08_UvD-Raum_13,5m².docx

Projektmanagement, BIM-Management und Objektüberwachung für das Bundeswehr‑Infrastrukturprogramm G‑CAP in NRW

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 14:45 (Europe/Berlin)

Herkunft: evergabe.blb.nrw.de

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  1. Anforderungsraumbuch

Sofern in der folgenden Anlage keine speziellen Angaben/Forderungen genannt sind bzw. die Forderung „Standardausführung“ erhoben wird, gelten die allgemein anerkannten Regeln der Technik, die sich auf technische Regelwerke wie Normen des Deutschen Instituts für Normung e. V. (DIN), einheitliche Technische Baubestimmungen des Instituts für Bautechnik (ETB), Verein Deutscher Ingenieure (VDI)-Richtlinien, Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE)-Vorschriften, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW)-Richtlinien, Hersteller-vorschriften und -richtlinien sowie die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) beziehen.

    1. UvD-Raum

G-CAP Inland_2.7_UvD-Raum

Raumart DIN 277+Nutzungsfläche (NUF)Fläche
[2.7]213,50 m²

Grunddaten

Allgemeine Regelung (AR) Titel, RegNr., VersionGrundsätzliche Infrastrukturforderung Unterkunftsbereiche C1-1810/0-6220, in Überarbeitung
Anlagennummer in ARin Überarbeitung
Bearbeitungsstand Anforderungsraumbuchversion03.09.2025
Erstellung Anforderungsraumbuch (ARBu) durch Organisationselement (eintragen)BAIUDBw Infra II 1
Billigung AR und ARBuBMVg A III 4xx.xx.xxxx
BMF II D 2xx.xx.xxxx
      1. Raumfunktion
        1. Beschreibung

Der Raum dient der Unterbringung des Unteroffiziers vom Dienst (UvD), zur Verrichtung seiner Aufga­ben (bspw. der Überwachung der Zutrittsrechte zum Gebäude) und als Ruheraum/Notunterkunft.

        1. Tätigkeiten
  • Überwachung der Zutrittsrechte zum Unterkunftsgebäude,
  • Ruheraum/Notunterkunft.
        1. Anordnung (räumlicher Zusammenhang/Betriebsabläufe)

Direkt am Haupteingang des Unterkunftsgebäudes unmittelbar neben dem barrierefreien und rollstuhl­gerechten WC.

        1. Anforderung an Barrierefreiheit

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

        1. Hinweise für die zu erstellende Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilungen für die durchzuführenden Tätigkeiten sind durch die nutzende Dienststelle im Zuge der Nutzung zu erstellen bzw. vorhandene Gefährdungsbeurteilungen der Dienststelle sind anzupassen oder fortzuschreiben. Die Gefährdungsbeurteilungen sind dabei dienststellen- und arbeitsplatzbezogen zu erstellen.

      1. Bauliche Forderungen
        1. Abmessungen[1]
  • Fläche: 13,50 m²,
  • Tiefe: 4,00 m,
  • Breite: 3,38 m,
  • Lichte Höhe: ≥ 2,50 m.
        1. Oberflächen
  1. Bodenbeschaffenheit
  • Rutschhemmung R 9 (ASR A1.5 „Fußböden“),
  • Bodenbelag Linoleum,
  • Farbton ähnlich RAL 7037 staubgrau, gesprenkelt oder fein marmoriert,
  • Sockel aus Massivholz mit rechteckigem Profil (6,00 cm x 1,80 cm), weiß lackiert.
  1. Wandbeschaffenheit
  • Dispersionsfarbe, matt weiß,
  • Nassabriebbeständigkeit Klasse 3, waschbeständig.
  1. Deckenbeschaffenheit
  • Unterdecke sofern konstruktiv notwendig,
  • Lichte Abhanghöhe ≥ 2,50 m,
  • Bekleidung mit Gipskarton, glatt,
  • Dispersionsfarbe, matt weiß,
  • Nassabriebbeständigkeit Klasse 3, waschbeständig.
        1. Elemente
  1. Türen
  • Hygrothermische Beanspruchung Klasse II,
  • Mechanische Beanspruchung Klasse 3 (stark),
  • Abmessungen: Lichte Durchgangsweite/-höhe ≥ 1,00 m x ≥ 2,10 m,
  • Holzwerkstoff mit HPL-Beschichtung (High Pressure Laminate),
  • Farbton RAL 7044 seidengrau,
  • Sockelstoßblech aus Edelstahl, beidseitig über die gesamte Türbreite, 15 cm hoch,
  • Stahlumfassungszarge, RAL 7022 umbragrau,
  • Türöffnungsrichtung nach innen und selbstschließend,
  • Die Zugänge sind niveaugleich und schwellenfrei auszuführen.
  1. Außenfenster
  • Größe: gemäß ASR A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“, mindestens 10% der Raumfläche,
  • Brüstungshöhe 0,95 m Fertigmaß,
  • 2 Flügel, Teilung mittig ohne Pfosten,
  • Öffnungsart Gehflügel:
  • Dreh- und Kippfunktion,
  • Öffnungsart Bedarfsflügel
  • Drehfunktion,
  • Innenfensterbank aus Holzwerkstoff mit HPL-Beschichtung,
  • Außenfensterbank aus Aluminium, pulverbeschichtet,
  • Ein außenliegender Sonnenschutz sowie Verdunkelung müssen in geeigneter Form sichergestellt werden.
  1. Innenfenster
  • Größe 1,10 m x 1,10 m,
  • Brüstungshöhe 1,00 m Fertigmaß,
  • Innenfensterbank aus Holzwerkstoff mit HPL-Beschichtung,
  • Blickdichter Vorhang an der Rauminnenseite,
  • Brandschutztechnische Anforderung in Abhängigkeit von der Gebäudeklasse.
        1. Lärmschutzanforderungen

Für die Dimensionierung des Schallschutzes dienen als Grundlage für die Planung und Konstruktion die Vorgaben der DIN 4109-1 ,,Schallschutz im Hochbau‘‘ und der ASR A3.7 „Lärm“.

        1. Brandschutzanforderungen
  • Die AR „Vorbeugender Brandschutz in Liegenschaften“ A1-2042/1-6037 ist als Brandschutzrichtlinie im Sinne des Brandschutzleitfadens für Gebäude des Bundes anzuwenden. Darüber hinaus gibt es keine nutzungsspezifischen Schutzziele im Sinne der AR „Allgemeine baufachliche Vorgaben für die Durchführung von Baumaßnahmen der Bundeswehr“ C-1800/114, Nr. 602.
  • Berücksichtigung der vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen (u. a. Brandschutzkonzept, Ausstat­tung des Gebäudes mit Feuerlöschern) gemäß der A1-2042/1-6037 und der ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“.
  • Maßnahmen zur Brandfrüherkennung sind im Rahmen des aufzustellenden Brandschutzkonzeptes zu formulieren. Die AR „Maßnahmen zur Brandfrüherkennung in Liegenschaften“ C-1810/115 ist zu beachten.
        1. Sonstiges

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

      1. Technische Forderungen
        1. Raumluft
  1. Raumtemperatur
  • Für den UvD-Raum wird eine Raumtemperatur von mindestens 20 °C gemäß der ASR A3.5 „Raumtemperatur“ gefordert.
  • Eine individuelle Absenkung der Raumtemperatur (bspw. in der Nacht) muss möglich sein.
  1. Heizung
  • Bei den Heizkreisen zur Versorgung der stationären Heizung und des Heizregisters gilt: Die System­temperaturen sind so hoch wie nötig und so gering wie möglich zu wählen. Eine Vorlauftemperatur von 45 °C ist hierbei nicht zu überschreiten.
  • Liegenschaftsabhängig ist der Einsatz von Fußbodenheizungen und Heizkörpern zu prüfen. Aus wirtschaftlicher Sicht sind Fußbodenheizungssysteme bei niedrigen Vorlauftemperaturen zu bevor­zugen. Der Einsatz ergänzender Heizkörper kann in exponierten Räumen zielführend sein, wenn die Heizlast nicht vollständig über die Fußbodenheizung gedeckt werden kann.
  • Kommen Heizkörper zum Einsatz, sind diese im UvD-Raum unterhalb des Fensters zu positionieren. Alle Heizkörper sind mit Thermostatventilen auszustatten. Bei der Bemessung der Heizkörper ist die Möblierung zu berücksichtigen.
  • Beim Einsatz einer Fußbodenheizung sind Raumbediengeräte mit relativer Sollwertvorgabe (hinterlegte Solltemperatur mit +/- Wahl) zur Heizkreisregelung vorzusehen.
  1. Lüftung

Um die Luftqualität sicherzustellen, sind bedarfsgerechte raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) nach Erfordernis und Fachplanung und unter Berücksichtigung der einschlägig anerkannten Vorschriften, Normen und Gesetze zu planen.

Auf eine möglichst niedrige Geräuschentwicklung ist zu achten, um dem diensthabenden UvD die Ruhephase zu ermöglichen.

        1. Elektroinstallation
  1. Spannungsversorgung
  • Um für den UvD-Raum die notwendige Stromversorgung sicherzustellen, sind bedarfsgerechte Elektroinstallationen nach Erfordernis und Fachplanung und unter Berücksichtigung der einschlägig anerkannten Vorschriften, Normen und Gesetze zu planen.
  • Über die allgemeine Forderung hinaus werden über dem Schreibtisch zwei Stromdosen IT (rot oder orange) und eine Steckdose für das TV-Gerät gefordert.

1x Kombination Lichtschalter und Steckdose neben der Eingangstür, Höhe von OK FFB 1,05 m.

  1. Beleuchtung
  • Beleuchtungsstärke gemäß ASR A3.4 und AMEV[2] (mindestens DIN EN 12464-1 „Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten“),
  • Verortung: 1x mittig im Raum,
  • Leuchtentyp: Bildschirmarbeitsplatz-Spiegelrasterleuchte IP2X,
  • Leuchtmittel: LED, austauschbar.
  1. Erdung

Die erforderliche Erdung ist durch eine Fachplanung, unter Berücksichtigung der einschlägig anerkannten Vorschriften, Normen und Gesetze zu planen.

  1. Brandschutz

1x Multisensormelder gemäß DIN EN 54-7 „Rauchmelder“ ist an der Decke des Raums zu installieren.

        1. Wasser-/Abwasseranlagen

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

        1. Informationstechnische Forderungen, Anlagen und Anschlüsse
  • 1x Datenanschluss:
  • RJ 45 als Doppeldose (Power over Ethernet (PoE)) für die LAN-Anbindung zum IntranetBw,
  • Verortung über dem Schreibtisch,
  • 1x Antennenanschluss
        1. Sonderanlagen (Gas, Druckluft, Hebe-, Förder- und Transportanlagen usw.)

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

        1. Absicherungsmaßnahmen

Absicherungsmaßnahmen sind gemäß der AR „Grundsätzliche Infrastrukturforderung für Absiche­rungsmaßnahmen“ C1-1810/0-6000 VS-NfD, Abschnitt 3.10 zu fordern.

      1. Ausstattung
        1. Dienststellengebundenes Gerät

Entfällt.

        1. Liegenschaftsgerät
Lfd.-Nr.BezeichnungGrWiNrAnzahlAbmessungen Breite x Tiefe [m]Netto-Fläche [m²]
200Kleiderschrank, 60 cm breit, eintürigWA003310,60,60,36
201MehrzweckregalWA029510,780,40,31
202Tisch, hochWA103111,20,80,96
203Wand-/Deckenhalterung für Fernsehgeräte[3]WA13141------Wandmontage
FlachbildfernseherWA65801------
204BürodrehstuhlWA143910,60,60,36
205WohnraumliegeWA173010,952,051,95
206KleiderriegelWA5311001Wandmontage
207Pinnwand 150x100cmWA44611Wandmontage
Netto-Stellfläche [m²]4,0
        1. Bauseitiges Gerät
Lfd.-Nr.Bezeichnung/BauelementAnzahlBemerkung
300Innentür1siehe 1.1.2.3
301Außenfenster1siehe 1.1.2.3
302Innenfenster für Zutrittskontrolle1siehe 1.1.2.3
303Heizung (falls keine Fußbodenheizung zum Einsatz kommt)1siehe 1.1.3.1
304Antennenanschluss, TV1siehe 1.1.3.4
305Einfachsteckdose für das TV-Gerät1siehe 1.1.3.2
306Doppelsteckdose IT (rot oder orange)1siehe 1.1.3.2
307Kombination Lichtschalter und Steckdose 230 V1siehe 1.1.3.2
Brandmelder-Kenngröße Rauch (zeichnerisch nicht dargestellt)1Deckenmontage
        1. Informationstechnik-/Fernmeldegerät

Entfällt.

        1. Zusammenfassung

Entfällt.

      1. Stellskizze (ohne Maßstab)

        1. Bilder/Fotos

Entfällt.

      1. Abkürzungsverzeichnis
AbkürzungBedeutung
AMEVArbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen
ARAllgemeine Regelung
ARBuAnforderungsraumbuch
ASRTechnische Regeln für Arbeitsstätten
DINDeutsches Institut für Normung e. V.
DIN ENDeutsche Industrie Norm Europäische Norm
DNDurchmesser
DVGWDeutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.
ETBeinheitliche Technische Baubestimmungen des Instituts für Bautechnik
HPLHigh Pressure Laminate
LEDLicht emittierende Diode
PoEPower over Ethernet
OK FFBOberkante Fertigfußboden
RLT-AnlagenRaumlufttechnische Anlagen
UvDUnteroffizier vom Dienst
VDEVerband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.
VDIVerein Deutscher Ingenieure
      1. Bezugsjournal
(Nr.) BezugsdokumenteTitel
1. A1-2042/1-6037Vorbeugender Brandschutz in Liegenschaften
1. ASR A1.5Fußböden
1. ASR A2.2Maßnahmen gegen Brände
1. ASR A3.4Beleuchtung und Sichtverbindung
1. ASR A3.5Raumtemperatur
1. ASR A3.7Lärm
1. C1-1810/0-6000 VS-NfDGrundsätzliche Infrastrukturforderung für Absicherungsmaßnahmen
1. C-1800/114Allgemeine baufachliche Vorgaben für die Durchführung von Baumaßnahmen der Bundeswehr
1. C-1810/115Maßnahmen zur Brandfrüherkennung in Liegenschaften
1. DIN 4109-1Schallschutz im Hochbau
1. DIN EN 12464-1Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten
1. DIN EN 54-7Brandmeldeanlagen – Teil 7: Rauchmelder – Punktförmige Rauchmelder nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip
      1. Änderungsjournal
VersionGültig abGeänderter Inhalt
1.0xx.xx.xxxx* Erstveröffentlichung
  1. Hierbei handelt es sich um Fertigmaße.
  2. Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen.
  3. Ggf. ist bei einer Trockenbauweise eine Wandverstärkung notwendig.
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