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Projektsteuerung Ersatzneubau Straßenbrücken Lange Brücke Potsdam

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 14.09.2026, 14:18 (Europe/Berlin)

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Leistungsbeschreibung

Potsdam, den 06.08.2026

Projektsteuerung Ersatzneubau Straßenbrücken Bauwerk 11 und 12 – Lange Brücke über die Havel / Alte und Neue Fahrt in Pots- dam (Kurztitel Projektsteuerung Ersatzneubau Lange Brücke)

Vergabenummer:TW-L-474-122-26

VV-L-474-122-26

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Inhaltsverzeichnis

  1. Bedarfsbeschreibung / Bedarfsbegründung ................................................................ 3 1.1 Ausgangslage ............................................................................................................. 3 1.2 Zielsetzung ................................................................................................................. 4 1.3 Rahmenbedingungen / Besonderheiten ...................................................................... 4
  2. Allgemeine Bauwerks- und Projektbeschreibung ........................................................ 4 2.1 Infrastrukturbauwerk „Lange Brücke“ .......................................................................... 5 2.2 Träger öffentlicher Belange / Medien- und Versorgungseinrichtungen ........................ 6 2.3 Verkehrsinfrastruktur ................................................................................................... 6 2.4 Rückbau vorhandener Brückenbauwerke .................................................................... 8
  3. Projektstand ................................................................................................................ 8
  4. Vergabe Projektsteuerung .......................................................................................... 8
  5. Leistungszeitraum ....................................................................................................... 9
  6. Leistungsinhalt der Projektsteuerung .......................................................................... 9 6.1 Grundleistungen - Projektsteuerung / Leistungsbild (stufengegliedert) ...................... 10 6.2 Besondere Leistungen .............................................................................................. 17

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  1. Bedarfsbeschreibung / Bedarfsbegründung

1.1 Ausgangslage Die Landeshauptstadt Potsdam (im Folgenden LHP bzw. Auftraggeber) plant den Ersatzneubau (im Folgenden ENB) des bestehenden Straßenbrückenzuges „Lange Brücke“ über die Havelarme „Alte Fahrt“ und die „Neue Fahrt“ in Potsdam. Die Lange Brücke ist Bestandteil des innerstädtischen Straßennetzes der Landeshauptstadt Potsdam und überführt die Bundesstraßen B1 und B2 über die Havel. Im Jahresmittel verkehren derzeit ca. 40.000 Kfz/24h über den Straßenbrückenzug. Ziel der LHP ist es, den Verkehr wäh- rend der Bauzeit auf dem bestehenden bzw. neu zu errichtenden Teilbauwerken des Brücken- zugs überwiegend aufrecht zu erhalten. Eine der möglichen Herstellungstechnologien für den ENB beinhaltet auch die Anlieferung ein- zelner Brückenbauteile über den Wasserweg (Havel).

Dieser Straßenbrückenzug setzt sich aus vier Einzelbrücken/Teilbauwerken zusammen. Die vier einzelnen Straßenbrücken sind 1958/61 als Spannbeton-Hohlkastenkonstruktionen im Auftrag der Stadt Potsdam errichtet worden. Die Bauwerksplanung erfolgte durch das Entwurfsbüro für Straßenwesen / Babelsberg und die Bauausführung übernahm der Volkseigene Betrieb (VEB) Industriebau Brandenburg. Seit der Fertigstellung weisen die Teilbauwerke verschiedene Mängel auf, die seinerzeit nicht vollständig abgestellt bzw. herstellungsbedingt nicht behoben werden konnten. Im Rahmen einer grundhaften Instandsetzung von 1995 bis 1997 erhielten die vier Teilbauwerke eine zusätzliche externe Vorspannung zum Erhalt ihrer Tragfähigkeit. Die Instandsetzung ermöglichte bis 2004 die Weiternutzung der Straßenbrücken für den vollstän- digen Verkehr. Ab 2004 wurde die Lange Brücke für den Schwerlastverkehr größer 40 t als Er- gebnis einer statischen Nachrechnung der Brücken nach dem globalen Sicherheitskonzept ge- sperrt. Im Jahr 2005 wurde ein Planungswettbewerb für den Neubau der dann später umgesetzten Tram- brücken neben der bisherigen Langen Brücke durchgeführt. Aufgabe dieses Wettbewerbes war es, sich mit einem gesamtheitlichen Konzept der Langen Brücke auseinander zu setzen. Dem- nach wurde die gesamte Brückensituation überplant. Die 2009 fertig gestellten Trambrücken sind das Ergebnis daraus. Der in dem Jahr 2005 ausgerufene Planungswettbewerb enthält somit auch die Ergebnisse für die Straßenbrücken. Ziel sollte ein gesamtheitliches und abgestimmtes Er- scheinungsbild der neuen Straßenbrücken zu den Trambrücken sein. Eine Vorplanung im klassi- schen Sinne der neu zu bauenden Straßenbrücken, ist somit nicht mehr notwendig. Die Geomet- rie und das äußere Erscheinungsbild der Straßenbrücken soll dem der Trambrücken entspre- chen. Das Nutzungs- und Veränderungsrecht hierfür liegt bei der LHP.

Im Jahr 2017 wurde eine statische Berechnung auf Grundlage der Nachrechnungsrichtlinie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt. Im Ergebnis dieser Nach- rechnung wurde eine Ablastung der Straßenbrücken durchgeführt und demzufolge eine Lastbe- schränkung für Fahrzeuge unter 30 t und der Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit auf 30 km/h für Fahrzeuge ab 3,5 t auf dem Brückenzug eingerichtet. Das vom Gesetzgeber geforderte Ziellastniveau von 60 t für die Überführung von Bundesstraßen konnte durch die Instandsetzung nicht erreicht werden.

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Zur Beurteilung des Schädigungsgrades aller vier Teilbauwerke werden derzeit umfangreiche baudiagnostische Untersuchungen und Überwachungsmessungen absolviert und aufgezeichnet. Ergänzend dazu wird einmal jährlich eine messtechnisch unterstützte Probebelastung durchge- führt. Die Auswertung der Messergebnisse zeigen die fortschreitende Verschlechterung des Bau- werkszustandes.

Der fortschreitende Schädigungsgrad, verbunden mit den angeführten Nutzungseinschränkun- gen und dem nicht zu gewährleistenden Ziellastniveau, ist der ENB für die Aufrechterhaltung des Straßenverkehrs aus dem ingenieurtechnischen Sicherheitsaspekt die unaufschiebbare Konse- quenz.

Voraussetzung für den ENB ist der Rückbau der vorhandenen vier Teilbauwerke. Aufgrund der bautechnischen sowie verkehrslogistischen Komplexität des gesamten Bauvorhabens ist vorge- sehen, den Rückbau als eigenständige Leistung mit zugehöriger Planung und Ausführung beauf- tragt werden. In direkter Nachbarschaft zu den vor genannten Brückenbauwerken befindet sich östlich Brückenbauwerke für die Straßenbahn und den Fuß- und Radverkehr. Die beiden Tram- brücken (BW 11.3 und 12.3) wurden 2009 fertiggestellt. Sie sind nicht Gegenstand der Ersatz- baumaßnahme. Durch die unmittelbare Standortnähe zu den zu erneuernden Straßenbrücken sind die Trambauwerke im Bauprozess und im Bauprozessmanagement zu berücksichtigen.

1.2 Zielsetzung Für dieses gesamte Bauprojekt – beginnend mit der Projektplanung, weiterführend über die Bau- ausführung und -abwicklung bis hin zum Bauprojektabschluss – wird seitens des Auftraggebers vorgesehen, die Projektsteuerungsleistungen an einen externen Projektsteuerer zu vergeben. Die zu erbringenden Leistungsinhalte des Auftragnehmers orientieren sich an der Schriftenreihe des Ausschusses der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honora- rordnung e.V. (AHO) Heft-Nr. 9 für Projektmanagementleistungen in der Bau- und Immobili- enwirtschaft in der Fassung der 6. Auflage 2025.

1.3 Rahmenbedingungen / Besonderheiten Aus Gründen der Kontinuität und der Komplexität des Projektvorhabens ist es erforderlich, dass die Projektsteuerung von denselben Personen bzw. einem festen Team durchgeführt wird. Ein- zelheiten dazu sind dem Vertrag zu entnehmen.

  1. Allgemeine Bauwerks- und Projektbeschreibung

Die LHP liegt südwestlich von Berlin am Mittellauf der Havel. Ingenieurbauwerke, die im Stadtge- biet liegen, werden in der Stadtverwaltung Potsdam vom Fachbereich 47 – „Mobilität und Infra- struktur“ betreut. Der FB 47 untergliedert sich in mehrere Bereiche, wobei der Bereich 474 – „Verkehrsanlagen“ für die Planung, den Bau, die Instandsetzung, die Überwachung und Prüfung öffentlich gewidmeter Straßenverkehrsanlagen sowie Ingenieurbauwerken im gesamten Stadt- gebiet der Landeshauptstadt Potsdam zuständig ist. Dieser Bereich nimmt die technischen Bau- lastträgerpflichten nach dem Brandenburgischen Straßengesetz wie z. B. die

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Verkehrssicherungspflicht und Unterhaltung der öffentlich gewidmeten Straßenverkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke wahr.

Die Ingenieurbauwerke „Lange Brücke“ und „Humboldtbrücke“ gewährleisten innerhalb des Stadtgebietes die Querung der Havel für den Straßenverkehr und gehören in den verwaltungs- rechtlichen Verantwortungsbereich des Bereichs 474.

2.1 Infrastrukturbauwerk „Lange Brücke“ Der gesamte Brückenzug „Lange Brücke“ nimmt unter den zwei Havelquerungen in Potsdam eine gesonderte Stellung ein, da dieser die direkte Verbindung zwischen Stadtzentrum und dem Hauptbahnhof Potsdam darstellt und neben dem Straßenverkehr, dem Geh- und Radverkehr auch den Straßenbahnverkehr (Tramverkehr) überführt.

Der Brückenzug ist als zusammenhängendes Infrastrukturbauwerk zu betrachten und befindet sich auf den Flächen der LHP. Es umfasst sieben Teilbauwerke (TBW). Mit insgesamt sechs Brückenbauwerken (BW) werden die beiden Havelarme „Alte Fahrt“ und „Neue Fahrt“ überquert, wobei jeder Havelarm von drei direkt nebeneinanderliegenden, in Brückenlängsrichtung baulich voneinander getrennten, Brückenbauwerken überspannt wird. Zwischen den beiden Havelarmen liegt die sogenannte „Freundschaftsinsel“. In verlaufender Straßen- bzw. Tramgleisachse sind die jeweiligen TBW auf dem Gebiet der Freundschaftsinsel nicht miteinander verbunden, sodass in jeder Verkehrstrasse in Brückenlängsrichtung zwei se- parate Brückenbauwerke die Havelarme überbrücken. Die Möglichkeiten einer ortsnahen BE sind beschränkt. Ob sich Flächen im Bereich der Freundschaftsinsel oder im Bereich des Nutheparks (Grünfläche südöstlich der Langen Brücke zwischen der Neuen Fahrt und der Babelsberger Straße) nutzen lassen, ist zu klären. Die beiden westlichen und beiden mittleren TBW überführen den Straßenverkehr. Die beiden östlich gelegenen TBW überführen den Tramverkehr mit anteiligen Busverkehr (siehe Lageskizze – Bild 1). Der Geh- und Radverkehr wird jeweils auf den äußeren TBW stadtein- bzw. stadtaus- wärts geführt. Der Baustellenverkehr wird den Tram-, Bus-, Rad und Fußverkehr kreuzen müs- sen. Die Straßen- und Trambrücken sind baulich sowie verkehrstechnisch voneinander getrennt. Das siebente TBW ist ein Fußgängertunnel. Dieser unterführt an der stadteinwärtigen Uferseite hinter den nördlichen Widerlagern der Straßenbrücken einen Geh- und Radweg unter dem Stra- ßenkörper der „Breiten Straße“.

Tabelle 1: Bezeichnung Teilbauwerke – Lange Brücke

lfd. Nr.Bauwerks- NummerBauwerks-NameFahrtrichtungASB-Nr.
1BW 10Fußgängertunnel3644 810
2BW 11.1Straßenbrücke – Alte Fahrtstadtauswärts3644 811 - 1
3BW 11.2Straßenbrücke – Alte Fahrtstadteinwärts3644 811 - 2
4BW 11.3Trambrücke – Alte Fahrt3644 811 - 3
5BW 12.1Straßenbrücke – Neue Fahrtstadteinwärts3644 812 - 1

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6BW 12.2Straßenbrücke – Neue Fahrtstadtauswärts3644 812 - 2
7BW 12.3Trambrücke – Neue Fahrt3644 812 - 3

2.2 Träger öffentlicher Belange / Medien- und Versorgungseinrichtungen Der Brückenzug „Lange Brücke“ ist Bestandteil des innerstädtischen Infrastrukturnetzes der LHP. An den Bauwerken, über und unter den Bauwerken werden verschiedene Medien überführt bzw. kreuzen sie. Auch in direkter Nachbarschaft der TBW sind Medien verlegt. (TÖBs und Stakehol- der im Umfeld – siehe Anlage)

2.3 Verkehrsinfrastruktur Die Lange Brücke überführt innerstädtisch die Bundesstraßen B1 und B2 über die Havelarme „Alte Fahrt und „Neue Fahrt“. Die Havel im Bereich der Langen Brücke ist als Gewässer I. Ord- nung nach Brandenburgische Gewässereinteilungsverordnung (BbgGewEV) eingestuft. Der südliche Havelarm „Neue Fahrt“ fungiert als Bundeswasserstraße mit der Wasserstraßen- klasse IV (Europaklasse).

Straßenverkehrstechnisch mündet die Lange Brücke am südlichen Ende in einen Verkehrskno- tenpunkt ein, in dem die B1 aus Osten kommend und die B2 aus Süden kommend zusammen- geführt werden. Am nördlichen Ende der Langen Brücke schließt sich die „Breite Straße“ (B2) an, die den Stra- ßenverkehr in nordwestliche Richtung führt.

Während des Bauzeitraumes ist ein Verkehrs- und Umleitungskonzept in Abhängigkeit der ver- schiedenen Baustufen bzw.-abläufen sowie in Abhängigkeit der Bautechnologie zu konzipieren, welches von der Projektsteuerung zu begleiten ist. Es ist vorgesehen, ein Verkehrs- und Umleitungskonzept für die Bauzeit als eigenständiges Pla- nungsprojekt gesondert zu vergeben.

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Lange Brücke über „Alte Fahrt“

Lange Brücke über „Neue Fahrt“

Bild 1: Lageskizze: Brückenzug „Lange Brücke“ im Stadtzentrum Potsdam / eingenordet

BW 10 – 3644 810

  • Fußgängertunnel -

BW 11.3 – 3644 811/3

  • TRAM-Brücke -

BW 11.1 – 3644 811/1

  • stadtauswärts -

BW 11.2 – 3644 811/2

  • stadteinwärts -

BW 12.3 – 3644 812/3

  • TRAM-Brücke -

BW 12.1 – 3644 812/1

  • stadtauswärts -

BW 12.2 – 3644 812/2

  • stadteinwärts -

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Bild 2: Bezeichnung der Teilbauwerke (TBW) / Lageskizze eingenordet

2.4 Rückbau vorhandener Brückenbauwerke Der Rückbau der vier Teilbauwerke inklusive Fußgängertunnel ist aufgrund der bautechnischen sowie verkehrslogistischen Komplexität des Bauvorhabens als gesondertes Projekt mit zugehö- riger Planung und Ausführung zu betrachten, wobei vorgesehen ist dies als getrenntes Baulos zu vergeben. Die Abstimmung zwischen der Entwurfsplanung Objektplanung oder Neubauplanung ist durch die Projektsteuerung zu begleiten.

  1. Projektstand Als Grundlage für die Objektplanung des Bauvorhabens wurde im 4. Quartal 2024 eine Bestands- vermessung der Verkehrsanlagen im Bereich der Langen Brücke sowie der angrenzenden Be- reiche, die von der Baumaßnahme betroffen sein werden, durchgeführt.

Die Gestaltung des Bauwerks für den ENB der Straßenbrücken BW 11 und 12 lehnt sich an der Architektur der Tram-Brücke (BW 11.3 und 12.3) an, die unmittelbar neben der vorhandenen Straßenbrücke steht. Die Ingenieurleistungen für eine Variantenuntersuchung gem. HOAI, Lph 2 sind teilweise bereits erbracht. Unter den genannten Voraussetzungen geht die LHP davon aus, dass von der Planungsphase bis zur Lph 9 ca. 40 Vergabeverfahren durchzuführen sind, die es vom Projektsteuerer zu beglei- ten und abzuwickeln gilt. Die Landeshauptstadt Potsdam verfügt mit dem Bereich 522 über einen eigenen Bereich Vergabemanagement.

Bei der Planung sind nach aktueller Einschätzung die Leistungsbilder Ingenieurbauwerke, Trag- werksplanung, Verkehrsanlagen und Freianlagen der HOAI einschlägig. Eine Vergabestrategie wurde noch nicht abschließend festgelegt und soll gemeinsam mit dem Projektsteuerer erarbeitet werden.

  1. Vergabe Projektsteuerung Maßnahmenbedingung ist eine gesicherte Finanzierung sowie entsprechende Beschlüsse der politischen Gremien. Eine Ablehnung des Fördermittelantrags bzw. keine alternativen Förderungen und die damit in Verbindung stehende Ablehnung politischer Gremien können zum Abbruch der Maßnahme füh- ren. Gleiches gilt bei Versagen der Genehmigungsfähigkeit. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe dieser Ausschreibung geht der Auftraggeber von einer gesicher- ten Finanzierung bis zur Ausschreibung der Planungsleistungen aus. Nach einer vorläufigen Kos- tenannahme, die nicht den Anforderungen der Leistungsphase 2 nach HOAI entspricht, geht der Auftraggeber derzeit von ca. 40 Mio. € brutto Kosten der Maßnahme aus.

Die Beauftragung für das Gesamtprojekt erfolgt daher in Anlehnung an die Projektstufen nach AHO-Heft Nr. 9 stufenweise bzw. optional immer in Verbindung mit den projektstu- fenübergreifenden Handlungsbereichen:

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• A: Organisation (Projektstufen 1 bis 5) • B: Qualitäten (Projektstufen 1 bis 5) • C: Kosten (Projektstufen 1 bis 5) • D: Termine (Projektstufen 1 bis 5) • E: Verträge (Projektstufen 1 bis 5)

Stufe 1: 1. Teilauftrag (2026) mit der Projektstufe:1. Projektvorbereitung der AHO 2. Teilauftrag -optionale Beauftragung (2027 – 2029) mit der Projektstufe 2. Planung der AHO

Stufe 2: 3. Teilauftrag – optionale Beauftragung (2030)

  • mit der Projektstufe: 3.Ausführungsvorbereitung der AHO

Stufe 3: 4. Teilauftrag – optionale Beauftragung (2031-2034)

  • mit den Projektstufen:4. Ausführung und 5. Projektabschluss der AHO

Folgende Anlagen sind beigefügt: • Anlage 2 – Grobrahmenterminrahmen • Anlage 3 Bewertungsmatrix Teilnahmewettbewerb • Anlage 4 Bewertungsmatrix Angebotsphase • Anlage 5 – Gesamtstädtische Ziele

  1. Leistungszeitraum Der Leistungszeitraum ist an den Ablauf der Projektstufen für die Projektsteuerung (s. Pkt. 4) gekoppelt. Für die Abwicklung der Projektstufen 1 bis 3 wird von einem Bearbeitungszeitraum von ca. 5 Jahren ausgegangen. Die Projektstufen 4 und 5 beinhalten die Bauausführung mit dem Projektabschluss. Für diese zwei Projektstufen wird eine Zeitspanne von ca. 4 Jahren eingeplant. Nach Fertigstellung bzw. Inbetriebnahme des Brückenbauwerks wird mit einer Nachbearbei- tungszeit des Projektes von 1 bis 2 Jahren ausgegangen. Mit Beginn des Vertragsverhältnisses wird sich voraussichtlich der gesamte Leistungszeitraum für alle Stufen der Projektsteuerung über 9 bis 10 Jahre erstrecken.

  2. Leistungsinhalt der Projektsteuerung Die Zielstellung der Projektsteuerung besteht in der umfassenden Unterstützung der LHP bei der Durchführung des Planungs- und Bauprozesses für den

  • Rückbau der bestehenden Teilbauwerke (TBW) Straßenbrücke
  • Ersatzneubaus des Straßenbrückenzuges „Lange Brücke“

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in Potsdam unter besonderer Berücksichtigung der gesamtstädtischen Ziele des Auftraggebers (AG) ( Anlage 5), des Budgets, der Qualität der Bauausführung und der Kommunikation mit den am Projekt Beteiligten.

Gegenstand der Projektsteuerung sind weiterhin die: • Steuerung und Unterstützung bei der Erstellung der erforderlichen Verträge (Durchfüh- rungsvereinbarung, Planungsvereinbarung) nach Vorlage des Auftraggebers sowie die Koordination der Mitzeichnungsketten an verschiedenen Orten der LHP. Der Auftragneh- mer muss sicherstellen, dass die Unterschriftsmappen physisch nach Unterzeichnung so- fort zur nächsten Dienststelle gebracht werden.

• Durchsetzung der vereinbarten Vertragsinhalte

• Steuerung und Unterstützung bei der Vorbereitung der Ausschreibung in Form von Er- stellung der Leistungsbeschreibungen für die erforderlichen Planungs- und Bauleistun- gen und Vorbereitung der Vergabe der erforderlichen Planungs- und der Bauleistungen. Die geschätzten Baukosten für die gesamte Baumaßnahme betragen 33.610.000 € netto.

• Der Auftragnehmer muss davon ausgehen, dass erhöhte Koordinationsleistun- gen für die Beteiligten Träger öffentlicher Belange zu erbringen sind. (siehe Anlage TÖBs _Stakeholder im Umfeld)

6.1 Grundleistungen - Projektsteuerung / Leistungsbild (stufengegliedert)

Grundleistungen
I.Projektvorbereitung
AOrganisation
1Mitwirken bei der Klärung der Rahmenbedingungen für das Gesamtprojekt inkl. Stake- holderumfeld
2Überprüfen der Projektziele und Mitwirken bei der Auflösung von Zielkonflikten
3Aufstellen und Fortschreiben der Projektstrukturplanung
4Aufstellen und Fortschreiben der Schnittstellen für die Koordinations- und Integrationspro- zesse der Objekt- und Fachplanungen
5Aufstellen, Umsetzen und Steuern der Kommunikationsstruktur
6Aufstellen, Umsetzen und Steuern des Entscheidungs- und Änderungsmanagements
7Mitwirken beim Risikomanagement

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8Aufstellen, Umsetzen und Fortschreiben der Organisationsvorgaben für die Aufbau- und Ablauforganisation
BQualitäten
1Überprüfen der Qualitätsziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
2Mitwirken bei der Klärung der Grundstücks- und Standortfragen mit Erfassung logistisch relevanter Standort- und Rahmenbedingungen
3Überprüfen der Ergebnisdokumentation der Grundlagenermittlung der Planungsbeteilig- ten
CKosten
1Überprüfen der Kostenziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
2Aufstellen und Umsetzen der Kostenüberwachung
3Prüfen der Rechnungen der zu steuernden Projektbeteiligten (nicht der bauausführenden Unternehmen)
4Kostensteuerung zur Einhaltung der Kostenziele
5Aufstellen und Umsetzen der Mittelabflussplanung
DTermine
1Überprüfen der Terminziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
2Aufstellen der Steuerungsterminplanung
3Terminsteuerung zur Einhaltung der Terminziele
EVerträge
1Mitwirken bei der Erstellung einer Vergabestruktur für das Gesamtprojekt
2Aufstellen der Leistungsanforderungen für die an der Planung fachlich Beteiligten sowie der Gutachter
3Mitwirken bei den Beschaffungen der Leistungen der an der Planung fachlich Beteiligten sowie der Gutachter
4Mitwirken bei der Erstellung eines Versicherungskonzeptes für das Gesamtprojekt und Mitwirken an dessen Umsetzung
5Mitwirken bei der Durchsetzung von Vertragspflichten gegenüber den Beteiligten ggf. un- ter Einbeziehung der bereits vertraglich gebundenen Rechtsberatung
6Prüfen der Nachträge der an der Planung fachlich Beteiligten sowie der Gutachter

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Grundleistungen
II.Planung
AOrganisation
1Umsetzen und Steuern der Kommunikationsstruktur
2Umsetzen und Steuern des Entscheidungs- und Änderungsmanagements
3Mitwirken beim Risikomanagement
4Mitwirken bei der Herbeiführung der behördlichen Genehmigungen
5Umsetzen und Fortschreiben der Organisationsvorgaben für die Aufbau- und Ablauforga- nisation
6Analysieren und Bewerten der Einhaltung der Projektziele und der Schnittstellen für die Koordinations- und Integrationsprozesse der Objekt- und Fachplanungen
BQualitäten
1Analysieren, Bewerten und Steuern der Leistungen der Planungsbeteiligten, insbeson- dere der Koordinations- und Integrationsprozesse der Objekt- und Fachplanungen
2Überprüfen des Farb- und Materialkonzepts und Mitwirken bei der Bemusterungsplanung, Steuern der Bemusterungen
3Überprüfen der Ergebnisdokumentation der Planungsbeteiligten zum Abschluss der je- weiligen Leistungsphasen der Planung
CKosten
1Überprüfen der Kostenschätzungen und -berechnungen, -vergleiche und Kostenkontrol- len der Objekt- und Fachplaner
2Kostensteuerung zur Einhaltung der Kostenziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
3Umsetzen und Fortschreiben der Mittelabflussplanung
4Prüfen der Rechnungen der zu steuernden Projektbeteiligten (nicht der bauausführenden Unternehmen)
5Umsetzen und Fortschreiben der Kostenüberwachung
DTermine
1Umsetzen und Fortschreiben der Steuerungsterminplanung
2Überprüfen der Terminplanungen der Projektbeteiligten für den Planungs- und Bauablauf

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3Terminsteuerung zur Einhaltung der Terminziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
EVerträge
1Mitwirken bei der Durchsetzung von Vertragspflichten gegenüber Beteiligten ggf. unter Einbeziehung der Rechtsberatung
2Mitwirken bei der Umsetzung des Versicherungskonzeptes für das Gesamtprojekt
3Prüfen von Vergütungsnachträgen der an der Planung fachlich beteiligten sowie der Gut- achter
4Mitwirken bei der Strukturierung der Vergabeverfahren für die Beschaffungen der Bauleis- tungen
Grundleistungen
III.Ausführungsvorbereitung
AOrganisation
1Umsetzen und Steuern der Kommunikationsstruktur
2Umsetzen und Steuern des Entscheidungs- und Änderungsmanagements
3Mitwirken beim Risikomanagement
4Mitwirken bei der Herbeiführung der behördlichen Genehmigungen
5Umsetzen und Fortschreiben der Organisationsvorgaben (Aufbau- und Ablauforganisa- tion)
6Analysieren und Bewerten der Einhaltung der Projektziele und der Schnittstellen für die Koordinations- und Integrationsprozesse der Objekt- und Fachplanungen
BQualitäten
1Analysieren, Bewerten und Steuern der Leistungen der Planungsbeteiligten, insbeson- dere der Koordinations- und Integrationsprozesse des Objektplaners
2Überprüfen des Farb- und Materialkonzepts und Mitwirken bei der Bemusterungsplanung, Steuern der Bemusterungen
3Überprüfen der grundlegenden Planungsergebnisse der Projektbeteiligten
4Überprüfen der von den Planungsbeteiligten erstellten Leistungsbeschreibungen, Ange- botswertungen und Vergabevorschläge
CKosten

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1Überprüfen der Kostenvergleiche und -kontrollen der Objekt- und Fachplaner
2Kostensteuerung zur Einhaltung der Kostenziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
4Prüfen der Rechnungen der zu steuernden Projektbeteiligten (nicht der bauausführenden Unternehmen)
4Umsetzen und Fortschreiben der Mittelabflussplanung
5Umsetzen und Fortschreiben der Kostenüberwachung
DTermine
1Umsetzen und Fortschreiben der Steuerungsterminplanung
2Überprüfen der Terminplanungen der Projektbeteiligten für den Planungs- und Bauablauf
3Aufstellen eines Steuerungsterminplanes für die Vorbereitung und die Durchführung der Abnahmen und Inbetriebnahmen
4Terminsteuerung zur Einhaltung der Terminziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
EVerträge
1Mitwirken bei der Durchsetzung von Vertragspflichten gegenüber Beteiligten ggf. unter Einbeziehung der Rechtsberatung
2Mitwirken bei der Strukturierung der Vergabeverfahren für die Beschaffungen der Bauleis- tungen
3Überprüfen der Vergabeunterlagen sowie bestätigen der Versandfertigkeit
4Mitwirken bei den Beschaffungen der Bauleistungen
5Prüfen von Vergütungsnachträgen der an der Planung fachlich beteiligten sowie der Gut- achter
Grundleistungen
IV.Ausführung
AOrganisation
1Umsetzen und Steuern der Kommunikationsstruktur
2Umsetzen und Steuern des Entscheidungs- und Änderungsmanagements
3Mitwirken beim Risikomanagement
4Mitwirken bei der Herbeiführung der behördlichen Genehmigungen

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5Umsetzen und Fortschreiben der Organisationsvorgaben (Aufbau- und Ablauforganisa- tion)
6Analysieren und Bewerten der Einhaltung der Projektziele und der Schnittstellen für die Koordinations- und Integrationsprozesse der Objekt- und Fachplanungen
BQualitäten
1Analysieren, Bewerten und Steuern der Leistungen der Planungsbeteiligten, insbeson- dere der Koordinations- und Integrationsprozesse des Objektplaners
2Steuern der Bemusterungen
3Analysieren, Bewerten und Steuern der Leistungen der Objektüberwachungen / Bauober- leitungen
4Mitwirken bei der Planung und Durchführung der Abnahmen und Inbetriebnahmen der Bauleistungen
CKosten
1Kostensteuerung zur Einhaltung der Kostenziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
2Prüfen der Rechnungen der zu steuernden Projektbeteiligten (nicht der bauausführenden Unternehmen)
3Überprüfen der Rechnungsprüfung der Objektüberwachungen und örtlichen Bauüberwa- chungen
4Umsetzen und Fortschreiben der Mittelabflussplanung
5Umsetzen und Fortschreiben der Kostenüberwachung
DTermine
1Fortschreiben und Umsetzen der Steuerungsterminplanung
2Überprüfen der Terminplanungen der Projektbeteiligten für den Planungs- und Bauablauf
3Terminsteuerung zur Einhaltung der Terminziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
EVerträge
1Mitwirken bei der Durchsetzung von Vertragspflichten gegenüber Beteiligten ggf. unter Einbeziehung der Rechtsberatung
2Überprüfen der Nachtragsprüfungen der Objektüberwachungen und Örtlichen Bauüber- wachungen sowie Mitwirken bei der Beauftragung
3Prüfen von Vergütungsnachträgen der an der Planung fachlich beteiligten sowie der Gut- achter

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4 Überprüfen der Auflistung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Grundleistungen
V.Projektabschluss
AOrganisation
1Mitwirken bei der systematischen Zusammenstellung der Projektdokumentation
2Umsetzen und Steuern Kommunikationsstruktur
3Umsetzen und Steuern des Entscheidungs- und Änderungsmanagements
4Mitwirken beim Risikomanagement
BQualitäten
1Mitwirken bei der Planung und Durchführung der Übergabe des Objekts
2Mitwirken bei den Abnahmen der Planungsleistungen
CKosten
1Überprüfen der Kostenfeststellung, -vergleiche und -kontrollen der Objekt- und Fachpla- ner
2Prüfen der Rechnungen der zu steuernden Projektbeteiligten (nicht der bauausführenden Unternehmen)
3Überprüfen der Rechnungsprüfung der Objektüberwachungen und örtlichen Bauüberwa- chungen
4Mitwirken bei der Freigabe von Vorauszahlungs- und Vertragserfüllungssicherheiten
5Abschließen der Kostenüberwachung
DTermine
1Terminsteuerung zur Einhaltung der Terminziele und Mitwirken bei Zielanpassungen
2Fortschreiben und Umsetzen der Steuerungsterminplanung
EVerträge
1Prüfen von Vergütungsnachträgen der an der Planung fachlich Beteiligten sowie der Gut- achter
2Mitwirken bei der Durchsetzung von Vertragspflichten gegenüber Beteiligten ggf. unter Einbeziehung der Rechtsberatung

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6.2 Besondere Leistungen

Handlungsbereich A: Organisation • A1:(Projektstufe 1-5) Einrichten, Betreiben sowie Organisieren des Abschlusses eines eigenen Projektkommunikationssystems

• A2:(Projektstufe 1-2) Vertreten der Planungskonzeption gegenüber der Öffentlichkeit unter besonderen Anfor- derungen und Zielsetzungen sowie bei mehr als fünf Erläuterungs- oder Erörterungster- minen Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Erörterungsterminen Beschaffung und Zusammenstellung aller verfügbaren Unterlagen zum Planungskon- zept und Abstimmung mit dem AG Erstellung einer Präsentationsunterlage zum Planungskonzept Organisation der Räumlichkeiten für solche Veranstaltungen in Abstimmung mit dem AG, Raumkosten trägt der AG

Handlungsbereich B: Qualitäten • B1:(Projektstufe 1-2) Durchführen einer differenzierten Anfrage bzgl. der Infrastruktur (Ver- und Entsorgungs- medien, Verkehr etc.) und Beschaffen der relevanten Informationen und Unterlagen so- wie Nachhalten von Veränderungen und aktuell halten der Unterlagen. Ermittlung der zuständigen Ansprechpartner

• B2: (Projektstufe 1-5) Prüfen der Projektdokumentation der fachlichen Beteiligten auf Vollständigkeit und Do- kumentation der vorliegenden Unterlagen

• B3: (Projektstufe 4) Veranlassen, Koordinieren und Steuern der Beseitigung nach der Abnahme aufgetrete- ner Mängel

Handlungsbereich C: Kosten • C1: (Projektstufe 1-5) Verwenden von auftraggeberseitig vorgegebener EDV-Kostenprogrammen mit besonde- ren Anforderungen in Bezug auf die Informationsverarbeitung und Dokumentation


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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung