Analytik von Grundwasserproben auf Stickstoff und Argon im Land Brandenburg

Was wird ausgeschrieben
Das Landesamt für Umwelt Brandenburg schreibt die chemische Analytik von insgesamt 1574 Grundwasserproben an 820 Messstellen aus. Der Auftrag umfasst den Probenversand, die Laboranalyse auf Stickstoff und Argon sowie die Plausibilitätsprüfung und Datenübergabe für die Zeiträume Herbst 2026 und Frühjahr 2027. Ziel ist die Überwachung des chemischen Zustands des Grundwassers gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Im Jahr 2000 wurde die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG) eingeführt. Ihre umweltpolitische Vorgabe ist u. a. das Erreichen eines guten chemischen Zustands für das Grundwasser bis 2027. Die Umsetzung in deutsches Recht erfolgt über die Grundwasserverordnung vom 9. November 2010 (letztmalige Änderung am 12. Oktober 2022). Darin sind bundesweit die Anforderungen für die Überwachung und Beurteilung des chemischen Zustands des Grundwassers geregelt. Nach der Grundwasserverordnung (GrwV 2010) ermittelt die zuständige Behörde (Landesamt für Umwelt Brandenburg - LfU) bei Überschreitungen von Schwellenwerten die flächenhafte Ausdehnung der Belastung. In Grundwasserkörpern (GWK), kann es zu Belastungen durch Schadstoffe im Grundwasser (GW) kommen. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass in Brandenburg GWK vor allem aufgrund diffuser Belastungen durch Nitrat und Ammonium in den schlechten chemischen Zustand eingestuft werden.
Das Landesamt für Umwelt Brandenburg sucht ein Labor für die Untersuchung von Grundwasserproben. Dabei geht es um die Bestimmung von Stickstoff- und Argon-Werten, um den chemischen Zustand des Grundwassers im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu überwachen. Insgesamt müssen über zwei Zeiträume (Herbst 2026 und Frühjahr 2027) 1574 Proben analysiert und die Ergebnisse an das Landesamt übermittelt werden. Der Auftrag beinhaltet neben der reinen Laborarbeit auch die Organisation des Probenversands und die Prüfung der Daten auf Plausibilität.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand der Rahmenvereinbarung sind die Organisation des Probenversands sowie die chemische Analytik der Proben im Labor, die Überprüfung der ermittelten Analysenwerte auf Plausibilität und die Übergabe der Werte an das LfU. Es sind insgesamt 1574 Proben an 820 Messstellen auf Stickstoff und Argon zu analysieren. Davon der erste Teil (819 Proben) im Anschluss an die Herbstbeprobung 2026 (September bis Oktober) und der zweite Teil (weitere 755 Proben) im Anschluss an die Frühjahrsbeprobung 2027 (März bis April). Voraussetzung für die Frühjahrsbeprobung ist die automatische Verlängerung der Leistungen aus dem Vertrag VB-26-148 (EU WRRL Grundwassermonitoring); diese Vergabe ist parallel zu den hiesigen Leistungen ausgeschrieben.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price50%
Angebotssumme netto zzgl. Nebenkosten und der vom Auftraggeber zu tragenden Umsatzsteuer
- quality50%
5 Punkte bei Einhaltung aller vorgegebenen Bestimmungsgrenzen 4 Punkte bei Abweichung von der vorgegebenen Bestimmungsgrenze mind. eines Parameters um 25 % 3 Punkte bei Abweichung von der vorgegebenen Bestimmungsgrenze mind. eines Parameters um 50 % 2 Punkte Abweichung von der vorgegebenen Bestimmungsgrenze mind. eines Parameters um 75 % 1 Punkt bei Abweichung von der vorgegebenen Bestimmungsgrenze mind. eines Parameters um 100 % 0 Punkte bei Abweichung von der vorgegebenen Bestimungsgrenze mind. eines Parameters um mehr als 100 %"
Zeitplan
- 15. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 31. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung