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Architektonische Neugestaltung des NS-Dokumentationszentrums Köln (Umbau, Innenräume, Treppenhaus)

Amt für Recht, Vergabe und VersicherungenKöln, GermanyVeröffentlicht 30. Apr. 2026
Auftragswert
~€3.5M
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
8. Juni 2026
10 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Stadt Köln vergibt Architektenleistungen für die Neugestaltung der Service- und Publikumsflächen des NS-Dokumentationszentrums am Appellhofplatz 21. Das NS-DOK ist eine der größten kommunalen Gedenkstätten für NS-Opfer in Deutschland und der besucherstärkste NS-Geschichtsort in NRW (2025: 95.546 Besucher). Der Auftrag umfasst Umbau, Innenräume und Treppenhaus unter Berücksichtigung denkmalgeschützter Substanz. Verhandlungsverfahren mit Qualitätskriterien (75%) und Preis (30%).

Vollständige Beschreibung anzeigen

Planung neuer Service- und Publikumsflächen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln im Gebäudeteil Appellhofplatz 21

VergabeHero-Einschätzung

Das NS-Dokumentationszentrum Köln beauftragt die architektonische Neugestaltung seiner Ausstellungs- und Publikumsflächen im Gebäudeteil Appellhofplatz 21. Das NS-DOK ist eine der größten kommunalen NS-Gedenkstätten Deutschlands und war 2025 mit über 95.000 Besucher*innen die besucherstärkste ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Die Planungsleistungen umfassen den Umbau, die Innenraumgestaltung und das Treppenhaus des denkmalgeschützten Gebäudes. Der Auftraggeber legt großen Wert auf gestalterische Qualität, den angemessenen Umgang mit der historischen Substanz und die Barrierearmut der neuen Räume. Das Verhandlungsverfahren bewertet zu 75 % qualitative Kriterien wie architektonischen Ausdruck, Funktionalität und Atmosphäre, zu 30 % den angebotenen Preis.

Architecture ServicesConstructionCultural HeritageGovernmentCulture & HeritagePublic ServicesArchitecture ServicesMuseum DesignHistorical MemorialPublic Sector ItHeritage BuildingInterior DesignCultural Heritage
Eignung

Zentrale Anforderungen

6 Punkte
  • Architektonische Planungserfahrung für öffentliche Gebäude
  • Erfahrung mit denkmalgeschützter Bausubstanz
  • Referenzen für vergleichbare Projekte im Bereich Gedenkstätten oder Museen
  • Fähigkeit zur Gestaltung barrierearmer Räume
  • Verständnis für den historischen Charakter und die Würde des Ortes
  • Kompetenz in Betriebskostenbewusstsein für Bibliothek und Archiv

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.

Eignungskriterien (Volltext)

Erklärungen, Unterlagen und Nachweise werden nachgefordert.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000Architektonische Neugestaltung des NS-Dokumentationszentrums Köln (Umbau + Innenräume + Treppenhaus)

Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) ist ein zeithistorisches Museum, eine der größten kommunalen Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Deutschland und der besucherstärkste NS-Geschichtsort in Nordrhein-Westfalen (2025: 95.546 Besucher*innen). Im Mai 2025 hat der Rat der Stadt Köln die Neukonzeption der Ausstellungs- und Publikumsflächen des NS-DOK beschlossen. Das Vorhaben wird in zwei Teilprojekten realisiert: Teilprojekt A (nicht Gegenstand dieser, sondern einer künftige Ausschreibung) umfasst die Realisierung einer neuen Dauerausstellung in der ehemaligen Kölner Gestapozentrale im Gebäudeteil Appellhofplatz 23-25. Teilprojekt B (Gegenstand dieser Ausschreibung) umfasst die Verlagerung und Neugestaltung weiterer Service- und Publikumsflächen des Museums im Gebäudeteil Appellhofplatz 21. Hierbei handelt es sich um ein im Zweiten Weltkrieg teilzerstörten früheres Wohn- und Geschäftshaus, das beim Wiederaufbau in den späten 1940ern mit der ehemaligen Gestapozentrale verbunden und dessen Fassade optisch angeglichen wurde. Das Gesamtensemble steht unter Denkmalschutz. Das übergreifende Ziel der hier ausgeschriebenen Maßnahme ist es, den Gebäudeteil Appellhofplatz 21 vom Untergeschoss bis zur zweiten Etage mit modernen, ansprechenden Service- und Publikumsflächen auszustatten. Hierdurch sollen die Aufenthaltsqualität und das Besuchserlebnis im Museum signifikant verbessert werden. In der ehemaligen Gestapozentrale werden so zugleich Flächen für die Einrichtung der neuen Dauerausstellung verfügbar. Im Einzelnen ist vorgesehen, den Haupteingang des Museums vom ehemaligen Eingang der Gestapozentrale zum Eingang des Gebäudeteils Appellhofplatz 21 zu verlagern. Im Erdgeschoss dieses Gebäudeteils soll ein neues, großzügig gestaltetes und klimatisiertes Foyer Platz für Kasse, Shop, Garderobenschließfächer und eine attraktive Aufenthaltsfläche schaffen. Das Foyer soll zudem für Veranstaltungen genutzt werden. Die daneben liegenden Sanitäranlagen sollen vergrößert werden. Im hinteren Bereich des Erdgeschosses und im Untergeschoss sollen die öffentliche Bibliothek und das Archiv des NS-DOK neue Standorte erhalten. Für eine fachgerechte Lagerung der Bestände sind neben dem Einbau einer Klimaanlage weitere bauliche Instandsetzungsmaßnahmen erforderlich. Auf der ersten und zweiten Etage des Gebäudeteils Appellhofplatz 21 sollen zwei Wechselausstellungsflächen Platz finden. Die Flächen müssen entsprechend ausgestattet werden. Der in der zweiten Etage liegende Veranstaltungsraum soll technisch ertüchtigt werden. Ein neues Treppenhaus soll das Museumsfoyer mit den Wechselausstellungsflächen und dem Veranstaltungsraum einerseits und dem zur Dauerausstellung zählenden Innenhof auf Höhe des Untergeschosses andererseits verbinden. Der Zugang zu den Ausstellungen erfolgt seitlich aus dem neuen Foyer. Für die detaillierten Zielsetzungen und genauere Beschreibungen der Anforderungen an die drei zuvor beschriebenen Funktionsbereiche, siehe die Anlage. Die für die Maßnahme vorgesehenen Flächen wurden zuletzt um 2012 modernisiert. Sie werden derzeit (in anderer räumlicher Anordnung) als Ausstellungs-, Veranstaltungs-, Bibliotheks- und Magazinflächen genutzt. Für den Ratsbeschluss und die vorherige Abstimmung mit dem privaten Eigentümer hat das Architekturbüro Kastner, Pichler, Schorn eine Machbarkeitsstudie angefertigt (siehe die Anlage). Bezüglich der Platzierung des neuen Treppenhauses und des Durchgangs vom Foyer zu den Ausstellungsflächen hat sich die weitere Planung an der Machbarkeitsstudie zu orientieren. Bei der weiteren Planung ist zudem die Berücksichtigung des Denkmalschutzes zwingend. Die Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erfolgt durch den Auftragnehmer. Die Kostenschätzung auf Basis der Machbarkeitsstudie beziffert das finanzielle Volumen der geplanten Maßnahme mit 3.057.000 Euro brutto inklusive der Planungskosten. Gesucht wird ein im Museumsbau, insbesondere im Umbau oder der Modernisierung von Museen erfahrener Auftragnehmer (Architekt), der die Planung der Service- und Publikumsflächen im Gebäudeteil Appellhofplatz 21 übernimmt. Das Verfahren wird als EU-weites zweistufiges Verhandlungsverfahren durchgeführt. In Stufe 1 erfolgt die Auswahl geeigneter Bewerber anhand der Eignungskriterien. Sofern mehr als fünf geeignete Bewerber die Mindestanforderungen erfüllen, erfolgt eine Beschränkung auf die fünf bestplatzierten Bewerber gemäß den Bewertungskriterien der Referenzen zur Begrenzung der Bewerber. In Stufe 2 werden die ausgewählten Bewerber zur Abgabe eines konzeptionellen Beitrags aufgefordert. Aufgabenstellung und Umfang der auszuarbeitenden Unterlagen werden mit der Einladung für die 2. Stufe den ausgewählten Bietern mitgeteilt. Die Leistung der Entwicklung und Präsentation des konzeptionellen Beitrags wird pauschal mit 3000 Euro netto inklusive Nebenkosten und Reisekosten honoriert. Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsphasen. Mit dem Abschluss des Vertrags werden in einer ersten Stufe die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 3 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung) gemäß HOAI 2021 § 34 entsprechend spezifiziertem Leistungsbild vergeben. Die zweite Stufe entspricht den Leistungsphasen 4 bis 9 gemäß HOAI 2021 § 34 entsprechend spezifiziertem Leistungsbild. Wesentliche Voraussetzung für die Vergabe der zweiten Stufe ist ein Baubeschluss durch den Rat der Stadt Köln. Eine mögliche Vergabe der zweiten Stufe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt schriftlich. Aus der stufenweisen Beauftragung beziehungsweise Nichtbeauftragung der zweiten Stufe ergibt sich kein Anspruch für den Auftragnehmer auf eine höhere beziehungsweise zusätzliche Vergütung. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen besteht nicht. Der Honorarvertragsentwurf mit detailliertem Leistungsbild ist dieser Auftragsbekanntmachung beigefügt (siehe die Anlage). Alle weiteren Anlagen sind zu beachten.

CPV 71240000, 71221000
Bewertung

Zuschlagskriterien

5 Kriterien
  • quality

    Erfüllung der Anforderungen, Stringenz der Positionierung zentraler Elemente, der Besucherführung, Barrierearmut, Flexibilität, Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz A. Funktionale Gesamtorganisation (maximal 7 Punkte) Nachweis Punkte Organisation unklar oder widersprüchlich 0 Grundstruktur erkennbar, jedoch mit funktionalen Brüchen 2 Schlüssige, weitgehend stringente Organisation 4 Sehr klare, in sich konsistente und räumlich wie funktional überzeugende Gesamtstruktur 7 B. Besucher*innenführung und Orientierung (maximal 6 Punkte) Nachweis Punkte Wegeführung nicht nachvollziehbar 0 Grundsätzlich funktionierend, jedoch mit Schwächen 2 Klar strukturierte, gut verständliche Besucherführung 4 Vorbildliche, intuitive und logisch überzeugende Besucherführung 6 C. Barrierearmut und Nutzungsflexibilität (maximal 6 Punkte) Nachweis Punkte Nicht oder unzureichend berücksichtigt 0 Teilweise berücksichtigt 2 Gut integrierte Lösungen 4 Vorbildlich und konzeptionell überzeugend integriert 6 D. Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz (maximal 6 Punkte) Nachweis Punkte Problematischer oder unangemessener Umgang 0 Teilweise nachvollziehbar 2 Angemessene und schlüssige Lösung 4 Besonders sensibler, qualitätssteigernder und überzeugender Umgang 6 Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C + D (maximal 25)

    25%
  • quality

    Ausdruck, Material- und Lichtkonzept, Atmosphäre, Angemessenheit für den Charakter des Ortes A. Architektonischer Ausdruck und Haltung (maximal 7 Punkte) Nachweis Punkte Kein klarer gestalterischer Ausdruck 0 Ansatzweise stimmig 2 Eigenständige und angemessene architektonische Haltung 4 Prägnanter, ortsangemessener und überzeugender Ausdruck 7 B. Materialkonzept inkl. Möblierung (maximal 6 Punkte) Nachweis Punkte Nicht schlüssig entwickelt 0 Teilweise überzeugend 2 Stimmig und durchgearbeitet 4 Präzise abgestimmt und atmosphärisch wirksam 6 C. Licht und Raumatmosphäre (maximal 6 Punkte)Nachweis Punkte Atmosphärisch nicht entwickelt 0 Ansätze erkennbar 2 Gute räumliche und atmosphärische Qualität 4 Sehr hohe atmosphärische und räumliche Qualität 6 D. Vertiefte Ausarbeitung Foyer (maximal 6 Punkte) Nachweis Punkte Nicht überzeugend 0 Grundsätzlich schlüssig 2 Gestalterisch gelungen 4 Besonders überzeugend und identitätsstiftend ausgearbeitet 6 Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C + D (maximal 25)

    25%
  • quality

    Betriebskostenbewusstsein, Einhaltung der Standards für Bibliothek/Archiv A. Technische Machbarkeit unter Einhaltung von Standards (maximal 4 Punkte) Nachweis Punkte Nicht nachvollziehbar oder nicht ausreichend nachgewiesen 0 Grundsätzlich plausibel und nachgewiesenermaßen berücksichtigt 1 Gut integriert und klar nachgewiesen 2 Sehr schlüssig und überzeugend gelöst und klar nachgewiesen 4 B. Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten (maximal 3 Punkte) Nachweis Punkte Kaum berücksichtigt 0 Teilweise berücksichtigt 1 Schlüssig integriert 2 Ganzheitlich und überzeugend umgesetzt 3 C. Wirtschaftlichkeit/Betriebskostenbewusstsein (maximal 3 Punkte) Nachweis Punkte Nicht ausreichend nachgewiesen 0 Grundsätzlich nachgewiesen und berücksichtigt 1 Schlüssig nachgewiesen und integriert 2 Klar nachgewiesen und überzeugend integriert 3 Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C (maximal 10)

    10%
  • quality

    Klarheit der Unterlagen, Verständlichkeit und Überzeugungskraft der Präsentation. A. Klarheit und Vollständigkeit der Unterlagen (maximal 4 Punkte) Nachweis Punkte Unübersichtlich und unvollständig 0 Verständlich und weitgehend vollständig 1 Gut strukturiert und vollständig 2 Sehr klar und überzeugend aufgebaut und vollständig 4 B. Nachvollziehbarkeit des Konzepts und der Präsentation (maximal 3 Punkte) Nachweis Punkte Schwer verständlich 0 Grundsätzlich erkennbar 1 Gut vermittelt 2 Präzise und überzeugend dargestellt 3 C. Qualität der Visualisierung (maximal 3 Punkte) Nachweis Punkte Unklar oder schwer verständlich, wesentliche Aussagen nicht erkennbar 0 Grundsätzlich nachvollziehbar, aber teils unpräzise/wenig anschaulich 1 Anschaulich, klar und überwiegend überzeugend dargestellt 2 Sehr anschaulich, präzise und überzeugend 3 Gesamtpunktzahl: Summe der Punkte aus A + B + C (maximal 10)

    10%
  • price

    Bewertet wird der angebotene Gesamtpreis für die ausgeschriebenen Leistungen. 0-30 Das preislich günstigste Angebot erhält die maximale Punktzahl von 30 Punkten; die übrigen Angebote werden auf dem Wege der linearen Interpolation nach folgender Formel bewertet: Punkte = Maximalpunktzahl × (Höchstpreis -Angebotspreis) /(Höchstpreis - Niedrigstpreis).

    30%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 30. Apr. 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 8. Juni 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

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