Architektenleistungen für Erweiterung der Wilhelm-Albrecht-Schule und Neubau einer Sporthalle in Höhn
Was wird ausgeschrieben
Die Heinrich-Haus gGmbH vergibt Architektenleistungen für die Erweiterung der Wilhelm-Albrecht-Schule in Höhn sowie den Neubau einer Sporthalle. Die Leistungen umfassen die Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9 gemäß HOAI 2021 für die Objektplanung Gebäude und Innenräume sowie besondere Leistungen. Die Wilhelm-Albrecht-Schule ist eine Förderschule mit den Schwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung. Die Vergabe erfolgt stufenweise.
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Die Heinrich-Haus gGmbH beabsichtigt die Erweiterung der Wilhelm-Albrecht-Schule in Höhn sowie den Neubau einer Sporthalle. Es werden folgende Leistungen stufenweise vergeben: - Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9 für die Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. § 34 Abs. 3 HOAI 2021, Teil 3, Abschnitt 1 i. V. m. Anlage 10 HOAI 2021 - Besondere Leistungen
Die Heinrich-Haus gGmbH aus Neuwied beauftragt Architektenleistungen für die Erweiterung einer Förderschule in Höhn (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) und den Neubau einer Sporthalle. Bei der Wilhelm-Albrecht-Schule handelt es sich um eine staatlich anerkannte Schule für Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen ganzheitliche und motorische Entwicklung, wo in kleinen Gruppen von sechs bis acht Schülern unterrichtet wird. Das Architektenmandat umfasst alle neun Leistungsphasen der HOAI 2021 für die Objektplanung — also von der Grundlagenermittlung bis zur Objektüberwachung — und wird stufenweise vergeben, das heißt in mehreren aufeinanderfolgenden Stufen beauftragt. Die Zuschlagskriterien bewerten zu 50 % die funktionale Qualität und Nutzbarkeit der Räume, zu 20 % den Preis und zu weiteren 30 % das Planungskonzept, die Projektteam-Struktur sowie die Berufserfahrung der Projektleitung und Objektüberwachung.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Nachweis von Referenzen für vergleichbare öffentliche Hochbauprojekte
- Eignung gemäß VOB/A bzw. HOAI
- Berufserfahrung der Projektleitung im Hochbau (mindestens 6 Jahre laut Zuschlagskriterium)
- Berufserfahrung in der Objektüberwachung (mindestens 6 Jahre laut Zuschlagskriterium)
- Fähigkeit zur Umsetzung eines Raumprogramms für eine Förderschule
- Organigramm mit Vertretungskonzept für Urlaubs- und Krankheitsfall
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Heinrich-Haus gGmbH beabsichtigt die Erweiterung der Wilhelm-Albrecht-Schule in Höhn sowie den Neubau einer Sporthalle. Die Wilhelm-Albrecht-Schule in Höhn ist eine staatlich anerkannte Schule mit den Förderschwerpunkten ganzheitliche und motorische Entwicklung. In kleinen Gruppen und Klassen von sechs bis acht Schülern werden die Bereiche Kognition, Wahrnehmung, Motorik, Sprache und die soziale und emotionale Entwicklung gefördert. Der Unterricht und die Unterrichtsziele werden auf der Grundlage des rheinland-pfälzischen Bildungsplanes für die Schulen mit ganzheitlichem Förderbedarf geplant. In einem Stufenkonzept werden die 12 Schuljahre in Unter-, Mittel-, Ober- und Werkstufe eingeteilt. Die Anfänge gehen zurück auf das Jahr 1977. Das Bestandsgebäude wurde 1980 errichtet und 2006 erweitert. Seit 2002 steht die Wilhelm-Albrecht-Schule unter Trägerschaft der Heinrich-Haus gGmbH. Aufgrund stetig gestiegener Schülerzahlen soll die Schule erweitert werden. Die Schule wird zukünftig ausgelegt sein für insgesamt 132 Schüler und Schülerinnen, davon 66 im Altbau und 66 im zu planenden Neubau. Im bestehenden Schulgebäude (Altbau), das insgesamt 9 Klassenräume umfasst, werden die Unter- und Mittelstufenklassen der Schule verbleiben. In dem neu zu errichtenden Gebäudeteil (Neubau) der Schule sollen die 10 Oberstufen und Werkstufenklassen der Schule mit ihren dazugehörigen Kursräumen untergebracht werden. Um kurze Wege zwischen Alt und Neubau zu schaffen, soll eine barrierefreie Lösung erarbeitet werden. Weitere Ausführungen und Anforderungen an die Planungsaufgabe sind der Projektbeschreibung (vgl. Dokument 02a_Projektbeschreibung) zu entnehmen. Weitere Unterlagen zum Projekt werden im Zuge der Angebotsaufforderung (Stufe 2) zur Verfügung gestellt. Lösungsvorschläge, §§ 76 Abs. 2, 77 VgV Im Zuge des Verhandlungsverfahrens wird von den Bietern erwartet, dass ein Vorentwurf für die Gebäudeplanung für die Erweiterungsmaßnahme (Neubau) inkl. Sporthalle in Form eines Lösungsvorschlags erarbeitet wird. Der Lösungsvorschlag ist erstmalig mit dem Erstangebot einzureichen. Genauer Anforderungen sind der Projektbeschreibung (vgl. 02a_Projektbeschreibung) und dem Dokument "06b_Hinweise Lösungsvorschlag" zu entnehmen. Hinsichtlich einer angemessenen Vergütung der Lösungsvorschläge gemäß § 77 Abs. 2 VgV ist ein Betrag von 15.000 EUR netto vorgesehen. Damit wird ein Arbeitsaufwand von ca. 150 Stunden abgedeckt. Der Anspruch auf Vergütung entsteht mit der Einreichung eines zuschlagsfähigen endgültigen Angebots zum vorgesehenen Submissionstermin. Kostenbudget Die Gesamtkostenprognose (KG 300-500, 700) liegt bei ca. 11,66 Mio. EUR netto, mithin 13,9 Mio. EUR brutto. Das vorgesehene Kostenbudget sollte nicht überschritten werden. Der öffentliche Auftraggeber beabsichtigt Fördermittel zu beantragen. Dementsprechend wird eine entsprechende Zuarbeit bei der Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln (inkl. Verwendungsnachweis) durch den Auftragnehmer erwartet. Termine Die Planungen sollen unmittelbar nach Beauftragung beginnen. Der Baubeginn ist im dritten Quartal 2027 vorgesehen, sodass ein Fertigstellungstermin im dritten Quartal 2029 ermöglicht werden kann. Leistungsumfang Es werden folgende Leistungen stufenweise vergeben: - Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9 für die Objektplanung Gebäude und Innenräume gem. § 34 Abs. 3 HOAI 2021, Teil 3, Abschnitt 1 i. V. m. Anlage 10 HOAI 2021 - Besondere Leistungen
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality50%
1.1. Funktionale Qualität und Nutzbarkeit der Räume: Bewertet wird die Qualität der Umsetzung des geforderten Raumprogramms sowie die funktionale Eignung der Räumlichkeiten für die Bedürfnisse einer Förderschule mit ganzheitlichen und motorischen Förderschwerpunkt. Die Raumorganisation soll förderliche Lern- und Lebensräume schaffen und logische Beziehungen zwischen den Funktionsbereichen herstellen und dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Ober- und Werkstufe berücksichtigen. Besondere Bedeutung hat die durchgängige barrierefreie Gestaltung gemäß DIN 18040-1 (uneingeschränkt rollstuhlgerecht), die allen Nutzern eine selbstständige und sichere Nutzung ermöglicht. (WZ: 15) 1.2 Bewertet wird die wirtschaftliche Konzeption des Entwurfs im Hinblick auf das Verhältnis zwischen Nutzflächen (NUF), Verkehrsflächen (VF), Technikflächen (TF) sowie Brutto-Grundflächen (BGF) und Brutto-Rauminhalt (BRI). Der Entwurf soll einen effizienten und sparsamen Umgang mit Flächen und Volumen aufweisen, ohne dabei die funktionalen Anforderungen zu beeinträchtigen. Die Kostenschätzung gemäß DIN 276 wird auf Plausibilität und Angemessenheit geprüft. Der Entwurf soll ein ausgewogenes Verhältnis von baulichem Aufwand und Nutzen für die Schulnutzung erreichen. (WZ 12,5) 1.3 Architektonisches Konzept und Materialität Bewertet wird die Stimmigkeit des Gesamtkonzepts als Ausdruck der Schulnutzung. Materialwahl und Gestaltung sollen dauerhaft, pflegeleicht und schulgerecht sein. Der Entwurf soll eine förderliche Atmosphäre für die Schulfamilie schaffen und die unterschiedlichen altersentsprechenden Entwicklungsumgebungen für die verschiedenen Stufen berücksichtigt. Die architektonische Gestaltung folgt dabei dem Grundsatz, dass die Qualität der Innenräume und deren Funktionalität Vorrang vor einer repräsentativen Außenwirkung haben. (WZ: 12,5) 1.4 Nachhaltige und zukunftsfähige Bauweise Bewertet wird die ökologische und energetische Qualität des Entwurfs unter Berücksichtigung der Anforderung, mindestens eine Qualität vergleichbar mit dem BEG Effizienzhaus 40 Standard zu erreichen. Der Entwurf soll durch nachhaltige, gesundheitsverträgliche Materialien und ein durchdachtes Energiekonzept überzeugen. Berücksichtigt werden zudem Anpassungsfähigkeit für künftige Nutzungsänderungen sowie Lebenszyklusaspekte hinsichtlich Betriebskosten, Wartungsfreundlichkeit und Dauerhaftigkeit. (WZ: 10)
- quality10%
2.1 Bitte erläutern Sie Ihr Konzept zum Ablauf der Planungsphase. Gehen Sie dabei auch darauf ein, welche Qualitätssicherungsmaßnahmen ergriffen werden, um eine sachgerechte Auftragsabwicklung sicherzustellen. Wie gestaltet sich u.a. das Termin- und Kostenmanagement und die Zusammenarbeit mit den Förderstellen? (WZ: 5) 2.2 Stellen Sie gesondert Ihr Konzept zum Ablauf der Baudurchführungsphase dar (u.a. Vorbereitung und Mitwirkung bei den Vergaben, Objektüberwachung / Bauleitung inkl. örtliche Präsenz, Organisation und Ablauf von Jour-Fixen, Umgang mit Störungen im Bauablauf hinsichtl. Nachtrags- und Änderungsmanagement). (WZ: 5)
- quality8%
3.1 Zeigen Sie die Zusammensetzung des Projektteams anhand eines Organigramms auf. Bitte erläutern Sie dabei Ihr Vertretungskonzept für den Urlaubs- und Krankheitsfall. (WZ: 4) 3.2 Bitte stellen Sie die für das Projekt geplanten Verfügbarkeiten des Projektteams und die Kapazitäten der Projektverantwortlichen (PL, stv. PL, BL, stv. BL) dar. Die Auslastung der Projektverantwortlichen durch anderweitige Projekte ist hier mitabzubilden. (WZ: 4)
- quality12%
4.1 Berufserfahrung des vorgesehenen Projektleitung (WZ: 6) 4.2 Berufserfahrung der vorgesehenen Objektüberwachung (WZ: 6)
- price20%
Das niedrigste Honorarangebot wird mit 5 Punkten bewertet. Angebote, die 50 % oder mehr über dem niedrigsten Angebot liegen, werden mit 0 Punkten bewertet. Angebote zwischen diesen Werten werden linear interpoliert.
Zeitplan
- 22. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert