Strategischer Partner für Errichtung von Solarparks in der Verbandsgemeinde Daun
Die Dauner Energieprojekte AöR sucht einen strategischen Partner zur Entwicklung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen, die von Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Daun angepachtet wurden. Das Flächenportfolio umfasst ca. 150 Hektar (brutto). Der Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren (9125 Tage). Die Vergabe erfolgt auf Grundlage qualitätsbezogener Kriterien (45 %) und des Preises (55 %).
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Gegenstand der Ausschreibung ist die Suche eines strategischen Partners durch die Dauner Energieprojekte AöR ("DEpro")zur Entwicklung von durch die DEpro von ihr angehörenden Ortsgemeinden angepachteten Flächen zu Solarparks. Ziel ist eine ökonomisch wie ökologisch optimale Nutzung der Flächen.
- Erfahrung in der Entwicklung und im Bau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen
- Nachhaltigkeitskonzept für die Infrastrukturentwicklung
- Konzept zur Einbindung lokaler und regionaler Unternehmen
- Wirtschaftliche Beteiligungsmodelle für die Auftraggeberin
- Referenzen für vergleichbare Solarprojekte im öffentlichen Sektor
- Fähigkeit zur Durchführung komplexer Planungs- und Genehmigungsverfahren
- Finanzielle Leistungsfähigkeit für ein Projekt dieser Größenordnung
Eignungskriterien von KI ermittelt — keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Hintergrund: Die Verbandsgemeinde Daun betreibt derzeit die 11. Änderung des Flächennutzungsplans, Teilfortschreibung "Regenerative Energien". Im Rahmen dieser Änderung sollen Flächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen dargestellt werden. Die landesplanerische Stellungnahme liegt bereits vor. Als nächster Schritt erfolgt das Beteiligungsverfahren. Parallel hierzu werden die entsprechenden Bebauungspläne aufgestellt. Insgesamt steht ein Flächenportfolio von ca. 150 ha (brutto) zur Ausschreibung. Wegen der Einzelheiten zum Flächenportfolio wird auf die als Anlage zu dieser Vergabeunterlage beigefügten Übersichtspläne sowie die Liste der Potentialflächen verwiesen. Etwa 30 % dieser Flächen sind privilegierte Flächen, auf denen die Entwicklung einer Solarnutzung entsprechend zeitnah erfolgen könnte. Die Flächen sollen dem strategischen Partner überwiegend im Wege von Pachtverträgen nach gegenwärtigem Stand für die Dauer von 20 Jahren zur Nutzung über-lassen werden. Die Einzelheiten sind Gegenstand der in diesem Verfahren zu führenden Verhandlungen. Die Entwicklung der Solarparks soll nicht allein im Rahmen eines reinen Pachtmodells erfolgen. Die DEpro beabsichtigt vielmehr, im Umfang von etwa 25 % der zu entwickelnden Flächen Anlagen von dem strategischen Partner für die DEpro errichten zu lassen. Der genaue Umfang und die wirtschaftlichen Bedingungen hier-für sind Gegenstand der in diesem Verfahren zu führenden Verhandlungen. Dies kann auch die Übernahme der technischen und kaufmännischen Geschäftsführung für den Anlagenbetrieb durch den strategischen Partner beinhalten. Die DEpro legt Wert darauf, dass die von ihr zu übernehmenden Anlagen jedenfalls in Teilen in der Frühphase des Projekts hergestellt werden. Dieser Umstand fließt daher in die Wertung der Angebote ein. Dadurch, dass die DEpro Flächen in einem Umfang von ca. 150 ha zur Verfügung stellen kann, entfallen für einen strategischen Partner in einem erheblichen Umfang Akquisemaßnahmen. Hierfür soll die DEpro eine Einmalzahlung erhalten, deren Ausgestaltung und Höhe Gegenstand der Verhandlungen sein wird. Neben der Wirtschaftlichkeit werden weitere Zuschlagskriterien für die Vergabeentscheidung herangezogen, die in dieser Unterlage benannt und im weiteren Verlauf des Verfahrens in der Aufforderung zur Angebotsabgabe näher erläutert werden. Wegen der Einzelheiten wird auf die beigefügten Unterlagen verwiesen.
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Die Bieter haben im Konzeptpapier einen groben zeitlichen Ablauf des Baus der PVA nach Vorliegen der Planungsvoraussetzungen darzustellen. Dabei ist der Bau der privilegierten und nicht privilegierten Anlagen getrennt darzustellen. Darüber hinaus ist im Konzeptpapier der zeitliche Ablauf des Baus weiterer gegebenenfalls erforderlicher Umspannwerke darzustellen. Da die Auftraggeberin Wert darauflegt, dass ggf. von ihr zu übernehmende Anlagen, jedenfalls in Teilen, in der Frühphase des Projekts hergestellt werden (bevorzugt privilegierte Anlagen), ist darzustellen, wie dies im Ablauf des Baus Berücksichtigung findet. Daneben sollen die Bieter mögliche Strategien zur Minimierung von Verzögerungen darstellen (z.B. parallele Prozesse, optimierte Logistik) sowie die Umgangsformen mit potenziellen Risiken und Hindernissen (insbesondere Verzögerungen). Die Bieter werden gebeten, ihre Konzepte zum Zuschlagskriterium 1 des Folgeangebots anhand der Erkenntnisse aus der Verhandlung fortzuschreiben. Der Auftraggeber konkretisiert die Anforderungen in der Aufforderung zur Abgabe eines Erstangebots wie folgt: Die Bieter werden aufgefordert, einen konkreten Zeitplan anhand folgender Meilensteine einzureichen, welche so auch vertragsgegenstand werden: Nr. Meilenstein Zeitrahmen 1* Projektstart [vom Bieter auszufüllen] 2* Baureife privilegierte Flächen [vom Bieter auszufüllen] 3* Baubeginn erste PVA (privilegierte Flächen) [vom Bieter auszufüllen] 4* Inbetriebnahme erste PVA (privilegierte Flächen) [vom Bieter auszufüllen] 5 Baureife nicht privilegierte Flächen [vom Bieter auszufüllen] 6 Baubeginn PVA nicht privilegierte Flächen [vom Bieter auszufüllen] 7 Inbetriebnahme PVA nicht privilegierte Flächen [vom Bieter auszufüllen] 8 Errichtung erforderlicher Umspannwerke / Netzinfrastruktur [vom Bieter auszufüllen] 9 Fertigstellung Batteriespeicher (Grünstromspeicher) [vom Bieter auszufüllen] 10 Fertigstellung Gesamtprojekt (alle Flächen in Betrieb) [vom Bieter auszufüllen] *=verbindlicher Meilenstein gem. Besonderen Vertragsbedingungen
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Die Bieter haben im Konzeptpapier Maßnahmen und Strategien zu beschreiben für die nachhaltige und umweltschonende Entwicklung der Infrastruktur. Zu folgenden Aspekten ist hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Infrastruktur Stellung zu nehmen: - Beschreibung der Maßnahmen zur regenerativen Nutzung und Anpassung der Infrastruktur (z.B. langlebige und wartungsminimierende Bauweise, Verwendung recycelbarer Materialien); - Darstellung eines Konzepts, um die Fläche (inklusive Zuwegen, Kabeltrassen etc) möglichst behutsam und ressourcenschonend zu gestalten, z.B. unter Berücksichtigung von Synergien wie Mehrfachnutzung der Flächen; - Strategie zu Rückbau- und Recyclingmöglichkeiten am Ende der Nutzungsdauer. Zu folgenden Aspekten ist hinsichtlich der Umweltschonung der Infrastruktur Stellung zu nehmen: - Umweltverträglichkeit der Baumaßnahme (z.B. Maßnahmen zur Minimierung des Eingriffs in bestehende Natur und Landschaft); - Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu Eingriffen in die Biodiversität (z.B. Schaffung von Schutzräumen für Flora und Fauna, Wildblumenwiesen oder Biotope); - Strategien zur Vermeidung von Bodenerosionen, Staubentwicklung, Gewässerbelastung und Lärmemissionen während der Bauphase; - Einsatz von umweltschonenden, ggf. lokalen Baustoffen; - Einsatz von Maschinen und Praktiken mit geringer CO2-Emission während der Bauphasen. Den Bietern steht es offen, im Rahmen des vorgegebenen Umfangs des Konzeptpapiers, zu weiteren Aspekten Stellung zu nehmen. Die Bieter erhalten die Möglichkeit, ihre Konzepte des Angebots zum Zuschlagskriterium anhand der Erkenntnisse aus der Verhandlung fortzuschreiben. Konkrete Festlegungen sind aus Sicht des Auftraggebers hier nicht angezeigt.
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Als zweites Zuschlagskriterium wird die Auftraggeberin die Bieter bitten, ein weiteres Konzeptpapier mit dem Angebot einzureichen (max. 3 DIN-A4-Seiten in Text und ggf. Bild je Konzept). Inhalt des Konzeptpapiers ist die Auseinandersetzung mit folgenden Schwerpunkten in Bezug auf das vorliegende Projekt: Die Bieter haben im Konzeptpapier Vorschläge und Maßnahmen darzustellen, die eine aktive Einbindung und wirtschaftliche Partizipation der Bürger der Standort-gemeinden an den PV-Projekten gewährleistet. Zu folgenden Aspekten ist Stellung zu nehmen: - Darstellung von Modellen zur finanziellen Beteiligung der lokalen Bevölkerung (z.B. Bürgerenergiegenossenschaften, Direktinvestitionsmöglichkeiten, Crowdfunding-Modelle) - Beschreibung der geplanten Kommunikationsmaßnahmen, um Bürger früh-zeitig über Investitionsmöglichekeiten und Projektfortschritte zu informieren (z.B. Informationsveranstaltungen, Online-Plattformen, regelmäßige Berichte) - Darstellung von Maßnahmen zur Akzeptanz der PV-Projekte in der Gemein-de Den Bietern steht es offen, im Rahmen des vorgegebenen Umfangs des Konzeptpapiers, zu weiteren Aspekten Stellung zu nehmen. Die Bieter erhalten die Möglichkeit, ihre Konzepte des Angebots zum Zuschlagskriterium anhand der Erkenntnisse aus der Verhandlung fortzuschreiben. Konkrete Festlegungen sind aus Sicht des Auftraggebers hier nicht angezeigt.
