Bereitstellung einer Gemeinsamen Servicestelle und eines Produktverantwortlichensystems nach VDV-KA
Was wird ausgeschrieben
Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) schreibt die Bereitstellung einer Gemeinsamen Servicestelle sowie eines Produktverantwortlichensystems gemäß VDV-KA-Standard aus. Ziel ist die technische Unterstützung der neuen Landesmobilitätsplattform 'MV fährt gut' für einen diskriminierungsfreien Ticketvertrieb im ÖPNV. Der Auftrag umfasst den Aufbau und Betrieb der Systeme zur Anbindung verschiedener Verkehrsunternehmen.
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Bereitstellung einer Gemeinsamen Servicestelle und eines Produktverantwortlichensystems nach VDV-KA
Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) sucht einen Dienstleister für den Aufbau einer zentralen Servicestelle und eines Systems zur Produktverwaltung nach dem VDV-KA-Standard. Dieser Standard regelt die elektronische Fahrgeldverwaltung im öffentlichen Nahverkehr, um sicherzustellen, dass Tickets verschiedener Verkehrsunternehmen einheitlich und sicher verarbeitet werden können. Das Projekt ist Teil der Mobilitätsoffensive des Landes, um die neue App 'MV fährt gut' technisch zu unterstützen und den Ticketkauf für Fahrgäste zu vereinheitlichen. Der Dienstleister übernimmt dabei eine zentrale Rolle bei der technischen Anbindung der Verkehrsunternehmen an die neue Landesmobilitätsplattform.
Aufteilung in Lose
1 LotIm Rahmen der Mobilitätsoffensive des Landes Mecklenburg-Vorpommern wird ab 2026 die Landesmobilitätsplattform mit der zugehörigen App "MV fährt gut" aufgebaut. Ziel ist ein diskriminierungsfreier Zugang zum ÖPNV, bei dem Bürger und Gäste neben der Fahrplanaus-kunft auch Tickets verschiedener Verkehrsunternehmen (VU) und -verbünde (VV) beziehen können. In diesem Kontext übernimmt die VMV die Rolle des Plattformbetreibers, während die angeschlossenen Verkehrsunternehmen als jeweilige Vertragspartner der Endkunden agie-ren. Mit der Einbindung einer Gemeinsamen Servicestelle (GSS) und eines Produktverantwortlichensystems (PVS) wird ein zentraler Backend-Bestandteil der Landesmobilitätsplattform (LMP) etabliert, der die Bereitstellung tariflicher Daten sowie die reibungslose Ausgabe und Kontrolle digitaler Fahrtberechtigungen sicherstellt. Im Kontext der Architektur der VDV-KA sind eine Gemeinsame Servicestelle (GSS) sowie ein Produktverantwortlichensystem (PVS) notwendig. Die GSS organisiert den Austausch der KA-Nachrichten zwischen den beteiligten Systemen. Sie übernimmt die Datenkommunikation mit allen Terminal- und Hintergrundsystemen. Gleichzeitig bildet die GSS das Gateway zu den zentralen Systemen des VDV-eTicket Service (VDV-ETS). Würde man auf die GSS verzichten, müsste jedes einzelne VU in M-V eigene Schnittstellen zum bundesweiten (((eTicket-Netzwerk aufbauen. Für die Verkehrsunternehmen redu-ziert die GSS somit den Aufwand für individuelle Integrationslösungen und erleichtert die Anbindung an die landesweite Systemarchitektur. Das PVS stellt die notwendige Hintergrundkomponente dar, die zugrundeliegende Tarifprodukte (Tarifdaten) der fachlichen Produktverantwortlichen für die Ausgabe und Kontrolle digitaler Tarifprodukte bereitstellt. Ein landesweites PVS ist der notwendige PV "Anker" für alle MV-Tarifprodukte (nicht nur das Deutschlandticket). Das PVS übernimmt dabei die Bereitstellung aller erforderlichen Daten in den Tarifmodulen (Produkt- und Kontrollmodule), welche zum einen die Tarifberechnung sicherstellen und darüber hinaus eine weitgehend automatisierte Kontrolle der Berechtigungen an den Kontrollterminals ermöglichen. Ohne ein PVS ist eine landesweit konsistente Umsetzung digitaler Tarifprodukte nicht möglich.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality60%
Leistung
- price40%
Preis
Zeitplan
- 9. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung