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Erweiterung eines Hochleistungsrechenclusters für verteilte KI-Experimente

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Gz.: VII 3 – 4.1.7. / 20-26

ANLAGE 2

Leistungsbeschreibung

„Leistungsbeschreibung für die Erweiterung der

Machine Learning Cloud Tübingen

am HLRS“

Auftraggeber

Eberhard Karls Universität Tübingen Zentrale Verwaltung VII – Finanzen Abteilung Einkauf Geschwister-Scholl-Platz D-72074 Tübingen

EU-Ausschreibung - offenes Verfahren nach § 119 GWB und VgV

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Inhaltsverzeichnis

  1. EINLEITUNG 4

  2. RAHMENBEDINGUNGEN 4

2.1. Infrastruktur und Betrieb 5

2.2. Begriffe, Abkürzungen und Definitionen 5

  1. BEWERTUNGSKRITERIEN 6

3.1. Anforderungen der Kategorie A, Ausschlusskriterien (K.o.-Kriterien) 6

3.2. Anforderungen der Kategorie B, Bewertungskriterien 6

  1. ORTSBESICHTIGUNG (VERPFLICHTEND): 6

  2. TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN UND KONFIGURATION 7

5.1. Übersicht Bestandsystem 7

5.2. Allgemeine Anforderungen 8

5.3. Netzwerke 15

5.3.1. Management-Netzwerk 15

5.3.2. Provisionierungsnetz 16

5.3.3. InfiniBand Netzwerk 18

5.4. GPU - Rechenknoten 20

5.5. CPU - Rechenknoten 23

5.6. Kühlung 25

5.7. Server Rack 27

5.8. Facility Access & Service 29

5.9. Clustererweiterung 29

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  1. LIEFERUNG UND AUFBAU 29

6.1. Leistungsumfang, Abnahme und Endkontrolle 31

  1. ANHANG 33

7.1. Technische Anschlussbedingungen für die Erweiterung des „Conway“ Clusters am HLRS 33

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Leistungsbeschreibung:

1. Einleitung

Die Eberhard Karls Universität Tübingen beabsichtigt die Beschaffung eines High Performance Computing Clusters als Teil der ML Cloud Tübingen. Der anzuschaffende Cluster soll die am HLRS betriebene Installation „Conway“ um weitere Compute Ressourcen erweitern. Das System soll hoch performante und verteilte KI Experimente für Wissenschaftler des Tübingen AI Centers, des Exzellenzclusters für Maschinelles Lernen in den Wissenschaften, Hertie AI und des Sonderforschungsbereichs „Robust Vision“ unterstützen. Vom Anbieter wird erwartet, dass er ein bindendes Angebot, passend zu den folgenden genannten Rahmenbedingungen, einreicht. Die Ausschreibung umfasst Lieferung, Aufbau, Inbetriebnahme und Abnahme des Gesamtsystems am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart, (HLRS), sowie Garantie, Reparaturen und Support.

2. Rahmenbedingungen

Das Gesamtsystem gliedert sich in verschiedene Teilkomponenten, die im Folgenden detailliert be- schrieben werden. Das Finanzvolumen für das Gesamtsystem beträgt 9.652.660,-€ (inkls. Mwst.) bzw. 8.111.479,-€ (ohne Mwst.) Ein Überschreiten der zur Verfügung stehenden Summe führt zum Ausschluss des Angebots.

Die Beschaffung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass zumindest ein Teil der für die Beschaffung zur Verfügung stehenden Mittel (492.660 Euro (inkl. Mwst)) rechtzeitig zum Jahresende abfließen und bis spätestens 31. Dezember 2026 verausgabt werden kann. Hierfür ist Voraussetzung, dass die Ausführung der Leistung in enger Abstimmung mit dem Auftrag- geber ggfls. auch Teillieferungen in der entsprechenden Auftragshöhe vorsieht und diese Teilliefe- rungen bis spätestens Mitte KW 51 geliefert und in Rechnung gestellt werden können. Mit Abgabe seines Angebots bestätigt der Bieter, bis spätestens zum hier angegebenen Termin und in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber, die geforderte (Teil-)Leistung erbringen zu können. Der Auftraggeber behält sich vor im Fall der Nicht-Einhaltung der vorab genannten Vereinbarung bzw. Lieferfrist vom von dem Finanzierungsvorbehalt betroffenen Teil-Auftrag zurückzutreten und den Gesamt-Auftragswert der Beschaffung entsprechend zu reduzieren. Im Fall eines solchen (Teil-)Rücktritts aus vorgenanntem Grund können vom Auftragnehmer keine Kosten oder Schadenersatz gegenüber dem Auftraggeber geltend gemacht werden.

Ansprechpartner am Tübingen AI Center der Universität Tübingen ist Herr Dr. Simon Kreuzer (simon.kreuzer@uni-tuebingen.de).

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2.1. Infrastruktur und Betrieb

Die Hardwarekomponenten werden am HLRS (Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart) installiert (Lieferadresse: Nobelstraße 19, 70569 Stuttgart, Deutschland) und von den Mitarbeitern des Tübingen AI Centers betreut. Die Stromversorgung, Anschluss an das Kühlungssystem und Netzwerkanschluss werden vom HLRS bereitgestellt. Informationen hierzu befinden sich im Anhang dieses Dokumentes (siehe Kapitel 7).

2.2. Begriffe, Abkürzungen und Definitionen Um Mehrdeutigkeiten zu verhindern, sind die in den von den Anbietern eingereichten Antworten, Konzepten und Angeboten verwendeten Begriffe und Abkürzungen entsprechend den folgenden Definitionen zu verwenden.

2.2.1. Definition: Gesamtsystem/Bestandsystem Das Gesamtsystem umfasst sämtliche Hard- und Softwarebestandteile dieser Ausschreibung und das Bestandsystem. Es beinhaltet sämtliche in diesem Dokument beschriebenen Rechnertypen, Chassis oder Bladecenter, Netzwerkkomponenten inklusive der notwendigen Kabelverbindungen sowie Plattenspeicher. Das Bestandsystem umfasst sämtliche Hard- und Softwarebestandteile sowie Infrastruktur, die bereits am HLRS verbaut wurden.

2.2.2. Definition: Server Ein Server bezeichnet eine Hardwareeinheit mit einer oder mehreren CPUs, eigenem Arbeitsspei- cher, eigener Systemfestplatte, eigenen Netzwerkkarten in einem eigenen Gehäuse. Mehrere Ge- häuse können unter Umständen in einem Chassis zusammengefasst werden.

2.2.3. Definition: Storage

Ein Storage bezeichnet eine Einheit aus einem oder mehreren Speichersystemen und, wenn not- wendig, einem oder mehreren Servern.

2.2.4. Definition: Speichermedien Der Ausdruck Speichermedien wird als Oberbegriff für alle Arten von Festplatten oder ähnlichem verwendet und umfasst sowohl Platten mit drehenden Komponenten als auch SSDs oder NVMe. Im Zweifel ist der genaue Typ immer präzise zu spezifizieren.

2.2.5. Definition: Reparaturfall Reparaturen sind auszuführen, wenn Meldungen in Logs auf CPU-, Cache-, Arbeitsspeicher- oder Plattenausfälle oder vergleichbare Störungen hinweisen oder die Homogenität des Systems nicht mehr gegeben ist, das System instabil ist oder überhaupt nicht mehr arbeitet.

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2.2.6. Definition: CPU-Kerne (Anzahl CPU-Kerne) Bei der Anzahl von CPU-Kernen pro Server wird von real existierenden, physischen Kernen ausge- gangen und nicht von der virtuell möglichen Anzahl an Kernen nach der Berücksichtigung von Hy- perthreading bzw. Simultaneous-Multithreading.

2.2.7. Definition: Byte Größen Im Kontext dieser Ausschreibung gelten folgende Größen: Megabyte 1.000.000 (Millionen) Byte Gigabyte 1.000.000.000 (Milliarde) Byte Terabyte 1.000.000.000.000 (Billionen) Byte

3. Bewertungskriterien

3.1. Anforderungen der Kategorie A, Ausschlusskriterien (K.o.-Kriterien) Alle Anforderungen, die als Ausschlusskriterien (A) gekennzeichnet sind, sind obligatorisch und müs- sen von dem Anbieter erfüllt werden. Angebote, die ein oder mehrere Ausschlusskriterien nicht erfüllen, werden nicht akzeptiert und das Angebot vom Verfahren ausgeschlossen. Alle Ausschlusskriterien sind Mindestanforderungen, die übertroffen werden können. Dieses führt jedoch nur dann zu einer besseren Bewertung, wenn die Anforderung zusätzlich auch explizit als Bewertungskriterium (B) aufgeführt ist.

3.2. Anforderungen der Kategorie B, Bewertungskriterien Alle mit (B) gekennzeichneten Anforderungen sind Bewertungskriterien, deren jeweiliger Erfüllungsgrad durch das Angebot mit Punkten bewertet wird. Die Nichterfüllung eines solchen Kri- teriums führt also nicht zum Ausschluss des Angebots, sondern zu einer Bewertung des jeweiligen Kriteriums mit null Punkten.

4. Ortsbesichtigung (verpflichtend):

Für die Erstellung eines aussagekräftigen Angebots wird die Teilnahme an einer Ortsbesichtigung am HLRS Stuttgart für zwingend erforderlich erachtet. Die Teilnahme an einer Ortsbesichtigung bildet eine zwingende Voraussetzung für die Zulassung eines zum Vergabeverfahren eingereichten Angebots.

Für die Durchführung der Ortbesichtigung ist der Zeitraum vom 07. September 2026 – 25. September 2026 vorgesehen. Für die Teilnahme ist (schriftlich) ein Termin zu vereinbaren.

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Ansprechpartner für die Terminvereinbarung ist: Simon Kreuzer Tel. 07071/29-70863 E-Mail: simon.kreuzer@uni-tuebingen.de

Die Frist für die Terminvereinbarung beginnt mit der Eröffnung des Vergabeverfahrens und endet spätestens am 21. September 2026 (12:00 Uhr).

Anmeldungen die außerhalb der genannten Fristen eingehen, können leider nicht berücksichtigt werden. Zwischen Anmeldung und Besichtigungstermin ist ein Vorlauf von wenigstens 3 Arbeitstagen einzukalkulieren.

Im Zuge der Ortsbesichtigung erhalten Sie einen entsprechenden Nachweis der Teilnahme (Vordruck: vgl. Anlage 6). Der Vordruck ist vorausgefüllt mit den Bieterangaben zum Termin mitzubringen und vom berechtigten Vertreter des Auftraggebers gegenzeichnen zu lassen. Der vom Auftraggeber unterzeichnete Nachweis ist dem Angebot beizufügen. Ohne Ortsbesichtigung und entsprechend mit dem Angebot eingereichter Bestätigung kann ein Angebot nicht gewertet werden und wird aus dem Verfahren ausgeschlossen.

Eine Kostenerstattung für die Teilnahme an der Ortsbesichtigung ist nicht vorgesehen.

Wir bitten um Beachtung, dass während der Ortsbesichtigung keine Bieterfragen beantwortet werden. Evtl. sich dort ergebende Bieterfragen sind schriftlich, im Anschluss an die Besichtigung, über das Vergabeportal zu stellen und werden darüber beantwortet.

5. Technische Spezifikationen und Konfiguration

5.1. Übersicht Bestandsystem

Die aktuelle Installation des Conway Clusters ist in zwei Racks untergebracht. In dem einen Rack befinden sich eine In-Rack-CDU und die GPU-Rechenknoten sowie drei Switches. Im zweiten Rack sind Login- und Hypervisor-Knoten sowie die All-Flash-Knoten des Speichers installiert, ebenso drei Switches.

Die Rechenknoten im ersten Rack sind direkt flüssigkeitsgekühlt. Das Rack ist deshalb auf der Rück- seite mit Steigleitungen ausgestattet, die Kühlflüssigkeit zwischen der CDU und den Rechenknoten transportiert.

Alle Systeme im zweiten Rack sind primär luftgekühlt.

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Zwischen den Racks befindet sich ein Side Cooler, der zusammen mit den Racks eine ab- geschlossene Umgebung bildet und die warme Luft aus beiden Racks in Wasser überführt.

Es gibt ein dediziertes Management-Netzwerk auf Basis von Gigabit-Ethernet, das alle Management- Ports der Systeme (Switches, Side Cooler, CDU, BMCs der Knoten) verbindet. Ein weiteres Ethernet (10 Gbit/s) dient der Provisionierung und Administration sowie dem (externen) Datenverkehr.

Das Hochgeschwindigkeits-Netzwerk ist eine NDR-InfiniBand-Fabric, die alle InfiniBand-Adapter der Knoten miteinander verbindet. Derzeit sind alle HCAs mit einem einzigen Switch verbunden (Stern- Topologie).

Abb. 1: Schematische Darstellung des Bestandssystems

5.2. Allgemeine Anforderungen

Bitte beachten Sie, dass diese allgemeinen Anforderungen übergreifend für alle nachfolgenden 8

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Positionen der Ausschreibung gelten.

Req. NoKategorieBeschreibung
AA-1ANach Erteilung des Zuschlages ist der Rackplan mit dem Auftraggeber abzustimmen. Rechtzeitig vor der Rechnerinstallation sind vom Auf- tragnehmer alle für die Installation notwendige Angaben in deutscher Sprache zu übergeben. Es ist zeitnah nach dem Zuschlag ein vermaß- ter Bodenausschnittsplan in M 1:50 oder 1:20 als dwg- und pdf-Datei zu erstellen und die praktische Umsetzbarkeit der Installation vor Ort mit der HLRS Betriebstechnik abzustimmen.
AA-2ADer Airflow und der Kühlwasserfluss aller Komponenten ist mit dem Auftraggeber abzustimmen.
AA-3AAlle angebotenen Knoten müssen über redundante Netzteile, inklusive Stromkabel zur Verbindung mit C14 oder C19 Stromdosen verfügen, welche an getrennte Stromkreise angeschlossen werden.
AA-4AStrom- und Netzwerkkabel sind an beiden Enden mit Labeln zu versehen. Netzwerkkabel müssen mit der Bezeichnung beider Endpunkte beschriftet werden. Stromkabel müssen mit der Bezeichnung des Endpunktes und einer fortlaufenden Nummerierung beschriftet werden. Die entsprechenden Bezeichnungen sind mit dem Auftraggeber nach Erteilung des Zuschlages abzustimmen.
AA-5ARJ45 – Kabel sind vom Typ CAT 6A und farbcodiert: Management (IPMI) rot, Provisionierung blau, 1 G beziehungsweise 10 G Ethernet- Switch Uplink-Kabel gelb, Infrastruktur-Telemetrie grün.
AA-6AEs ist mindestens eine Herstellergarantie sowie Lizenz- und Gewähr- leistung von 60 Monaten für alle Knoten, Switches und anderen Komponenten anzubieten. Innerhalb dieses Zeitraums müssen für alle Komponenten der Lösung sämtliche Garantie, Gewährleistungen und Support zur Verfügung stehen. Beginn des Garantie-, Gewährleis- tungs- und Support-Zeitraums ist der Tag der Endabnahme. Er endet mit Ablauf der im Vertrag stehenden Frist. Mit schriftlicher Mängel- rüge wird die Verjährungsfrist unterbrochen und wird mit Behebung der Mängel fortgeführt. Darüber hinaus angebotene Gewährleis- tungs- und Garantie-Bedingungen sind im Zuge der Angebotsabgabe zu beschreiben.
AA-7ADer Anbieter/Auftragnehmer gewährleistet eine Nachlieferungs- und Verfügbarkeitsgarantie für alle Regel- und Ersatzteile von mind. 5 Jahren (ggfls. inkl. Software-Updates).

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AA-8ADer Anbieter/Auftragnehmer stellt Sicherheitsupdates und kritische Updates für alle Softwarekomponenten innerhalb von einer Woche nach deren Veröffentlichung bereit.
AA-9AUpdates für alle gelieferten Software-Produkte sind mindestens alle 6 Monate vorzusehen. Der Anbieter/Auftragnehmer stimmt sich mit dem ML Cloud Team ab, um ein entsprechendes Zeitfenster für nicht- kritische Software-Updates zu schaffen.
AA-10ADie Abwicklung von Garantieleistungen erfolgt für den Auftraggeber ausschließlich über den Auftragnehmer, sofern nichts anderes ver- einbart ist. Im Rahmen der Angebotsabgabe, bzw. spätestens nach Zuschlagserteilung, sind dem Auftraggeber entsprechende Kontakt- daten und Ansprechpartner mitzuteilen.
AA-11AStörungsmeldungen erfolgen in elektronischer Form. Der Auftrag- nehmer stellt dazu entweder eine Emailadresse oder einen Zugang zu einem vom Auftragnehmer betriebenen Ticketsystem zur Verfügung.
AA-12AFür alle Software- und Hardwarekomponenten gelten folgende Ser- vice Zeiten: Montag bis Freitag 08:00 – 18:00. Für Severity 1 Tickets (mindestens 35% aller Rechenknoten nicht funktionstüchtig, Perfor- mance des Netzwerks oder der Rechenknoten um mindestens 35% verringert, CVE mit lokaler Rechteausweitung (LPE)) wird eine Reakti- onszeit von höchstens 120 Minuten gefordert, für alle anderen Fälle wird eine Reaktionszeit von maximal vier Stunden gefordert. Als Re- aktionszeit ist hier die Zeit gemeint, innerhalb derer bei Gewährleis- tungs- oder Support-Fragen eine Kontaktherstellung sowie der Be- ginn der Analyse des Problems durch den Anbieter erwartet wird.
AA-13ADer Auftragnehmer stellt sicher, dass die Kontaktaufnahme für den Auftraggeber, hinsichtlich der Abwicklung von Garantie- und Support- leistungen, zu den üblichen Geschäftszeiten kostenfrei und über deutsch- sowie englischsprachiges Personal erfolgen kann.
AA-14AFür entfernten Supportzugriff auf das System z.B. über SSH muss 2- Faktor Authentifizierung verwendet werden. Hierfür stellt das ML Cloud Team gegebenenfalls Hardwaretokens zur Verfügung.
AA-15ADer Anbieter fungiert als „single point of contact“ (SPOC), d.h. der gesamte Support und anderweitiger Kontakt besteht ausschließlich zu der anbietenden Firma. Reparaturen und Service werden aus- schließlich durch Angestellte des Anbieters durchgeführt.

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AA-16AInsbesondere muss über die gesamte Gewährleistungslaufzeit dem Projekt ein technischer Ansprechpartner fest zugeordnet werden, der mit dem System gut vertraut ist. Der Ansprechpartner muss telefonisch zu den üblichen Geschäftszeiten erreichbar sein und sich persönlich um den Support kümmern. Der Ansprechpartner muss in der Lage sein, technische Probleme des Clusters zu analysieren und in vielen Fällen selbst zu beheben.
AA-17AFür alle Hardwarekomponenten gilt ein Next-Business-Day Service. Es dürfen im Rahmen von Supportfällen keine Kosten (z.B. Versandkos- ten) für die Universität Tübingen entstehen. Field replaceable Units werden durch den Anbieter ersetzt.
AA-18AErsatzteile für customer replaceable units müssen vorgehalten werden. Insbesondere muss von jedem Switch-Typ ein Exemplar vorgehalten werden.
AA-19ADie Kosten für Service- und Wartungsarbeiten nach Ablauf der Garan- tie sind in einer Anlage beizufügen. Die Wartung muss einen komplet- ten Funktionstest beinhalten und in einem Wartungsprotokoll doku- mentiert werden.
AA-20ADer Anbieter legt ein Servicekonzept vor, in dem die zur Erfüllung der Wartungsanforderung, Wartungsintervalle und der benötigten Ersatz- und Verschleißteile, sowie Folgekosten dargestellt sind.
AA-21ADer Support und etwaige Lizenzen müssen vom Anbieter für den Ge- währleistungszeitrum von 60 Monaten zwingend angeboten werden.
AA-22ADer Anbieter bietet Vorabaustausch von austauschbaren Einzelkom- ponenten an, d.h. Ersatzteile werden versendet bevor die mangelhaf- te/n oder geschädigte/n Komponente/n an den Anbieter überbracht wurde/n.
AA-23AEs handelt sich um ein „turnkey-Cluster“, bei dem der Anbieter das gesamte System aufbaut und in Abstimmung mit dem Auftraggeber konfiguriert. Insbesondere muss eine Integration in das bestehende User Management und das job scheduling system SLURM (unter Berücksichtigung der Isolation von nicht exklusiven Jobs (cgroups), die Zuordnung von SMT-Threads und die Zuordnung von GPUs zu physikalischen CPU-Cores) sowie eine Lösung zum automatisierten Aufspielen von Patches und Updates auf die Rechenknoten imple- mentiert werden. Das Provisionieren der Computenodes mit OS- Images muss über eine eigene Lösung, die im bestehenden Proxmox Cluster als VM betrieben wird, realisiert werden. Alternativ können

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die neuen Computenodes auch in das bestehende Provisionierungs- system integriert werden.
AA-24AAlle in Servern verbauten SSDs oder NVMe-SSDs unterstützen „power loss protection“.
AA-25ASofern nicht anders gefordert, sind alle Komponenten mit redundanter Stromversorgung ausgestattet.
AA-26ADer Auftraggeber legt großen Wert auf einen energieeffizienten Betrieb aller Rechner- und Speicherressourcen. Alle nach Stand der Technik üblichen Stromsparmechanismen der Komponenten (wie beispielsweise Schlafzustände von Prozessoren) müssen vom Auf- tragnehmer aktiviert werden.
AA-27AKomponenten bzw. Funktionalitäten, deren Umfang und Eigen- schaften abgefragt werden, sind - vollständig - in die ausführliche technische Spezifikation aufzunehmen.
AA-28AAlle angebotenen Systeme inklusive aller Komponenten sind für einen Serverbetrieb von 365 x 24 Stunden pro Jahr ausgelegt.
AA-29AAlle Systeme verfügen über einen dedizierten Baseboard Manage- ment Controller (BMC) mit eigener, physisch getrennter Manage- ment-Netzwerkschnittstelle für Out-of-Band-Remote-Management. Der BMC unterstützt die Redfish-API (DMTF) sowie IPMI 2.0 oder neuer. Folgende Funktionen müssen ohne Einschränkung nutzbar sein: • Remote-KVM / grafische HTML5-Konsole (Console Redirec- tion) • Virtual Media (Einbindung entfernter ISO-/Image-Dateien) • vollständiger, schreibender Zugriff über die Redfish-API (nicht auf Read-only beschränkt) • Out-of-Band-Firmware-Update sowie Telemetrie/Sensor- Auslesung (Temperatur, Leistungsaufnahme) Sämtliche hierfür erforderlichen Lizenzen sind unbefristet und ohne wiederkehrende Kosten mitzuliefern. Die konkrete Lizenzstufe je System ist im Angebot auszuweisen.
AA-30ADie Kabellängen müssen passend zu den Distanzen gewählt werden und vor der Installation mit dem Auftraggeber abgestimmt werden. Für das Infiniband Netzwerk müssen ab mehr als 2 m Kabellänge op- tische Kabel genutzt werdem.

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AA-31AAlle zur Verbindung der Komponenten benötigten Kabel, einschließ- lich der Netzwerk- und Stromanschlusskabel, sind mitzuliefern.
AA-32ADer Auftragnehmer muss sicherstellen, dass die Server über den Up- link des Systems in das dedizierte akademischen Netzwerk BelWü erreichbar sind.
AA-33ADer Auftragnehmer muss vor der Abnahme PDF-Dateien aller Hard- ware- und lizenzierten Software-Handbücher zur Verfügung stellen. Insbesondere muss eine Dokumentation für das Clustermanagement- system zur Verfügung gestellt werden.
AA-34ADer Auftragnehmer muss Zugriff via Root-Passwort auf alle Kompo- nenten zur Verfügung stellen, einschließlich aller erforderlichen Zu- griffsverfahren.
AA-35ADie Firmware- und BIOS-Stände aller Komponenten werden vom Anbieter geprüft und bis zur Betriebsbereitschaftserklärung auf die letzte, als stabil bezeichnete und für alle Komponenten kompatible Version gebracht.
AA-36AAusführliche Einweisungen und Schulungen der Administratoren des Auftraggebers in angemessenem Umfang sind mit anzubieten und einzupreisen.
AA-37ADie Leistungsaufnahme aller Hardwarekomponenten muss einzeln auslesbar sein.
AA-38AAls Abnahmetests sind die folgenden Benchmark-Läufe vom Auftrag- nehmer zu demonstrieren und die Schritte zur Durchführung für den Auftraggeber zu dokumentieren, so dass er sie bei Bedarf in gleicher Weise wiederholen kann. Für die Durchführung der Abnahmetests muss SLURM zusammen mit Singularity/Apptainer als Ausführungs- umgebung genutzt werden. Alle Installations- und Konfigurations- schritte für diese Benchmarks gehören zum Leistungsumfang. Diese Tests dienen dem Nachweis eines stabilen Betriebs aller Komponen- ten und einer ausreichenden Kühlung unter Last. • Abnahmetest 1 - HPL: Dieser Test besteht aus dem HPL (High Performance Linpack) laut https://top500.org/project/linpack/ und http://www.netlib.org/benchmark/hpl/. Er ist in einer Wei- se auszuführen, dass alle Knoten beteiligt werden und alle GPUs genutzt werden. Es ist mindestens eine Effizienz von 40% zu erreichen (Rmax/Rpeak). • Abnahmetest 2 - Single-Node DNN-Training mit syntheti-

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schen Daten: Der auf PyTorch basierende Benchmark wie unter https://github.com/horovod/horovod/blob/master/exampl es/pytorch/pytorch_synthetic_benchmark.py veröffentlicht ist. Dabei müssen alle GPUs pro Knoten verwendet werden. Dieser Benchmark soll auf allen Knoten gleichzeitig (trivial parallel) ausgeführt werden. Es sind ausschließlich Open- Source Pakete zu verwenden, mit mindestens PyTorch 1.12.1 sowie Horovod v0.26.1 oder neuer. • Abnahmetest 3 - Single-Node Training mit realen Daten: Es ist der PyTorch-basierende Benchmark wie unter https://github.com/horovod/horovod/blob/master/exampl es/pytorch/pytorch_imagenet_resnet50.py zu verwenden, jedoch mit realen Trainingsdaten, die vom ALL-FLASH Spei- cher gelesen werden. Es ist der ImageNet-Datensatz ILSVRC2012 zu verwenden. • Abnahmetest 4 - Multi-Node DNN-Training mit syntheti- schen Daten: Der auf PyTorch basierende Benchmark wie unter https://github.com/horovod/horovod/blob/master/exampl es/pytorch/pytorch_synthetic_benchmark.py veröffentlicht ist, um auf allen Knoten und GPUs einen Multi-Node- Trainingslauf durchzuführen. Es sind ausschließlich Open- Source Pakete zu verwenden, mit mindestens PyTorch 1.12.1 sowie Horovod v0.26.1 oder neuer. • Abnahmetest 5 - Multi-Node DNN-Training mit realen Da- ten: Ähnlich zu Abnahmetest 3 ist der auf PyTorch basie- rende Benchmark https://github.com/horovod/horovod/blob/master/exampl es/pytorch/pytorch_imagenet_resnet50.py zu nutzen, um einen ähnlichen Multi-Node-Trainingslauf wie unter Test 4 durchzuführen, der reale Daten verwendet. Es soll der Ima- geNet-Datensatz ILSVRC2012 benutzt werden, der auf dem ALL-FLASH Speicher bereitgestellt wird. Abgesehen davon gelten die gleichen Bedingungen wie für Abnahmetest 4. • Alle fünf Abnahmetests müssen jeweils mindestens 12 Stunden ohne Unterbrechungen auf allen Knoten des Sys- tems laufen. Es dürfen währenddessen keine Ausfälle oder signifikante Verminderungen der Rechenleistung wegen Überhitzung von Komponenten auftreten.
AA-39BDie Reaktionszeit auf Severity 1 Tickets wird bewertet

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AA-40BDie Reaktionszeit auf allgemeine Supportfälle wird bewertet
Tabelle 1: Allgemeine Anforderungen

Wie im Leistungsverzeichnis beschrieben, soll die Systemerweiterung im Serverraum des HLRS am Standort "Nobelstraße 19, 70569" in Stuttgart installiert werden. Die Vorgaben des HLRS zur Infrastruktur (Strom, Kühlung, Netzwerk) in 7.1 sind unbedingt zu beachten.

5.3. Netzwerke

Die Erweiterung soll analog zum bestehenden System mit drei Netzwerken ausgestattet werden, darunter ein Management-Netzwerk (1 Gbit/s Ethernet), ein Provisionierungsnetz (10 Gbit/s Ether- net) und ein Hochgeschwindigkeitsnetz.

5.3.1. Management-Netzwerk

Das Managementnetz dient zur separaten Anbindung der Managementports aller Clusterkompo- nenten. Dazu gehören die Managementports der Switch- und Storagekomponenten, die Smart-PDUs, CDUs, die BMCs der Rechenknoten, sowie auch die der Storage- und Managementma- schinen. Alle Komponenten erhalten einen dedizierten Anschluss (im Falle der Rechner-, Login-, Management- und Storageknoten durch einen dedizierten IPMI-Anschluss, „dedicated IPMI“). Dafür müssen gesonderte 1 G Switches genutzt werden („dedicated IPMI“).

Es wird erwartet, dass in jedem Rack ein Management-Switch installiert wird, um Verkabelung über Rackgrenzen hinweg möglichst zu vermeiden. Im bestehenden BMC Netzwerk werden zwei Switche des Typs FS S3900-48T4S_P2C verwendet.

Req. NoKategorieBeschreibung
IPMI-1ADie BMCs aller Komponenten müssen über dedizierte IPMI- Ports an den Knoten selbst an die dedizierten IPMI-1G-Switches angeschlossen werden.
IPMI-2AJeder 1 G Switch muss redundant mithilfe von 10G Uplinks in das Netzwerk eingebunden sein.

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IPMI-3AJeder 1 G Switch verfügt über redundante Netzteile
IPMI-4AJeder Switch muss mindestens 802.3ad Link Aggregation und LACP sowie 4096 VLANs unterstützen (Layer 2).
IPMI-5AMitzuliefern sind alle notwendigen Kabel mit mindestens dem CAT 6A Standard. Alle Kabel müssen an beiden Enden mit den beiden Maschinen beschriftet sein, die sie verbinden.
IPMI-6AEs müssen mindestens 40 Ports für zukünftige Erweiterungen zur Verfügung stehen.
Tabelle 2: Anforderungen an das Managementnetzwerk

5.3.2. Provisionierungsnetz

Das aktuelle Provisionierungsnetz sieht schematisch so aus:

Abb. 1: Schematische Darstellung des Provisionierungsnetzwerkes
Abb. 1: Schematische Darstellung des Provisionierungsnetzwerkes

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Für die Erweiterung des Provisionierungsnetzes wird erwartet, dass in jedem Rack ein Provisionierungsswitch installiert wird, um Verkabelung über Rackgrenzen hinweg möglichst zu vermeiden. Auf der Spine-Ebene sind derzeit zwei Switches des Modells FS S8550-6Q2C in einer redundanten MLAG-Konfiguration im Einsatz, auf der Leaf-Ebene sind zwei Switches des Modells FS S5860-48XMG im Einsatz. Auf den Spine-Switches sind jeweils mindestens zwei QSFP-Ports (40 Gbit/s) frei, zusammen also mindestens vier. Des Weiteren wird das System ab voraussichtlich Oktober 2026 über einen 100Gbit Uplink verfügen, anstelle der derzeitigen 10 Gbit/s. Die Option für einen weiteren Uplink soll vorgehalten werden. Die neuen Access-Switches sowie die Access-Switches des Management-Netzwerks müssen redundant mit diesem Stack verbunden werden.

Req. NoKategorieBeschreibung
P-1AJeder verwendete Switch verfügt über einen dedizierten Management-Port (RJ45), der an das Managementnetzwerk angeschlossen wird
P-2AEs wird ein zentraler, redundanter Switch-Stack für die Spine-Ebene oder eine analoge Lösung erwartet (im Folgenden als „Stack“ bezeichnet). Dieser besteht aus einer Erweiterung des bestehenden Spine-Netzwerks.
P-3ADas Stacking der Spine-Ebene ist redundant und erfolgt mit einer Bandbreite von mindestens 100 G je physikalischem Link.
P-4AAlle weiteren Switches (Leaf-Switches) sind redundant mit mindestens 40 G je physikalischem Link mit diesem Stack verbunden.
P-5AEine der CPU Nodes muss redundant mit 100G an das Provisionierungsnetzwerk angebunden werden. Diese darf auch direkt mit den Spine-Switches verbunden werden.
P-6AJeder Switch muss mindestens 802.3ad Link Aggregation und LACP sowie 4096 VLANs unterstützen (Layer 2).
P-7AAlle Rechenknoten, Login-Knoten, die Speichersysteme sowie die Hypervisor müssen an das Provisionierungsnetzwerk

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angeschlossen werden.
P-8AFür eine Erweiterung des all-flash Speichersystem müssen mindestens 20 Anschlüsse im bestehenden Rack berücksichtigt werden.
P-9AMitzuliefern sind alle notwendigen Kabel mit mindestens dem CAT 6A Standard. Ebenso sind alle Kabel und Transceiver für Uplinks mitzuliefern. Alle Kabel müssen an beiden Enden mit den beiden Maschinen beschriftet sein, die sie verbinden.
P-10ADas Netzwerk muss so konzipiert sein, dass insgesamt mindes- tens 40 weitere 10 G Ports für künftiger Erweiterungen in glei- cher Weise (möglicherweise mithilfe zusätzlicher Leaf Switche) angeschlossen werden können. Ohne Zukauf zusätzlicher Hardware müssen mindestens 10 weitere Rechenknoten ange- schlossen werden können.
P-11AJeder Switch verfügt über redundante Netzteile und redundan- te Lüfter
P-12AEs muss in der Erweiterung des Systems Platz für den Anschluss für bis zu zwei 100Gbit Uplinks an das Belwuenetz vorgesehen werden. Die bestehende Spine-Ebene darf komplett ersetzt werden. Sie muss über mindestens 8 freie 100G Ports verfügen.
Tabelle 3: Anforderungen an das Provisionierungsnetz

5.3.3. InfiniBand Netzwerk Mit der InfiniBand-Fabric werden die Rechenknoten untereinander mit sehr hoher Bandbrei- te verbunden. Ebenso sind Compute- und Storage-Teil des Systems breitbandig miteinander vernetzt. Neben den Rechenknoten und den Knoten des Speichersystems sind auch alle Hypervisor- Knoten und Login-Knoten an die InfiniBand-Fabric angebunden. Anders als bei den Ethernet-Netzwerken ist es erlaubt, die Knoten über Rackgrenzen hinweg an einen Switch der InfiniBand-Fabric anzubinden.

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Req. NoKategorieBeschreibung
IB-1ADerzeit sind alle HCAs in sternförmiger Topologie an einen ein- zelnen Switch angebunden. Während der Installation der Er- weiterung müssen alle Systeme (die bestehenden wie auch die neuen) in einer gemeinsamen Fabric zusammengeschaltet werden. Dazu ist eine Tree-Topologie einzurichten, die in der Spine-Ebene aus mindestens zwei Switches besteht. Das Infini- band Netzwerk darf bei Verwendung aller Leaf-Switches höchs- tens einen Blocking Factor 2,05:1 zwischen der Spine und der Leaf-Ebene aufweisen.
IB-2AKabel und Transceiver müssen seitens dem Hersteller NVIDIA offiziell supportet werden („NVIDIA-validiert“). Als Switches sind nur Produkte erlaubt, die exakt kompatibel zum existie- renden NDR-InfiniBand QM9790-Switch sind, z.B. NVIDIA QM9700/QM9790. Die Adapter in den Knoten sind entspre- chend zu wählen.
IB-3AEs sind 40 weitere NDR Leaf Ports für zukünfige Erweiterungen vorgesehen.
IB-4AAlle GPU Rechenknoten werden mit jeweils mind. 8× NDR- 400G-Ports (realisierbar z. B. über 4× OSFP-Twinport-Cages, je 2× NDR 400G) Verbindungen an das Netzwerk angeschlossen. Alle Infiniband NICs eines GPU Knotens sollen mit dem selben Leaf verbunden werden, um non-blocking Kommunikation zwi- schen den GPU Knoten eines Leafs zu erlauben. Alle CPU Re- chenknoten müssen mit mindestens einem NDR 400G Port an das Netzwerk angeschlossen werden. Es müssen alle am Re- chenknoten verfügbaren NICs mit mindestens 400G mit dem Infinibandnetzwerk verbunden sein.
IB-5AEin optimal konfigurierter Subnetmanager ist einzurichten. Ebenfalls ist die Infiniband Topologie in die bestehen Installati- on des Resourcenmanagers Slurm einzupflegen.
Tabelle 4: Anforderungen an das Infinibandnetz

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5.4. GPU - Rechenknoten

Req. NoKategorieBeschreibung
C-1AEs müssen identische Rechenknoten angeboten werden. Eine Mischkonfiguration ist nicht zulässig.
C-2AEs müssen mindestens acht den ARechenknoten angeboten werden.
C-3AAlle CPUs unterstützen den PCIe 5.0 Standard, es sind mindestens 128 Lanes verfügbar pro CPU.
C-4AEs müssen 8 GPUs pro Knoten angeboten werden, in einer GPU-baseboard-module Konfiguration, in einer geschalteten all-to-all-Fabric über alle GPUs eines Knotens.
C-5AAlle angebotenen GPUs müssen • mit NVIDIA CUDA v13 kompatibel sein • eine CUDA Compute Capability >= 10.3 besitzen • mindestens 280 Gigabyte GPU-RAM (total) besitzen mit einer Speicherbandbreite von 8 TB/s • von einschlägigen ML- Frameworks (mindestens TensorFlow und PyTorch) für das Training von DNNs direkt unterstützt werden • Multi-Instance-GPU capability besitzen
C-6AAlle angebotenen GPU-Baseboard-Module müssen mindestens • 14.4 TB/s interne NVLink Bandbreite besitzen • 2.1 TB GPU memory besitzen • FP4 performance von 144 PFLOPS (sparse) • FP8 performance von 72 PFLOPS (sparse) • Gesamtspeicherbandbreite von 64 TB/s
C-7ADie Knoten sind ausgestattet mit zwei x86_64-kompatiblen Prozessoren mit jeweils mindestens 96 physikalischen Cores (192 Threads) pro Prozessor. Jeder Prozessor muss mindestens • eine Grundtaktfrequenz von 2,6 GHz besitzen • DDR5-6400 und PCIe Gen5 unterstützen • 12 Speicherkanäle besitzen • und AVX2 fähig sein

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C-8ADie angebotenen Knoten müssen mit mindestens 3000 GB Arbeitsspeicher (RAM) ausgestattet sein, die mindestens dem DDR5-6400 Standard entsprechen. Hierfür müssen alle vorhandenen Steckplätze und einheitliche Arbeitsspeicher Module (mit gleicher Kapazität) genutzt werden.
C-9ADie angebotenen Knoten müssen zwei 10 G Ethernet Netzwerkinterfaces (RJ45) besitzen, über welchen der Server angesprochen werden kann. Des Weiteren muss ein gesondertes Interface vorhanden sein um den BMC anzusprechen sein muss („dedicated IPMI“).
C-10ADie angebotenen Knoten müssen mindestens acht Infiniband Netzwerkports besitzen, die jeweils • mindestens 400 Gb/s Bandbreite unterstützen • mindestens einen OSFP Port besitzen • NDR Infiniband (400 Gb/s) unterstützen • RDMA over Converged Ethernet (RoCE) fähig sind • GPUDirect RDMA unterstützen • PCIe Gen 5.0 kompatibel sind und über mindestens 16x PCIe Lanes angeschlossen werden
C-11ADie gelieferten Rechenknoten müssen vom Auftragnehmer in Abstimmung mit dem Tübingen AI Center mit Software- Klienten an das vorhandene Lustre ALL-FLASH System ange- schlossen werden, sodass das Filesystem über das Infiniband- Netzwerk gemountet werden kann.
C-12ADie angebotenen Knoten müssen für Interfaces im Management-, Provisionierungs- sowie Hochgeschwindigkeits- netz ein entsprechendes Kabel passender Länge aufweisen
C-13ADie angebotenen Knoten müssen für das OS über zwei identische NVMe SSD Speicher in einer Raid 1 Konfiguration verfügen. Die SSD Speicher müssen jeweils • PCIe Gen 4.0 oder höher unterstützen und in einem PCIe-Gen-5-Steckplatz lauffähig sein • über mindestens 480 GB Kapazität verfügen • eine Ausdauer von mindestens 0,3 DWPD über 5 Jahre aufweisen

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C-14ADie angebotenen Knoten müssen zusätzlich über NVMEs mit insgesamt mindesten 7,68 TB scratch storage verfügen. Ebenfalls müssen mindesten 2 Steckplätze für eine mögliche Erweiterung frei bleiben. Das Volumen erreicht aggregiert 30GB/s für sequenzielles Lesen. Die verwendeten NVME Speicher müssen: • PCIe Gen 5.0 nativ unterstützen (mindestens 4 Lanes) • über mindestens 1,92 TB Kapazität verfügen • eine durchgängige sequentielle Mindestlesegeschwin- digkeit von 10.000 MB/s sowie eine durchgängige sequentielle Mindestschreibgeschwindigkeit von 4.000 MB/s erreichen • mindestens 300.000 zufällige Lese- und Schreib- operationen (IOPS) in einer 70/30-Mischung erreichen • mindestens 700.000 zufällige Leseoperationen (IOPS) erreichen • mindestens 150.000 zufällige Schreiboperationen (IOPS) erreichen • eine Latenz von maximal 90 Mikrosekunden (lesend) und 20 Mikrosekunden (schreibend) bei QD1 besitzen • eine Ausdauer von mindestens 1 DWPD über 5 Jahre aufweisen
C-15AAlle NVMe SSDs müssen jeweils mit mindestens zwei PCIe Gen 5.0 kompatiblen Lanes angeschlossen sein. Die Anzahl der La- nes muss so gewählt sein, dass die volle Lese- und Schreib- geschwindigkeit der SSDs abgerufen werden kann.
C-16ADer Ausfall mehrerer Netzteile kann toleriert werden (N+N Re- dundanz).
C-17ADie Knoten dürfen maximal acht Höheneinheiten im Rack einnehmen. Alle Komponenten müssen mit der maximal möglichen und vom Hersteller vorgesehenen Leistungs- aufnahme betrieben werden. Eine Begrenzung der Leistungs- aufnahme, insbesondere der GPUs, muss möglich sein, darf aber nicht als Teil der Lösung vorgesehen werden.
C-18AEs muss eine Direct-Chip-Cooling Lösung (DLC) verwendet werden.

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C-19AAlle Knoten müssen gleichzeitig 60h unter maximaler Last auf allen CPUs und GPUs ohne Leistungseinbußen betrieben wer- den können. Dies muss durch die Abnahmetests 1-5 belegt werden.
C-20AJeder Knoten bietet eine KI-Leistung von mindestens 17.6 PetaFLOPS (theoretische Peak- Performance mit TF32 Daten- typ, sparse).
C-21AJeder Knoten bietet eine KI-Leistung von mindestens 36 PetaFLOPS (theoretische Peak-Performance mit FP16 Datentyp, sparse).
C-22AJeder Knoten bietet eine KI-Leistung von mindestens 72 PetaFLOPS (theoretische Peak-Performance mit FP8 Datentyp, sparse).
C-23AJeder Knoten bietet eine KI-Leistung von mindestens 144 PetaFLOPS (theoretische Peak-Performance mit FP4 Datentyp, sparse).
C-24AJeder Knoten unterstützt TF32, BF16, FP16, FP8, FP4, und INT8 Datentypen.
C-25BDie Anzahl an Rechenknoten wird bewertet.
Tabelle 5: Anforderungen an die Rechenknoten

5.5. CPU - Rechenknoten

Für Pre- und Postprocessing sollen CPU-Rechenknoten Teil der Erweiterung sein.

Req. NoKategorieBeschreibung
CPU-1ADie Knoten sind ausgestattet mit zwei x86_64-kompatiblen Prozessoren mit jeweils mindestens 96 physikalischen Cores (192 Threads) pro Prozessor. Jeder Prozessor muss mindestens • eine Grundtaktfrequenz von 2,6 GHz besitzen • 12 Speicherkanäle besitzen

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• und AVX2 fähig sein
CPU-2ADie angebotenen Knoten müssen mit mindestens 6 GB Arbeitsspeicher (RAM) pro angebotenem CPU Kern ausgestattet sein, mindestens also 1152 GB. Die verwendeten DIMMs müssen mindestens dem DDR5-6000 Standard entsprechen. Die Speicherbestückung ist so zu wählen, dass die spezifizierte Taktrate erreicht wird.
CPU-3ADie angebotenen Knoten müssen zwei 10G Ethernet Netzwerkinterfaces (RJ45) besitzen, über welche der Server angesprochen werden kann. Des Weiteren muss ein gesondertes Interface vorhanden sein um den BMC anzusprechen sein muss („dedicated IPMI“). Eine der CPU Nodes muss direkt mit 2x100G an das Provisionierungsnetz- werk angeschlossen werden.
CPU-4ADie angebotenen Knoten müssen mindestens einen Infiniband Netzwerkport besitzen, der • mindestens 400 Gb/s Bandbreite unterstützt • mindestens einen OSFP Port besitzt • NDR Infiniband (400 Gb/s) unterstützen • RDMA over Converged Ethernet (RoCE) fähig sind • GPUDirect RDMA unterstützen • PCIe Gen 5.0 kompatibel sind und über mindestens 16x PCIe Lanes angeschlossen werden
CPU-5ADie gelieferten Rechenknoten müssen vom Auftragnehmer in Abstimmung mit dem Tübingen AI Center mit Software- Klienten an das vorhandene Lustre ALL-FLASH System ange- schlossen werden, sodass das Filesystem über das Infiniband- Netzwerk gemountet werden kann.
CPU-6ADie angebotenen Knoten müssen für Interfaces im Management-, Provisionierungs- sowie Hochgeschwindigkeits- netz ein entsprechendes Kabel passender Länge aufweisen
CPU-7ADie angebotenen Knoten müssen für das OS über zwei identische NVMe SSD Speicher in einer Raid 1 Konfiguration verfügen. Die SSD Speicher müssen jeweils • PCIe Gen 4.0 oder höher unterstützen und in einem

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PCIe-Gen-5-Steckplatz lauffähig sein • über mindestens 480 GB Kapazität verfügen • eine Ausdauer von mindestens 0,3 DWPD über 5 Jahre aufweisen
CPU-8ADie angebotenen Knoten müssen zusätzlich über mindestens 3,84 TB nutzbaren scratch Storage in Form von NVMEs verfügen. Ebenfalls müssen mindesten 2 Steckplätze für eine mögliche Erweiterung frei bleiben. Das Volumen erreicht aggregiert 10 GB/s für sequenzielles Lesen. Die verwendeten NVME Speicher müssen: • PCIe Gen 5.0 nativ unterstützen (mindestens 4 Lanes) • über mindestens 1,92 TB Kapazität verfügen • eine durchgängige sequentielle Mindestlesegeschwin- digkeit von 7.000 MB/s sowie eine durchgängige sequentielle Mindestschreibgeschwindigkeit von 3.000 MB/s erreichen • mindestens 300.000 zufällige Lese- und Schreib- operationen (IOPS) in einer 70/30-Mischung erreichen • mindestens 700.000 zufällige Leseoperationen (IOPS) erreichen • mindestens 150.000 zufällige Schreiboperationen (IOPS) erreichen • eine Latenz von maximal 90 Mikrosekunden (lesend) und 20 Mikrosekunden (schreibend) bei QD1 besitzen • eine Ausdauer von mindestens 1 DWPD über 5 Jahre aufweisen
CPU-9ADer Ausfall eines Netzteils kann toleriert werden.
CPU-10BDie Anzahl der angebotenen reinen CPU Knoten wird bewertet. Es müssen mindestens 3 CPU Knoten angeboten werden. Es dürfen höchstens 8 CPU Knoten angeboten werden.
Tabelle 6: Anforderungen an die CPU Rechenknoten

5.6. Kühlung Die GPUs in diesem Cluster müssen mit einer Wasserkühlung gekühlt werden, welche

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kompatibel mit dem im HLRS vorhandenen System ist. Die Spezifikation der Wasserkühlung befindet sich in Anhang.

Das vorhandene Kühlkonzept sieht vor, dass ein Side Cooler die überschüssige Wärme in den Racks in Wasser überführt. Dazu wurde der Side Cooler jeweils zwischen zwei Racks montiert und ist dadurch in der Lage, beide Racks zu kühlen. Es wird eine Kühllösung gefordert, die in der Lage ist, sämtliche Wärme, die nicht über direkte Chip-Kühlung abgeführt wird, in Wasser zu überführen. Im Falle eines Side Coolers soll dieser fest mit den beiden angrenzenden Racks verbunden werden.

Die GPU-Rechenknoten müssen direkt flüssigkeitsgekühlt werden (zumindest CPUs und GPUs in allen Rechenknoten). Hierfür muss eine In-Rack CDU geliefert und an den Gebäudewasserkreislauf angeschlossen werden. Die CDU muss mit redundanten Pumpen ausgestattet sein und einen Wasser-/ Wasser- Wärmetauscher enthalten. Der Auftragnehmer baut einen Sekundärkreislauf für die Kühlung der Systemkomponenten und stattet die Racks mit entsprechend passenden Steigleitungen (Manifolds) aus.

Alle Anschlüsse für die Verrohrung der Knoten in unserem System sind Universal Quick Disconnect in Größe 06 (UQD06). Alle künftigen Systeme sollen ebenfalls UQD06-Anschlüsse haben. Die neuen Manifolds müssen deshalb kompatibel dazu sein. Die neue Zelle soll prinzipiell unabhängig von der existierenden Zelle gekühlt werden können. Sollte es Möglichkeiten geben, den neuen Sekundärkreislauf mit dem bestehenden zu verbinden, so dass ein Redundanzgewinn entsteht, bitten wir, dies zu beschreiben.

Req. NoKategorieBeschreibung
K-1ADas Kühlsystem ist in der Lage, sämtliche Wärme, die nicht über direkte Chip-Kühlung abgeführt wird, in Wasser zu über- führen.
K-2ADas Kühlsystem muss über eine automatische Abschaltung verfügen, wenn interne oder externe Kühlmittellecks festge- stellt werden.
K-3ADas Kühlsystem muss über redundante Stromversorgungen und Kühlmittelpumpen verfügen.

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K-4ADas Kühlsystem muss überwacht werden können.
K-5ADas Kühlsystem (CDU und weitere Komponenten) muss innerhalb des Clusters selbst in einem Rack montiert sein.
K-6ADas Kühlsystem muss vom Hersteller an das Flüssigkeitskühl- system des HLRS angeschlossen werden, einschließlich Tests unter maximaler Cluster-Leistungslast.
K-7ADas Kühlsystem muss eine „turnkey-solution” sein, sodass die gesamte Konfiguration, Prüfung und physische Integrität vom Hersteller durchgeführt und garantiert wird und der Hersteller eine quantitativ festgelegte, zeitnahe Entschädigung anbietet, falls das Flüssigkeitskühlsystem ausfällt und dadurch quantifizierbare Schäden am Conway-Cluster oder anderen Systemen innerhalb der Einrichtung entstehen.
K-8AWegen der EMAS-Zertifizierung des HLRS muss ein klima- neutrales Kältemittel (GWP < 1) verwendet werden.
Tabelle 7: Anforderungen an das Kühlsystem

5.7. Server Rack Diese Ausschreibung umfasst die Lieferung und Installation der Server-Racks für den Cluster. Die Erweiterung des Conway Clusters soll die angefangene Rack-Reihe möglichst nahtlos fortsetzen. Die bisher installierten Racks sehen wie folgt aus:

• Maße (B x T x H): 800 mm x 1400 mm x 2250 mm (48 Höheneinheiten) • Feste Verbindung einer Rackseite mit einem Side Cooler (In-Row Cooler) • Racks sind an Vorder- und Rückseite mit verschließbaren Türen (geschlossen, ohne Perforation) und jeweils einer Seitenwand ausgestattet • Racks sind mit geeigneten Materialien thermisch isoliert, damit ein möglichst geringer Wärmeeintrag in den umgebenden Raum stattfindet

Req. No Kategorie Beschreibung

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R-1ADas Rack-System muss Rackspace und Strom für alle Rechen- und Kühlkomponenten und mindestens zwei weitere Rechen- knoten der ausgeschriebenen Leistungsklasse bereitstellen.
R-2ADas Rack-System muss die Kühlung aller Rechenkomponenten bei maximaler Leistung unterstützen
R-3ADas Rack-System muss den räumlichen Gegebenheiten der HLRS-Einrichtung entsprechen (siehe Abschnitt 7.1)
R-4ADas Rack-System darf nicht mehr als 6 Laufmeter einnehmen. Es ist innerhalb dieses Systems Platz für Erweiterungen vorzu- sehen.
R-5ADas Rack-System muss um zusätzliche Racks erweiterbar sein, um eine Erweiterung zu ermöglichen.
R-6ADas Rack-System muss Fernsteuerbare Stromverteilungsein- heiten (Managed Smart-PDUs) für alle Racks bereitstellen, um alle Rechenkomponenten bei maximaler Leistung ausreichend mit Strom zu versorgen. Diese müssen • das Ein- und Ausschalten einzelner Sockets unterstützen • in ihrer Benutzeroberfläche die Namen der jeweiligen Geräte an den entsprechenden Sockets anzeigen • in der Lage sein, eine vom BMC der Systeme unabhängi- ge Stromverbrauchsmessung eines Servers durchzufüh- ren (Gesamtverbrauchsanzeige über gruppierte Sockets)
R-7AFür die Rack-Anordnung müssen Grundrisse vorgelegt werden, die mit den Räumlichkeiten des HLRS kompatibel sein müssen (siehe Abschnitt 7.1).
R-8ADie Stromverteilung ist so zu planen, dass beim Ausfall einer Komponente (z.B. Netzteil eines Servers) der Fehler isoliert bzw. eingehegt wird und deshalb keine Fehlerkaskade entsteht. Da gebäudeseitig lediglich eine Stromquelle genutzt wird, sind Redundanzen auf Knotenebene und Verteilungsebene wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig. Der Auftraggeber legt jedoch großen Wert auf Fehlerisolierung und erwartet eine plausible Darstellung der Planung zur Stromverteilung mit Ausschluss von Fehlerkaskaden.

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R-9ADie neuen Racks müssen in der Lage sein 19“ Systeme aufzunehmen.
R-10ADie Racks verfügen über Temperatur- sowie Luftfeuchtig- keitssensoren an der Vorder- sowie Rückseite in drei unterschiedlichen Höhen (Unten, Mitte und Oben), die über ein Monitoringsystem abfragbar sind.
R-11BDie Anzahl der benötigten Racks wird bewertet. Eine kompaktere Bauweise erhält mehr Punkte.
Tabelle 8: Anforderungen an die Racks

5.8. Facility Access & Service

Das System wird am HLRS eingebaut, betrieben und gewartet. Zugang zum HLRS unterliegt der dortigen Zugangsordnung.

5.9. Clustererweiterung

• Diese Ausschreibung berechtigt auch zum Kauf zusätzlicher Hardware und Software vom Anbieter im Wert von bis zu 30% des ursprünglichen Auftragswerts, um den vom Anbieter angebotenen Conway-Cluster zu erweitern. • Diese zusätzliche Hardware und Software ist als Erweiterung des in dieser Ausschreibung beschriebenen Systems zu betrachten und muss vollständig mit dem Angebot des Anbieters kompatibel sein.

6. Lieferung und Aufbau

Für die Lieferung, den Aufbau und die Abnahme ist der Zeitraum bis Ende 2026 vorge- sehen.

Req. NoKategorieBeschreibung
D-1ADie jeweiligen Systeme werden durch den/die Anbieter an den Nutzungsort geliefert und aufgebaut. Die Aufstellungs- bedingungen sind im Anhang Infrastruktur beschrieben.
D-2ADer Kühlung aller Komponenten ist mit dem Auftraggeber ab- zustimmen. Stromanschlüssen sind auf der Rückseite der Sys-

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teme vorzusehen.
D-3ADas System wird durch den Anbieter verkabelt, wobei alle Ka- bel an beiden Enden zu beschriften und nach Netzwerktyp farblich abzuheben sind. Bei der Verkabelung müssen Wieder- öffnungs-Kabelbinder (Klettverschluss) eingesetzt werden.
D-4AWeiterhin wird vom Anbieter eine Liste mit allen wesentlichen Systemdaten dem Auftraggeber bei Installation beziehungswei- se spätestens bei der Abnahme in elektronischer Form überge- ben. Diese enthält unter anderem Seriennummern, Firmware- Version und MAC-Adressen. Der Anbieter spricht nach Auf- tragserteilung Form und Inhalt der Systemdatenliste mit dem Auftraggeber ab. Es ist ebenso ein Rackplan zu erstellen, dem dem die Rackbelegung klar wird.
D-5ANach dem Aufbau und der Installation erfolgt ein allgemeiner Funktionstest zusammen mit dem Auftraggeber. Einzelheiten werden hierzu nach Vergabe im Rahmen einer Einführung und Schulung besprochen.
D-6AVon dem Anbieter wird auf allen Servern die aktuelle Version von RHEL oder ein Derivat in Absprache mit dem Auftraggeber installiert, sowie das gesamte System konfiguriert. Abweichungen oder ergänzende Komponenten sind mit dem Auftraggeber abzustimmen.
D-7ADie neuen Rechenknoten müssen entweder in das bestehende Node-Deploymentsystem integriert werden oder es muss ein alternatives Deploymentsystem, das innerhalb der Proxmox-Umgebung als VM betrieben wird, bereitgestellt werden.
D-8ALieferung und Aufbau muss im Jahr 2026 erfolgen können.
D-9ACDU und Side Cooler müssen an den Gebäudewasserkreislauf angeschlossen werden
D-10AInstallation der Systemerweiterung mit allen Netzwerken und Integration der Erweiterung in das bestehende System, hier

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insbesondere Rekonfiguration der InfiniBand-Fabric
D-11ABei der Integration der Erweiterung ist auf eine möglichst geringe Downtime des Bestandssystems zu achten.
D-12ADer Auftragnehmer verpflichtet sich zu wöchentlichen Status- berichten, bis das System abgenommen ist, falls nötig ebenso für ein wöchentliches Meeting/Call.
Tabelle 9: Anforderungen an Lieferung und Aufbau

6.1. Leistungsumfang, Abnahme und Endkontrolle Die beauftragte Leistung ist vom Auftragnehmer vollständig zu erfüllen; sie tritt mit der erfolgreichen Funktionsabnahme, die analog den Regularien von §8 BVB-Kauf durchzuführen ist, ein. Nach vollständiger Aufstellung, Montage und Inbetriebnahme erfolgt eine förmliche Abnahme der erbrachten Leistung durch den Auftraggeber oder dessen Beauftragten. Die Abnahme beinhaltet einen oder mehrere Leistungstests die erfolgreich zu absolvieren sind. Sollte sich zeigen, dass die im Angebot zugesicherten Eigenschaften nicht erfüllt sind, ist der Auftragnehmer innerhalb einer vom Auftraggeber zu setzenden und angemessenen Frist zur Nachbesserung verpflichtet. Die Abnahme wird schriftlich protokolliert. Zeigen sich Mängel an der gelieferten Sache, obliegt es im Fall – auch nach der Abnahme – dem Auftragnehmer nachzuweisen, dass er die Mängel nicht zu vertreten hat. Festgestellte Mängel werden dokumentiert; sie sind vom Auftragnehmer unverzüglich zu beheben. Das Beheben der Mängel ist schriftlich zu dokumentieren und muss durch Unterschrift des Auftraggebers oder dessen Beauftragten bestätigt werden.

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Req. NoKategorieBeschreibung
BE-1AWährend des Abnahmeverfahrens werden die aufgeführten Abnahmeprüfungen verwendet.
BE-2ADie Abnahmeverfahren werden vollständig dokumentiert und gemeinsam vom Lieferanten und dem ML Cloud Team durchgeführt.
Tabelle 10: Anforderungen an Abnahme und Endkontrolle

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7. Anhang

7.1. Technische Anschlussbedingungen für die Erweiterung des „Conway“ Clusters am HLRS

Tabelle 11 listet alle technischen Anschlussbedingungen auf.

WasWertAnmerkung
Doppelboden Lastklasse5Höhere Bodenlasten sind mit einem Umbau möglich, die Kosten dafür trägt TÜ
maximale Punktlast5 kNHöhere Bodenlasten sind mit einem Umbau möglich, die Kosten dafür trägt TÜ
Anzahl Racks max10 laufende Meter für Server- schränke und CDUs
KühlungWasserkühlung
max. Wärmeabgabe an die Luftmax 10%Bei Einhaltung des Luft- Wärmebudgets könnten Storage, Login usw luftgekühlt werden
Kühlwasser Vorlauf14 - 25 °Cvariabel. +/- 5 °C Regelschwankung je nach Aussentemperatur
Kühlwasser Spreizung10 +/- 2 °C
Min. Druckstufe (Nenndruck)10 bar
Druckverlust1,4 bar
Flexible AnschlussschläucheMindestens 10 barPanzerschlauch mit Edelstahlgewebe ummantelt, mit genormten An- schluss- Verbindungen (Schlauch- schellen nicht erlaubt)
KühlwasseranschlüsseDN 50Im Doppelboden, vorhandene Anzahl ist ausreichend für einen Anschluss pro Rack
Interner KühlkreislaufKeine brennbaren Fluide Keine gesundheitsschädlichen Fluide Gering toxische und schwer ent- flammbare Wasser-Glykol- Gemische sind erlaubt Keine Fluide mit einem GWP > 1Sicherheitsdatenblätter für interne Fluide sind mitzuliefern
LuftkühlungBei Einhaltung des Luft- Wärmebudgets könnten Storage, Login usw luftgekühlt werden
Raumluft Temperaturca. 22 °C+- 3 °C
Maximale Gesamt-Anschlussleistung inkl. Bestandsystem700 kWBestehend aus ca. 620 kW dyn.USV und ca. 80 kW Batt.-USV

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Stromversorgung Rechenknotendyn. USV, max 10 s
Anschluss Rechenknoten125 A CEE-Stecker 5-polig IP67 oderIm Doppelboden, 5-polig ist unbe- dingt zu beachten (d.h. nicht 4-polig)
64 A CEE-Stecker 5-polig mit Umbau
Stromversorgung Storage, login etcBatt.-USV, max 15 min
Anschluss Storage, login, etc32A CEE-Stecker IP67Im Doppelboden. Max. 4x32A An- schlüsse
Elektrische SicherheitDGUV-3 Prüfprotokoll ist vorzu- legen
Anschluss Datennetz BELWUEPatchfeld E2000 APC SinglemodeStrecke etwa 50m
Energiedatenerfassung ElektroMesstechnik muss nachgerüstet werdenDie Kosten trägt Tü. Kältemenge = Elektro
Anlieferung
LieferanschriftHöchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart
Nobelstraße 19
70569 Stuttgart
Serverraum1.OG
DoppelbodenEG, Geschosshöhe, steht außer für Kühlung und Kabelführung nicht zur Verfügung
Max Tragelast Aufzug2700 kg
Türgröße AufzugB 2,2 m x H 2,3 m
Nutzbare Grundfläche der AufzugkabineB 2,2 m x T 1,8 m

Tabelle11: Anschluss- und Anlieferungsbedingungen

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung