TED·403156-2026

Archäologische Ausgrabung im Rahmen der Wohngebietserschließung in Ahlhorn

Gemeinde GroßenknetenGroßenkneten, GermanyVeröffentlicht 12. Juni 2026
Auftragswert
€200k
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Gemeinde Großenkneten schreibt archäologische Ausgrabungsarbeiten für ein geplantes Wohngebiet im Ortsteil Ahlhorn aus. Auf einer Fläche von insgesamt rund 24.500 m² sollen fünf Teilbereiche untersucht werden, in denen bei einer vorangegangenen Prospektion archäologisch relevante Befunde wie Siedlungsgruben und Pfostengruben identifiziert wurden. Der Auftrag wird im offenen Verfahren vergeben und ausschließlich über den Preis entschieden.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Gemeinde Großenkneten plant im Ortsteil Ahlhorn die Erschließung eines neuen Wohngebietes. Die rund 10,1 ha große Fläche wurde im November und Dezember 2025 mittels Bagger prospektiert. Dabei wurden 22 etwa Nord-Süd-orientierte Suchschnitte angelegt. Eine ehemalige Sandgrube im Nordwesten der Fläche wurde ausgespart. Bei der Prospektion wurden 34 archäologisch relevante Befunde entdeckt, daneben aber auch sehr viele (53) moderne Befunde und Störungen. Die relevanten Befunde verteilen sich ungleichmäßig über das Planungsgebiet. Die größte Konzentration liegt im Südwesten der Fläche, im Norden und Südosten kommen kleinere hinzu. Gänzlich befundfrei waren nur ein Teilbereich ganz am Westrand. In insgesamt vier Bereichen wurde allerdings nur jeweils ein Befund angetroffen. Bei den Befunden handelt es sich um Pfostengruben, allgemeine Siedlungsgruben, zwei Meilergruben oder Feuerstellen, einen Graben und vermutlich einen Brunnen. Die Befunde zeigten sich im Planum – im Gegensatz zu den modernen Störungen - diffus graubraun und hoben sich nur mäßig ab. Die erhaltenen Tiefe lag bei 20 bis 30 cm. Funde wurden bei der Prospektion nicht geborgen. Angesichts der Befundverteilung ist die Ausgrabung von insgesamt fünf Teilflächen von zusammen rund 24.500 m² erforderlich, die beim Auftreten weiterer Befunde auszudehnen ist. Das Umfeld der vier isoliert liegenden Befunde wurde bei dieser Berechnung ausgespart (siehe Lageplan - Vergabeunterlagen).

VergabeHero-Einschätzung

Die Gemeinde Großenkneten plant die Erschließung eines neuen Wohngebiets im Ortsteil Ahlhorn. Da bei einer Voruntersuchung archäologische Fundstellen entdeckt wurden, muss nun eine fachgerechte Ausgrabung auf fünf Teilflächen mit einer Gesamtgröße von etwa 24.500 Quadratmetern durchgeführt werden. Die Arbeiten umfassen die Dokumentation und Bergung von Befunden wie Siedlungsgruben und Feuerstellen. Der Auftrag richtet sich an spezialisierte archäologische Fachfirmen, die in der Lage sind, die Ausgrabung gemäß den behördlichen Vorgaben umzusetzen. Die Vergabe erfolgt rein über den Preis.

DienstleistungenArchäologieÖffentliche VerwaltungBauwesenArchaeologieGrabungsarbeitenBodenuntersuchungOeffentliche VerwaltungBauvorbereitung
Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Beauftragung einer archäologischen Ausgrabung

Die Gemeinde Großenkneten plant im Ortsteil Ahlhorn die Erschließung eines neuen Wohngebietes. Die rund 10,1 ha große Fläche wurde im November und Dezember 2025 mittels Bagger prospektiert. Dabei wurden 22 etwa Nord-Süd-orientierte Suchschnitte angelegt. Eine ehemalige Sandgrube im Nordwesten der Fläche wurde ausgespart. Bei der Prospektion wurden 34 archäologisch relevante Befunde entdeckt, daneben aber auch sehr viele (53) moderne Befunde und Störungen. Die relevanten Befunde verteilen sich ungleichmäßig über das Planungsgebiet. Die größte Konzentration liegt im Südwesten der Fläche, im Norden und Südosten kommen kleinere hinzu. Gänzlich befundfrei waren nur ein Teilbereich ganz am Westrand. In insgesamt vier Bereichen wurde allerdings nur jeweils ein Befund angetroffen. Bei den Befunden handelt es sich um Pfostengruben, allgemeine Siedlungsgruben, zwei Meilergruben oder Feuerstellen, einen Graben und vermutlich einen Brunnen. Die Befunde zeigten sich im Planum – im Gegensatz zu den modernen Störungen - diffus graubraun und hoben sich nur mäßig ab. Die erhaltenen Tiefe lag bei 20 bis 30 cm. Funde wurden bei der Prospektion nicht geborgen. Angesichts der Befundverteilung ist die Ausgrabung von insgesamt fünf Teilflächen von zusammen rund 24.500 m² erforderlich, die beim Auftreten weiterer Befunde auszudehnen ist. Das Umfeld der vier isoliert liegenden Befunde wurde bei dieser Berechnung ausgespart (siehe Lageplan - Vergabeunterlagen).

CPV 71351914
Bewertung

Zuschlagskriterien

1 Kriterien
  • price

    Der Preis ist das einzige Zuschlagskriterium

    100%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 12. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
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