Architektenleistungen für den Neubau eines Psychologie-Institutsgebäudes
Was wird ausgeschrieben
Das Land Hessen beauftragt mit der Justus-Liebig-Universität Gießen die Vergabe von Architektenleistungen für den Neubau eines Institutsgebäudes für den Fachbereich Psychologie. Das Projekt umfasst die Objektplanung gem. § 34 HOAI für ein Gebäude mit rund 4.000 m² Nutzfläche auf dem Campus Gießen. Der Auftrag wird im Verhandlungsverfahren mit Lösungsvorschlägen nach § 17 VgV ausgeschrieben und dient der Schaffung moderner Forschungsinfrastruktur für ein psychologisches Excellenzcluster. Die Angebotsfrist endet im Juni 2026.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Land Hessen und die Justus-Liebig-Universität Gießen beabsichtigen die Errichtung eines neuen Institutsgebäudes für den Fachbereich Psychologie. Das Gebäude soll das aktuell einzige deutsche Excellenzcluster mit psychologischem Schwerpunkt beinhalten. In diesem soll Forschung mit modernsten Methoden der Verhaltens- und Neurowissenschaften angewendet werden. Die Bearbeitung des Forschungsprogramms in interdisziplinären Teams erfordert einen Ausbau und die räumliche Verzahnung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Vertiefungsbereiche in einem integrativen Gebäude-, Raum- und Großgerätekonzept. Das Gebäude soll an der nördlichen Grenze des Campus Kultur- und Geisteswissenschaften im Bereich des Philosophikum I, in unmittelbarer Nachbarschaft zum "International Graduate Centre for the Study of Culture" (GCSC), errichtet werden. Verhandlungsverfahren mit Lösungsvorschlägen nach § 17 VgV zur Vergabe von Leistungen der Objektplanung Gebäude gem. §34 HOAI.
Ausgeschrieben werden die Architekten- und Planungsleistungen für den Neubau eines Institutsgebäudes für den Fachbereich Psychologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Projekt dient der Schaffung moderner Forschungsinfrastruktur für ein psychologisches Excellenzcluster und umfasst die Objektplanung gem. § 34 HOAI für ein Gebäude mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzfläche. Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens mit Lösungsvorschlägen nach § 17 VgV können Bieter bereits im Vorfeld konkrete räumliche und technische Konzepte einreichen, wofür sie eine gesonderte Vergütung erhalten. Die Vergabe erfolgt nach Kriterien wie Teamkompetenz, Methodik und der Qualität des Lösungsvorschlags. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: OP Geb.)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis der Planungszulassung nach HOAI
- Selbsterklärung zur Ausschlussfreiheit
- Erfahrung mit Hochschul- oder Forschungsbauten
- Fähigkeit zur Einreichung von Lösungsvorschlägen
- Nachweis angemessener technischer und fachlicher Ausstattung
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Ausschlussgründe (namentlich §§ 123, 124 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, 19 Mindestlohngesetz, 21 Arbeitnehmerentsendegesetz, 98c Aufenthaltsgesetz, 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, 22 Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz) werden dem nationalen Recht entsprechend geprüft. Verlangt wird eine Eigenerklärung (734 EU), dass keine Ausschlussgründe (siehe oben) vorliegen. gemäß nationalem Recht
Aufteilung in Lose
1 LotDas Land Hessen und die Justus-Liebig-Universität Gießen beabsichtigen die Errichtung eines neuen Institutsgebäudes für den Fachbereich Psychologie auf dem Campus der Kultur- und Geisteswissenschaften. Ziel des Verhandlungsverfahrens mit Lösungsvorschlägen nach § 17 VgV ist die Vergabe von Architektenleistungen (Objektplanung Gebäude gem. § 34 HOAI 2021). Eine Vergütung/Entschädigung für die Erarbeitung der Lösungsvorschläge ist vorgesehen. Es soll ein Gebäude mit rund. 4.000 m² BGF mit bis zu vier Vollgeschossen ohne Untergeschoss für Forschung und Lehre entstehen. Mitarbeiter bzw. Forscher und Forscherinnen werden unter anderem in physiopsychischen Laboren und insbesondere auch mit medizinischen Großgeräten (z. B. einem MRT, EEG-Kabinen) arbeiten und lehren. Mit dem Neubau werden die notwendigen Voraussetzungen für neue Forschungsinfrastrukturen sowie Bürofläche für 11 Professuren und deren vielfältige Arbeitsgruppen geschaffen. Insgesamt sollen rund 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie technisch/administrativ Personal in dem neuen Gebäude tätig sein. Zusätzlich werden flexible Arbeitsflächen für M.Sc./B.Sc.-Studierende in forschungsorientierten Studienmodulen geschaffen. Die Obergrenze der Kosten für die Maßnahme wird für die Kostengruppen 300+400 wie folgt festgelegt: 21.030.000 Euro brutto. Geplanter Baubeginn: III Quartal 2029
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality23%
- Organisation Projektteam: Teamstruktur, Aufgabenverteilung innerhalb des Projektteams über die LPH der HOAI (bspw. anhand Organigramm, Personaleinsatzkonzept), - Fachliche und soziale Kompetenz des Projektleiters und des stellvertretenden Projektleiters: Ausbildung, Qualifikation, Erfahrung, persönliche Referenzen (mit vergleichbarer Aufgabenstellung und ähnlichem Umfang), Kommunikationsfähigkeit, Durchsetzungsvermögen; persönliche Vorstellung des Projektleiters - Verfügbarkeit Projektteam: Verfügbarkeit und Präsenz der Projektbeteiligten vor Ort (während Planung, Bauüberwachung und Projektabschluss)
- quality18%
Darstellung der Arbeitsstruktur und Methodik zur Sicherstellung des Projekterfolgs zur Einhaltung der Kosten, Termine und Qualitäten: Erläuterung der Methoden, Instrumente und Organisation von Kommunikation aller Projektbeteiligten (Bauherr, Nutzer, Fachplaner und sonstige Beteiligte wie z. B. Stadt), Planung der Planung, Termin- und Kostensteuerung, Entscheidungs-, Änderungs-, Nachtrags- und Schnittstellenmanagement sowie Berichtswesen, Abwicklung der Bauüberwachung, Baulogistik und Dokumentation
- quality35%
- Bewertung des Lösungsvorschlags durch ein fachlich besetztes Bewertungsgremium anhand folgender Kriterien: städtebauliche Einfügung und Erschließung, Architektur- und Gestaltungsqualität, funktionale und räumliche Qualität (Nutzungsqualitäten), Programmerfüllung (Umsetzung Raumprogramm), Barrierefreiheit, Wirtschaftlichkeit (Flächenkennzahlen, Gebäudeunterhalt), Umweltschutz / Nachhaltigkeit / Energieeffizienz, Möglichkeit der intelligenten und qualitätsvollen Integration der Haustechnik in die Architektur
- cost21%
Grundleistungen und Besondere Leistungen einschl. Nebenkosten
- cost3%
Stundensätze
Zeitplan
- 4. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 1. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung