Laborstandard
ukafacilities für die Uniklinik RWTH
Aachen
UBFT und externe Flächen
Entwurf Stand: 10.03.2023
Dr. Daniel Löhrer
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ................................................................................................................................. 1
1 Einleitung ....................................................................................................................................... 2
2 Bedarfsplanung Labor .................................................................................................................. 3
2.1 Herleitung des Bedarfs ............................................................................................................ 3 2.2 Grundflächen Räume .............................................................................................................. 5 2.3 Herleitung der baulichen (KG300) und technischen Anforderungen (KG400) der Labore ..... 6
3 Standardräume .............................................................................................................................. 8
3.1 Labore ..................................................................................................................................... 8 3.1.1 Molekularbiologisches Standardlabor S2 ........................................................................ 8 3.1.1.1 Beispielhafte Einrichtung eines Standardlabors S2 ................................................................................ 11 3.1.1.2 Standard Medienversorgung ................................................................................................................. 13 3.1.1.3 Ausführungsdetails und Beispiele für die Möblierungen: ...................................................................... 14 3.1.2 Standard Zellkulturlabor ................................................................................................ 19 3.1.2.1 Beispielhafte Einrichtung eines Zellkulturlabors .................................................................................... 19 3.2 Laborergänzungsflächen ....................................................................................................... 21 3.2.1 Histologielabore ............................................................................................................. 21 3.2.2 Autoklavieren ................................................................................................................. 21 3.2.3 Geräteräume ................................................................................................................. 21 3.2.4 Kühlgeräteraum ............................................................................................................. 22 3.2.5 Kühlräume ..................................................................................................................... 22 3.2.6 Spülküche ...................................................................................................................... 22 3.2.7 Lager Labor ................................................................................................................... 23 3.2.8 Gefahrenstofflagerraum ................................................................................................ 23 3.2.9 Messraum ...................................................................................................................... 23 3.2.10 Sonderlabore ................................................................................................................. 23 3.3 Büro und Büroergänzungsflächen......................................................................................... 23 3.3.1 Labornahe Dokumentationsabreitplätze ....................................................................... 24
4 Laborkonzepte ............................................................................................................................. 25
4.1 Vorschläge Anordnung Räume/Raumtypen ......................................................................... 25
5 Anhang ......................................................................................................................................... 27
5.1 Vorgaben für Labore des GB-GT aus dem Handbuch Planen und Bauen ........................... 27 5.1.1 Kostengruppe 300 Bauwerk - Baukonstruktion ............................................................. 27 5.1.2 Kostengruppe 400 Bauwerk – Technische Anlagen ..................................................... 27
6 Quellen/ Abbildungsverzeichnis/ Tabellenverzeichnis ........................................................... 31
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1 Einleitung
Die Labore für medizinische Forschungs- und Diagnostikzentren bilden die Ressourcen für die biomedizinische Forschung sowie Diagnostik, welche im weitesten Sinne mikrobiologische, zellbiologische, molekulare, gentechnische, histologische und serologische Verfahren umfasst sowie Tierversuche. Neben den klassischen Laborexperimenten und der Diagnostik gewinnt auch die computergestützte Forschung wie die Bioinformatik immer mehr an Bedeutung.
Für diese Funktionen ist es wichtig einen geeigneten baulichen Rahmen zu ermöglichen um die praktische Arbeit bestmöglich zu unterstützen.
Dieses Dokument stellt die Basis zur Planung von Laborflächen als Teil von Gebäuden und/ oder Laborzentren dar. Ausgenommen wird in diesem Dokument die Versuchstierforschung.
Wichtige Grundsätze welche in die Planung einfließen sind die flexible Nutzung und Zuordnung von Räumen/Laboren, die gemeinschaftliche Nutzung von Einrichtungen und Geräten sowie die Vorhaltung spezialisierter Flächen.
Da es in der Forschung schnelle Entwicklungen gibt, sowohl was die Methoden als auch die Zusammensetzung von Arbeitsgruppen betrifft ist die flexible Gestaltung von Laborräumen vorteilhaft. Außer für Sonderlaborflächen wie z. Bsp. Elektronenmikroskopie und Massenspektrometrie lassen sich die meisten Methoden auf standardisierten Flächen für molekularbiologische/ biochemische Forschung, Zellkultur und Histologielabore abbilden.
Soweit es möglich ist sollten teure Spezialgeräte, wie z. Bsp. in Core Facilities, gemeinschaftlich genutzt werden. So lässt sich zum einen die Auslastung der Geräte optimieren als auch Personal mit dem technischen Know-How zur Bedienung der Geräte besser einsetzen.
Einen speziellen Bereich in der biomedizinischen Forschung bildet die Versuchstierhaltung. Dieser Bereich ist in der Regel hochinstalliert, da die meist Kleinnager unter SPF- Bedingungen (frei von für die Tiere und/oder Versuchsergebnisse schädlichen Keimen) gehalten werden müssen. Solche Einrichtungen sollten zentralisiert geführt werden um die Anforderungen an extern liegende Flächen und Gebäude zu reduzieren.
Die Planung soll nach dem Baukastenprinzip erstellt werden wobei ein gewisser Anteil fachspezifischer Anforderungen nicht auszuschließen ist. Da es immer zu speziellen Anforderungen kommen kann soll der Laborstandard als Empfehlung und Leitfaden dienen ist aber nicht in Gänze zwingend zu erfüllen.
Im Hauptgebäude des Universitätsklinikums, im nachfolgenden UBFT genannt, müssen auf Grund der Besonderheit des Gebäudes Standards des Betreibers, im nachfolgenden GB-GT genannt, beachtet werden. In jedem Kapitel wird auf die Besonderheiten der Planung im UBFT verwiesen.
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2 Bedarfsplanung Labor
2.1 Herleitung des Bedarfs
Grundlage für die Herleitung des Bedarfs ist die Kategorisierung der Flächen in verschiedene Funktionseinheiten. Jede Person die auf den Flächen tätig sein soll, wird je nach Position/ Funktion anteilig ein gewisser Anteil an Flächen zugewiesen.
Die Flächen gliedern sich wie folgt:
• Laborflächen Molekularbiologische Labore/ Nasslabore Mikrobiologische Labore Zellkulturlabore Histologische Labore gemischte biochemische/ physikalisch-chemische/ chemische Labore • Laborergänzungsflächen Auxilliarräume • Spülküchen • Geräteräume • Mikroskopie-/Dunkel -Räume • Kühlgeräteräume • Lagerräume • Gefahrstofflagerräume • Kühlräume • Entsorgungs- und Autoklavenräume Sonderlabore • Schutzstufe 3-Labore • Isotopenlabore • Abklingräume • Schleusen • Sonstige besondere Anforderungen an Technik und Bauwerk • Büroflächen Leitungsbüros Einzel-/ Doppel-/ Mehrfachbüros Sekretariate Dokumentationsarbeitsplätze • Büroergänzungsflächen Kommunikationsflächen/ Besprechungsräume Kopierräume/ Archive Rechnerräume Sozialräume • Sonstige Infrastruktur Bibliotheken Werkstätten Logistik Technik EDV-Service
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Die Positionen/ Funktionen der Personen gliedert sich wie folgt:
• Professoren • Gruppenleiter • Theoretische Forschung (PostDoc/ nicht-med. Doktoranden) • Nass- und Sonderforschung (PostDoc/ nicht-med. Doktoranden) • medizinische Doktoranden • naturwissenschaftliche Bachelor- / Masterstudenten • Laboranten (z.B. CTAs, MTAs) • EDV/Techniker • Verwaltungsmitarbeiter Sekretariat • Verwaltungsmitarbeiter
Für die Ermittlung der benötigten Flächen werden in einer gesonderten Tabelle die Anzahl der Mitarbeiter eingefügt, woraus sich der Gesamtbedarf an Flächen [m²] errechnet.
Abbildung 1: Tabelle zur Berechnung des Flächenbedarf gem. HIS und MIWF/MKW Standard
Entsprechend kann über die Faktoren auch von vorhandenen Flächen die Maximale Belegung durch Personal ermittelt werden, d.h. wie viele Mitarbeiter würden in vorhandenen Bestandsflächen unterkommen.
Der Gesamtbedarf gibt eine grobe Übersicht der benötigten Flächen. Die konkrete Ausführung raumweise ergibt sich aus Standardraumgrößen im Folgenden.
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2.2 Grundflächen Räume
Das damalige MIWF, heute MKW hat gemeinsam mit den Unikliniken NRW Standardraumgrößen entwickelt die als Richtwert anzuwenden sind.
Abbildung 2: Standardraumgrößen gem. MIWF [Quelle: Entwicklung der Standards für den Masterplan 2014-2025]
Einflussfaktoren auf die Raumgröße die zu einer Abweichung der Standardraumgrößen führen können sind:
• Gerätegrößen, Versuchsaufbauten verschiedenster Größen • Nutzung der Labore: erhöhter Platzbedarf bei Tierversuchsaufbauten • Anzahl der Mitarbeiter/ Studenten/ Doktoranden/ Stipendiaten in den Laboren variiert • Vorhaltung von Materialien in bestimmten Laborumgebungen notwendig (Sicherheitsschränke z.Bsp Gefahrenstoffschränke/Gasflaschenschränke), unabhängig von Lagerräumen • Flexibilität bei Nutzungsänderungen der Räume • Gebäudekubatur/ Ausbauraster • Neue Methoden in der Forschung bedingen eine Anpassung an neue Gegebenheiten
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2.3 Herleitung der baulichen (KG300) und technischen Anforderungen (KG400) der Labore
Um die baulichen und technischen Anforderungen an die einzelnen Labore zu ermitteln werden mit den zukünftigen Nutzern der Anlagen Bedarfsermittlungen durchgeführt. Im Vorfeld erhalten die Nutzer zu diesem Zweck folgende standardisierte Dokumente, welche sie ausfüllen müssen:
• Geräteliste • Risikoanalyse/Gefährdungsbeurteilung
In die Geräteliste sollen alle bekannten Geräte, welche im zukünftigen Labor genutzt werden, Raumweise aufgeführt werden. Hierzu zählen sowohl vorhandene Geräte als auch Geräte welche im Zuge des Neubaus angeschafft werden.
Abbildung 3: Auszug aus der Geräteliste ukafacilities
Zu jedem Gerät werden alle bekannten Informationen bzgl. der Maße, Anschlüsse und besonderen Raumbedingungen eingetragen. Sollten die Nutzer Informationen nicht selbständig zusammentragen können, muss die Liste aus vorhandenen Gerätedatenblättern/ Betriebsanleitungen ergänzt werden.
In die Risikoanalyse/ Gefährdungsbeurteilung werden die in den Laboren verwendeten Gefahrenstoffe und Methoden raumweise aufgeführt. Die Nutzer müssen in der Regel ein gepflegtes Gefahrenstoffkataster führen, welches Grundlage für dieses Dokument ist. Bei Neubauten sollen die Methoden und Gefahrstoffe nach besten Wissen prognostiziert werden.
Aus den beiden genannten Dokumenten können die Anforderungen an den zu planenden Raum entnommen werden.
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Abbildung 4: Risikoanalyse/ Gefährdungsbeurteilung
Auf Basis dieser Informationen wird ein erweitertes Raumprogramm erstellt, welches die wesentlichen Informationen pro Raum zusammenfasst. In diesem werden die Raumart, Belegung, Ausstattung, Anforderungen KG300/400 sowie Raumaffinitäten aufgeführt.
Abbildung 5: Exemplarischer Auszug erweitertes Raumbuch
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3 Standardräume
3.1 Labore
Generell sind alle Labore nach der DGUV Information 213-850, GenTSV, BioStoffV, TRBA 100, TRGS und ASR zu planen. Abweichungen von den genannten Regelwerken sind im Einzelfall abzustimmen.
Bei der Ausführung und Auslegung von Räumlichkeiten und Anlagen ist besonders auf das Kapitel 6 der BGI/GUV-I 850-0 und alle dort vermerkten Normen zu achten.
3.1.1 Molekularbiologisches Standardlabor S2
Alle Labore sollten unter dem Gesichtspunkt errichtet werden, dass eine Zulassung als Labor der Sicherheitsstufe 2 nach GenTSV möglich ist.
Die übliche Raumtiefe/Laborzeilentiefe für biomedizinische Labore beträgt 6,00 m. Die Raumbreite ergibt sich aus dem verfügbaren Ausbauraster. Übliche Werte sind Raster von 1,20 m. Kleinere Raster sollten nur im Falle einer angestrebten Kostenreduzierung oder bei Beschränkungen durch die Kubatur verwendet werden.
Die lichte Raumhöhe sollte zwischen 3,00 m und 3,30 m liegen, woraus sich ein Geschosshöhe von 3,80 – 4,20 m ergibt. Die minimale Raumhöhe ist durch die ASR begrenzt die je nach Raumgröße mindesthöhen vorgibt.
Kleine Standardlabore:
Eine einfache Laborspange in der Ausführung mit dem Raster von 1,20 m hat unter Berücksichtigung einer Wandstärke von 0,15 m eine lichte Raumbreite von 3,45 m. Dadurch ergibt sich eine Grundfläche von 20,70 m². Diese Fläche ist für maximal zwei Experimentatoren als Dauerarbeitsplatz und ggf. einem med. Doktoranden/ Bachelorstudenten geeignet.
Mittlere Standardlabore:
Die Laborspangen lassen sich beliebig aneinanderreihen umso größere Labore zu ermöglichen. Vorteil hierbei ist die bessere Flächennutzung durch den Wegfall der Zwischenwände à 0,15 m. Zwei aneinandergrenzende Laborspangen ergeben eine lichte Raumbreite von 7,05 m und somit eine Grundfläche von 42,30 m². Diese Fläche ist für maximal vier Experimentatoren als Dauerarbeitsplatz geeignet.
Große Standardlabore:
Drei Laborspangen ergeben eine Raumbreite von 10,65 m und eine Grundfläche von 63,90 m². Diese Fläche ist für maximal sechs Experimentatoren als Dauerarbeitsplatz geeignet.
Bei einer Einrichtung der Möbel gem. DIN EN 14056 sowie einer standardisierten Tiefe der Arbeitstische von 0,80 m ist i.d.R. eine ausreichende Bewegungsfläche und Fluchtwegsbreite gegeben.
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Tabelle 1: Rumdatenblatt Standardlabor S2
| Raumdatenblatt Standardlabor S2 | |
|---|---|
| Anforderungen an den Baukörper [KG 300] | Anforderung an die technischen Anlagen [KG 400] |
| KG 300 Raumspezifische Anforderungen -Fenster nicht zu öffnen -Unterwandkonstruktionen bei Bedarf -Abschirmung Elektromagnetismus, elektrisch und oder magnetische Felder | KG 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen -Trinkwasser kalt / -Betriebswasser -Trankwasser warm -Waschbecken/ Handwaschbecken -Notdusche -Augendusche -Wasser VE (falls zentral möglich sonst Millipore- Anlagen) -Laborabwasser -Sonderabwasser |
| KG 320 Bodenbeläge -Flüssigkeitsdicht -nasswischfest -desinfektionsmittelbeständig -chemikalienbeständig -Hohlkehle -ableitfähig | KG 430 -RLT 3: Klimatisierung, Wärmerückgewinnung (gem. DIN EN 1946-7) -Mind. 8-facher Luftwechsel |
| KG340 Innenwandbekleidung -nasswischfest -desinfektionsmittelbeständig -chemikalienbeständig | KG 440 Starkstromanalgen -Netzinstallation 230 V -Netzinstallation 400 V (nur wenn Anforderung begründet) -Not-Aus-Schalter -Lichtsteuerung -Potentialausgleich -SV (Sicherheitsstromversorgung) -Netzersatz nicht unterbrechungsfrei |
| KG 330 Türen und Fenster -Sonnenschutz -Blendschutz -Tageslichtdurchlässige Fläche mind. 1:10 der Raumgrundfläche -Verdunklung KG 340 Türen und Fenster -Durchblickfenster, Sichtfenster in Türen -Türen in Fluchtrichtung aufschlagend -Sonderbreite bei den Türen (gerätespezifisch) -Fluchtsicherheit (Mausllabor) | KG 450 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen -Brandmeldeanlage -Zugangskontrolle (muss nicht laborspezifisch sein wenn in zugangsbeschränktem Bereich) -luK (Informations- und Kommunikationstechnik) RJ45, Kat 7 -WLAN-Versorgung |
| KG 350 Deckenbekleidung -nasswischfest -desinfektionsmittelbeständig | KG 470 Nutzungsspezifische Anlagen -technische Gase -Sondergase -medizinische Gase (Gaswarnanlagen) -Druckluft medizinisch -Digestorium/ Abzugshaube (gem. DIN EN 14175) -Laborspüle/ Färbebecken -Brutschränke/ Zentrifugen -mikrobiologische Sicherheitswerkbänke (gem. DIN EN 12469) -Sicherheitsschrank für brennbare Flüssigkeiten (gem. DIN EN 14470-1) -Prozesskühlwasser -Sonderabsaugung/ Punktabsaugung -Gasflaschenschrank mit Umschalteinrichtung (gem. DIN EN 14470-2) nur externe Gebäude |
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KG 480 Gebäudeautomation -GLT Anschlüsse für Kühlgeräte/ Tiefkühlgeräte/ Ultratiefkühlgeräte Die im Raumdatenblatt blau gekennzeichneten Anforderungen sind speziell vom Nutzer anzufordern und der Bedarf zu begründen.
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3.1.1.1 Beispielhafte Einrichtung eines Standardlabors S2 Bei den molekularbiologischen Laboren kann die Einrichtung recht standardisiert ausfallen. In der Regel sind Labor-/ Gerätetische mit einer Breite von 1,2 m und einer Tiefe von 0,8 m zu planen. Die Breite nutzt die Raumtiefe von 6 m optimal. Die Höhe der Arbeitsfläche sollte bei 0,9 m liegen. Die maximale Länge einer zusammenhängenden Laborbank ist auf 6,00 m begrenzt. Soll bei einer größeren Raumtiefe erstellt werden, so sind die Laborbänke durch einen Verkehrsweg zu trennen.
Pro Labor ist mindestens eine Laborspüle und pro drei Laborspangen mindestens ein Abzug/ Digestorium gem. DIN EN 14175 vorzusehen. Die Digestorien sollen über Unterschränke in Form eines Lösemittelschranks und eines Säure/Lauge Schranks verfügen. Kühlgeräte können bei wenig Bedarf als Untertischgeräte (B 600mm/ T 600 mm/ H 800 mm) ausgeführt werden, bei größeren Bedarf als Standgeräte +4°C oder Kühl/Gefrierkombi +4°C/ -20°C. Ultratiefkühlgeräte -80°C - -150°C sollten wegen der Wärme- und Lärmbelastung nur im Ausnahmefall direkt im Labor stehen und sind explizit durch den Nutzer anzugeben.
Sonderausstattungen wie Punkt-/ Arbeitsplatzabsaugungen, Untertischgeräteschränke (z. Bsp. Schallschutz für Vakuumpumpen), Versorgung mit technische/ medizinischen Gasen, Notstrom (EN), Starkstrom (400 V/ 32 A) und besondere Wärmebelastungen durch Geräte sind vom Nutzer explizit anzugeben.
Der Raum muss in seiner Ausführung über Hohlkehlen, Augenduschen, Notduschen (in ausreichender Anzahl auf die Labore verteilt/ gem. DGUV Information 213-850) und Desinfektionsmittel-, Seifen- und Einmalhandtuchspender verfügen.
Abbildung 6: Schema beispielhafte Einrichtung von kleinen/mittleren Standardlabor S2
Wie in Abbildung 6 zu sehen können die Labore beliebig durch Mehrung der Laborraster vergrößert werden. Welche Größe am vorteilhaftesten ist, ist abhängig von der Nutzung und dem Ziel. Der Trend geht in Richtung Großraumlabore in der Forschung mit angrenzenden Dokumentations-/ Auswertezonen. Soll eine Akkreditierung beispielsweise durch die DAkkS angestrebt werden, so ist eine räumliche Trennung einzelner Prozessschritte nötig und somit die Schaffung mehrerer kleiner Labore. Zur Wahrung der Flexibilität sollten sowohl kleine als auch mittlere Labore errichtet werden, damit ggf. auch kleinere Arbeitsgruppen separat arbeiten können.
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Sind mehrere Räume nebeneinander oder hintereinander angeordnet so ist darauf zu achten, dass durch nötige Fluchtwege Möbel entfallen können.
Abbildung 7: Schematische Raum- und Möbelkonfiguration mit Verbindungstür als zweiter Fluchtweg
Sollte die Rückwand der Labore nicht an eine Fassade sondern an einen Dokumentationsbereich angeschlossen sein, kann auch über diesen entfluchtet werden. Hierdurch entfallen keine zusätzlichen Labormöbel. Dabei sind die Trennwände zwischen Labor und Dokumentationsbereich möglichst Lichtdurchlässig und die Türen, wenn möglich, als Schiebetüren zu gestalten.
Abbildung 8: Schematische Raum- und Möbelkonfiguration Labore mit angeschlossener Dokumentationszone inkl. Fluchtwegen
Details zur Möblierung sind in Kapitel 3.1.1.3 zu finden.
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3.1.1.2 Standard Medienversorgung
Die Installationsebenen für die Medienversorgung befindet sich auf drei festgelegten Höhen. So gibt es eine obere Ebene zur Anbindung von Oberschränken und Freezern (Strom u. GLT) auf Höhe von 2,5 m, eine mittlere Ebene auf Höhe von 1,25 m Versorgung von Tischkanälen und Geräte auf Tischen und eine untere Ebene bei 0,3 m zur Versorgung von Unterschränken/ Untertischgeräten.
Abbildung 9: Schematische Darstellung der Installationsebenen der Medienversorgung
Sollte keine zentrale Gasversorgung möglich sein, ist die Gasversorgung über Gasflaschenschränke mit Umschalteinrichtungen für zwei Flaschen zu realisieren. Da Druckluft und CO die meist genutzten Gase sind, sollte mit mindesten zwei Schränken 2 gerechnet werden. Die Ausführung erfolgt nach DIN EN 14470-2.
Im UBFT kann es in Ausnahmen vorkommen, dass auch in normalen Laborräume -80 °C Ultratiefkühlgeräte verortet werden. In diesem Fall ist eine spezifische Wärmeabsaugung hinter den Geräten vorzusehen.
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3.1.1.3 Ausführungsdetails und Beispiele für die Möblierungen: Wie im vorgehenden Abschnitt beschrieben, sollte die Labormöblierung standardisiert ausgeführt werden und Sondermaße verhindert werden. Im Folgenden sind beispielhaft Ausführungen von Labormöbel aufgezeigt.
Die meiste Variabilität stellen die Untertischkonstruktionen zur Verfügung. Zum einen kann dort Staufläche in Form von Schränken, Schubladenschränken und Rollcontainern ermöglicht werden, zum anderen können Untertischgeräte wie Kühlschränke oder beispielsweise Zentrifugen auf mobilen Tischen untergebracht werden. Eine schlaue Gestaltung dieser Möbel vergrößert die verfügbare Nutzfläche.
Die aufgeführten Möbel können sowohl in den Standardlaboren S2 und Zellkulturen als auch in Sonderlaboren eingesetzt werden.
Auf den im vorherigen genannten 6,00 m Länge der Laborbänke lassen sich folgende Konfigurationen unterbringen:
-5 x Laborbänke à 1,20 m Breite
-4 x Laborbänke à 1,20 m Breite; 1 x Spüle à 1,20 m
-3 x Laborbänke à 1,20 m Breite; 1 x Spüle à 1,20 m; 1 x Nebenschrank Spüle inkl. Glasrechen à 1,20 Breite
-3 x Laborbänke à 1,20 m Breite; 1 x Digestorium à 1,50 m Breite; optional 1 x Laborbank Sonderanfertigung à 0,90 m Breite
Im Folgenden werden die Eigenschaften verschiedener standardisierte Möbel beschrieben.
Laborbänke:
Pro 1,20 m Laborarbeitstisch sind mindestens folgende Anschlüsse in einem Brüstungskanal mit 150 mm Höhe vorzusehen: • Zwei Doppeldosen NN 230 V/ 16 A • Eine Doppeldose EDV RJ45 Kat 7 • Gase müssen Nutzerspezifisch angegeben werden und sind nicht im Standard vorzusehen • EN und 400 V/32 A Anschlüsse sind nutzerspezifisch zu planen und durch die Nutzer zu begründen
Die Brüstungskanäle sowie die Frontblende sind aus pulverbeschichtetem Aluminium vorzusehen mit einem Sicherungskasten für die gesamten Laborzeile (max. 5 Laborbänke à 1,20 m)
Die Arbeitsplatten bestehen aus Steinzeug und haben einen Wulstrand. Die Stoßkanten zwischen einzelnen Elementen werden ohne Wulstrand versiegelt ausgeführt. Ein Arbeitsplatz hat die Maße 1200 mm x 800 mm bei einer Steharbeitsplatzhöhe von 900 mm.
Wenn Arbeitsplätze ohne Wulstrand, z. Bsp. wegen der Aufstellung von Geräten benötigt werden, muss dies explizit genannt werden. Die Ausführung der Gerätetische in HPL soll
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Randseitig zu den Laborarbeitstischen ausgeführt werden. Es ist auf mögliche Höhenversprünge zu achten (Materialdicke etc.).
Die Labormöbel verfügen über eine C-Fußgestell mit einer Tragfähigkeit von 180 kg/m².
Für besonders schwere Aufbauten wird eine H-Fußgestellt verwendet. Diese Anforderung muss explizit definiert werden.
Die Rückblenden der Unterschränke sollten zu öffnen sein, z. Bsp. durch Schieben, damit eine Revisionierbarkeit der dahinterliegenden Installationen ermöglicht wird. Mögliche elektrische Installationen untertisch müssen explizit definiert werden.
Es ist eine Chemikalienablage mit Oberkante auf 1455 mm und einer Tiefe von 150 mm aus Glas zu planen. An der Vorderkante sollen Stativhalter vorhanden sein. Unterhalb der Chemikalienablage ist der Brüstungskanal vorzusehen.
Siehe Abb. 10/11
Oberschränke:
Die Oberschränke sollen auf eine Höhe von Unterkante 1800 mm angebracht werden. Die Oberschränke selber haben die Maße T 400 mm x B 1200 mm x H 900 mm. Es kann zwischen der Ausführung mit 2 Einlegebrettern und damit 3 Fächern à 1,20 m Breite oder als 2 Schränke mit 3 Fächern à 0,60 m gewählt werden. Beide Ausführungen verfügen über 2 geschlossene Schranktüren. An der Unterkante ist eine Leiterzarge vorzusehen.
An der Unterseite der Oberschränke ist eine Lichtleiste mit eine Lichtstärke von 500 lux, Farbwiedergabe 80 (Index R ) und einer vertikalen Beleuchtungsstärke von ≥ 175 lx, mit a entsprechendem Blendschutz, blendfrei vorzusehen.
Griffe und Beschläge sind in Edelstahl auszuführen.
Siehe Abb. 10/11
Unterschränke:
Unterhalb der Laborbänke sind Unterschränke, Rollcontainer, Untertischkühlschränke oder rollbare Tische für Kleingeräte planbar.
Unterschränke sind bei einer Breite von 1200 mm und Tiefe von 560 mm mit Fächer oder Schubladen als Stauraum möglich. Die Ausführung muss rollbar sein, um die Zugänglichkeit zu den dahinterliegenden Installationen zu ermöglichen.
Rollcontainer mit den Maßen von B 536 mm x T 560 mm können bei einer Arbeitsplatzhöhe von 0,9 m 4 Schubladen mit gleicher Höhe haben. Bei eine Arbeitsplatzhöhe von 0,7 m 3 Schubladen gleicher Höhe. Die schmaleren Container haben gegenüber den Unterschränken den Vorteil, dass an den Arbeitsplätzen mit einer Stehhilfe bequem gearbeitet werden kann.
Rollbare Tische verfügen über eine Stellfläche von B 536 mm x T 560. Elektrische Installationen müssen vorher beschrieben / explizit definiert werden und sind geräteabhängig.
Rollen aller Varianten müssen feststellbar sein und die Schränke/Container/Tische über einen Kippschutz verfügen. Die Bodenfreiheit muss so geplant werden, dass das C-Fußgestell
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überrollt werden kann. Dies ermöglicht eine maximale Flexibilität bei der Konfiguration der Möbel.
Siehe Abb. 9/10/11
Laborspüle:
Die Laborspüle wird in einem Standardmöbel mit einer Breite von 1,20 m geplant. Das Spülbecken aus technischer Keramik hat ein Innenmaß von B 600 mm x T 400 mm x H 300 mm und verfügt über eine handberührungslos bedienbare Einhebelarmatur mit ausreichend langem Hebel und mit Trinkwasser kalt/warm (TWK/TWW) und einen Edelstahlsiphon.
Am Spülbecken ist eine Augendusche (siehe DIN EN 15154-2) vorzusehen. An einer (mit dem Ellenbogen) erreichbaren Position des Möbels sind ein handberührungslos bedienbarer Seifenspender, ein handberührungslos bedienbarer Desinfektionsmittelspender sowie ein Papiertuchspender anzubringen. Im Unterschrank soll ein Abfallbehälter aus Kunststoff vorhanden sein.
Neben dem Spülbecken befindet sich eine Abtropffläche von ca. 550 mm Breite. Alternativ kann hier eine Reinstwasseranlage (z. Bsp. Millipore Q) aufgestellt werden. In diesem Fall muss einmal NN 230V, einmal EDV und ein TW-Anschluss zusätzlich installiert werden.
Das Möbel wird von der danebenliegenden Fläche durch einen Spritzschutz aus VSG 6 mm abgetrennt.
Falls ein extra Möbel mit Glasrechen und Abtropffläche geplant wird, kann der Spritzschutz entfallen.
Siehe Abb. 10
Digestorien:
Die Digestorien haben die Maße B 1500 mm x T 950 mm x H 2700 mm. Sie sind mit einem Potentialausgleich, 4 Dosen NN 230 V außen sowie 1 Dose NN 230 V an der Rückwand im Innenraum des Digestoriums ausgestattet.
Die Arbeitsplatte ist in Steinzeug mit Wulstrand auszuführen.
Im Unterschrank werden je ein Gefahrstoffschrank und ein Säure-/Laugenschrank mit einer Höhe von 580 mm geplant. Der Anschluss der Schränke erfolgt über die Digestorienabluft.
Das Abluftvolumen richtet sich nach der Risikoeinschätzung/ beträgt x m³/h und verfügt über eine Nachtabsenkung.
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Abbildung 10: Beispiel Laborspüle
Abbildung 11: Laborspüle und Labortische
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Abbildung 12: Labortische
Abbildung 13: Ansichten Labortische Wandseitig, verschiedene Unterschrankoptionen
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3.1.2 Standard Zellkulturlabor
Das Raster sowie die Raumtiefe decken sich mit den Angaben in 3.1.1. Das gleiche gilt für Zusammenstellung von Laborspangen zur Vergrößerung der Laborräume.
Der deutlichste Unterschied zu den molekularbiologischen Laboren ergibt sich aus der Möblierung der Räume und den benötigten Geräten. Da in diesen Räumen mit für Verunreinigungen empfindlichen Zellen gearbeitet wird, erfolgen die meisten Arbeitsschritte unter mikrobiologischen Sicherheitswerkbänken. Darüber hinaus werden zur Lagerung der Zellkulturen Inkubatoren benötigt, die sowohl eine stabile definierte Temperatur als auch eine definierte Atmosphäre bieten. In der Regel wird hierfür ein CO Anschluss benötigt, was 2- wiederrum in manchen Fällen der Installation einer Gaswarnanlage bedarf. In der Anschlusskonfiguration des GB-GT ist der Anschluss per Edelstahlschlauch an einen Entnahmedruckminderer (Dräger Spectron) mit entsprechender Dichtigkeitsprüfung vorgesehen.
Da oftmals mikroskopisch Zellen geprüft werden sollte der Raum in jedem Fall verdunkelbar sein. Darüber hinaus wird empfohlen, den Mikroskopiearbeitsplatz mit einer Tischhöhe von 0,7 m auszustatten damit dort im Sitzen gearbeitet werden kann.
Oftmals werden Zellen/Zellkulturen in Flüssigstickstoff gelagert. Falls dieser offen im Raum umgefüllt wird, ist eine Überwachung des Sauerstoffgehaltes vorzusehen.
3.1.2.1 Beispielhafte Einrichtung eines Zellkulturlabors
Wie in 3.1.2 beschrieben, unterscheidet sich die Einrichtung eines Zellkulturlabors durch seine Geräte von den Standardlaboren. Durch die Gerätemaße ergibt sich automatisch eine andere Anordnung der Möbel.
Abbildung 14: Schema beispielhafte Einrichtung Zellkulturlabor klein/mittel
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Wie in Abbildung 14 zu sehen ist Positionierung der Sicherheitswerkbänke durch die Gerätegröße entscheidend für die Raumkonfiguration. Mikrobiologische Sicherheitswerkbänke gibt es in verschiedenen Standardgrößen von 1,2 m – 2 m Breite. Der andere wichtige Bestandteil der Raumkonfiguration sind die Inkubatoren. In der Regel sind die Geräte stapelbar, wodurch auf einer Grundfläche von 0,8 m * 0,8 m zwei Geräte aufgestellt werden können.
Es ist zu empfehlen die Zellkulturlabore in der kleineren Variante zu errichten, da gerade durch große Werkbänke die Raumnutzung größerer Labore suboptimal ist.
Tabelle 2: Raumdatenblatt für Standardzellkulturen
| Raumdatenblatt Zellkulturlabor | |
|---|---|
| Anforderungen an den Baukörper [KG 300] | Anforderung an die technischen Anlagen [KG 400] |
| KG 300 Raumspezifische Anforderungen -Fenster nicht zu öffnen -Unterwandkonstruktionen bei Bedarf | KG 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen -Trinkwasser kalt -Trankwasser warm -Waschbecken |
| KG 320 Bodenbeläge -flüssigkeitsdicht -nasswischfest -desinfektionsmittelbeständig -chemikalienbeständig -Hohlkehle -ableitfähig | KG 430 -RLT 3: Klimatisierung, Wärmerückgewinnung (gem. DIN EN 1946-7) -Mind. 8-facher Luftwechsel |
| KG340 Innenwandbekleidung -nasswischfest -desinfektionsmittelbeständig -tageslichtdurchlässige Fläche mind. 1:10 der Raumgrundfläche -chemikalienbeständig | KG 440 Starkstromanalgen -Netzinstallation 230 V -Not-Aus-Schalter -Lichtsteuerung -Potentialausgleich -SV (Sicherheitsstromversorgung) -Netzersatz nicht unterbrechungsfrei |
| KG 330 Türen und Fenster -Sonnenschutz -Blendschutz -Verdunklung KG 340 Türen und Fenster -Durchblickfenster, Sichtfenster in Türen -Türen in Fluchtrichtung aufschlagend -Sonderbreite bei den Türen (gerätespezifisch) | KG 450 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen -Brandmeldeanlage -Zugangskontrolle (muss nicht Laborspezifisch sein wenn in Zugangsbeschränktem Bereich) -luK (Informations- und Kommunikationstechnik) RJ45, Kat 7 -WLAN-Versorgung |
| KG 350 Deckenbekleidung -nasswischfest -desinfektionsmittelbeständig | KG 470 Nutzungsspezifische Anlagen -technische Gase -medizinische Gase (CO2) Gaswarnanlage -Druckluft medizinisch -Brutschränke/ Zentrifugen -mikrobiologische Sicherheitswerkbänke (gem. DIN EN 12469) -Sicherheitsschrank für brennbare Flüssigkeiten (gem. DIN EN 14470-1) -Gasflaschenschrank mit Umschalteinrichtung (gem. DIN EN 14470-2) nur externe Gebäude |
| KG 480 Gebäudeautomation -GLT Anschlüsse für Kühlgeräte/ Tiefkühlgeräte/ Ultratiefkühlgeräte |
Ultratiefkühlgeräte Die im Raumdatenblatt blau gekennzeichneten Anforderungen sind speziell vom Nutzer anzufordern und der Bedarf zu begründen. © ukafacilities GmbH Laborstandard Bearbeitungsstand: 10.03.2023 Seite | 20
3.2 Laborergänzungsflächen
Alle weiteren Labornutzungen lassen sich in der Regel nicht so gut standardisieren. Das Raumdatenblatt der Standardlabore S2 kann als Grundlage herangezogen werden, jedoch sind die Bedarfe der Nutzer an spezielle Labore einzeln zu ermitteln.
So können besondere Anforderungen an Gerätestellflächen und die Abwärme gegeben sein oder besondere elektromagnetische Abschirmungen benötigt werden.
Die unter 3.1 beschriebenen Raster und Installationsebenen für die Medienversorgung können auch für Sonderlabore verwendet werden.
Durch die Diversität der Nutzungen wird darauf verzichtet, beispielhafte Möblierungen vorzuschlagen.
Im Folgenden werden kurze Beschreibungen verschiedener Nutzungen gegeben.
3.2.1 Histologielabore
In diesen Laboren werden Zellen und Gewebe gefärbt. Die Färbungen benötigen in der Regel Lösungsmittel, sodass Punktabsaugungen und/oder Abzüge benötigt werden. Dünnschnitte benötigen teilweise flüssigen Stickstoff, weswegen eine bodennahe Absaugung und Überwachung der Atemluft (Sauerstoffgehalt gem. TAB-BS-00001_G Brandschutztechnische Standards) vorgesehen werden sollten.
3.2.2 Autoklavieren
In diesen Räumen erfolgt die Entsorgung der Abfälle mittels Autoklavieren durch Vernichtungsautoklaven. Diese Inaktivierung von Abfällen wird sowohl bei der Arbeit mit gentechnisch veränderten Organismen als auch anderen zellbiologischen Verfahren gefordert. Dort können auch Instrumente sterilisiert werden, wobei dann eine Trennung von rein/unrein erfolgen muss. Da in diesem Raum Müll sortiert und gelagert werden muss ist ausreichend Fläche vorzusehen. Empfohlen werden 20 m².
Für die Autoklavierung werden Anschlüssen mit 400 V Drehstrom benötigt sowie Gerätespezifischen Wasseranschlüssen und Laborabwasser. Bei Geruchsintensiven Arbeiten ist eine optionale Absaugung zu planen.
3.2.3 Geräteräume
In diesen Räumen können Geräte mit besonderen Anforderungen aufgestellt werden. Diese können zum Beispiel lärmintensive Geräte wie Zentrifugen sein oder aber auch Geräte, die eine enorme Abwärme erzeugen wie Massenspektrometer. Daher sind diese Räume geräteindividuell mit Strom/Daten und Klimatisierung/Kälte zu versorgen. Bei wechselnder Nutzung der Räume sollten die im Vorsatz genannten Medien ausreichend groß dimensioniert werden. Bei diesen Räumen sollte darauf geachtet werden, dass die Türen eine ausreichende Breite zum Ein- und Ausbringen von Geräten haben. Eine Entsprechende Ausführung könnte zum Beispiel eine Tür (ggf. Sonderbreite) mit zu öffnendem Seitenteil sein.
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3.2.4 Kühlgeräteraum
Diese Räume ähneln in Ihren Anforderungen den Geräteräumen, da zur Unterbringung von Ultratiefkühlgeräten -80°C- -152°C eine ausreichend ausgelegte Klimatisierung sowie eine stabile Stromversorgung vorhanden sein muss. Besonderheit ist hier, dass gerade durch die Anfahrströme der Geräte möglichst wenige Geräte auf einem Sicherungskreis liegen sollten. Die Geräte werden in der Regel an die GLT angeschlossen. Falls möglich ist eine Versorgung per Notstrom (EN) wünschenswert.
Falls neben den Ultratiefkühlschänken auch Tanks für flüssigen Stickstoff gelagert werden, muss der Raum über eine bodennahe Absaugung, Aluminium-Riffelbleche als Bodenbelag und eine Gaswarnanlage/Sauerstoffüberwachung verfügen (gem. TAB-BS-00001_G Brandschutztechnische Standards). Die Tanks werden in der Regel an die GLT angeschlossen.
Bei diesen Räumen sollte darauf geachtet werden, dass die Türen eine ausreichende Breite zum Ein- und Ausbringen von Geräten haben. Eine Entsprechende Ausführung könnte zum Beispiel eine Tür (ggf. Sonderbreite) mit zu öffnendem Seitenteil sein.
3.2.5 Kühlräume
Kühlräume dienen zur Lagerung von gekühlten Labormaterialien und Laborverbrauchsmitteln. Ein Beispiel für diese Materialien sind die Kulturmedien für Zellkulturen, die dort in größeren Mengen gelagert werden. Es dürfen nur offene Regalsysteme aus desinfizierbaren und feuchtigkeits- sowie schimmelresistenten Materialien, wie z.B. Edelstahl, installiert werden.
Je nach Anforderungen der Labore können im Kühlraum auch Laborbänke aus feuchtigkeits- sowie schimmelresistenten Materialien installiert werden, um z. Bsp. temperatursensible Arbeiten durchzuführen.
Kühlräume werden als Raum-in-Raum-System ausgeführt mit wärmebrückenfreien Sandwichelementen in Modulbauweise. Die Temperatur liegt regulär bei +4°C, in Sonderfällen können auch Kühlräume mit -20°C installiert werden.
Für die Innenwände und Böden gelten die gleichen Anforderungen an nasswischfeste, Schimmelresistenz, Desinfektions- und Chemikalienbeständigkeit.
Sollen sich Beschäftigte in den Räumen aufhalten, um Arbeiten durchzuführen, muss dies hinsichtlich der Belüftung berücksichtigt werden, sowie ein Sichtfenster in der Tür vorhanden sein. Sofern Geräte eingebracht werden, die Wärmelasten erzeugen, sind diese vorab zu ermitteln und es ist zu prüfen, ob die Sonderklimaräume diese Wärmelasten abführen können (DGUV 213-086).
3.2.6 Spülküche
Es sollte in jedem Gebäude zumindest eine zentrale Spülküche vorgehalten werden. Dort werden „Laborgeschirr“ und wiederverwendbare Laborverbrauchsgüter gespült, gereinigt und autoklaviert/sterilisiert. Diese Funktion sollte einen reinen und unreinen Bereich haben der am besten räumlich getrennt ist. In diesen Räumen darf ausnahmsweise ein Bodenabfluss
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installiert werden, falls nicht zum gentechnischen Sicherheitsbereich zugehörig, wodurch auch das Aufstellen einer Eismaschine günstig ist.
Zur schnellen Trocknung sind oft Trockenschrankanlagen vorzusehen, welche besondere Anforderungen die Lüftung bzw. Wärmeabgabe und Stromversorgung haben.
Um genügend Lager-, Sortier- und Abstellfläche zu gewährleisten sollten mindestens 20 m² vorgehalten werden.
3.2.7 Lager Labor
Der Lagerbereich für Labore für Verbrauchsmaterialien hat keine besonderen Anforderungen. Eine BMA und mechanische Be- und Entlüftung sind vorzusehen.
3.2.8 Gefahrenstofflagerraum
Dieser Raum sollte wegen der Lagerung von Gefahrenstoffen über eine gesonderte Zugangskontrolle verfügen. Gelagert werden hier Gefahrstoffe, die gesondert geprüft und eingeteilt werden müssen (Explosionsschutz / ggf. Zoneneinteilung, Giftschränke, Gasflaschen, Säuren, Laugen, brennbare Flüssigkeiten, etc.)
Je nach Gefährdungsbeurteilung muss der Raum über eine Bodenschwelle, gesonderte Be- und Entlüftung, Gaswarnanlagen oder gesondert gesicherte Schränke verfügen. (TRGS 510)
3.2.9 Messraum
In Messräumen werden Analysen mit unterschiedlichen Methoden, wie z. Bsp. Fluoreszenzmikroskopie, Zellsortierung, Patch-Clamp etc. durchgeführt.
Des Weiteren ist der Raum geeignet für Mikro-, Analyse- und Präzisionswaagen. Bei der Ausführung und Lage ist auf den Einfluss von Tritt- und Körperschall zu achten.
Falls elektrophysiologische Messungen durchgeführt werden, ist auch auf elektromagnetische Interferenzen durch naheliegende Schächte oder Großgeräte zu achten.
3.2.10 Sonderlabore
Sonderlabore und Schleusen können nicht standardisiert errichtet werden. Hier ist eine präzise zielgerichtete Planung unabdingbar. Im Fall von z. Bsp. Isotopenlaboren muss der Strahlenschutz durch Fachpersonal geplant und geprüft werden und entsprechende Abwässer in Dekontaminations-Anlagen/ Abklingbehälter geleitet werden.
3.3 Büro und Büroergänzungsflächen
Die Büroräume und Büroergänzungsflächen berechnen sich nach den in Punkt 2.1 beschriebenen Faktoren und Stellenschlüsseln.
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Von einer gesonderten Beschreibung der Flächen wir in diesem Dokument abgesehen, da die Anforderungen durch die ASR abgedeckt werden.
3.3.1 Labornahe Dokumentationsabreitplätze
Die Labornahen Dokumentationsarbeitsplätze bilden die Ausnahme zu den regulären Büros, da diese in die Laborplanung integriert werden sollten.
Dokumentationsarbeitsplätze werden mit 4 m² pro Person geplant und sollen am besten Tür- an-Tür zu den Laboren liegen. Diese Plätze sind keine Dauerarbeitsplätze, sondern dienen zum Dokumentieren der Laborergebnisse oder kurzen Recherchen. Jeder Platz verfügt über einen Computerarbeitsplatz. Trotz der direkten Anbindung zu den Laboren sollen die Dokuzonen kein S-Bereich sein. Eine Gestaltung der Zonen in durch Wände und Türen vollständig abgegrenzte Bereiche ermöglicht den Mitarbeitern im Labor dort Ihre Getränke und Nahrungsmittel einzunehmen, ohne sich weit vom Labor zu entfernen. Die Trennwände zwischen dem Labor und den Dokumentationsarbeitsplätzen sollte möglichst Lichtdurchlässig gestaltet werden sowie über Schiebetüren verbunden sein.
Dokumentationsplätze, die im Labor eingebunden sind, sollen ggf. durch Spritzschutze von direkt anschließenden Laborarbeitsplätzen abgetrennt werden. Dann ist das konsumieren von Getränken und Nahrungsmitteln nicht möglich.
Mögliche Konfigurationen der Labore/ Dokuzonen folgen im nächsten Punkt.
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4 Laborkonzepte
4.1 Vorschläge Anordnung Räume/Raumtypen
Wie bereits beschrieben ist die Anordnung der Labore zueinander und den Dokumentationsarbeitsplätzen gut zu überlegen, um möglichst viele Synergien bzw. kurze Wege zu erzielen.
Abbildung 15: Anordnung Laborflächen Variante 1
In Abbildung 15 ist eine mögliche Anordnung der Flächentypen angezeigt. Die Abbildung ist nicht Maßstabsgetreu sondern nur schematisch. Die Standardlabore befinden sind im Kern des Gebäudes und werden von den Erschließungsflächen/ Fluren und der Dokumentationszone umschlossen. Die Dokumentationszone liegt an der Fassade um für die Mitarbeiter einen möglichst angenehmen Arbeitsplatz zu ermöglichen. Wie im letzten Punkt beschrieben können die Mitarbeiter der Standardlabore in die Dokumentationszone, ohne den Sicherheitsbereich S2 zu verlassen. Die Auxilliarräume sind an der gegenüberliegenden Fassade angeordnet. Mögliche Dunkelräume könnten in den Kern integriert werden, wodurch der Zuschnitt der Räume geändert würde. Damit die Standardlaborräume trotz der zentralen Lage ausreichend belichtet werden, sollten die Wände sowohl zur Dokuzone als auch zu den Erschließungsräumen, zu mindestens 1:10 der Raumgrundfläche des angeschlossenen Labors, verglast oder teilverglast werden.
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Abbildung 16: Anordnung Laborflächen Variante 2
Die Variante 2 (Abbildung 16) ähnelt der Variante 1 wobei der Unterschied darin liegt, dass durch den direkten Zugang zur Dokumentationszone Erschließungsflächen eingespart werden können. Hier soll des Weiteren gezeigt werden, dass bei geringerem Bedarf an Auxilliarräumen der Flächenanteil der Standardlabore erweitert werden kann.
Abbildung 17: Anordnung Laborflächen Variante 3
Sollte der Gebäudezuschnitt nicht die Möglichkeit für zwei Labortiefen von 6 m ermöglichen, so können auch die Auxilliarräume in die Kernzone integriert werden. Wie bei den vorhergehenden Varianten sollte die Kernzone verglast oder teilverglast sein.
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5 Anhang
5.1 Vorgaben für Labore des GB-GT aus dem Handbuch Planen und Bauen
5.1.1 Kostengruppe 300 Bauwerk - Baukonstruktion
| KG | Artikel | Beschreibung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 320 | Gründung, Unterbau | |||||
| 325 | Boden | • nasswischfest • desinfektionsmittelbeständig • chemikalienbeständig | ||||
| optional | • ableitfähig | |||||
| 330 | Außenwände / Vertikale Baukonstruktionen außen | |||||
| 334 | Fenster | • Fenster durch Nutzer nicht zu öffnen • Sonnenschutz • Blendschutz | ||||
| optional | • Verdunklung | |||||
| 340 | Innenwände / Vertikale Baukonstruktionen innen | |||||
| 341 | Tragende und nicht tragende Innenwände | • Bei Bedarf Unterwandkonstruktionen | ||||
| optional | • Abschirmung Elektromagnetismus, elektrische und/oder magnetischer Felder | |||||
| 344 | Türen | • Durchblickfenster • Türen nach außen aufschlagen | ||||
| optional | • Sonderbreite der Türen (gerätespezifisch) | |||||
| 345 | Innenwandbekleidung | • nasswischfest • desinfektionsmittelbeständig • chemikalienbeständig | ||||
| 350 | Decken / Horizontale Baukonstuktionen | |||||
| 354 | Deckenbekleidung | • nasswischfest • desinfektionsmittelbeständig |
desinfektionsmittelbeständig
5.1.2 Kostengruppe 400 Bauwerk – Technische Anlagen
| KG | Artikel | Beschreibung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 410 | Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen | |||||
| Laborbecken | ||||||
| Laborbecken | • Gemäß Laborplanung, einschließlich Siphon | |||||
| Armatur | • Wandarmatur • Diebstahlsicherer Perlator • Schwenkbarer Auslauf • Planungsfabrikat: ILA Thermo Einhebel Mischarmatur | |||||
| Augendusche | • Nach DIN EN 15154-2 (2006) mit DVGW- Baumusterprüfung, für Tischmontage • Planungsfabrikat: Euregiosafety Momm Augendusche Modell 1.525-T |
Modell 1.525-T
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| KG | Artikel | Beschreibung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Not-Körperdusche | • nach EN 15154-1 für Deckenmontage • Duschkopf (Ø 150 mm) • Planungsfabrikat: Euregiosafety Not-Körperdusche Modell 1.512-D | |||||||
| 411 | Abwasseranlagen | - | ||||||
| optional | • Sonderabwasser | |||||||
| 420 | Wärmeversorgungsanlage | |||||||
| Variante A: Außenwand | • Anzahl und Auslegung stat. Heizkörper /Heizflächen abhängig von Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und Raumanforderung | |||||||
| Heizung | • Statische Heizung / Heizkörper • Leitfabrikate: SWHK E30 • Bauhöhe 140 mm • Bautiefe 134mm, • Baulänge 900mm • Farbe RAL 9005 (tiefschwarz) | |||||||
| Variante B: innenliegend | - | |||||||
| Heizung | • Dynamische Heizung über RLT • Anlagen KG430 • Auslegung abhängig von Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und Raumanforderung | |||||||
| 430 | Raumlufttechnische Anlagen | |||||||
| 431 | maschinelle Rauch- und Wärmeabzugsanlagen | • Jeder Raum muss unter Beachtung der Nutzung und Funktion normgerecht von einem Fachplaner brandschutztechnisch geplant werden. | ||||||
| 440 | Elektrische Anlagen | |||||||
| 444 | Installation | • 1x Steckdose (NN) als Putzsteckdose an jeder Zugangstür • weitere Steckdose (NN) nach Bedarf • 1x Steckdose (EN) für jedes wichtige Laborgerät • 1x Taster für (NN/EN) Beleuchtung an jeder Zugangstür • 1x Jalousie Schalter/Taster an der Fassadenseite • 1x Not-Aus Taster/Schalter an jeder Zugangstür | ||||||
| 444 | Niederspannungs- installationsanlagen | • Netzinstallation 230 V • Not-Aus-Schalter • Lichtsteuerung • Potentialausgleich | ||||||
| optional | • Netzinstallation 400 V (nur wenn Anforderung begründet) • SV (Sicherheitsstromversorgung) • Netzersatz nicht unterbrechungsfrei | |||||||
| 445 | Beleuchtung | • 1x Beleuchtung (NN) pro ca. 2 m² • 1x Beleuchtung (EN) an jeder Zugangstür | ||||||
| 450 | Kommunikations-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen | |||||||
| Telefon | • 1x Zweidraht / VOIP | |||||||
| Netzwerkdose | • 4x IP Anschluss | |||||||
| 453 | Uhr | • Optional Nebenuhr der Uhrenanlage Bürk Mobatime |
453 Uhr Optional Nebenuhr der Uhrenanlage Bürk Mobatime
© ukafacilities GmbH Laborstandard Bearbeitungsstand: 10.03.2023 Seite | 28
| KG | Artikel | Beschreibung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 454 | Elektroakustische Anlagen | • Lautsprecher (RG-190-AB/EN5424) | ||||||
| 456 | Brandmeldeanlage | • Jeder Raum muss unter Beachtung der Nutzung und Funktion normgerecht von einem Fachplaner brandschutztechnisch geplant werden • Folgende Varianten sind vorgesehen: a. Rauchmelder b. Rauchansaugsysteme | ||||||
| Zutrittskontrolle | • Bei Bedarf in folgenden Varianten a. Kartenleser (SDS) b. Elektrischer Schließzylinder (Verso-Klick) | |||||||
| 470 | Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen | |||||||
| 474 | Feuerlöschanlagen | |||||||
| Wassernebel- sprinkleranlage (WNS) | • Sollte der Einsatz der WNS nicht möglich sein, ist eine konventionelle Sprinkleranlage einzusetzen • Anzahl und Ausführung der Sprinklerdüsen gemäß Berechnung • Planungsfabrikate: WNS-Anlage: Sprinkler HI-FOG 2000 • konventionelle Sprinkleranlage: Sprinkler 21 MX3 (Minimax) | |||||||
| Sondergasversorgung | ||||||||
| Entnahmedruck- minderer | • gemäß DIN EN Iso 9170-1, sowie DIN 13260-2, einstellbarer • Ausgangsdruck <10bar • gasartenspezifische Codierung • gasartenspezifische Ausstattung • mit Manometer • Planungsfabrikat Dräger Spectrolab EM65 | |||||||
| Entnahmeventil für Erdgas | • Wandeinbau, Leistung 0,5 - 3,0KW • Erdgasvordruck 18-25mbar • Absperrgriff gelb, gemäß DVGWTRGI, DVGW-GW541 | |||||||
| 477 | Verfahrenstechnische Anlagen, Wasser, Abwasser und Gase optional | • technische Gase • medizinische Gase (Gaswarnanlagen) • Druckluft medizinisch • Digestorium/ Abzugshaube (gem. DIN EN 14175) • Laborspüle/ Färbebecken • Brutschränke/ Zentrifugen • Mikrobiologische Sicherheitswerkbänke (gem. DIN EN 12469) • Sicherheitsschrank für brennbare Flüssigkeiten (gem. DIN EN 14470- 1) • Prozesskühlwasser • Sonderabsaugung/ Punktabsaugung • Gasflaschenschrank mit Umschalteinrichtung (gem. DIN EN 14470-2) | ||||||
| 480 | Gebäude- und Anlagenautomationen |
480 Gebäude- und Anlagenautomationen
© ukafacilities GmbH Laborstandard Bearbeitungsstand: 10.03.2023 Seite | 29
| KG | Artikel | Beschreibung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 484 | ZLT-Anschluss | z.B. Anschluss für Kühlschranküberwachung • Planungsfabrikat: Kleinsteckdose Busch Jaeger Reflex SI alpinweiß • Planungsfabrikat: Rundsteckverbindung M16 DIN- Buchse Lumberg KFV40 | ||||||
| 484 | Kabel optional | • GLT Anschlüsse für Kühlgeräte / Tiefkühlgeräte / Ultratiefkühlgeräte |
Ultratiefkühlgeräte
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6 Quellen/ Abbildungsverzeichnis/ Tabellenverzeichnis
• DGUV Information213-850 • Präsentation: Entwicklung von Standard für den Masterplan 2014-2025 der Universitätskliniken des Landes Nordrhein-Westfalen für Krankenversorgung, Forschung und Lehre • HIS Hochschul-Informations-System: Hochschulplanung Band 164 – Medizinische Forschungszentren • ukafacilities Planungen Laborprojekte
Abbildung 1: Tabelle zur Berechnung des Flächenbedarf gem. HIS und MIWF/MKW Standard ................................................................................................................................................ 4 Abbildung 2: Standardraumgrößen gem. MIWF [Quelle: Entwicklung der Standards für den Masterplan 2014-2025] ........................................................................................................... 5 Abbildung 3: Auszug aus der Geräteliste ukafacilities ............................................................ 6 Abbildung 4: Risikoanalyse/ Gefährdungsbeurteilung ............................................................ 7 Abbildung 5: Exemplarischer Auszug erweitertes Raumbuch ................................................ 7 Abbildung 6: Schema beispielhafte Einrichtung von kleinen/mittleren Standardlabor S2 ..... 11 Abbildung 7: Schematische Raum- und Möbelkonfiguration mit Verbindungstür als zweiter Fluchtweg .............................................................................................................................. 12 Abbildung 8: Schematische Raum- und Möbelkonfiguration Labore mit angeschlossener Dokumentationszone inkl. Fluchtwegen ............................................................................... 12 Abbildung 9: Schematische Darstellung der Installationsebenen der Medienversorgung .... 13 Abbildung 10: Beispiel Laborspüle ........................................................................................ 17 Abbildung 11: Laborspüle und Labortische ........................................................................... 17 Abbildung 12: Labortische .................................................................................................... 18 Abbildung 13: Ansichten Labortische Wandseitig, verschiedene Unterschrankoptionen ..... 18 Abbildung 14: Schema beispielhafte Einrichtung Zellkulturlabor klein/mittel ........................ 19 Abbildung 15: Anordnung Laborflächen Variante 1 .............................................................. 25 Abbildung 16: Anordnung Laborflächen Variante 2 .............................................................. 26 Abbildung 17: Anordnung Laborflächen Variante 3 .............................................................. 26
Tabelle 1: Rumdatenblatt Standardlabor S2 ........................................................................... 9 Tabelle 2: Raumdatenblatt für Standardzellkulturen ............................................................. 20
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