Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: GIL Ganzheitliche Ingenieurleistungen GmbH
Auftragswert
€7k
Zuschlag am
17. Juli 2026
Fachplanungs- und Beratungsleistungen Vermessung für Bewirtschaftungszentrale Lohsa

Was wird ausgeschrieben
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen schreibt Fachplanungs- und Beratungsleistungen für die Ingenieurvermessung im Rahmen des Aufbaus einer neuen Bewirtschaftungszentrale in Lohsa aus. Der Auftrag umfasst Grund- und Besondere Leistungen gemäß HOAI 2021. Das Projekt dient der Bewältigung wasserwirtschaftlicher Herausforderungen in der Lausitz infolge des Kohleausstiegs und Klimawandels.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Aufbau Bewirtschaftungszentrale am Standort Lohsa, Los 4: Fachplanungs- und Beratungsleistungen Vermessung
Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen plant den Aufbau einer neuen Bewirtschaftungszentrale am Standort Lohsa, um den Wasserhaushalt in der Lausitz angesichts des Kohleausstiegs und des Klimawandels besser steuern zu können. Für dieses Vorhaben werden spezialisierte Ingenieurdienstleistungen im Bereich der Vermessung gesucht. Der Auftrag umfasst sowohl grundlegende als auch besondere Fachplanungsleistungen nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Da es sich um ein technisches Fachlos handelt, sind fundierte Kenntnisse in der Ingenieurvermessung für wasserwirtschaftliche Anlagen erforderlich.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Wasserhaushalt ist in den durch den Braunkohlenbergbau beeinflussten Flusseinzugsgebieten der Spree, der Lausitzer Neiße und Schwarzen Elster in der Lausitz sehr angespannt. Das vorhandene Wasserdargebot ist bereits aktuell nicht mehr ausreichend um die gestiegenen Anforderungen an die Ressource Wasser in den Flussgebieten jederzeit zu bedienen. Die Wasserknappheit wird durch den Klimawandel verschärft und zeigte sich bereits in den trockenen Jahren 2018 bis aktuell. Der kommende Kohleausstieg und der damit einhergehende Wegfall des Einleitens von Sümpfungswasser in die Oberflächengewässer (in Größenordnungen) spitzt die Lage zukünftig zusätzlich zu. Die zukünftige weitere Verknappung der Wasserressourcen erfordert eine strategische Bewirtschaftung um das Wasserdargebot und den Wasserbedarf langfristig im Gleichgewicht zu hal- ten bzw. eine geregelte Neuordnung des Wasserhaushaltes zu gewährleisten. Dazu ist der Aufbau der Bewirtschaftungszentrale (BWZ) am Standort Lohsa zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Talsperren, Speicher, Bergbaufolgeseen und Fließgewässer in den Flusseinzugsgebieten der Spree, der Lausitzer Neiße und Schwarzen Elster für die Lausitz erforderlich. Ziel der Bewirtschaftungszentrale ist, die technischen und räumlichen Voraussetzungen für eine zentrale Gewässerbewirtschaftung zur nachhaltigen und effektiven Nutzung der Dargebote für den proaktiven Erhalt der blau-grünen lnfrastruktur bereitzustellen. Dazu erfolgt der Neubau eines Gebäudes auf dem Gelände des LTV-Betriebsteils Spree/Neiße in Lohsa. Neben der Schaffung eines zentralen Leitstandes zur Steuerung der Verteilung des Wasserdargebotes zielt die Errichtung der Bewirtschaftungszentrale gleichzeitig auf die Bereitstellung von Arbeitsplätzen bzw. Funktionsbereichen für die mit diesen Steuerungs - bzw. Bewirtschaftungsaufgaben unmittelbar in Verbindung stehenden und zukünftig im Zuge des Kohleausstieges anwachsenden hoheitlichen Aufgaben. Die LTV Bewirtschaftungszentrale dient somit dem strategischen Wassermanagement zum Flächenerhalt im Einflussbereich der vom Kohleausstieg betroffenen Gewässer. Im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, vertreten durch den Betrieb Spree/Neiße (Betrieb S/N), sollen die in der Aufgabenstellung beschriebenen Planungsleistungen für den Bau der Bewirtschaftungszentrale vergeben werden. Folgende Leistungen sollen mit dem Los 4 vergeben werden: Los 4: Fachplanungs- und Beratungsleistungen Vermessung, Grund- und Besondere Fachplanungsleistungen der Ingenieurvermessung gem. Anlage 1, Punkt 1.4 HOAI 2021 Auf Grundlage des Berichtes zur Grundlagenermittlung der Objektplanung LPH 1 und parallel zur Vorplanung sollen notwendige planungsbegleitende Ingenieurvmerssungsleistungen eingetaktet und durchgeführt werden. Durch den AN sind die ingenieurtechnischen Leistungen entsprechend des Leistungsbildes der planungsbegleitenden Ingenieurvermessung und entsprechenden Grundleistungen zu erbringen. Aktuell ist von einer erforderlichen Punktdichte von 204 bis 244 Punkten/ha auszugehen. Die hier geforderte Punktdichte und Honorarzonenzuordnung ist im Rahmen der Grundlagenermittlung zu überprüfen und ggf. notwendige Änderungen/Anpassungen im Ergebnis der Grundlagenermittlung anzumelden und zu begründen. Die Leistungen werden stufenweise wie folgt beauftragt: Projektstufe 1: (LPH 1-4) Soweit in dieser Aufgabenstellung oder den Vergabeunterlagen auf Technische Spezifikation (z. B. nationale Normen, mit denen europäische Normen umgesetzt werden; europäische technische Bewertungen; gemeinsame technische Spezifikationen; internationale Normen) Bezug genommen wird, werden auch ohne den ausdrücklichen Zusatz: „oder gleichwertig“, immer gleichwertige Technische Spezifikationen in Bezug genommen.
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price
100 % Preis
Zeitplan
- 29. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Juli 2026Zuschlag erteiltZuschlag an GIL Ganzheitliche Ingenieurleistungen GmbH · €7k