Baubetriebliche Projektsteuerung und Forderungsprüfung für Klinikneubau
Was wird ausgeschrieben
Das Universitätsklinikum Düsseldorf vergibt baubetriebliche Dienstleistungen für den Neubau eines fünfstöckigen Klinikgebäudes zur Unterbringung der Haut-, Augen- und Geriatrieklinik. Der Auftragnehmer unterstützt die Bauherrenvertretung bei der Prüfung und Bewertung von Forderungen, Bauzeitenverlängerungen und Nachträgen. Die Leistung umfasst die fachtechnische Begleitung und Dokumentation aller baubetrieblichen Angelegenheiten während der Bauphase.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Universitätsklinikum Düsseldorf(abgekürzt UKD) errichtet auf dem Campus den Neubau eines Klinikgebäudes zur Aufnahme der Haut- und Augenklinik. Weiterhin werden in dem neuen Gebäude eine Klinik für Knochenmarktransplantationen (stationär und ambulant) sowie eine geriatrische Abteilung untergebracht. Das Baugrundstück liegt im Inneren des Campusgeländes und ist weitgehend eben, mit geringen Geländehöhendifferenzen durch Aufschüttungen von bis zu 3 Meter. Der 5-geschossige Neubau in Stahlbetonbauweise mit einem Untergeschoss und Technikgeschoss hat oberirdisch keinen Anschluss an angrenzende Gebäude. Unterirdisch wird das Bauwerk an die automatische Warentransportanlage (AWT) sowie an diverse Medien über Kanäle angeschlossen. Gebäudedaten: Nutzfläche 12.152 m² Bruttogrundfläche 29.439 m² Bruttorauminhalt 119.869 m³ Die OK FFB +/- 0,00 m des Neubaus beträgt 38,80 m ü
Das Universitätsklinikum Düsseldorf sucht einen Dienstleister für die baubetriebliche Unterstützung beim Neubau eines neuen Klinikgebäudes für Dermatologie, Augenheilkunde und Geriatrie. Der externe Experte übernimmt die Prüfung und Bewertung von Forderungen, die von ausführenden Firmen während der Bauphase geltend gemacht werden, etwa bei Bauverzögerungen oder zusätzlichen Leistungen. Damit wird die Bauverwaltung des Klinikums fachlich entlastet und alle Kosten- sowie Zeitfragen werden systematisch geprüft. Der Auftrag betrifft ein Gebäude mit fast 30.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche auf dem Düsseldorfer Campus. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: UKD, Neubau Haut- und Augenklinik)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis der Steuer- und Abgabepflichterfüllung
- Bescheinigung über Sozialversicherungspflicht
- Erklärung über keine Liquidation oder Insolvenz
- Nachweis der Zuverlässigkeit ohne schwere Verfehlungen
- Erfahrung in der baubetrieblichen Forderungsprüfung
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Nachweis (ersatzweise Eigenerklärung des Bieters) der ordnungsgemäßen Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben (Bescheinigung des Finanzamtes). Nachweis (ersatzweise Eigenerklärung des Bieters) der ordnungsgemäßen Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung zur gesetzlichen Sozialversicherung (Bescheinigung der zuständigen Krankenkasse/Einzugsstelle). Erklärung des Bieters, dass sein Unternehmen sich nicht in Liquidation befindet. Erklärung des Bieters, dass über sein Vermögen nicht das Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt wurde. Erklärung des Bieters, dass sein Unternehmen sich nicht in Liquidation befindet. Erklärung des Bieters, dass er nachweislich keine schwere Verfehlung begangen hat, die seine Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt. Wesentliche Preisangaben sowie Mindestkriterien werden nicht nachgefordert.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Auftragnehmer hat im weiteren Projektverlauf sämtliche erforderlichen baubetrieblichen Leistungen nach Anordnung des Bauherrn zu erbringen. Ziel der Beauftragung ist die baubetriebliche Unterstützung der Bauherrenvertretung bei der Bearbeitung und Bewertung von auftragnehmerseitig geltend gemachten Forderungen. Die Leistungen umfassen insbesondere die Prüfung, Bewertung und fachtechnische Stellungnahme zu Forderungen im Zusammenhang mit Bauzeitenverlängerungen, Nachträgen sowie sonstigen strittigen Ansprüchen. Dabei sind sowohl die baubetrieblichen als auch die vertragsrechtlichen Aspekte im Rahmen der jeweiligen Aufgabenstellung zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist eine Prüfung von Preisgleitklauseln im Zuge von Abrechnungen abzubilden. Der Auftragnehmer hat den Bauherrn während des gesamten Prozesses fachlich zu unterstützen und eine sachgerechte, nachvollziehbare und dokumentierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Projektabwicklung sicherzustellen. Der Auftragnehmer hat sich eigenverantwortlich mit allen relevanten Beteiligten (Bauherr, Planer, Objektüberwachung, Baufirmen etc.) abzustimmen und sämtliche für die eigene Leistungserbringung erforderlichen Informationen bei dem entsprechenden Ansprechpartner zu beschaffen. Er organisiert eigenverantwortlich sämtliche notwendigen Abstimmungstermine und fordert eigenverantwortlich Unterlagen bei den entsprechenden Beteiligten an bzw. nach. Eine Prüfung von baubetrieblichen Forderungen (Bauzeitverlängerungen und -nachträgen) nebst Anlagen hat der AN spätestens innerhalb von 10 AT (nach Zugang) abzuschließen und mittels eines Prüfberichtes nebst Anlagen, welcher innerhalb der 10 AT an den Bauherrn zu übermitteln ist, zu dokumentieren. Eine erste (Vor-)Prüfung und ggf. erforderliche Nachforderung von noch fehlenden Unterlagen ist spätestens nach 5 AT (nach Zugang) abzuschließen. Für die Prüfung von nachgeforderten Unterlagen erhält der AN ein Zeitfenster von 10 AT bis zur Vorlage des Prüfberichts. Die Prüfberichte sind so aufzubauen, dass das Prüfergebnis an den Forderungsaufsteller ohne weitere Erläuterungen oder Aufbereitungen versendet werden kann. Die Verteilung erfolgt durch den AN nach Freigabe durch den Bauherrn. Für die Prüfung von Preisgleitklauseln und darauf basierenden Abrechnungen erhält der AN ein Zeitfenster von 5 AT. Sofern Nachforderungen hierzu notwendig werden, hat der AN diese eigenverantwortlich bei dem Ersteller anzufordern und erhält nach Zugang eine zusätzliche Prüffrist von 5 AT. Eine parallele Bearbeitung von mindestens 5 Vorgängen zur gleichen Zeit ist durch den AN sicherzustellen. Für in dem LV erfasste, jedoch nicht abgerufene Leistungen hat der AN keinen Anspruch auf die Geltendmachung von Geschäftskosten, Wagnis oder Gewinn. Sofern der AN im Zuge der Ausführung bereits absehen kann, dass das ausgeschriebene Stundenkontingent nicht ausreichen wird, ist spätestens 60 Kalendertage vor dem Erreichen des ausgeschriebenen Stundenkontingents eigenverantwortlich ein Nachtragsangebot über die voraussichtlich zusätzlich anfallenden Stunden zur Prüfung einzureichen.
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price100%
Angebotspreis in Euro einschließlich in Deutschland geltender Mehrwertsteuer.
Zeitplan
- 11. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 10. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung