Anlage 2 zum Verfahrensbrief - Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots.pdf

Rahmenvertrag für Entwicklung und Betrieb von Microservices in vier Fachbereichen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 24.09.2026, 08:33 (Europe/Berlin)

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Anlage 2 zum Verfahrensbrief

Bewertungsmatrix zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes zur Aus-

schreibung „Rahmenvertrag über die Erbringung von Dienstleistungen in der

Entwicklung von Microservices"

Los 1: Entwicklung und Betrieb von Microservices in der Domain Kundenlösungen Los 2: Entwicklung und Betrieb von Microservices in der Domain Netzanschluss Los 3: Entwicklung und Betrieb von Microservices in der Domain Energieerzeugung und Han- del Los 4: Entwicklung und Betrieb von Microservices in der Domain IoT

Das wirtschaftlichste und damit für den Zuschlag vorgesehene Angebot wird nach folgenden Kriterien ermittelt:

Nr.ArtGewichtungPunkte von bisMaximal ge-
wichtete
Punkte
1.Preis80%010080
2.Grobkonzept zur Projektdurchfüh- rung20%02020
Gesamtpunktzahl100%100

Durch Addition der erzielten gewichteten Punktzahlen ergibt sich die Gesamtpunktzahl, mit der das be- treffende Angebot bewertet wird. Die maximal erreichbare Gesamtpunktzahl des gesamten Angebotes (einschließlich Preis) beträgt 100 Punkte. Bei gleicher Gesamtpunktzahl entscheidet die Punktzahl im Kri- terium Preis.

  1. Wertung des Preises (Maximal 80 Punkte)

Das für die kaufmännische Bewertung maßgebliche Preisblatt wird nach Abschluss des Teilnahmewett- bewerbs und mit Beginn der Angebotsphase zusammen mit den entsprechenden Ausfüllhinweisen für die Bieter zur Verfügung gestellt.

Zur Durchführung der kaufmännischen Bewertung werden die Gesamtkosten des Angebots in Punkte um- gerechnet. Das Angebot mit den niedrigsten Gesamtkosten aller Bieter erhält die höchste Punktzahl. Ein Bieter erhält 0 Punkte, wenn seine Gesamtkosten um mehr als 100% über dem Angebot mit den niedrigs- ten Gesamtkosten liegen.

Die Punktebewertung erfolgt anhand der folgenden Formel. Die Berechnung erfolgt auf zwei Dezimalstel- len gerundet:

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𝐵 − Maximale mögliche Bewertungspunkte ohne Gewichtung (Festwert von 100 Punkten) (cid:3014)(cid:3028)(cid:3051) 𝑘 − Gesamtkosten des Angebots in Euro 𝐾 − Günstigstes Angebot (niedrigste Gesamtkosten) (cid:3008)(cid:3002) 𝐾 − Höchstwert, berechnet als 𝐾 x 2,00 (100% mehr als das günstigste Angebot) (cid:3009) (cid:3008)(cid:3002)

Berechnungsbeispiel:

GesamtkostenPreispunkte nach Formel
Angebot mit niedrigsten Gesamtkosten = 𝐾 (cid:3008)(cid:3002)1.000.000
+100% zu niedrigsten Gesamtkosten = 𝐾 (cid:3009)2.000.000
Anbieter 11.000.000100
Anbieter 21.500.00050
Anbieter 31.850.00015
Anbieter 41.900.00010
Anbieter 52.000.0000

Das Ergebnis der Gesamtbewertung „Preis“ eines Angebotes ergibt sich aus dem gewichteten Verhältnis der Preispunkte nach Formel zur prozentualen Gewichtung der kommerziellen Bewertung (80%), also gemäß nachfolgender Formel:

Preispunkte nach Formel × 80 100 (Maximalpunktzahl)

  1. Grobkonzept zur Projektdurchführung (Maximal 20 Punkte)

Die Bewertung dieses Zuschlagskriteriums basiert auf dem eingereichten Konzept zur Umsetzung.

Es ist ein bewertbares Konzept in Textform als PDF-Dokument einzureichen. Aus dem Konzept muss nachvollziehbar hervorgehen, wie der Bieter das Projektteam personell und organisatorisch aufstellt und eine verlässliche, effiziente sowie kontinuierliche Zusammenarbeit sicherstellt.

Eine namentliche Benennung sämtlicher für die Leistungserbringung vorgesehener Mitarbeitenden ist nicht erforderlich.

Namentlich zu benennen sind lediglich die zentralen Ansprechpartner beziehungsweise die für die Steu- erung und Eskalation verantwortlichen Personen, soweit diese zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe be- reits feststehen. Die weiteren Mitarbeitenden können anhand ihrer Rollen, Aufgabenbereiche, Qualifika- tionen und vorgesehenen Kapazitäten dargestellt werden.

Das Konzept hat insbesondere zu folgenden Themen Stellung zu nehmen:

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 organisatorischer Aufbau des für die Leistungserbringung vorgesehenen Teams,  Darstellung der zentralen Ansprechpartner sowie ihrer Rollen, Zuständigkeiten und Entschei- dungsbefugnisse,  Darstellung der Kommunikations-, Abstimmungs- und Entscheidungswege zwischen Auftragneh- mer und Auftraggeber,  Beschreibung der vorgesehenen Regeltermine, Berichtswege und Kommunikationsformate,  Darstellung der Einbindung von vor Ort und remote eingesetzten Mitarbeitenden,  Sicherstellung der Erreichbarkeit und Verfügbarkeit zentraler Ansprechpartner,  Vorgehen bei qualitativen, fachlichen oder terminlichen Leistungsabweichungen,  Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Leistungsdefiziten,  Darstellung der vorgesehenen Maßnahmen zur Beseitigung festgestellter Leistungsdefizite,  Eskalationsprozess einschließlich Eskalationsstufen, Verantwortlichkeiten, Reaktionszeiten und Entscheidungswegen,  Vorgehen bei wiederholter oder dauerhaft unzureichender Leistung einzelner Mitarbeitender,  Verfahren zum Austausch beziehungsweise zur Nachbesetzung ungeeigneter oder nicht ausrei- chend verfügbarer Mitarbeitender,  Vertretungs- und Ausfallkonzept für zentrale Ansprechpartner und Schlüsselrollen sowie  Maßnahmen zur Sicherstellung von Wissenstransfer und Leistungskontinuität.

Sofern Nachunternehmer oder sonstige Drittunternehmen eingesetzt werden sollen, ist darzustellen, wie diese in die Kommunikations-, Steuerungs-, Qualitäts- und Eskalationsprozesse eingebunden wer- den.

Das Konzept sollte insgesamt einen Umfang von 15 Seiten im Format DIN A4 nicht überschreiten. Orga- nigramme, Prozessdarstellungen und tabellarische Übersichten werden auf den Seitenumfang angerech- net. Die Schriftgröße darf 11 Punkt nicht unterschreiten.

Inhaltliche Anforderungen

Für die im Wege einer Gesamtschau vorzunehmende Bewertung sind insbesondere folgende Gesichts- punkte maßgeblich:

 klare und praktikable Kommunikations- und Abstimmungsprozesse,  eindeutige Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnisse,  nachvollziehbare Steuerung der eingesetzten Mitarbeitenden,  frühzeitige Erkennung von Leistungsabweichungen,  wirksame Maßnahmen zur Wiederherstellung der geschuldeten Leistungsqualität,  klar definierte und praxistaugliche Eskalationswege,  angemessene Reaktionszeiten bei Leistungsstörungen,  belastbares Vorgehen bei wiederholter Schlechtleistung,  kurzfristige Austausch- und Nachbesetzungsmöglichkeiten sowie  Sicherstellung einer kontinuierlichen und verlässlichen Leistungserbringung.

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PunkteErfüllungsgrad
10Das Konzept ist klar strukturiert, vollständig und in sich schlüssig. Die Kommu- nikations-, Abstimmungs- und Entscheidungswege sowie die Zuständigkeiten der zentralen Ansprechpartner werden konkret und nachvollziehbar darge- stellt. Das Vorgehen zur Erkennung, Bearbeitung und Eskalation von Leistungs- abweichungen enthält klare Verantwortlichkeiten, angemessene Reaktionszei- ten und wirksame Maßnahmen. Auch der Umgang mit wiederholter Schlecht- leistung, der Austausch von Mitarbeitenden und die Sicherstellung der Leis- tungskontinuität sind überzeugend und praxistauglich beschrieben. Für die Zu- schlagsentscheidung wesentliche Fragen bleiben nicht offen.
10
5Das Konzept ist grundsätzlich nachvollziehbar und lässt geeignete Kommunika- tions-, Steuerungs- und Eskalationsprozesse erkennen. Die wesentlichen An- sprechpartner, Zuständigkeiten und Maßnahmen bei Leistungsabweichungen werden dargestellt. Einzelne Angaben, insbesondere zu Reaktionszeiten, Eska- lationsstufen, Austauschprozessen, Vertretungsregelungen oder Verantwort- lichkeiten, bleiben jedoch allgemein oder unvollständig. Es bestehen einzelne für die Zuschlagsentscheidung erhebliche offene Fragen.
0Das Konzept ist unvollständig, unstrukturiert oder nicht hinreichend auf den aus- geschriebenen Leistungsgegenstand bezogen. Kommunikations-, Entscheidungs- und Eskalationswege werden nicht oder nur unzureichend dargestellt. Es ist nicht nachvollziehbar, wie Leistungsdefizite erkannt, behoben und erforderlichenfalls eskaliert werden. Regelungen zum Austausch ungeeigneter Mitarbeitender oder zur Sicherstellung der Leistungskontinuität fehlen oder sind nicht praktikabel. Es bestehen zahlreiche für die Zuschlagsentscheidung erhebliche offene Fragen.

Das Ergebnis der Gesamtbewertung „Grobkonzept zur Projektdurchführung“ ergibt sich aus dem gewich- teten Verhältnis zur prozentualen Gewichtung der Gesamtbewertung (20%), also gemäß nachfolgender Formel:

Preispunkte nach Formel × 20 10 (Maximalpunktzahl)

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