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Marienbad
Bad Marienberg
Anlage zum Bauantrag:
Beschreibung Technische
Gebäudeausrüstung
KANNEWISCHER Ingenieurgesellschaft mbH
Beuttenmüllerstr. 30 D-76530 Baden-Baden Tel.: +49 7221 9799 0 Fax: +49 7221 9799 70 mailto:info@kannewischer.com Web: www.kannewischer.com
erstellt: 28.04.2026 VR
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Inhaltsverzeichnis
1 ERLÄUTERUNGSBERICHT ZUR BAU- UND AUSFÜHRUNGSART H/L/S/BW ....................... 3
1.1 HERRICHTEN UND ERSCHLIEßEN ................................................................................ 3
1.1.1 ABWASSER AUßERHALB GEBÄUDE............................................................................ 3
1.1.2 WASSER AUßERHALB GEBÄUDE .............................................................................. 3
1.1.3 GAS AUßERHALB GEBÄUDE .................................................................................. 3
1.2 ENTWÄSSERUNG ............................................................................................... 4
1.2.1 ABWASSERANLAGEN KANALISATION GEBÄUDE ............................................................... 4 1.2.1.1 Schmutzwasser im Gebäude ............................................................... 4
1.2.1.2 Regenwasser im Gebäude.................................................................. 4
1.3 TRINKWASSERANLAGEN ........................................................................................ 4
1.3.1 TRINKWASSERVERTEILUNG .................................................................................. 4
1.3.2 3.2 WARMWASSERBEREITUNG ............................................................................... 4
1.3.3 GASANLAGEN ............................................................................................... 5
1.3.4 FEUERLÖSCHANLAGEN ...................................................................................... 5
1.4 WÄRMEVERSORGUNGSANLAGEN ................................................................................ 6
1.4.1 HEIZZENTRALE .............................................................................................. 6
1.4.2 WÄRMEVERTEILNETZ ........................................................................................ 6
1.5 LUFTTECHNISCHE ANLAGEN .................................................................................... 7
1.5.1 LÜFTUNGSZONEN / RAUMTEMPERATUREN / LUFTMENGE: ................................................... 7
1.5.2 KLEINANLAGEN .............................................................................................. 7
1.6 BADETECHNISCHE ANLAGEN .................................................................................... 8
P:\O-4444 Bad Marienberg\P-2278 Planung TGA\Planung\40 Genehmigungsplanung\41 Bauantrag\Erläuterungsbericht Technik\260428 Anlage zum Bauantrag.docx 2
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1 Erläuterungsbericht zur Bau- und Ausführungsart H/L/S/BW
1.1 Herrichten und Erschließen
Öffentliche Erschließung
1.1.1 Abwasser außerhalb Gebäude
Das Marienbad ist im Bestand an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Durch die
Sanierungsmaßnahme ist keine Veränderung der Erschließung geplant. Aktuell sind keine
Beschädigungen oder notwendige Ergänzungen der Leitungsführung in der Außenanlage oder
des Anschlusses an die Kanalisation bekannt. Eine Kamerabefahrung wurde empfohlen,
allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht durchgeführt.
Leitungen und Übergabeschächte im öffentlichen Raum sind demnach nicht berücksichtigt.
1.1.2 Wasser außerhalb Gebäude
Die öffentliche Erschließung Trinkwasser ist ebenfalls im Bestand in ausreichender Dimension
vorhanden. Auch hier sind keine Maßnahmen berücksichtigt
1.1.3 Gas außerhalb Gebäude
Die öffentliche Erschließung ans Gasnetz ist ebenfalls im Bestand in ausreichender Dimension
vorhanden. Auch hier sind keine Maßnahmen berücksichtigt
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1.2 Entwässerung
1.2.1 Abwasseranlagen Kanalisation Gebäude
1.2.1.1 Schmutzwasser im Gebäude
Die Schmutzwasser-Sammelleitungen werden in Kunststoffrohr HD-PE einschließlich der
Geräteanschlussleitungen ausgeführt. Wand- und Deckendurchfahrungen durch F90-Bereiche
werden mit Brandschutzmanschetten geschottet. Alle Sanitärleitungen werden über Dach
entlüftet und schwitzwasserisoliert ausgeführt.
Die Schmutzwasserkanalisation in der Bodenplatte bleibt im Bestand ohne Veränderung
bestehen.
1.2.1.2 Regenwasser im Gebäude
Die Regenwasserleitungen der Dachflächen werden innerhalb des Gebäudes als 1:1 Austausch
ersetzt. Die außenliegenden Regenfallrohre sind als Ersatz bei der Architektur in den Kosten
berücksichtigt.
Das gesamte Regenwasserrohrnetz im Gebäude wird bis zum Eintritt in das UG
schwitzwasserisoliert. Regenwassersammelleitungen im Untergeschoss bis zum
Gebäudeaustritt werden in Kunststoffrohr HD-PE ausgeführt.
1.3 Trinkwasseranlagen
1.3.1 Trinkwasserverteilung
Die Wasserversorgung des Marienbades erfolgt über eine bestehende Anschlussleitung
Stadtwasser bis in den Hausanschlussraum. Vorgesehen ist, dass die komplette Strecke ab der
Hauseinführung Trinkwasser mit Hauptabsperrarmatur, Hauptzähler sowie die nach
DIN EN 1988 erforderlichen Sicherheitseinrichtungen wie Rückflussverhinderer,
Druckminderer und Wasserfilter neu aufgebaut wird. Das Trinkwassernetz besteht großteils
aus dem Entstehungsjahr des Bades, sodass eine vollständige Erneuerung unbedingt empfohlen
wird.
Über eine Trinkwasserhauptverteilung im Bereich der Technik wird das Frischwasser auf die
unterschiedlichen Stränge verteilt. Die einzelnen Stränge werden nach Bereichen unterteilt
und nach technischen Erfordernissen mit Absperrventilen für Kalt-, Warm- und
Zirkulationsleitungen versehen. Sämtliche Steigstränge sind so angeordnet, dass sie im
Untergeschoss entleert werden können.
1.3.2 3.2 Warmwasserbereitung
Die Warmwasserbereitung für das Marienbad erfolgt über sogenannte Frischwasserstationen,
getrennt nach Bestand und Neu. Im Rahmen der Festlegung der Bauteile wurde definiert, dass
Teilbereiche (z.B. Sauna) weiter in Benutzung bleiben sollen. Zu beachten ist hierbei, dass es
durch die Mischinstallation zu einer Rückverkeimung kommen kann. Es wird in der weiteren
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Planung zu beachten sein, dass die Netze möglichst getrennt versorgt werden, sodass die
Gefahr so weit wie möglich minimiert wird.
Die Warmwasserinstallation wird nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 551 ausgeführt. Zur
Legionellen Prophylaxe in Warmwassersystemen von Bädern wird das Merkblatt 64.01 der
Deutschen Gesellschaft für das Badewesen e. V. berücksichtigt.
1.3.3 Gasanlagen
Die BHKWs und der Gas-Brennwertkessel soll an die Gasversorgung angeschlossen werden. Eine
Veränderung des Gasanschlusses des Gebäudes ist allerdings nicht vorgesehen.
1.3.4 Feuerlöschanlagen
Eine Feuerlöschanlage ist nicht vorgesehen.
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1.4 Wärmeversorgungsanlagen
1.4.1 Heizzentrale
Die Wärmeversorgung des Marienbades erfolgt aktuell über ein BHKW, das außerhalb des
Gebäudes als Containerlösung erstellt wurde. Neben dem BHKW, dass über eine
Nahwärmeleitung mit dem Bad verbunden ist, stehen zwei Gaskessel mit jeweils 930 kW
Leistung und BJ 1994 in der Heizzentrale des Bades.
Aktuell ist vorgesehen, dass das bestehende BHKW (Revision 2021) nicht weiter betrieben
werden soll. Das große bestehende BHKW wird durch zwei kleinere BHKWs im Gebäude ersetzt.
In der Heizzentrale wird ein neuer Gaskessel mit Abgasanlage und Pufferspeicher zur
Spitzenlastabdeckung installiert werden. Die genauen Technischen Anschlussbedingungen und
Ausführung dieser Energieerzeugung werden im weiteren Planungsablauf abgestimmt.
− BHKW 1
Thermisch: 113 kW
Elektrisch: 70 kW
Input 205 kW
− BHKW 2
Thermisch: 173 kW
Elektrisch: 99 kW
Input 291 kW
− Gas-Brennwertkessel
Thermisch: 600 kW
1.4.2 Wärmeverteilnetz
Die Wärmeverteilung erfolgt komplett neu ab dem Heizungshauptverteiler mit den folgenden
Heizgruppen: − Badewassererwärmung
− Raumlufttechnische Anlagen
− Statische Heizflächen
− Warmwasserbereitung
− Reserve
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1.5 Lufttechnische Anlagen
Für das Zentralbad sind mechanische Be- und Entlüftungsanlagen erforderlich. Diese werden
dimensioniert und ausgelegt entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Im
Speziellen: Die VDI 2089, die VDI 2052 und die KOK-Richtlinie.
Die Aufteilung der Lüftungsanlagen erfolgt nach der jeweiligen Zonenzuordnung mit
unterschiedlichen Raumtemperaturen. Damit wird sichergestellt, dass je Temperaturzone
der Lüftungsanlagen bei einem optimalen Wärmerückgewinnungsgrad betrieben werden
können.
.
1.5.1 Lüftungszonen / Raumtemperaturen / Luftmenge:
-
RLT01-BH Badehalle /ca. 32°C / 25.000 m³/h
-
RLT02-BB Bewegungsbad / ca. 34°C / 7.000 m³/h
-
RLT03-BB Umkleide/Duschen / ca. 26°C / 10.000 m³/h
-
RLT04-EN Eingang/Nebenräume / ca. 22°C / 4.000 m³/h
-
RLT05-SA Sauna / ca. 28°C / 12.000 m³/h
-
RLT06-KÜ Küche /Winter 20°C Sommer 26°C/ 4.500 m³/h
-
Technik 10.000 m³/h
-
Dezentrale Lüftung . 600 m³/h
Gesamtluftmenge (ohne Technik und dez. Lüftung) 62.500 m³/h
1.5.2 Kleinanlagen
Für folgende technischen Räume sind Kleinventilatoren zur mechanischen Entlüftung
vorgesehen:
Chemie (Lüftung in Kunststoffausführung)
Niederspannungshauptverteilung (NSHV)
Batterie / Sicherheitsbeleuchtung
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1.6 Badetechnische Anlagen
Die Aufbereitung des Badewassers erfolgt nach den Anforderungen des Beckenprogramms
sowie der Betriebsbedingungen nach DIN 19643. Die Anlagentechnik des bestehendes Bades ist
in Teilbereichen gut gepflegt und in einem guten Zustand, sodass diese Anlagenkomponenten
weiter betrieben und genutzt werden. Hierzu zählen z.B. die Filter mit Filterverrohrung und
pneumatischen Klappen, Umwälzpumpen und UV-Anlagen. Andere Anlageteile werden nach
Bedarf vollständig erneuert. Es findet im Rahmen der Planung eine Überprüfung entsprechend
Anforderungen nach DIN 19643 statt.
Als Füllwasser für die Badebeckenanlage und für den Stetszulauf wird Stadtwasser verwendet.
Alle Füllwässer werden mit dem Stetsablauf über Wärmerückgewinnung vorgewärmt und den
jeweiligen Rohwasserbehältern zugeführt.
Das Stetsablaufwasser wird in einem Spülwasserbehälter gesammelt und zur Spülung der Filter
verwendet.
Die Filteranlagen werden halbautomatisch betrieben, es besteht zudem im Bedarfsfall die
Möglichkeit von Hand in Betriebsabläufe einzugreifen.
Für sämtliche Pumpen sind Frequenzumformer vorgesehen.
Die Becken werden in folgenden Kreisläufen zusammengefasst:
Kreislauf 1: Bewegungsbecken (BWB) und Planschbecken (PB)
Kreislauf 2: Außenbecken (AB) bleibt ohne Veränderung in Betrieb und ist
nicht Umfang der Maßnahme
Kreislauf 3: Schwimmerbecken (SB)
Kreislauf 4: Frei-Kaltbecken (FKB)
Für die Einleitung des abgebadeten Wassers als Spülabwasser aus der Filterrückspülung liegt
eine Einleitgenehmigung vor.
Baden-Baden, 30.04.2026 BS/VR
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ppa. Bernd Schmezer
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