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Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb „Projektsteuerung“
Leistungsbeschreibung | Generalsanierung Aartalschule - Bauteil C
Im Norden des Rheingau-Taunus-Kreises befindet sich die Gemeinde Aarbergen mit Ihren sechs Ortsteilen. Im größten Ortsteil Michelbach befindet sich die Aartalschule. Hierbei handelt es sich um eine kooperative Gesamtschule mit rund 570 Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 5-10, die auf drei Schulzweige aufgeteilt sind (Gymnasium, Realschule und Hauptschule). Die Schule setzt sich aus drei miteinander verbundenen Bauteilen (A-C) zusammen. Zum Schulgelände gehören außerdem die im Norden des Schulgeländes gelegene Buswendeschleife und die Kirchfeldhalle, sowie die Dreifeldhalle im Süden.
Der Rheingau-Taunus-Kreis beabsichtigt nun eine Generalsanierung des Bauteils C. Die Gebäudeteile A und B wurden bereits brandschutztechnisch saniert, dabei wurde ein Großteil der Verwaltungsräume in Bauteil B allerdings nicht berücksichtigt. Dies soll im Zuge dieser Sanierung nun zusätzlich nachgeholt werden. Hiervon betroffen sind maßgeblich das Lehrerzimmer und die Büros der Schulleitung.
Bauteil C befindet sich im südlichen Teil des Schulgeländes und wurde im Jahr 1971/72 aufgrund der Höhenlage teilweise in den Hang gebaut. Insgesamt verfügt das Gebäude über drei Geschosse (EG, 1. OG, 2. OG). Ein Zugang ist aus nördlicher Richtung über die drei direkt mit Bauteil B verbundenen Treppenhäuser, aus östlicher Richtung über eine Eingangstür im Erdgeschoss, sowie aus südlicher Richtung über zwei Treppen bzw. Fußgängerbrücken im 1. und 2. Obergeschoss möglich. Im Erdgeschoss befindet sich die mit der Gemeinde Aarbergen gemeinsam betriebene „Myriam-Harry-Bibliothek“, die Cafeteria, die Technikräume, sowie eine Trafostation der Syna. Im 1. Obergeschoss befinden sich die Fachräume der Schule für den naturwissenschaftlichen und den handwerklichen Bereich, inklusive der notwendigen Sammlungsräume. Zudem ist der Serverraum zentral im Stockwerk angeordnet. Im 2. Obergeschoss befinden sich 6 weitere Klassenräume, wovon einer derzeit als Computerraum genutzt wird.
Insbesondere in den Fachräumen der Naturwissenschaften besteht erheblicher Sanierungsstau, sodass diese im aktuellen Zustand nicht mehr vollständig genutzt werden können. Die technischen Anlagen im Gebäude sind zu großen Teilen überaltert und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Hier müssen umfassende Anpassungen vorgenommen werden.
Die Gebäudehülle ist einer energetischen Ertüchtigung zu unterziehen. Neben neuen Fensterelementen ist auch eine neue Fassade, sowie ein neuer Dachaufbau erforderlich.
Grundlegende Eingriffe in die Raumaufteilung sind, vorbehaltlich der statischen Berechnung, ebenfalls nicht auszuschließen, um neuen Lernkonzepten gerecht werden zu können. Bei Umbau- und Abbruchmaßnahmen ist mit erhöhtem Aufwand durch schadstoffbelastete Materialien zu rechnen.
Die gesamte Maßnahme muss voraussichtlich in mindestens zwei Abschnitten und im laufenden Betrieb umgesetzt werden. Ob und in welchem Umfang die Aufstellung von Ersatzsatzklassen in geeigneter Bauweise notwendig sein wird ist noch zu klären. Sollten diese notwendig sein ist ausreichend Fläche auf dem Schulgrundstück vorhanden. Bei vorherigen Sanierungen wurden diese auf dem asphaltierten Spielfeld neben der Kirchfeldhalle aufgestellt.
Die Wahl der Art des Provisoriums ist bei Bedarf in der Planungsphase vorzunehmen u.a. aus wirtschaftlichen Betrachtungspunkten und möglichen Lieferengpässen bei Container-Anlagen. In den anrechenbaren Kosten werden die Errichtungskosten noch nicht berücksichtigt.
Für vorgeschilderte Maßnahme stellen wir derzeit das erforderliche Planerteam zusammen und suchen auf diesem Wege ein Büro für „Projektsteuerung“ Projektstufen 1-5 AHO Nr. 9 (mit stufenweiser Beauftragung)
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Die Projektsteuerungsleistungen werden mit diesem Verfahren zwar für die Projektstufen 1-5 ausgeschrieben, der RTK behält sich aber eine stufenweise Beauftragung vor. Projektstufe 1 wird vollständig, Projektstufe 2 anteilig der Leistungen analog zur LPH 3 HOAI beauftragt. Nach Abschluss der LPH 3 durch das Planungsteam wird zunächst die Planung inkl. Kostenberechnung den Kreisgremien vorgestellt. Diese entscheiden dann über die Fortführung der Maßnahme und auch über die weitere Beauftragung der einzelnen Planer und der Projektsteuerung. Ein Anspruch auf die Folgebeauftragung für den restlichen Anteil der Projektstufe 2 sowie der Projektstufen 3-5 besteht nicht.
Im Bestand sind derzeit folgende Flächen vorhanden (inkl. VF und TF): Bauteil C: 3.497,81 m² Bauteil B Verwaltung: 245,97 m²
Für die Generalsanierung von Bauteil C, sowie der Verwaltung in Bauteil B wurden folgende Schätzkosten für die Kostengruppen 300 + 400 ermittelt:
Kostengruppe 300: 5.566.000 € netto Kostengruppe 400: 2.386.000 € netto (davon anrechenbar: 1.252.500 €)
- HLS ca. 1.360.000 €
- Elektro ca. 1.026.000 €
Die Projektsteuerungsleistung soll alle Grundleistungen der einzelnen Projektstufen umfassen. Die Honorierung erfolgt auf Grundlage der anrechenbaren Kosten.
Grundlagen sind zum Teil bereits erarbeitet und werden genauso wie auch Bestandspläne und weitere Unterlagen zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, in diesem Jahr durch Verfahren ein geeignetes Planungsteam inklusive einer externen Projektsteuerung zusammenzustellen.
Von folgenden Ausführungsfristen wird derzeit ausgegangen: Beginn der Planung: nach Abschluss des Angebotsverfahrens und Vergabe, November 2026 Abschluss LPH 3 inkl. Kostenberechnung: Ende März 2027 Gremiensitzungen: April / Mai 2027 → Die Fortführung der Maßnahme ist abhängig von dem Ergebnis der Gremien-Beschlüsse und der Terminierung für die Haushaltsanmeldungen für die Folgejahre. Evtl. ist eine Unterbrechung der Maßnahme erforderlich (d.h. bis zur Freigabe des Haushalts 2027). Ein Anspruch auf gesonderte Vergütung aufgrund der Maßnahmenunterbrechung besteht nicht. Im optimalen Fall entsteht keine längere Unterbrechung, dann wären nachfolgende Termine möglich: Fortführung LPH 4: Juli 2027 Ausführung voraussichtlich Mitte 2028, Fertigstellung 2030/31
Ansprechpartner FD I.2 – Zentrale Dienste Zentrale Vergabestelle
Telefon: 06124-510163 Mail: ZVS@rheingau-taunus.de
Anlagen:
- Fotodokumentation Gebäudeansichten (BT C / BT B Verwaltung)
- Katasterauszug M 1:2.000
- Luftbild M 1:2.000
- Bewertungsmatrix Planerleistung
- Erläuterungen zur Bewertungsmatrix
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