1.2 Eignungskriterien.pdf

Sicherheitsdienstleistungen in Flüchtlingsunterkünften Nordrhein-Westfalen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 18:12 (Europe/Berlin)

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Bezirksregierung Arnsberg

Vergabeverfahren Sicherheitsdienstleistungen in Zentralen Unterbrin-

gungseinrichtungen (ZUE) und Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) für

Flüchtlinge – Staffel 10.3

Eignungskriterien Vergabe-Nummer: 26-033

Inhalt:

A. Übersicht über den Ablauf ................................................................................................ 2 B. Eignungskriterien .............................................................................................................. 2 1 AUSSCHLUSSGRÜNDE ............................................................................................................. 2 2 WIRTSCHAFTLICHE UND FINANZIELLE LEISTUNGSFÄHIGKEIT ............................................................. 2 3 TECHNISCHE UND BERUFLICHE LEISTUNGSFÄHIGKEIT ..................................................................... 3

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A. Übersicht über den Ablauf

Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines offenen Verfahrens. Jedes Los wird separat anhand der nachfolgenden Kriterien überprüft. Es erfolgt eine Loslimitierung in Form einer Zuschlagslimitie- rung. Es steht den Interessenten frei, sich auf alle oder einen Teil der Lose zu bewerben. Nähere Informationen zur Loslimitierung sind der Anlage 1.4 zu entnehmen. Die Prüfung der Angebote erfolgt nach den aktuellen Bestimmungen der VgV sowie nach Maßgabe der nachstehenden Re- gelungen.

B. Eignungskriterien

1 Ausschlussgründe

(1) Jeder Bieter / jedes Mitglied der Bietergemeinschaft hat mit dem Angebot eine Erklärung vorzulegen (Anlage 3 - Vordruck 2), dass • keine schweren Verfehlungen vorliegen, die seine Zuverlässigkeit als Bieter in Frage stellt bzw. Verfehlungen vorliegen, die den Ausschluss von der Teilnahme am Wettbe- werb rechtfertigen oder zu einem Eintrag in das Vergaberegister führen könnten. • dass in Bezug auf das Unternehmen keine Ausschlussgründe i. S. d. §§ 123, 124 GWB vorliegen. • Vorlage der Eigenerklärung EU-Sanktionen (Anlage 3 - Vordruck 8)

2 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Jeder Bieter / jedes Mitglied der Bietergemeinschaft hat mit dem Angebot die folgenden Erklä- rungen vorzulegen (Anlage 3 - Vordruck 3):

(2) Eigenerklärung zum Gesamtumsatz (netto), aufgeteilt jeweils für die letzten drei abge- schlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025);

(3) Eigenerklärung zum Umsatz mit vergleichbaren Leistungen, aufgeteilt jeweils für die letz- ten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025); als vergleichbar angesehen werden Sicherheitsdienstleistungen bei Unterbringungseinrichtungen für Asylbewerber.

Mindestanforderung: zu (2) Der Bieter / die Bietergemeinschaft insgesamt muss im Durchschnitt der letzten drei ab- geschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) den nachfolgend definierten Jahresge- samtumsatz erzielt haben: • Bei Einrichtungen mit einer Regelbelegung zzgl. Standby-Plätze von bis zu 500 Perso- nen ist ein Netto-Umsatz von 500.000 Euro je Einrichtung nachzuweisen,

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• bei einer Regelbelegung zzgl. Standby-Plätze von 501 bis 1.000 Personen ist ein Netto- Umsatz in Höhe von 1.000.000 Euro je Einrichtung • und bei einer Regelbelegung zzgl. Standby-Plätze ab 1.001 Personen ist ein Netto-Um- satz in Höhe von 1.500.000 Euro je Einrichtung nachzuweisen.

Standby-Plätze werden zu 50 % angerechnet werden. Die Höhe beträgt bei den einzelnen Losen also

LOS 1 ZUE Gladbeck 500.000 EUR LOS 2 ZUE Lohmar 500.000 EUR

Sofern ein Bieter / eine Bietergemeinschaft mit mehreren Losen beauftragt werden soll, muss er / sie einen relevanten Umsatz erzielt haben, der die Summe der genannten Ein- zelwerte der jeweiligen Einrichtungen erreicht oder übersteigt. Bieter werden daher da- rum gebeten, diese Vorgabe bereits bei der Angebotserstellung zu beachten. Sofern ein Bieter bei mehreren Losen für den Zuschlag vorgesehen ist, als er mit seiner wirtschaftli- chen bzw. finanziellen Leistungsfähigkeit in diesem Sinne abdecken kann, so erhält er nur den Zuschlag für die Anzahl an Losen, für die er einen ausreichenden Umsatz nachweisen kann.

Maßgeblich für die Auswahl der Lose ist die vom Bieter mitgeteilte Prioritätenliste.

3 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Jeder Bieter / jedes Mitglied der Bietergemeinschaft hat mit dem Angebot vorzulegen:

(4) Angabe der Anzahl der aktuell bei Ablauf der Bewerbungsfrist sowie in den letzten drei Kalenderjahren (2023, 2024, 2025) fest angestellten Beschäftigten in der Sicherheits- und Bewachungssparte, aufgegliedert nach Berufsgruppen (Meister für Schutz und Sicherheit, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, Personen mit Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe gem. § 34a GewO, sonstige Sicherheitsmitar- beiter, Auszubildende, kaufmännische Angestellte, sonstige Angestellte) (Anlage 3 – Vor- druck 4);

(5) Darstellung der Referenzen (Anlage 3 - Vordruck 5) aus den letzten fünf Jahren (seit Jan 2021) über die Erbringung von vergleichbaren Sicherheitsdienstleistungen in Einrichtun- gen zur Unterbringung von Asylbewerbern mit Angabe von insbesondere: • Name des Auftraggebers und Kontaktdaten, Bezeichnung und Standort der Referenz • Angabe des ausführenden Standorts des Bieters / Mitglieds der Bietergemeinschaft • Zeitraum der Leistungserbringung • Kurzbeschreibung des Umfangs der Referenz insbesondere mit folgenden Angaben zu

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  • Belegung (Anzahl der untergebrachten Personen),
  • Art der Unterbringungseinrichtung (z. B. Landesunterkünfte EAE / ZUE, kom- munale Unterkünfte),
  • erbrachte Leistungen (z. B. Einlasskontrollen, Pfortendienst, Kontroll- und Streifengänge), zur Komplexität des Objekts (z. B. Gebäudestruktur, ein oder mehrere Gebäude, Container, Umzäunung der Anlage, Anzahl der Pforten bzw. Eingänge) und zur Vergleichbarkeit mit den zu vergebenden Leistungen (Leistungsbeschreibung),
  • Position (z. B. als Auftragnehmer, als Nachunternehmen etc.), in der die Leis- tung erbracht wurde,
  • Name der Sicherheitsdienstleitung (falls gestellt)

(6) Vorlage eines gültigen Zertifikats über ein von einer akkreditierten Stelle zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 (oder gleichwertig).

(7) Vorlage der Erlaubnis zur Ausübung des Bewachungsgewerbes im Sinne des § 34a GewO (Bieter mit Sitz außerhalb Deutschlands haben eine gleichwertige Bescheinigung oder Ur- kunde einer zuständigen Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Herkunftslandes beizu- fügen).

Mindestanforderung: zu (4) Der Bieter muss bei Ablauf der Bewerbungsfrist über mindestens die nachfolgend defi- nierte Anzahl an Beschäftigten verfügen, die mindestens über eine der nachfolgenden Qualifikationen aufweist: Meister für Schutz und Sicherheit, Fachkraft für Schutz und Si- cherheit, geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, Sachkundeprüfung im Bewachungsge- werbe gem. § 34a GewO (oder gleichwertiger Abschluss).

LOS 1 ZUE Gladbeck > 30 derart Beschäftigte LOS 2 ZUE Lohmar > 36 derart Beschäftigte

Sofern ein Bieter / eine Bietergemeinschaft mit mehreren Losen beauftragt werden soll, muss er / sie über eine Anzahl derart qualifizierter Beschäftigter verfügen, die die Summe der genannten Einzelwerte der jeweiligen Einrichtungen erreicht oder übersteigt. Bieter werden daher darum gebeten, diese Vorgabe bereits bei der Angebotserstellung zu be- achten. Sofern ein Bieter bei mehreren Losen für den Zuschlag vorgesehen ist, als er in diesem Sinne abdecken kann, so erhält er nur den Zuschlag für die Anzahl an Losen, für die er eine ausreichende Anzahl an derartig Beschäftigten nachweisen kann.

Maßgeblich für die Auswahl der Lose ist die vom Bieter mitgeteilte Prioritätenliste.

Der Auftraggeber behält sich vor, in Zweifelsfällen Nachweise hierzu zu verlangen. Im Falle eines Angebots einer Bietergemeinschaft ist ausreichend, dass die Mitglieder zusammen

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über die genannte Anzahl an Beschäftigten mit der genannten Qualifikation verfügen.

Hinweis: Es wird darauf hingewiesen, dass das im Auftragsfall eingesetzte Personal nicht nur ent- sprechend den Anforderungen aus der Leistungsbeschreibung qualifiziert, sondern auch von der zuständigen Stelle vor Leistungsaufnahme freigegeben sein muss. Nähere Infor- mationen enthält die Leistungsbeschreibung. Bei Abgabe des Angebots muss das Personal noch nicht freigegeben sein.

zu (5) Der Bieter muss über mindestens 3 Referenzen aus den letzten fünf Jahren (seit Jan 2021) über die Erbringung von vergleichbaren Sicherheitsdienstleistungen in Einrichtungen zur Unterbringung von Asylbewerbern verfügen.

Die Vergleichbarkeit der erbrachten Sicherheitsdienstleistungen setzt voraus, dass der Bieter dort hauptverantwortlich die Sicherheitsdienstleistungen seit / für mindestens 6 Monaten (zum Zeitpunkt des Ablaufs der Angebotsfrist) organisiert(e) und erbringt / er- brachte (kein Nachunternehmen eines anderen Sicherheitsdienstleisters) und richtet sich nach der Anzahl der in der jeweiligen Referenzeinrichtung untergebrachten Personen: • bzgl. der Lose mit einer Regelbelegungszahl zzgl. Standby-Plätze bis 400 Personen werden Referenzobjekte mit einer Belegungszahl von mindestens 150 Personen als vergleichbar angesehen (Kategorie 1). • bzgl. der Lose mit einer Regelbelegungszahl zzgl. Standby-Plätze ab 401 Personen und bis 700 Personen werden Referenzobjekte mit einer Belegungszahl von min- destens 250 Personen als vergleichbar angesehen (Kategorie 2). • bzgl. der Lose mit einer Regelbelegungszahl zzgl. Standby-Plätze ab 701 Personen werden Referenzobjekte mit einer Belegungszahl von mindestens 350 Personen als vergleichbar angesehen (Kategorie 3).

Die ausgeschriebenen Lose werden anhand der ausgewiesenen Regelbelegung zzgl. 50 % der Standby-Plätze in die o. g. Kategorien aufgeteilt:

LosEinrichtungBelegungKategorie
1ZUE Gladbeck305Kategorie 1
2ZUE Lohmar360Kategorie 1

Es ist nicht möglich, die Kapazitäten mehrerer kleinerer Einrichtungen (z. B. mehrere Not- unterkünfte einer Kommune) zu addieren, um die geforderten Regelbelegungszahlen nachzuweisen. Die geforderten Regelbelegungszahlen sind jeweils in einer Einrichtung nachzuweisen.

Im Falle eines Angebots einer Bietergemeinschaft ist ausreichend, dass eines der Mitglie- der über die geforderte Anzahl an Referenzobjekten verfügt oder die Mitglieder in der

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Summe über die geforderte Anzahl an Referenzobjekten verfügen

zu (6) Vorlage eines gültigen Zertifikats über ein von einer akkreditierten Stelle zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 oder gleichwertig. Im Falle eines An- gebots einer Bietergemeinschaft muss für alle Mitglieder der Bietergemeinschaft ein ent- sprechendes Zertifikat vorgelegt werden. Sofern der Einsatz eines Nachunternehmens ge- plant ist, muss auch das Nachunternehmen ein entsprechendes Zertifikat vorgelegen.

zu (7) Vorlage einer gültigen Erlaubnis zur Ausübung des Bewachungsgewerbes im Sinne des § 34a GewO (Bieter mit Sitz außerhalb Deutschlands haben eine gleichwertige Bescheini- gung oder Urkunde einer zuständigen Gerichts- oder Verwaltungsbehörde des Herkunfts- landes beizufügen).

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