Arbeitsmarktdienstleistung zur Stabilisierung der Leistungsfähigkeit
Was wird ausgeschrieben
Der Kreis Recklinghausen vergibt eine Arbeitsmarktdienstleistung mit dem Förderziel der Herstellung der Prozessfähigkeit und Stabilisierung der Leistungsfähigkeit. Die Maßnahme richtet sich an Personen, die Unterstützung bei der Wiederherstellung des Kontaktes zum Fallmanagement benötigen. Der Auftrag umfasst die Stärkung der Mitwirkung in der Fallsteuerung, die Förderung lebenspraktischer Kompetenzen sowie die Anbindung an flankierende Unterstützungsangebote wie Wohnungslosenhilfe, Schuldnerberatung und Suchtberatung.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Vergeben wurde ein Auftrag über die die Durchführung einer Arbeitsmarktdienstleistung mit dem Förderziel "Herstellung der Prozessfähigkeit und Stabilisierung der Leistungsfähigkeit".
Der Kreis Recklinghausen vergibt einen Auftrag über eine Arbeitsmarktdienstleistung, die Menschen dabei unterstützt, wieder Kontakt zum Fallmanagement zu bekommen und ihre Leistungsfähigkeit zu stabilisieren. Die Maßnahme richtet sich an vulnerable Personengruppen, die aufgrund sozialer Probleme (Wohnungslosigkeit, Überschuldung, Sucht) Unterstützung benötigen, und soll ihre lebenspraktischen Kompetenzen stärken sowie sie an weiterführende Hilfsangebote (z. B. Schuldnerberatung, sozialpsychiatrische Dienste) anbinden. Bewerber müssen nachweisen, dass sie Erfahrung mit der Zielgruppe haben und in der Lage sind, individuelle Unterstützungspläne zu entwickeln. Die Vergabe erfolgt anhand von Qualitätskriterien (70 %) und Preis (30 %).
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Erfahrung mit der Zielgruppe (wohnungslose, überschuldete oder suchtkranke Personen)
- Nachweisliche Kompetenz in der Fallsteuerung und Fallbegleitung
- Fähigkeit zur Anbindung an flankierende Unterstützungsangebote
- Methodenkompetenz zur Förderung lebenspraktischer Kompetenzen
- Eignung nach den Vorgaben des öffentlichen Auftraggebers
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotDabei liegt der Fokus auf der Stärkung der Mitwirkung in der Fallsteuerung, Förderung der lebenspraktischen Kompetenzen, der Stabilisierung der Rahmenbedingungen & Leistungsfähigkeit. Ziel der Maßnahme ist die Wiederherstellung des Kontaktes zum Kunden, die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Kunden und Fallmanagement, die Anbindung an weiterführende bzw. flankierende Unterstützungsangebote (Wohnungslosenhilfe, Schuldnerberatung, Suchtberatung, sozialpsychiatrischer Dienst, Soziotherapie, Berufsberatung (Reha)), die Stabilisierung der Rahmenbedingungen, Schaffung von Tagesstruktur, Vermittlung lebenspraktischer Kompetenzen und Annäherung an den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt. Die Maßnahme wird in zwei Module (Basis- und Aktivierungsmodul) unterteilt. Die Teilnehmer können einem oder nacheinander beiden Modulen zugewiesen werden. Die Zuweisung zum Aktivierungsmodul kann nach dem erfolgreichen Abschluss des Basismoduls erfolgen. Das Aktivierungsmodul kann auch ohne das Basismodul gewählt werden. Das Maßnahmeziel des Basismoduls ist erreicht, wenn die Aufarbeitung der individuellen Problembereiche in mindestens 8 Sitzungen innerhalb von 3 Monaten mit dem Teilnehmenden erfolgt ist, Lösungsschritte erarbeitet wurden und ein Kooperationsplan infolge eines Dreierge-spräches zwischen dem Teilnehmenden, dem sozialpädagogischen Personal des Auftrag-nehmers und dem Auftraggeber erfolgt ist. Zum Ende der Maßnahme muss der Träger zu je-dem Teilnehmenden individuell einen Bericht fertigen. Der Bericht muss Empfehlungen zu weiteren Integrationsfortschritten enthalten (z.B. Teilnahme an dem Aktivierungsmodul, Teil-nahme an einer AGH, Teilnahme an einer Qualifizierungsmaßnahme). Das Maßnahmeziel des Aktivierungsmoduls ist erreicht, wenn nach 6 Monaten die Teilneh-menden derart stabilisiert wurden, dass sie eine Tagestruktur erlangt haben, die die Teilnahme an einem niederschwelligen Maßnahmeangebot z.B. AGH ermöglicht. Sollten be-reits realisti-sche, berufliche Perspektiven entwickelt worden sein, kann ggf. sogar, in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, eine Qualifizierungsmaßnahme angestrebt werden. (Die Gesamtkonzeption (Inhalt, Durchführung und Methodik) wird nicht durch die beauftragen-de Behörde vorgegeben und ist im Angebotskonzept darzulegen. Auf die Voraussetzungen in den Vertragsbestimmungen und den weiteren Regelungen dieser Leistungsbeschreibung ins-besondere unter B.2.1 wird ausdrücklich verwiesen.) Einzelheiten sind der beiliegenden Leistungsbeschreibung u entnehmen.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality21%
Hier war das Verständnis für die Zielgruppe darzulegen. Dabei sollten konkrete Erfahrungen aus ähnlichen Maßnahmen oder Projekten mit der relevanten Zielgruppe einbezogen werden. Die Ausführungen waren mit 4 Fallbeispielen zu hinterlegen, die typische Ausgangslagen zu Maßnahmestart darstellen.
- quality17.5%
Es waren 3 hypothetische Teilnahmen zu skizzieren. Aus den Darstellungen mussten hervorgehen: - die individuellen Problemlagen, - die ausgewählten Methoden, Fortschreibung, Kontrolle und Weiterentwicklung der individuellen Ziele
- quality14%
Es war darzulegen, welche Strategien und Methoden im Basismodul angewendet werden sollen, um die Teilnehmenden zur erreichen. Außerdem sollten die Strategien und Methoden dargelegt werden, die im Aktivierungsmodul zur sukzessiven Erhöhung der individuellen Präsenzzeit der Teilnehmenden angewandt werden sollen. Die Auswahl der Strategien und Methoden war anhand der Zielgruppe zu begründen.
- quality17.5%
Es war darzulegen, wie mit Teilnehmenden umgegangen wird, deren Entwicklung hinter den Erwartungen zurückbleibt bzw. bei denen ein Maßnahmeabbruch zu erwarten ist. Wertungsrelevant war das Gesamtbild der in diesem Zusammenhang geplanten Aktivitäten mit allen beteiligten Akteuren.
- price30%
Preis
Zeitplan
- 29. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert