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Ärztliches Zweitmeinungsverfahren bei orthopädischen Erkrankungen

D
Hamburg, Germany·Veröffentlicht 7. Juli 2026
GesundheitswesenMedizinische DienstleistungenGesundheitswesenSozialversicherungGesundheitswesenAerztliche DienstleistungenKrankenkasseGutachterwesenOrthopaedie
Auftragswert
~€800k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
4. Aug. 2026
29 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die DAK-Gesundheit schreibt die Erbringung eines unabhängigen ärztlichen Zweitmeinungsverfahrens für orthopädische Eingriffe aus. Der Auftragnehmer koordiniert den gesamten Prozess, von der Einholung medizinischer Unterlagen bis zur Erstellung fachärztlicher Gutachten gemäß § 27b SGB V. Der Vertrag ist auf eine Laufzeit von 720 Tagen ausgelegt.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Gegenstand der Beschaffung ist die Erbringung eines unabhängigen ärztlichen Zweitmeinungsverfahrens bei orthopädischen Erkrankungen, einschließlich der Erstellung schriftlicher Zweitmeinungsgutachten zur Beurteilung der Indikation und des Nutzens empfohlener orthopädischer Operationen sowie der Risikobeurteilung einer medizinisch nicht indizierten Indikationsausweitung auf der Grundlage von § 27b SGB V. Die Leistung umfasst orthopädische Eingriffe, die Gegenstand der geltenden Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über die Konkretisierung des Anspruchs auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung sind, sowie ergänzend weitere orthopädische Indikationen gemäß der Satzung der DAK-G.

VergabeHero-Einschätzung

Die DAK-Gesundheit sucht einen Partner für die Durchführung von ärztlichen Zweitmeinungen bei orthopädischen Operationen. Dabei geht es darum, dass Patienten vor geplanten Eingriffen eine unabhängige fachärztliche Einschätzung erhalten, um unnötige Operationen zu vermeiden. Der Auftragnehmer übernimmt dabei die gesamte Organisation: Er nimmt Kontakt zu den Versicherten auf, sammelt die medizinischen Unterlagen und lässt diese von erfahrenen Fachärzten bewerten. Das Verfahren basiert auf gesetzlichen Vorgaben zur Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung und umfasst sowohl die vom Gemeinsamen Bundesausschuss festgelegten Eingriffe als auch weitere orthopädische Leistungen der DAK.

Eignung

Zentrale Anforderungen

4 Punkte
  • Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB
  • Facharzt mit mindestens fünf Jahren Operationserfahrung für die Begutachtung
  • Vollständige Einreichung aller unternehmensbezogenen Nachweise
  • Einhaltung der Vorgaben gemäß § 27b SGB V

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.

Eignungskriterien (Volltext)

Es wird auf die Vorgaben der Vergabeunterlagen und die geltenden Vergabevorschriften (insbesondere die §§ 123, 124 GWB) verwiesen. Dies gilt für alle nachfolgend aufgeführten Ausschlussgründe gleichermaßen. Unvollständige Angebote können vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden. Die Auftraggeberin behält sich vor, die Bieter unter Setzung einer Frist und Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen. Die Nachforderung von leistungsbezogenen Unterlagen, die die Wirtschaftlichkeitsbewertung der Angebote anhand der Zuschlagskriterien betreffen, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Preisangaben, wenn es sich um unwesentliche Einzelpositionen handelt, deren Einzelpreise den Gesamtpreis nicht verändern oder die Wertungsreihenfolge und den Wettbewerb nicht beeinträchtigen. Im Übrigen gilt § 56 Abs. 2 und 3 VgV.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Ärztliches Zweitmeinungsverfahren bei orthopädischen Erkrankungen

Die DAK-Gesundheit schreibt im Wege eines Selektivvertrags nach § 140a SGB V i.V.m. § 27b SGB V die Erbringung unabhängiger ärztlicher Zweitmeinungsgutachten für orthopädische Eingriffe aus. Der Auftragnehmer übernimmt die vollständige Koordination des Zweitmeinungsprozesses: Nach einem telefonischen oder digitalen Erstkontakt mit dem Versicherten werden die medizinischen Unterlagen eingeholt, durch einen zugelassenen Facharzt mit mindestens fünf Jahren Operationserfahrung nach Aktenlage bewertet und das fertige Gutachten innerhalb von 3-5 Werktagen in einem Beratungsgespräch erläutert. Das Gutachten enthält eine evidenzbasierte Empfehlung, ob eine Operation medizinisch indiziert oder eine konservative Behandlung vorzuziehen ist. Bei Abweichung vom Erstbefund kann auf ausdrücklichen Wunsch des Versicherten ein Arzt-Arzt-Kontakt hergestellt werden. Der Auftragnehmer stellt einen telefonischen Beratungsservice (Mo-Fr, 9-18 Uhr) sowie einen Online- und Postweg bereit. Der Auftragnehmer liefert der DAK-Gesundheit monatliche Reports auf Basis nicht-versichertenbezogener statistischer Kennzahlen. Darüber hinaus führt der Auftragnehmer anlassbezogen strukturierte Nachbefragungen der Versicherten zur Qualitätssicherung und Evaluation durch, deren Ergebnisse in einem strukturierten Evaluationsbericht aufbereitet und der DAK-Gesundheit zur Verfügung gestellt werden. Vergütet wird eine Pauschale pro erstellter Zweitmeinung; der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren mit zweimaliger Verlängerungsoption um je ein Jahr.

CPV 85121200720 Tage Laufzeit
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 7. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 4. Aug. 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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