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Anlage Entwurf-B1
Leistungsbild PmW-Unterstützungsleistungen
Ausschreibung von Unterstützungsleistungen zur Umsetzung des
Partnerschaftsmodells Wasserstraße (PmW) im WSV-Projekt „Umbau
der Schleusenanlage Feudenheim“
Inhalt
-
Grundstruktur des Leistungsbildes ......................................................................................... 2
-
Leistungsbild für PmW-Unterstützungsleistungen .................................................................. 3
I. Leistungen der PmW-Konzeption ............................................................................................... 3
I.a) Erfassungs- und Analyseschritte ................................................................................................ 3
I.b) Projektabwicklungskonzeption .................................................................................................. 4
II. Unterstützung des PmW-Projektmanagements ......................................................................... 5
II.a) PmW-Projektphase 0: PmW-Initiierung.................................................................................... 5
II.b) PmW-Projektphase 1: Integrierte Planung ............................................................................... 6
II.c) PmW-Projektphase 2: Ausführung ........................................................................................... 7
III. Spezifische PmW-Unterstützungsleistungen .............................................................................. 8
III.a) PmW-Projektphase 0 (PmW-Initiierung): ................................................................................ 9
III.b) PmW-Projektphase 1 (Integrierte Planung) .......................................................................... 10
III.c) PmW-Projektphase 2 (Ausführung) ....................................................................................... 11
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1. Grundstruktur des Leistungsbildes
Das Leistungsbild für PmW-Unterstützungsleistungen beinhaltet drei Leistungsbereiche und fünf Leistungsstufen. Die drei Leistungsbereiche definieren sich wie folgt:
I. Unterstützungsleistungen in der Phase der PmW-Konzeption (0.1) als Bestandteil der Projektphase 0 II. Unterstützungsleistungen des PmW-Projektmanagements (orientiert an AHO) während der Projektphasen 0 bis 2 III. Spezifische Unterstützungsleistungen (u.a. abhängig von PmW-Modellausprägung) während der Projektphasen 0 bis 2
Die fünf Leistungsstufen orientieren sich an den PmW-Projektphasen. Dabei wird die Projektphase 0 in drei Leistungsstufen (0.1, 0.2, 0.3) unterteilt. Daraus ergibt sich folgende Grundstruktur:
| Grundstruktur für ‚PmW-Unterstützungsleistungen‘ | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PmW-Projektphasen Projektphase 0 Projektphase 1 Proketphase 2 (PmW-Projektinitiierung) (PmW-Vertragsstufe 1) (PmW-Vertragsstufe 2) | |||||||
| Projekt- vorbereitung | Leistungsstufen 0.2) PmW- 0.3) PmW- 0.1) PmW- Verfahrens- Vergabe- 1) Integrierte Planung 2) Ausführung Konzeption vorbereitung verfahren | ||||||
| WSV-interne Vorbereitungs- phase, i.d.R. ohne externe Unterstützung | e h | I.) Unterstützungs- leistungen der PmW-Konzeption | |||||
| c ie r e b s g n u ts i | II.) Unterstützungsleistungen für das Projektmanagment (vgl. AHO-Heft 9, orientiert an Projektphasen/ Handlungsbereichen) | ||||||
| e L | III.) spezifische PmW-Unterstützungsleistungen (abhängig von PmW-Modellvariante, projektspezifischen Anforderungen/ Besonderheiten) |
Nachfolgend sind die PmW-Unterstützungsleistungen orientiert an vorstehender Grundstruktur aufgebaut und beschrieben. Die Leistungsbeschreibung ist so strukturiert, dass ein stufenweiser Abruf bzw. eine stufenweise Beauftragung nach vorstehenden Leistungsstufen (0.1, 0.2, 0.3, 1, 2) erfolgt.
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2. Leistungsbild für PmW-Unterstützungsleistungen
I. Leistungen der PmW-Konzeption1
Die Leistungen der PmW-Konzeption (Leistungsbereich I) erfolgen in der Projektphase 0, insbesondere in der Leistungsstufe 0.1. Zweck der PmW-Konzeption ist die optimale Einordnung des konkreten Projektes in den PmW-Modellrahmen. Ziel ist daher, die Leistungsstufe 0.1 mit einer konkreten, bestmöglichen PmW-Projektabwicklungskonzeption abzuschließen, die rahmengebend für die weitere Projektvorbereitung und -umsetzung ist. Die Leistungen der PmW-Konzeption sind in folgende zwei Leistungsteile unterteilt.
I.a) Erfassungs- und Analyseschritte
Der Leistungsteil I.a beinhaltet verschiedene Erfassungs- und Analyseschritte, die das systematische Zusammentragen grundsätzlicher Informationen zum PmW-Projekt unterstützen. Die einzelnen Erfassungs- und Analyseschritte stehen in Wirkungszusammenhängen zueinander. Daher ist eine integrierte Betrachtung erforderlich. Obgleich aufgrund des fortgeschrittenen Bearbeitungsstandes im betreffenden Projekt (E-HU Planung genehmigt) bereits Informationen wie Projektparameter und -ziele vorliegen, sollen die einzelnen Leistungen durch den AN mit angeboten werden, um ggf. einen Leistungsabruf zu ermöglichen.
I.a.1. Erfassung von Projektparametern (u.a. Projektgegenstand, Bedarf, Leistungsinhalte, Komplexität, Besonderheiten, Beteiligte, Stakeholder, Finanzierung, Kosten,-Termin-, Qualitätsvorgaben) I.a.2. Erfassung von Projektzielen (u.a. Erfolgsfaktoren, Ergebniserwartungen, Zielerfassungsprozess Zielkategorien/-arten/- katalog, Systematisierung, Priorisierung, Messkriterien/-system) I.a.3. Risikoanalyse zum Projekt (u.a. Risikokategorien/-arten, Risikotabelle/-matrix/-katalog, Schadensklassen/ Eintritts- wahrscheinlichkeiten, Erfassung, Priorisierung, Zuordnung) I.a.4. Leistungs- und Wertschöpfungsanalyse (u.a. Bauwerke/-abschnitte, Bauteilstruktur, Leistungsteile, Phasen, Gewerke, Kompetenzfelder, Wertschöpfungstreiber, Marktverhältnisse, Investitions-/Kostenvolumina, Zuordnungsstruktur, Leistungshierarchien, marktgängige Konstellationen, ggf. Variantenvergleiche) I.a.5. Fähigkeits- und Verfügbarkeitsanalyse (Einbindungs-/Mitwirkungsgrad AG in Planungs-/Bauphase, erforderliche interne/marktseitige Ressourcen/Kapazitäten/Kompetenzen, Zuordnung zu Leistungsträgern, Übertragbarkeit von Leistungen an Planungs- und Baupartner)
Umfangreiche und fundierte Ergebnisse und Erkenntnisse im Leistungsteil I.a sind eine Grundlage und Voraussetzung für den Übergang zu Leistungsteil I.b.
1 Leistungen der PmW-Konzeption können ggf. eine inhaltliche bzw. zeitliche Überlappung mit vorangehenden bzw. nachfolgenden Projektphasen aufweisen.
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I.b) Projektabwicklungskonzeption
Gegenstand von Leistungsteil I.b ist die Erstellung des PmW-Projektabwicklungskonzeptes. Auf Basis der Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Leistungsteil I.a sind Entscheidungsgrundlagen für die zweckmäßige Auswahl der PmW-Module zu erarbeiten, um anschließend die PmW-Modellvariante für das Projekt festzulegen und zu beschreiben. Dabei stehen folgende Gestaltungsbereiche des PmW- Modells im Vordergrund, die zusammenhängend und integriert durchzuarbeiten sind:
I.b.1. Projekt Governance und Organisation (u.a. projektspezifische PmW-Projektaufbauorganisation, Personalverfügbarkeit, Hierarchie WSV, organisatorische Einbindung Nutzer/Stakeholdern, Entscheidungsprinzipien/-mandate, Rollen-/ Personalprofile, PmW-Prozesse/ Ablauforganisation) I.b.2. Partner- und Vergabestruktur (u.a. horizontale/ vertikale Leistungskopplungen) I.b.3. Kooperations- und Integrationsansatz (u.a. Mitwirkungsumfang Baupartner in Planung, Erwartungen WSV an Zusammenarbeit/Allianz, Mitwirkung WSV-Personal, Projekt Charta, Werte/Prinzipen, z.B. open-book, best-for-project, LEAN, Co-Location, Team-Building, etc.) I.b.4. Vertrags- und Verfahrensansatz Die Gestaltung des Vertragsmodells erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Wirtschaftskanzlei. Der AN soll bei der Durchführung von technisch-organisatorischen Überlegungen zum Vertragsmodell u.a. Prozesse/Abläufe/ Leistungsinhalte PmW-Vertragsstufen 1 und 2, Verfahrensgestaltung/-strukturierung, u.a. Verhandlungs-/Dialogelementen, Sicherstellung Qualitäts-/Kompetenzwettbewerb, Struktur der Ausschreibungs-/Vergabeunterlagen) mitwirken. I.b.5. Vergütungs- und Anreizsystematik Auch die Ermittlung der Vergütungs- und Anreizsystematik wird in Zusammenarbeit mit einer Anwaltskanzlei erarbeitet. Ein Mitwirken bei u.a. Vergleich/Abwägung/Anpassung PmW- Vergütungslösungen, Ermittlung geeigneter/valider Projektbudgetgrößen, ggf. Kopplung mit Zielpreissystem, projektspezifische Anreizregelungen zur Planungs-/Bauphase soll angeboten werden.
Das PmW-Projektabwicklungskonzept ist zentrales Leistungsergebnis der PmW-Konzeption und rahmengebend für die nachfolgenden Projektphasen. Die PmW-Konzeption muss daher sorgfältig und gründlich erfolgen. Ein abgestimmtes PmW-Projektabwicklungskonzept ist Voraussetzung für den Übergang in die nächste Leistungsstufe bzw. PmW-Projektphase.
Die WSV/AG schätzt die Dauer und den Aufwand2 für die PmW-Konzeption bzw. die Leistungsstufe 0.1 nach derzeitigem Kenntnisstand wie folgt ein:
Gesamtdauer PmW-Konzeption / Leistungsstufe 0.1: 4 Monate
Aufwand: 0,1 VZÄ
Die Aufwandsschätzungen der WSV/AG sind Ausgangspunkt der konkretisierenden Budgetabstimmung und -vereinbarung vor Beginn jeder Leistungsstufe der PmW-Unterstützung. Die Konkretisierung und Festlegung/Deckelung des Budgets je Leistungsstufe erfolgt jeweils auf Basis einer vorab seitens AN erstellten aussagekräftigen und nachvollziehbaren Arbeits-, Termin- und Personaleinsatzplanung.
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II. Unterstützung des PmW-Projektmanagements
Projektmanagementleistungen sind entsprechend DIN 69901-5:2009-01 allgemein definiert als (technisch-wirtschaftliche) Führungsaufgaben, -organisationen, -techniken und -mittel für die Initiierung, Definition, Planung, Steuerung und den Abschluss von Projekten. Für Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobilienwirtschaft bietet die Leistungs- und Honorarordnung gem. AHO-Heft Nr. 9 eine auch für PmW-Projekte grundsätzlich geeignete Orientierung. Nachfolgend sind die in den einzelnen PmW-Projektphasen voraussichtlich erforderlichen Projektmanagementleistungen zur Unterstützung der WSV-Projektteams orientiert an der AHO-Leitungsstruktur für das Projekt grundsätzlich spezifiziert.
II.a) PmW-Projektphase 0: PmW-Initiierung
In der PmW-Projektphase 0 bzw. in den Leistungsstufen 0.1 bis 0.3 sind folgende Projektmanagementleistungen zu erbringen, die gemäß AHO-Heft Nr. 9 insbesondere den dortigen Projektstufen 1 (Projektvorbereitung) und 2 (Planung) zugeordnet sind. Die einzelnen Leistungen sind dort konkreter beschrieben und in PmW-Projekten in inhaltlich vergleichbarer Weise erforderlich:
| Unterstützungsleistungen Projektmanagement, PmW-Projektphase 0) (vgl. AHO-Heft 9, Projektstufen "1.Projektvorbereitung" und "2.Planung") | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AHO-Heft 9 | Handlungsbereiche | ||||||
| Leistungen | A. Organisation, Information, Koordination, Dokumentation | B. Qualitäten und Quantitäten | C. Kosten und Finanzierung | D. Termine, Kapazitäten, Logistik | E. Verträge, Versicherungen | ||
| Projektsteuerung, | X | X | X | X | X | ||
| Grundleistungen | |||||||
| Projektsteuerung, | - | - | - | - | - | ||
| besondere | |||||||
| Leistungen | |||||||
| Leistungen der Projektleitung | Leistungen der | - | |||||
| Projektleitung |
Die WSV/AG schätzt die Dauer und den Aufwand für die Unterstützung des PmW-Projektmanagement in der Projektphase 0 bzw. in den Leistungsstufen 0.1 bis 0.3 nach derzeitigem Kenntnisstand wie folgt ein:
Gesamtdauer Projektphase 0: ca. 18 Monate
Aufwand: 0,1 VZÄ
Die Aufwandsschätzungen der WSV/AG sind Ausgangspunkt der konkretisierenden Budgetabstimmung und -vereinbarung vor Beginn jeder Leistungsstufe der PmW-Unterstützung. Die Konkretisierung und Festlegung/Deckelung des Budgets je Leistungsstufe erfolgt jeweils auf Basis einer vorab seitens AN erstellten aussagekräftigen und nachvollziehbaren Arbeits-, Termin- und Personaleinsatzplanung.
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II.b) PmW-Projektphase 1: Integrierte Planung
In der PmW-Projektphase 1 sind folgende Projektmanagementleistungen zu erbringen, die gemäß AHO-Heft Nr. 9 insbesondere den dortigen Projektstufen 2 (Planung) und 3 (Ausführungsvorbereitung) zugeordnet sind. Die einzelnen Leistungen sind dort konkreter beschrieben und in PmW-Projekten in inhaltlich vergleichbarer Weise erforderlich:
| Unterstützungsleistungen Projektmanagement, PmW-Projektphase 1 (vgl. AHO-Heft 9, Projektstufen "2.Planung" und "3.Ausführungsvorbereitung") | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AHO-Heft 9 | Handlungsbereiche | ||||||
| Leistungen | A. Organisation , Information, Koordination , Dokumentati on | B. Qualitäte n und Quantität en | C. Kosten und Finanzieru ng | D. Termine, Kapazitäten, Logistik | E. Verträge, Versicherun gen | ||
| Projektsteueru | X | X | X | X | X | ||
| ng, | |||||||
| Grundleistung | |||||||
| en | |||||||
| Projektsteueru ng, besondere Leistungen | Projektsteueru | - | - | - | Ggf. Inbetriebnahmemanage ment gem. AHO, Heft Nr. 19, Kap. 8 und Technisches Inbetriebnahmemanage ment gem. AHO, Heft Nr. 19, Kap. 9 | - | |
| ng, besondere | |||||||
| Leistungen | |||||||
| Leistungen der Projektleitung | - |
Die Projektleitung liegt beim AG. Die Aufgabe des AN besteht im Wesentlichen aus Unterstützungsleistungen des AG in Form der Projektsteuerung.
Die WSV/AG schätzt Dauer und Aufwand für die Unterstützung des PmW-Projektmanagement in der Projektphase 1 nach derzeitigem Kenntnisstand wie folgt ein:
Gesamtdauer Projektphase 1: ca. 13 Monate
Aufwand: 0,1 VZÄ
Die Aufwandsschätzungen der WSV/AG sind Ausgangspunkt der konkretisierenden Budgetabstimmung und -vereinbarung vor Beginn jeder Leistungsstufe der PmW-Unterstützung. Die Konkretisierung und Festlegung/Deckelung des Budgets je Leistungsstufe erfolgt jeweils auf Basis einer vorab seitens AN erstellten aussagekräftigen und nachvollziehbaren Arbeits-, Termin- und Personaleinsatzplanung.
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II.c) PmW-Projektphase 2: Ausführung
In der PmW-Projektphase 2 werden folgende Projektmanagementleistungen erforderlich, die gemäß AHO-Heft Nr. 9 insbesondere den dortigen Projektstufen 4 (Ausführung) und 5 (Projektabschluss) zugeordnet sind. Die einzelnen Leistungen sind dort konkreter beschrieben und sind in PmW-Projekten in inhaltlich vergleichbarer Weise erforderlich:
| Unterstützungsleistungen Projektmanagement, PmW-Projektphase 2 (vgl. AHO-Heft 9, Projektstufen "4.Ausführung" und "3.Projektabschluss") | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AHO-Heft 9 | Handlungsbereiche | ||||||
| Leistungen | A. Organisation , Information, Koordination , Dokumentati on | B. Qualitäte n und Quantität en | C. Kosten und Finanzieru ng | D. Termine, Kapazitäten, Logistik | E. Verträge, Versicherun gen | ||
| Projektsteueru | X | X | X | X | X | ||
| ng, | |||||||
| Grundleistung | |||||||
| en | |||||||
| Projektsteueru ng, besondere Leistungen | Projektsteueru | - | - | - | Ggf. Inbetriebnahmemanage ment gem. AHO, Heft Nr. 19, Kap. 8 und Technisches Inbetriebnahmemanage ment gem. AHO, Heft Nr. 19, Kap. 9 | - | |
| ng, besondere | |||||||
| Leistungen | |||||||
| Leistungen der Projektleitung | - |
Die WSV/AG schätzt Dauer und Aufwand für die Unterstützung des PmW-Projektmanagement in der Projektphase 2 nach derzeitigem Kenntnisstand wie folgt ein:
Gesamtdauer Projektphase 2: ca. 8 Jahre (92 Monate)
Aufwand: 0,1 VZÄ
Die Aufwandsschätzungen der WSV/AG sind Ausgangspunkt der konkretisierenden Budgetabstimmung und -vereinbarung vor Beginn jeder Leistungsstufe der PmW-Unterstützung. Die Konkretisierung und Festlegung/Deckelung des Budgets je Leistungsstufe erfolgt jeweils auf Basis einer vorab seitens AN erstellten aussagekräftigen und nachvollziehbaren Arbeits-, Termin- und Personaleinsatzplanung.
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III. Spezifische PmW-Unterstützungsleistungen
Ergänzend zu den Leistungen der vorstehenden Leistungsbereiche I und II sind in den Leistungsstufen 0.2 bis 2 spezifische PmW-Unterstützungsleistungen (Leistungsbereich III) zu erbringen. Hinsichtlich Art und Umfang sind diese in besonderem Maße abhängig von den Ergebnissen der PmW-Konzeption (Leistungsstufe 0.1) und dem bis dahin weiterentwickelten Anforderungs- und Leistungsprofil des Projektes. Eine entsprechende Konkretisierung des Leistungsbildes wird daher zum Ende der Leistungsstufe 0.1 vorgenommen. Im Fokus des Leistungsbereiches III stehen unter anderem folgende Aspekte:
▪ PmW-Projektorganisation: Diese ist projektspezifisch und PmW-konform vom AN zu entwickeln, mit dem WSV-Projektteam abzustimmen und festzulegen. Mit der Besetzung zentraler Funktionen (u.a. SMT, PMT) und der Wahrnehmung der Aufgaben sind verschiedene Anforderungen für das WSV-Projektteam verbunden. Zudem werden ab PmW-Projektphase 1 operative Unterstützungsleistungen durch den AN erforderlich, um die funktionierende, wirksame PmW-Projektorganisation zu unterstützen. ▪ PmW-Kernprozesse: Die operative PmW-Projektarbeit bringt einige besondere Aufgaben und Prozesse mit sich, die für ein Gelingen von besonderer Bedeutung sind. Hierzu zählen z.B. Bausoll-, Kosten-, Preis-, Risikoermittlungsprozess, Vorgaben und Abläufe des PmW- Projektcontrollings/-rechnungswesens. Diese Prozesse sind vom AN zunächst PmW-konform zu entwickeln, abzustimmen, zu definieren. Anschließend sind sie vom AN funktionsfähig im Projekt zu implementieren, zu begleiten und ggf. zu betreiben. ▪ Projektbezogene Besonderheiten: Die WSV benötigt im konkreten Projekt weitere Unterstützung u.a. im Zusammenhang mit folgenden Aspekten:
− Bewertung zu Vergütungs- und Anreizsystemen und ggf. deren Entwicklung − Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und haushaltsrechtliche Nachweisführung − Erstellung der Funktionalen Leistungsbeschreibung − Baupreisprüfung − Umsetzung der Anforderungen aus der Maschinenverordnung
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III.a) PmW-Projektphase 0 (PmW-Initiierung):
In der PmW-Projektphasen 0 sind voraussichtlich u.a. folgende spezifische PmW- Unterstützungsleistungen erforderlich:
▪ Fortschreibung und Konkretisierung der bisherigen, PmW-spezifischen Arbeitsergebnisse und -dokumente (z.B. Projektstrukturplan, PmW-Konzeption, Projektzielkatalog, Risikomatrix, PmW-Projektorganisation), ▪ Ermittlung eines belastbaren Projektbudgets und Entwicklung einer Strategie zum Umgang mit der Budgetgröße im Projekt (u.a. Vorgabe vs. Richtgröße, Marktkommunikation), ▪ Konzeption, Vorbereitung, Überführung von Marktfeedback/Erkenntnissen in die weitere PmW-Projektabwicklung, ▪ Entwicklung und Ausarbeitung des projektspezifischen Vergütungsmodells, ggf. mit Anreizregelungen), ▪ Entwicklung und Ausarbeitung eines projektspezifischen Bausoll-/Preisermittlungs- /Vereinbarungsprozesses unter Berücksichtigung der Genehmigungsprozesse und Verwaltungsvorschriften der WSV (u.a. bzgl. E-HU, E-AU, ggf. PFV), ▪ PmW-konforme Strukturierung/Erstellung von Ausschreibungsunterlagen (u.a. Fortschreibung der Funktionalen Leistungsbeschreibung) sowie der Vorbereitung und Durchführung des PmW- Vergabeverfahrens, ▪ Entwicklung und Ausarbeitung von PmW-konformen Eignungs-/ Zuschlagskriterien und entsprechender Wertungsmatrizen (ggf. einschl. Sensitivitätsanalysen zu Kriterien, Messverfahren, Gewichtung), ▪ Mitwirkung bei der Erstellung des Projektvertrages (u.a. durch Erstellung technischer Vertragsanlagen, PmW-spezifischer Lösungs-/Regelungsvorschläge zur juristischen Umsetzung im Vertragswerk).
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III.b) PmW-Projektphase 1 (Integrierte Planung)
In der PmW-Projektphasen 1 sind voraussichtlich u.a. folgende spezifische PmW- Unterstützungsleistungen erforderlich:
▪ Fortschreibung und Präzisierung bisheriger, PmW-spezifischer Arbeitsergebnisse/-dokumente (u.a. Funktionale Leistungsbeschreibung) und weitere Abstimmung mit den PmW- Vertragspartnern, ▪ Steuerung und Mitwirkung im Rahmen des gemeinsamen Risikomanagements der PmW- Vertragspartner (u.a. Risikoworkshops, Risikoidentifizierung/-zuordnung/-bewertung, Risikobudgetierung/-maßnahmenplanung), ▪ PmW-prozessbezogene Begleitung in der Planungsphase, Etablierung/Weiterentwicklung/ Moderation/Steuerung PmW-Kernprozesse (u.a. Bausoll-/Preis-/Risikoermittlungsprozess, Erstellung Preisvereinbarungsunterlage, Kosten-/Leistungscontrolling, Nachweisführung Vergütung/Selbstkosten, Abrechnung) 3 ▪ Sicherstellen einer planungsbegleitenden, PmW-konformen Erfassung und Fortschreibung von Bausoll, Kosten, Risiken, Preisbestandteilen gemäß Vertragsvorgaben, ▪ laufende Prüfung/Validierung aller kalkulationsrelevanten, gemäß Open-Book-Prinzip erstellten Unterlagen der PmW-Vertragspartner und Verifizierung der Wirtschaftlichkeit der Umsetzung auf Grundlage dort ermittelter/angegebener Kosten, Mengen, Preise und Risiken sowie weiterer Angaben, ▪ Mitwirkung bei der Sicherstellung der Übereinstimmung der PmW-Modellumsetzung mit haushalts-, genehmigungs- und vergaberechtlichen Vorgaben sowie sonstigen Regelwerken, ▪ Vermittlung eines grundlegenden PmW-Modellverständnis für projektbeteiligte Personen durch Einstiegsschulung (z.B. projektbegleitende Durchführung von ‚onboarding‘-Workshops, PmW-Coachings) sowie Weiterentwicklung des PmW-Verständnisses im Projektteam (z.B. Erstellung von Projektleitlinien, Darstellung/ Erläuterung von Regelabläufen, Prozessstandards), ▪ Mitwirkung bei der Etablierung eines gesamtheitlichen Projektcontrollings (bzgl. Zielerreichung, Leistungen, Kosten, Risiken und entsprechender Fortschritts- bzw. Soll-Ist- Abgleiche) sowie Mitwirkung im Rahmen des Projektcontrollings (ggf. auch verantwortliche Durchführung für die WSV), ▪ Entwicklung/Organisation von Maßnahmen zur Förderung der Team- und Kooperationskultur, ▪ ggf. Erstellung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen zur Absicherung der Nachweisführung bzgl. wirtschaftlicher Mittelverwendung sowie begleitende Dokumentation zur Projektwirtschaftlichkeit (Datenerhebung/-verarbeitung zwecks Nachweisführung Vollzugs- /Maßnahmenwirtschaftlichkeit bzgl. monetärer sowie nicht monetärer Aspekte), ▪ ggf. planungsbegleitende Evaluierung/Erfolgskontrolle des PmW-Projektes (z.B. durch „Value- for-Money-Reporting“, Verfolgung/Auswertung von Kosten-/Risiko-/Erfolgsentwicklungen sowie Einflussfaktoren, Bereitstellung von Projekt-/Kostendaten für zukünftige PmW-Projekte), ▪ ggf. Übernahme besonderer operativer Aufgaben (z.B. Aufgaben innerhalb eines Projekt- Management-Office, Erstellung von Projektberichten, Pflege des Berichtswesens, Erstellung von Arbeits-/Entscheidungsvorlagen, Unterstützung bei PmW-Beschaffungsprozessen z.B. bei NU-Vergaben)
3 Die Verantwortung zur Einhaltung von definierten/vereinbarten Prozessvorgaben ist als Leistungspflicht der PmW-Vertragspartner zu vereinbaren, nicht als Leistungspflicht des PmW-Unterstützungsdienstleisters.
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III.c) PmW-Projektphase 2 (Ausführung)
Die vorstehenden Bereiche spezifische PmW-Unterstützungsleistungen in den Projektphasen 0 bis 2 erfordern teils besondere Qualifikationen und Kompetenzen auf Seiten des AN.
▪ Erfahrungen mit partnerschaftlichen/gesamtheitlichen Beschaffungs- /Projektabwicklungsansätzen (GU, TU, ÖPP, IPA), idealerweise im Geschäftsbereich der WSV ▪ Bauprojektmanagement-Kompetenzen (Projektleitungs-/steuerungserfahrung, Projektorganisationsformen, Projektstrukturierung Risiko-/Entscheidungsmanagement, etc.) ▪ Entwicklungs-/Beratungs-/Einordnungskompetenz bzgl. Partnerschaftlicher Projektumsetzungen PmW/IPA (Identifizierung/Abwägung/Entwicklung geeigneter Projekt- Gestaltungsoption) ▪ Erfahrung in Projekten nach Einheitspreisvertrag zur gezielten, marktakzeptablen Ausgestaltung des Projekts im Rahmen des PmW ▪ Baubetriebskompetenz (Planungs-/Baugewerke, Vergütungs-/Anreizmodelle, Kosten- /Kalkulationsstrukturen, Kenntnis von Planungs-/Bauabläufen, Herausarbeiten baubetrieblicher Besonderheiten, etc.) ▪ Marktkenntnis bzgl. potentieller Planungs-/Baupartner (auch Durchführung von Markterkundungen, Gestaltung von Allianzzuschnitt, Vergabepaketen/-losen nach Projekterfordernis, etc.) ▪ Verfahrens-/Vertragskenntnisse (insbesondere bzgl. Verhandlungsverfahren, Bauvertragsformen, Mehrparteienvertrag, Erstellung von entsprechenden Ausschreibungsunterlagen, Verfahrensmanagement, etc.) ▪ grundlegende Kenntnisse bzgl. LEAN, Nachhaltigkeit, Betrieb/Instandhaltung (zumindest in der Form, dass die zweckmäßige Art und Weise der Anwendung/Berücksichtigung im Projekt eingeschätzt werden kann) ▪ Kalkulations-/Baureisprüfungskompetenz, Erfahrung mit Beschaffungsvarianten/ Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen
Die WSV/AG schätzt den Aufwand der spezifischen PmW-Unterstützung für die Projektphasen 0 bis 2 nach derzeitigem Kenntnisstand wie folgt ein:
0,1 VZÄ, ca. 10 Jahre
Die Aufwandsschätzungen der WSV/AG sind Ausgangspunkt der konkretisierenden Budgetabstimmung und -vereinbarung vor Beginn jeder PmW-Projektphase. Die Konkretisierung und Festlegung/Deckelung des Budgets für diese Phase erfolgt auf Basis einer vorab seitens AN erstellten aussagekräftigen und nachvollziehbaren Arbeits-, Termin- und Personaleinsatzplanung. 4
4 Alternativ ist es auch denkbar, die Aufwände der spezifischen PmW-Unterstützung vom AN als „Besondere Leistungen der Projektsteuerung“ im Leistungsbereich II (Unterstützung des PmW-Projektmanagements) kalkulatorisch miterfassen zu lassen, sobald Leistungen/Aufwand konkreter bekannt/abschätzbar sind. Auf Kostentransparenz ist in jedem Fall zu achten.
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