Anlage_2.2_SSB_Kommunikationsrichtlinie.pdf

Rahmenvertrag für Influencer-Marketing-Dienstleistungen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 16.09.2026, 00:03 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.tender24.de

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Interne Social Media Guideline der Stuttgarter Straßenbahnen AG Das Internet ist heutzutage fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Dabei gewinnt vor allem

die Nutzung von Social Media Angeboten immer mehr an Bedeutung. Der Begriff „Social

Media“ bezeichnet eine Vielfalt digitaler Medien und Technologien, die es Nutzern

ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in

Gemeinschaft zu gestalten (User Generated Content). Soziale Interaktionen und Kollaboration

in sozialen Netzwerken gewinnen zunehmend an Bedeutung und wandeln mediale Monologe

(one to many) in sozial-mediale Dialoge (many to many). Die Begriffe „Web 2.0“ und „Soziale

Netzwerke“ werden synonym zum Begriff „Social Media“ verwendet. Social Media lässt sich in

fünf Gruppen einteilen:

  • Soziale Netzwerke

Facebook, Xing, StudiVZ, meinVZ,…

  • Blogs

Blogger, WordPress, Twitter,…

  • Wikis

Wikipedia,…

  • Bilder/Videos

YouTube, flickr, sevenload,…

  • Bookmarking

Mister Wong, del.icio.us, dig,…

Wird also von Social Media gesprochen ist immer eine bestimmte Art und Weise, das Internet

zu nutzen, gemeint. Inhalte werden nicht mehr nur passiv konsumiert, sondern Meinungen

und Erfahrungen einer größeren Öffentlichkeit präsentiert und untereinander ausgetauscht.

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Die wachsende Beliebtheit von Social Media ist auch für Unternehmen von großer Bedeutung,

denn Nutzer sprechen im Internet über Firmen, diskutieren über neue Technologien und

empfehlen Produkte. Social Media kann helfen Trends frühzeitig zu erkennen, auf Kritik zu

reagieren und eigene Themen anzustoßen. Mit ihrem Expertenwissen können Mitarbeiter

Diskussionen im Internet bereichern und nützliche Anregungen für ihre Arbeit finden.

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG verfolgt mit Social Media mehrere Ziele

  • Integration der Social Media Kanäle in den bestehenden Marketing-Mix

  • Kundendialog

in diesem Zusammenhang auch Kundenbindung

  • Auffrischung und Präsentation der Marke „SSB“

  • Vermarktung der Drittgeschäfte

Stuttgart Tour, Straßenbahnwelt, kulturschiene, Killesbergbahn

Die Stärken der Social Media Angebote liegen für die SSB im Dialog mit den Kunden, in der

Erhöhung der Kundenreichweite im Internet, in den geringen Kosten sowie in der

Durchführung einer kostenlosen Marktforschung. Durch den besseren Kundendialog kann sich

die SSB ansprechbar und kundennah präsentieren und somit Kunden dazu gewinnen, dass

diese zum Multiplikator und Werbeträger des Unternehmens werden. Damit liegen die

Chancen in einer beschleunigten Kommunikation, in der Aktualität der Informationen, in der

Verbesserung des Images, in der Transparenz und Sympathie sowie in der Unterhaltung.

Zusätzlich erhält die SSB Verbesserungsvorschläge und neue Ideen, die sonst eventuell nie

angedacht geworden wären.

Da es beim Umgang mit diesen Kommunikationsmitteln noch Unsicherheiten geben kann und

um auf die Möglichkeiten und Risiken der privaten als auch beruflichen Nutzung zu

informieren, wurden folgende Hinweise zusammengestellt. Soweit es dabei nicht um

gesetzlich vorgeschriebene Dinge geht, handelt es sich ausdrücklich nicht um Gebote, sondern

um Empfehlungen, die beim Umgang mit Social Media helfen sollen.

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1 Vereinbarungen

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG nutzt Social Media zum Kundendialog. Dabei werden als

Social Media Kanäle sowohl Twitter als auch Facebook eingesetzt. Die SSB besitzt zwei

Facebook-Seiten, eine für die SSB selbst und eine für die Straßenbahnwelt. Mitarbeitern der

SSB ist die Nutzung von Social Media zu geschäftlichen Zwecken gestattet, wenn diese als

Verantwortliche Person dazu beauftragt worden sind. Halten Sie sich dabei bei allen

Aktivitäten an die Gesetze und arbeitsrechtlichen Verpflichtungen, sowie an die vorliegenden

Social Media Guidelines.

2 Rechtliche Rahmenbedingungen

Halten Sie sich an geltendes Recht und berücksichtigen bei allen Veröffentlichungen

insbesondere die Urheber-, Persönlichkeits- und Markenrechte als auch die

Datenschutzbestimmungen. Veröffentlichen Sie keine verleumderischen, beleidigenden oder

anderweitig rechtswidrigen Inhalte, sowie nichts über Dritte, ohne dies vorher mit den

betroffenen Personen abgesprochen zu haben.

3 Geheimhaltungsverpflichtung

Vertrauliche Informationen, die Sie im Rahmen Ihrer Anstellung erhalten, sowohl über die SSB

oder auch über Dritte, dürfen nicht verbreitet werden. Bei Unsicherheit, ob eine bestimmte

Information veröffentlicht werden darf, fragen Sie bei Ihrem Vorgesetzten oder der

Pressestelle nach. Im Zweifelsfall sollten Sie immer auf die Veröffentlichung verzichten.

4 Transparenz als Unternehmensangehörige

Bei unternehmensbezogenen Äußerungen treten Sie immer unter eigenem Namen auf, geben

Ihre Funktion und eine Kontakt- bzw. Rückmeldemöglichkeit an. Sie sollten sich dabei nicht

verstellen, sondern zeigen wer Sie sind. Wenn Sie also für die SSB im Internet aktiv sind bzw.

SSB-Interessen vertreten, stehen Sie dazu. Denn zu einer offenen Kommunikation im Web

zählt auch, dass Sie Ihren Hintergrund offen legen. Transparenz können Sie beispielsweise

durch einen Hinweis (Disclaimer) sicherstellen, welcher an den Diskussionsbeitrag angehangen

wird.

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5 Persönliche Verantwortung

Veröffentlichen Sie überlegt, schützen Sie ihre eigene Privatsphäre und respektieren Sie die

der anderen. Es kann auch vorkommen, dass Sie bei privater Nutzung von Social Media auf

berufliche Kontakte stoßen oder mit Fragen zu Ihrem Beruf konfrontiert werden. In diesem

Fall sollte Ihnen Ihr Privates nicht peinlich sein müssen. Beachten Sie deshalb, dass alles, was

einmal veröffentlicht wurde, sich nur schwer wieder vollständig aus dem Netz entfernen lässt.

6 Öffentliche Kritik

Das eigene Unternehmen sowie Partner, Kunden und Lieferanten der SSB werden öffentlich

nicht kritisiert. Probleme werden intern diskutiert und geklärt.

7 Toleranz und respektvoller Umgang

Akzeptieren Sie die Meinungsfreiheit der anderen in Social Media und veröffentlichen Sie

keine beleidigenden oder diskriminierenden Inhalte. Vermeiden Sie jegliche Art von

Provokationen und Beleidigungen. Wird Ihr Gesprächspartner beleidigend, brechen Sie die

Gespräche ab.

8 Umgang mit Fehlern, Irrtümern und anderen Krisen

Geben Sie Fehler und Irrtümer ohne Umschweife zu und korrigieren diese umgehend, um

Missverständnisse oder Irritationen zu vermeiden. Reagieren Sie auch auf öffentliche Kritik

rasch. Fehlerhafte oder kritische Beiträge (Postings) werden nicht kommentarlos gelöscht,

sondern richtig gestellt. Das SSB-Redaktionsteam prüft sämtliche Beiträge und behält sich das

Recht vor, Beiträge ohne Begründung zu löschen. Dies gilt insbesondere für Beiträge, die

rechtswidrige Inhalte, Werbung für Dritte, Spam oder Beleidigungen enthalten oder in anderer

Form unsachgemäß sind. Weisen Sie auf fehlerhafte Beiträge, die Ihr Arbeitsgebiet betreffen,

sachlich und höflich hin. Legen Sie bei Veröffentlichungen immer Ihre Quellen offen, denn

dies zeugt von Respekt dem Urheber gegenüber und Sie gewinnen an Glaubwürdigkeit.

9 Kontinuierliches Engagement

Wenn Sie sich in Social Media engagieren, kommunizieren Sie regelmäßig und reagieren Sie

auf Kommentare, Fragen und Kritik. Nur wenn Sie aktiv das Gespräch suchen, sich in

Diskussionen zu Wort melden und auf Fragen antworten werden Sie im Internet ernst

genommen.

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10 Qualität der Inhalte

Langfristige, intensive und wertvolle Konversationen lassen sich nur mit qualitativ

hochwertigen Inhalten anstoßen bzw. bereichern. Wenn Sie also in Social Media

kommunizieren, bieten Sie Beiträge mit einem Mehrwert für die Leser an.

11 Trennung von Meinungen und Fakten

Sie sollten Missverständnisse vermeiden, indem Sie deutlich machen, welche Teile Ihrer

Aussagen Meinungen und welche Fakten darstellen. Zudem sollten Sie darauf hinweisen, ob

Sie Ihre persönliche Meinung oder die Unternehmensmeinung in Ihrer Aussage vertreten.

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