2024-07-01_TAB_KG439 (RLT).pdf

Sanitär-, Heizungs- und Kälteanlagen für den Modulbau Digitale Pathologie

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 12.09.2026, 21:35 (Europe/Berlin)

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Technische Anschlussbedingungen KG 439

Doc-IDGT-TD16972Ersetzt DokumentGT-TAB16900.6
Erstellt am26.06.2024Nächste Revision31.12.2024
Freigabe letzte Vollversion am01.07.2024Version & Freigabestatus2.0 genehmigt
SchutzklasseinternAnhängex
Dokumentenerstellung/-überarbeitungArmin Prümm Funktion: Meister GB-GT-RLT
Funktionale PrüfungArmin Prümm Funktion: Meister GB-GT-RLT
Formale PrüfungPhilipp Teichmann Funktion: Leitung GB GT RLT
ProzessverantwortungGrell, Peter Funktion: Leitung GB GT
Betroffene Organisationseinheiten
GB GT
Zweck
Dieses Dokument beschreibt die technischen Anforderungen und Bedingungen für den Anschluss von Anlagen oder Geräten an das Versorgungsnetz des UKA. Die TAB beschreibt bspw. die Art des Anschlusses, die erforderlichen Schutzmaßnahmen, die Qualitätsanforderungen und andere technische Spezifikationen.
Geltungsbereich
Relevant und damit zu lesen ist dieses Dokument für die folgenden Gruppen von Mitarbeitenden: Alle Mitarbeitenden des GB GT-xx, Planer, Fachplaner, xx

Dieses Dokument ist exklusives geistiges Eigentum der Uniklinik RWTH Aachen. Es ist gemäß der festgelegten Schutzklasse zu behandeln und darf weder ganz noch teilweise ohne schriftliche Einverständniserklärung verändert oder an Dritte weitergegeben werden. Darüber hinaus gilt die vorliegende Vollversion durch den maschinellen Genehmigungsprozess als freigegeben und ist dadurch ohne Unterschrift gültig.

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Inhalt

1 Zweck ........................................................................................................................ 3

2 Geltungsbereich ........................................................................................................ 3

3 Verantwortlichkeiten .................................................................................................. 3

4 Definitionen und Abkürzungen .................................................................................. 3

5 Allgemein .................................................................................................................. 4

6 Anforderungen an Labore ......................................................................................... 4 6.1 Gefahrenstoffe .......................................................................................................... 4 6.2 Laborarbeitsplätze mit Gasfreisetzung ...................................................................... 5 6.3 Strömungsrichtung .................................................................................................... 5 6.4 Nutzungszeiten ......................................................................................................... 6

7 Technische Umsetzung gemäß Anforderungen ........................................................ 6 7.1 Digestorien ................................................................................................................ 6 7.2 Bodenabsaugung (Laborabluft) ................................................................................. 8 7.3 Deckenabsaugung (Raumabluft) ............................................................................... 8 7.4 Punktabsaugung (Laborabluft) .................................................................................. 8 7.5 Gefahrstoffschränke (Laborabluft) ............................................................................. 9

8 Entscheidungsmuster ................................................................................................ 9 8.1 Allgemein .................................................................................................................. 9 8.1.1 Start- und Endpunkt .......................................................................................................................... 9 8.1.2 Entscheidungspunkt ....................................................................................................................... 10 8.1.3 Prozess ........................................................................................................................................... 10 8.2 Hausnorm für Labore mit Digestorien ...................................................................... 11

9 Querverweise .......................................................................................................... 12

10 Anhänge .................................................................................................................. 12

11 Dokumentenhistorie ................................................................................................ 12

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1 Zweck

Dieses Dokument beschreibt die technischen Anforderungen und Bedingungen für den Anschluss von Anlagen oder Geräten an das Versorgungsnetz des UKA. Die TAB beschreibt bspw. die Art des Anschlusses, die erforderlichen Schutzmaßnahmen, die Qualitätsanforderungen und andere technische Spezifikationen.

2 Geltungsbereich

Relevant und damit zu lesen ist dieses Dokument für die folgenden Gruppe: Alle Mitarbeitenden des GB GT-xx, Planer, Fachplaner, xx

3 Verantwortlichkeiten

Spezielle Verantwortlichkeiten für den in diesem Dokument beschriebenen Prozess/Themenbereich sind wie folgt definiert:

Funktion / RolleAktivität
Alle Mitarbeitenden des GB GT-xx, Planer, Fachplaner, xx

4 Definitionen und Abkürzungen

AbkürzungErläuterung
DALDigestorienabluft
RALRaumabluft
LALRaumabluft
ZLZuluft
ALAbluft
WLWarmluft
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AbkürzungErläuterung
KLKaltluft
MSRMess-, Steuer- und Regelungstechnik
ESBEinschaltbereich
BSKBrandschutzklappe

5 Allgemein

Das Universitätsklinikum Aachen (im Folgenden UKA) betreibt zahlreiche Labore zur medizinischen Forschung. Je nach spezifischer Nutzung unterscheiden sich die Ausführungen sowie die Anforderungen an die Labore.

Zu Vereinheitlichung und Festlegung von definierten Ausführungen gemäß Anforderungsprofil wird im Folgenden ein Standard definiert, der bei zukünftigen Bauvorhaben zu realisieren ist. Besonderer Focus wird auf Labore mit Digestorien-Anlagen gelegt.

Abweichungen von diesem Standard sind nur in Absprache mit dem Geschäftsbereich "Gebäudetechnik RLT-Anlagen" (im Folgenden "GB GT RLT") möglich und entsprechend schriftlich zu dokumentieren.

6 Anforderungen an Labore

Aufgrund der Vielzahl an möglichen Anwendungen und Nutzung der Labore ist durch den Nutzer

bzw. Laborplaner eine schriftliche Laboranforderung sowie ein Betriebskonzept zu erstellen. Die

im nachfolgenden benannten Punkte sind in dieser eindeutig zu benennen, so dass das Labor

entsprechend technisch ausgestattet werden kann.

6.1 Gefahrenstoffe

Es ist eindeutig aufzulisten, mit welchen Gefahrstoffen im Labor gearbeitet wird und welches

Gefährdungspotential von diesen ausgeht. Hier ist zum einen eine mögliche Toxizität bzw.

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Brennbarkeit der Substanzen anzugeben, zum anderen wird bei Gasen die Angabe über deren

Dichte („leichte“ bzw. „schwere Gase“) gefordert.

Die Lagerung von Substanzen mit dem o. g. Gefährdungspotential ist nur in geeigneten

Gefahrstoffschränken möglich. Die Anzahl der benötigten Gefahrstoffschränke ist anzugeben.

6.2 Laborarbeitsplätze mit Gasfreisetzung

Es sind die Anzahl an notwendigen Digestorien mit spezifischen maximal- und minimalen

Abluftvolumenströmen zu benennen. Grundsätzlich ist ein Digestorium nur unter Aufsicht zu

betreiben.

Sollte darüber hinaus die Anforderung für einen unbeaufsichtigten Digestorien-Betrieb bestehen,

ist dieser mit einer gesonderten Anforderung zu begründen. Sind für den jeweiligen

Forschungsbetrieb gesonderte Überwachungsmechanismen erforderlich (Rauchentwicklung,

Temperaturüberwachung), sind diese durch den jeweiligen Versuchsaufbau sicherzustellen.

Es ist ebenso anzugeben, ob neben den fest installierten Digestorien örtlich variable Gase

freigesetzt werden, die eine Punktabsaugung erfordern. Ebenso sind örtliche feste

Gasfreisetzungen aufgrund von druckloser Handhabung von Gasen (z. B.

Gasversorgungsstationen mit umzuschließenden Gasflaschen) anzugeben, die eine permanente

Boden- bzw. Deckenabsaugung erforderlich machen.

6.3 Strömungsrichtung

In den Laboranforderungen ist durch den Nutzer zu benennen, ob eine definierte

Strömungsrichtung in Form von Über- bzw. Unterströmung zu angrenzenden Räumen bzw.

Fluren benötigt wird.

Wird eine Druckhaltung gefordert, ist das Labor als Speziallabor einzustufen und die Ausführung

projektspezifisch mit GB GT RLT abzustimmen und schriftlich festzulegen.

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6.4 Nutzungszeiten

Es sind die Labornutzungszeiten gemäß den Dienstzeiten des Personals zu benennen.

7 Technische Umsetzung gemäß Anforderungen

Das im Anhang befindliche Beispiel eines Lüftungsschemas (3000486-F0.L500) für ein

Standardlabor verdeutlicht beispielhaft eine Standardanwendung gemäß der nachfolgend

beschriebenen Umsetzung.

7.1 Digestorien

Die Digestorienabluft (DAL), die Raumabluft (RAL) sowie auch die Laborabluft (LAL) in einem

Standardlabor werden jeweils über einen eigenen variablen Volumenstromregler an das

vorhandene Digestorienabluftnetz angeschlossen. Die Gesamtabluftmenge in Laboren sollte

mindestens 25m³/h pro m² entsprechen. Sie setzt sich aus der DAL, der RAL u. der LAL

zusammen. Die Ausführung hat in Kunststoff (PPS) zu erfolgen, mit Ausnahme der Raumabluft.

Diese wird auf der Niederdruckseite in verzinktem Stahlblech verlegt. Für die Digestorienabluft

wird die Serie TVLK u. für die Raum- u. Laborabluft die Serie TVRK des Herstellers TROX

verwendet. Sollte die Luftmenge der Laborabluft unter 100 m³/h sein, so wird auf einen variablen

Volumenstromregler verzichtet u. es kommen konstante Volumenstromregler (KVR) der Serie RN

des Herstellers TROX zum Einsatz. Als Volumenstromregler ist das Fabrikat TROX mit einem

Regler BPG, VRP-M+VFP300(0-10) und einem Stellantrieb LMQ24-SRV-ST zu verwenden. Die

Volumenstromregler für die Zuluft, sind mit den Antrieben GLB181.1E des Herstellers Siemens

zu verwenden (Produktvorgabe). Sollten im Altbestand noch 19LDKs für WL + KL bzw. AL vor

der ZL-Mischbox bzw. AL-Entspannerbox vorhanden sein, sind diese zu entfernen.

Das zentrale Abluftnetz im UKA ist mit Brandschutzklappen abgesichert. Deshalb ist im

Sinne der LüAR NRW der Anschluss an das zentrale Abluftnetz nur möglich, wenn aufgrund der

medizinisch-technischen Nutzung des Abzugs die Abluftqualität als Raumabluft eingestuft

werden kann. Die Prüfung im Rahmen der Betriebsführung bestätigt die Richtigkeit dieser

Einstufung.

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Für die interne Steuerungsüberwachung des Digestoriums ist als Standard die

Laborabzugsüberwachung FM500 von Schneider Elektronik GmbH mit dem Funktions- u.

Bedienpanel 0010 zu verwenden, die über eine zusätzliche Volumenstromüberwachung der

Abluft verfügt. Diese kann über entsprechende Anzeigeeinrichtungen dem Nutzer den derzeitigen

Zustand hinsichtlich erreichter und nicht erreichter Sollluftmenge signalisieren. Der Nutzer hat

zudem über Bedienelemente die Möglichkeit das Digestorium ein- u. auszuschalten. Die

Laborabzugsüberwachung bietet zudem die Möglichkeit über den Anschluss eines Magnetventils

ggf. vorhandene Medienversorgung (z. B. brennbare Gase) bei externer Störung zu trennen.

Als Standard für den Laborabzug werden, je nach Laborabzugsbreite, die Typen TA-1200-

FM500-CC30, TA-1500-FM500-CC30 oder TA-1800-FM500-CC30 vom Fabrikat Caspar & Co.

Labora GmbH verwendet (Produktvorgabe). Es werden keine Laborabzüge mit

Scheibenregelung bzw. Stützstrahl eingebaut.

Die FM500 wird an die übergeordnete Steuerung der Lüftung (MSR-Schaltschrank) angebunden.

Die übergeordnete Steuerung sendet über ein zusätzlich eingebautes 24V/DC Netzteil einen

Kontakt für den Nachtbetrieb des Digestoriums. Umgekehrt werden von der FM500 eine Betriebs-

, eine Stör- u. eine Tag/Nachtmeldung ausgegeben.

Für die FM500 erfolgt die elektrische Versorgung aus dem MSR-Schaltschrank des GB GT

RLT. Die übrige elektrische Versorgung des Digestoriums (Steckdosen u. Beleuchtung) erfolgt

über die jeweilige Raumverteilung.

Solange wie nicht alle Laborabzüge eines V-Schaltschrankes umgebaut sind, muss eine

Kabelverbindung vom alten V-Schaltschrank zum neuen MSR-Schaltschrank hergestellt werden,

damit sicherheitsrelevante Funktionen, wie Einschaltbereich (ESB), Brandschutzklappen (BSK)

oder SSM Digestorienabluftanlage als Hardwarekontakte dem neuen MSR-Schaltschrank

gemeldet werden können.

Gemäß dem angegebenen Nutzungszeitraum wird das Labor im Tag-Betrieb (Comfort) gemäß

Auslegung mit der nach Luftmengenberechnung erforderlichen Luftmenge versorgt. Hier ist der

allgemeine Hausstandard für den Raumregelkreis hinsichtlich Lüftung und MSR-Anbindung zu

beachten.

Außerhalb der Betriebszeiten, im abgesengten Betrieb (Economy), wird die Luftmenge auf die

ebenfalls in der Luftmengenberechnung erforderliche Luftmenge reduziert. Hier ist auf die

angegebenen Mindestluftmengen der ZL- u. AL-Boxen des Herstellers zu achten, so dass die

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reduzierten Luftmengen auch geregelt werden können. Bei abgesenktem Betrieb ist keine

Digestoriennutzung möglich. Dies wird dem Nutzer über eine gelbblinkende LED Vmin auf dem

Funktions- u. Bedienpanel am Digestorium signalisiert.

Das Digestorium kann vom Nutzer über einen I/O-Taste auf dem Funktions- u. Bedienpanel

aktiviert werden. Dies ist nur in den angegebenen Betriebszeiten möglich. Ist darüber hinaus eine

Nutzung des Labors mit Digestorium gewünscht, hat der Nutzer über einen Präsenstaster am

Raumbediengerät die Möglichkeit eine Betriebszeitverlängerung von z. B. drei Stunden zu

aktivieren, wodurch das Labor in den Tagesbetrieb umgeschaltet wird.

7.2 Bodenabsaugung (Laborabluft)

Bei Handhabung von tiefkalten bzw. schweren Gasen ist eine konstante Bodenabsaugung (BA)

im Raum zu installieren, die über einen KVR an das vorhandene Digestorienabluftnetz auf der

Niederdruckseite hinter den vorhandenen variablen Laborabluftregler anzuschließen ist. Die BA

sollten nach Laborverordnung mindestens 2,5m³/h pro m² absaugen. Eine Messöffnung ist an

geeigneter Stelle vorzusehen, um den Volumenstrom messtechnisch zu erfassen. Der Luftkanal

bis zum Abluftnetz ist in Kunststoff (PPS) auszuführen. Für die Wärmeabführung von

Freezerschränken kann verzinktes Stahlblech verwendet werden.

7.3 Deckenabsaugung (Raumabluft)

Bei Handhabung von leichten Gasen ist eine Deckenabsaugung im Raum zu installieren.

Da die Raumabluft permanent über die Decke abzuführen ist, ist lediglich der entsprechende

Abluftauslass über der Freisetzungsquelle zu positionieren, um hier einen Staubereich unterhalb

der Decke zu vermeiden. Der Luftkanal bis zum vorhandene Digestorienabluftnetz ist in

verzinktem Stahlblech auszuführen und auf der Niederdruckseite hinter den vorhandenen

variablen Raumabluftregler anzuschließen.

7.4 Punktabsaugung (Laborabluft)

Werden im Raum lokal abweichend Gase freigesetzt, ist im Raum eine Punktabsaugung zu

installieren. Die Punktabsaugung ist über einen KVR an das vorhandene Digestorienabluftnetz

auf der Niederdruckseite hinter dem vorhandenen variablen Laborabluftregler anzuschließen und

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über eine Handabsperreinrichtung manuell durch den Nutzer zu- bzw. abzuschalten. Um die

Punktabsaugung in der Raumluftbilanz zu berücksichtigen, ist eine Volumenstromüberwachung

vorzusehen. Der Luftkanal bis zum Abluftnetz ist in Kunststoff (PPS) auszuführen.

7.5 Gefahrstoffschränke (Laborabluft)

Ist die permanente Lagerung von Gefahrstoffen für Laborversuche notwendig, sind

entsprechende Gefahrstoffschränke (GSS) im Labor vorzusehen. Diese sind jeweils mit einer

festgelegten Luftmenge über einen KVR an das vorhandene Digestorienabluftnetz auf der

Niederdruckseite hinter dem vorhandenen variablen Laborabluftregler anzuschließen. Eine

Messöffnung ist an geeigneter Stelle vorzusehen, um den Volumenstrom messtechnisch zu

erfassen. Der Luftkanal bis zum Abluftnetz ist in Kunststoff auszuführen. Ein Schrägrohr, das

oberhalb oder in der unmittelbaren Nähe des Gefahrstoffschrankes anzubringen ist, dient den

Nutzern als Anzeige. Wenn kein variabler Laborabluftregler vorhanden ist, wird der GSS auf der

Hochdruckseite der Digestorienabluft angeschlossen.

8 Entscheidungsmuster

Zur Bestimmung der notwendigen Volumenströme zur Luftversorgung von Laborräumen und zur

Bestimmung der für den Betrieb notwendigen Komponenten, wurde eine Mustervorlage als

Ablaufdiagramm entwickelt.

8.1 Allgemein

Die Entscheidungsmuster werden von oben nach unten und von links nach rechts gelesen. Sie

bestehen aus einem Start- und Endpunkt, Prozessen und Entscheidungspunkten.

8.1.1 Start- und Endpunkt

Der Durchlauf des Entscheidungsmusters ist definiert durch einen Start- und einen Endpunkt.

Durchlaufbeginn ist der Startpunkt oben links zu Beginn der Laborplanung. Ab diesem Punkt wird

durch Entscheidungen und entsprechender Prozesse die Konstellation/Zusammenstellung von

lüftungstechnischen Komponenten eines Laborraumes abgefragt und ermittelt.

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Wird der Endpunkt am unteren Rand des Entscheidungsmusters erreicht, so sind die

Konstellation des Labors bzw. dessen Komponenten abgeschlossen und die notwendigen Daten

zur Luftversorgung und die benötigten Komponenten ermittelt.

8.1.2 Entscheidungspunkt

An einem Entscheidungspunkt (dargestellt durch eine Raute) kann zwischen zwei möglichen

Optionen gewählt werden. Die Entscheidungspunkte werden immer von oben bzw. links

(Eingänge) nach unten bzw. rechts (Ausgänge) durchlaufen. Es gibt jedoch unterschiedliche

Arten von Entscheidungspunkten.

Zum einen werden an Entscheidungspunkten Abfragen gestellt, welche mit „ja“ oder „nein“ zu

beantworten sind. Hierbei bedeutet der untere Abzweig die Verneinung der Abfrage, wohingegen

der rechte Abzweig die Abfrage bejaht. Nach Auswahl eines Abzweiges (Beantwortung der

Abfrage) wird nachfolgend ein Prozess durchlaufen, welcher Luftvolumenströme bzw.

Komponenten zur Auslegung des Laborraumes ermittelt bzw. berechnet. Die ermittelten Werte

werden in eine Tabelle eingetragen und abschließend zusammengefasst, so dass sich für den

geplanten Laborraum eine Konstellation aus Komponenten und Luftvolumenströmen

entsprechend der dort geplanten Nutzung ergibt.

Zum anderen werden an Entscheidungspunkten Abfragen gestellt, welche die Auswahl von

Optionen bzw. Zuständen beinhalten. Nach Auswahl eines Abzweiges wird der Luftvolumenstrom

gemäß des durchlaufenden Prozesses ermittelt bzw. berechnet. Die ermittelten Werte werden in

eine Tabelle eingetragen und abschließend zusammengefasst, so dass sich für den geplanten

Laborraum eine Konstellation aus Komponenten und Luftvolumenströmen entsprechend der dort

geplanten Nutzung ergibt.

Die Entscheidungspunkte können je nach weiterem Verlauf des Entscheidungsmusters mehrmals

durchlaufen werden.

8.1.3 Prozess

Ein durchlaufener Prozess dient der Berechnungsgrundlage zur Bestimmung der notwendigen

Luftvolumenströme. Mit Hilfe der geltenden Normen und Richtlinien werden in den Prozessen,

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die durch Entscheidungspunkte ausgewählt wurden, entsprechende Berechnungen zur

Bestimmung des Luftvolumenstroms durchgeführt. Ebenfalls werden die in den Prozessen

benötigten/ausgewählten Komponenten in eine Tabelle eingetragen und abschließend

zusammengefasst.

In den Prozessfeldern wird durch ein Stichwort bzw. einer kurzen Beschreibung der ausgewählten Option die Berechnungsgrundlage erläutert. Prozesse werden von links nach rechts bzw. von oben nach unten durchlaufen. Bei jedem Durchlauf eines Prozesses wird die gewählte Option erneut unter den neuen Voraussetzungen berechnet.

8.2 Hausnorm für Labore mit Digestorien

Die Entscheidungsmuster der „Hausnorm für Labore mit Digestorien“ für das UKA unterteilen sich

in zwei Bereiche.

Auf der einen Seite ist das Entscheidungsmuster, mit Hilfe dessen sich durch Abfragen und

entsprechend gewählten Prozessen die benötigten Komponenten und Volumenströme für das zu

planende Labor ermitteln. Auf der anderen Seite ist eine Tabelle, in die die benötigten

Volumenströme und benötigten Komponenten eingetragen werden.

Die Tabelle untergliedert sich noch einmal in Tagbetrieb und Nachtbetrieb, da außerhalb der

normalen Nutzung der Raum mit verringerter Luftleistung betrieben wird. Für die

unterschiedlichen Betriebsarten sind unterschiedliche Volumenströme zu berücksichtigen. Am

Ende der Tabelle können der benötigte Volumenstrom und die zu berücksichtigenden

Komponenten für die Auslegung der Lüftungskomponenten abgelesen werden.

Der Durchlauf des Entscheidungsmusters beginnt für jeden beliebigen Labortyp am Startpunkt.

Nach dem Durchlauf der Entscheidungsmuster können anhand der gewünschten Spezifikationen

des geplanten Labors die wesentlichen Eigenschaften der lufttechnischen Anlagen, wie

benötigter Volumenstrom und benötigter Komponenten, abgelesen und zur weiteren Planung

verwendet werden.

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9 Querverweise

10 Anhänge

11 Dokumentenhistorie

VersionVeränderungenGenehmigungs- datumDokumenten-
erstellung/-
überarbeitung
1Verschiedenes18.06.2018Prümm
2Verschiedenes03.08.2018Prümm
3Verschiedenes26.09.2019Prümm
4Verschiedenes30.04.2020Prümm
5Verschiedenes07.07.2020Prümm
6Verschiedenes12.04.2022Prümm
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Vollversion gültig ab01.07.2024Nächste Revision07.02.2026Dokumentenerstellung/- überarbeitungArmin Prümm
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