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Die Bieter haben im Konzeptpapier Vorschläge und Maßnahmen zu beschreiben, wie sie die Einbindung lokaler und regionaler Unternehmen insbesondere aus der mittelständischen Wirtschaft bei der Planung, Errichtung und gegebenenfalls beim Betrieb der PV-Projekte ermöglichen. Zu folgenden Aspekten ist Stellung zu nehmen: - Darstellung der geplanten Verfahren zur Sicherstellung des Wettbewerbs und der Wirtschaftlichkeit bei der Vergabe - Beschreibung der Maßnahmen zur gezielten Beauftragung regionaler Unternehmen - Nennung konkreter Ansätze, um regionale Lieferketten und Strukturen zu stärken (z. B. bevorzugte Nutzung von lokal produzierten Baustoffen, Subunternehmer aus der Region) Den Bietern steht es offen, im Rahmen des vorgegebenen Umfangs des Konzeptpapiers, zu weiteren Aspekten Stellung zu nehmen. Die Bieter erhalten die Möglichkeit, ihre Konzepte des Angebots zum Zuschlagskriterium anhand der Erkenntnisse aus der Verhandlung fortzuschreiben. Konkrete Festlegungen sind aus Sicht des Auftraggebers hier nicht angezeigt.
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Die Bieter werden gebeten, die wirtschaftliche Beteiligung der Auftraggeberin wie folgt zu konkretisieren. Die Auftraggeberin hat sich aufgrund der Ergebnisse der Verhandlungsrunden dazu entschieden, sich in Form eines Kaufs eines oder mehrerer Solarparks einschließlich Grünstromspeicher bis zu einem Flächenanteil von 25 % der Gesamtfläche zu beteiligen. Der Erwerb erfolgt auf Selbstkostenbasis im Wege eines Open-Book-Verfahrens. Um die Kostenstruktur abschätzen zu können, bittet der Auftraggeber um Vorlage einer Musterkalkulation. Die Musterkalkulation hat dabei sowohl den Erwerb eines schlüsselfertig errichteten Solarparks als auch den Erwerb eines schlüsselfertig er-richteten Grünstromspeichers abzubilden, wobei folgende Kosten in EUR/kWh auszuweisen sind: - PVA: o Kosten Photovoltaik o Kosten Netzintegration o EPC - BESS o Batteriesystem o Netzintegration o EPC Hinweis: Projektentwicklungskosten werden nur auf Nachweis separat vergütet, soweit es sich um Drittkosten handelt (z.B. Gutachterkosten). Für die Erstellung der PVA und der BESS wird ein Open-Book-Verfahren (näher beschrieben im beigefügten Term Sheet) vereinbart. Zur Bewertung des Kriteriums 4.1.2.4.1. haben die Bieter daher den auf die Selbstkosten veranschlagten Deckungsbeitrag anzubieten, der mindestens die Allgemeinen Geschäftskosten, Wagnis (W) und Gewinn (G)) abdecken muss, im Preisblatt anzubieten. Die-ser wird nach Maßgabe von Ziffer 4.1.2.5 bewertet.
- 55%price
Der Auftraggeber hat sich in der Aufforderung zur Abgabe eines Erstangebots ausdrücklich vorbehalten, vor der Aufforderung zu finalen Angeboten die Vorgaben für die kaufmännischen Angebote zu konkretisieren. Die Bieter werden insofern gebe-ten, ihre Konzepte zum Zuschlagskriterium 3 des Folgeangebots anhand der Erkenntnisse aus der Verhandlung und unter der Maßgabe der nachstehenden Hin-weise fortzuschreiben. Die Auftraggeberin hat sich in wirtschaftlicher Hinsicht für ein Kombinationsmodell entschieden, bestehend aus: - Abschluss eines oder mehrerer Kaufverträge über PVA einschließlich Speicheranlagen bis zu einem Flächenanteil von 25 % der Gesamtfläche (siehe Ziff. 4.1.2.4); - Abschluss eines Pachtvertrags über die restliche Gesamtfläche. Die maßgeblichen wirtschaftlichen Komponenten sowie die zu deren Kalkulation vorgegebenen Prämissen sind in dem als Anlage beigefügten Preisblatt enthalten. Dort ist auch die Wertungsweise dargestellt. Die angebotenen Werte sind dort ein-zutragen. Das Konzept zu den wirtschaftlichen Bedingungen der Zusammenarbeit ist entsprechend widerspruchsfrei fortzuschreiben. Dabei dürfen keine Widersprüche oder Einschränkungen im Konzept gegenüber den Angaben im Preisblatt er-folgen.
- 21. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert