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Unterstützung beim Betrieb des CAMPUSonline-Systems C@MPUS

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Universität Stuttgart, Zentrale Beschaffungsstelle Vergabenummer: 26-143 – Betrieb CAMPUSonline-System (C@MPUS)

UNIVERSITÄT STUTTGART

Vergabe Betrieb CAMPUSonline-System (C@MPUS)

IM WEGE DES

OFFENEN VERFAHREN

L

EISTUNGSBESCHREIBUNG


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Inhalt

1 Zusammenfassung .....................................................................................................................3 2 Beschreibung von C@MPUS und dessen Systemumgebung sowie der Systemlandkarte der Universität Stuttgart ....................................................................................................................3 2.1 C@MPUS und Systemumgebung .....................................................................................3 2.2 Systemlandkarte .................................................................................................................4 2.3 Schnittstellen ......................................................................................................................4 2.4 Datenbankbackups .............................................................................................................5 3 Allgemeine Anforderungen .......................................................................................................5 3.1 Datenschutz ........................................................................................................................5 3.2 Kommunikation und Regeltermine ...................................................................................5 4 Leistungen im Bereich Betriebsunterstützung .......................................................................5 4.1 Kontinuierlich erbrachte Leistungen zur Betriebsunterstützung ..................................5 4.2 Anforderungen im Rahmen von Abwesenheitsvertretungen und separat beauftragte Unterstützungsleistungen .............................................................................................................6 4.3. Dokumentation der Konfiguration ....................................................................................7 4.4. Support, Service- und Reaktionszeiten ............................................................................7 4.5. Service-Bereitstellung mit Ticketsystem / Hotline ..........................................................7 5 Umfang der Dienstleistung ........................................................................................................7 6 Angebotsprüfung und -wertung & Eignung ............................................................................7 6.1. Nachweis Informationssicherheit-Zertifizierung .............................................................8 6.2. Nachweis über die fachliche Eignung ..............................................................................8 6.3. Preisblatt (Bestandteil des Angebotsformulars, Anhang 1, Teil E) ...............................8 6.4. Konzepte für die Betriebsunterstützung ..........................................................................8 6.5. Technische und organisatorische Maßnahmen ..............................................................9 7 Zuschlagskriterien ......................................................................................................................9 7.1 Preis (70 Punkte, 50%) .......................................................................................................9 7.2 Konzept (70 Punkte, 50%) ..................................................................................................9 8 Vergütung ................................................................................................................................. 10 9 Teleservice / Fernzugriff ......................................................................................................... 11 10 Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers ........................................................................... 11 11 Quellcode ................................................................................................................................. 12 12 Dokumentation der Arbeiten .................................................................................................. 12


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1 Zusammenfassung

Das Team für das Management von IT-Applikationen und die Durchführung von IT-Projekten ITAP innerhalb des Informations- und Kommunikationszentrums IZUS der Universität Stuttgart (im Folgenden das ITAP) ist eine zentrale IT-Service-Einrichtung der Universität Stuttgart.

Das ITAP betreibt ein Campusmanagementsystem CAMPUSonline der TU Graz auf eigenen Servern in eigenen Räumlichkeiten. An der Universität Stuttgart wird das CAMPUSonline-Sys- tem mit C@MPUS bezeichnet. Dieser Begriff wird im Folgenden verwendet.

Für den reibungslosen Betrieb ist eine entsprechende Wartung, Pflege und Support der IT-Infra- struktur nötig. Die Infrastruktur von C@MPUS entspricht einer 3-Tier-Architektur (vgl. Kapitel 2).

Im Rahmen dieser Ausschreibung wird ein EVB-IT Dienstvertrag zur Betriebsunterstützung für den C@MPUS-Betrieb ausgeschrieben. Dieser umfasst Unterstützungsleistungen bei Wartung und Betrieb von Front- und Middle-Tier sowie des Oracle-Datenbankmanagementsystems.

Die Unterstützung wird sowohl bei (geplanten) Abwesenheitsvertretungen als auch beim Auf- treten von Problemfällen benötigt, um Ausfallzeiten zu vermeiden. Diese Leistungen werden seitens der Auftraggeberin nach Bedarf abgerufen.

Der EVB-IT Dienstvertrag (Anhang 2.1) ist ein Rahmenvertrag, über den die Leistungen zur Be- triebsunterstützung abgerufen werden. Die Leistungen sind in diesem Dokument in Kapitel 4 im Detail beschrieben.

Die Laufzeit des Rahmenvertrags beträgt 36 Monate ab Zuschlag. Es besteht die Möglichkeit ei- ner Vertragsverlängerung seitens der Auftraggeberin zweimalig um jeweils 12 Monate (Ge- samtlaufzeit insgesamt maximal 60 Monate).

2 Beschreibung von C@MPUS und dessen Systemumgebung sowie

der Systemlandkarte der Universität Stuttgart

2.1 C@MPUS und Systemumgebung

C@MPUS ist das Campusmanagementsystem der Universität Stuttgart und damit eines der für den Betrieb der Universität zentralen Systeme. Es basiert auf dem von der TU Graz entwickelten Softwareprodukt CAMPUSonline, das gleichermaßen als Informations- wie Verwaltungssystem konzipiert ist und alle zentralen Funktionalitäten entlang des Student Life Cycles zur Verfügung stellt, wie z.B. Bewerbung, Anmeldung zu Lehrveranstaltungen, Prüfungsverwaltung.

Die IT-Infrastruktur der C@MPUS Systeme entspricht einer 3-Tier-Architektur bestehend aus Secure-Reverse-Proxy (apache) als Client-Tier, Docker-Swarm als Middle-Tier und einer Oracle Enterprise Datenbank 19c als Data-Server Tier. Die Server-Hosts sind virtuelle Maschinen auf Basis vmware mit Betriebssystem Oracle Linux 9.x.


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Ursprünglich war die Applikationslogik ausschließlich in Oracle PL/SQL implementiert und so- mit logisch nicht vom Backend getrennt. Dieser Mangel wird seit geraumer Zeit durch sukzes- sive Migration von PL/SQL nach Java behoben. Die migrierten Applikationen/Services werden in Form von Docker-Containern bereitgestellt.

Mittelfristig ist die Umstellung des Backends auf PostgreSQL geplant; ein konkreter Termin da- für steht noch nicht fest.

Es werden außer dem Produktivsystem aktuell fünf weitere Systeme für Entwicklung, Tests und Review betrieben.

2.2 Systemlandkarte

2.3 Schnittstellen

Das Campusmanagementsystem ist über diverse Schnittstellen in die IT-Landschaft der Univer- sität integriert. Hierzu zählen beispielsweise Schnittstellen zum Identity Management der Uni- versität, zum SAP-System der Universität, sowie Anbindung an das E-Learningsystem (ILIAS) und das Content Management System (OpenCms). Außerdem bestehen Schnittstellen zu exter- nen Systemen, wie z.B. das DoSV (Dialogorientiertes Serviceverfahren für die Koordination von


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Bewerbungen und Zulassungen in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen) und der ITSG (Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung).

2.4 Datenbankbackups

Die Oracle-Datenbank des Produktivsystems wird täglich systemspezifisch per Oracle Recoverymanager (RMAN) gesichert und per Veeam-Plugin in einen Veeam-Storagebereich transferiert, der sich in der Infrastruktur der Universität Stuttgart befindet. Die Retention Policy to Recovery Window beträgt 5 Tage.

3 Allgemeine Anforderungen

3.1 Datenschutz

Für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben ist der Datenschutzbeauftragte der Universität Stuttgart verantwortlich. Der Auftragnehmer trägt dafür Sorge, dass alle Tätigkeiten die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz erfüllen. Zur Einhaltung der datenschutzrecht- lichen Bestimmungen der DS-GVO schließen die Auftraggeberin und der Auftragnehmer eine Auftragsdatenverarbeitungsvereinbarung gemäß Art. 28 DS-GVO ab.

3.2 Kommunikation und Regeltermine

Der Auftragnehmer unterrichtet die Auftraggeberin über alle vorgenommenen Tätigkeiten und für die Betriebssicherheit und -stabilität relevanten Vorgänge.

Der Auftragnehmer führt ein Changelog in einem mit der Auftraggeberin abzustimmenden Sys- tem.

In Bezug auf die Serviceerbringung nimmt der Auftragnehmer Regeltermine (maximal 60 min) mit der Auftraggeberin wahr, die etwa einmal im Quartal stattfinden. Diese Termine finden in der Regel online statt (Videokonferenz).

4 Leistungen im Bereich Betriebsunterstützung

4.1 Kontinuierlich erbrachte Leistungen zur Betriebsunterstützung

Der Auftragnehmer gewährleistet den stabilen Betrieb der Systeme durch folgende fortlaufende Leistungen:

• Access Management: Aufrechterhalten von Systemzugängen und Verfügbarkeit, so dass im Notfall ein Zugriff auf die Systeme möglich ist.

• System Monitoring: Überwachen relevanter Systemparameter und Services (z.B. Con- tainerstatus, CPU-, Memory- und Festplattenspeicher-Auslastung sowie weitere system- relevante Metriken) im laufenden Betrieb.


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• Monitoring der Datensicherungen: Überwachen der automatisierten Backup-Prozesse des Produktivsystems sowie regelmäßige Validierung der Datenbank-Backups hinsicht- lich ihrer Vollständigkeit und Wiederherstellbarkeit.

4.2 Anforderungen im Rahmen von Abwesenheitsvertretungen und separat beauftragte Un- terstützungsleistungen

Diese Leistungen werden seitens der Auftraggeberin nach Bedarf abgerufen.

Bei folgenden Leistungen werden die Termine bzw. der Bedarf von der Auftraggeberin ca. 14 Tage im Voraus bekanntgegeben:

• Einspielen von Updates (Security Patches, Quartalsupdates und Major Updates) des Oracle Datenbankmanagementsystems (DBMS) auf den DBMS der Testsysteme sowie des Produktivsystems (insgesamt bis zu 6 Systeme), inkl. Planung und Umsetzung so- wie ggf. Test und Dokumentation.

• Unterstützungen beim Einspielen von Updates, insbesondere beim Einspielen von Re- leases und Service Packs der CAMPUSonline-Software. Auf dem Produktivsystem wer- den ca. 25 CAMPUSonline-Updates pro Jahr eingespielt, wobei nicht für alle Updates eine Unterstützung benötigt und angefordert wird.

• Unterstützung bei der Anpassung vorhandener Bash-Skripte zur Automatisierung des Betriebs, z.B. für das Einspielen von Updates und Klonen, falls diese angepasst werden müssen.

• Unterstützung beim Einspielen von Klonen (Datenkopien) aus dem Produktivsystem in den Testsystemen.

• Unterstützung bei der Inbetriebnahme, dem Betrieb sowie der Entstörung von COnX- Applikationen (auf Basis von Docker Swarm), insbesondere auch bei lokalen Eigenent- wicklungen.

• Unterstützung im Identitätsmanagement im Bereich der Konfiguration von Keycloak und SSO (Single Sign On).

• Weitere Unterstützungsleistungen nach Absprache, z.B. Unterstützungsleistungen im Rahmen der mittelfristig geplanten Umstellung des DBMS-Backends von Oracle auf PostgreSQL.

Für folgende Leistungen können die Termine bzw. der Bedarf nicht im Voraus bekanntgegeben werden (zu gewünschten Service- und Reaktionszeiten siehe Abschnitt 4.3.):

• Unterstützung bei der Behebung von Störungen inkl. Monitoring von Services und Be- triebsressourcen (z.B. Containerstatus, CPU-Last, Memory-Auslastung) während der Be- hebung.


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• Einspielen von Backups und Durchführen einer Datenbank-Recovery beim Produktivsys- tem in Notfällen.

4.3. Dokumentation der Konfiguration

Jegliche Art von Änderungen werden durch den Auftragnehmer im von der Auftraggeberin zur Verfügung gestellten Changelog unverzüglich dokumentiert. Die Kommunikation von Änderun- gen und die Dokumentation findet in deutscher Sprache statt.

Eventuell entstehender Quellcode wird ebenfalls an die Auftraggeberin übergeben.

4.4. Support, Service- und Reaktionszeiten

Die Auftraggeberin erwartet als Minimum Service- und Supportzeiten während der regulären Arbeitszeiten (Montag bis Freitag 8 bis 17 Uhr) mit einer Reaktionszeit von maximal 2 Stunden.

4.5. Service-Bereitstellung mit Ticketsystem / Hotline

Der Auftragnehmer stellt der Auftraggeberin einen Single-Point-of-Contact zur Verfügung, über den die Serviceerbringung eingefordert werden kann. Dies kann über eine Telefon-Hotline ge- schehen, per E-Mail oder über eine Möglichkeit, das Ticketsystem des Auftragnehmers in An- spruch zu nehmen. Die Kommunikation findet in deutscher Sprache statt.

5 Umfang der Dienstleistung

Erwartet wird eine Unterstützungsleistung von bis zu 192 Arbeitsstunden (24 Arbeitstage) im Jahr, die im Rahmen eines Kontingents abgerufen werden sollen. Es werden nur tatsächlich in Anspruch genommene Stunden abgerechnet.

6 Angebotsprüfung und -wertung & Eignung

Dem Angebot sind über die mit der Ausschreibung ausgehändigten Unterlagen hinaus fol- gende zusätzliche Unterlagen und Nachweise beizufügen:

• Nachweis über Informationssicherheit-Zertifizierung durch gültiges Zertifikat bei Ange- botsabgabe: Der Bieter verfügt über ein zertifiziertes Informationssicherheits-Manage- mentsystem nach DIN EN ISO/IEC 27001 oder gleichwertig (z. B. BSI IT-Grundschutz). (Angebotsformular - Eignung)

• Nachweis über fachliche Eignung: Nachweis über ausgewiesene Erfahrung mit dem Be- trieb von CAMPUSonline bzw. Oracle-basierten Campusmanagement-Systemen an 3 Hochschulen mit mindestens 20.000 Studierenden innerhalb der letzten 3 Jahre. (Ange- botsformular - Eignung)

• Ausgefülltes Preisblatt (Bestandteil des Angebotsformulars, Anhang 1, Teil E)

• Konzept für die Betriebsunterstützung

• Technische und organisatorische Maßnahmen für die Infrastruktur und Prozesse des Bieters nach Art. 32 Abs. 1 lit. b DS-GVO


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6.1. Nachweis Informationssicherheit-Zertifizierung

Gefordert wird ein zertifiziertes Informationssicherheits-Managementsystem nach DIN EN ISO/IEC 27001 oder gleichwertig (z. B. BSI IT-Grundschutz). Bitte weisen Sie das durch entspre- chende, gültige Zertifikate bei der Angebotsabgabe nach.

6.2. Nachweis über die fachliche Eignung

Bitte füllen Sie dazu die Erklärungen über Referenzleistungen im Angebotsformular (Anhang 1) aus.

Gefordert werden Nachweise über Erfahrungen mit dem Betrieb von CAMPUSonline bzw. Oracle-basierten Campusmanagement-Systemen an 3 Hochschulen mit mindestens 20.000 Stu- dierenden innerhalb der letzten 3 Jahre.

Die Auftraggeberin ist berechtigt, die angegebenen Referenzen selbst auf Richtigkeit zu über- prüfen und bei den entsprechenden Ansprechpartnern Informationen einzuholen. Sollten sich dabei Tatsachen ergeben, die den Bieter als nicht geeignet darstellen, kann er vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden.

Die Auftraggeberin prüft zudem die eingereichten technischen und organisatorischen Maßnah- men (vgl. 6.6) sorgfältig. Wenn sich im Zuge dieser Prüfung Tatsachen ergeben, die den Bieter als nicht geeignet darstellen, kann er vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden.

6.3. Preisblatt (Bestandteil des Angebotsformulars, Anhang 1, Teil E)

Das Preisblatt enthält einen Festpreis zur Gewährleistung der Verfügbarkeit und für Hinter- grund-Tätigkeiten, die seitens des Auftragsnehmers nötig sind, um eine schnelle Übergabe bei Anforderung von nicht geplanten Unterstützungsleistungen zur Behebung von Störungen usw. zu ermöglichen (vgl. Kapitel 4.1).

Das Preisblatt enthält des Weiteren den Stundensatz für die in Kapitel 4.2 beschriebenen zu er- bringenden Leistungen sowie für weitere Dienstleistungen, die sich im Zuge des EVB-IT Dienst- vertrags ergeben können und die in dieser Leistungsbeschreibung nicht explizit aufgeführt sind.

Die Dienstleistungen können, bei Vorliegen eines geeigneten Konzepts (vgl. 6.6), mittels Tele- service größtenteils remote erbracht werden.

Reisekosten, Reisezeiten, Nebenkosten und Materialkosten werden nicht gesondert vergütet. Es werden auch keine Zuschläge für (geplante) Wartungsarbeiten an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen vergütet.

6.4. Konzepte für die Betriebsunterstützung

In den Konzepten für die Betriebsunterstützung (vgl. Kapitel 4) sollte insbesondere skizziert wer- den, wie die Zusammenarbeit gestaltet werden kann und welches Vorgehen für die Aufnahme und Startphase der Betriebsunterstützung vorgeschlagen wird. Ggf. ist für die Startphase eine zusätzliche Aufwands- und Kostenschätzung im Preisblatt anzugeben.


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6.5. Technische und organisatorische Maßnahmen

Des Weiteren sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen für die Infrastruktur und Prozesse des Auftragnehmers nach Art. 32 Abs. 1 lit. b DS-GVO beizulegen (siehe auch Kapitel 9 Teleservice / Fernzugriff), soweit sie an der Erbringung der Leistung beteiligt sind. Sollten sich aus den Unterlagen Tatsachen ergeben, die den Bieter als nicht geeignet darstellen, kann er vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden. Daher weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 Abs. 1 lit. B DS-GVO aus- reichend detailliert darzustellen sind. Eine Checkliste oder einzelne Stichwörter sind hierfür nicht ausreichend.

7 Zuschlagskriterien

Die Zuschlagskriterien sind der Preis mit einer Gewichtung von 50% und das Konzept für die Betriebsunterstützung mit einer Gewichtung von 50%.

Die Formel für die Kennzahl 𝑍 lautet:

𝑍 =𝐾+𝑃

𝑍 ist maximal 140, der höchste zu erreichende Wert. Das Angebot mit der höchsten Kennzahl 𝑍 erhält den Zuschlag.

7.1 Preis (70 Punkte, 50%)

Zum Ermitteln des preisgünstigsten Angebots wird der Gesamtpreis für ein Jahr berechnet, der sich aus dem Festpreis und den gewichteten Stundensätzen ergibt mit der Annahme, dass das Kontingent wie in Kapitel 5 beschrieben abgerufen wird. Falls für die Startphase zusätzliche Aufwände entstehen, dann fließt die Kostenschätzung für die Startphase als weiterer Summand in diesen Gesamtpreis mit ein.

Der Gesamtpreis für ein Jahr (inkl. Startphase) ergibt sich damit wie folgt:

𝑆 =𝑆 +(192∗𝑆 )+𝑆 Angebot Festpreis pro Jahr Stundensatz Startphase

Der beste Preis 𝑆 (das preisgünstigste Angebot) erhält 70 Punkte. Die anderen Angebote Bester Preis erhalten Punkte entsprechend ihrer prozentualen Abweichung:

𝑆 𝑃 = Bester Preis∗70 Punkte 𝑆 Angebot

7.2 Konzept (70 Punkte, 50%)

Bitte führen Sie im Konzept für die Betriebsunterstützung insbesondere die folgenden Punkte aus:

• Access Management: Aufrechterhalten von Systemzugängen und Verfügbarkeit.

• System Monitoring: Überwachen relevanter Systemparameter und Services im laufen- den Betrieb.


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• Service-Bereitstellung und Abruf nicht planbarer Unterstützungsleistungen (Behebung von Störungen).

Die Grundlage für die Bewertung des Konzepts 𝐾 bilden die Vollständigkeit und Plausibilität mit Blick auf die darzulegenden Aspekte. Konkret sind bei der Bewertung des Konzepts folgende Punkte erreichbar:

Sehr gutes Konzept sehr gute Darstellungen ohne Mängel, klar strukturierte logisch aufge- baute Vorgehensweise, keine Fragen/Aspekte bleiben offen, sehr gute fachliche Qualität und Schlüssigkeit des Konzepts70 Punkte
Gutes Konzept gute Darstellungen mit wenigen kleineren Mängeln, überwiegend klar strukturierte logisch aufgebaute Vorgehensweise; nur wenige offene Fra- gen/Aspekte, gute fachliche Qualität und Schlüssigkeit des Konzepts60 Punkte
Befriedigendes Konzept zufriedenstellende Darstellungen mit vielen kleineren Mängeln, brauch- bar strukturierte Vorgehensweise, mehrere offene Fragen/Aspekte, zu- friedenstellende fachliche Qualität und Schlüssigkeit des Konzepts40 Punkte
Ausreichendes Konzept unterdurchschnittliche Darstellungen mit größeren Mängeln, nur wenig strukturierte Vorgehensweise, viele offene Fragen/Aspekte, mangelhafte fachliche Qualität und Schlüssigkeit des Konzepts20 Punkte
Mangelhaftes Konzept fehlende oder ungenügende Darstellungen mit schwerwiegenden Män- geln, unstrukturierte Vorgehensweise, viele offene Fragen/Aspekte, un- genügende fachliche Qualität und Schlüssigkeit des Konzepts0 Punkte

Die Bewertung des Konzepts erfolgt durch ein heterogen zusammengesetztes Team von min- destens drei Personen.

8 Vergütung

Die Vergütung erfolgt monatlich nach Aufwand. Die Abrechnung muss viertelstundengenau er- folgen. Die Leistungsnachweise sind detailliert darzustellen. Als Vorlage hierfür kann der EVB-IT Leistungsnachweis Dienstleistungen dienen.


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9 Teleservice / Fernzugriff

Der Auftragnehmer kann Teile der Leistung mittels Teleservice / Fernzugriff (Remote-Zugriff) erbringen. Hierzu ist zuvor ein Vertrag zur Datenverarbeitung im Auftrag mit der Auftraggeberin nach dem Muster der Zentralen Datenschutzstelle der baden-württembergischen Universitäten (ZENDAS) abzuschließen (Anhang 7). Um die Eignung des Bieters für Teleservice / Fernzugriff bereits im Rahmen der Ausschreibung zu prüfen, ist den Ausschreibungsunterlagen die Be- schreibung der technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 Abs. 1 lit. b DS- GVO beizulegen.

Im Fall von Live-Support1 ist bevorzugt die On-Premise betriebene Fernwartungssoftwarelö- sung der Auftraggeberin zu verwenden (derzeit AnyDesk der AnyDesk Software GmbH). An- sonsten sind nur Fernwartungslösungen zulässig, bei denen der Zugriff nicht über die Infra- struktur eines Dritten erfolgt.

Im Fall von Fernwartungsarbeiten2 erfolgt der Zugriff mit Hilfe einer VPN-Verbindung in das Netz der Auftraggeberin. Die Auftraggeberin legt die Art und die Authentifizierungsmethode des VPN-Zugriffs fest und stellt ggf. den VPN-Client zur Verfügung (derzeit Cisco AnyConnect der Cisco Systems GmbH). Der VPN-Zugriff erfolgt mit Hilfe personalisierter Benutzerkonten. Die Auftraggeberin stellt dem Auftragnehmer einen VDI-Arbeitsplatz zur Verfügung (derzeit Om- nissa Horizon). Auf dem VDI-Arbeitsplatz ist nur ein Windows Basissystem installiert. Das Ver- binden von lokalen Laufwerken ist auf dem VDI-Arbeitsplatz nicht möglich. Vom VDI-Arbeits- platz kann ein Zugriff auf die Systeme erfolgen. Die Rechte auf den C@MPUS-Systemen werden auf dem erforderlichen Minimum bereitgestellt. Der Fernwartungszugriff wird nur anlassbezo- gen freigeschaltet. Der Auftragnehmer muss dem Verantwortlichen die Beendigung der Arbei- ten anzeigen, so dass der Fernwartungszugriff wieder geschlossen werden kann.

10 Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers

Seitens des ITAP stehen für die Zusammenarbeit im Bereich IT-Basisbetrieb und Schnittstellen- entwicklung und -pflege zwei Mitarbeiter zur Verfügung.

1 Live-Support ist die direkte Unterstützung des Verantwortlichen durch den Auftragsverarbeiter am Bildschirm des Verantwortlichen. Hierzu kann sich der Auftragsverarbeiter mittels einer Soft- ware zur Fernwartung auf den Arbeitsplatzrechner des Verantwortlichen aufschalten und wird dadurch befähigt, Eingaben zu tätigen und Inhalte einzusehen. Kennzeichnend ist, dass ein Mit- arbeiter des Verantwortlichen vor dem Bildschirm sitzt und verfolgt, was der Auftragsverarbeiter durchführt. 2 Fernwartungsarbeiten sind die Tätigkeiten des Auftragsverarbeiters, die dieser im Rahmen sei- nes Dienstleistungsvertrags (Fehlerbehebung, Aktualisierung, o. ä.) entweder durch den Verant- wortlichen initiiert (z. B. in einem Ticket-System) oder selbständig bearbeitet. Dabei ist ein Mit- wirken des Verantwortlichen nicht unmittelbar erforderlich.


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Kann die Auftraggeberin aufgrund von Krankheit, Urlaub oder Personalwechsel die Mitwir- kungsleistung zeitweise nicht vollständig erbringen, muss der Auftragnehmer entsprechend mehr Eigenleistung erbringen.

11 Quellcode

Wird vom Auftragnehmer Programmierarbeit geleistet, ist der Auftraggeberin der Quellcode mit einer entsprechenden Dokumentation unverzüglich nach Abschluss der jeweiligen Arbeiten zu übermitteln.

12 Dokumentation der Arbeiten

Die vom Auftragnehmer erbrachten Anpassungen und weiteren Arbeiten an den C@MPUS-Sys- temen sind der Auftraggeberin unverzüglich nach Abschluss der jeweiligen Tätigkeit so zu do- kumentieren, dass der Auftraggeberin jederzeit alle notwendigen Informationen für den Betrieb und darauf aufbauenden eigenen Anpassungen vorliegen.


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