06_Gemeinschaftsraum_27m².docx

Projektmanagement, BIM-Management und Objektüberwachung für das Bundeswehr‑Infrastrukturprogramm G‑CAP in NRW

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 14:45 (Europe/Berlin)

Herkunft: evergabe.blb.nrw.de

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  1. Anforderungsraumbuch

Sofern in der folgenden Anlage keine speziellen Angaben/Forderungen genannt sind bzw. die Forderung „Standardausführung“ erhoben wird, gelten die allgemein anerkannten Regeln der Technik, die sich auf technische Regelwerke wie Normen des Deutschen Instituts für Normung e. V. (DIN), einheitliche Technische Baubestimmungen des Instituts für Bautechnik (ETB), Verein Deutscher Ingenieure (VDI)-Richtlinien, Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V. (VDE)-Vorschriften, Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW)-Richtlinien, Hersteller-vorschriften und -richtlinien sowie die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) beziehen.

    1. Gemeinschaftsraum

G-CAP Inland_1.2.1_Gemeinschaftsraum

Raumart DIN 277+Nutzungsfläche (NUF)Fläche
[1.2.1]127,00 m²

Grunddaten

Allgemeine Regelung (AR) Titel, RegNr., VersionGrundsätzliche Infrastrukturforderung Unterkunftsbereiche C1-1810/0-6220, in Überarbeitung
Anlagennummer in AR
Bearbeitungsstand Anforderungsraumbuchversion02.09.2025
Erstellung Anforderungsraumbuch (ARBu) durch Organisationselement (eintragen)BAIUDBw Infra II 1
Billigung AR und ARBuBMVg A III 4xx.xx.xxxx
BMF II D 2xx.xx.xxxx
      1. Raumfunktion
        1. Beschreibung

Der Gemeinschaftsraum dient der Pflege der Kameradschaft sowie der Förderung des Gemein­schaftsgefühls. Er ist zugleich als Aufenthalts- und Besucherzimmer zu nutzen und ist den Vertrauens­personen (VP), die über keinen eigenen Dienstraum verfügen, im Rahmen der Ausübung ihrer Dienst­geschäfte im Aufgabenbereich zur Mitnutzung zur Verfügung zu stellen.

Der Raum ist mit modernem Mobiliar attraktiv zu gestalten sowie mit Vorhängen ansprechend auszustatten.

        1. Anordnung (räumlicher Zusammenhang/Betriebsabläufe)

Der Gemeinschaftsraum ist auf jedem Geschoss mit Unterkünften, unmittelbar neben der Teeküche auszubringen.

        1. Anforderung an Barrierefreiheit

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

        1. Hinweise für die zu erstellende Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilungen für die durchzuführenden Tätigkeiten sind durch die nutzende Dienststelle im Zuge der Nutzung zu erstellen bzw. vorhandene Gefährdungsbeurteilungen der Dienststelle sind anzupassen oder fortzuschreiben. Die Gefährdungsbeurteilungen sind dabei dienststellen- und arbeitsplatzbezogen zu erstellen.

      1. Bauliche Forderungen
        1. Abmessungen[1]
  • Fläche: 27,00 m²,
  • Tiefe: 6,00 m,
  • Breite: 4,50 m,
  • Lichte Höhe: ≥ 2,50 m.
        1. Oberflächen
  1. Bodenbeschaffenheit
  • Rutschhemmung R 9 (ASR A1.5 „Fußböden“),
  • Bodenbelag Linoleum,
  • Farbton ähnlich RAL 7037 staubgrau, gesprenkelt oder fein marmoriert,
  • Sockel aus Massivholz mit rechteckigem Profil (6,00 cm x 1,80 cm), weiß lackiert.
  1. Wandbeschaffenheit
  • Dispersionssilikatfarbe, matt weiß,
  • Nassabriebbeständigkeit Klasse 3, waschbeständig.
  1. Deckenbeschaffenheit
  • Unterdecke, sofern konstruktiv notwendig:
  • Lichte Abhanghöhe ≥ 2,50 m,
  • Bekleidung mit Gipskarton, glatt,
  • Dispersionsfarbe, matt weiß,
  • Nassabriebbeständigkeit Klasse 3, waschbeständig.
        1. Elemente
  1. Innentür zum Flur
  • Hygrothermische Beanspruchung Klasse II,
  • Mechanische Beanspruchung Klasse 3 (stark),
  • Abmessungen: Lichte Durchgangsweite/-höhe ≥ 1,00 m x ≥ 2,10 m,
  • Holzwerkstoff mit HPL-Beschichtung (High Pressure Laminate),
  • Farbton RAL 7044 seidengrau,
  • Sockelstoßblech aus Edelstahl, beidseitig über die gesamte Türbreite, 15 cm hoch,
  • Stahlumfassungszarge, RAL 7022 umbragrau,
  • Türöffnungsrichtung nach innen,
  • Die Zugänge sind niveaugleich und schwellenfrei auszuführen.
  1. Innentür zur Teeküche
  • Hygrothermische Beanspruchung Klasse II,
  • Mechanische Beanspruchung Klasse 3 (stark),
  • Abmessungen: Lichte Durchgangsweite/-höhe ≥ 1,00 m x ≥ 2,10 m,
  • Holzwerkstoff mit HPL-Beschichtung,
  • Farbton RAL 7044 seidengrau,
  • Sockelstoßblech aus Edelstahl, beidseitig über die gesamte Türbreite, 15 cm hoch,
  • Stahlumfassungszarge, RAL 7022 umbragrau,
  • Türöffnungsrichtung nach innen in den Gemeinschaftsraum,
  • Die Zugänge sind niveaugleich und schwellenfrei auszuführen.
  1. Fenster
  • Größe: gemäß ASR A3.4 „Beleuchtung und Sichtverbindung“, mindestens 10% der Raumfläche,
  • Brüstungshöhe 0,95 m Fertigmaß,
  • 2 Flügel, Teilung mittig ohne Pfosten,
  • Öffnungsart Gehflügel: Dreh- und Kippfunktion,
  • Öffnungsart Bedarfsflügel: Drehfunktion,

Innenfensterbank aus Holzwerkstoff mit HPL-Beschichtung,

Außenfensterbank aus Aluminium, pulverbeschichtet,

Ein außenliegender Insektenschutz ist anzubringen.

Ein außenliegender Sonnenschutz sowie Verdunkelung müssen in geeigneter Form sichergestellt werden.

        1. Lärmschutzanforderungen

Für die Dimensionierung des Schallschutzes dienen als Grundlage für die Planung und Konstruktion die Vorgaben der DIN 4109-1 ,,Schallschutz im Hochbau‘‘ und der ASR A3.7 „Lärm“.

        1. Brandschutzanforderungen
  • Die AR „Vorbeugender Brandschutz in Liegenschaften“ A1-2042/1-6037 ist als Brandschutzrichtlinie im Sinne des Brandschutzleitfadens für Gebäude des Bundes anzuwenden. Darüber hinaus gibt es keine nutzungsspezifischen Schutzziele im Sinne der AR „Allgemeine baufachliche Vorgaben für die Durchführung von Baumaßnahmen der Bundeswehr“ C-1800/114, Nr. 602.
  • Berücksichtigung der vorbeugenden Brandschutzmaßnahmen (u. a. Brandschutzkonzept, Ausstat­tung des Gebäudes mit Feuerlöschern) gemäß der A1-2042/1-6037 und der ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“.
  • Maßnahmen zur Brandfrüherkennung sind im Rahmen des aufzustellenden Brandschutzkonzeptes zu formulieren. Die AR „Maßnahmen zur Brandfrüherkennung in Liegenschaften“ C-1810/115 ist zu beachten.
        1. Sonstiges

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

      1. Technische Forderungen
        1. Raumluft
  1. Raumtemperatur

Für den Gemeinschaftsraum wird eine Raumtemperatur von mindestens 21 °C gemäß der ASR A3.5 „Raumtemperatur“ gefordert.

  1. Heizung
  • Bei den Heizkreisen zur Versorgung der stationären Heizung und des Heizregisters gilt: Die System­temperaturen sind so hoch wie nötig und so gering wie möglich zu wählen. Eine Vorlauftemperatur von 45 °C ist hierbei nicht zu überschreiten.
  • Liegenschaftsabhängig ist der Einsatz von Fußbodenheizungen und Heizkörpern zu prüfen. Aus wirtschaftlicher Sicht sind Fußbodenheizungssysteme bei niedrigen Vorlauftemperaturen zu bevor­zugen. Der Einsatz ergänzender Heizkörper kann in exponierten Räumen zielführend sein, wenn die Heizlast nicht vollständig über die Fußbodenheizung gedeckt werden kann.
  • Kommen Heizkörper zum Einsatz, sind diese in den Gemeinschaftsräumen unterhalb des Fensters zu positionieren. Alle Heizkörper sind mit Thermostatventilen auszustatten. Bei der Bemessung der Heizkörper ist die Möblierung zu berücksichtigen.
  • Beim Einsatz einer Fußbodenheizung sind Raumbediengeräte mit relativer Sollwertvorgabe (hinterlegte Solltemperatur mit +/- Wahl) zur Heizkreisregelung vorzusehen.
  1. Lüftung

Um die Luftqualität sicherzustellen, sind bedarfsgerechte raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) nach Erfordernis und Fachplanung und unter Berücksichtigung der einschlägig anerkannten Vorschriften, Normen und Gesetze zu planen.

        1. Elektroinstallation
  1. Spannungsversorgung

Um für den Gemeinschaftsraum die notwendige Stromversorgung sicherzustellen, sind bedarfs­gerechte Elektroinstallationen nach Erfordernis und Fachplanung und unter Berücksichtigung der einschlägig anerkannten Vorschriften, Normen und Gesetze zu planen.

  1. Beleuchtung
  • Beleuchtungsstärke gemäß ASR A3.4 „und AMEV[2] (mindestens DIN EN 12464-1 „Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten“),
  • Verortung: 1x über Esstisch, 1x Couch, 1x im Eingangsbereich,
  • Leuchtentyp: Opalglas-/Prismenleuchte IP2X,
  • Leuchtmittel: LED, austauschbar,
  • Leuchtenart: Bei Abhangdecke als Einbauleuchte, sonst als Anbauleuchte.
  1. Erdung

Die erforderliche Erdung ist durch eine Fachplanung, unter Berücksichtigung der einschlägig anerkannten Vorschriften, Normen und Gesetze zu planen.

  1. Brandschutz

Multisensormelder gemäß DIN EN 54-7 „Rauchmelder“.

        1. Wasser-/Abwasseranlagen

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

        1. Informationstechnische Forderungen, Anlagen und Anschlüsse
  • 1x Datenanschluss:
  • RJ 45 als Doppeldose (Power over Ethernet (PoE)) für den Anschluss eines Access-Points,
  • Verortung 30 cm von der Außenwand, 10 cm unterhalb der Decke,
  • 1x Antennenanschluss:
  • Einfachsteckdose 230 V für das TV-Gerät,
  • 1x RJ 45 Doppeldose für das TV-Gerät (Smart TV),
  • Mittig an der Außenwand zwischen den beiden Fenstern,
  • Höhe: 1,60 m über Oberkante Fertigfußboden (OK FFB).
        1. Sonderanlagen (Gas, Druckluft, Hebe-, Förder- und Transportanlagen usw.)

Keine nutzerspezifischen Forderungen.

        1. Absicherungsmaßnahmen

Absicherungsmaßnahmen sind gemäß der AR „Grundsätzliche Infrastrukturforderung für Absiche­rungsmaßnahmen“ C1-1810/0-6000 VS-NfD, Abschnitt 3.10 zu fordern.

      1. Ausstattung
        1. Dienststellengebundenes Gerät

Entfällt.

        1. Liegenschaftsgerät
Lfd.-Nr.BezeichnungGrWiNrAnzahlAbmessungen Breite x Tiefe [m]Netto-Fläche [m²]
200Wand-/Deckenhalterung für FernsehgeräteWA1314301wandmontiert
Fernsehgerät 43 Zoll[3]WA65801
201SchubladenmodulWA004521,200,621,49
202Tisch, B1000xT600xH500WA101121,000,600,60
203Tisch, B1200xT800xH750WA103111,200,801,92
204Stuhl, Gemeinschaftsunterkunft (Freischwinger)WA140360,440,522,75
205Sofa mit RückenlehneWA146122,500,703,50
206Stehleuchte mit LeseleuchteWA604210,300,300,10
Netto-Stellfläche [m²]10,85
        1. Bauseitiges Gerät
Lfd.-Nr.Bezeichnung/BauelementAnzahlBemerkung
300Innentür zum Flur1siehe 1.1.2.3
301Innentür zur Teeküche1siehe 1.1.2.3
302Außenfenster---siehe 1.1.2.3
303Heizung---siehe 1.1.3.1
304Datenanschluss, RJ 45 als Doppeldose (PoE) für Internet in den Unterkünften1siehe 1.1.3.4
305Antennenanschluss, TV + Einfachsteckdose 230 V für das TV-Gerät, + 1x RJ 45 Doppeldose für das TV-Gerät (Smart TV), + Mittig an der Außenwand zwischen den beiden Fenstern, + Höhe: 1,60 m über Oberkante Fertigfußboden1siehe 1.1.3.4
306Kombination Lichtschalter und Steckdose 230 V1siehe 1.1.3.2
Multisensormelder gemäß DIN EN 54-7, (zeichnerisch nicht dargestellt)gemäß PlanungDeckenmontage
        1. Informationstechnik-/Fernmeldegerät

Entfällt.

        1. Zusammenfassung

Entfällt.

      1. Stellskizze (ohne Maßstab)

        1. Bilder/Fotos
Schubladenmodul (WA0045)Tisch 100 x 60 x 50 cm (WA1011)
Tisch 120 x 80 x 75 cm (WA1031)Stuhl, frei Schwinger (WA1403)
Fernsehgerät mit Wand-/Deckenhalterung
      1. Abkürzungsverzeichnis
AbkürzungBedeutung
AMEVArbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen
ARAllgemeine Regelung
ARBuAnforderungsraumbuch
ASRTechnische Regeln für Arbeitsstätten
DINDeutsches Institut für Normung e. V.
DIN ENDeutsche Industrie Norm Europäische Norm
DVGWDeutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.
ETBeinheitliche Technische Baubestimmungen des Instituts für Bautechnik
HPLHigh Pressure Laminate
LEDLicht emittierende Diode
OK FFBOberkante Fertigfußboden
PoEPower over Ethernet
RLT-AnlagenRaumlufttechnische Anlagen
VDEVerband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.
VDIVerein Deutscher Ingenieure
VPVertrauensperson
      1. Bezugsjournal
(Nr.) BezugsdokumenteTitel
1. A1-2042/1-6037Vorbeugender Brandschutz in Liegenschaften
1. ASR A1.5Fußböden
1. ASR A2.2Maßnahmen gegen Brände
1. ASR A3.4Beleuchtung und Sichtverbindung
1. ASR A3.5Raumtemperatur
1. ASR A3.7Lärm
1. C1-1810/0-6000 VS-NfDGrundsätzliche Infrastrukturforderung für Absicherungsmaßnahmen
1. C-1800/114Allgemeine baufachliche Vorgaben für die Durchführung von Baumaßnahmen der Bundeswehr
1. C-1810/115Maßnahmen zur Brandfrüherkennung in Liegenschaften
1. DIN 4109-1Schallschutz im Hochbau
1. DIN EN 12464-1Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten
1. DIN EN 54-7Brandmeldeanlagen – Teil 7: Rauchmelder – Punktförmige Rauchmelder nach dem Streulicht-, Durchlicht- oder Ionisationsprinzip
      1. Änderungsjournal
VersionGültig abGeänderter Inhalt
1.0xx.xx.xxxx* Erstveröffentlichung
  1. Hierbei handelt es sich um Fertigmaße.
  2. Arbeitskreis Maschinen- und Elektrotechnik staatlicher und kommunaler Verwaltungen.
  3. Ggf. ist bei einer Trockenbauweise eine Wandverstärkung notwendig.
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