Beschaffung eines spektralen Durchflusszytometers für die Flow Cytometry Core Facility

Was wird ausgeschrieben
Das Universitätsklinikum Bonn beabsichtigt die Beschaffung eines spektralen Durchflusszytometers für hochdimensionale Multicolor-Analysen. Das Gerät soll insbesondere für stark autofluoreszierende biologische Proben eingesetzt werden. Die Vergabe erfolgt im Wege einer ex-ante-Transparenzbekanntmachung an Sony Biotechnology Europe.
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Das Universitätsklinikum Bonn beabsichtigt die Beschaffung eines spektralen Durchflusszytometers für die Flow Cytometry Core Facility zur Durchführung hochdimensionaler Multicolor-Analysen mit stark autofluoreszierenden biologischen Proben. Der Auftrag soll nach derzeitigem Stand an folgendes Unternehmen vergeben werden: Sony Biotechnology Europe Sony Europe B.V.| T he Heights Brookland, Weybridge, Surrey, UK KT13 0XW; Aktenzeichen: 2026-03
Das Universitätsklinikum Bonn plant die Anschaffung eines speziellen Laborgeräts, eines sogenannten spektralen Durchflusszytometers. Dieses Gerät wird in der zentralen Einrichtung für Durchflusszytometrie benötigt, um komplexe biologische Proben – etwa aus Darm, Leber oder Lunge – detailliert zu untersuchen, selbst wenn diese stark leuchten (autofluoreszierend sind). Da das Gerät für hochspezialisierte Analysen mit über 25 verschiedenen Markern ausgelegt sein muss, beabsichtigt das Klinikum, den Auftrag direkt an Sony Biotechnology Europe zu vergeben. Diese Bekanntmachung dient der Transparenz, um anderen Anbietern die Möglichkeit zu geben, Einwände gegen diese Direktvergabe zu erheben.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand ist die Beschaffung eines spektralen Durchflusszytometers für den Einsatz in der Flow Cytometry Core Facility des Universitätsklinikums Bonn zur Analyse komplexer Multicolor-Panels mit mehr als 25 Fluorochromen, insbesondere an stark autofluoreszierenden Gewebeproben aus Organen wie Darm, Leber und Lunge. Ziel ist die Identifikation von am Markt verfügbaren Systemen, die eine hochauflösende spektrale Erfassung, eine robuste und reproduzierbare spektrale Entmischung sowie eine hohe Trennschärfe auch bei starker spektraler Überlappung gewährleisten. Die Systeme sollen für den Einsatz in hochdimensionalen, spektralen Analysen mit komplexen Panel-Designs geeignet sein und eine stabile Differenzierung von Fluorochromen auch bei ausgeprägter Autofluoreszenz ermöglichen. Aus wissenschaftlicher und methodischer Sicht wird die Verfügbarkeit mehrerer unabhängiger Anregungsdimensionen als wesentlich angesehen. Im Rahmen der Markterkundung soll daher insbesondere geprüft werden, ob Konfigurationen mit bis zu sieben Anregungslasern verfügbar sind, einschließlich zusätzlicher Laserlinien im Deep-UV-Bereich (ca. 320 nm) sowie im nahen Infrarotbereich (ca. 808 nm). Diese sollen eine Erweiterung des nutzbaren Spektralraums, eine Reduktion spektraler Ähnlichkeiten einzelner Fluorochrome sowie eine verbesserte Entmischung komplexer Farbstoffkombinationen ermöglichen. Der zusätzliche Deep-UV-Laser dient insbesondere der verbesserten Anregung und Trennung mehrerer BUV-Fluorochrome sowie der differenzierteren Erfassung von Autofluoreszenzsignalen, z. B. in myeloischen Zellpopulationen. Der zusätzliche Infrarot-Laser soll die Nutzung aktueller und zukünftiger IR-emittierender Fluorochrome ermöglichen und damit zusätzliche Freiheitsgrade für das Panel-Design in hochdimensionalen Analysen eröffnen. Darüber hinaus wird eine hohe Zukunftsfähigkeit des Systems angestrebt. Dazu zählen die Unterstützung neuer Fluorochrom-Generationen, insbesondere im UV- und IR-Spektralbereich, sowie eine modulare oder erweiterbare Laser- und Detektionsarchitektur, die eine Anpassung an zukünftige wissenschaftliche und technologische Entwicklungen erlaubt.
Zeitplan
- 1. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert