. Der Vertrag verlängert sich nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit automatisch maximal zweimal um jeweils weitere 24 Monate, sofern der Auftraggeber nicht vier Monate vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit schriftlich kündigt. Die Maximallaufzeit beträgt sechs Jahre.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price400%
Der Bieter mit dem geringsten Angebotspreis erhält 400 Punkte. Die übrigen Bieter erhalten Punkte gemäß folgender Berechnungsformel: (Geringster Preis / eigener Preis) x 400 Es erfolgt eine Rundung bis zur zweiten Nachkommastelle.
- quality600%
Die Leistung des Bieters wird mit einer Punktzahl berücksichtigt. Die Bewertungskriterien werden jeweils mit 0 - 10 Bewertungspunkten (BP) bewertet. Für die Berechnung der Leistungspunkte (LP) der Kriterien des "Leistungskonzepts" werden die vergebenen Bewertungspunkte (0 bis 10) mit der jeweiligen Gewichtungspunktzahl (GP) des Kriteriums multipliziert. Die so ermittelten Leistungspunkte der Kriterien werden addiert und stellen die Leistungspunkte (LP) des gesamten Angebotes dar. Insgesamt können maximal 600 Leistungspunkte erreicht werden.
Zeitplan
- 16. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 16. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung