Betreuung von Flüchtlingsunterkünften bei Massenzustrom

Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Lüdenscheid führt eine Markterkundung zur Identifikation potenzieller Betreiber für zwei Flüchtlingsunterkünfte durch. Gesucht werden Träger, die bei einem Massenzustrom kurzfristig den Betrieb, das Belegungsmanagement und die soziale Betreuung in einer Grundschule sowie im Integrations- und Begegnungszentrum übernehmen können. Es handelt sich um eine Vorab-Information zur Bedarfsermittlung, noch kein formelles Vergabeverfahren.
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Betreuung von Sammelunterkünften bei Massenzustrom von Flüchtenden durch freie Träger der Wohlfahrtspflege oder andere geeignete Träger. Die Stadt Lüdenscheid beabsichtigt in oben genannter Angelegenheit im Wege reiner Markterkundung und zunächst außerhalb eines Vergabeverfahren, in Erfahrung zu bringen, welche Träger der freien Wohlfahrt oder andere geeignete Träger Interesse an dieser Aufgabe signalisieren. Hierfür liefert die Stadt vorab einige Stichpunkte, hinsichtlich der zu erbringenden Leistungen wie folgt. Die Stadt Lüdenscheid ist nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz NRW (FlüAG) verpflichtet, Geflüchtete unterzubringen. Dies gilt besonders bei einem Massenzustrom von Flüchtenden. Für diesen Fall dienen zur Unterbringung der Flüchtenden zwei Unterkünfte, eine leerstehende Grundschule innerhalb des Stadtgebietes und Teile des Lüdenscheider Integrations- und Begegnungszentrums (LIBZ), die durch einen geeigneten, in der Wohlfahrtspflege tätigen Träger für die Zeit der dortigen Unterbringung betreut werden sollen. Vorliegende Markterkundung dient der Identifikation potentieller Betreiber. Die leerstehende Grundschule (Klassenräume und Sporthalle) befindet sich in einem Stadtteil außerhalb des Zentrums (ca.5 km) und hat eine maximale Aufnahmekapazität von 140 Plätzen. Das Integrations- und Begegnungszentrum (Sporthalle/Räume) liegt relativ zentrumsnah (ca. 1 km) mit einer Aufnahmekapazität von ca.130 Plätzen. Beide werden mit enger Bettbelegung, abgetrennte Zelleinheiten und zentralem Bewirtungsraum innerhalb der Objekte ausgestattet. Die Inbetriebnahme muss bei Einsetzen eines Massenzustromes von Flüchtenden sehr kurzfristig, z. B. innerhalb von 5 Tagen erfolgen.
Die Stadt Lüdenscheid sucht nach Partnern aus der Wohlfahrtspflege oder anderen geeigneten Organisationen, die im Notfall kurzfristig Flüchtlingsunterkünfte betreiben können. Bei einem plötzlichen Anstieg der Flüchtlingszahlen sollen zwei Standorte – eine leerstehende Grundschule und das Integrations- und Begegnungszentrum – innerhalb von nur fünf Tagen einsatzbereit gemacht und betreut werden. Die Aufgaben umfassen dabei den allgemeinen Betrieb, das Konfliktmanagement sowie eine erste soziale Unterstützung der Menschen vor Ort. Da es sich aktuell um eine Markterkundung handelt, möchte die Stadt zunächst herausfinden, welche Träger grundsätzlich Interesse und Kapazitäten für diese Aufgabe haben, bevor ein offizielles Ausschreibungsverfahren startet.
Aufteilung in Lose
1 LotDer nachfolgende Leistungsumfang umfasst zunächst eine grobe stichpunktartige Aufzählung und dient einem ersten Überblick: Leistungsumfang Der Träger übernimmt insbesondere: a. Betrieb und Organisation Belegungsmanagement Hausordnung und Konfliktmanagement Sicherstellung eines geordneten Betriebs Unterstützende einfache soziale Betreuung und erste Integrationsschritte b. Zusammenarbeit Enge Abstimmung mit Stadtverwaltung, Ausländerbehörde, Jobcenter Einbindung von Ehrenamtlichen Wünschenswert ist Netzwerkarbeit mit medizinischen Anbietern vor Ort c. Anforderungen an den Träger Hinreichend spezialisierter Träger (Gemeinnützigkeit wünschenswert) Nachweisbare Erfahrung im Betrieb von Unterkünften oder vergleichbaren sozialer Einrichtungen oder überzeugendes start- up -Konzept. Referenzen (vergleichbare Projekte, möglichst in NRW) Stellung von Fachpersonal (hinsichtlich Sozialarbeit, Pädagogische Arbeit etc.) Interkulturelle Kompetenz Fähigkeit zum 24/7-Betrieb d. Einzureichende Unterlagen Fachkonzept (ca.5 Seiten) Personalkonzept (Ungefähre Kostenschätzung gem. der vorstehenden Punkte) Sollten verschiedener Anbieter ihr Interesse kommunizieren, müssten zur Konkretisierung einer Zusammenarbeit für künftige Vergabeverfahren Auswahlkriterien getroffen werden, die Folgendes beinhalten sollen: Qualität und Plausibilität des Konzepts Erfahrung und Referenzen Personelle Ausstattung Wirtschaftlichkeit
Zeitplan
- 3. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert