Sanierung und Erneuerung des Hauptsammlers Ost in Wiesbaden
Was wird ausgeschrieben
Die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden schreiben die Sanierung des Hauptsammlers Ost auf einer Länge von ca. 1.067 Metern aus. Das Projekt umfasst grabenlose Sanierungsarbeiten mittels GFK-Rohren, den Neubau von Ortbetonschächten sowie die Erneuerung von Gleisquerungen. Die Arbeiten finden im Bestand statt und erfordern aufgrund der Lage unter Bahnanlagen eine hohe technische Präzision.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Der Hauptsammler Ost (HS Ost) ist eine der beiden Hauptzulaufleitungen zum Hauptklärwerk der Wiesbaden und wurde im Jahr 1901 errichtet. Über eine Länge von ca. 1.560 m transportiert der Sammler das Mischwasser der Wiesbadener Kernstadt sowie der östlichen Einzugsgebiete einschließlich Regenwasser aus mehreren Regenüberlaufanlagen zum Hauptklärwerk. Die Trasse verläuft überwiegend parallel zum Salzbachkanal sowie abschnittsweise unterhalb von Bahnanlagen der Deutsche Bahn AG.
Die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden planen die Sanierung einer wichtigen Abwasserleitung, des sogenannten Hauptsammlers Ost. Da die Leitung bereits über 100 Jahre alt ist, wird sie auf einer Strecke von über einem Kilometer grabenlos mit modernen GFK-Rohren (glasfaserverstärkter Kunststoff) instand gesetzt. Zudem werden alte Schächte durch neue Betonkonstruktionen ersetzt und Gleisquerungen erneuert, was aufgrund der Nähe zu Bahnanlagen eine komplexe bauliche Herausforderung darstellt. Das Projekt ist als ein einzelnes Los ausgeschrieben und richtet sich an spezialisierte Tiefbauunternehmen mit Erfahrung in der grabenlosen Kanalsanierung.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Nachweis der Eignung gemäß VOB/A-EU
- Erfahrung in der grabenlosen Kanalsanierung
- Fachkunde im Bereich Gleisquerungen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen im Rahmen des §16 Abs. 1 VOB/A - EU nachzufordern. Hierauf besteht kein Rechtsanspruch.
Aufteilung in Lose
1 LotIm Rahmen der Maßnahme wird der Hauptsammler Ost ab dem Regenüberlaufbecken RÜ27 auf einer Länge von ca. 1.067 m im grabenlosen Verfahren mittels GFK-Rohren saniert. Die vorhandenen Schächte werden überwiegend erneuert bzw. zurück gebaut und durch neue Ortbetonschächte ersetzt. Zusätzlich werden die bestehende nördliche und südliche Gleisquerung in GFK saniert. Zur Erneuerung der bestehenden schleifenden Gleisquerung wird eine neue, rechtwinklige Gleisquerung mit einer Länge von ca. 127 m im Rohrvortrieb DN 1600 hergestellt. Daran anschließend erfolgt ein weiterer Kurvenvortrieb DN 1600 über ca. 352 m parallel zu den Bahngleisen bis zum Anschluss an den Bestandsschacht 42225. Die Maßnahme umfasst: - 10 neue Schächte in Ortbeton - 2 Kanalvortriebe STB DN 1600, 127 m und 352 m - 1067 m GFK-Sanierung des Hauptsammlers - GFK-Sanierung der nördlichen (159 m) und südlichen Gleisquerung (158 m) Die Bauausführung erfolgt unter laufendem Bahnbetrieb und in enger Abstimmung mit der Deutsche Bahn AG. Arbeiten im gleisnahen Bereich sind überwiegend innerhalb vorgegebener Sperrpausen sowie teilweise in Nacht- und Wochenendarbeit auszuführen. Zudem sind umfangreiche Anforderungen an Wasserhaltung, Lärm- und Umweltschutz sowie an den Umgang mit belasteten Böden zu berücksichtigen.
Zuschlagskriterien
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Preis
Zeitplan
- 22. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 3. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung