Allgemeine Baubeschreibung Stand 01.04.2025
Baumaßnahme: 70-00471-3770 Fraunhofer FIT, Universitätsstraße, 95447 Bayreuth Neubau Ins'tutsgebäude
- BAUVORHABEN
Die Fraunhofer-Gesellscha$ beabsich> den Neubau eines Ins&tutsgebäudes für den Ins&tutsteil Wirtscha$sinforma&k des Fraunhofer-Ins&tuts für Angewandte Informa&onstechnik südlich des bestehenden Fraunhofer Ins&tutsgebäudes IPA.
Der viergeschossige, nicht unterkellerte Neubau (EG, 1. OG, 2.OG, 3.OG) besitzt eine Länge von ca. 33,8 m und eine Breite von ca. 23 m.
Bauherr: Fraunhofer-Gesellscha$ zur Förderung der Angewandten Forschung e. V. Hansastr. 27 c, 80686 München
- KENNWERTE BAUVORHABEN
Sons'ge Gebäudedaten:
Gebäudehöhe: ca. 17 m (A?ka) Bru@o-Grundfläche: ca. 3.052 m2 Bru@o-Rauminhalt: ca. 13.362 m3 Gebäudeklasse: 4 Freiflächen: ca. 3.260 m2 Extensive Dachbegrünung der Dachflächen: ca. 670 m2
Gebäudeau+eilung:
EG: repräsenta&ver Foyer Bereich, Seminarräume, digitale Labore 1.OG: Einzel- und Doppelbüros, kommunika&ve Bürozonen, Besprechungsräume, zentraler Pausen- und Aufenthaltsbereich mit angrenzendem Außenbereich (Lichthof) 2.+3.OG: Einzel- und Doppelbüros, kommunika&ve Bürozonen, Kopiernischen, hybrid gestaltete Büroinseln
- SITUATION VOR ORT
Das Baugelände fällt nach Osten-Nordosten ab, wird im Norden durch das bestehende Ins&tutsgebäude IPA mit den Außenanlagen bzw. durch die Universitätsstraße, im Osten durch die Dr.-Klaus-Dieter-Wolff- Straße bzw. durch ein Nachbargrundstück ohne Bebauung, im Süden ebenfalls durch ein Nachbargrundstück ohne Bebauung bzw. durch die Dr.-Konrad-Pöhner-Straße sowie im Westen durch die Universitätsstraße begrenzt.
- BAUWERK
Entwurfsansatz & Nutzungsverteilung: Der Zugang zum Gebäude erfolgt von der Westseite (Verbindung Universitätsstraße) in eine großzügige Foyerzone. Direkt angrenzend befinden sich Seminar- und Laborflächen sowie die beiden Treppenhäuser. Das nördliche Treppenhaus liegt gegenüber dem Haupteingang, ist gut auffindbar und ermöglicht bei Veranstaltungen eine gezielte Zugangsbeschränkung zu den Obergeschossen. Beide Treppenhäuser dienen als vollwer&ge Re@ungswege mit direktem Ausgang ins Freie. Der Zugang zur Dachzentrale erfolgt über einen Dachaufs&eg im 3. OG vor dem nördlichen Treppenraum.
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Allgemeine Baubeschreibung Stand 01.04.2025
Im Neubau sind neben dem Foyerbereich vorwiegend Büro-, Besprechungs- und Seminarräume, digitale Labore/Innova&on-Labs, Lager- und Technikflächen sowie 29 PKW- und 32 Fahrrad-Stellplätze vorgesehen. Der Entwurf basiert auf einem 1,35 m Planungsraster, das für alle Funk&onsbereiche geeignet und flexibel anpassbar ist. Kommunika&onsbereiche wie Seminarräume, Ausstellungen und Labore befinden sich im Erdgeschoss, das über einen Lu$raum mit dem 1. OG verbunden ist, wo sich auch die Aufenthaltsräume der Mitarbeiter und Besprechungsräume befinden. Eine ruhige Umgebung für konzentriertes Arbeiten bietet der Lichthof, der im 1. Obergeschoss beginnt und um den sich die übrigen Bürogeschosse gruppieren. Das Sekretariat sowie die Scan- und Kopierstelle als zentrale Anlaufstelle für Mitarbeiter werden im 2. OG posi&oniert, um gleichwer&ge Wege für alle Mitarbeitenden zu gewährleisten. Die funk&onale Gliederung folgt einem klaren Prinzip: Ein zentraler Kern mit Treppenhäusern, Sanitärräumen und Nebenflächen wird von einem äußeren Ring für Büronutzungen umgeben. Dieses Konzept ermöglicht eine hohe Flexibilität und ist anpassungsfähig. Der Lu$raum zwischen EG und 1. OG sowie der Lichthof vom 1. OG bis zum 3. OG sorgen für ver&kale Verbindungen und eine angenehme räumliche Durchlässigkeit.
Baukonstruk'on / Gebäudestruktur: Die Lastabtragung erfolgt über eine einfache regelmäßige Skele@konstruk&on mit tragender Fassade, deren Stützabstände und Spannweiten auf die geplante Hybridbauweise angepasst ist. Die geringen Spannweiten ermöglichen nicht nur Vollholz- bzw. Holzkasse@endecken, sondern sorgen auch für schlanke Stahlbetondecken. Der Kern des Gebäudes ist aus Gründen des Brandschutzes sowie der Aussteifung in Stahlbeton geplant. Der gesamte äußere Ring des Gebäudes wird als Holzhybrid mit Holz- bzw. Stahlbetonstützen sowie Holzdecken ausgeführt werden. Die beiden Treppenhauskerne und die Lu$räume bzw. Innenhöfe sind so angeordnet, dass sie eine maximale Flexibilität zulassen und zudem das Volumen sowie die Geschossfläche sinnvoll zonieren. Die Innenwände bestehen überwiegend aus Systemtrennwänden.
Gründung: Das Baugrundgutachten stellt die Bohrpfahlgründung als einzig sinnvolle Gründungsvariante dar, da die tragfähigen Schichten erst ab 6 m unter OK Gelände aufgefunden wurden. Die Ausbildung eines Untergeschosses ist demnach nicht auskömmlich, um ohne Bohrpfähle auf die tragfähigen Schichten auMauen zu können.
Bauwerksabdichtungen: Schwarzabdichtung gemäß DIN 18533 mit Erschwernis durch Pfahlgründung
Sons'ges:
Tragende Wände und tragende Stützen: in Stahlbeton bzw. als Holzstützen.
Außenwände: Vorgefer>e Holzelemente mit Holzfassade und PV-Fassade
Trennwände: als Systemtrennwand, Gipskartonwand, Kalksandsteinwand
Decke/Tragewerk des Daches/Dachhaut/Dämmstoffe: Stahlbetondecke, Holzkasten-/ Holzrippendecke, Mineralwolle, Reten&onsdach
FußbodenauMau: Hohlbodensystem mit Oberbelägen (Teppich, Kautschuk, Linoleum, Betonwerkstein), bituminöse Abdichtung auf Bodenpla@e im EG
Treppen: Stahlbetonpodeste und Fer>eilläufe
Treppenraumwände einschl. Türen: Stahlbetonwände (F60+M) mit Rohrrahmentüren mit Glasausschni@ (T30- RS)
Innenwände: Systemtrennwände, Trockenbau
Innentüren, Innenfenster: Innentüren und Fenster in Systemtrennwänden, Türen und Türen mit Feuerwiderstandsdauer, F60 Fenster Seite 2
Allgemeine Baubeschreibung Stand 01.04.2025
Deckenbekleidung: Akus&kdecke, Alu-Steg Decke
Fenster, Außentüren, Pfosten-Riegel-Fassde, Sonnenschutz: Holz-Alu Elemente mit dreifach Wärmeschutzisolierverglasung, Gelenkarm und schienengeführte Markisen, Pfosten-Riegel Fassade im EG und Lichthof
Lichthof Fassade: Vorgehängte Fassade
Horizontaler Brandschutzvorhang: Lu$raum zwischen EG und 1. OG
- BAUWERK – TECHNISCHE ANLAGEN
Technische Gebäudeausrüstung Elektro: Die Stromversorgung des Gebäudes erfolgt über den Mi@elspannungsanschluss des benachbarten Ins&tutsgebäudes IPA.
Südlich des Gebäudes wird eine Fer>eilsta&on mit abgesetztem Transformator und Niederspannungshauptverteilung sowie Ba@eriespeicher für die PV-Anlagen installiert. Auf dem Dach, an der WesPassade sowie im Bereich überdachter Stellplätze werden PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 90 kWp errichtet.
Die Beleuchtung wird komple@ in LED-Technik realisiert. In Büroräumen wird zur Reduzierung des Energiebedarfs vorzugsweise eine arbeitsplatzbezogene Beleuchtung installiert. Für die Versorgung der Arbeitsplätze mit Datenanschlüssen wird eine anwendungsneutrale Kommunika&onskabelanlage als strukturierte Verkabelung installiert. Über dieses Netz werden auch die WLAN- Accesspoints angebunden.
Zur barrierefreien Erschließung und zur Bewäl&gung des ver&kalen Verkehrs- und TransportauRommens ist ein Personenaufzug mit einer Tragfähigkeit von 630 kg vorgesehen. Innerhalb der Freianlagen wird eine Ladeinfrastruktur aus einer Schnellladesta&on mit 150 kW und drei Doppelladesta&onen mit 2x11 kW aufgebaut. Für alle weiteren Stellplätze werden die Kabelwege vorbereitet.
Technische Gebäudeausrüstung Heizung, Klima, Lü+ung, Sanitär, Mess- Steuerungs- und Regelungstechnik: Wasser- und Abwasserinstalla'onen
Das Schmutzwasser wird über Grundleitungen ohne Hebeanlagen entsorgt. Die Entwässerung erfolgt über SML-Gussrohre (Fall- und Sammelleitungen), HT-PP-Kunststoffrohre (Anschlussleitungen) und Edelstahlleitungen (Kondensat). Die Regenentwässerung erfolgt über Dachabläufe, innenliegende Fallleitungen und Reten&onsdächer. Eine Zisterne ist zur Gartenwassernutzung vorgesehen. Die Trinkwasserversorgung erfolgt über gedämmte Edelstahlleitungen im Durchschleifprinzip. Hygienespülsysteme und Venturi-Strömungsteiler verhindern Stagna&on. Warmwasser wird dezentral über elektrische Durchlauferhitzer erzeugt.
Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt über zwei reversible Lu$-Wasser-Wärmepumpen (Kältemi@el Propan) auf dem Dach mit Pufferspeichern. Drei Heiz-Kühl-Deckensysteme (Segel, Baffeln, Konvek&onselemente) sorgen für die Raumtemperierung. Ein 4-Leiter-System ermöglicht gleichzei&ges Heizen und Kühlen. Die EDV- und Technikräume erhalten ein separates Mul&-Split-Kühlsystem.
Die Seminar-, Labor-, Besprechungs- und innenliegende Nebenräume erhalten eine zentrale außenstehende Zu- und Ablu$anlage mit ca. 9.300 m³/h Leistung. Die Lu$ wird über Drall-, Schlitzauslässe, Kanaleinbaugi@er und Tellerven&le eingebracht. Büros werden natürlich belü$et. Die RLT-Anlage dient zusätzlich zur Nachtauskühlung.
Die Gebäudeautoma&on erfolgt über ein DDC-Automa&onssystem mit übergeordneter Gebäudelei@echnik. Die Raumtemperaturen der Einzelräume werden über 6-Wege-Ven&le geregelt. Die Lü$ung nutzt Seite 3
Allgemeine Baubeschreibung Stand 01.04.2025
Frequenzumformer zur bedarfsgerechten Steuerung. Ein Energiemonitoringsystem nach ISO 50001 ist vorgesehen.
- FREIANLAGEN/LANDSCHAFTSARCHITEKTUR
Die Erschließung des neues Ins&tutsgebäude FIT erfolgt von der im Osten des Grundstücks gelegenen Dr.- Klaus-Dieter-Wolff-Straße aus. Südlich des Gebäudes verläu$ die Erschließungsachse von Ost nach West, die an die Lagerfläche und Containerfläche am westlichen Ende der Achse anbindet. Entlang der Erschließungsachse sind 29 PKW-Stellplätze angeordnet – 10 davon unter einer Carportanlage aus Stahl-Holz-Konstruk&on, die mit Photovoltaikmodulen ausgesta@et ist. Die Flächen der Zufahrt und der Stellplätze werden mit Betonpflaster verlegt. Die Stellplätze außerhalb der Überdachung erhalten eine größere Grünfläche aus Kräuterrasen in der Mi@e jedes einzelnen Stellplatzes. Im Bereich des Haupteingangs weitet sich die Erschließungsachse Richtung Westen platzar&g auf und verbindet den Haupteingang mit dem überdachten Fahrradhof für 32 Fahrräder im Westen. Als Belagsfläche ist hier 2-farbiges Betonpflaster vorgesehen, das in den Aufenthaltsbereichen mit Rasenfugenpflaster ergänzt wird. Begrünte Pergola mit Teilüberdachung, Hecken und Staudenflächen gliedern diese platzar&ge Fläche in verschiedene Nutzungsbereiche. Die sich so bildenden Räume werden mit ortsfesten Stühlen und Tischen ausgesta@et. Vor der WesPassade des FIT-Gebäudes befindet sich die Haup@errasse aus hellen, großforma&gen Betonpla@en mit dem organisch geformten Wasserbecken. Die Haup@errasse geht Richtung Westen in eine großzügige Wiesenfläche in der Größe von ca. 250 m2 über. Um diese Wiesenfläche sind abschni@sweise Sitzmauern mit Sitz- und Liegeauflagen angeordnet. Die Regenwasserableitung aus den Belagsflächen um die zentrale Wiesenfläche erfolgt in die bepflanzten Sickermulden. Die Grünflächen um das Gebäude herum werden pflegeleicht als Blühflächen angelegt und mit heimischen und klima&sch angepassten Bäumen bepflanzt. Das Dach des Ins&tutsgebäudes wird als Reten&onsdach ausgeführt und außerhalb vom Technik-Kern mit einer extensiven Dachbegrünung versehen.
Ende der allgemeinen Baubeschreibung
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