Bereederungsdienstleistungen für ein Forschungsschiff des DLR
Was wird ausgeschrieben
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sucht einen Dienstleister für die Bereederung eines neuen Forschungsschiffes, das als schwimmendes Labor für klimafreundliche Antriebstechnologien dient. Der Auftrag umfasst die Begleitung des Neubaus sowie den anschließenden Betrieb des Schiffes ab 2027. Die Vertragslaufzeit beträgt maximal 48 Monate.
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Das Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) wurde mit dem Ziel gegründet, innovative Technologien zur Defossilisierung und zur Reduzierung von Emissionen in der Schifffahrt zu erforschen und weiterzuentwickeln. Zur Übertragung und Weiterentwicklung von Technologien aus anderen Anwendungsbereichen ist der Einsatz eines Forschungsschiffes als schwimmendes Labor vorgesehen. Das Schiff wird als modulare Testplattform für klimaverträgliche Antriebssysteme, insbesondere Wasser-stoff- und Batterietechnologien, konzipiert und unter realitätsnahen Bedingungen zur Integration, Erprobung und Zertifizierung sicherheitsrelevanter maritimer Systeme eingesetzt. Der vorgesehene Liegeplatz befindet sich in Kiel; die Ablieferung des Schiffes ist für Oktober 2027 vorgesehen. Gegenstand der Ausschreibung ist die Beschaffung von Bereederungsdienstleistungen für das DLR-Schiff. Die Leistung ist durch einen fachlich geeigneten und leistungsfähigen Auftragnehmer zu erbringen, der über nachweisliche Erfahrung im Forschungsumfeld sowie im Betrieb von Forschungs- oder Offshore-Fahrzeugen verfügt. Die Leistungserbringung gliedert sich in zwei Phasen. In Phase I umfasst der Leistungsumfang die Begleitung des Schiffneubaus sowie die gemeinsame Erarbeitung eines Besatzungskonzeptes und eines Integrated-Safety-Management-(ISM)-Konzeptes in enger Abstimmung mit dem DLR. Mit Ablieferung des Schiffes beginnt Phase II, in der der Auftragnehmer als eingetragene Managing Company die Bereederung sowie den sicheren Betrieb der Forschungsplattform bis zum Ende der Vertragslaufzeit sicherstellt. Die Gesamtlaufzeit des Vertrages wird 48 Monate nicht überschreiten.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) lässt ein neues Forschungsschiff bauen, das als schwimmendes Labor für umweltfreundliche Antriebssysteme wie Wasserstoff- und Batterietechnologien dient. Für dieses Schiff wird nun ein Partner gesucht, der den Betrieb übernimmt. Die Aufgabe gliedert sich in zwei Phasen: Zunächst begleiten Sie den Bau des Schiffes und entwickeln Sicherheits- und Besatzungskonzepte. Nach der Ablieferung des Schiffes im Jahr 2027 übernehmen Sie als sogenannte Managing Company die komplette Bereederung und den sicheren Betrieb des Schiffes. Der Vertrag läuft über maximal vier Jahre.
Aufteilung in Lose
1 LotDas Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) wurde mit dem Ziel gegründet, innovative Technologien zur Defossilisierung und zur Reduzierung von Emissionen in der Schifffahrt zu erforschen und weiterzuentwickeln. Zur Übertragung und Weiterentwicklung von Technologien aus anderen Anwendungsbereichen ist der Einsatz eines Forschungsschiffes als schwimmendes Labor vorgesehen. Das Schiff wird als modulare Testplattform für klimaverträgliche Antriebssysteme, insbesondere Wasser-stoff- und Batterietechnologien, konzipiert und unter realitätsnahen Bedingungen zur Integration, Erprobung und Zertifizierung sicherheitsrelevanter maritimer Systeme eingesetzt. Der vorgesehene Liegeplatz befindet sich in Kiel; die Ablieferung des Schiffes ist für Oktober 2027 vorgesehen. Gegenstand der Ausschreibung ist die Beschaffung von Bereederungsdienstleistungen für das DLR-Schiff. Die Leistung ist durch einen fachlich geeigneten und leistungsfähigen Auftragnehmer zu erbringen, der über nachweisliche Erfahrung im Forschungsumfeld sowie im Betrieb von Forschungs- oder Offshore-Fahrzeugen verfügt. Die Leistungserbringung gliedert sich in zwei Phasen. In Phase I umfasst der Leistungsumfang die Begleitung des Schiffneubaus sowie die gemeinsame Erarbeitung eines Besatzungskonzeptes und eines Integrated-Safety-Management-(ISM)-Konzeptes in enger Abstimmung mit dem DLR. Mit Ablieferung des Schiffes beginnt Phase II, in der der Auftragnehmer als eingetragene Managing Company die Bereederung sowie den sicheren Betrieb der Forschungsplattform bis zum Ende der Vertragslaufzeit sicherstellt. Die Gesamtlaufzeit des Vertrages wird 48 Monate nicht überschreiten.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price30%
Das Kriterium Preis hat einen Anteil von 30 % an der Gesamtbewertung. Der kalkulatorische Gesamtpreis des Auftrags, der in die Gesamtauswertung des Angebotes einfließt, ergibt sich aus der Summe der Preiskomponenten: Tagessatz für die Unterstützung im Neubau multipliziert mit 80 Tagen, Stundensatz für das Besatzungskonzept multipliziert mit 60 Stunden, Pauschalpreis für das Safety Management Konzept (einmalig), Stundensatz für die Begleitung der Workshops multipliziert mit 720 Stunden sowie monatlicher Pauschalpreis für die Bereederung multipliziert mit 24 Monaten. Die Vergabe der Preispunkte erfolgt nach der Methode des umgekehrten Dreisatzes, wobei der Bieter mit dem niedrigsten Angebotspreis die maximale Punktzahl erhält. Die übrigen Bieter werden anteilig anhand des Verhältnisses ihres Angebotspreises zum niedrigsten Angebot bewertet.
- quality70%
Das Kriterium Qualität macht 70 % der Gesamtbewertung aus und umfasst die inhaltliche Qualität des Angebotes mit 40 %, wobei die Konzeptvorschläge zu Leistungspaketen eindeutig, nachvollziehbar und aussagekräftig sein müssen sowie den Bereederungsansatz und die Anforderungen erfüllen (25 %), die Konzeptvorschläge zum Besatzungskonzept und zum Integrated Safety Management System durch Flexibilität und Gestaltungsbereitschaft im Austausch mit dem AG überzeugen sollen (25 %), die Bereitschaft zur Teilnahme an militärischen Forschungsprojekten sowie zur S2-Überprüfung durch Reedereimitarbeiter bewertet wird (25 %) und die Berücksichtigung der DLR-Strategie 2030 mit Forschung mit gesellschaftlichem Nutzen, ganzheitlicher Innovationskette, Digitalisierung und Technologietransfer einfließt (25 %). Weiterhin fließt die fachliche Qualifikation des Projektpersonals mit 30 % ein, wobei nautische und technische Inspektoren, DPA und CSO über aktive Seefahrtzeit und mindestens 3 Jahre Erfahrung im Schiffmanagement verfügen müssen (25 %), Erfahrung mit militärischen Forschungsprojekten berücksichtigt wird (15 %), Erfahrung mit der Integration neuartiger Energiesysteme und Antriebstechnologien bewertet wird (30 %), ein nachweisbarer DP-Advance vorliegen soll (15 %) sowie eine Erlaubnis bzw. ein Befähigungsschein nach § 7 und § 20 Sprengstoffgesetz erforderlich ist (15 %). Zusätzlich werden projektrelevante Erfahrung und die Qualität der Auftragsausführung mit 30 % bewertet, einschließlich der Erfahrung als verantwortliche Reederei bei Schiffsumbau oder Neubau inklusive Planung mit Fokus auf die Integration neuartiger Technologien (30 %), nachgewiesener Erfahrung als Industriepartner in Forschungsprojekten der letzten 3 Jahre (20 %), eines flexiblen, kostenneutralen, in-house betriebenen, anpassbaren, flotteninteraktiven und landseitig einsehbaren Safety Management Systems (25 %) sowie eines digitalen Logbuchs mit denselben Eigenschaften (25 %).
Zeitplan
- 29. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert