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Vorgaben zur Anwendung
der BIM-Methodik
Digitales Planen und Bauen
@
DB InfraGO AG
Geschäftsbereich Personenbahnhöfe
V.IOM 4
Europaplatz 1, 10557 Berlin
Version 3.3
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
Aktuelle Änderungen 6
Geltungsbereich und mitgeltende Dokumente 7
Abbildungsverzeichnis 8
Tabellenverzeichnis 9
Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content 11
Definitionsverzeichnis 12
1 Überblick 16 1.1 Einleitung 16 1.2 Vorgehensweise 16 1.3 Ziele und Anwendungsfälle der BIM-Methodik 17 1.3.1 BIM-Ziele 17 1.3.2 BIM-Anwendungsfälle 17 1.3.3 Kernelemente der Projektdurchführung 18 1.4 BIM-Modelle 19 1.5 Baustandards Personenbahnhöfe und Digitale Bauteilbibliothek 19 1.6 BIM-Projektablauf 20 1.6.1 EinfachBIM: Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einphasenplanung 21 1.7 Datenaustausch und -lieferung 22 1.7.1 Datenlieferung 22 1.7.2 Datenübergabe und -austausch 22 1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch 22 1.8 Projektkommunikationsplattform 23 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten 24 1.10 Sicherung der Modellqualität 24
2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 25 2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers 25 2.1.1 Verantwortlichkeiten der Projektleitung 25 2.1.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Beraters 25 2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung 25 2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung 30 2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan 33 2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG 33
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2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterlagen 33 2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan 33 2.4.4 BIM-Projektstartbesprechung 34 2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausreichende Ausführungsfristen im Architekten- / Ingenieurvertrag für die Grundlagenermittlung 34 2.4.6 Planungs- und Bauauftaktgespräch 34 2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams 35 2.4.8 Getaktete Projektbesprechungen 35 2.4.9 Baubesprechungen am Modell 35 2.5 Vergabe von Planungsleistungen 35 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer Planung 36 2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag 36 2.5.1.2 Vertragsplanung Architekten-/Ingenieurvertrag 37 2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieurvertrag 38 2.5.2 Rahmenvertragsabrufe 39 2.6 Leistungsbeschreibungen und Vertrag für Architekten- und Ingenieurleistungen 39 2.6.1 BIM-Architekten-/Ingenieurvertrag 39 2.6.2 BIM-Leistungsbeschreibungen 40 2.6.3 Vermessungsleistungen 40 2.7 Ausführungsplanung und Vergabe von Bauleistung 41 2.7.1 Vergabekonzept Bauvertrag; Hauptauftragnehmer Bau 41 2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag 41 2.7.3 BIM-Bauvertrag 41 2.7.4 BIM-Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BÜW) 42 2.8 Übergabe in den Betrieb 42
3 BIM-Pflichtenheft 43 3.1 Projektinformationsmodell 43 3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers 44 3.2.1 BIM-Koordination 44 3.2.2 BIM-Modellerstellung 45 3.3 Modellierungsrichtlinie 45 3.3.1 Level of Geometry (LoG) 45 3.3.2 Level of Information (LoI) 45 Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM 46 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) 46 3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse 47 3.4.1 Anwendung der Baustandards Personenbahnhöfe 48 3.4.2 Digitale Bauteilbibliothek für DB-Personenbahnhöfe 49 3.5 Grundlagen der verzerrungsfreien Darstellung von BIM-Modellen 49
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3.5.1 Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 49 3.6 BIM-Modelle 49 3.6.1 Fachmodell und Gesamtmodell 50 3.6.2 Koordinationsmodell 51 3.6.3 Punktwolken 52 3.6.3.1 Referenzieren von Punktwolken 52 3.6.3.2 Visualisierung der Punktwolken als Mesh 52 3.6.4 3D-Prototyp 53 3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme 54 3.6.5.1 Bestandsunterlagen 55 3.6.5.2 Bestandsinformationen der Fachgewerke 55 3.6.5.3 Baugrundinformationen 55 3.6.5.4 Vermessungstechnische Bestandserfassung 55 3.6.5.5 Umgebungsmodell 55 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung) 59 3.6.7 Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung) 59 3.6.7.1 Entwurfsplanung 59 3.6.7.2 Genehmigungsplanung 60 3.6.8 Gesamtmodell Stufe 2 (Ausführungsplanung) 60 3.6.9 As-Built-Modell 61 3.7 BIM-Anwendungsfälle 62 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG 62 3.7.2 Getaktete Projektbesprechung am Modell 65 3.7.3 Baubesprechung am Modell 66 3.7.4 3D-Modellierung - Geometrie und Attribute 66 3.7.5 3D-Kollisionsprüfung 67 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung 68 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke 71 3.7.8 Grundlagenmodell als Planungsgrundlage 72 3.7.9 3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) 72 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen 73 3.7.11 Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D-Visualisierung 73 3.7.12 Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen 73 3.7.13 Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen 74 3.7.14 Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur (AN) 75 3.7.15 Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe 75 3.7.16 Erstellen eines As-Built-Modells 76 3.7.17 Digitale Übergabe von Bauteilinformationen 76
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3.7.18 Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) 76 3.7.19 Projektkommunikation – Modellbasierte digitale Protokollierung und Aufgabenverwaltung (AN) 76 3.7.20 Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) 77 3.7.21 Bemessung und Nachweisführung (AN) 77 3.7.22 Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) 78 3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) 78 3.7.24 As-Built-Kontrolle 78 3.8 Datenaustausch und Datenlieferung 79 3.8.1 Datenlieferungsplan 79 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform 81 3.8.3 Software und Datenaustauschformate 82 3.9 Sicherung Modellqualität 82
Abkürzungsverzeichnis 85
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Inhaltsverzeichnis 5
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Aktuelle Änderungen
| Nr.: | Version: | Datum: | Änderung: | Verfas- | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ser: | ||||||
| 22 | 3.3 | 29.05.2026 | Hauptdokument Änderungen • Gliederung mitgeltender Dokumente in AG- und AN-seitige Dokumente • Ergänzung und Anpassung Definitions- verzeichnis an das BIM-Glossar BIM2Rail • Anpassung der Zuweisung von BIM- Anwendungsfällen zu Projektdurchfüh- rung, Planung sowie Bau- und Ausfüh- rungsphase in Abbildung 1 (Kap. 1.3.2) • Anpassung Rollen und Verantwortlich- keiten des Auftraggebers und Auftrag- nehmers (Kap. 2.1, 3.2) • BIM-Einführungsplan Planung: Ergän- zungen bei Leistungsbeschreibungen (Pos. 10), Vertragstermine (Pos. 11) sowie Pos. 19 und 26 (Kap. 2.2) • BIM-Einführungsplan Bauausführung: Ergänzungen bei Pos. 5 und Pos. 14 (Kap. 2.3) • Anpassung BIM-spezifische Vertrags- termine in Rahmenterminpläne inte- griert (Kap. 2.4.5) • Anpassung Datenübergabe Punktwol- ken (Kap. 2.6.3 und 3.8) • Ergänzung Förderfähiger Kleinmaß- nahmen in Tabelle zu BIM-Anwen- dungsfällen für ausgewählte Standard- projekte (Kap. 3.7.1) • Ergänzung der Anforderungen zur Be- reinigung von Punktwolken um beweg- liche Objekte (Kap. 3.7.7) • Ergänzung Ausnahmefälle für Papier- originale (Kap. 3.8.2) Neu • Integration BIM-Kick-off in Planungs- auftaktgespräch (Kap. 2.4.6) Anlage 2 Modellierungsrichtlinie Entfällt • Fachmodellstruktur (Kap. 6) Neu • Ergänzung Sub-Fachmodell Georadar (Kap.6.3.6) • Kapitel „Brandschutz“ mit brandschutz- technischen Angaben (Kap. 6.4) | V.IOM 4 |
Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Aktuelle Änderungen 6
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Geltungsbereich und mitgeltende Dokumente
| Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digi- | ||
|---|---|---|
| tales Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten. | ||
| Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden. | ||
| Bei Großprojekten des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind | ||
| diese Vorgaben als Basis anzuwenden und hinsichtlich der Ziele und Anwendungsfälle | ||
| gemäß BIM-Einführungsplan zu erweitern. | ||
| Das Dokument gliedert sich in die Kapitel „1 - Überblick“, „2 - BIM-Einführung im Projekt“ | ||
| und „3 - BIM-Pflichtenheft“ sowie die Anlagen 1 Projektorganisation in komplexen Projek- | ||
| ten, 2 Modellierungsrichtlinie und 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinaten- | ||
| system Personenbahnhöfe. | ||
| Das Kapitel 3 „BIM-Pflichtenheft“ mit den zugehörigen Anlagen, der Anlage A – Digitale | ||
| Bauteilbibliothek und Baustandards sowie mitgeltenden Dokumenten sind Bestandteil des | ||
| Architekten-/Ingenieurvertrags sowie des Bauvertrags. | ||
| Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die je- | ||
| weilige Rolle im Projekt zu beachten. | ||
| Weitere mitgeltende Dokumente: | ||
| - BIM-Projektabwicklungsplan | ||
| - Qualitätssicherungsbericht | ||
| - Koordinatensystem Personenbahnhöfe - VA-Datenbank | ||
| - Bestätigung Lieferung Punktwolke | ||
| Zusätzliche mitgeltende Dokumente für den AG: | ||
| - BIM-Einführungsplan | ||
| - Leistungs- und Vertragsplanung | ||
| Ergänzende Dokumente: | ||
| - Georeferenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM Projekten | ||
| - Leitfaden BIM-Berater |
| Die vorliegenden Vorgaben für die Anwendung der BIM-Methodik – Digitales Planen | ||
|---|---|---|
| und Bauen sind urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen Vorga- | ||
| ben das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu. | ||
| Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der | ||
| Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge- | ||
| schäftsverantwortliche Stelle. |
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachfor- men männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Geltungsbereich und mitgeltende Dokumente 7
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Übersicht BIM-Anwendungsfälle (Auszug)* ............................................................ 18 Abbildung 2 Kernelemente für die erfolgreiche Projektdurchführung ......................................... 19 Abbildung 3 BIM-Projektablauf auf Modellebene (Prinzipskizze) ............................................... 20 Abbildung 4 BIM-Projektablauf auf Modellebene in EinfachBIM-Projekten ................................ 21 Abbildung 5 Datenaustausch und BIM-Koordinationsmodell ...................................................... 23 Abbildung 6 BIM-Organigramm .................................................................................................. 24 Abbildung 7 Erstellung Vergabekonzept ..................................................................................... 36 Abbildung 8 Projektinformationsmodell ...................................................................................... 43 Abbildung 9 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA ................................................. 47 Abbildung 10 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA für die EinfachBIM Projekte .. 48 Abbildung 11 Detaillierungsgrad Modell inkl. Leistungsbeschreibung und Planungsverlauf ...... 48 Abbildung 12 Beispiel Modellstruktur Gesamtmodell Stufe 1 ..................................................... 50 Abbildung 13 Kollisionen der Fachgewerke im Koordinationsmodell ......................................... 52 Abbildung 14 Beispiel eines Mesh einer Verkehrsstation ........................................................... 53 Abbildung 15 Beispiel Modellstruktur Grundlagenmodell ........................................................... 55 Abbildung 16 Genehmigungsplan aus Modell erstellt ................................................................. 60 Abbildung 17 Kollision Fundament modularer Bahnsteig mit Mast ............................................ 67 Abbildung 18 Arbeitsschritte Mengenermittlung ......................................................................... 74 Abbildung 19 Arbeitsschritte LV-Erstellung ................................................................................ 74 Abbildung 20 PSP-Elementstruktur ............................................................................................ 75 Abbildung 21 Abgleich gebauter IST-Zustands (Punktwolke) mit der Planung (BIM-Modell)* ... 79 Abbildung 22 Darstellung des PKP-Service mit Anleitungen ...................................................... 82 Abbildung 23 Qualitätssicherungsprozess Planung ................................................................... 83
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Abbildungsverzeichnis 8
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 BIM-Einführungsplan für die Planung ......................................................................... 30 Tabelle 2 BIM-Einführungsplan für die Ausführungsplanung und Bauausführung ..................... 33 Tabelle 3 Leistungs- und Vertragsplanung ................................................................................. 38 Tabelle 4 Übergabetabelle SAP-PM ........................................................................................... 46 Tabelle 5 Informationen für Umgebungsmodell .......................................................................... 56 Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG ........................................................................................................................... 65 Tabelle 7 Datenübergabeformate ............................................................................................... 81
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Tabellenverzeichnis 9
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Anlagenverzeichnis
Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten 88
Anlage 2 Modellierungsrichtlinie 98
Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 132
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Tabellenverzeichnis 10
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Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content
Auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK befinden sich Dokumente, die zur Hilfestellung des Auftragnehmers zur Umsetzung des im Pflichtenheft beschriebenen SOLLs dienen oder allgemeine Hilfestellungen oder Informationen enthalten.
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Verzeichnis der Kurzanleitungen und weiterer Content 11
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Definitionsverzeichnis
3D-Modell ist eine objektbasierte, dreidimensionale, digitale Abbildung mit physischen und funktionalen Ei- genschaften eines Bauwerks. 3D-Planung Eine 3D-Planung ist die Darstellung physischer Objekte in drei Dimensionen, erstellt in einem CAD- bzw. GIS-System. 3D-Prototyp ist ein BIM-Modell, das die Planungsaufgabe in einem einfachen digitalen 3D-Modell visualisiert und nur die erforderlichen Grundlagen bzw. Bestandsinformationen, wie z.B. einfaches Umge- bungsmodell, einfache Punktwolke, IVL- und Flimas-Plan enthält. Der 3D-Prototyp ersetzt das Variantenentscheidungsmodell zur Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. der Planungsaufgabe. Es handelt sich um ein digitales Modell, das ohne bauteilorientierte Informati- onen in Form von Attributen als Voraussetzung zur Umsetzung einer Einphasenplanung erstellt wird. 4D-Modell ist ein 3D-Modell, bei dem Objekten eine zeitliche Komponente zugeordnet werden. (4D-Modell = 3D–Modell + Zeit)
As-Built-Modell ist ein BIM-Modell, das die bauliche Anlage bzw. das Bauwerk nach Bauausführung darstellt. Es entspricht dem mit der Bauausführung gleichgestellten Gesamtmodell. Attributierung & Attribute ist die Zuordnung von Informationen oder Eigenschaften zu den ein- zelnen Objekten eines Modells, wie z. B. Kosten, Material, Gewerk. Attribute sind nicht-geomet- rische BIM-Objekteigenschaften. Ein Objekt besitzt mehrere Attribute, deren Ausprägungen ein- deutig definiert sind. BIM-Anwendungsfall Durchführung eines spezifischen Prozesses oder eines Arbeitsschritts unter Anwendung der BIM- Methodik. BIM-Berater Der BIM-Berater unterstützt den Auftraggeber (Bauherr) bei der Implementierung der BIM-Me- thodik im Projekt und stellt die Anwendung sowie Weiterentwicklung sicher. BIM-Content bezeichnet Objekte und Informationen, die so aufbereitet sind, dass sie im Rahmen der BIM- Methodik anwendbar sind. BIM-Einführungsplan (BEP) Der BIM-Einführungsplan enthält die Maßnahmen zur Implementierung der BIM-Methodik in ei- nem Projekt. In diesem werden die BIM-Ziele, BIM-Anwendungsfälle und die darauf aufbauenden Prozesse, Verantwortlichkeiten und Werkzeuge beschrieben. BIM-KickOff Der BIM-KickOff ist im Rahmen des Planungs- bzw. Bauauftaktgesprächs durchzuführen. Im BIM-KickOff erfolgt insbesondere die Abstimmung zu Software und Schnittstellen und zum BIM- Projektabwicklungsplan (BAP). BIM-Koordinator
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Der BIM-Koordinator koordiniert auf Auftragnehmerseite die Einzelplanungen und führt sie im Koordinationsmodell bzw. Gesamtmodell zusammen.
BIM-Modell ist ein bauteil- bzw. objektorientiertes 3D-Modell, in dem die für die Projektdurchführung erforder- lichen Informationen bereitgestellt werden. BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) ist ein Dokument zur Beschreibung der Umsetzung der BIM-Methode im Projekt. Der BAP legt die Ziele, organisatorische Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den Rahmen für die BIM-Leistungen fest und definiert die Prozesse der Austauschanforderungen. Bei der DB InfraGO AG GB Personenbahnhöfe ist der BIM-Projektabwicklungsplan Vertragsbestandteil zwischen dem Bauherrn und den Projektteilnehmern. Building Information Modeling (BIM) bezeichnet eine kooperative Arbeitsmethodik. Dabei werden auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent er- fasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausge- tauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben. Digitale Bauteilbibliothek Die digitale Bauteilbibliothek enthält die für die Planung und den Bau von Verkehrsstationen und deren Zuwegungen erforderlichen Bauteile der Baustandards sowie weitere nicht standardisierte Bauteile als BIM-Objekte im .rfa- und .ifc-Format. Digitales Bauteil Digitale Bauteile sind Abbildungen von physikalischen Bauteilen, aus denen das Bauwerk zusam- mengesetzt ist. Das Bauteil ist ein BIM-Objekt, welches sich durch seine funktionale Einheit ab- grenzt. Das Bauteil besitzt Attribute und Parameter. Synonyme: BIM-Objekt, Objekt. EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen ist ein Prozess für Bauprojekte, deren Komplexität gering ist. Die Planung wird als Einphasenpla- nung durchgeführt, die auf der effektiven Nutzung der BIM-Methodik basiert. Damit wird eine kür- zere Projektlaufzeit erreicht. Es ist also ein vereinfachter und optimierter Planungsprozess, ins- besondere für Bauprojekte in einfachen Verhältnissen. Fachmodell stellt ein disziplin- bzw. gewerkspezifisches BIM-Modell dar. Es kann aus Teilmodellen und/oder Sub-Fachmodellen bestehen. Gesamtmodell ist ein fachübergreifendes Modell, dass alle koordinierten Fachmodelle enthält und stellt das ge- samte Projekt dar. Die Gesamtmodelle werden in mehrere Stufen unterschieden. Getaktete Projektbesprechung ist eine regelmäßig durchgeführte Planungsbesprechung, bei der die Projektbeteiligten den Stand der Planung anhand des Koordinationsmodells durchsprechen. Grundlagenmodell Das Grundlagenmodell beinhaltet alle für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlichen 2D- und 3D-Informationen über den Bestand innerhalb der festgelegten Planungsgrenze. Es ist das Ergebnis der für die Planung erforderlichen Bestandsaufnahme und bildet dieses maßstabsge- treu und lagerichtig ab. Industry Foundation Classes (IFC)
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ist ein herstellerunabhängiges, offenes Datenmodell, welches zum Austausch von modellbasier- ten Daten und Informationen in allen Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungsphasen ge- nutzt werden kann (gem. ISO 16739). Kollaborationssoftware Kollaborationssoftware ist eine Software, welche verschiedene Fachmodelle mit unterschiedli- chen Datenformaten zu einem Gesamtmodell lagerichtig zusammenführen kann und der Über- prüfung und Koordination planerisch relevanter Konflikte dient. Kollisionsprüfung ist ein möglichst IT-gestütztes Verfahren zur Prüfung von geometrischen Konflikten von Objek- ten/Bauteilen eines oder mehrerer Fachmodelle, in der Regel in Form eines Koordinationsmo- dells. Koordinationsmodell in einem Koordinationsmodell werden Fachmodelle und/oder Teilmodelle zur fachübergreifenden Abstimmung und Koordination unter den Beteiligten temporär zusammengesetzt. Koordinatensystem Personenbahnhöfe ist ein standardisiertes lokales Koordinatensystem für Personenbahnhöfe mit definiertem Bezug zum Koordinatensystem DB_REF2016. Es ermöglicht verzerrungsfreie Modellierung in BIM-Au- torensoftware. Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy definiert die Genauigkeitsklasse der Bauteile bzw. des Modells. Es wird dabei in die Mess-/Scangenauigkeit und die Modellgenauigkeit unterteilt. Level of Geometry (LoG) Der Level of Geometry (LoG) definiert den geometrischen Detailierungsgrad der Bauteile bzw. des Modells in Abhängigkeit des jeweiligen Entwicklungsstandes des Projekts. Level of Information (LoI) ist der Grad des semantischen Informationsgehaltes der Bauteile bzw. des Modells in Abhängig- keit des Entwicklungsstandes des Projektes. Mesh (Punktwolke) Aus Punktwolkendateien erzeugtes Polygonnetz, das aus vermaschten Dreiecken besteht. Die Dreiecke bilden zusammenhängende Flächen, ersetzen dabei die Vielzahl einzelner Punkte, die zuvor zur Beschreibung derselben Oberfläche dienten. Hierdurch reduziert sich die Datenmenge auf 1/10 bis zu 1/100 der ursprünglichen Datenmenge. Natives Format bezieht sich auf das Dateiformat, das von einer spezifischen Softwareanwendung ursprünglich und am besten unterstützt wird. Es handelt sich um das Standardformat, in dem eine Anwendung ihre Dateien speichert und verarbeitet, ohne dass Konvertierungen oder Anpassungen erforder- lich sind. Das IFC-Format ist kein natives Format. Parameter ist eine verhaltensbestimmende Eigenschaft (z.B. Geometrie oder Material) eines Objekts im BIM-Modell. Projektinformationsmodell Das Projektinformationsmodell enthält alle im Projekt vorliegenden Informationen und deren Ver- knüpfungen. Das Projektinformationsmodell wird über die Projektlaufzeit weiterentwickelt.
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Definitionsverzeichnis 14
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Projektkommunikationsplattform (PKP) Die Projektkommunikationsplattform ist eine webbasierte Datenumgebung, die eine unterneh- mensübergreifende Zusammenarbeit sowie den digitalen Austausch von Dokumenten, Plänen und BIM-Modellen in Projekten ermöglicht. Punktwolke ist eine Menge von Punkten im dreidimensionalen Raum. Die Lage eines Punkts wird durch seine räumliche Koordinate erfasst. Sub-Fachmodell ist ein nach fachlichen Kriterien untergliedertes Fachmodell, bspw. ist das Baugrundschichten- modell ein Sub-Fachmodell des Fachmodells Baugrund. Teilmodell ist ein nach projektspezifischen Kriterien geteiltes BIM-Modell. Kriterien zur Teilung können sein: geometrische bzw. räumliche Trennung, zeitliche Trennung von Projektabschnitten oder die Be- grenzung der Dateigröße. Umgebungsmodell Das Umgebungsmodell ist ein Fachmodell und beinhaltet die Umgebungsdaten des Projektge- bietes, z.B. ein digitales Geländemodell, Flurstücksdaten, digitale Orthophotos (DOP), Informati- onen aus der Bauleitplanung, Daten zum Umweltschutz, usw.
LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 Definitionsverzeichnis 15
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1 Überblick
1.1 Einleitung Mit der Einführung der Methode des Building Information Modeling (BIM) ergeben sich umfang- reiche Verbesserungen in der Qualität und Effizienz im Planungs- und Bauprozess bis zur Über- gabe von digitalen Informationen in den Betrieb. Der strategische Ansatz der BIM-Methodik „Erst digital, dann real bauen“ verfolgt das Ziel, dass so gebaut wird, wie geplant und wie ausgeschrieben wurde. Baunachträge aufgrund geänderter Leistungen entfallen. Die Kommunikation der Projektbeteiligten im Hinblick auf das Erreichen des gemeinsamen Projektziels wird durch das gemeinsame Arbeiten am Modell maßgeblich verbes- sert. Im Mittelpunkt der BIM-Methodik stehen fachdisziplin- bzw. gewerkespezifische 3D-Fachmodelle, die aus digitalen Bauteilen bestehen und den jeweiligen Planungsstand abbilden. Die Bauteile sind attribuiert und damit mit weiteren wichtigen Informationen versehen bzw. verknüpft. Die Fachmodelle werden in der Planung regelmäßig (mindestens alle 4 Wochen) in einem Koordina- tionsmodell zur Abstimmung der Planungen zusammengeführt. In der Bauphase erfolgt dies ana- log, sofern sich eine geänderte oder erweiterte Informationsbasis, z.B. durch die baubegleitende Erstellung des As-Built-Modells ergibt oder durch die umzusetzenden Anwendungsfälle erforder- lich wird. Für nahezu alle Elemente der Verkehrsstation liegen Baustandards mit Regeldetails und Stan- dardleistungsverzeichnissen und eine digitale Bauteilbibliothek vor. Die Anwendung der BIM-Methodik ist seit 01.01.2017 für alle neuen Projekte verbindlich vorge- schrieben. Die präqualifizierten Planer wurden hierüber Anfang August 2015 und 2016 durch ein Informationsschreiben des Konzerneinkaufes und Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG informiert.
1.2 Vorgehensweise Um die BIM–Methodik in den Projekten erfolgreich einzusetzen, ist eine bestimmte Herangehens- weise, insbesondere in der Startphase des Projekts, erforderlich. Die nachfolgenden Punkte sind zwingend durch die Projektleitung zu beachten und werden in diesen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, insbesondere im Kapitel 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung weiter detailliert. Binden eines vom Geschäftsbereich Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zertifizierten BIM-Beraters BIM-Einführungsplan schrittweise mit dem BIM-Berater bearbeiten Vertrags- und Leistungsplanung zur Identifizierung und Zusammenfassung der für das Projekt erforderlichen Planungs- und Bauleistungen Beauftragung des StarterPakets für Bestandsunterlagen Berücksichtigung der längeren Zeitdauer für die Grundlagenermittlung Beauftragung aller für das Projekt erforderlichen Gewerke von Projektstart an; gebündelt an einen Hauptauftragnehmer Planung/Bauausführung mit BIM-Leistungsbeschreibun- gen bzw. BIM-Standardleistungstexten (Baustandard Bauhilfsleistungen) Beauftragung der Lph 1-4 sowie optional Lph 5-7 der Objektplanung und der für die Pro- jektphasen erforderlichen Ausrüstungsgewerke gem. Leistungs- und Vertragsplanung Planungs- bzw. Bauauftaktgespräch und BIM-KickOff nach vertraglicher Bindung des AN zur weiteren Abstimmung des BIM-Projektabwicklungsplans ausführliche Bestandsaufnahme inkl. Leitungserkundung, planungsbegleitende Vermes- sung und Erstellung Grundlagenmodell
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intensive Abstimmung zwischen Planer und Vermesser in Bezug auf den Detaillierungs- grad des Grundlagenmodells Durchführung von getakteten Projektbesprechungen mit allen Projektbeteiligten mindes- tens alle 4 Wochen über die Projektlaufzeit anhand des hierfür vom AN erstellten Koordi- nationsmodells bzw. Baubesprechung am Modell durch getaktete Zusammenführung und somit planungsbegleitende Qualitätsprüfung der Planungsstände in den getakteten Projektbesprechungen mit allen Projektbeteiligten (z.B. TBQ, Fachspezialisten, BVB) entfällt die Planungsverteidigung Beauftragung des Auftragnehmers Bau (AN-Bau) erfolgt anhand des BIM-Modells Durchführung von Baubesprechungen, die u.a. am BIM-Modell durchgeführt werden Baubegleitende Erstellung des As-Built-Modells
1.3 Ziele und Anwendungsfälle der BIM-Methodik Erster Schritt der Einführung der BIM-Methodik in Projekten ist die projektspezifische Festlegung der zu erreichenden Ziele und der sich daraus ergebenden Anwendungsfälle. Die Analyse laufender und abgeschlossener konventioneller Projekte zeigt derzeit folgende Ver- besserungspotentiale: Nachtragsquoten im Bau von 15 – 30 % nicht ausführbare Planung aufgrund unzureichender Erfassung des Bestandes vergessene oder zu spät beauftragte Planungsleistungen Kollisionen der Gewerke in der Planung schleppende Übergabe von Daten und Dokumenten in den Betrieb Daraus wurden nachfolgende BIM-Ziele für die Anwendung der BIM-Methodik abgeleitet und BIM-Anwendungsfälle für Standardprojekte verbindlich festgelegt. Für Projekte höherer Komplexität sind die Ziele und Anwendungsfälle zu überprüfen und nach Erfordernis zu erweitern.
1.3.1 BIM-Ziele Die Ziele für Projekte mit kleiner und mittlerer Komplexität lauten wie folgt:
Erreichen von Kostensicherheit vor Ausschreibung der Bauleistung Erhöhung der Planungsqualität und Anwendung der Baustandards Digitale Übergabe definierter Daten in Betrieb und Instandhaltung Unterstützung der Öffentlichkeitsbeteiligung In EinfachBIM-Projekten wird die Projektlaufzeit verkürzt. Die Ziele sind für Großprojekte zu überprüfen und spezifisch zu erweitern.
1.3.2 BIM-Anwendungsfälle Ein BIM-Anwendungsfall ersetzt konventionelle Prozessschritte, die durch die Anwendung der BIM-Methodik verändert werden. Die für das jeweilige Projekt formulierten BIM-Anwendungsfälle können den erforderlichen Infor- mationsgehalt und die Informationstiefe des BIM-Modells beeinflussen. Es ist daher wesentlich, die für das Projekt bzw. die Projektart erforderlichen Anwendungsfälle aus den BIM-Zielen abzuleiten und damit rechtzeitig zu spezifizieren. Nicht in jedem Projekt sind alle möglichen Anwendungsfälle erforderlich, um die in den BIM-Zielen formulierten Verbesse- rungen zu erreichen.
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Die aus Sicht des Auftraggebers geforderten Anwendungsfälle legt die Projektleitung in Abstim- mung mit dem BIM-Berater jeweils vor Ausschreibung der Planungs- und Bauleistung fest. Die festgelegten BIM-Anwendungsfälle je Projektart können dem „BIM-Pflichtenheft“ gem. 3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG entnommen werden.
Abbildung 1 Übersicht BIM-Anwendungsfälle (Auszug)*
*fett gedruckte Anwendungsfälle sind Bestandteil der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik
1.3.3 Kernelemente der Projektdurchführung Wesentliche Kernelemente einer erfolgreichen Projektdurchführung sind: 3D-Bestandserfassung mittels Punktwolke, Leitungserkundung, Bestandsinformationen der Fachgewerke für die Planung sowie Erfassung des Bauzustandes bzw. As-Built-Er- fassung 3D-Modellierung: Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem mit 3D-Bauteilen modelliert und attribuiert Getaktete Projektbesprechung bzw. Baubesprechung am Modell: paralleles getaktetes Arbeiten aller Projektbeteiligten am Modell und Abgleich des Planungsstandes bzw. Bau- fortschritts im Takt 3D-Kollisionsprüfung: Zusammenführen der Planungsstände der BIM-Fachmodelle im Takt zur systematischen Konfliktbehebung sowie die durchgehende und projektbegleitende Anwendung der Projektkommunikationsplatt- form während der Projektdurchführung für den Datenaustausch und Datenlieferung. Diese dient der Bereitstellung von Projektunterlagen, die z.B. für die Freigabe der Ausführungs- unterlagen oder die Durchführung von Abnahmen erforderlich sind. Die gemeinsame Datenplatt- form dient des Weiteren der strukturierten, projektbegleitenden Dokumentation und dem Daten- austausch im Projekt. Darüber hinaus können die Daten unmittelbar und digital in den Betrieb / die Instandhaltung oder Folgeprojekte übergeben werden. Mit der konsequenten Umsetzung der Kernelemente entfallen die wesentlichen Nachtrags- gründe in der Bauphase.
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Abbildung 2 Kernelemente für die erfolgreiche Projektdurchführung
1.4 BIM-Modelle Im Mittelpunkt der BIM-Methodik stehen bauteilorientierte 3D-Modelle, in denen die für die Pro- jektdurchführung erforderlichen Informationen bereitgehalten werden. Der Detaillierungsgrad der BIM-Modelle wird durch den geometrischen Detaillierungsgrad (Level of Geometry) und Informationsgehalt (Level of Information) der Bauteile bzw. BIM-Modelle be- stimmt. Dieser ist vom AN immer so zu wählen, dass die Planungs- bzw. Bauaufgabe und die BIM-Anwendungsfälle erfüllt werden können sowie die Mindestanforderungen des AG eingehal- ten werden. Der Detaillierungsgrad hängt demnach von Planungsart, Projektphase und der kon- kreten Planungs- bzw. Bauaufgabe sowie den beauftragten BIM-Anwendungsfällen ab. Die Min- destanforderungen an BIM-Modelle sind im Kap 3 - BIM-Pflichtenheft (3.4 Detaillierung im Pla- nungsverlauf und Planungsergebnisse, 3.6 BIM-Modelle) sowie der Anlage 2 Modellierungsricht- linie festgelegt.
1.5 Baustandards Personenbahnhöfe und Digitale Bauteilbibliothek Gemäß Verpflichtung im Planungsvertrag sind die Baustandards Personenbahnhöfe und zuge- hörigen Konstruktionselemente mit Anwenderfreigabe Personenbahnhöfe anzuwenden. Für na- hezu alle Baustandards, die für DB Personenbahnhöfe zur Anwendung kommen, existieren ent- sprechende Bauteile in der Digitalen Bauteilbibliothek, die für die Erstellung von BIM-Modellen verwendet werden sollen. Eine ausführungsreife Planung liegt grundsätzlich vor, wenn standardisierte Bauteile aus der Di- gitalen Bauteilbibliothek und die dazugehörigen Regelzeichnungen der Baustandards als mitgel- tende Unterlage verwendet werden. Der Umgang mit Ausführungsdetails ist in 7.2 Darstellung der Ausführungsdetails festgelegt. Sämtliche Unterlagen zu den Baustandards stehen auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK im Bereich Baustandards bzw. BIM-Content zur Verfügung (im Internet frei zugänglich). LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 1 Überblick 19
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1.6 BIM-Projektablauf Der BIM-Projektablauf beschreibt den Einsatz der BIM-Methodik vom Projektstart bis hin zur Übergabe des As-Built-Modells in den Betrieb.
Abbildung 3 BIM-Projektablauf auf Modellebene (Prinzipskizze)
Mit Start eines Projekts werden sowohl die Vermessungs- als auch die Planungsleistungen der Objektplanung und der erforderlichen Ausrüstungsgewerke als Leistung eines Hauptauftragneh- mers Planung für die Projektphase der Planung von Lph 1 bis 4 nach HOAI gem. Leistungs- und Vertragsplanung (und Lph 5-7 optional) eingekauft.
Im Ergebnis der Vermessung wird ein Grundlagenmodell erstellt ( ).
Der Planer nutzt das Grundlagenmodell als Planungsaufsatz, als Grundlage für die Berechnung ① von Abbruchmengen und für die Erstellung von Genehmigungsplänen. Die Variantenentscheidung bzgl. Trassierung, Lage von Bahnsteigen, Zuwegungen, Konstrukti- onsart von Ingenieurbauwerken etc. wird auf der Grundlage der Variantenentscheidungsmatrix und eines grob detaillierten BIM-Modells ( ) getroffen. Das in ein Umgebungsmodell eingebet- tete BIM-Modell dient der Abstimmung der Variante mit der Öffentlichkeit und den TÖB. Unter- stützt wird diese Abstimmung erforderliche②nfalls mit einer realitätsnahen Visualisierung. Bei Variantenentscheidungen für Bauwerke außerhalb des Baustandards ist, sofern erforderlich, ein detailliertes BIM-Modell zu erstellen.
Das Gesamtmodell wird durch die Planer erstellt bzw. weitergeführt ( und ) und ist u.a. Grundlage zur modellbasierten Mengenberechnung und LV-Erstellung, z.B. mittels iTWO 5D. Der Hauptauftragnehmer, i.d.R. der BIM-Koordinator, führt dabei die einzeln③en Fac④hplanungen zu- sammen. Die Fachplaner liefern hierfür Fachmodelle und weitere Informationen. Die Projektbeteiligten stimmen den jeweils aktuellen Planungsstand bis zur Fertigstellung der Planung grundsätzlich in den getakteten Projektbesprechungen (mindestens alle vier Wochen) am Koordinationsmodell ab. Das Koordinationsmodell sowie weitere relevante Arbeitsstände wer- den auf der gemeinsamen Datenplattform, der Projektkommunikationsplattform, zugänglich für alle Projektbeteiligten durch den AN bereitgestellt.
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Ggf. weitere erforderliche Pläne, z.B. für die Genehmigungsplanung, werden aus dem Modell abgeleitet. Die BIM-Modelle sowie weitere damit zusammenhängende Daten, die für Angebotslegung und Leistungserfüllung des AN Bau erforderlich sind, werden dem AN Bau bereits mit der Ausschrei- bung in einem offenen Format und zusätzlich im nativen Format übergeben. Das BIM-Modell wird für Abstimmungen innerhalb der Baubesprechung zur Visualisierung und Abstimmung der Bau- aufgabe genutzt. Mit abgeschlossener Bauausführung übergibt der AN Bau dem Auftraggeber ein As-Built-Modell, in dem die baulichen Anpassungen des BIM-Modells eingepflegt sowie den Bauteilen weitere Informationen zugeordnet wurden ( ) Aus dem As-Built-Modell können zwin- gend erforderliche Pläne für die Bestandsdokumentation als 2D-Planableitung abgeleitet werden. ⑤ Nach Erhalt des As-Built-Modells wird dieses in den Betrieb übergeben ( )
! Der AG hat die Möglichkeit, sich mit Autodesk Navisworks Freedom einen eigenen Überblick ⑥ über den aktuellen Planungsstand sowie Qualität der Planung des jeweiligen BIM-Modells zu verschaffen.
1.6.1 EinfachBIM: Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einphasenplanung Sofern einfache Verhältnisse im Projekt vorliegen und keine wesentliche Entscheidung zur Lage erforderlich ist, kann ein vereinfachter Planungsablauf (EinfachBIM- Bauen in einfachen Verhält- nissen) durch Erstellung eines 3D-Prototyps und anschließender Einphasenplanung verfolgt wer- den. Die Entscheidung hierzu trifft in der Regel der Bauherr.
Abbildung 4 BIM-Projektablauf auf Modellebene in EinfachBIM-Projekten
Direkt nach Planungsstart wird die Planungsaufgabe in einem einfachen digitalen 3D-Modell (3D- Prototyp) visualisiert, das nur die zwingend erforderlichen Bestandsinformationen, wie z.B. einfa- ches Umgebungsmodell, einfache Punktwolke, IVL- und Flimas-Plan enthält. Dieser 3D-Prototyp wird in den ersten getakteten Projektbesprechungen mit allen wesentlichen Stakeholdern abge- stimmt und iterativ verändert, so dass das zu planende Bausoll bereits kurz nach Planungsstart festgelegt wird ( ). Anhand des bestätigten 3D-Prototyps wird die Grundlagenermittlung und die LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3①.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 1 Überblick 21
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weitere Planung durchgeführt. Sofern sich hieraus keine wesentlichen Änderungen ergeben, kann direkt aus dem 3D-Prototyp in einer Einphasenplanung das Gesamtmodell Stufe 2, als Grundlage für die Ausschreibung der Bauleistung, erstellt werden ( ). Der weitere Projektablauf ( bis ) entspricht dem regulären BIM-Projektablauf gem. 1.6 BIM-Projektablauf. ② Im 3D-Prototyp werden einfache Punktwolken, Trassendaten (.mdb, .tra/.gra oder .dwg des IVL- ③ ⑤ Plans) und Flimas-Pläne zur Visualisierung der Umgebung genutzt. Der 3D-Prototyp entspricht den Mindestvorgaben eines Variantenentscheidungsmodells, muss jedoch nicht attribuiert wer- den. Im weiteren Planungsverlauf werden – in Abhängigkeit des zu planenden Bausolls – detail- liertere Bestandsinformationen, wie z.B. eine Vermessung inkl. genauerer Punktwolken, Bau- grunddaten erforderlich.
1.7 Datenaustausch und -lieferung
1.7.1 Datenlieferung Die Datenlieferung des AN richtet sich nach den geltenden Dokumentationsvorgaben der Ril 813.0104. Art und Umfang der Datenlieferung sind abhängig von der Projektart, -phase und be- auftragten Leistung und somit projektspezifisch abzuleiten und festzulegen. Der Datenlieferungs- plan definiert die BIM-spezifische Datenlieferung sowie in welcher Form und zu welchem Zeit- punkt diese zu liefern sind. BIM-Modelle sowie weitere Liefergegenstände werden grundsätzlich im offenen als auch im na- tiven Format an den AG übergeben. Die Übergabe im offenen Format (IFC-Format für BIM-Mo- delle) stellt sicher, dass die Daten (BIM-Modelle) unabhängig von der jeweiligen Autorensoftware visualisiert werden können. Durch die Übergabe der nativen Formate wird die Weiterverwendung der Daten in der jeweiligen Autorensoftware im gesamten Lebenszyklus sichergestellt, so dass für die Fortschreibung auf bestehende Daten aufgebaut werden kann. Die Nutzungsrechte des AG für diese Daten sind im Vertrag geregelt und sichergestellt. Die Vorgaben des Datenlieferungsplans gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan sind in Bezug auf die Datenlieferung durch den AN zu berücksichtigen und projektspezifisch im BIM-Projektabwick- lungsplan zu dokumentieren.
1.7.2 Datenübergabe und -austausch Für die Datenübergabe wird die vom Auftraggeber bereitgestellte gemeinsame Datenplattform, die Projektkommunikationsplattform, verwendet. Auf der Plattform werden Arbeitsstände und - Ergebnisse (BIM-Modelle, Pläne, Gutachten etc.) digital unter den Projektbeteiligten ausge- tauscht sowie die Projektdokumentation strukturiert, sukzessive und projektbegleitend an den AG übergeben. (siehe 1.8 Projektkommunikationsplattform und 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform). Die Projektkommunikationsplattform erfüllt die DB IT-Richtlinien inkl. der geltenden IT-Sicher- heits- und Datenschutzvorgaben.
1.7.3 Modellbasierter Informations- und Datenaustausch Bei der Nutzung einer umfangreichen Softwarelandschaft von unterschiedlichen Beteiligten müs- sen die Anforderungen an den Datenaustausch fest definiert werden, um einen reibungslosen Projektablauf zu gewährleisten. Für die Planungsleistung eines Fachplaners (BIM-Modellersteller) ergeben sich hohe Effizienz- gewinne, wenn dieser die für seine Planungsleistungen erforderlichen Informationen, z.B. Geo- metrien, von einem anderen Fachplaner (BIM-Modellersteller) erhält. Erhält z.B. ein Tragwerks- planer ein Modell von einem Objektplaner, das bereits den Anforderungen eines FEM-Pro- gramms genügt, so erspart er sich den Aufbau eines eigenen kompletten Modells. Für den Datenaustausch der Planungsbeteiligten sollten folgende Fragen beantwortet werden:
- Welche Informationen benötigt der jeweilige Fachplaner zur Umsetzung seiner Planungs- aufgabe?
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- Welche Möglichkeiten eröffnet die eingesetzte Planungssoftware, um diese Informationen auszutauschen? Die nachfolgende Abbildung zeigt mögliche Informationsflüsse zwischen den Planungsbeteilig- ten.
Abbildung 5 Datenaustausch und BIM-Koordinationsmodell Diese Informationsflüsse sind im Rahmen der Erarbeitung des BIM-Projektabwicklungsplans durch die Auftragnehmer im Rahmen seines Auftrags zu ermitteln und abzustimmen.
1.8 Projektkommunikationsplattform Die am 01.07.2017 vom GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG eingeführte Projektkommu- nikationsplattform (PKP) ist die Kommunikationsdrehscheibe für alle Projektbeteiligten. Diese ha- ben zu jeder Zeit web-basierten Zugriff auf alle technischen Dokumente, Daten sowie die BIM- Modelle. Wesentliche Ziele der Projektkommunikationsplattform sind:
- Sicherstellung der Projektkommunikation (Datenaustausch)
- Strukturierte, projektbegleitende Dokumentation gem. den Dokumentationsvorgaben
- Digitale, strukturierte Übergabe an Archiv, Betrieb und Folgeprojekte Durch die konsequente Anwendung der Projektkommunikationsplattform wird eine effiziente und zielgerechte Umsetzung des Projektes erreicht, Projektinformationen werden schneller und orts- unabhängig zwischen allen Projektbeteiligten ausgetauscht und die Projektdokumentation wird projektbegleitend entsprechend den Vorgaben erstellt. Die projektbegleitende Dokumentation und deren Bereitstellung in der Projektkommunikations- plattform ermöglicht nicht nur den jeweiligen Projektstand für alle Projektbeteiligten im Projekt zu nutzen, sondern auch eine nutzergerechte Zusammenstellung der Dokumentation für verschie- dene Anwendungszwecke, wie z.B.
• Abnahmen
• Freigabe der Ausführungsplanung
• EBA-Planprüfung
• Inbetriebnahmedokumentation Es sind die Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform zu be- achten.
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1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten
Abbildung 6 BIM-Organigramm
Die Darstellung zeigt ein Organigramm, das bei Projekten kleiner und mittlerer Komplexität zur Anwendung kommt. Die Erstellung des BIM-Modells liegt bei einem Hauptauftragnehmer Pla- nung bzw. Bauausführung, i.d.R. der Objektplaner bzw. Bau AN. Der Hauptauftragnehmer Pla- nung/Bauausführung übernimmt die Rolle des BIM-Koordinators auf Seiten des AN und damit die Zusammenführung der Fachplanungen bzw. Fachmodelle. Die Rollen und Verantwortlichkeiten werden in den nachfolgenden Kapiteln für den Auftraggeber (siehe 2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers) und Auftragnehmer (siehe 3.2 Rol- len und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers) beschrieben. Projekte hoher Komplexität können mit erweiterten Rollen und Verantwortlichkeiten einhergehen, die in Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten dargestellt sind.
1.10 Sicherung der Modellqualität Der AN ist für die Qualität und Regelkonformität der gelieferten BIM-Modelle verantwortlich. Dies gilt auch bei der Verwendung der Baustandards Personenbahnhöfe und Digitalen Bauteilbiblio- thek. Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen an den Bauherrn ist besonderes Augenmerk auf fol- gende Punkte zu legen: korrekte zeichnerische Darstellung im BIM-Modell Vollständigkeit und Struktur der Daten (z.B. Attribute und Dokumente) inhaltliche Richtigkeit der Daten Dies ist vom AN anhand definierter Kriterien durch einen Qualitätssicherungsbericht nachzuwei- sen und wird bauherrenseitig stichprobenartig geprüft (siehe 3.9 Sicherung Modellqualität und Qualitätssicherungsbericht).
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2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung
Das Kapitel beinhaltet alle notwendigen Informationen zur Durchführung eines Projekts aus Sicht des Auftraggebers (AG). Hier werden Rollen und Verantwortlichkeiten des AG, Vergabe und Leis- tungsplanung, Verträge, Leistungsbeschreibungen sowie der BIM-Einführungsplan zur Imple- mentierung der BIM-Methodik in Projekten des Planens und Baues erläutert.
2.1 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftraggebers Nachfolgend werden die Rollen und zugehörigen Verantwortlichkeiten des Auftraggebers in Be- zug auf die BIM-spezifischen Anforderungen dargestellt. Siehe auch BIM-Organigramm in 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten.
2.1.1 Verantwortlichkeiten der Projektleitung Die Projektleitung hat gemäß Symbio-Prozess LP05-06-01 sowie Praxishandbuch Baumanage- ment seit dem 01.01.2017 alle Projekte als BIM-Projekte durchzuführen und gemäß Einführungs- schreiben vom 26.06.2017 die Projektkommunikationsplattform zu nutzen. Weitere Details für die Ausschreibung und Durchführung von Bauleistungen mit BIM-Methodik sind im Informations- schreiben des Baumanagements und Einkaufs vom 11.04.2023 enthalten. Zur Umsetzung dieser Weisungen bindet der Projektleiter vor Ausschreibung von Planungs- und Bauleistungen einen vom GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zertifizierten BIM-Be- rater und bearbeitet mit diesem den BIM-Einführungsplan. Die wesentlichen Aufgaben der Projektleitung zur Umsetzung der BIM-Methodik sind im BIM- Einführungsplan (siehe 2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung und 2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung) aufgeführt.
2.1.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Beraters Der BIM-Berater des GBs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG schafft durch die konsequente Um- setzung des BIM-Einführungsplans vor Ausschreibung der Planung oder Bauleistungen gemein- sam mit der Projektleitung die Grundlagen für das BIM-Projekt. Er führt projektspezifische Weiterbildungen durch und unterstützt den AG bei der Einrichtung von BIM-Anwendungen. In Projekten des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG werden ausschließlich von der DB InfraGO AG GB Personenbahnhöfe zertifizierte BIM Berater eingesetzt. Für das Zertifikat ist das Bestehen einer schriftlichen und mündlichen Prüfung sowie eine jährliche Rezertifizierung erfor- derlich. Im Projekt stellt der BIM-Berater sicher, dass die BIM-Standards eingehalten werden. Die Nut- zung der Projektkommunikationsplattform ist für den BIM-Berater verpflichtend. Die wesentlichen Aufgaben sind im Leitfaden BIM-Berater aufgeführt. In Projekten hoher Komplexität kommt statt einem zertifizierten BIM-Berater ein zertifizierter BIM- Manager zum Einsatz. Die Rolle und zugehörigen Verantwortlichkeiten sind in Anlage 1 Projekt- organisation in komplexen Projekten beschrieben. Die Qualifikationsvoraussetzung für den Ein- satz eines BIM-Managers in Projekten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG sind im Leitfaden BIM-Berater enthalten.
2.2 BIM-Einführungsplan für die Planung Zur Einführung der BIM-Methodik in das konkrete Projekt ist grundsätzlich nachfolgender BIM- Einführungsplan (das Dokument steht ebenfalls zum Download auf der Informationsplattform An- lagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung) durch die Projektleitung mit dem BIM-Berater zu bearbeiten. Der BIM-Einführungsplanung für die Planung bezieht sich auf die Lph 1-7. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 25
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Vor Beauftragung des Hauptauftragnehmers mit der Option Lph 5-7 des Planungsvertrags muss der BIM-Einführungsplan erneut durchgearbeitet sowie die BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle überprüft und erforderlichenfalls angepasst werden. Für Projekte kleiner und mittlerer Komplexität sind viele Punkte bereits standardisiert in den Vor- gaben zur Anwendung der BIM-Methodik vorgegeben bzw. in dem Planungs- und Bauvertrag oder den Leistungsbeschreibungen enthalten. Die übrigen Punkte sind durch die Projektleitung zu erarbeiten.
| Pos. | Maßnahme | Ver- | Spätester Termin | Projektspezifika | Sta- tus | Sach- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ant- | stand | |||||||||
| wort- | im | |||||||||
| lich- | Pro- | |||||||||
| keit | jekt | |||||||||
| 01 | Bindung BIM-Berater 2.4.1 Bindung des zertifi- zierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG | Pro- jekt- lei- tung | zu Pro- jektstart, spätes- tens vor Leistungs- planung | Abstimmung mit I.IPM 4 | noch zu er- ledi- gen | |||||
| 02 | BIM-Projektstartbespre- chung 2.4.4 BIM-Projektstartbe- sprechung | Pro- jekt- lei- tung | vor Festle- gung des Leistungs- umfanges der Pla- nungsleis- tungen | Abstimmung mit Bahnhofsmanage- ment, ggf. Kom- mune, Finanzierer, Land, Aufgabenträ- ger etc. | noch zu er- ledi- gen | |||||
| 03 | Erstellung der Leistungs- und Vertragsplanung so- wie des Vergabekonzep- tes 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieur- vertrag; Hauptauftrag- nehmer Planung | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- schrei- bung Pla- nungsleis- tung | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu erle- digen | |||||
| 04 | Festlegen der BIM-Ziele 1.3.1 BIM-Ziele Vgl. 2.1 BIM-Ziele (BAP) | Pro- jekt- lei- tung | für Projekte der VST, ING-Bau- ten und Hochbau in den Vorga- ben zur Anwendung der BIM- Methodik enthalten | ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen | ||||||
| 05 | Festlegen der Anwen- dungsfälle 3.7 BIM-Anwendungs- fälle Vgl. 2.2 BIM-Anwen- dungsfälle (BAP) | Pro- jekt- lei- tung | für Projekte der VST, ING-Bau- ten und Hochbau in den Vorga- ben zur Anwendung der BIM- Methodik enthalten | ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen |
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| 06 | Erstellung "BIM-Pflichten- heft" (planungsbezogen, baubezogen, betreiber- bezogen), Kooperation 3 BIM-Pflichtenheft | Pro- jekt- lei- tung | für Projekte der VST, ING-Bau- ten und Hochbau in den Vorga- ben zur Anwendung der BIM- Methodik enthalten (Hinweis: für Hochbau sind noch nicht alle LoIs mit der Instandhal- tung abgestimmt) | ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 07 | Beantragung des Projekt- raumes und Anmeldung der Projektbeteiligten (Projektkommunikations- plattform) Anlage 17 1.8 Projektkommunikati- onsplattform 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projekt- kommunikationsplattform | Pro- jekt- lei- tung | zu Pro- jektstart, spätes- tens vor Leistungs- planung | Die Projektkommu- nikationsplattform ist verbindlich anzu- wenden. | noch zu er- ledi- gen | |
| 08 | Beauftragung StarterPa- ket (Grundlagenermittlung aus Archiven) 2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Be- standsunterlagen | Pro- jekt- lei- tung | zu Pro- jektstart | Unterstützung durch BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 09 | Durchführung eines Teil- nahmewettbewerbs mit zentral vorgegebener Be- wertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagskriterien 2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieur- vertrag | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- schrei- bung Pla- nungsleis- tung | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu erle- digen | |
| 10 | Erstellung angepasster Leistungsbeschreibun- gen und Verträge mit In- halten zur Anwendung der BIM-Methodik inkl. projektspezifische An- passung sowie BAP 2.6 Leistungsbeschrei- bungen und Vertrag für Architekten- und Ingeni- eurleistungen | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- schrei- bung Pla- nungsleis- tung | Abstimmung mit BIM-Berater für Projekte der VST, ING-Bauten im Formulartool e- Vergabe (Verträge) und AI-Tool (Leis- tungsbeschreibun- gen) des Einkaufes enthalten; für an- dere Projekte sind die LB oder Rah- menvertragsabrufe mit dem BIM-Bera- ter/ I.IPM 4 abzu- stimmen | ver- traut ma- chen / ggf. er- gän- zen | |
| 11 | Erstellung von BIM-spe- zifischen Vertragstermi- nen (Hinweis: Berücksichti- gung einer umfassenden Bestandserfassung bei | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- schrei- bung Pla- nungsleis- tung | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen |
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| gleichbleibendem Ge- samtplanungszeitraum bis zur GP) 2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausrei- chende Ausführungsfris- ten im Architekten-/ Inge- nieurvertrag für die Grundlagenermittlung (Im SharePoint Bauma- nagement stehen Muster- Rahmenterminpläne ba- sierend auf den Pflicht- meilensteilen verschiede- ner Projektlinien als Ori- entierung zur Verfügung. In diesen wurde bereits die Dauer für die Grundla- genermittlung bzw. Start- phase des Projektes be- rücksichtigt.) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 12 | Bewertung der Angebote unter Verwendung der zentral vorgegebenen Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagskriterien | Pro- jekt- lei- tung | vor Vergabe Planungs- leistungen | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 13 | Festlegung zur Nutzung von MS Teams zur Durchführung von virtuel- len Besprechungen bzw. eines technisch ausge- statteten BIM-Labs wäh- rend der Projektlaufzeit 2.4.7 BIM-Lab auf Bau- herrenseite; MS-Teams 2.4.8 Getaktete Projekt- besprechungen | Pro- jekt- lei- tung | unmittel- bar nach Auftrags- vergabe und vor Grundla- genermitt- lung | Unterstützung durch BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 14 | Durchführung Planungs- auftaktgespräch und BIM-KickOff 2.4.6 Planungs- und Bau- auftaktgespräch | Pro- jekt- lei- tung | unmittel- bar nach Auftrags- vergabe und vor Grundla- genermitt- lung | Unterstützung durch BIM-Berater und Projektdaten- manager | noch zu er- ledi- gen | |
| 15 | Fortschreibung des BIM- Projektabwicklungsplans (BAP) und Abstimmung mit dem AG Anlage 16 | Auf- trag- neh- mer | unmittel- bar nach Auftrags- vergabe und vor Grundla- genermitt- lung | Unterstützung durch BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 16 | Festlegung einer projekt- spezifischen IT-Struktur des AG und der | derzeit Nutzung von iTWO und für den GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO | Erle- digt |
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| projektspezifischen Ein- richtung, Zugangs- und Rechtemanagement | AG Projektkommunikationsplattform (PKP) vorgegeben | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 17 | Festlegung der AN-seiti- gen IT-Struktur (Soft- wareaustauschformate und Schnittstellen) 3.8 Datenaustausch und Datenlieferung | Auf- trag- neh- mer | ab Pla- nungsbe- ginn | im BIM-Projektab- wicklungsplan (BAP) | noch zu er- ledi- gen | |
| 18 | Definition der projektspe- zifischen Anforderungen an das Grundlagenmo- dell (Inhalt, Detaillierungs- grad, Attribute/Daten, Schnittstellen zur Umge- bung) | Auf- trag- neh- mer | nach Pla- nungsstart | Hauptauftragneh- mer Planung, i.d.R. Objektplaner in Ab- stimmung mit Ver- messer und Pro- jektleiter | noch zu er- ledi- gen | |
| 19 | Sicherstellen der Rechte an BIM-Modellen | in den zentral erstellten Dokumenten berücksich- tigt (s. Anl. 4 Allgemeine Vertragsbedingungen Abschnitt 10) | ||||
| 20 | getaktete Einladung zu getakteten Projektbe- sprechungen über den Leistungszeitraum | Pro- jekt- lei- tung | nach Pla- nungsstart | Taktung: mindes- tens alle 4 Wochen | noch zu er- ledi- gen | |
| 21 | Durchführung der getak- teten Projektbesprechun- gen anhand des Koordi- nationsmodells 2.4.8 Getaktete Projekt- besprechungen | Auf- trag- neh- mer | nach Pla- nungsstart | Lieferung des Koor- dinationsmodells mindestens 2 Ar- beitstage vor getak- teten Projektbe- sprechung Unterstützung durch BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 22 | Bindung der Bauüberwa- cher mit Verpflichtung zur Anwendung der BIM-Me- thodik und Nutzung der PKP 2.7.4 BIM-Ingenieurver- trag Bauüberwachung (BauÜ) | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- führungs- planung | Der Ingenieurver- trag BÜW ist für die BIM-Methodik an- gepasst, die Vorga- ben zur Anwendung der BIM-Methodik und Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der PKP sind vertraglich zu vereinbaren. Die Vorgehensweise zum BAP ist in den Vorgaben zur An- wendung der BIM- Methodik beschrie- ben. Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 23 | Überprüfung des BIM- Arch.-Ing.-Vertrags in Hinblick auf die BIM-spe- zifischen Leistungen für | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- führungs- planung | insbesondere BIM- Leistungsbeschrei- bungen und | noch zu er- ledi- gen |
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| die Option LPH 5-7 gem. Vergabekonzept | ergänzende Rege- lung der PKP Abstimmung mit BIM-Berater | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 24 | Durcharbeiten des BIM- Einführungsplans Pla- nung für die Option LPH 5-7 gem. Vergabekon- zept | Pro- jekt- lei- tung | Vor Aus- führungs- planung | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 25 | Ziehen der Option(en) des BIM-Arch.-Ing.-Ver- trags für die Ausfüh- rungsphase und gegebe- nenfalls Ergänzungen | Pro- jekt- lei- tung | vor Aus- führungs- planung | noch zu er- ledi- gen | ||
| 26 | Durchführung der getak- teten Projektbesprechun- gen anhand des Koordi- nationsmodells 2.4.8 Getaktete Projekt- besprechungen | Auf- trag- neh- mer | nach Pla- nungsstart (Ausfüh- rungspla- nung) | Lieferung des Koor- dinationsmodells mindestens 2 Ar- beitstage vor getak- teten Projektbe- sprechung Unterstützung durch BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen |
Tabelle 1 BIM-Einführungsplan für die Planung
2.3 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung Zur Einführung der BIM-Methodik in die Phase der Bauausführung des konkreten Projekts ist grundsätzlich nachfolgender BIM-Einführungsplan für die Bauausführung (das Dokument steht ebenfalls zum Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung) durch die Projektleitung mit dem BIM-Berater zu bearbeiten. Der BIM-Einführungs- planung Bauausführung bezieht sich auf die Lph 8-9. Für die Beauftragung der Leistungen Bauausführung werden BIM-Ziele und Anwendungsfälle für die Bauausführung von der Projektleitung gemeinsam mit dem zertifizierten BIM-Berater festge- legt sowie die weiteren Maßnahmen des BIM-Einführungsplans durchgearbeitet.
| Pos. | Maßnahme | Verant- wort- lichkeit | Spätester Termin | Projektspezifika | Sta- tus | Sach- stand im Pro- jekt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | Bindung BIM-Bera- ter 2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Be- raters des GB Perso- nenbahnhöfe der DB InfraGO AG | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | Abstimmung mit I.IPM 4 | noch zu er- ledi- gen | ||
| 02 | Erstellung der Leis- tungs- und Vertrags- planung sowie des Vergabekonzeptes 2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bau- vertrag | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | ||
| 03 | Überprüfen der BIM- Ziele 1.3.1 BIM-Ziele | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | Für Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in | ver- traut |
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| Vgl. 2.1 BIM-Ziele (BAP) | den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik ent- halten. Unter Berücksichti- gung der BIM- Ziele und BIM-An- wendungsfälle der Planung. | ma- chen / ggf. ergän- zen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 04 | Festlegen der BIM- Anwendungsfälle 3.7 BIM-Anwen- dungsfälle Vgl. 2.2 BIM-Anwen- dungsfälle (BAP) | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | Für Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik ent- halten. Unter Berücksichti- gung der BIM- Ziele und BIM-An- wendungsfälle der Planung. | ver- traut ma- chen / ggf. ergän- zen | |
| 05 | Erstellung des BIM- Projektabwicklungs- plans für die Bauaus- führung, insbeson- dere Festlegen der BIM-Ziele und BIM- Anwendungsfälle für die Bauausführung. | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 06 | Erstellung "BIM- Pflichtenheft" (pla- nungsbezogen, bau- bezogen, betreiber- bezogen), Koopera- tion 3 BIM-Pflichtenheft | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | für Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik ent- halten (Hinweis: für Hochbau sind noch nicht alle LoIs mit der In- standhaltung ab- gestimmt) | ver- traut ma- chen / ggf. ergän- zen | |
| 07 | Durchführung eines Teilnahmewettbe- werbs mit zentral vor- gegebener Bewer- tungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkrite- rien | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | Abstimmung mit BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 08 | Anpassung der Be- wertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien hinsichtlich der BIM- spezifischen Anforde- rungen 2.7.3 BIM-Bauvertrag und 2.5.1.3 | Projekt- leitung | vor Aus- schrei- bung Bau | für Projekte der VST, ING-Bauten und Hochbau sind die Eignungskriterien in den Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik | noch zu er- ledi- gen |
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| Vergabeplanung Ar- chitekten-/Ingenieur- vertrag | enthalten und in den Bauvertrag zu übernehmen Zuschlagskriterien, siehe auch Erläu- terungen zur Eig- nungsprüfung und Angebotswertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 09 | Bewertung der Ange- bote unter Verwen- dung der zentral vor- gegebenen Bewer- tungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagkriterien | Projekt- leitung | vor Vergabe Bau | Abstimmung mit BIM-Berate | noch zu er- ledi- gen | |
| 10 | Durchführung Bau- auftaktgespräch und BIM-KickOff (Betei- ligte: Baufirma, Bau- überwacher, ALV, BM) 2.4.6 Planungs- und Bauauftaktgespräch | Projekt- leitung | unmittel- bar nach Vergabe Bauleis- tung | Unterstützung durch BIM-Berater und Projektdaten- manager | noch zu er- ledi- gen | |
| 11 | Festlegung einer pro- jektspezifischen IT- Struktur des AG und der projektspezifi- schen Einrichtung, Zugangs- und Rechtemanagement | derzeit Nutzung von iTWO und für den GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Projektkommunikationsplattform (PKP) vor- gegeben | Erle- digt | |||
| 12 | Aktualisierung des Projektraumes (Aktu- alisierung der Rollen und Projektbeteiligten in der Projektkommu- nikationsplattform) | Projekt- leitung | spät. nach Vergabe Bauleis- tung | Für den GB Perso- nenbahnhöfe der DB InfraGO AG steht eine Projekt- kommunikations- plattform zur Ver- fügung. | ergän- zen, erledi- gen | |
| 13 | Festlegung der AN- seitigen IT-Struktur (Softwareaustausch- formate und Schnitt- stellen) 3.8 Datenaustausch und Datenlieferung | Auftrag- nehmer | unmittel- bar nach Vergabe der Bau- leistung | im BIM-Projektab- wicklungsplan (BAP) | noch zu er- ledi- gen | |
| 14 | Sicherstellen der Rechte an BIM-Mo- dellen | in den zentral erstellten Dokumenten berücksichtigt (s. Anl. 2.1 Besondere Vertragsbedingungen Ab- schnitt 16.1.24 Digitales Planen und Bauen, Urhe- berrecht) | ||||
| 15 | Fortschreiben des BIM-Projektabwick- lungsplans (BAP) in Abstimmung mit dem AG 2.4.3 BIM-Projektab- wicklungsplan | AN Bau | unmittel- bar nach Vergabe der Bau- leistung | Unterstützung durch BIM-Berater | noch zu er- ledi- gen | |
| 16 | Einladung zu Baube- sprechungen am | Projekt- leitung | unmittel- bar nach | Kürzere Fristen wöchentlich oder | noch zu |
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| Modell mindestens alle 4 Wochen bis zum Ende der Pro- jektlaufzeit 2.4.9 Baubespre- chungen am Modell | bzw. Bau- überwa- chung | Vergabe Bauleis- tung | zweiwöchentlich je nach Komplexität und Terminzwang | erledi- gen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 17 | Durchführung von Baubesprechungen anhand des Koordi- nationsmodells 2.4.9 Baubespre- chungen am Modell | Auftrag- nehmer | mit Baube- ginn | Lieferung des Ko- ordinationsmodells mindestens 2 Ar- beitstage vor Bau- besprechung, so- fern dieses Ergän- zungen/Anpassun- gen beinhaltet | noch zu er- ledi- gen |
Tabelle 2 BIM-Einführungsplan für die Bauausführung
2.4 Maßnahmen im BIM-Einführungsplan
2.4.1 Bindung des zertifizierten BIM-Beraters des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG Die BIM-Beratung für Projekte des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG erfolgt aus- schließlich durch zertifizierte BIM-Berater. In Abstimmung mit V.IOM 4 erfolgt die BIM-Beratung durch einen zertifizierten internen BIM-Berater oder zertifizierten externen BIM-Berater. Die not- wendigen Informationen zur Beauftragung von externen BIM-Beratern über den Rahmenvertrag „BIM-Berater“ sind im SharePoint Baumanagement oder dem Einkaufswiki zusammengefasst. Bei komplexen Vorhaben (z.B. Großprojekte) sind immer vorab die Mitarbeiter von V.IOM 4 für das Betreuungskonzept der BIM-Beratung zu konsultieren bzw. entsprechen Anlage 1 Projekt- organisation in komplexen Projekten einen zertifizierten BIM-Manager zu binden
2.4.2 Beauftragung eines StarterPakets für Bestandsunterlagen Unmittelbar nach Projektstart können vorhandene Bestandsunterlagen durch die Projektleitung (Portfolio bzw. Planung) beschafft werden. Hierfür kann das StarterPaket bei darauf spezialisier- ten Fachleuten für Sachanlagen einzelner Gewerke beauftragt werden. Der Leitfaden StarterPaket sowie die zugehörige Bestelltabelle stehen im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung.
2.4.3 BIM-Projektabwicklungsplan Der BIM-Projektabwicklungsplan ist ein Dokument, das die Grundlage einer BIM-basierten Zu- sammenarbeit im jeweiligen Projekt beschreibt. Er legt die Ziele, die organisatorischen Strukturen und die Verantwortlichkeiten fest, stellt den Rahmen für die BIM-Leistungen dar und definiert die Prozesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten. Im Architekten-/Ingenieurvertrag unter dem Punkt „Für die Zuschlagskriterien zu liefernden Un- terlagen“ ist mit Angebotsabgabe vom Bieter (Auftragnehmer Planung) der ausgefüllter BIM-Pro- jektabwicklungsplan (siehe BIM–Projektabwicklungsplan (BAP)) abzufordern. Dabei werden vor- rangig der Workflow hinsichtlich der Zusammenführung mit den Ergebnissen der anderen Fach- planungen als auch Qualitätssicherung sowie die Kenntnisse und Erfahrungen des Bieters mit der BIM-Methodik eruiert. Der BIM-Projektabwicklungsplan muss hierfür von der Projektleitung gemeinsam mit dem BIM-Berater um Projektspezifika ergänzt und der Ausschreibung beigelegt werden. Zur Wertung des BIM-Projektabwicklungsplans im Rahmen der Angebotsabgabe ist die Zuschlagsmatrix zu verwenden. Die Zuschlagsmatrix und Erläuterungen zur Eignungsprüfung und Angebotswertung stehen im Formulartool e-Vergabe zur Verfügung. Für die Bauausführung wird analog vorgegangen. Der BIM-Projektabwicklungsplan ist gemein- sam mit dem BIM-Berater zu erstellen und als Vertragsanlage im Bauvertrag sowie dem Ingeni- eurvertrag Bauüberwachung zu vereinbaren. Die Zuschlagsmatrix kann für die Wertung der LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 33
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Bieter der Bauausführung an die Projektspezifika entsprechend der Vorgaben der Wertungs- matrix Arbeitshilfe angepasst werden. Der vom Bieter im Entwurf vorliegende BIM-Projektabwicklungsplan ist im Rahmen des Pla- nungs- bzw. Bauauftaktgesprächs und BIM-KickOffs zu besprechen und spätestens innerhalb der ersten 4 Projektwochen (nach Auftragserteilung) zu finalisieren, damit die BIM-Modelle ent- sprechend aufgebaut werden können. Der BIM-Projektabwicklungsplan ist im Projektverlauf vom AN fortzuschreiben, sodass die Grundlagen der BIM-basierten Zusammenarbeit zu jeder Zeit im Projektverlauf dem aktuellen Stand entsprechen.
2.4.4 BIM-Projektstartbesprechung Nach Bindung des BIM-Beraters ist eine BIM-Projektstartbesprechung mit internen (Projektlei- tung, Portfoliomanagement, Infrastrukturmanagement, Fachspezialisten (soweit erforderlich), An- lagenmanagement, Bahnhofmanagement) und externen (z.B. Kommunen, Aufgabenträgern) Projektbeteiligten sowie dem BIM-Berater durchzuführen. Diese dient der Durchsprache der Auf- gabenstellung und der Festlegung des daraus resultierenden Leistungsumfanges. Auf dieser Ba- sis sind dann die Leistungs- und Vertragsplanung zu erstellen und die projektspezifischen BIM- Ziele und BIM-Anwendungsfälle festzulegen.
2.4.5 BIM-spezifische Vertragstermine - Ausreichende Ausführungsfristen im Architek- ten-/ Ingenieurvertrag für die Grundlagenermittlung Für die Anwendung der BIM-Methodik in Projekten muss in der Startphase des Projektes mehr Zeit eingeplant werden. Dies betrifft insbesondere die Grundlagenermittlung mit der BIM-Metho- dik, die die erforderliche gründliche Bestandsaufnahme inkl. 3D-Bestandserfassung inkl. erfor- derlicher Vermessungsleistungen als wesentliche Planungsgrundlage beinhaltet. Die Zeit, die in- nerhalb der Startphase eines Projektes mehr aufgewendet wird, wird im Verlauf des Projekts wieder aufgeholt, da durch die Anwendung von Baustandards und somit der Bauteilbibliothek schon zur Variantenentscheidung eine Ausführungsreife vorliegt. Darüber hinaus kann die Planungsphase, sofern die Variantenentscheidung lediglich Varianten zur Lage untersuchen soll, auch parallelisiert werden. Hierbei können für die Variantenentschei- dung zur Lage einfache Umgebungsmodelle, wie z.B. von Google Earth, Bauteile der Bauteilbib- liothek oder Bauteilen gem. der Mindestvorgabe zum LoG des Variantenentscheidungsmodells sowie -falls erforderlich Trassierungsdaten (aus z.B. IVL-Pläne, .mdb-Dateien o.Ä.). verwendet werden. Parallel dazu wird die vertiefte Grundlagenermittlung, Vermessung sowie die Erstellung des Grundlagenmodells durchgeführt. Die Vorzugsvariante wird somit im Ergebnis basierend auf dem Grundlagenmodell geplant und abgesichert. In §5 des Architekten-/Ingenieurvertrags sind daher die Liefertermine durch die Projektleitung (PL) so zu bestimmen, dass die Zeiten für die Ermittlung der Grundlagen, die planungsbeglei- tende Vermessung, die Erstellung des Grundlagenmodells, des Variantenentscheidungsmodells und des Planungsmodells ausreichend bemessen sind. Im SharePoint Baumanagement stehen Muster-Rahmenterminpläne basierend auf den Pflicht- meilensteilen verschiedener Projektlinien als Orientierung zur Verfügung. In diesen wurde bereits die Dauer für die Grundlagenermittlung bzw. Startphase des Projektes berücksichtigt.
2.4.6 Planungs- und Bauauftaktgespräch
Zu Projektbeginn ist mit allen Fachplanern und weiteren Projektbeteiligten ein Planungsauftakt- gespräch inkl. BIM-KickOff durchzuführen. Für die Bauausführung ist zu Baubeginn entspre- chend ein Bauauftaktgespräch durchzuführen. Ziel der Auftaktgespräche ist die Abstimmung der Projektgrundlagen und -ziele sowie die Festlegung der Zusammenarbeit im Projekt. Die Tagesordnung zum Planungsauftaktgespräch inkl. BIM-KickOff ist im Musterablauf/-proto- koll Planungsauftaktgespräch festgelegt und entsprechend anzuwenden. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 2 BIM-Einführung im Projekt der Planung und Bauausführung 34
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Sie dient der strukturierten Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der Auftaktgesprä- che. Projektspezifische Inhalte können ergänzt werden. Die Projektleitung ist für die Vorbereitung, Durchführung und Protokollierung der Auftaktgesprä- che verantwortlich. Der BIM-Berater unterstützt bei BIM-spezifischen Themen. Die Planungs- und Bauauftaktgespräche finden grundsätzlich in Präsenz statt.
2.4.7 BIM-Lab auf Bauherrenseite; MS-Teams BIM-Projektbesprechungen bzw. Planungs- und Baubesprechungen anhand des BIM-Modells sollen auf Einladung der Projektleitung virtuell mittels BKU-Standard MS-Teams durchgeführt werden. Bei Bedarf erfolgen diese im BIM-Lab. Eine Kurzanleitung zu der Anforderung und Ein- richtung eines BIM-Labs steht zur Verfügung.
2.4.8 Getaktete Projektbesprechungen Die getaktete Projektbesprechung ist die Planungsbesprechung. Die Einladung zu den getakte- ten Projektbesprechungen (mind. alle 4 Wochen) initiiert die Projektleitung. Die Organisation und Durchführung der getakteten Projektbesprechungen erfolgt durch den Hauptauftragnehmer Pla- nung über den Leistungszeitraum im Rahmen seiner Koordinationsleistungen während der Pla- nungsphase. Beteiligte der Besprechung sind, neben Objektplaner und Fachplanern auch, die Projektleitung sowie, nach Erfordernis, weitere interne Projektbeteiligte, wie der TBQ und Fach- spezialisten oder auch BVB*. Durch das getaktete Zusammenführen der Planungsstände wird ein abgestimmter Projektfortschritt, die Koordination der Gewerke sowie eine planungsbeglei- tende Qualitätssicherung ermöglicht. Die Qualitätskontrolle erfolgt somit im Planungsverlauf, wodurch die Planungsverteidigung am Ende der Leistungsphase entfällt. Die getaktete Projekt- besprechung ist bis zum Abschluss des Gesamtmodells Stufe 2 die Planungsbesprechung. Grundlage der getakteten Projektbesprechungen ist unter anderem das Koordinationsmodell, in das alle Fachplanungen im aktuellen Bearbeitungsstand integriert sind. In Verkehrsstationspro- jekten stellt der Hauptauftragnehmer dieses mindestens 2 Arbeitstage vor der getakteten Projekt- besprechung den Projektbeteiligten in der Projektkommunikationsplattform zur Verfügung. *Teilnahme mind. an der letzten getakteten Projektbesprechung In der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen wird die Aufgabenstellung anhand des 3D-Prototypen ebenfalls in der getakteten Projektbesprechung bis zur Bestätigung der Vari- ante durchgesprochen. Hierfür sind alle relevanten internen und externen Projektbeteiligten, z.B. auch Aufgabenträger zur Besprechung und Abstimmung des 3D-Prototypen einzuladen. Die Ent- scheidung wird im Protokoll dokumentiert.
2.4.9 Baubesprechungen am Modell Die Einladung zu den Baubesprechungen (min. alle 4 Wochen) initiiert die Bauüberwachung. Das BIM-Modell wird in der Baubesprechungen zu Zwecken der Visualisierung und Protokollierung verwendet und am Anfang der Besprechung geöffnet. Der Hauptauftragnehmer Bauausführung führt durch das BIM-Modell. Beteiligte der Besprechung sind u.a. neben dem Hauptauftragneh- mer Bauausführung, die Bauüberwachung und die Projektleitung. Der Abgleich der geplanten Bauausführung zur fertiggestellten Bauausführung erfolgt anhand des As-Built-Modells.
2.5 Vergabe von Planungsleistungen Die in diesen "Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik" beschriebene Planungsmethodik und die hierin enthaltenen Dokumente, wie z.B. die Leistungsbeschreibungen Planung und der BIM-Projektabwicklungsplan, setzen die Beauftragung eines Hauptauftragnehmers für die Pla- nung voraus. Sofern abweichend von der Vorgabe von diesem Vergabemodell begründet abge- wichen werden muss, sind alle Unterlagen (Verträge, Leistungsbeschreibungen und Prozesse) anzupassen.
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2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragnehmer Planung Zur erfolgreichen Anwendung der BIM-Methodik setzt die Projektleitung das mit dem Einkauf ab- gestimmte Vergabekonzept projektspezifisch um. Kernpunkt des Vergabekonzeptes ist die Beauftragung der Planungsleistungen der Bestandser- fassung (z.B. Vermessung), Objektplanung inkl. aller Fachplanungen und des Bauvorlageberech- tigten (BVB) als Leistung eines Hauptauftragnehmers Planung. Die Vergabe erfolgt zusammen- hängend bis Lph 4 und optional von Lph 5-7. Die Modellierung des Bestands auf Grundlage der Punktwolke und der vorhandenen Planunter- lagen ist Aufgabe des Hauptauftragnehmers Planung. Eine Vergabe dieser Leistung an den Ver- messer ist auszuschließen, um Risiken hinsichtlich der bedarfsgerechten Ausprägung des Mo- dells für die planerischen Anforderungen zu vermeiden. In größeren bzw. komplexen Projekten mit mehreren Planungsverträgen bzw. Einzelvergaben muss die BIM-(Gesamt-)Koordination explizit mit einem Objektplaner vertraglich vereinbart wer- den (insbesondere dann, wenn der Objektplaner bzw. Bauauftragnehmer nicht über die gesamte Projektlaufzeit hinweg gebunden sein sollte). Des Weiteren müssen die anderen Planungslose verpflichtet werden, dem BIM-(Gesamt-)Koordinator die jeweiligen Informationen zu liefern. Für komplexe Projekte, siehe auch Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Planer den erforderlichen Datenaustausch der Fachmo- delle organisieren können und damit alle Fachmodelle im Gesamtmodell konfliktfrei und mit hoher Qualität zusammengeführt werden. Des Weiteren kann der asynchrone Ablauf der Planungsleis- tungen der einzelnen Fachdisziplinen gem. Leistungsphasen der HOAI innerhalb dieses Verga- bekonzepts für die Erbringung der gesamten Planungsleistung besser organisiert werden. Die Haftung für die geschuldete Werkleistung, insbesondere der Richtigkeit und Vollständigkeit des BIM-Modells, ist eindeutig zuordenbar. Das Vergabekonzept der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen beinhaltet i.d.R. die gesamthafte Vergabe von Lph 1-7 an einen Hauptauftragnehmer Planung. Hierfür kann der Musterfördermittelvertrag verwendet werden. Für zusätzliche planungsbegleitende Maßnahmen, z.B. die Erstellung von Sondergutachten und Prüfungen, gibt es weitere Vertragsverhältnisse. Die Erstellung des Vergabekonzeptes und die Vorbereitung zur Vergabe von Planungsleistungen wird in drei Schritten (Leistungsplanung, Vertragsplanung und Vergabeplanung) durchgeführt (siehe Abbildung 7). Die Umsetzung erfolgt durch die Projektleitung in Zusammenarbeit mit dem BIM-Berater umgehend mit Projektstart.
Abbildung 7 Erstellung Vergabekonzept
2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag
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In der Leistungsplanung werden alle Planungsleistungen und Gutachten aufgeführt, die bis zur Beauftragung der Bauleistung notwendig sind. Mit der Leistungs- und Vertragsplanung wird das Ziel verfolgt, dass keine Leistungen vergessen werden. Zu Projektstart sind damit alle Leistungen der Planungsphase gebunden, so dass ge- meinsam, vernetzt und im Takt am BIM-Modell die Planung erstellt werden kann. Das Dokument Leistungs- und Vertragsplanung Baunebenleistungen listet sämtliche Leistungen inkl. zugehöriger Leistungsbeschreibung für die Erneuerung von Verkehrsstationen in Vorberei- tung auf die Bauausführung auf. Sie zeigt Zusammenhänge zwischen den Planungsphasen, BIM- Modellstufen sowie den jeweiligen Fachdisziplinen und zugeordneten Leistungen nach HOAI auf. Die Mindestleistungen für Verkehrsstationen sind gesondert gekennzeichnet. Die dort gezeigte Matrix ist für die Erneuerung von Verkehrsstationen bereits vorausgefüllt und ist von der Projektleitung projektspezifisch zu ergänzen. Die HOAI ist als Gebührenordnung nicht maßgeblich für die technische Projektabwicklung in Leis- tungsphasen, sondern dient als Rahmen der Vergütung für die erbrachten Planungsleistungen. Es hat sich herausgestellt, dass Ergebnisse der Leistungsphasen der einzelnen Gewerke nach HOAI nicht 1:1 die für den Abschluss der Leistungsphasen erforderlichen Ergebnissen genügen. Insbesondere bei den Ausrüstungsgewerken sind Ergebnisse späterer Leistungsphasen bereits wesentlich früher erforderlich. Bei der Bearbeitung mit der BIM-Methodik und dem Zusammenführen der Gewerke wird diese Diskrepanz deutlich. So kann bspw. die statische Berechnung des Tragwerks in Lph 4 5 zu nachträglichen Anpassun- gen durch eine geänderte Dimensionierung der baulichen Anlage in Lph 5 führen, die schon in Lph 3 geplant wurde. Ein weiteres Beispiel ist die Dimensionierung der Wanddurchbrüche in Lph 5, die eine Anpassung der Brandschutzplanung und der Tragwerksplanung zur Folge haben kann. Die BIM-Methodik sieht vor, dass alle Planungsbeteiligten mit Projektstart vernetzt am BIM-Mo- dell zusammenarbeiten und die Planung gesamthaft bis zur Ausführungsreife entwickelt wird. Hierfür ist eine frühzeitige Planung der Leistungen und Einbindung aller Planungsbeteiligten in den Planungsprozess erforderlich, so dass nachträgliche Anpassungen der Planung durch später gebundene oder beplante Gewerke vermieden werden. Voraussetzung ist die projektvorbreitende Durchführung einer Leistungsplanung als Grundlage der Vertragsplanung bzw. der Umsetzung des Vergabekonzepts.
2.5.1.2 Vertragsplanung Architekten-/Ingenieurvertrag In der Vertragsplanung werden diese Leistungen entsprechenden Verträgen zugeordnet. Die Planungsleistungen werden im GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG an einen Hauptauf- tragnehmer Planung vergeben. Nachfolgende Tabelle zeigt beispielhaft ein zusammengefasstes Ergebnis der Leistungs- und Vertragsplanung, um die Systematik aufzuzeigen.
| Vertrag- Nr. | Auftragnehmer (vom Projektleiter nach Vertragsab- schluss zu ergänzen) | Leistung |
|---|---|---|
| 1 | Projektsteuerung | |
| 2 | Von V.IOM 4 zertifizierte BIM-Berater | BIM-Berater |
| 3 | Hauptauftragnehmer Planung Planungsbegleitende Vermessung Objektplanung Verkehrsanlagen, Ing.-Bauwerke Technische Ausrüstung (50 Hz, OLA, LST, TK) Tragwerksplanung Ing. Bau |
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| Baugrundbeurteilung Bauvorlageberechtigter (BVB) etc. | ||
|---|---|---|
| 4 | FS.R-X | Kampfmittel |
| 5 | Schadstoffkartierung und BoVEK | |
| 6 | Leitungserkundung | |
| 7 | Brandschutzkonzept | |
| 8 | Materialuntersuchung | |
| 9 | Leistungen - DB InfraGO AG, GB Personenbahnhöfe | |
| 10 | Leistungen - DB InfraGO AG, GB Fahrweg | |
| 11 | Leistungen - DB Services GmbH | |
| 12 | Leistungen - DB KT | |
| 13 | Leistungen - DB Energie GmbH | |
| 14 | Bauüberwachung | |
| 15 | Sicherungsleistungen |
Tabelle 3 Leistungs- und Vertragsplanung
2.5.1.3 Vergabeplanung Architekten-/Ingenieurvertrag Die Vergabeplanung beinhaltet das beschriebene Vergabekonzept und die Erstellung der Aus- schreibungsunterlagen. Alle Leistungen, die für die Erstellung des Gesamtmodells Stufe 1 erforderlich werden, sind zu- sammenhängend zu vergeben (Leistungs- und Vertragsplanung für Baunebenleistungen). Diese Leistungen werden beim Hauptauftragnehmer Planung, i.d.R. Objektplaner, im Wesentlichen durch die Lph 1 bis 4 abgedeckt. Die weiteren Leistungsphasen werden optional beauftragt. Durch Anwendung der BIM-Methodik wird eine bessere und genauere Planungsgrundlage inner- halb der Grundlagenermittlung und detailliertere Planung in der frühen Phase der Planung im Vergleich zur konventionellen Projektabwicklung ermöglicht. Hierdurch wird der Planungsauf- wand in der späteren Phase der Planung gleichzeitig geringer. Die zusammenhängende Vergabe der Lph 1 bis 4 und die optionale Vergabe der weiteren Leistungsphasen gibt dem Hauptauftrag- nehmer die Möglichkeit zur Aussteuerung dieser Aufwandsverschiebung innerhalb seines Grund- honorars. Die Leistungen der Fachplaner sind so zu vergeben, dass die Ziele der Vor-, Entwurfs- und Ge- nehmigungsplanung erreicht werden. Die Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Planung in einem BIM-Projekt wird durch eine Verga- bebegründung unterstützt. Ein Muster für Vergabebegründungen steht im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung. Diese Vergabebegründungen sind projektspezifisch anzupassen. Im vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb oder in der Angebotserklärung sind folgende Eig- nungskriterien vom Auftragnehmer nachzuweisen: Für kleine bis mittlere Projekte kommen nachfolgend aufgeführte BIM-Eignungskriterien zur An- wendung*: Vorhandensein von mindestens einem Arbeitsplatz mit BIM-fähiger CAD-Software (ob- jektorientiert) Verfügbarkeit von mindestens einem in der BIM-Methodik und der BIM Software geschul- ten Mitarbeiter Nachweis von mindestens einem BIM-Referenzprojekt Verfügbarkeit von mindestens einem als BIM-Koordinator befähigten Mitarbeiter. Befähigt zum BIM-Koordinator sind zertifizierte/qualifizierte BIM-Koordinatoren oder Mitarbeiter mit mind. 2 Jahren Berufserfahrung als BIM-Koordinator Für Großprojekte und Projekte hoher Komplexität sind im Dokument „Erläuterung zur Eignungs- prüfung und Angebotswertung“ alternative Eignungskriterien beschrieben, die in diesen Projekten
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zur Anwendung kommen. Hierbei ist zu beachten, die vorausgefüllten Eignungskriterien im Ar- chitekten-/Ingenieurvertrag entsprechend anzupassen. Das Dokument „Erläuterung zur Eignungsprüfung und Angebotswertung“ beschreibt das Vorge- hen der Auswertung des Teilnahmewettbewerbs und der Angebote. Für die Bewertung von An- geboten ist durch die Projektleitung im Rahmen der Ausschreibung die Bewertungsmatrix bzw. BIM-Zuschlagskriterien zu nutzen. Dokument und Zuschlagsmatrix sind im Formulartool eVergabe als Arbeitshilfen BIM abgelegt. Beide Dokumente stehen dem Projektleiter in der Aus- schreibungsphase zur Verfügung. Die Ausschreibungsunterlagen für einen Hauptauftragnehmer Planung setzen sich aus Doku- menten sowie deren Unterdokumenten zusammen und werden Bestandteil des Architekten-/In- genieurvertrags.
- Bei losweiser Vergabe erfolgt der Nachweis je Los.
2.5.2 Rahmenvertragsabrufe Wird im Projekt von einer Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Planung abgewichen bzw. wer- den Rahmenvertragsabrufe erforderlich, ist im Rahmen des Abrufs über entsprechende Rege- lungen folgendes sicherzustellen bzw. zu überprüfen: Nutzung der Projektkommunikationsplattform durch den AN vertraglich vereinbaren (Ver- einbarung der Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplatt- form) Vereinbarung der Anwendung der BIM-Methodik inkl. der aktuellen Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik Bereitstellung des BIM-Projektabwicklungsplans BIM-Eignung (in neuen BIM-Rahmenverträgen schon zentral geprüft) Die Modellierung des Bestandes muss Bestandteil der Objektplanung sein; diese Leistung darf nicht Bestandteil der Vermessung sein, um Risiken hinsichtlich der Eignung des Mo- dells für die planerischen Anforderungen zu vermeiden Darüber hinaus ist projektspezifisch zu prüfen, inwiefern der jeweilige Rahmenvertrag zur Erbrin- gung der BIM-Leistungen im Projekt geeignet ist sowie erforderlichenfalls: die BIM-Koordination zusätzlich zu vereinbaren ist. die Projekt-bzw. Vergabestruktur den einzelnen Vertragspartnern bereitgestellt werden sollte (Transparenz Projektaufwand) Die Rahmenverträge sind in EinkaufsWiki zu finden.
2.6 Leistungsbeschreibungen und Vertrag für Architekten- und Ingenieurleistungen Die BIM-spezifischen Leistungsbeschreibungen sowie der Architekten-/Ingenieurvertrag mit den entsprechenden Anlagen liegen vor und sind mit dem Einkauf und dem Rechtsdienst abgestimmt. Die BIM-spezifischen Leistungsbeschreibungen stehen im AI-Tool zur Verfügung. Der Architek- ten-/Ingenieurvertrag mit den entsprechenden Anlagen steht im Formulartool eVergabe zur Ver- fügung. Im Folgenden werden die wesentlichen Elemente der Ausschreibung der Planungsleistungen mit der BIM-Methodik beschrieben.
2.6.1 BIM-Architekten-/Ingenieurvertrag
Im Architekten-/Ingenieurvertrag wurden die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (An- lage 15), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 16) sowie die Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 17), weitere Regelungen zu
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Urheberrechten und dem Eigentum am digitalen Gesamtmodell sowie ein Passus zur Geheim- haltung und Vertraulichkeit in Abstimmung mit dem Einkauf und dem Rechtsdienst als zusätzliche Anlagen aufgenommen.
2.6.2 BIM-Leistungsbeschreibungen Zur Beauftragung von BIM-Leistungen stehen zusätzlich BIM-spezifische Leistungsbeschreibun- gen zur Verfügung. In den Vorbemerkungen wurden Festlegungen getroffen zu:
• Besprechungen, wie BIM-Kick-Off, getaktete Projektbesprechung
• EDV-Systemen, wie Projektkommunikationsplattform
• Anwendung der BIM-Methodik entsprechend Vorgaben und BIM-Projektabwicklungsplan
• Federführung und Mitwirkung bei Erstellung und Fortschreibung BIM-Projektabwicklungs- plan
• Qualitätssicherung Die Anforderungen an die Modelle in Hinsicht auf Detaillierungsgrad der Geometrie (LoG), den Informationsgehalt (LoI) und die Qualitätssicherung der Planer sind im BIM-Pflichtenheft be- schrieben.
2.6.3 Vermessungsleistungen Als Grundlage der Ausschreibung von Vermessungsleistungen wird die vermessungstechnische Aufgabenstellung in das Dokument Projektbeschreibung und Vorbemerkungen zur Leistungsbe- schreibung Vermessung BIM integriert. Die vermessungstechnische Aufgabenstellung besteht aus der Vermessungstechnischen Aufgabestellung für die Verkehrsanlage des GBs Personen- bahnhöfe der InfraGO AG und der Vermessungstechnischen Aufgabestellung für die Anlagen des GBs Fahrweg der DB InfraGO AG. Die Vermessungstechnische Aufgabestellung für Anlagen des GBs Fahrweg wird von der Pro- jektleitung, z.B. über den vermessungstechnischen Ansprechpartner bei der regionalen Ingeni- eurvermessung des GBs Fahrweg angefragt und entsprechend in die Leistungsbeschreibung Vermessung integriert. Anfragen zu vermessungstechnischen Fragestellungen für Anlagen des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG können an V.IOM 11 gerichtet werden (dokumenta- tion@deutschebahn.com). Ein Beispiel für die Vermessungstechnische Aufgabenstellung der Verkehrsanlage ist im SharePoint Baumanagement hinterlegt. Aktuell ist die Modellierung des Bestandes eine Position in der Leistungsbeschreibung Vermes- sung. Im Falle, dass die Vermessungsleistung nicht nach Regelprozess an den Hauptauftragneh- mer Planung vergeben wird, ist darauf zu achten, dass die Modellierung nicht beim Vermesser mitbeauftragt wird. In diesem Fall ist die Position zur Modellierung des Bestandes (Stufe 6) der Leistungsbeschreibung Vermessung beim Hauptauftragnehmer Planung mitauszuschreiben. Aufgrund der hohen Datenmengen der Punktwolkendaten werden Punktwolken gem. der Vorga- ben im 3.8.1 Datenlieferungsplan und 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke vom AN auf über den Teraspeicher der DB InfraGO AG an den AG übergeben. Die Übergabe erfolgt aus- schließlich über einen vom AG bereitgestellten Uploadlink. Projektspezifisch kann die Übergabe der Punktwolke durch den AN an den AG zusätzlich auch über einen Datenträger (z.B. Festplatte) abgestimmt werden. Der AN liefert das Dokument „Bestätigung Lieferung Punktwolke“ in der Projektkommunikations- plattform (unter P100056 (Grundlagenermittlung) oder B100192 (baubegleitend)). Die Bestäti- gung dieses Dokuments erfolgt durch die Projektleitung mit Abnahme der Leistungen im vorbe- nannten Dokument und kann elektronisch in der PKP mittels Desktop-Connect durchgeführt wer- den.
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Anschließend sendet die Projektleitung das Übergabeblatt per PKP als Nachricht an dokumenta- tion@deutschebahn.com.
2.7 Ausführungsplanung und Vergabe von Bauleistung Die in diesen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik beschriebene Methodik und die dazu- gehörigen Dokumente, wie z.B. die Leistungsbeschreibungen bzw. Leistungsverzeichnisse und der BIM-Projektabwicklungsplan, setzen die Beauftragung eines Hauptauftragnehmers Bau vo- raus. Sofern abweichend von der Vorgabe von diesem Vergabemodell begründet abgewichen werden muss, sind alle Unterlagen (Verträge, Leistungsverzeichnisse und Prozesse) anzupas- sen.
2.7.1 Vergabekonzept Bauvertrag; Hauptauftragnehmer Bau Die von den Planern erstellten BIM-Modelle werden Bestandteil der Ausschreibung der Bauleis- tung. Der AN-Bau erhält neben dem BIM-Modell alle weiteren in der Planung erzeugten Ergeb- nisse. Zudem ist vertraglich festzuhalten, dass der AN-Bau die Fortführung des Modells vorzu- nehmen und ein As-Built-Modell an den AG zu übergeben hat. Die Beauftragung der Bauleistung hat, soweit möglich, an einen Hauptauftragnehmer Bau zu er- folgen. Bei der Vergabe an mehrere Unternehmer ist es für einen reibungslosen Kommunikati- onsablauf erforderlich, einen zentralen Ansprechpartner seitens der Unternehmen festzulegen und im Leistungsverzeichnis sind die BIM-Koordinationsleistungen zu beauftragen. Entsprechend der Planungsphase ist auch hier die BIM-(Gesamt-)Koordination an ein Unternehmen/Vertrags- partner zu vergeben, so dass die Koordinierung der Fachplanungen/Fachmodelle übergreifend sichergestellt wird. Für Projekte hoher Komplexität siehe auch Anlage 1 Projektorganisation in komplexen Projekten.
2.7.2 Leistungs- und Vertragsplanung Bauvertrag In der Leistungsplanung werden alle Leistungen aufgeführt, die für die Realisierung des Projekts erforderlich sind. Die „Leistungs- und Vertragsplanung von Bauleistungen“ steht als Download auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK, sowie im SharePoint Bauma- nagement zur Verfügung. Die Matrix bildet die Grundlage für ein Vergabekonzept Bauausführung, in dem die Leistungen zu Vergabepaketen gebündelt werden. In Projekten einfacher und mittlerer Komplexität soll durch Bündelung von Leistungen, soweit möglich, die Vergabe an einen Hauptauftragnehmer Bau er- folgen. Die grundsätzliche Vorgehensweise entspricht der Erstellung einer Leistungsplanung (s. 2.5.1.1 Leistungsplanung Architekten-/ Ingenieurvertrag) und eines Vergabekonzeptes für den Architek- ten-/Ingenieurvertrag. (s. 2.5.1 Vergabekonzept Architekten-/Ingenieurvertrag; Hauptauftragneh- mer Planung)
2.7.3 BIM-Bauvertrag Die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (Anlage 3.12), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP; Anlage 3.12.1) sowie die Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunika- tionsplattform (Anlage 3.14) werden als Anlage Bestandteil des Vertrags AN-Bau. Die bisher im Baustandard „Bauhilfsleistungen“ enthaltenen Standardleistungstexte wurden in das Muster-Leistungsverzeichnis „ALI“ (Allgemeine Leistungen Infrastruktur) überführt. Die im Muster-LV ALI enthaltenen Standardleistungstexte sind bei der Erstellung des Leistungs- verzeichnisses verbindlich zu verwenden. Darin enthalten sind auch BIM-spezifische Leistungs- positionen der technischen Bearbeitung, Spezifische Bauhilfsleistungen werden innerhalb des jeweiligen Baustandards abgebildet und sind entsprechend zu berücksichtigen. Des Weiteren sind die Zuschlagsmatrix bzw. die darin enthaltenen Zuschlagskriterien hinsichtlich der BIM-spezifischen Anforderungen an die Bauaus- führung anzupassen sowie die definierten Eignungskriterien anzuwenden (2.4.3 BIM-Projektab- wicklungsplan).
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Die Qualitätssicherung des As-Built-Modell obliegt dem Bauauftragnehmer. Das As-Built-Modell ist Eigentum des AG.
2.7.4 BIM-Ingenieurvertrag Bauüberwachung (BÜW) Im Ingenieurvertrag Bauüberwachung wurden die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik (Anlage 15), der BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) (Anlage 16) sowie die Ergänzenden Rege- lungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform (Anlage 17) aufgenommen. Die Bau- überwachung ist damit ebenfalls zur Anwendung der BIM-Methodik verpflichtet. Der BIM-Projek- tabwicklungsplan dient hierbei weitestgehend der Information über die BIM-Projektabwicklung und ist der BAP, der vertraglich mit dem Hauptauftragnehmer der Bauausführung vereinbart wird. BIM-Anwendungsfälle, die von der Bauüberwachung umzusetzen sind, sind hierbei entweder so kenntlich zu machen, dass der Bieter bzw. AN Bauüberwachung sich darauf einrichten kann oder in einem zusätzlichen BIM-Projektabwicklungsplan speziell für die Bauüberwachung zu doku- mentieren und dem Vertrag beizufügen.
2.8 Übergabe in den Betrieb Die Übergabe der betriebsrelevanten Projektdokumentation, hier Nutzungsaufnahmedokumen- tation (vormals Bauakte Teil 2) erfolgt an das Bahnhofsmanagement des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG digital über die Projektkommunikationsplattform. Das Bahnhofsmanagement prüft die übergebenen Dokumente und kann diese mit oder ohne Auflagen übernehmen oder eine Überarbeitung erwirken. Siehe auch Handlungsleitfaden zur Anwendung der Projektkommunikationsplattform
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3 BIM-Pflichtenheft
Das BIM-Pflichtenheft beinhaltet die fachlichen Vorgaben für die Projektbeteiligten. Es definiert die vom AN zu erbringenden Leistungen in Bezug auf Inhalt, Struktur, Detaillierungsgrad und Qualität. Hierzu gehören Rollen- und Verantwortlichkeiten des AN, alle Modellierungsvorgaben inkl. Level of Geometry (LoG), Level of Information (LoI) und Level of Accuracy (LoA), BIM-An- wendungsfälle, Sicherung der Modellqualität sowie Vorgaben zur Georeferenzierung.
3.1 Projektinformationsmodell Das Wissen der Projektbeteiligten im Projektfortschritt wird über die im Projekt vorliegenden In- formationen bestimmt. Die Verknüpfung von Informationen, deren Visualisierung und die einfache Verfügbarkeit erleichtern den Aufbau des Wissens der Projektbeteiligten und unterstützen sowohl die Entscheidungsprozesse als auch die Effizienz und Qualität der Planung. Die Informationen setzen sich aus der Auflösung des Bauwerks in geometrische Objekte, der Genauigkeit der Darstellung dieser Objekte, der Konkretisierung dieser Objekte mit Daten durch Attributierung und weiteren Planungsergebnissen in Form von Dokumenten und Daten zusam- men.
Abbildung 8 Projektinformationsmodell
Das Projektinformationsmodell besteht aus dem BIM-Modell, sowohl inneren und äußeren Attri- buten als auch aus Dokumenten und der Verknüpfung der Informationsarten: Das BIM-Modell beinhaltet Geometrie, z.B. Bauteile aus der Bauteilbibliothek der DB In- fraGO AG GB Personenbahnhöfe, und wird in CAD-Systemen geführt. Im Level of Geo- metry (LoG) wird die Genauigkeit der Geometrie des Modells beschrieben.
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Innere Attribute werden im BIM-Modell als Information am Bauteil geführt (nativ und IFC). Hierunter fallen planungs- oder projektrelevante Daten, die die geometrischen Objekte genauer beschreiben, z.B. ein Wärmedurchgangskoeffizient einer Wand. Diese sind pro- jektspezifisch festzulegen bzw. in Abhängigkeit von der jeweiligen Planungsaufgabe vom AN am Bauteil zu führen. Die aus AG-Sicht relevanten Mindestvorgaben sind der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM- Methodik zu entnehmen. Äußere Attribute werden nicht im BIM-Modell am Bauteil, sondern in einer separaten Datei bzw. Datenbank geführt. Hierunter fallen die für den Betrieb erforderlichen Daten, z.B. Informationen zum Hersteller, Gewährleistungsdauern etc. Bei der DB InfraGO AG Geschäftsbereich Personenbahnhöfe werden diese durch den Level of Information (LoI) definiert. Die Vorgaben hierzu sind der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zu entnehmen. Dokumente werden in der Projektkommunikationsplattform geführt. Die Ablage erfolgt basierend auf der Digitalen Ablagestruktur Personenbahnhöfe, wofür Vorlagen hinterlegt sind. Diese Vorlagen sind bereits mit den maßgeblichen Metadaten vorbelegt. Dokumente können projekt-, genehmigungs- oder betriebsrelevant sein. Die SOLL-Dokumente eines Projekts ergeben sich insbesondere aus gesetzlichen Anforderungen und Anforderungen des Betriebs. Zum Umsetzen der Verknüpfungen dieser unterschiedlichen Informationsarten in verschiedenen Systemen ist ein eindeutiger Identifikator erforderlich. In Projekten des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG ist dies die im Betrieb genutzte Equipmentnummer der Anlage. Die Equipmentnummer identifiziert die Anlage eindeutig im SAP-PM System. Im Projektinformationsmodell werden diese in der Herkunft sehr unterschiedlichen Informations- ausprägungen miteinander verknüpft. Durch diese Verknüpfungen können die Informations- ausprägungen transparent und leicht auf Konsistenz geprüft werden. Die Notwendigkeit dieser Verknüpfungen steigt mit der Komplexität des Projekts.
3.2 Rollen und Verantwortlichkeiten des Auftragnehmers Nachfolgend werden die BIM-spezifischen Rollen und zugehörigen Verantwortlichkeiten des Auf- tragnehmers dargestellt. Siehe auch BIM-Organigramm in 1.9 Rollen und Verantwortlichkeiten.
3.2.1 BIM-Koordination
Die Objektplanung ist für die fachliche Koordination und Integration der Fachplanungen sowie für die Zusammenführung der Planungsergebnisse zu einer abgestimmten und konfliktfreien Gesamtplanung verantwortlich (BIM-Koordination). Dies schließt die modellbasierte Koordina- tion der Fachbeiträge sowie die Integration der Fachmodelle in ein gemeinsames Koordinations- bzw. Gesamtmodell ein. In der Regel wird diese Aufgabe durch den Hauptauftragnehmer Planung wahrgenommen. Im Rahmen der BIM-Koordination übernimmt der AN insbesondere folgende Aufgaben:
• Fortschreibung des BIM-Projektabwicklungsplans (BAP) sowie Sicherstellung der Umset- zung der AG-seitigen Anforderungen an Informationstiefe und -lieferung, Informationsma- nagement, Modellstruktur und Modellierung
• Koordination und Zusammenführung der Fachmodelle zu Koordinations- bzw. Gesamt- modellen als Bestandteil der planerischen Gesamtkoordination
• Fachübergreifende Qualitätssicherung der Koordinations- und Gesamtmodelle hinsicht- lich Modellstruktur, Attributierung, Informationsqualität, Datenkonsistenz und Kollisions- freiheit im Rahmen der BIM-methodischen Prüfungen
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• Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation der getakteten Projektbesprechungen einschließlich Aufbereitung, Kommunikation und Nachverfolgung modellbasierter Kon- flikte und Kollisionen
• Termingerechte Informations- und Datenbereitstellung einschließlich Abstimmung der Austauschprozesse, Austauschformate und Durchführung erforderlicher Testläufe zum Datenaustausch Die fachliche Verantwortung für die Inhalte der jeweiligen Fachplanung verbleibt dabei bei den jeweils verantwortlichen Fachplanern. Gegenüber dem AG ist der HAN für den Werker- folg und damit für das Gesamtmodell verantwortlich.
3.2.2 BIM-Modellerstellung
Die Fachplanung ist im Rahmen der jeweils beauftragten Leistungsbeschreibungen für die fachgerechte Erarbeitung, Fortschreibung und Abstimmung der Planungsinhalte ihrer Fachdisziplin verantwortlich. Dies schließt im Rahmen der Anwendung der BIM-Methodik auch die modellbasierte Bearbeitung der Fachplanung sowie die Bereitstellung der hierfür erforderlichen Fachmodelle und zugehörigen Informationen ein. Im Rahmen der BIM-Modellerstellung übernimmt der AN insbesondere folgende Aufgaben:
• Erstellung, Fortschreibung und Pflege der BIM-Fachmodelle entsprechend den fachlichen Anforderungen sowie den geltenden BIM-Standards, Richtlinien und Projektvorgaben • Fachbezogene Qualitätssicherung, Konsistenz und Vollständigkeit der Fachmodelle einschließlich der Durchführung fachdisziplininterner Prüfungen und Kollisionskontrollen vor Übergabe in die Koordinationsmodelle • Umsetzung der Anforderungen an Detaillierungsgrad und Informationsgehalt (LoG/LoI) einschließlich der Sicherstellung der Verwendbarkeit der Modelle für nachgelagerte modellbasierte Anwendungsfälle, insbesondere modellbasierte Mengenermittlung sowie Ausschreibung und Vergabe • Fachliche und modellbasierte Abstimmung mit anderen an der Planung Beteiligten sowie Mitwirkung an regelmäßigen getakteten Projektbesprechungen • Fristgerechte Bereitstellung der Fachmodelle und zugehörigen Informationen gemäß den Projektvorgaben sowie Mitwirkung an der modellbasierten Zusammenführung und Koordination der Gesamtplanung
3.3 Modellierungsrichtlinie Für die Erstellung von BIM-Modellen ist die Modellierungsrichtlinie zu beachten (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie). Sie beschreibt softwareunabhängig die Erstellung von Bauteilen und Modellen.
3.3.1 Level of Geometry (LoG) Der Level of Geometry (LoG), definiert den geometrischen Detaillierungsgrad der Bauteile bzw. des Modells in Abhängigkeit des jeweiligen Entwicklungstandes des Projekts. Grundsätzlich glie- dert sich der Detaillierungsgrad in 4 Stufen (LoG 100-400) und ist abhängig von der jeweiligen Planungsart, -phase und der konkreten Planungsaufgabe. Siehe 4.3 Level of Geometry (LoG).
3.3.2 Level of Information (LoI) Der Level of Information (LoI), ist der Grad des Informationsgehaltes der Bauteile bzw. des Mo- dells in Abhängigkeit des Entwicklungstandes des Projekts. Der Informationsgehalt gliedert sich
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in 4 Stufen (LoI 100-400) und ist abhängig von der jeweiligen Planungsart, Projektphase und konkreten Planungsaufgabe. Siehe Konkretisierung 4.4 Level of Information.
Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM
Anlagenspezifische Attribute (äußere Attribute) müssen mindestens 2 Wochen vor Ab- nahme der Bauleistungen durch den AN-Bau in einer Übergabetabelle an den AG übergeben werden, damit diese in das SAP-PM-System des AG übernommen werden können. Als Überga- betabelle kann das auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK bereitge- stellte Muster (Arbeitshilfe Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und Übergabe in Tabel- lenform) verwendet werden. Hierzu erfolgt die Attributierung der äußeren Attribute der Anlagen und deren geforderte Ausprä- gungen planungs- und baubegleitend in einer separaten Liste bzw. Datenbank. Die Verknüpfung mit den Bauteilen des Modells erfolgt über eine Identifikationsnummer (sog. Matchkeys), die eine eindeutige Zuordnung der Informationen in der Datenbank zu den Bauteilen im Modell ermög- licht. Die zu übergebende Liste ist strukturiert nach den einzelnen Anlagentypen aufzubauen, die DB Anlagentypen werden in der ersten Spalte für jedes einzelne Equipment aufgeführt. Die folgenden Spalten enthalten die Attribute gemäß LoI. Die Ausprägung aller Attribute hat nach Vorgaben des AG gem. der Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwen- dung der BIM-Methodik zu erfolgen. Eine Kennzeichnung zu inneren und äußeren Attributen ist in dieser Anlage enthalten.
Im Projekt kann die Identifikation der Anlage für den Bestand über die Equipmentnummer erfol- gen. Bei neuen oder zu ersetzenden Anlagen werden im Planungsverlauf andere Identifikatoren, wie die Planungsobjektnummer (PO), Nutzungsobjektnummer (NO) oder Schlafende Nutzungs- objektnummer (SNO) vergeben, die im BIM-Modell am Bauteil bzw. der Anlage zu führen ist. Über einen dieser Identifikatoren erfolgt dann die Identifikation während der Projektphase. Im Anschluss wird eine neue Equipmentnummer vergeben, welche schließlich im As-Built-Modell als Identifikator zu verwenden ist. Ein Workflow inkl. Tabelle zur Verknüpfung der äußeren Attribute mit dem BIM-Modell steht auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung und kann im Projekt verwendet werden.
| DBAnlagentyp | Equipmentnr. | Baujahr | Ende Gewährleistung | … |
|---|---|---|---|---|
| Sitzmobiliar | ||||
| Wetterschutzsysteme | ||||
| Fahrradparken | ||||
| Bahnsteigdach | ||||
| Bahnsteigkorpus inkl. Entwässerung |
Tabelle 4 Übergabetabelle SAP-PM
3.3.3 Level of Accuracy (LoA) Der Level of Accuracy (LoA) definiert die Genauigkeitsklasse in Bezug auf die Mess-/Scangenau- igkeit der Vermessung sowie der modellierten Bauteile des Bestands im Grundlagenmodell. Die Vermessung muss so genau erfolgen, wie es für die Erfüllung der Planungsaufgabe, der Bauaus- führung und für die zu treffenden Entscheidungen in der Planung erforderlich ist.
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Der Vermesser gibt die Genauigkeitsklasse für die Vermessung inkl. Bestandserfassung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand im BIM-Projektabwicklungsplan an. Für im Projekt- verlauf erstellte Vermessungen ist die Messgenauigkeit ebenfalls anzugeben und zu dokumen- tieren. Für die modellierten Bauteile des Bestands, insbesondere im Grundlagenmodell, muss der LoA ebenfalls im BIM-Projektabwicklungsplan angegeben werden. Siehe Konkretisierung 4.5 Level of Accuracy.
3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse Der Detaillierungsgrad der BIM-Modelle ist vom Planer immer so zu wählen, dass sowohl die werkvertragliche Planungsaufgabe erfüllt, die Anwendungsfälle bedient als auch die Mindestvor- gaben des AG für den Detaillierungsgrad erfüllt werden. Der vom AG vorgegebene LoG gem. nachfolgenden Darstellungen ist somit als Mindestmaß zu verstehen. Sofern damit keine Planungsentscheidung herbeigeführt werden kann, ist vom AN das nächsthöhere LoG zu wählen. Im Folgenden wird die Detaillierung im Planungsverlauf sowie deren Zuordnung zu den Modellen und Leistungsbeschreibungen dargestellt. Grundsätzlich gliedert sich die Detaillierung in 4 Stufen (100 – 400, siehe Anlage 2 Modellierungsrichtlinie). Die zum Ende jeder Planungsphase vorgeschriebenen Datenlieferungen richten sich nach den Vorgaben des LoG, LoI und LoA sowie der Modellierungsrichtlinie.
Abbildung 9 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA
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Detaillierung der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen
Abbildung 10 Darstellung Planungsablauf mit min. LoG/LoI/LoA für die EinfachBIM Projekte
Abbildung 11 Detaillierungsgrad Modell inkl. Leistungsbeschreibung und Planungsverlauf
3.4.1 Anwendung der Baustandards Personenbahnhöfe Gemäß Verpflichtung im Planungsvertrag sind die Baustandards Personenbahnhöfe und Bauele- mente mit Anwenderfreigabe für Personenbahnhöfe anzuwenden. Der Baustandard ist in allen Leistungsphasen innerhalb seiner Anwendungsgrenzen, gemäß Anwenderleitfaden, verbindlich zu nutzen. Nicht zu jeder Planungsaufgabe existiert ein Baustandard; der vorhandene Baustan- dard ist allerdings, soweit möglich bzw. mindestens sinngemäß, anzuwenden. Sämtliche Unterlagen stehen auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK unter dem Bereich Baustandards zur Verfügung.
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Für viele Baustandards, die bei im GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zur Anwendung kommen, existieren entsprechende Bauteile in der Digitalen Bauteilbibliothek für Personenbahn- höfe.
3.4.2 Digitale Bauteilbibliothek für DB-Personenbahnhöfe Die Digitale Bauteilbibliothek enthält die für die Planung und den Bau von Verkehrsstationen und deren Zuwegungen erforderlichen Bauteile mit dem geforderten geometrischen Detaillierungs- grad eines Gesamtmodells Stufe 2. Projektspezifische Ergänzungen bzw. Anpassungen sind dennoch in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe und der Örtlichkeit im Rahmen der Planung zu berücksichtigen. Die Digitale Bauteilbibliothek ist Bestandteil dieser Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, wird laufend fortgeführt und ist im Rahmen der Planung und des Baus anzuwenden. Eine Über- sicht über die Bauteile der Digitalen Bauteilbibliothek wird vom AG in der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik zur Verfü- gung gestellt. Die Bauteile der Digitalen Bauteilbibliothek können im IFC und RFA-Format herun- tergeladen werden. Sofern kein Baustandard vorliegt bzw. anwendbar ist oder Bauteile außerhalb der Bauteilbiblio- thek verwendet werden, ist der LoG gemäß den konkreten Vorgaben im Projekt zu wählen (s. 3.4 Detaillierung im Planungsverlauf und Planungsergebnisse bzw. Anlage 2 Modellierungsrichtli- nie).
3.5 Grundlagen der verzerrungsfreien Darstellung von BIM-Modellen Eine verzerrungsfreie Darstellung beschreibt den Umstand, dass Längen und Abstände ei- ner Zeichnung oder eines Modells gegenüber der Realität ohne maßstäbliche Verzerrung defi- niert sind. Die Abbildung der Realität in das Modell erfolgt somit verzerrungsfrei. Hinweis: In gängiger Autorensoftware wird i.d.R. basierend auf kartesischen Koordinatensyste- men geplant, d.h. real existierende Verzerrungen werden durch fehlende Transformation nicht berücksichtigt.
3.5.1 Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Um die Abweichungen zu minimieren, wurde für jeden Personenbahnhof ein lokales Koordina- tensystem (inkl. Transformationsparameter), das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (kurz: VA-System), erstellt. Eine Beschreibung kann in Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) nachgelesen werden. Eine Datenbank mit den Transformationsparametern für jeden Bahnhof wird auf der Informationsplattform Anla- gentechnik, Bautechnik und ITK bereitgestellt. Durch eine örtliche Vermessung wird für das jeweilige Projekt das definierte lokale Koordinaten- system Personenbahnhöfe für den Bahnhofsbereich inkl. der angrenzenden Gleisanlagen in der Örtlichkeit realisiert. Dieses Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maßstabfrei (Maßstab Lagekoordinaten = 1), dient als Grundlage für eine verzerrungsfreie Modellierung in der Autorensoftware und standardisiert die Koordination von Fachmodellen. Die Parameter in der für das Koordinatensystem Personenbahnhöfe erstellten Datenbank (VA- Datenbank) ermöglichen eine automatisierte Transformation zwischen den DB_REF2016 Koor- dinaten und dem lokalen Koordinatensystem Personenbahnhöfe. Die Transformation der Koordi- naten kann mit einer geeigneten Software wie (z.B. QGIS, Civil 3D, ArcInfo, etc.) durchgeführt werden.
3.6 BIM-Modelle Im Rahmen der Planung sind die in den nachfolgenden Abschnitten beschriebenen BIM-Modelle zu erstellen. Die BIM-Modelle sind gemäß den Leistungsbeschreibungen für den Architekten- /Ingenieurvertrag bzw. Bauvertrag durch den Auftragnehmer zu liefern. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 3 BIM-Pflichtenheft 49
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Der Detaillierungsgrad der Modelle ist vom Planer immer so zu wählen, dass sowohl die Pla- nungsaufgabe erfüllt, die Anwendungsfälle bedient als auch die Mindestvorgaben des AG für den Detaillierungsgrad erfüllt werden. In der Planung sind die Baustandards Personenbahnhöfe und die Digitale Bauteilbibliothek des Auftraggebers zu nutzen.
3.6.1 Fachmodell und Gesamtmodell Fachmodelle sind fachdisziplin- bzw. gewerkespezifische BIM-Modelle, die sich aus einzelnen Objekten zusammensetzen und somit die Gesamtheit aller fachspezifischen Bauteile und Bautei- linformationen enthalten. Fachmodelle können außerdem nach inhaltlichen Gesichtspunkten in Sub-Fachmodelle (z.B. Baugrundschichtenmodell des Fachmodells Baugrund) aufgeteilt werden. Ein Sub-Fachmodell enthält nur Bauteile oder Objekte einer bestimmten Art oder Kategorie. Die einzelnen Fachmodelle können in unterschiedlichen Programmen und Formaten erstellt wer- den. Der Abgleich der einzelnen Fachmodelle der Planung untereinander erfolgt während der Planungsphase in einem Koordinationsmodell durch eine Kollaborationssoftware. Die abschlie- ßend bearbeiteten Fachmodelle werden zu einem Gesamtmodell zusammengeführt. Das Gesamtmodell bildet den finalen Planungsstand aller Gewerke innerhalb der definierten Planungsgrenzen gesamthaft ab. Hierfür sind die Informationen aller Fachgewerke (Fachmo- delle, Umgebungsmodell, TGA-Modell, IVL-Plan…) konsistent zusammenzuführen. Das Gesamt- modell entspricht somit einem analogen Plansatz. Die Gesamtmodelle werden in folgende Stufen unterschieden:
Gesamtmodell Stufe 1 – Entwurfsplanungs- und Genehmigungsplanung Gesamtmodell Stufe 2 – Ausführungsplanung As-Built Modell – Ende der Bauausführung Sowohl das Grundlagenmodell als auch das Variantenentscheidungsmodell sind Grundlagen für die Erstellung der Planung und werden daher nicht als Gesamtmodell bezeichnet. Gesamt- und Fachmodelle können bei größeren Projekten räumlich (z.B. in Abschnitte) oder zeit- lich in Teilmodelle aufgegliedert werden.
Abbildung 12 Beispiel Modellstruktur Gesamtmodell Stufe 1
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| Modelle anhand von Beispielen | Leistungsbeschrei- bung |
|---|---|
| Gesamtmodell Verkehrsstation inkl. Umgebungsmodell | LB Objektplanung Ver- kehrsanlagen einschl. Technische Ausstattung |
| Fachmodell Bahnsteigausstattung und technische Ausrüstung | LB Objektplanung Ver- kehrsanlagen einschl. Technische Ausstattung |
| Grundlagenmodell als ein Ergebnis der 3D-Bestandserfassung (Inkl. farbiger Punktwolke, Bebauung und IVL-Pläne) | LB Vermessung inkl. BIM |
3.6.2 Koordinationsmodell Im Koordinationsmodell werden alle Fachplanungs- und Bestandsinformationen (inkl. Punkt- wolke) zusammengeführt. Hierzu wird eine Kollaborationssoftware verwendet, die es ermög- licht, eine Vielzahl von Formaten der Fachplanungssoftware lagerichtig einzulesen und an- schließend integriert darzustellen. Das Koordinationsmodell bildet den jeweils aktuellen Arbeitsstand der BIM-Modelle ab und dient der Koordination der einzelnen Fachplanungen. Es wird u.a. dafür verwendet, die Voll- ständigkeit und Richtigkeit der Fachplanungen inkl. Bestandinformationen zu plausibilisieren, die lagerichtige Konsistenz (geometrische Widerspruchsfreiheit) der Fachplanungen unterei- nander durch eine Kollisionsprüfung zu überprüfen. Diese Kollisionsprüfung kann je nach ein- gesetzter Software auch automatisiert erfolgen. Die Federführung und die Verantwortung für das Koordinationsmodell liegen beim BIM-Koordinator. Das Koordinationsmodell ist zentraler Bestandteil der getakteten Projektbesprechung und wird entsprechend vereinbartem Takt im Projektverlauf vor jeder getakteten Projektbesprechung aktualisiert und entsprechend aktuel- lem Planungsstand bereitgestellt. Sobald am Koordinationsmodell keine Änderungen mehr erforderlich werden und dieses den finalen Stand erreicht hat, ist das Ergebnis das jeweilige BIM-Modell.
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Abbildung 13 Kollisionen der Fachgewerke im Koordinationsmodell
3.6.3 Punktwolken Eine Punktwolke ist eine Menge von Punkten, die einen dreidimensionalen Raum beschreibt. Die Erfassung erfolgt durch Aufnahmeverfahren wie Laserscanning oder Photogrammetrie. In Rahmen der Grundlagenermittlung ist immer eine Bestandserfassung mittels farbiger Punkt- wolke als Planaufsatz für alle Fachplaner zu erstellen. Punktwolken können darüber hinaus in- nerhalb der Planung und Bauausführung für die Umsetzung verschiedener BIM-Anwendungsfälle angewendet werden. Sie sind damit Grundlage für: Erstellung von 3D-Prototypen, Grundlagenmodelle und As-Built-Modelle als Planaufsatz für alle Fachplaner die Visualisierung des IST-Zustands im Koordinationsmodell Beweissicherung Baufortschrittskontrolle Ausführungs- und Kontrollvermessung (z.B. Abgleich As-Built-Modell mit Bauausführung) Dokumentation des gebauten Bauwerkes als Bestandsdokumentation etc.
3.6.3.1 Referenzieren von Punktwolken Die Übergabe von Dateien, deren Einzelgröße 10GB überschreiten, in die Projektkommunikati- onsplattform ist nicht möglich, weswegen für diesen Fall die Punktwolke im Koordinationsmodell referenziert werden muss. Bei der Erstellung des Koordinationsmodells ist darauf zu achten, dass die Punktwolke über einen relativen Pfad abgespeichert und referenziert wird. Beim Öffnen des Koordinationsmodells in Navisworks Freedom wird die Punkwolke entweder unter diesem abgespeicherten Pfad gefunden oder durch den Befehl „Ignorieren“ automatisch in dem Ordner gesucht, in dem die .nwd abgespeichert ist.
3.6.3.2 Visualisierung der Punktwolken als Mesh Zusätzlich kann für die Visualisierung der Punktwolken die Erstellung eines triangulierten Poly- gonnetzes (Mesh) genutzt werden., in diesem Fall auf Basis von vermaschten Dreiecken. Durch die Verwendung von nur drei Punkten (Dreieck) reduziert sich die Datenmenge auf 1/10 bis zu 1/100 der ursprünglichen Datenmenge. Das Mesh kann ebenfalls als farbige und fotorealistische Dreiecksvermaschung auf Grundlage der gesamten Punktwolke sowie aus zusätzlichen Fotoauf- nahmen erzeugt werden, deren Überlappung mind. 60% und Bildauflösung mind. 16 MP beträgt. Solche Meshes können aufgrund der geringeren Datenmenge in das Koordinationsmodell (z.B.*.nwd-Datei) integriert werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass durch die Reduzierung LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 3 BIM-Pflichtenheft 52
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der Daten als Mesh die Darstellung nicht in jedem Punkt der tatsächlichen örtlichen Gegebenheit entspricht. Zu diesem Abgleich kann immer nur die originale Punktwolke herangezogen werden. Für die meisten Anwendungsfälle der Visualisierung ist die Darstellung jedoch genau genug.
Abbildung 14 Beispiel eines Mesh einer Verkehrsstation
3.6.4 3D-Prototyp Der 3D-Prototyp ist ein BIM-Modell, das die Planungsaufgabe anhand eines einfachen digitalen 3D-Modells skizziert und visualisiert. Es enthält nur die erforderlichen Grundlagen bzw. Be- standsinformationen, wie z.B. einfaches Umgebungsmodell (aus Orthofotos, einfache Punkt- wolke, IVL- und Flimas-Plan als 2D oder 3D-Informationen. Der 3D-Prototyp ersetzt das Varian- tenentscheidungsmodell zur Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. der Pla- nungsaufgabe. Es handelt sich um ein 3D-Modell, das ohne bauteilorientierte Informationen in Form von Attributen und mithilfe von einfachsten Grundlagen erstellt wird. Der bestätigte 3D- Prototyp definiert das zu planende Bausoll zu Projektbeginn und dient mit der Grundlagenermitt- lung als Grundlage für die Erstellung des Gesamtmodells Stufe 2 in einer Einphasenplanung. Der 3D-Prototyp erfordert einen min LoG von 100 und LoI von 0. Für die Visualisierung der Umgebung können neben einfachen Punktwolken auch Umgebungs- daten von z.B. GoogleEarth o.Ä. verwendet werden. Die Trassierung kann erforderlichenfalls auch dem IVL-Plan (*.dwg) entnommen werden.
| Beispiel 3D-Prototyp | Leistungsbeschreibung |
|---|---|
| 3D-Prototyp mit Punktwolke aus 360-Grad-Kamera und IVL-Plan | BIM-LB Objektplanung Verkehrsan- lagen inkl. Technische Ausstattung |
| BIM-LB Objektplanung Verkehrsan- lagen inkl. Technische Ausstattung |
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| 3D-Prototyp als GoogleEarth Export mithilfe einer KML-Datei | |
|---|---|
| Der 3D-Prototyp dient der Abstimmung und Bestätigung der Aufgabenstellung bzw. Pla- nungsaufgabe und Variantenbestätigung. |
3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme Das Grundlagenmodell beinhaltet alle für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlichen In- formationen über den Bestand, innerhalb der festgelegten Planungsgrenze und ist somit das Er- gebnis der für die Planung erforderlichen Bestandsaufnahme bzw. der Grundlagenermittlung. Das Grundlagenmodell ist das erste Koordinationsmodell und besteht aus Bestandsinformatio- nen, wie farbiger Punktwolken und 2D-Bestandsunterlagen, Umgebungsmodellen sowie dem mo- dellierten Bestand, die maßstabsgetreu und lagerichtig in einer Kollaborationssoftware zusam- mengeführt werden. Der Detaillierungsgrad im Grundlagenmodell ist abhängig von der Planungs- aufgabe und wird zwischen Planer und Vermesser festgelegt. Die Mindestanforderung an LoG und LoI ist in der Anlage 2 Modellierungsrichtlinie festgelegt (siehe auch 3.4 Detaillierung im Pla- nungsverlauf und Planungsergebnisse). Die Nutzbarkeit vorhandener Bestandspläne ist mit dem Grundlagenmodell zu verifizieren. Das Grundlagenmodell bildet die zentrale Grundlage der da- rauffolgenden Planung. Eine explizite 3D-Modellierung des Bestands erfolgt nur in dem Umfang und Detaillierungsgrad, in dem dieser für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlich ist. Eine Genauigkeitsangabe (4.5 Level of Accuracy) ist für den modellierten Bestand vom AN zu liefern und zu dokumentieren. Bei einem vollständigen Rückbau und Neubau einer Anlage ist eine 3D-Modellierung entweder nicht erforderlich oder die Modellierung ist auf die Bestimmung von Rückbaumengen und Schnitt- stellen zum Bestand zu beschränken. Für weiter betriebene Bereiche und Bereiche, die nicht von der Maßnahme betroffen sind, ist die Visualisierung als Punktwolke bzw. Mesh im Grundlagen- modell ausreichend. Basis des Grundlagenmodells ist die Aufnahme der Bestandsinformationen. Die Bestandsauf- nahme umfasst eine vermessungstechnische Bestandserfassung und die Beschaffung von Infor- mationen der Fachgewerke und der Umgebung. Zu möglichen Quellen für Bestandsinformationen gehören auch vorhandene Unterlagen, die vor Planungsstart zu beschaffen sind. Für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderliche Eingangsdaten können neben Fach- und Teilmodellen des Bestands somit auch die Punktwolken, Vermessungen, Bodenuntersuchungen, Baugrundmodelle, Umgebungsdaten, Kernbohrungen, Suchschachtungen, Trassierungen, Auf- nahmen von Leistungswerten von TGA-Anlagen etc. sein. Die Bestandsunterlagen und -informationen werden durch den Abgleich mit den Punktwolken und weiteren Eingangsdaten im Koordinationsmodell auf ihre weitere Verwendbarkeit in der Planung untereinander verifiziert. Umgebungsmodelle, Punktwolken oder Fachmodelle innerhalb des Grundlagenmodells können bei größeren Projekten räumlich (z.B. in Abschnitte) oder zeitlich in Teilmodelle aufgegliedert werden.
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Abbildung 15 Beispiel Modellstruktur Grundlagenmodell
3.6.5.1 Bestandsunterlagen Unmittelbar nach Projektstart sind die vorhandenen Bestandsunterlagen (Vermessungspläne, Spartenpläne, Bauakten, 2D und 3D georeferenzierte Daten) zu beschaffen und in das Grundla- genmodell zu integrieren und validieren.
3.6.5.2 Bestandsinformationen der Fachgewerke In der Bestandsaufnahme der Fachgewerke, wie z.B. Fördertechnik, TK, OLA und Elektro, sind vom AN die über die vermessungstechnische Bestandserfassung hinausgehenden Informationen zu ermitteln, die als Grundlage für die weitere Planung benötigt werden.
3.6.5.3 Baugrundinformationen Die Aufnahme von Baugrundinformationen beinhaltet die Aufnahme aller nicht sichtbaren Infor- mationen unterhalb der Oberfläche. Diese können anhand von Bohrungen oder anderen Techni- ken, wie z.B. Georadar, erfolgen und werden im Fachmodell Baugrund abgebildet (Vorgaben zum Fachmodell Baugrund in Anlage 2 Modellierungsrichtlinie).
3.6.5.4 Vermessungstechnische Bestandserfassung Die erforderlichen Informationen sowie die notwendige Genauigkeitsklasse (LoA) der Bestand- serfassung (siehe 3.3.3 Level of Accuracy (LoA)) werden zu Projektbeginn zwischen Planer und Vermesser unter Einbindung der Projektleitung des AG sowie des BIM-Beraters abgestimmt.
3.6.5.5 Umgebungsmodell Im Rahmen der Erstellung des Grundlagenmodells ist ebenfalls ein Umgebungsmodell zu er- stellen und zu liefern. Das Umgebungsmodell führt Informationen über Flurstücksgrenzen, Be- wuchs, Bebauung, Verkehrsinfrastruktur, Gelände, Schutzgebiete, Bauleitplanung etc. zusam- men.
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Im Umgebungsmodell werden die zur Bewertung der Umgebung notwendigen Informationen im Planungsbereich, die zur Umsetzung der Planungsaufgaben erforderlich werden, zusammenge- führt. Das Umgebungsmodell enthält dafür insbesondere folgende Informationen:
| Informationen | Quelle |
|---|---|
| Flurstücksgrenzen | ALKIS-Daten, Flimas-Pläne, Ivl-Pläne |
| Bewuchs | Satellitenbilder, Luftbilder, Baumkataster und Orthopho- tos |
| Bebauung | Open Streetmap, Satellitenbilder, 3D-Städtemodell |
| Verkehrsinfrastruktur | Open Streetmap |
| Gelände | Digitales Geländemodell (DGM) ggf. digitales Landschaftsmodell (DLM) |
| Schutzgebiete, Bauleitplanung etc. | Naturschutzbehörden, kommunale Planung |
Tabelle 5 Informationen für Umgebungsmodell Ein Großteil der Informationen ist unter http://www.adv-online.de/Startseite/ erhältlich. 3D-Städ- temodelle können bei den zuständigen Vermessungsämtern angefragt werden. Für die Varian- tenentscheidung zur Lage soll, sofern im Bundesland verfügbar, das DGM 1 verwendet werden. Ansonsten ist auf DGM 2 oder DGM 5 zurückzugreifen. Für den 3D-Prototypen ist zunächst die Darstellung der Umgebung, der Flurstücksgrenzen so- wie Bewuchs, Bebauung, Verkehrsinfrastruktur und Gelände mittels einfacher Punktwolken aus- reichend. Im Rahmen der Grundlagenermittlung, basierend auf den abgestimmten 3D-Prototyp, werden die für die Planung erforderlichen Grundlagen der Umgebung weiter ergänzt. Die Informationen dienen insbesondere als: Grundlage für die weitere Planung Variantenentscheidung zur Lage Information für den AN-Bau im Rahmen der Ausschreibung Präsentation in der Öffentlichkeit
| Umgebungsmodelle anhand von Beispielen | Leistungsbeschrei- bung |
|---|---|
| Gesamtmodell eingebettet in der Umgebung (Landschaft) | LB Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Technische Ausstattung) |
| Digitales Geländemodell (DGM) | LB Vermessung inkl. BIM |
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| Das DGM dient der Überprüfung des Ergebnisses der Bestandserfas- sung und als Ausgangspunkt für die Neuplanung. Insbesondere in Be- reichen von Böschungen, Dämmen oder Einschnitten. | |
|---|---|
| Grundlagenmodell inkl. DGM und Bebauung | LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Techni- sche Ausstattung) |
| Katasterplan | LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrslagen (inkl. Technische Ausstattung) |
| Grundlagenmodelle und ihre Bestandteile anhand von Beispie- len | Leistungsbeschrei- bung |
|---|---|
| 3D-Abbildung der Geländeoberfläche sowie aller topografischen, bau- lichen und technischen Anlagen (virtuell begehbarer Bestand), bspw. durch Laserscan (Punktwolke) | LB Vermessung inkl. BIM |
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| Grundlagenmodell inkl. Umgebungsmodell (DGM und Bebauung) | LB Vermessung inkl. BIM und Anlage V/E, LB Objektplanung Verkehrsanlagen (inkl. Technische Ausstattung) |
|---|---|
| Grundlagenmodell inkl. Mesh 3D-Visualisierung von Geländeoberflächen sowie topographischen, baulichen und technischen Anlagen des Bestandes und der Umge- bung durch Erzeugung eines Mesh mittels Laserscan oder Photo- grammetrie. | LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstattung) |
| Grundlagenmodell inkl. Punktwolke | LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstattung) |
| Grundlagenmodell inkl. 2D-Bestandsinformationen und Umge- bungsmodell | LB Vermessung inkl. BIM, LB Objektpla- nung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstattung) |
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3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung) Das Variantenentscheidungsmodell entsteht im Rahmen der Vorplanung (Lph 2), die die Abstim- mung der Aufgabenstellung beinhaltet und somit das Planungskonzept für die Neuplanung inner- halb der definierten Planungsgrenzen liefert. Die Abstimmung der Aufgabenstellung beinhaltet unter anderem die Erarbeitung und Untersu- chung verschiedener Varianten durch den Hauptauftragnehmer Planung, welche schließlich die Grundlage für Abstimmungen mit den TÖB und der Öffentlichkeit sowie für die Variantenentschei- dung durch den Auftraggeber darstellen. Eine Variantenentscheidung kann hinsichtlich der Lage, z.B. von Bauwerken, Zuwegungen, Bau- teilen etc., oder des Bauwerks, z.B. Bahnsteigdächer, erforderlich werden. Für die Erstellung des Variantenentscheidungsmodells sind die Vorgaben des LoG und LoI zur Variantenentscheidung zu berücksichtigen. Variantenentscheidungen zur Lage erfordern einen Detaillierungsgrad von min. LoG 100. Für Variantenentscheidungen zum Bauwerk gilt min. LoG 200. Für die übersichtliche Zusammenstellung der Daten für eine Variantenentscheidung ist die Matrix Variantenentscheidung zu verwenden. Die Variantenentscheidung erfolgt auf Basis dieser Vari- antenentscheidungsmatrix und der Visualisierung von vereinfachten Modellen mit allen Projekt- beteiligten in einer getakteten Projektbesprechung an einem Koordinationsmodell. Bei Verwen- dung der Baustandards und ohne Variantenentscheidung der Lage, kann, soweit die Aufgaben- träger zustimmen, auf Vorplanungshefte verzichtet werden. Das Variantenentscheidungsmodell bildet somit die Grundlage für die Kostenschätzung und alle notwendigen Abstimmungen und Entscheidungen.
| Variantenentscheidungsmodell anhand von Beispie- len | Leistungsbeschreibung |
|---|---|
| LB Objektplanung Verkehrsanla- gen (inkl. Technische Ausstatt- tung) | |
| Das Variantenentscheidungsmodell dient der Variantenentscheidung hinsichtlich Lage und Zuwegung des Bahnsteigs sowie der Ausstattungselemente für die Neuplanung (ggf. unter Berücksichtigung des DGM und des Bestandes). |
3.6.7 Gesamtmodell Stufe 1 (Entwurfs- und Genehmigungsplanung)
3.6.7.1 Entwurfsplanung Zur Entwurfsplanung ist ein BIM-Modell mit allen funktionalen Anforderungen zu erstellen sowie die Baubarkeit nach Regelwerk nachzuweisen. Das Gesamtmodell Stufe 1 stellt somit ein reali- sierbares Planungskonzept, das die projektspezifischen Belange berücksichtigt, dar. Das Ge- samtmodell enthält alle Fach- bzw. Teilmodelle der gesamten Planungsaufgabe. Hierbei sind die Vorgaben des LoI 200 und min. LoG 200 zu berücksichtigen. Aus dem Modell können Mengen bzw. Volumen ermittelt sowie entsprechende Bauteilstücklisten erstellt werden. Auf dieser Basis kann der Kostenplan erstellt werden.
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| Beispiel Gesamtmodell Stufe 1 | Leistungsbeschreibung |
|---|---|
| LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung) |
Das Gesamtmodell Stufe 1 stellt durch die zusammengeführten Fachmodelle die gesamte Neu- planung innerhalb der Planungsgrenzen dar.
3.6.7.2 Genehmigungsplanung Die Anforderungen an die Genehmigungsplanung sind zum Projektstart abzustimmen. Die Ge- nehmigungsplanung enthält alle Leistungen, die zur Zusammenstellung eines Bauantrages erfor- derlich werden und wird auf der Grundlage der Entwurfsplanung erstellt. Die für die Genehmigungsplanung notwendigen Plandokumente sind aus dem BIM-Modell abzu- leiten und entsprechend des „Leitfadens zur einheitlichen Gestaltung von Antragsunterlagen für Infrastrukturvorhaben der Eisenbahn des Bundes“ des Eisenbahnbundesamtes (EBA) aufzube- reiten. Für die Ableitung der Plandokumente kann die Projektvorlage genutzt werden. Das Plandokument muss in Bezug auf den im Leitfaden genannten Detaillierungsgrad weiter re- duziert werden. Parameter, welche im Erläuterungsbericht (Genehmigungsplanung) bzw. dessen Anlagen ver- wendet werden (z.B. Formular zur Umwelterklärung), müssen mit dem BIM-Modell übereinstim- men. Ein Planungsheft sowie ein gerendertes BIM-Modell für die TÖB sind vorzulegen.
Abbildung 16 Genehmigungsplan aus Modell erstellt
3.6.8 Gesamtmodell Stufe 2 (Ausführungsplanung) Das BIM-Modell wird auf Basis der Ergebnisse des genehmigten Entwurfs entsprechend LoI und min. LoG 300 fortgeschrieben und stellt eine ausführungsreife Lösung dar. Das Gesamtmodell Stufe 2 enthält alle Fach- bzw. Teilmodelle der gesamten Planungsaufgabe sowie die für die
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Bauausführung notwendigen Informationen. Weiterhin ist zur Ausführungsplanung ein entspre- chendes Planungsheft vorzulegen. Aus dem Modell können die Mengen bzw. Volumen sowie entsprechende Bauteilstücklisten er- mittelt werden. Dies ist Voraussetzung für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse sowie den daraus abgeleiteten Kostenanschlag. Die ermittelten Mengen dienen ebenfalls als Abrechnungs- grundlage der Bauleistungen. Das Gesamtmodell Stufe 2 dient der Prüfung der zusammengeführten Fachmodelle und stellt die gesamte Neuplanung innerhalb der Planungsgrenzen dar. Zusätzliche/abweichende Anforderungen zum LoG 200: Bauteile gliedern sich hierarchisch in Bauteilgruppen (z.B. Aufzug) und Bauteilkomponen- ten erster Stufe (z.B. Mundhaus, Aufzugschacht) und zweiter Stufe (z.B. Mundhaus mit Pfosten und Glasscheiben, Aufzugsschacht mit Schachtgerüst). Zusätzliche Einbauteile (z.B. Fahrkorb) werden schematisch dargestellt / im As-Built-Mo- dell werden Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewicht) dargestellt.
| Beispiel Gesamtmodell Stufe 2 | Leistungsbeschreibung |
|---|---|
| LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung) |
3.6.9 As-Built-Modell Das As-Built-Modell soll den tatsächlich gebauten Bestand abbilden und alle Informationen ent- sprechend des LoI 400 und min. LoG 300 bzw. mindestens dem LoG des Gesamtmodells Stufe 2 entsprechen. Im As-Built-Modell werden schematische Darstellungen der Einbauteile durch konkrete Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewichte) ersetzt. Das As-Built-Modell stellt eine Revision des Gesamtmodells Stufe 2 dar und wird darüber hinaus um betriebsrelevante Daten ergänzt. Projektrelevante Attribute, die z.B. zur Zuordnung einzelner Bauteile zu Baupha- sen im Projekt, also der Projektabwicklung dienten, müssen aus dem As-Built-Modell entfernt werden. Als Grundlage der Erstellung und Fortschreibung des As-Built-Modells können Punkt- wolken genutzt werden (s. 3.6.3 Punktwolken). Das As-Built-Modell wird u.a. dazu genutzt, die für den Betrieb relevanten Daten zu übergeben.
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Das As-Built-Modell wird i.d.R. vom Hauptauftragnehmer Bau erstellt. In der Leistungsphase 8 der Leistungsbeschreibung Objektplanung kann die Erstellung des As-Built-Modells optional auch dem Objektplaner zugeordnet werden.
| Beispiel As-Built-Modell | Leistungsbeschreibung |
|---|---|
| Standardleistungstexte Musterleistungsver- zeichnis ALI oder opt. LB Objektplanung (inkl. Technische Ausstattung) |
3.7 BIM-Anwendungsfälle Nachfolgend werden Anwendungsfälle der BIM-Methodik näher beschrieben. Die Festlegung der vom AG geforderten BIM-Anwendungsfälle erfolgt vor Ausschreibung der Leistung im BIM-Pro- jektabwicklungsplan (BAP).
3.7.1 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG In der folgenden Tabelle sind die BIM-Anwendungsfälle für ausgewählte Standardprojekte des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG bewertet und festgelegt. Weitere Anwendungsfälle, die aus Sicht des Auftragnehmers Planung bzw. Bau erforderlich sind, um die qualitätsgerechte und genehmigungsfähige Planung gemäß Werkvertrag zu erreichen, sind vom Auftragnehmer Planung zu ergänzen. Hierzu gehören auch Anwendungsfälle, die mit dem Zusatz „AN“ gekennzeichnet sind, wenn diese nicht vom AG gefordert werden. Die Standardprojekte sind als Portfolio zu betrachten, beispielsweise beinhaltet die Erneuerung oder der Neubau einer Verkehrsstation durchaus auch den Neubau/die Erneuerung eines Aufzu- ges oder einer Fahrtreppe, Unterführung oder ähnliches. Dagegen ist ein Austauschprogramm der Fördertechnik zum Portfolio Aufzüge und Fahrtreppen zugehörig. Die Zugehörigkeit zu einem Portfolio und die damit einhergehende Festlegung der Anwendungsfälle wird nach dem Überwie- gend-Prinzip entschieden. Neubau (N): Neubau einer Verkehrsstation, eines Empfangsgebäudes oder einer sonstigen nicht vorhandenen Anlage. Erneuerung (E): Ersatz einer vorhandenen Anlage oder von vorhandenen Anlagenteilen, ge- kennzeichnet durch vorherigen Rückbau der Alt-Anlage(-teile) und darauf im zeitlichen Zusam- menhang folgenden baulich technischen Anlagenersatz (Synonyme: Sanierung, Instandsetzung, Ersatzneubau, Modernisierung, Austausch, grundlegende Erneuerung).
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| Vertraglich | Ver- kehrs- station | Personen- unterfüh- rung/- überfüh- rung | Emp- fangs- ge- bäude | Auf- züge, Fahrtr eppen | DSA , ZIM, Vi- deo, WL AN | Ein- fach- BIM | För- der- fä- hige Klein maß- nah- men * | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| verein- | ||||||||||
| barte An- | ||||||||||
| wendungs- | ||||||||||
| fälle der | ||||||||||
| BIM-Me- | ||||||||||
| thodik (N- | ||||||||||
| Neubau, E- | ||||||||||
| Erneue- | ||||||||||
| rung, AN) | ||||||||||
| Projekt- durchfüh- rung | Getaktete Projektbe- sprechung am Modell | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | ||
| Baube- sprechung am Modell | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | |||
| 3D-Model- lierung - Geometrie und Attri- bute | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |||
| Öffentlich- keitsarbeit mit 3D-Vi- sualisie- rung | N,E | N,E | N,E | AN | AN | N,E | AN | |||
| Projektkom- munikation- Modellba- sierte digi- tale Proto- kollierung und Aufga- benverwal- tung | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN | |||
| 2D-Planab- leitungen aus den 3D-Model- len | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |||
| Modellba- sierte Bau- ablaufpla- nung | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN | |||
| 3D-Kollisi- onsprü- fung | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |||
| Grundla- genermitt- lung, Pla- nung, Baurecht | Bestand- serfassung mittels Punkt- wolke | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E* * | N,E | N,E** | ||
| Grundla- genmodell als | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN |
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| Planungs- grundlage | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3D-Varian- tenent- scheidung (Lage und Bauwerk) | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |
| Abstim- mung der Genehmi- gungspla- nung mit 3D-Visuali- sierung | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E bei Be- darf | AN | |
| Arbeits- und Ge- sundheits- schutz: Pla- nung und Prüfung | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN | |
| Teilauto- matisierte Mengener- mittlung mit BIM- Modellen | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |
| Teilauto- matisierte LV-Erstel- lung mit BIM-Mo- dellen | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |
| Modellba- sierte Ab- stimmung der Kosten- und Finan- zierungs- struktur | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN | |
| Modellba- sierte Aus- schrei- bung und Vergabe | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN | |
| Bemessung und Nach- weisfüh- rung | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN | |
| Teilautoma- tisierte Prü- fung auf Regelkon- formität | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN | |
| Bau | Erstellen eines As- | N,E | N,E | N,E | N,E | AN | N,E | AN |
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| Built-Mo- dells | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Digitale Übergabe von Bau- teilinfor- mationen | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | |
| As-Built- Erfassung mittels Punkt- wolke | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | N,E | |
| As-Built- Kontrolle | AN | AN | AN | AN | AN | AN | AN |
Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG
- Neubau, Ersatzneubau oder förderfähige Instandhaltung von Ausstattungselementen bis zum Wetterschutzhaus ohne gleichzeitige Bahnsteigneu-/-umbaumaßnahmen
** Aufnahme einfacher Punktwolken bzw. Nutzung bereits vorhandener Punktwolken
3.7.2 Getaktete Projektbesprechung am Modell (000 Grundsätzliches) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) Das parallele, getaktete Arbeiten aller Projektbeteiligten am Modell erhöht die Planungsqualität und beschleunigt die Planungsprozesse, indem bspw. Synergien der einzelnen Fachplanungen genutzt werden können bzw. Abstimmungsprozesse zwischen den Projektbeteiligten unmittelbar im Planungsverlauf geführt werden können. Ziel der getakteten Projektbesprechungen ist der Ab- gleich des Planungsstandes der Fachmodelle mit allen Projektbeteiligten. Die Getaktete Projektbesprechung ist die Planungsbesprechung, die bis zum Abschluss des Ge- samtmodells Stufe 2 durchgeführt wird. Hierfür lädt die Projektleitung des AG mit Planungsstart zu getakteten Projektbesprechungen ein. Die Taktung ist mindestens 4 Wochen. Je nach Kom- plexität oder Termindruck wird auf einen zweiwöchentlichen oder wöchentlichen Takt erhöht. Die Besprechungen erfolgen grundsätzlich online unter Nutzung des BKU-Standards MS-Teams. Zentraler Bestandteil der getakteten Projektbesprechung ist das Koordinationsmodell, welches alle Planungsstände der Fachmodelle und Bestandsinformationen beinhaltet. Das Koordinations- modell dient u.a. der Feststellung des Planungsfortschritts, der Kollisionsprüfung und der Umset- zung der Aufgabenstellung. Der AN lädt hierfür vor jeder getakteten Projektbesprechung das Koordinationsmodell und die Fachmodelle (für den Datenaustausch) sowie alle für die jeweilige getaktete Projektbesprechung benötigten Arbeitsstände (z.B. Erläuterungsbericht) auf die Projektkommunikationsplattform hoch. Zur getakteten Projektbesprechung am Modell hat der AN insbesondere folgende Punkte umzu- setzen:
Bereitstellung des Koordinationsmodells min. 2 Arbeitstage vor jeder getaktete Projektbe- sprechung in der Projektkommunikationsplattform gem. Vorgaben der Ergänzenden Re- gelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform Vorbereitung der getakteten Projektbesprechung (z.B. Aufbereitung des Koordinations- modells durch voreingestellte Ansichtspunkte, Aufbereitung der Kollisionen, Verknüpfung von Kollisionen und Konflikten im Koordinationsmodell) Organisation und modellgestützte Durchführung der getakteten Projektbesprechungen
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Protokollierung und Verteilung der Ergebnisse der getakteten Projektbesprechung (z.B. BIM-Koordinator) Nachweis der Regelkonformität nach Ril 813 am Modell (z.B. Durchgangsbreiten, Ab- stände, Neigungen, Freiflächen, …) Es wird vom AN nicht erwartet, dass zum Termin eine konfliktfreie Planung vorliegt, sondern alle Projektbeteiligten tauschen sich über den erreichten Planungsstand aus und legen das weitere Vorgehen fest.
3.7.3 Baubesprechung am Modell (000 Grundsätzliches) (140 Baufortschrittskontrolle) Die Baubesprechung am Modell ist die reguläre Baubesprechung. Hierzu lädt die Bauüberwa- chung mit Start der Bauausführung ein. Das BIM-Modell ist somit Bestandteil der Baubesprechung. Das Gesamtmodell Stufe 2 visuali- siert dabei die zu realisierende Planung bzw. Bauausführung. Darüber hinaus kann eine regel- mäßige modellbasierte Abstimmung des Bauablaufs, Nachverfolgung des Baufortschritts sowie Abgleichs des jeweiligen Bauzustands mit allen Projektbeteiligten am Modell durchgeführt wer- den. Anhand des As-Built-Modells wird die Planung mit dem gebauten Bestand abgeglichen. Zur Baubesprechung am Modell hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Durchführung durch das Modell inkl. Vorbereitung durch z.B. Aufbereitung voreingestellter Ansichtspunkte, Kollisionen etc. Bereitstellung des As-Built-Modells mit Fertigstellung der Bauleistung in der Projektkom- munikationsplattform gem. Vorgaben der Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Pro- jektkommunikationsplattform Es wird vom AN nicht erwartet, dass im Verlauf der Bauphase ein fertiggestelltes As-Built-Modell vorliegt, sondern alle Projektbeteiligten tauschen sich über den erreichten Bauzustand am BIM- Modell aus und legen das weitere Vorgehen fest. Nach Fertigstellung der Bauleistung wird das As-Built-Modell vom AN übergeben und spätestens in der letzten Baubesprechung final bespro- chen.
3.7.4 3D-Modellierung - Geometrie und Attribute (000 Grundsätzliches) Die Objektplanung und alle Fachplanungen werden in einem festgelegten Koordinatensystem (Koordinatensystem Personenbahnhöfe) mit 3D-Bauteilen modelliert und attributiert. Der geomet- rische Detaillierungsgrad (LoG) und der Grad des Informationsgehalts der Bauteile (LoI) hängen von der Projektart, der Projektphase und den Anwendungsfällen ab. Hierfür ist ergänzend die Modellierungsrichtlinie (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie) zu beachten. Detaillierungsgrad und Informationsgehalt des Modells müssen so gewählt werden, dass die im BIM-Projektabwicklungsplan festgelegten BIM-Ziele und BIM-Anwendungsfälle umgesetzt wer- den können. Für 3D-Prototypen der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen entfallen die Vor- gaben zum LoI. Zur Umsetzung des Anwendungsfalls hat der AN insbesondere folgende Punkte zu beachten: Festlegung der Modellstruktur Abstimmung/Festlegung des geodätischen Datums sowie der Projektkoordinaten 3D-Modellierung gem. festgelegter Mindestvorgaben des AG
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vollständige Attributierung des 3D-Modells im nativen und IFC-Format gem. den Vorga- ben zum LoI gem. Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik und für das Projekt erforderlichen planungs-/projektre- levante Attribute. Übergabe der ausgefüllten Übergabetabelle im .xlsx-Format in die Projektkommunikati- onsplattform je BIM-Modellstufe im Planungsverlauf (Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM)
3.7.5 3D-Kollisionsprüfung (050 Koordination der Fachgewerke) Durch das getaktete Zusammenführen von Planungsständen der Fachmodelle in ein Koordinati- onsmodell zur Kollisionsprüfung und systematischen Konfliktbehebung wird die Planungsqualität systematisch erhöht. Die Kollisionsprüfung erfolgt planungsbegleitend durch ein regelmäßiges Zusammenführen aller Fachmodelle sowie Bestandsinformationen (z.B. Punktwolken, 2D-Be- standspläne, Vermessungsdaten etc.) in ein Koordinationsmodell und ist mit geeigneter Software durchzuführen. In dem Koordinationsmodell können Kollisionen der Gewerke untereinander bzw. die Einhaltung von räumlichen Normen, wie z. B. Durchgangsbreiten oder freizuhaltende Flächen, visuell oder auch automatisiert erkannt werden. Koordinationsmodelle werden vom Hauptauftragnehmer Pla- nung, in der Regel vom BIM-Koordinator, erstellt. Die getakteten Projektbesprechungen dienen zur Besprechung der Koordinationsmodelle sowie der Abstimmung zu Konflikten und Kollisionen. Festlegungen zur Konfliktbehebung werden ebenfalls dort getroffen. Die Federführung und die Verantwortung für das BIM-Koordinationsmodell liegen beim Hauptauf- tragnehmer Planung (z.B. BIM-Koordinator).
Abbildung 17 Kollision Fundament modularer Bahnsteig mit Mast
Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: regelmäßiges Zusammenführen der Fachmodelle und der Bestandsinformationen zu ei- nem Koordinationsmodell, mindestens in Vorbereitung auf die getakteten Projektbespre- chungen Bereitstellung des Koordinationsmodells mindestens zwei Arbeitstage vor jeder getakte- ten Projektbesprechung in der Projektkommunikationsplattform für alle Projektbeteiligten Durchsprache des Modells und Kollisionen in der getakteten Projektbesprechung Festhalten von Lösungsansätzen und Zuordnung von Terminen und Verantwortlichkeiten Lieferung des Qualitätssicherungsberichts inkl. Nachweis der Kollisionsprüfung
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3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung (040 Visualisierung) Aus BIM-Modellen können Visualisierungen für die Öffentlichkeitsarbeit abgeleitet werden. Visu- alisierungsvarianten können 3D-Renderings, Videos, VR/AR-Anwendungen, 3D-Drucke oder ein- fache Screenshots sein. Als einfachste Variante der Visualisierung können BIM-Modelle oder Screenshots des BIM-Mo- dells zur 3D-Visualisierung verwendet werden. 3D-Renderings können aus BIM-Modellen abgeleitet werden und werden in einfache (nicht nach- bearbeite) und hochauflösende (nachbearbeitete) 3D-Renderings unterschieden. Alternativ können auch Videos des BIM-Modells oder VR/AR-Anwendungen aus dem BIM-Modell erstellt werden. Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstimmung mit dem AG in Anhängigkeit des jeweiligen Verwendungszwecks festgelegt. Für Projekte der Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen sind BIM-Modelle und Screenshots vom BIM-Modell ausreichend für die Öffentlichkeitsarbeit. Im Folgenden werden verschiedene Visualisierungsmöglichkeiten dargestellt.
| Visualisierung anhand von Beispielen | Leistungsbe- schreibung |
|---|---|
| Einfache Visualisierung in einer Kollaborationssoftware oder in einem Modellviewer Modelldarstellung in Navisworks | LB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl. Techni- sche Ausstat- tung) |
| Rendering: Die Visualisierung der Planung anhand von realitätsnahen Bil- dern zur Präsentation bei Dritten. Die Standpunkte werden vorab mit der Projektleitung des AG abgestimmt. | LB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl. Techni- sche Ausstat- tung) |
| Virtual-Reality (VR) ist die Visualisierung der Planung in einer interaktiven virtuellen Umgebung von einem oder mehreren Standpunkten aus (Stand- punkte werden vorab mit der Projektleitung des AG abgestimmt). Das | LB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen |
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| Modell kann auch ohne Standpunkte als Virtual-Reality-Anwendung kom- plett begehbar gemacht werden. Dient zur Präsentation bei Dritten und kann direkt aus der CAD-Software er- stellt werden. Rendering für die VR, z.B. in Revit mit der Funktion „In Cloud rendern“, Fest- legen einer Kameraposition und Start des Prozesses Virtual-Reality (VR) kann auch für die Öffentlichkeitsarbeit während der Bau- ausführung genutzt werden, indem diese über das Baustellenschild zugäng- lich gemacht wird und virtuell über das Bauvorhaben informiert. Die Visuali- sierung wird über einen QR-Code bereitgestellt. • QR-Code in ausreichender Größe (mindestens 15 x 15 cm) und Kontrast zur optimalen Lesbarkeit • QR-Code verlinkt auf eine URL, die eine für mobile Endgeräte optimierte Ansicht des VR-Modells ermöglicht • Zugang ohne Anmeldung oder zusätzliche Softwareinstallation (webba- siert) • Sicherstellen des Zugangs zum VR-Modell von Aufstellung bis Abbau Baustellenschild Bsp. Visualisierung mit QR-Code auf Baustellenschild | (inkl. Techni- sche Ausstat- tung) In Verbindung mit Baustel- lenschild gem. Baustandard Bauhilfsleis- tungen |
|---|---|
| 3D-Druck ist die Visualisierung der Planung in Form einer Miniaturausgabe zur Präsentation bei Dritten. Maßstab und Qualität s. „Hinweise zum 3D- Druck“. | LB Objektpla- nung Ver- kehrsanlagen (inkl. |
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Technische Ausstattung)
Hinweise zum Rendering Die Mindestanforderungen für das Rendering werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:
Oberflächen mit realitätsnahen Materialeinstellungen (Textur, Shader, Spiegelung) Renderings mit realistischer Berechnung von Licht (volumetrisch), Schatten, Global Illu- mination, Ambient Occlusion Lichtberechnung mit realer Himmelsausrichtung (realitätsnahe Sonnenstandsimulation) Ergänzung des Renderings um Ausstattungsgegenstände und Personen Darstellung der Umgebung: Variante 1: Umgebungsmodell (ohne zusätzliche Modellierung, s. 3.6.5.5 Umgebungsmodell in den räumlichen Grenzen, die sich aus den Vogelperspektiven ergeben) Variante 2: Luftbildaufnahme als Grundlage mit darübergelegtem Rendering Umfang:
Vogelperspektiven (für die Bahnhofskategorie 4-7 zwei Bilder) Zuwegungen (falls die Rechte/Interessen Dritter hier von besonderer Bedeutung sind) Bilder je Bahnsteig vom Bahnsteiganfang und vom Bahnsteigende Bilder zu markanten Punkten des Bahnsteigs (Wetterschutzhaus, EG, Aufzüge…) Zusätzliche Leistungen: realitätsnahe Berücksichtigung von Beleuchtungskörpern unter Verwendung von IES- Lichtdaten weitere Sonnenstandsimulationen (Winter/Sommer) an ausgewählten Kamerapositionen (zur Prüfung von Verschattungen und Blendwirkung) Animationsfilme (Rundflug, Bahnsteigbegehung) Zu verwendende Formate: JPG, PNG (nach Bedarf auch AVI, MPEG) Mindestanforderung einer Auflösung von 1754×1240 bei 150dpi Hinweise zum vereinfachten Rendering Die Mindestanforderungen für das Rendering werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:
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Darstellung der Umgebung: Umgebungsmodell (ohne zusätzliche Modellierung, s. 3.6.5.5 Umgebungsmodell in den räumlichen Grenzen z.B. aus GoogleEarth,) Vogelperspektiven (für die Bahnhofskategorie 4-7 zwei Bilder) Zuwegungen (falls die Rechte/Interessen Dritter hier von besonderer Bedeutung sind) Bilder zu markanten Punkten des Bahnsteigs (Wetterschutzhaus …) Zu verwendende Formate: JPG, PNG Mindestanforderung einer Auflösung von 1754×1240 bei 150dpi - Abhängig von der erfor- derlichen Druckgröße Hinweise zum 3D-Druck Die Mindestanforderungen für den 3D-Druck werden wie folgt beschrieben. Projektspezifische Anpassungen und Festlegungen sind mit dem Projektleiter abzustimmen. Leistung:
Maßstab 1:150 (Empfehlung für eine Standardverkehrsstation) mehrfarbiger Druck oder Lackierung Zu verwendende Formate: Umwandlung der bereitgestellten CAD-Datei (z.B. IFC, nativ) in ein 3D-druckbares Format
3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke (010 Bestandserfassung und -modellierung) Die Bestandserfassung dient der Dokumentation des IST-Zustands und als Planungsgrundlage eines bestehenden Bauwerks und seiner Umgebung anhand georeferenzierter, farbiger Punkt- wolken mit einer Genauigkeitsklasse von LoA40 (oberer Bereich ±5 mm). Die Punktwolkendichte (Anzahl der Messpunkte pro Flächen- oder Volumeneinheit; beschreibt die räumliche Dichte der Punkte innerhalb einer Punktwolke) muss mindestens so gewählt werden, dass eine Modellierung im LoG300 möglich ist. Für die Projektart EinfachBIM-Bauen in einfachen Verhältnissen sind einfache Punktwolken mit einer Genauigkeitsklasse LoA10 (von ±50-100mm) zur reinen Visualisierung des Bahnsteigs und der Umgebung innerhalb des 3D-Prototypen ausreichend. Der AN liefert die Punktwolke gem. den Vorgaben im Datenlieferungsplan und berücksichtigt ins- besondere: zu übergebende Formatvorgaben gem. 3.8.1 Datenlieferungsplan Lieferung des Übergabeblatts "Bestätigung Lieferung Punktwolke" in die Projektkommu- nikationsplattform Angabe des erreichten Level of Accuracy gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) / 4.5 Level of Accuracy Gewährleistung, dass die zu erstellenden Scans keine Informationen enthalten, die Rück- schlüsse auf bestimmte oder bestimmbare natürliche Personen ermöglichen könnten (z.B. Abbildungen von Personen an Bahnsteigen, KFZ- Kennzeichen) Bereinigung der Punktwolken von beweglichen Objekten, wie z.B. Personen und durch- fahrenden Fahrzeugen als auch von Fehlpunkten durch reflektierende Oberflächen. Digitale Übergabe der farbigen Punktwolken mit integrierten Panoramafotos (mindestens 4K) oder Cubemaps (6 Seiten je 1920x1920) im E57 Format an den AG der DB InfraGO AG für die Verwendung im Projekt sowie der Langzeitarchivierung, Bei der Nutzung mobiler Aufnahmegeräte ist die automatisierte Aufnahme von 360°-Pa- noramen einzustellen und durchgängig sicherzustellen. Die Aufnahmerate hat – soweit LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 3 BIM-Pflichtenheft 71
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technisch möglich – mindestens eine Aufnahme pro Sekunde zu betragen. Abweichungen sind nur zulässig, wenn sie technisch begründet sind und durch den Auftraggeber freige- geben werden. Bezeichnung der Laserscans gem. TM 2017-03 I.SBB, Anlage 813.0104A05 Dokumenta- tionsvorgaben Die Übergabe zur Langzeitarchivierung an V.IOM 1 erfolgt nach Abnahme der Vermessungsleis- tungen (Punktwolkendateien) durch die Projektleitung.
3.7.8 Grundlagenmodell als Planungsgrundlage (010 Bestandserfassung und -modellierung) Die BIM-Methodik bedarf einer für die Planungsaufgabe erforderlichen Bestandsaufnahme der Fachgewerke, der Umgebung und des Baugrunds, die in einem Grundlagenmodell zusammen- gefasst werden. Damit wird eine eindeutige Planungsgrundlage für den Aufsatz der Neuplanung erreicht (siehe 3.6.5 Grundlagenmodell und Bestandsaufnahme). Hinweis: Eine 3D-Modellierung des Bestands erfolgt nur in diesem Umfang und Detaillierungs- grad, in dem dieser für die Umsetzung der Planungsaufgabe erforderlich ist. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Bedarfsgerechte Modellierung aus der Punktwolke Angabe des LoA für den modellierten Bestand gem. 3.3.3 Level of Accuracy (LoA) /4.5 Level of Accuracy Beschaffung weiterer/fehlender Bestandsunterlagen/-informationen Erfassung von projektrelevanten Bestandsinformationen, z.B. Baugrund, Georadarauf- nahmen lagerichtige Zusammenführung aller Eingangsdaten in einem Koordinationsmodell Abgleich der Bestandsinformationen mit dem IST-Bestand Übergabe des Grundlagenmodells in der PKP gem. den Ergänzenden Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform
3.7.9 3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage) (030 Planungsvarianten bzw. Erstellung haushaltsbegründender Unterlagen) Die Variantenentscheidung erfolgt im Rahmen der Vorplanung. Die Visualisierung als 3D-Modell erleichtert die Entscheidung für die Lage (z.B. der Bahnsteige) und das Bauwerk (z.B. Ausfüh- rungsvariante des Bahnsteigdach). Die Variantenentscheidung für die Lage kann auf Basis vereinfachter BIM-Modelle (Varian- tenentscheidungsmodell) erfolgen. Für dieses Modell können Bauteile aus der Bauteilbibliothek verwendet werden, die ggf. mit geringerem Detaillierungsgrad dargestellt werden oder es werden durch den Auftragnehmer selbst erstellte Volumenkörper abgebildet. Kundenwirksame Bauteile, z.B. Ausstattungselemente, werden so dargestellt, dass eine realistische Visualisierung möglich ist. Für die selbst erstellten Bauteile bzw. Volumenkörper sind die Vorgaben des LoI und min. LoG 100 zu berücksichtigen. Variantenentscheidungen zum Bauwerk erfolgen auf der Grundlage detaillierterer Modelle. Für die erforderlichen Variantenstudien ist min. LoG200 einzuhalten. (s. 3.6.6 Variantenentschei- dungsmodell (Vorplanung)) Der Detaillierungsgrad ist so zu wählen, dass sowohl die entscheidungsrelevanten Projektpara- meter (Kosten, Termine, Qualität) bestimmt werden können, als auch die Nutzer der Anlagen die Betriebs-, Instandhaltungstauglichkeit und Kundenfreundlichkeit bewerten können.
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Das Variantenentscheidungsmodell ist ergänzend zum Bestand in ein Umgebungsmodell so ein- gebettet, dass die Abhängigkeiten des geplanten Bauwerks zum Umfeld beurteilt werden können. (s. 3.6.6 Variantenentscheidungsmodell (Vorplanung)) Sofern einfache Verhältnisse im Projekt vorliegen und keine wesentliche Entscheidung zur Lage erforderlich ist, kann ausgehend von einer groben Bestandsaufnahme eine Variantenentschei- dung mithilfe eines 3D-Prototyps mit allen Stakeholdern abgestimmt werden (siehe auch 1.6.1 EinfachBIM: Bauen in einfachen Verhältnissen als vereinfachter Planungsablauf durch Einpha- senplanung).
3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen (080 Ableitung von Planunterlagen) In der BIM-Methodik erhalten die 3D-Fachmodelle die aktuellen Informationen über das Bauwerk. Die erforderlichen 2D-Pläne (z.B. Genehmigungspläne, Ausführungspläne) sind aus den 3D-Mo- dellen abzuleiten. (s. Anlage 2 Modellierungsrichtlinie) Grundriss-, Draufsicht-, Schnitt- und Ansichtspläne, Genehmigungspläne und erforderliche Be- standsunterlagen für die Übergabe in den Betrieb werden somit ausschließlich aus dem BIM- Modell abgeleitet. Weitere Pläne, wie z.B. Brandschutzpläne werden ebenfalls aus dem BIM- Modell abgeleitet. Alle aus dem Modell auszugebenden Plandarstellungen müssen einem einheitlichen Format fol- gen. Hierbei ist die Ril 813.0104 für Projekte des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG zu beachten. Eine Layerkennzeichnung gem. 813.0104A07 ist für 2D-Planableitungen nicht erforderlich. Die Übergabe einer dwg-Datei für 2D-Planableitung ist innerhalb der Planungsphase nicht erforder- lich. Ausnahme bilden 2D-Planableitungen für Anträge an das EBA bzw. anderen Behörden, frei- gegebene Ausführungspläne und Bestandsunterlagen. Bei der Modellierung muss daher immer sichergestellt werden, dass eine Ableitung aus dem Modell den Zeichnungsstandards entspricht, so dass z.B. der AN Bau 2D-Planableitungen aus dem BIM-Modell für die Bauausführung oder Bestandsunterlagen generieren kann. Hinweis: Das EBA fordert für die Planfeststellung bisher noch konventionelle Unterlagen; diese Pläne müssen aus dem 3D-Modell abgeleitet und entsprechend des „Leitfadens zur einheitlichen Gestaltung von Antragsunterlagen für Infrastrukturvorhaben des Eisenbahn des Bundes“ des Ei- senbahnbundesamtes (EBA) aufbereitet werden. Für die Ableitung der Plandokumente kann die Revit-Projektvorlage genutzt werden.
3.7.11 Abstimmung der Genehmigungsplanung mit 3D-Visualisierung (040 Visualisierung & 090 Genehmigungsprozess) Die 3D-Visualisierung führt zu einer erheblichen Erleichterung der Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange, wie Denkmalschutz, Kommune, Aufgabenträger, Behindertenverbände, An- lieger und dem Eisenbahnbundesamt. Für die Genehmigungsplanung sind in der Regel einfache Renderings und/oder die Möglichkeit der Betrachtung mit einer Virtual Reality-Anwendung, z.B. Google-Cardboard, ausreichend. Eine Beschreibung dieser Visualisierungsvarianten kann 3.7.6 Öffentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung entnommen werden. Die erforderlichen Visualisierungsvarianten werden in Abstimmung mit dem AG im BIM-Projek- tabwicklungsplan festgelegt.
3.7.12 Teilautomatisierte Mengenermittlung mit BIM-Modellen (100 Mengen- und Kostenermittlung) Die modellbasierte Mengenermittlung basiert auf der Ableitung von Mengen aus den Fachmodel- len, indem die in den Fachmodellen enthaltenen Bauteile und deren Informationen ausgewertet werden. Die Mengenermittlung stellt die Grundlage der Kostenermittlung je Leistungsphase sowie der LV-Erstellung dar. Es wird daher empfohlen, das Modell entsprechend der erforderlichen Kostenstruktur zu attributieren, sodass eine strukturierte Mengenermittlung ermöglicht wird. LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 3 BIM-Pflichtenheft 73
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Der Nachweis der Richtigkeit der Mengenermittlung und die Sicherstellung der Verwendung der Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek und Standardleistungstexte der Baustandards Perso- nenbahnhöfe der DB InfraGO AG muss durch den Auftragnehmer erfolgen. Der AN liefert im Rahmen des Anwendungsfalls einen Bericht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden. Sofern eine Anwendung der Baustandards nicht möglich ist, sind durch den Planer auf Basis der Anlage 2 Ergänzungen vorzunehmen. Dem AN steht es frei, seinen Bürostandard für diese Aufgabe zu verwenden, sofern eine quali- tätsgesicherte Übergabe der Mengenermittlung in Form einer Excel-Liste oder GAEB-Datei an den AG erfolgt. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Abstimmung der Kostenstruktur als Basis für die modellbasierte Mengenermittlung Dokumentation der Mengenermittlung, insbesondere in Bezug auf die aus dem Modell abgeleiteten Mengen VOB-konforme Ableitung der Mengen für die Erstellung der Leistungsverzeichnisse Nachweisführung in Form eines Berichtes oder einer Übersicht, wie und welche Mengen modellbasiert ermittelt wurden (nachvollziehbar dargestellt)
Abbildung 18 Arbeitsschritte Mengenermittlung
Zur Durchführung des Anwendungsfalls werden dem AN Hilfsmittel über die Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung gestellt. Dies beinhaltet ein iTWO5D Stamm- projekt zur Anwendung in den Projekten, welches zur Mengenermittlung genutzt werden kann. Das iTWO 5D Stammprojekt enthält zahlreiche LV-Positionen der Musterleistungsverzeichnisse (Teilleistungskataloge) des GBs Personenbahnhöfe. Zusätzlich werden Datenblätter bereitge- stellt, welche softwareneutral den Zusammenhang zwischen den Bauteilen und den LV-Positio- nen beschreiben sowie lesbare Mengenberechnungen samt Hinweisen enthalten. Das Dokument „Hinweise zur modellbasierten LV-Erstellung -iTWO5D-“ gibt einen Überblick über die Arbeits- weise mit dem Stammprojekt.
3.7.13 Teilautomatisierte LV-Erstellung mit BIM-Modellen (110 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe) Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibung von Bauleistungen sind aus Fachmodellen abzu- leiten. Hierzu sind die Bauteile der Fachmodelle mit dem zugehörigen LV zu verknüpfen. Die Anwendung der Leistungsverzeichnisse der Baustandards ist vom AN sicherzustellen.
Abbildung 19 Arbeitsschritte LV-Erstellung
Dem AN steht es frei, seinen Bürostandard für diese Aufgabe zu verwenden, sofern eine quali- tätsgesicherte Übergabe der GAEB-Dateien an den AG erfolgt.
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Der AN liefert in Rahmen des Anwendungsfalls eine Übersicht, welche Positionen modellbasiert ermittelt wurden. Zur Durchführung des Anwendungsfalls werden dem AN Hilfsmittel über die Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung gestellt. Dies beinhaltet ein iTWO5D Stamm- projekt zur Anwendung in den Projekten, welches zur modellbasierten LV-Erstellung genutzt wer- den kann. Das iTWO 5D Stammprojekt enthält zahlreiche LV-Positionen der Musterleistungsver- zeichnisse (Teilleistungskataloge) des GBs Personenbahnhöfe. Zusätzlich werden Datenblätter bereitgestellt, welche softwareneutral den Zusammenhang zwischen den Bauteilen und den LV- Positionen beschreiben sowie lesbare Mengenberechnungen samt Hinweisen enthalten. Das Do- kument „Hinweise zur modellbasierten LV-Erstellung -iTWO5D-“ gibt einen Überblick über die Arbeitsweise mit dem Stammprojekt.
3.7.14 Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur (AN) (100 Mengen- und Kostenermittlung) Im Rahmen der Kostenermittlung obliegt dem AN die Abstimmung und Zuordnung zu Kontie- rungszielen (PSP-Elemente, AiB, Kostenstelle, Aufwand) und Finanzierungskennzeichen für das jeweilige Projekt. Durch Visualisierung von Kontierungszielen und Finanzierungskennzei- chen (sofern mehr als eine Finanzierungsart vorliegt) kann die Abstimmung wesentlich ver- bessert werden. Hierfür werden die Kontierungsziele und Finanzierungskennzeichen durch den AN als Attribut im BIM-Modell hinterlegt und mit den zuständigen Stellen modellbasiert abgestimmt.
Abbildung 20 PSP-Elementstruktur
3.7.15 Modellbasierte Ausschreibung und Vergabe (110 Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe) Das BIM-Modell bildet die Planungswahrheit ab und stellt somit die Grundlage für die Erstellung aller Vergabeunterlagen dar. Das Modell, daraus erzeugte Planungsergebnisse sowie die Punkt- wolkendaten werden im Vergabeverfahren zusätzlich über das DB Vergabeportal zur Verfügung gestellt. Das BIM-Modell wird hierdurch zum Vertragsbestandteil. Der AN stellt dabei sicher, dass Ausschreibungsunterlagen, wie 2D-Planunterlagen, Mengen, Leistungsverzeichnisse aus dem BIM-Modell abgeleitet sind und nicht von diesem abweichen. Für die Bereitstellung des BIM-Modells im Vergabeverfahren hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Erstellung sämtlicher erforderlichen Unterlagen inkl. 2D-Planunterlagen für die Vergabe auf Grundlage des BIM-Modells (s. 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen) Übergabe der Fachmodelle, des Gesamtmodells sowie Punktwolkendaten entsprechend den Vorgaben des Datenlieferungsplans Die Projektleitung des AG übergibt die BIM-Modelle (Gesamtmodell und Fachmodelle) inklusive Punktwolken sowie weitere Vergabeunterlagen in digitaler Form an den Einkauf.
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Hierbei werden BIM-Modelle im nativen sowie IFC-Format, Punktwolken im .e57 und Planunter- lagen oder Terminpläne in PDF und einem bearbeitbaren Format (z.B. DXF, DWG, MPP) über- geben.
3.7.16 Erstellen eines As-Built-Modells (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Der AN erstellt ein As-Built-Modell, das den IST-Zustand des errichteten Bauwerks abbildet. Das As-Built-Modell stellt in der Regel eine Fortschreibung bzw. Weiterentwicklung des Gesamt- modells Stufe 2 dar. Als ergänzende Grundlage zur Erstellung des As-Built-Modells können auch Punktwolken verwendet werden. (s. 3.6.9 As-Built-Modell) In Abstimmung mit dem AG können bei Abweichungen zwischen Gesamtmodell Stufe 2 und Bau- ausführung Anpassungen des As-Built-Modells entbehrlich sein. Bei dieser Entscheidung sind etwaige Auswirkungen auf Folgeprojekte sowie weitere relevante Rahmenbedingungen zwin- gend zu berücksichtigen. Diese Abstimmung ist zu dokumentieren und dem Qualitätssicherungs- bericht beizufügen. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Revision des Gesamtmodells Stufe 2 durch Abgleich mit dem gebauten IST-Zustand Modellierung des As-Built-Modells entsprechend den Vorgaben des AG lagerichtige Zusammenführung aller revidierten Fachmodelle im As-Built-Modell Übergabe des As-Built-Modells in der PKP gem. der Ergänzenden Regelungen zur Nut- zung der Projektkommunikationsplattform und des Datenlieferungsplans (3.8.1 Datenlie- ferungsplan).
3.7.17 Digitale Übergabe von Bauteilinformationen (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Der AN erstellt das As-Built-Modell und vervollständigt die Attributierung der Bauteile entspre- chend den Vorgaben zum LoI und übergibt die äußeren Attribute inklusive des Attributs „Equipment“ in Form einer Übergabetabelle zwei Wochen vor Abnahme der Bauleistung an den AG. Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen:
vollständige Attributierung gem. den Vorgaben zum LoI inkl. der Anlage A – Digitale Bau- teilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Dies ist im IFC sowie im nativen Format umzusetzen. Übergabe der ausgefüllten Übergabetabelle im .xlsx- Format in die PKP zum As-Built- Modell (Übergabe der anlagenspezifischen Attribute an SAP-PM)
3.7.18 Teilautomatisierte Prüfung auf Regelkonformität (AN) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) Der AN kann die Regelkonformität des BIM-Modells mit Hilfe einer entsprechenden Software und den dort hinterlegten Regeln der Ril 813 überprüfen. Die Ril 813 ist vom AG so aufbereitet, dass die entsprechenden Anforderungen (z.B. einzuhaltende Abstände) in einer Prüfungssoftware um- gesetzt werden können.
3.7.19 Projektkommunikation – Modellbasierte digitale Protokollierung und Aufgabenver- waltung (AN) (060 Planungsfortschrittskontrolle und Qualitätsprüfung) In Projekten ist die modellbasierte digitale Protokollierung von Kollisionen, Aufgaben und Ände- rungen zentraler Bestandteil der getakteten Projektbesprechungen. Der Austausch des Protokolls unter den Projektbeteiligten erfolgt im standardisierten Austauschformat BIM Collaboration LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 3 BIM-Pflichtenheft 76
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Format (BCF) durch den AN. Zusätzlich ist das Protokoll im Anschluss an jede getaktete Projekt- besprechung als .pdf-Dokument in die Projektkommunikationsplattform zu laden. Folgende Anforderungen an die Erfassung und Verwaltung von Aufgaben, Änderungen und Kol- lisionen sind zu erfüllen: Georeferenzierung (z.B. durch Viewpoints am Modell) Bilddatei Beschreibung der Aufgabe, Änderung, Kollision Zuweisung Verantwortlichkeit Zuweisung Datum (Erfassung, Frist) Status sonstige strukturierende Metadaten, wie z.B. Gewerk, Planungsabschnitt, Bauabschnitt Export im BCF-Format bzw. einem für alle Projektbeteiligten zugänglichem und nutzbaren Format Die Verwaltung der Kollisionen, Aufgaben und Änderungen erfolgt in einer für alle Projektbetei- ligten zugänglichen Verwaltungssoftware. Dem Auftraggeber werden hierfür vom Hauptauftrag- nehmer Planung Zugänge für die gesamte Projektlaufzeit zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Zugänge wird vom AG vor Ausschreibung im BAP festgelegt. Dabei sind die Datenschutzbestim- mungen der DB InfraGO AG einzuhalten. Für diesen Anwendungsfall hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Abstimmung der zu verwendenden Verwaltungssoftware Bereitstellung von x-Zugängen zur Verwaltungssoftware für den AG Protokollierung aller Kollisionen, Aufgaben und Änderungen im Koordinationsmodell im BCF-Format durch den Hauptauftragnehmer Planung (i.d.R. BIM-Koordinator) Zuordnung von Viewpoints, Bilddateien, Zuständigkeiten, Beschreibung, Datum und sons- tige strukturierende Metadaten Hochladen des Protokolls als PDF und BCF-Dateien in die Projektkommunikationsplatt- form sowie Verteilung an die Projektbeteiligten
3.7.20 Modellbasierte Bauablaufplanung (AN) (120 Terminplanung der Ausführung & 130 Logistikplanung) Der AN kann die Baubarkeit seiner Planung unter der gegebenen Randbedingungen durch eine modellbasierte Bauablaufplanung überprüfen. Durch die Verknüpfung von Bauteilen eines oder mehrerer 3D-Modelle mit einem oder mehreren Terminplänen kann der Bauablauf am Modell visuell dargestellt werden (4D-Modell). Inwiefern provisorische Bauteile, Baubehelfe etc. im Bau- ablauf zu berücksichtigen sind, ist projektspezifisch abzustimmen. Der visualisierte Bauablauf kann für Sperrpausen-, Bauablauf-, und Logistikplanung sowie die Wegeleitplanung herangezogen werden. Der Verwendungszweck wird im BIM-Projektabwick- lungsplan festgehalten. Als Hilfestellung dazu dient die Arbeitshilfe Musterbauphasenplan V2.0.
Sofern darüber hinaus eine Bauablaufsimulation erforderlich wird, ist diese dem AG als Video oder im .nwd-Format zu übergeben.
3.7.21 Bemessung und Nachweisführung (AN) (070 Bemessung und Nachweisführung)
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Der AN kann durch die Nutzung eines BIM-Modells für Bemessung und Nachweisführung die Baustatik nachvollziehbar erstellen. Des Weiteren können modellbasiert durch den AN Simulationen, wie Überflutung, Lärm- und Schadstoffausbreitung, Fahrgastlenkung, Personenstromsimulation, Flucht- und Rettungsweg, Energienachweis etc. als Grundlage zur Nachweisführung erstellt werden. Die genauen Anwen- dungen bzw. Simulationen sind im BAP zu beschreiben.
3.7.22 Arbeits- und Gesundheitsschutz: Planung und Prüfung (AN) Dem AN wird empfohlen, dass die Darstellung der Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes (wie z.B. Sperrzonen, Zugangsbeschränkungen, Fluchtwege, Lotsen- punkte, Brandbekämpfung, Betriebsabläufe, Fußgängerzonen etc.) im Modell erfolgt. Diese Maß- nahmen sind ggf. in Zusammenhang mit temporären Bauzuständen oder Einrichtungen darzu- stellen. Darüber hinaus kann die Modellierung zusätzlicher Objekte, wie z.B. Gefahrenbereiche (Gleisbe- reich, Oberleitungsbereich, Flucht- und Rettungswege im Bestand etc.) projektspezifisch erfor- derlich werden. Die Objekte können als einfache Volumenkörper im Modell dargestellt werden (z.B. 3D-Objekt für Abbildung des Lichtraumprofils, das entlang der Gleisachse abgeleitet wurde).
3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN) (140 Baufortschrittskontrolle) (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Erfassen des gebauten IST-Zustands eines Bauwerks und der Umgebung mittels farbiger geore- ferenzierter Punktwolken (siehe auch 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punktwolke) Hierzu hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Regelmäßige Erfassung des Bauzustandes inkl. Erfassung überbauter bzw. unterirdi- scher Bereiche mittels Punktwolke Lagerichtige Zusammenführung der Punktwolken im Koordinationsmodell Gewährleistung, dass die zu erstellenden Scans keine Informationen enthalten, die Rück- schlüsse auf bestimmte oder bestimmbare natürliche Personen ermöglichen könnten (z.B. Abbildungen von Personen an Bahnsteigen, KFZ- Kennzeichen) Die Genauigkeit der Punktwolken, die im Laufe der Bauausführung punktuell erstellt werden (z.B. Bauzustände, überbaute Bereiche), können in Abstimmung mit dem AG in einer geringeren Ge- nauigkeit erfasst werden. Der AN liefert die Punktwolke gem. den Vorgaben in 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punkt- wolke.
3.7.24 As-Built-Kontrolle (190 Projekt- und Bauwerksdokumentation) Die As-Built-Kontrolle ist ein Bearbeitungsschritt, bei dem das geplante 3D-Modell der gefer- tigten IST-Geometrie sowie allen geometrischen und nicht-geometrischen Attributen eines Bauteils oder Bauwerks gegenübergestellt wird. Dabei wird der IST-Zustand mittels Punkt- wolke erfasst (siehe 3.7.23 As-Built-Erfassung mittels Punktwolke (AN)) und innerhalb eines Validierungssystems mit dem As-Built-Modell überlagert und abgeglichen. Hierdurch wird ein einfacher visueller Abgleich geschaffen, der es ermöglicht die IST-Geometrie einzelner Bau- zustände bzw. dem Endzustand zum As-Built-Modell zu validieren. Darüber hinaus erfolgt ein Abgleich der nicht-geometrischen Bestandsteile des As-Built-Mo- dells (Level of Information).
Für diesen Anwendungsfall hat der AN insbesondere folgende Punkte umzusetzen: Lagerichtige Integration der Punktwolken des IST-Zustands in das Koordinationsmo- dell Abgleich und Validierung des As-Built-Modells anhand definierter Bautoleranzen
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Abgleich und Validierung der nicht-geometrischen Bestandsteile des As-Built-Modells (LoI) zum gebauten Endzustand Einarbeitung und Dokumentation von Abweichungen zwischen IST-Zustand und As- Built-Modell
Abbildung 21 Abgleich gebauter IST-Zustands (Punktwolke) mit der Planung (BIM-Modell)*
*Grün -Abweichung mit zulässiger Toleranz, rot – Abweichung außerhalb der Toleranzgrenzen
3.8 Datenaustausch und Datenlieferung
3.8.1 Datenlieferungsplan Die Datenübergabe des BIM-Modells, Punktwolken und der Planunterlagen haben in den fol- genden Formaten zu erfolgen: natives Format (BIM-Modell) ifc-Format (BIM-Modell) nwd-Format (BIM-Modell) e57-Format (Punktwolke) rcp/rcs-Format (Punktwolke) jpeg-Format (Fotos von Punktwolkenaufnahme) OBJ / FBX – Format (Mesh) dwg-Format (Planunterlagen), ggf. auch im dgn-Format pdf-Format (BIM-Modell und Planunterlagen) GAEB (Kostenpläne und LV) Die Datenübergabe des BIM-Modells und der Planunterlagen erfolgt in der Projektkommunika- tionsplattform (s. 3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform). Die Datenübergabe der Punktwolken an den AG erfolgt über den Teraspeicher der DB InfraGO AG. Die Übergabe erfolgt ausschließlich über einen vom AG bereitgestellten Uploadlink. In Ab- stimmung mit der PL kann zusätzlich die Lieferung eines Datenträgers (z.B. Festplatte) vereinbart werden.
Die Dateibezeichnung der einzelnen Punktwolken ist gem. Dokumentationsrichtlinie 813.0104 (Anlage A05) vorzunehmen. Die Dokumentationen der zugehörigen Dateien und das Mesh wer- den in der Projektkommunikationsplattform gem. Vorgaben des AG vom AN hochgeladen. Der AN legt das Dokument „Bestätigung Lieferung Punktwolke“ in der Projektdokumentation ( unter P100056 (Grundlagenermittlung) oder B100192 (Baubegleitend)) ab. Der Erhalt der Punktwol- kendaten wird im Übergabeblatt "Bestätigung Lieferung Punktwolke" vom AG dokumentiert (z.B. mittels elektronischer Signatur in der Projektkommunikationsplattform per Desktop Connect). De- tails zur Vorgehensweise können dem Anwendungsfall 3.7.7 Bestandserfassung mittels Punkt- wolke entnommen werden.
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Es ist vom AN ein Datenlieferungsplan zu erstellen, der zur Abstimmung zwischen AN und AG gem. Vorgabe im BIM-Projektabwicklungsplan zu liefern ist. In diesem muss auch die technische Art der Übergabe des BIM-Modells klar definiert werden. Zur Dokumentation des Informations- und Datenaustausches im Projekt dient folgendes Muster. Die nachstehende Tabelle enthält gleichzeitig die Mindestanforderungen an die Datenlieferung in Bezug auf Formate und Übergabezeitpunkte.
| KATEGORIE | LPH | FREQUENZ/MEILENSTEIN | LIEFERFORMATE | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Punktwolken | 1-8 | nach Erstellung Punktwolke | e57 und rcp/rcs | ||||||||
| Fotos von Punktwol- kenaufnahme | 1-8 | nach Erstellung Punktwolke | jpeg | ||||||||
| Mesh | 1-8 | nach Erstellung Punktwolke | fbx, obj | ||||||||
| Bestätigung Lieferung Punktwolke | 1-8 | nach Erstellung Punktwolke | |||||||||
| Fachmodelle | 1-8 | mit Übergabe Gesamtmodell je Modell- stufe Die Frequenz für die Übergabe der na- tiven Formate können in Abhängigkeit der Anwendungsfälle und Erfordernis im Projekt mit der Projektleitung und BIM-Beratung festgelegt werden | .ifc, natives For- mat3 | ||||||||
| BIM-Modell (Gesamt- modell) | 1-8 | mit Abschluss der jeweiligen Leistungs- phase | .ifc, natives For- mat1, .nwd (inkl. Bestandteile, wie z.B. .nwc, .nwf). | ||||||||
| Koordinationsmodell (getaktete Projektbe- sprechungen) | 1-8 | min. im 4-Wochen-Takt | .nwd | ||||||||
| Qualitätssicherungsbe- richt inkl. bestätigtem Nachweis Kollisions- prüfung | 1- 5,8 | mit Übergabe BIM-Modell je Modell- stufe und ggf. definierten Zwischenab- gaben | |||||||||
| BIM-Projektabwick- lungsplan | 1-8 | Angebotsabgabe, 4 Wochen nach Auf- tragserteilung, fortlaufend im Projekt | .docx, .pdf | ||||||||
| Projektdokumentation | 1-9 | projektbegleitend, spätestens mit Ab- schluss der Lph | .pdf2 | ||||||||
| 2D-Planableitungen/- unterlagen (Bestand- teil der Projektdoku- mentation) | 1-8 | projektbegleitend, spätestens mit Ab- schluss der Lph | .pdf, .dwg/.dng | ||||||||
| Kostenermittlung | 2-5 | mit Abschluss der Leistungsphase | .xlsx, .pdf, GAEB | ||||||||
| Mengenermittlung | 2-8 | mit Abschluss der Leistungsphase | .xlsx, .pdf, GAEB | ||||||||
| Ausschrei- bung/Vergabe | 6-7 | mit Abschluss der Leistungsphase | .ifc, natives For- mat3, .pdf, GAEB | ||||||||
| Bauablaufsimulation | 2-5 | projektspezifisch | .mpeg/.avi, natives Format (z.B. für Navisworks .nwd) | ||||||||
| 3D-Visualisierung | 1- 5,8 | projektspezifisch | natives Format, VR- Anwendung, .jpg/.png, |
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| Dokumentation des Koordinatensystems (CAD-Datei) | 2-5 | 4 Wochen nach Auftragserteilung | .dwg/.dng |
|---|---|---|---|
| 1 trifft zu, wenn die Fachmodelle in einem einheitlichen Format erstellt wurden und die Dateigröße verarbeitbar ist 2 siehe 3.7.10 2D-Planableitungen aus den 3D-Modellen 3 z.B. Revit (.rvt), ALLPLAN (.NDW), ProVI, CARD1, usw. |
Tabelle 7 Datenübergabeformate ! Durch den Export und erneuten Reimport von IFC-Dateien in eine Autorensoftware geht die Bearbeitbarkeit und Weiternutzung des ursprünglichen nativen Formats größtenteils verloren, s. auch Definition Natives Format. Auf diese Weise entstandene „native“ Dateien sind nicht zulässig und aus der Datenlieferung ausgeschlossen.
3.8.2 Datenaustausch und -lieferung – Projektkommunikationsplattform Die Datenübergabe erfolgt projektbegleitend auf der bereitgestellten gemeinsamen Datenplatt- form, der Projektkommunikationsplattform . Die Projektkommunikationsplattform dient als Daten- austausch und somit Kommunikationsplattform im jeweiligen Projekt. Hier werden die für den Datenaustausch im Projekt notwendigen Informationen, insb. Planungs- und Projektstände aus- getauscht, so dass zu jeder Zeit im Projekt jeder Projektbeteiligte, über die für ihn aktuellen Infor- mationen verfügt und in der eigenen Planung bzw. Realisierung berücksichtigen und anwenden kann. Die Projektkommunikationsplattform ist somit die Datendrehscheibe im Projekt und stellt den aktuellen Stand der Projektbearbeitung dar. Der fehleranfällige Austausch per E-Mail oder anderer Medien im Projekt entfällt damit. Hierdurch wird die Projektdokumentation sukzessive und projektbegleitend entwickelt, so dass zum Ende der Projektlaufzeit eine vollständige Projektdokumentation vorliegt und an Betrieb, Ar- chiv und Folgeprojekte übergeben werden kann. Gleichzeitig können Unterlagen für die Freigabe der Ausführungsunterlagen, Abnahmen oder Inbetriebnahme automatisch aus den einzeln abge- gebenen Unterlagen zusammengestellt werden. Die Nutzung der Projektkommunikationsplattform ist für alle Projektbeteiligten verpflichtend, siehe auch Ergänzende Regelungen zur Nutzung der Projektkommunikationsplattform. Voraussetzung für die Nutzung sind die Beschaffung von Lizenzen, Teilnahme an der verpflichtenden Schulung und Einrichtung von Zugängen. Jeder Projektbeteiligte lädt die jeweils erzeugten und aktuellen Planungsergebnisse, – stände und Bauunterlagen (Modelle, Pläne, Dokumente, Berechnungen etc.) sowie weiteren Lieferge- genstände gem. Dokumentationsvorgaben im entsprechenden Projektraum hoch. Die Projekt- kommunikationsplattform schafft somit für alle Projektbeteiligten einen transparenten Zugang zu den für die jeweilige Rolle vorhandenen Projektinformationen. Dokumente (Pläne, Erläuterungsbericht etc.) und Modelle, welche Gegenstand der getakteten Projektbesprechung sind, müssen mind. 2 Arbeitstage vorab in der Projektkommunikationsplatt- form allen Projektbeteiligten bereitgestellt werden. Diese Dokumente und Modelle stellen den Arbeitsstand dar, an dem der Planungsfortschritt besprochen werden soll. Die finalen Lieferobjekte der Projektdokumentation (Dokumente, Pläne und Modelle etc.) werden sukzessive mit Fertigstellung, jedoch spätestens mit Ende der jeweiligen Planungs- bzw. Bau- phase, vom Ersteller als Projektunterlagen hochgeladen. Durch das kontinuierliche Füllen der Struktur mit Dokumenten entsteht im Projekt sukzessive die Projektdokumentation. Die Übergabe von Papieroriginalen ist nur in Ausnahmefällen nach Projekterfordernis notwendig (s. Informati- onsschreiben Entfall von Papieroriginalen im Rahmen der Projektdokumentation auf der Informa- tionsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK). Die Benennung der Dateien gem. Ril 813.0104 entfällt durch Nutzung der Projektkommunikati- onsplattform. Die notwendigen Dokumente zur Nutzung, Anmeldung und Schulung finden Sie unter: www.deutschebahn.com/PKP
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Handbücher, ein Handlungsleitfaden zur Anwendung der Projektkommunikationsplattform und Videotutorials stehen den Projektbeteiligten in der Projektkommunikationsplattform sowie auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung
Abbildung 22 Darstellung des PKP-Service mit Anleitungen
Login zur Projektkommunikationsplattform hier.
3.8.3 Software und Datenaustauschformate Die einzelnen Planungs- bzw. Fachdisziplinen stimmen im Rahmen der Erstellung des BIM-Pro- jektabwicklungsplans die für den jeweiligen Verwendungszweck erforderlichen Informationen, Datenaustauschformate und Zeitpunkte des Datenaustauschs für die gesamte Projektlaufzeit ab. Der Informations- und Datenaustausch wird im BIM-Projektabwicklungsplan vom AN dokumen- tiert. Der Datenaustauschprozess ist vom AN zu Projektbeginn zu testen und im BIM-Kick-Off zu de- monstrieren und zu dokumentieren. Wenn der AN beabsichtigt, während des Verlaufes des ge- samten Projekts seine Softwareversion oder die Software zu wechseln, ist dies von Seiten des AG zustimmungspflichtig. Die entsprechenden Angaben sind durch den AN im BIM-Projektab- wicklungsplan (BAP) zu pflegen.
3.9 Sicherung Modellqualität Der AN ist für die Qualität und Regelkonformität der gelieferten BIM-Modelle verantwortlich. Dies gilt auch bei der Verwendung der Digitalen Bauteilbibliotheken der DB InfraGO AG. Bei der Übergabe von Arbeitsergebnissen an den Bauherrn ist besonderes Augenmerk auf fol- gende Punkte zu legen: korrekte zeichnerische Darstellung im BIM-Modell Vollständigkeit und Struktur der Daten (z.B. Attribute und Dokumente) inhaltliche Richtigkeit der Daten Kollisionsfreiheit im BIM-Modell Dies ist im Rahmen der getakteten Projektbesprechungen vom AN nachzuweisen sowie durch einen Qualitätssicherungsbericht zu bestätigen und wird bauherrenseitig stichprobenartig geprüft.
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Abbildung 23 Qualitätssicherungsprozess Planung
Vom Hautauftragnehmer (i.d.R. Objektplaner, AN Bau) ist ein ausführliches Qualitätssicherungs- konzept gem. Anforderungen des BIM-Projektabwicklungsplans vorzulegen, das Bezug auf die Einhaltung der festgelegten Qualitätskriterien nimmt. Die Verantwortung für die fachdisziplinübergreifende Sicherung der Modellqualität obliegt dem Hauptauftragnehmer (i.d.R. Objektplaner, AN Bau) und ist von einer internen, unabhängigen Stelle des AN durchzuführen. Die Sicherung der Modellqualität der einzelnen Fachmodelle/-beiträge obliegt dem zuständigen Fachplaner gleichermaßen. Es wird darauf hingewiesen, dass: die Eingangsprüfung des Objektplaners niemals die Ausgangsprüfung des Fachplaners ersetzen kann die Daten jederzeit vom Auftraggeber verlangt und überprüft werden können Die Qualitätskriterien richten sich nach folgenden Kriterien: Überprüfung der Modellübergaben und Datenkonventionen Überprüfung der Projektanforderungen Überprüfung der Anforderungen an das BIM-Modell Überprüfung der Modell- und Bauteilanforderungen Überprüfung der Modell- und Plankonsistenz Die Sicherung der Modellqualität ist durch den Hauptauftragnehmer sowohl für die Objektplanung als auch die Fachplanungen im Qualitätssicherungsbericht gegenüber dem AG nachzuweisen. Der Qualitätssicherungsbericht steht Word- bzw. als bearbeitbares PDF-Formular auf der Infor- mationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK zur Verfügung. Im Qualitätssicherungsbericht werden die gem. Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik inkl. der Modellierungsrichtlinie definierten Anforderungen an die Qualität und Lieferung der geforder- ten auftragsgegenständlichen Leistungen durch den Auftragnehmer nachgewiesen. Als BIM-Modell werden im Qualitätssicherungsbericht die gem. Beauftragung und Projektstatus zu liefernden BIM-Modelle entsprechend der definierten Modellstufen der Vorgaben zur LP05-06-V01 Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik, V3.3 V.IOM 4, gültig ab 29.05.26 3 BIM-Pflichtenheft 83
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Anwendung der BIM-Methodik betitelt. Im Qualitätssicherungsbericht ist auf die aktuelle Modell- stufe des Berichtsgrunds Bezug zu nehmen. Der Qualitätssicherungsbericht ist projektbegleitend durch den Auftragnehmer zu befüllen und wird während der getakteten Projektbesprechungen bzw. Baubesprechung am Modell als Hilfs- mittel zur Qualitätssicherung genutzt. Der BIM-Berater kann anhand dieses Qualitätssicherungsberichts parallel und somit projektbe- gleitend den Fortschritt und die Qualität des jeweils aktuellen BIM-Modells prüfen. Die Endfassung des Qualitätssicherungsberichts ist zu festgelegten Zwischenabgaben sowie mit Übergabe des jeweiligen fertiggestellten BIM-Modells als Endabgabe durch den Auftrag- nehmer zu liefern und wird zusammen mit dem BIM-Modell auf der Projektkommunikationsplatt- form bereitgestellt. Die Erfüllung der einzelnen Kriterien werden projektbegleitend stichprobenartig durch den AG überprüft und sind vom Auftragnehmer gleichermaßen projektbegleitend nachzuweisen.
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Abkürzungsverzeichnis
| A | |
|---|---|
| AG | Auftraggeber |
| ALKIS | Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem |
| AN | Auftragnehmer |
| AN-Bau | Auftragnehmer Bau |
| AVA | Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung |
| B | |
| BAP | BIM-Projektabwicklungsplan |
| BCF | BIM Collaboration Format |
| BIM | Building Information Modeling |
| BoVEK | Bodenverwertungskonzept |
| BQS | BIM-Qualitätssicherung |
| BÜ | Bauüberwachung |
| BÜB | Bauüberwachung Bahn |
| BVB | Bauvorlageberechtigter |
| C | |
| CAD | Computer-Aided-Design (computergestütztes Entwerfen) |
| CAFM | Computer Aided Facility Management |
| CARD/1 | Planungssoftware |
| CDE | Common Data Environment |
| D | |
| DB AG | Deutsche Bahn AG |
| DB E&C | DB Engineering & Consulting |
| DWG | Dateiformat von AutoCAD-Dateien |
| DXF | Dateiaustauschformat von Autodesk |
| E | |
| EBA | Eisenbahnbundesamt |
| EG | Empfangsgebäude |
| EIU | Eisenbahninfrastrukturunternehmen |
| F | |
| FBX | Austauschformat aus Revit |
| FEM | Finite Elemente Methode |
| FLIMAS | Flächeninformations- und Managementsystem (Liegenschaften) |
| F&E | Forschung & Entwicklung |
| G | |
| GAEB | Austauschformat (Gemeinsamer Ausschuss Elektronik im Bauwesen) |
| GB | Geschäftsbereich |
| GE | Grundlagenermittlung |
| GIS | Geoinformationssystem |
| GRA | Dateiformat mit Informationen zur Gradiente |
| H | |
| HAN | Hauptauftragnehmer |
| HOAI | Honorarordnung für Architekten und Ingenieure |
| Hp | Haltepunkt |
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| I | |
|---|---|
| IBV | Inbetriebnahmeverantwortlicher |
| IFC | Austauschformat (Industry Foundation Classes) |
| ING | Ingenieur |
| ISD | InfraStrukturDaten |
| IT | Informationstechnik |
| ITK | Informationstechnologie und Kommunikationstechnik |
| iTWO | von der DB AG eingesetzte BIM-fähige AVA-Software |
| IVL-Plan | Ingenieurvermessungslageplan |
| K | |
| L | |
| LB | Leistungsbeschreibung |
| LCC | Lebenszykluskosten (Life Cycle Cost) |
| LeiV | Leistungsvereinbarung |
| LoA | Level of Accuracy (Genauigkeitsklasse) |
| LoD | Level of Detail (Grad der Detaillierung) |
| LoG | Level of Geometry (Grad der geometrischen Detailierung) |
| LoI | Level of Information (Grad der Information) |
| Lph | Leistungsphase entsprechend HOAI |
| LuFV | Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung |
| LST | Leit- und Sicherungstechnik |
| LV | Leistungsverzeichnis |
| M | |
| Mdb | Datenbankformat (MS Access) |
| N | |
| Nwc | Dateiformat (Autodesk Navisworks) |
| Nwd | Dateiformat (Autodesk Navisworks) |
| Nwf | Dateiformat (Autodesk Navisworks) |
| O | |
| OLA | Oberleitungsanlagen |
| P | |
| PIM | Projektinformationsmodell |
| POV | Planungsobjektverwaltung |
| ProVI | Planungssoftware für Infrastruktur- und Verkehrsplanung |
| PL | Projektleiter |
| Pst | Projektsteuerung |
| Q | |
| QTO | Quantity Takeoff (Software von Autodesk mit Formeln zur Mengenermittlung) |
| R | |
| RB | Regionalbereich |
| RIB | „Recheninstitut im Bauwesen“ – Softwarehersteller |
| RV | Rahmenvertrag |
| rvt rfa | Format des Autodesk-Produkts Revit Format des Autodesk-Produkts Revit |
| S | |
| SAP | Software-Hersteller (Software zur Abwicklung von Geschäftsprozessen) |
| SAP PM | SAP Plant Maintenance (Modul für das Anlagenmanagement) |
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| T | |
|---|---|
| TBQ | Technischer Beauftragter Qualität |
| TEIV | Transeuropäische-Eisenbahn-Interoperabilitätsverordnung |
| TGA | Technische Gebäudeausrüstung |
| TLK | Teilleistungskatalog |
| TK | Telekommunikation |
| TÖB | Träger öffentliche Belange |
| TRA | Dateiformat mit Informationen zur Trasse |
| TSI | Technische Spezifikationen für die Interoperabilität |
| U | |
| uPva | unterirdische Personenverkehrsanlage |
| V | |
| VST | Verkehrsstation |
| VA | Verkehrsanlage |
| W | |
| Z |
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Anlage 1
Projektorganisation in
komplexen Projekten
BIM–Methodik
Digitales Planen und Bauen
DB InfraGO AG
Geschäftsbereich Personenbahnhöfe
V.IOM
Europaplatz 1, 10557 Berlin
Version 3.3
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 89
Index 90
Geltungsbereich 91
Abbildungsverzeichnis 92
1 Projektorganisation in komplexen Projekten 93 1.1 Rollen und Verantwortlichkeiten 93 1.1.1 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Managers 93 1.1.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Gesamtkoordinators (Auftragnehmer) 94 1.1.3 Verantwortlichkeiten des BIM-Fachkoordinators (Auftragnehmer) 95 1.2 Projektorganisation 95
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Index
| Nr.: | Version: | Datum: | Änderung: | Verfasser: | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 1.0 | 28.02.2025 | Erstausgabe | I.IPM 4 | ||||||||||
| 02 | 1.1 | 29.05.2026 | Umbenennung I.IPM 4 in V.IOM 4 zum 1.1.2026 | V.IOM 4 |
Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.
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Geltungsbereich
| Dieses Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik für BIM-Projekte | ||
|---|---|---|
| des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG. Bei komplexen Projekten sind | ||
| die genannten Anforderungen als Basis anzuwenden und projektspezifisch zu ergänzen. | ||
| Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei- | ||
| lige Rolle im Projekt zu beachten. |
| Die vorliegende Anlage Projektorganisation in komplexen Projekten ist urheberrechtlich | ||
|---|---|---|
| geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesem Dokument das ausschließliche und unein- | ||
| geschränkte Nutzungsrecht zu. | ||
| Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der | ||
| Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge- | ||
| schäftsverantwortliche Stelle. |
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 24 BIM-Organigramm Gesamtvergabe an Hauptauftragnehmer 95 Abbildung 25 BIM-Organigramm losweise Vergabe 96
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1 Projektorganisation in komplexen Projekten
Dieses Dokument enthält Vorgaben zur Projektorganisation sowie zur Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten für Projekte hoher Komplexität. Solche Projekte sind in der Regel Großpro- jekte, die sich durch eine lange Projektdauer, einen umfangreichen Projektinhalt und spezielle vergaberechtliche Anforderungen von Standardprojekten unterscheiden. Nachfolgend werden mögliche Projektstrukturen beschrieben, die insbesondere auf Auftragneh- merseite erweiterte Rollen und Verantwortlichkeiten erfordern können. Diese Rollen und Verant- wortlichkeiten müssen vom Auftragnehmer projektspezifisch im BIM-Projektabwicklungsplan do- kumentiert und mit der Angebotsabgabe eingereicht werden. Sie sind im Projektverlauf stets ak- tuell zu halten. Auch auf Auftraggeberseite entstehen aufgrund der Komplexität und Projektdauer zusätzliche Rollen und Verantwortlichkeiten, da eine reine BIM-Beratung hier nicht ausreicht.
1.1 Rollen und Verantwortlichkeiten Für Standardprojekte im GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG gibt es zahlreiche Standards zur BIM-Implementierung und Projektabwicklung. Aufgrund der hohen Standardisierung sowie die vergleichsweise geringe Anzahl an Projektbeteiligten und Schnittstellen können diese Pro- jekte meist durch eine punktuelle Beratung eines zertifizierten BIM-Beraters umgesetzt werden. Komplexe Projekte (i.d.R. Großprojekte) weisen einen höheren Grad an Komplexität auf. Kenn- zeichnend dafür sind zahlreiche Projektbeteiligte, umfangreiche Schnittstellen, ein großer Pro- jektumfang und -dauer, vergaberechtliche Anforderungen sowie ein eher geringerer Standardi- sierungsgrad. Für diese Projekte ist eine zentrale Steuerung für die BIM-Implementierung und Projektdurchführung über die gesamte Projektlaufzeit erforderlich. Diese zentrale Steuerung wird durch das BIM-Management durch mindestens einen BIM-Manager sichergestellt. Auch auf Auftragnehmerseite sind erweiterte Rollen und Verantwortlichkeiten erforderlich. Ein einzelner BIM-Koordinator kann die Anforderungen in Bezug auf Projektdauer, Umfang und die Vielzahl an Schnittstellen mitunter nicht allein bewältigen. Deshalb werden die Aufgaben des BIM- Koordinators in die Rollen des BIM-Gesamtkoordinators und des BIM-Fachkoordinators auf- geteilt, die jeweils das Gesamtprojekt/-maßnahme bzw. die einzelnen Fachdisziplinen betreuen und koordinieren. Die erweiterten Verantwortlichkeiten für komplexe Projekte sind im Folgenden definiert.
1.1.1 Verantwortlichkeiten des zertifizierten BIM-Managers Der BIM-Manager übernimmt organisatorische Aufgaben im Zusammenhang mit der Implemen- tierung, Umsetzung und Dokumentation der BIM-Prozesse für das Gesamtprojekt/-maßnahme. Dabei ist er insbesondere für die Einhaltung der BIM-Standards und die Steuerung der BIM-spe- zifischen Schnittstellen zuständig. Er unterstützt die Projektleitung bei der Anwendung der BIM- Methodik und verantwortet die BIM-Prozesse im Gesamtprojekt/-maßnahme. Ein BIM-Manager für Projekte des GBs Personenbahnhöfe muss über eine gültige Zertifizierung zum BIM-Berater verfügen. Weitere Qualifikationsvoraussetzungen können dem Leitfaden BIM- Berater entnommen werden. Die wesentlichen Aufgaben der Steuerung des BIM-Managers sind insbesondere: Kosten: Sicherstellen einer wirtschaftlichen Anwendung der BIM-Methodik gemäß den definierten projektspezifischen BIM-Zielen Qualität: Überwachen der Qualität und Abnahme von BIM-Liefergegenständen (z. B. Mo- delle, Anwendungsfälle). Termine: Koordination von Terminen, Datenlieferungen und Fristen im BIM-Kontext. Zusätzlich setzt der BIM-Manager ein durchgängiges Datenmanagement auf und steuert dessen Umsetzung über die gesamte Projektlaufzeit hinweg bis zur Übergabe in den Betrieb. Dies
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umfasst die Verwaltung und Bereitstellung von Dokumenten, BIM-Modellen und IT-Werkzeugen, die über zentral und standardmäßig bereitgestellte Plattformen hinausgehen. Die zentralen Aufgaben des BIM-Managers in komplexen Projekten umfassen, zusätzlich zu den Tätigkeiten eines zertifizierten BIM-Beraters, die nachfolgend aufgeführten Aufgaben für das Ge- samtprojekt bzw. die gesamte Maßnahme.
| Projektvor- bereitung | Unterstützung der Projektleitung bei der Erstellung von BIM-spezifischen Terminplänen und Ausführungsfristen Ableitung und Festlegung von BIM-spezifischen Meilensteinen, z. B. in Bezug auf Liefergegenstände wie BIM-Modelle und Anwendungsfälle. Erstellung einer Übersicht zu Meilensteinen sowie den fachlichen und räumlichen Schnittstellen im BIM-Prozess Mitwirkung bei der Vergabekonzeption und dem Aufbau der Projektstruk- tur, einschließlich der vertraglichen Regelungen, z. B. der Zuordnung der BIM-Gesamtkoordination in der Vergabe Festlegung und Dokumentation des Datenmanagements sowie der er- forderlichen IT-Werkzeuge (sofern kein Standard vorgegeben ist) für das gesamte Projekt, einschließlich der vertraglichen Verankerung Einrichtung und Administration der vorgegebenen Standardsoftware, z. B. der Projektkommunikationsplattform Festlegung der Nutzung zusätzlicher IT-Werkzeuge, einschließlich der projektspezifischen Einrichtung sowie des Zugangs- und Rechtemana- gements Sicherstellung der Einhaltung von Datenschutz-, Datensicherheits- und IT-Sicherheitsvorgaben der DB AG bei der Nutzung von IT-Werkzeugen. Zuarbeit zum Projekthandbuch, insbesondere zu BIM-spezifischen Pro- jektstandards Ergänzung von projektspezifischen Anforderungen, die über die allge- meinen Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik hinausgehen Gegebenenfalls Erarbeitung, Kommunikation und Durchsetzung eines projektspezifischen BIM-Implementierungskonzepts |
|---|---|
| Projekt- durchfüh- rung | Mitwirkung bei der Zusammenführung der BIM-Projektabwicklungspläne der Bietenden eines Projekts (z. B. bei fachlosweiser Vergabe) zu einem einheitlichen BAP Fortschreibung des Projekthandbuchs mit BIM-relevanten Inhalten. Überwachung der Einhaltung der festgelegten BIM-Standards Aktualisierung der Übersicht zu Meilensteinen sowie zu fachlichen und räumlichen Schnittstellen im BIM-Prozess Unterstützung bei Abstimmungen zwischen den Fachdisziplinen, insbe- sondere in Bezug auf Schnittstellen, Datenübertragung, Regeln und Ko- operation Mitwirkung bei der Abstimmung von BIM-Modellen aus Schnittstellenpro- jekten, um die Passfähigkeit im Gesamtprojekt sicherzustellen Unterstützung bei der Übergabe definierter Daten an Archive, Systeme und den Betrieb Abstimmung zur weiteren Nutzung des BIM-Modells für zusätzliche An- wendungsfälle nach der Baufertigstellung |
1.1.2 Verantwortlichkeiten des BIM-Gesamtkoordinators (Auftragnehmer) Der BIM-Gesamtkoordinator des Auftragnehmers (AN) ist verantwortlich für die Koordination der Fachplanungen im Gesamtprojekt bzw. der gesamten Maßnahme. Zudem dokumentiert und ge- währleistet der BIM-Gesamtkoordinator die Qualität des BIM-Modells. Zusätzlich zu den grundlegenden Aufgaben des BIM-Koordinators übernimmt der BIM-Gesamt- koordinator mindestens folgende Aufgaben:
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Zusammenführung der verschiedenen BIM-Projektabwicklungspläne der Bieter eines Projekts (bei z.B. fachlosweiser Vergabe) zu einem BAP Steuerung und übergreifende Koordination der BIM-Fachkoordinatoren maßnahmen-/pro- jektübergreifend Abstimmung von Schnittstellen durch Integration von BIM-Modellen aus angrenzenden Projekten, um die Passfähigkeit im Gesamtprojekt bzw. der Maßnahme sicherzustellen.
1.1.3 Verantwortlichkeiten des BIM-Fachkoordinators (Auftragnehmer) Der BIM-Fachkoordinator ist für die Koordination der jeweiligen Fachdisziplin(en) verantwortlich und übernimmt grundsätzlich die gleichen Aufgaben wie ein BIM-Koordinator – jedoch speziell bezogen auf seine Fachdisziplin. Dies umfasst: Koordination und Zusammenführung der Einzelplanungen der Fachdisziplin zu einem konsistenten Fachmodell. Mitwirkung bei Erstellung und Fortschreibung des BAP für die Inhalte seiner Fachdisziplin Koordination der BIM-Aufgaben bzw. BIM-Modellersteller in der jeweiligen Fachdisziplin Aufbereitung von Kollisionen und Konflikten innerhalb der Fachdisziplin, als Vorbereitung für die Zusammenführung im Koordinationsmodell oder für getaktete Projektbesprechun- gen Festlegung der Austauschformate der von der Fachplanung verwendete Software Teilnahme an getakteten Projektbesprechungen, je nach Erfordernis Teilnahme an weiteren Besprechungsterminen mit den wesentlichen Projektbeteiligten Koordination und Bereitstellung eines fachlich korrekten Fachmodells Sicherstellung der Qualität des Fachmodells und Prüfung auf Konformität zu abgeleiteten Plänen
1.2 Projektorganisation Die nachfolgenden BIM-Organigramme zeigen mögliche Projektorganisationen inkl. der BIM-spe- zifische Rollen, die in komplexen Projekten zur Anwendung kommen können.
Abbildung 24 BIM-Organigramm Gesamtvergabe an Hauptauftragnehmer
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Abbildung 25 zeigt ein Organigramm, das für komplexe Projekte mit einem Hauptauftragnehmer Planung oder Bauausführung entwickelt wurde. Diese Projektorganisation ist besonders geeig- net, wenn die Planungs- bzw. Bauphasen der einzelnen Fachdisziplinen zeitlich aufeinander ab- gestimmt sind. Dadurch können die Projektbeteiligten, insb. der BIM-Gesamtkoordinator inner- halb der vertraglich festgelegten Projektdauer die Koordination aller Planungen sicherstellen (z. B. bei in sich geschlossenen Planungs- oder Bauabschnitten). Die Verantwortung für die Erstellung des BIM-Modells liegt beim Hauptauftragnehmer für Planung bzw. Bauausführung, in der Regel beim Objektplaner oder Bauauftragnehmer. Der Hauptauftrag- nehmer übernimmt hierbei die Aufgabe der BIM-Gesamtkoordination und damit die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators auf der Seite des Auftragnehmers. Der BIM-Gesamtkoordinator trägt die Verantwortung für die Zusammenführung und die übergrei- fende Qualitätssicherung des BIM-Modells, das aus den verschiedenen Fachplanungen bzw. Fachmodellen besteht. Die fachliche Koordination und Qualitätssicherung der Fachmodelle ob- liegt dem jeweiligen BIM-Fachkoordinatoren der Fachdisziplinen.
Abbildung 25 BIM-Organigramm losweise Vergabe
Abbildung 25 zeigt ein Organigramm, das für komplexe Projekte entwickelt wurde, bei denen Einzelverträge durch losweise Vergaben (z. B. Fachlose oder Teillose) für Planungs- bzw. Bau- leistungen erforderlich sind. Diese Projektorganisation eignet sich – analog zur Gesamtvergabe – insbesondere, wenn die Planungs- bzw. Bauphasen der einzelnen Fachdisziplinen zeitlich auf- einander abgestimmt sind. So kann die Koordination aller Fachplanungen durch die Projektbetei- ligten, insb. die BIM-Gesamtkoordination innerhalb der vertraglich festgelegten Projektdauer ge- währleistet werden.
Die Verantwortung für die Erstellung des BIM-Modells liegt bei einem Auftragnehmer, in der Regel bei der Objektplanung bzw. dem Bauauftragnehmer. Dieser übernimmt die Aufgabe der BIM- Gesamtkoordination und somit die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators auf Seiten der Auftragneh- mer.
Der BIM-Gesamtkoordinator ist verantwortlich für die Zusammenführung und übergreifende Qua- litätssicherung des BIM-Modells, das aus den verschiedenen Fachplanungen bzw. Fachmodellen besteht. Die fachliche Koordination und Qualitätssicherung der Fachmodelle sowie deren Liefe- rung an den BIM-Gesamtkoordinator obliegt den jeweiligen BIM-Fachkoordinatoren der einzelnen
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Fachdisziplinen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Koordination der einzelnen Lose bzw. ein- zelvertraglichen Leistungen durch die BIM-Gesamtkoordination erfolgt.
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Anlage 2
Modellierungsrichtlinie
BIM–Methodik
Digitales Planen und Bauen
DB InfraGO AG
Geschäftsbereich Personenbahnhöfe
V.IOM 4
Europaplatz 1, 10557 Berlin
Version 3.3
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 99
Index 102
Geltungsbereich 103
Abbildungsverzeichnis 104
Tabellenverzeichnis 105
1 Anwendungsbereich 106
2 Anforderungsmanagement 107
3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 108 3.1 Modellierungssoftware 108 3.1.1 Revit 108 3.1.2 Allplan 108 3.1.3 card_1 108 3.1.4 ProVI 108 3.2 Revit-Vorlagedateien 108 3.2.1 Revit-Bauteilbibliothek 108 3.2.2 Revit-Projektvorlage 108 3.2.3 Beispielprojekt 109 3.2.4 Gemeinsam genutzte Parameter Datei 109
4 Anforderungen an BIM-Modelle 110 4.1 Modellierungsgrundsätze 110 4.2 Modell- und Bauteileinheiten 110 4.3 Level of Geometry (LoG) 110 4.4 Level of Information (LoI) 112 4.5 Level of Accuracy (LoA) 112 4.6 IFC und Property Sets 113 4.7 Projektnullpunkt 114 4.8 Phasendarstellung 114 4.9 Koordinationskörper 115 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte 115 4.11 Kollisionsfreiheit 117 4.12 Dateikennzeichnung 117 4.13 Dateigrößen 117
5 Anforderungen an Bauteile 118
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Inhaltsverzeichnis 99
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5.1 Bauteilbezeichnung 118 5.2 Material, Texturen und Schraffuren 118 5.3 Wartungs-/ Instandhaltungsflächen 118 5.4 Modellübergaben 118
6 Ergänzende fachdisziplinspezifische Modellanforderungen 119 6.1 Verkehrsanlage 119 6.1.1 Oberbau 119 6.1.2 Gleisachse 119 6.1.3 Lichtraumprofil 119 6.1.4 Oberleitungsbereich 120 6.2 Hochbau 121 6.2.1 Ebenen 121 6.2.2 Achsraster 122 6.2.3 Raumbezeichnung 122 6.3 Baugrund 122 6.3.1 Ziele 122 6.3.2 Modellstruktur 123 6.3.3 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse 123 6.3.3.1 Anwendungsgrenzen 123 6.3.3.2 Spezifische Anforderungen an die Modellierung 124 6.3.3.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 124 6.3.4 Sub-Fachmodell Baugrundschichten 124 6.3.4.1 Anwendungsgrenzen 124 6.3.4.2 Spezifische Anforderungen an die Modellierung 124 6.3.4.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 126 6.3.5 Sub-Fachmodell Grundwasser 126 6.3.5.1 Anwendungsgrenzen 126 6.3.5.2 Spezifische Anforderungen an die Modellierung 126 6.3.5.3 Anforderungen LoI (Level of Information) 127 6.3.6 Sub-Fachmodell Georadar 127 6.3.6.1 Spezifische Anforderungen an die Modellierung 127 6.4 Brandschutz 128
7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz 130 7.1 Schematische Darstellungen 130 7.2 Darstellung der Ausführungsdetails 130 7.3 Symbolische Repräsentationen 130 7.4 Plankopf 130
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Inhaltsverzeichnis 100
[Seite 101]
7.5 Beschriftungen und Bemaßungen 131 7.6 Layerkennzeichnung 131
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Inhaltsverzeichnis 101
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Index
| Nr.: | Ver- | Datum: | Änderung: | Verfas- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| sion: | ser: | |||||||
| 01 | 1.0 | 15.10.2015 | Erstausgabe | I.SBB (3) | ||||
| 02 | 1.1 | 27.11.2015 | I.SBB (3) | |||||
| 03 | 1.2 | 15.12.2015 | I.SBB (3) | |||||
| 04 | 1.3 | 26.04.2016 | Ergänzung Urheberrechtspassus | I.SBB (3) | ||||
| 05 | 1.4 | 01.10.2016 | I.SBB (3) | |||||
| 06 | 1.5 | 22.12.2016 | Ergänzung Umgebungsmodell (Abschnitt 3.1) Ergänzung Anforderungen an die Modellierungs- genauigkeit (Abschnitt 3.7) Zusammenfassung der Abschnitte 3 und 4 | I.SBB (3) | ||||
| 07 | 1.6 | 10.05.2017 | Ergänzung LoD/LoI 500 im Abschnitt „Zusammen- spiel der einzelnen Dokumente“ | I.SBB (3) I.NP | ||||
| 08 | 1.7 | 01.11.2019 | Änderung des Geltungsbereiches ausschließliche Anwendung der Vorgaben für DB Station&Service AG Projekte Löschung der DB Netz AG bezogenen fachlichen Inhalte | I.SPM (S) | ||||
| 09 | 1.8 | 29.01.2021 | Abschnitt 3.1 verschoben in BIM-Pflichtenheft (BIM- Modelle) Abschnitt 3.5 integriert im BIM-Pflichtenheft (Model- lierungsvorschrift) Abschnitt 3.6 integriert in Anlage 10 LoI | I.SPM(S) | ||||
| 10 | 2.0 | 15.11.2023 | Vollständige Überarbeitung: Anpassung Gliederung, Präzisierung der Anforde- rungen an Modelle und Bauteile (IFC und Property Sets, Projektnullpunkt, Phasendarstellung, Koordi- nationskörper), ergänzende Anforderungen Fach- modelle Verkehrsanlage (Darstellung Oberbau, Gleisachse, Lichtraumprofil, Oberleitungsbereich) und Hochbau (Ebenendefinition), Ergänzung Level of Accuracy (LoA), Einführung Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Baugrund | I.SPM 4 | ||||
| 11 | 2.1 | 31.01.2024 | Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB In- fraGO AG Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM- Fachmodell Baugrund in der Anlage 2 Modellie- rungsrichtlinie Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmo- dell Baugrund (Abschnitt 1) | I.IPM 4 | ||||
| 12 | 2.2 | 28.02.2025 | Ergänzung Kapitel 6.1 Fachmodellstruktur; Integra- tion des Anhang 1: Fachmodell Baugrund in Kapitel 6.3 „Baugrund“ der Anlage 2 Modellierungsrichtli- nie; Änderung 4.7 Projektnullpunkt im Koordinaten- system Personenbahnhöfe; 4.4 Attributierung in IFC und nativem Format | I.IPM 4 | ||||
| 13 | 2.3 | 29.05.2026 | Anpassung und Kürzung des Kapitels 6 Ergänzung Sub-Fachmodell Georadar (Kap. 6.4.6). Einführung Neues Kapitel 6.4 „Brandschutz“ mit brandschutztechnischen Angaben | V.IOM 4 |
Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Index 102
[Seite 103]
Geltungsbereich
| Dieses Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik für BIM-Projekte | ||
|---|---|---|
| des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe DB InfraGO AG und ist verbindlich anzuwenden. | ||
| Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden. | ||
| Bei komplexen Projekten sind die genannten Anforderungen als Basis anzuwenden und pro- | ||
| jektspezifisch zu ergänzen. | ||
| Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei- | ||
| lige Rolle im Projekt zu beachten. | ||
| Die Modellierungsrichtlinie ersetzt nicht die allgemein anerkannten Regeln der Technik, son- | ||
| dern ist als ergänzendes Dokument für die Modellerstellung zu betrachten. |
| Die vorliegende Modellierungsrichtlinie ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG | ||
|---|---|---|
| steht an diesem Dokument das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu. | ||
| Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der | ||
| Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge- | ||
| schäftsverantwortliche Stelle. |
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Geltungsbereich 103
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 26 Schematische Darstellung LoG-Stufen ............................................................... 111 Abbildung 27 Messgenauigkeit Punktwolke ............................................................................. 113 Abbildung 28 Modellierungsgenauigkeit Bauteil ....................................................................... 113 Abbildung 29 Pset "DB" ............................................................................................................ 114 Abbildung 30 Beispiel Schattierung Neubau, Rückbau ............................................................ 114 Abbildung 31 Koordinationskörper ............................................................................................ 115 Abbildung 32 Beispiel Modellstruktur mit Ansichtspunkten ...................................................... 117 Abbildung 33 Vitrine mit Volumenkörpern als Wartungs- und Instandhaltungsflächen ............ 118 Abbildung 34 SOLL-Gleislage .................................................................................................. 119 Abbildung 35 IST-Gleislage ...................................................................................................... 119 Abbildung 36 Lichtraumprofile an Mittelbahnsteig .................................................................... 120 Abbildung 37 Lichtraumprofil inkl. Darstellung Gefahrenbereich .............................................. 120 Abbildung 38 Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01, RIL 997.0204 .............................. 121 Abbildung 39 Bezeichnungen der Hauptebenen ...................................................................... 121 Abbildung 40 Modellstruktur BIM-Fachmodell Baugrund ......................................................... 123 Abbildung 41 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse ............................... 124 Abbildung 42 Zulässige Interpolation ........................................................................................ 125 Abbildung 43 Unzulässige Extrapolation .................................................................................. 125 Abbildung 44 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundschichten ................................... 126 Abbildung 45 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Grundwasser ............................................ 126 Abbildung 46: 3D-Pfeil als Fundort für Georadaruntersuchungen ............................................ 127 Abbildung 47: Darstellung von Fundorten (Georadar) an einem Bahnsteig ............................. 127 Abbildung 48: 2D-Darstellung von Bauteilqualitäten im Brandschutz aus dem BIM-Modell ..... 129 Abbildung 49 Verweis auf Detail 1 im Grundriss/Schnitt .......................................................... 130 Abbildung 50 Darstellung Detail 1 ............................................................................................ 130
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Abbildungsverzeichnis 104
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 8 Modell- und Bauteileinheiten ..................................................................................... 110 Tabelle 9 Messgenauigkeit und Modellierungsgenauigkeit ...................................................... 112 Tabelle 10 Festgelegte Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkeit für BIM-Modelle . 117
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 Tabellenverzeichnis 105
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1 Anwendungsbereich
Die Modellierungsrichtlinie enthält die allgemeine Methode zur Ermittlung der Anforderungen an ein Projektinformationsmodell, das aus den BIM-Modellen und den mit diesen Modellen verknüpf- ten Daten und Dokumenten besteht. Vom AN sind die zur Erfüllung des Planungsauftrags erforderlichen, zusätzlichen Anforderungen nach der dargestellten Methode selbstständig zu entwickeln und anzuwenden. Abweichungen von den Anforderungen des AG durch z. Bsp. geänderte Planungsmethoden, zu- sätzliche projektspezifische Anforderungen oder neue Erkenntnisse sind abzustimmen und be- dürfen der Zustimmung des AG. Die Abweichungen sind vollumfänglich im BIM-Projektabwick- lungsplan zu dokumentieren. Die Modellierungsrichtlinie richtet sich an alle Auftragnehmer, die vorgefertigte bzw. bereitge- stellte Bauteile einsetzen oder neue Bauteile für den reibungslosen Planungsablauf projektspezi- fisch erstellen. Die Modellierungsrichtlinie ist als Leitfaden und zugleich als Vorgabe zur Model- lierung zu verstehen. Abweichungen durch z.B. geänderte Planungsmethoden oder neue Erkenntnisse sind vor Pro- jektbeginn mit allen Projektbeteiligten abzustimmen. Während eines laufenden Planungsprozes- ses sind Abweichungen oder Änderungen von der Modellierungsrichtlinie nur dann zulässig, wenn alle Projektbeteiligten dem zustimmen. Diese Änderungen sind vollumfänglich zu dokumen- tieren, damit überprüft werden kann, ob es sinnvoll ist die Modellierungsrichtlinie für zukünftige Projekte entsprechend anzugleichen.
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 1 Anwendungsbereich 106
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2 Anforderungsmanagement
Die Anforderungen des AG an BIM-Modelle und Bauteile ergeben sich aus den Zielen und An- wendungsfällen der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Projektspezifisch können Ziele und Anwendungsfälle ergänzt werden. Sollte dies der Fall sein, so sind auch die Anforderungen an Modelle und Bauteile neu zu bewerten und nach Bedarf ebenfalls zu ergänzen. Projektspezi- fika sind nach gemeinsamer Abstimmung zwischen dem AN und dem AG im BIM-Projektabwick- lungsplan zu dokumentieren. Der AN ist verpflichtet die Modellierungsgenauigkeit auf die Erfüllung der Planungsaufgabe aus- zurichten. Die Modellierungsgenauigkeit ist mindestens so wählen, dass die Ziele und Anwen- dungsfälle des AG erfüllt werden. Sollten durch andere Fachplanungen im Sinne der reibungslo- sen kollaborativen Zusammenarbeit erhöhte Anforderungen erforderlich werden, so ist dies ge- meinsam möglichst frühzeitig abzustimmen und eben falls im BIM-Projektabwicklungsplan zu do- kumentieren. Projektbeispiel: Im Rahmen des Projekts wird eine Bahnsteigverlängerung geplant. Ein Oberleitungsabspanner ist in der Nähe des Baufelds und es ist unklar, ob dieser von der Maßnahme betroffen ist. Kon- krete Anforderungen des AG zur geometrischen Modellierung liegen nicht vor. Es wird lediglich eine „exakte Darstellung im Schnittstellenbereich zwischen Bestand und Planung zur Beurteilung der Abhängigkeiten“ gefordert. Unabhängig von den Anforderungen des AG ist der AN im Rahmen der Erfüllung der Planungs- aufgabe verpflichtet den Oberleitungsabspanner vereinfacht zu modellieren, da das Risiko be- steht, dass dieser im Baufeld liegt bzw. eine Rolle im Rahmen des Bauablaufs spielen kann. Der AN Bau kann ebenfalls eigene Ziele zur Anwendung der BIM-Methodik verfolgen, etwa um den Bauablauf zu simulieren und die Logistik darauf auszurichten oder um Abrechnungen erleich- tert durchzuführen. Diese Anwendungsfälle können zu spezifischen Anforderungen an die Mo- delle und Bauteile führen. Das Anforderungsmanagement ermittelt die funktionalen Voraussetzungen, Verantwortlichkeiten, Zeiträume und Lieferungsformate (Geometrie, Attribute oder Dokumente). Das Ergebnis ist eine Liste der prüfbaren Anforderungen an die Modelle und Bauteile, durch die Beantwortung der folgenden Fragen:
Wer hat eine Anforderung? Was wird gefordert? Warum wird es gefordert? Welcher Nutzen ergibt sich? Wie wird die Erfüllung der Anforderung nachgewiesen? (mit Geometrien, Attributen oder Dokumenten?)
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 2 Anforderungsmanagement 107
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3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien
3.1 Modellierungssoftware 3.1.1 Revit Der GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG stellt für Autodesk Revit eine Digitale Bauteilbib- liothek, eine Projektvorlage, eine Gemeinsam-Genutzte-Parameter-Datei sowie ein Beispielpro- jekt zur Verfügung (s. 3.2 Revit-Vorlagedateien). 1 3.1.2 Allplan Die ALLPLAN Deutschland GmbH stellt eine Projektvorlage für Verkehrsstationen des GBs Per- sonenbahnhöfe der DB InfraGO AG bereit. Die Vorlage beinhaltet Bauteile und Ausstattung in Form intelligenter Objekte, die bereits über alle benötigten Parameter und Informationen verfü- gen. 2 3.1.3 card_1 Die IB&T Software GmbH bietet dem Anwender der Software card_1 die Möglichkeit zur Berech- nung von Bahnsteigkanten und der Erzeugung von 3D-Objekten für den Bahnsteig. Die Software bietet die Möglichkeit zur Übergabe der Planungen an Autodesk Revit. 3.1.4 ProVI Die Software ProVI deckt alle Aufgaben der Bahnplanung von der Übernahme von Bestandsda- ten über die Trassierung bis zur Abrechnung ab. Aus der Software können Lage- und Höhen- pläne, Querschnitte sowie zahlreiche andere Auswertungen wie Absteckung oder Massenberech- nung erzeugt werden. Die Software bietet die Möglichkeit zur Übergabe der Planungen an Auto- desk Revit. 1Hinweis: Bei größeren Versionsupdates in Revit empfiehlt sich ein schrittweises Heraufstufen von Revit-Versionen, sowie eine vollumfassende Prüfung der neuen Revit-Datei. ² Hinweis: Der Softwarehersteller ist dafür verantwortlich, dass die in der Software verwendeten Bauteile dem geltenden Stand des BIM-Contents der DB InfraGO AG entsprechen. Es erfolgt keine Überprüfung seitens der DB InfraGO AG. Da der Auftragnehmer für die Richtigkeit der ver- traglich geschuldeten Leistung verantwortlich ist, sollte dieser sich vor Verwendung von der Über- einstimmung der Inhalte überzeugen.
3.2 Revit-Vorlagedateien Alle nachfolgend genannten Vorlagedateien sind auf der Informationsplattform Anlagentechnik, Bautechnik und ITK veröffentlicht. 3.2.1 Revit-Bauteilbibliothek Die Digitale Bauteilbibliothek des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG beinhaltet die di- gital vorliegenden Baustandards in Form von Bauteilen für das CAD-Programm Revit. Durch die Verwendung der Bauteilbibliothek können die benötigten Bauteile individuell in das jeweilige Pro- jekt geladen werden. Sofern die standardisierten Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek, ergänzt um die dazuge- hörigen Regelzeichnungen der Baustandards Personenbahnhöfe, verwendet werden, liegt eine ausführungsreife Planung vor. Sofern kein Baustandard vorliegt bzw. anwendbar ist oder Bauteile außerhalb der Bauteilbiblio- thek verwendet werden, ist der LoG gemäß 4.3 Level of Geometry zu wählen. 3.2.2 Revit-Projektvorlage
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 108
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Zur Erstellung des BIM-Modells und zur 2D-Planungsableitung wird eine Projektvorlage vom Auf- traggeber für das Programm Revit bereitgestellt. Falls Revit zur Bearbeitung verwendet wird, sollte diese Vorlage verwendet werden. Die Projektvorlage beinhaltet voreingestellte Phasenfilter, Bauteillisten, Legenden sowie Planvor- lagen und Planköpfe. Die Projektvorlage ist zu Beginn eines Projektes in Revit zu importieren.
Revit-Tipp: CAD-Container als Einbindung von Planungsgrundlagen
Es bietet sich an, dass CAD-Zeichnungen im DWG-/DXF- oder DGN-Format in einer separaten Revit-Projektda- tei (CAD-Container) hinterlegt und dann erst in die Projektvorlage-Datei integriert werden. Dies trägt wesentlich zur besseren Performance in Revit bei.
Empfohlen ist, je Geschoss eine DWG auf der entsprechenden Ebene einzufügen. Gleiches gilt für Schnitte und Ansicht en.
i
DWG-, DXF-, CAD-Containerdatei Projektvorlagedatei IFC-Daten
3.2.3 Beispielprojekt Das Beispielprojekt zeigt die Umsetzung der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik in Be- zug auf die Modellierung in Revit inklusive musterhafter Pläne. Das Beispiel beinhaltet einen Au- ßenbahnsteig mit zahlreichen Bauteilen aus der Bauteilbibliothek.
3.2.4 Gemeinsam genutzte Parameter Datei Es wird eine Textdatei zu den geforderten inneren Attributen in korrekter Schreibweise und Be- nennung der korrekten Attributtypen als Datei zu gemeinsam genutzten Parametern (Autodesk Revit) bereitgestellt.
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 3 Modellierungssoftware und Vorlagedateien 109
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4 Anforderungen an BIM-Modelle
4.1 Modellierungsgrundsätze Folgende allgemeine Modellierungsanforderungen gelten: die Geometrie aller Bauteile muss in Bezug auf Form, Größe (Länge, Breite, Höhe, Flä- che, Volumen), Verortung und Ausrichtung exakt sein Bauteile sind als geschlossene Volumenkörper zu erstellen jedes Bauteil besitzt eine eindeutige GUID (Global Unique Identifier), die nicht verändert werden darf exakte Darstellung im Schnittstellenbereich zwischen dem Bestand, der nicht von der Pla- nung betroffen ist und dem Planungsbereich, damit alle wechselseitigen Abhängigkeiten beurteilt werden können. ebenenbasierte Modellierung und Vermeidung von Bauteilversätzen Vermeidung nicht relevanter Daten im BIM-Modell (Duplikate, Referenzen, nicht genutzte Bauteilfamilien, …) verzerrungsfreie Modellierung durch Nutzung eines lokalen maßstabsfreien Koordinaten- systems (Koordinatensystem Personenbahnhöfe) Prinzipiell können die von der BIM-Erstellungssoftware gestellten nativen Bauteile verwendet werden. Bauteile, welche sich nicht klar klassifizieren lassen, werden den am nächsten, kommen- den Kategorien zugeordnet. Falls dies nicht möglich ist, sind sie als generische Objekte zu mo- dellieren. Alle Bauteile sollten somit mit den vorgesehenen Komponenten und Werkzeugen modelliert wer- den, d.h. Wände mit Wand-Werkzeugen, etc. Wenn das spezifische Werkzeug nicht verfügbar oder es nicht geeignet ist, wird die Komponente mit einer geeigneten Methode modelliert.
4.2 Modell- und Bauteileinheiten Alle Modelle und Bauteile müssen metrisch erstellt und abhängig von ihrem Gewerk in den fol- genden Einheiten modelliert werden.
| Anforderungen | Einheit | |
|---|---|---|
| Längen | metrisch | mm, cm, m |
| Flächen | metrisch | m² |
| Volumen | metrisch | m³ |
Tabelle 8 Modell- und Bauteileinheiten
4.3 Level of Geometry (LoG) Der Detailierungsgrad (Level of Geometry, LoG) liefert genaue Informationen über die geforderte geometrische Detaillierung von Bauteilen innerhalb der jeweiligen Modellstufe.
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 4 Anforderungen an BIM-Modelle 110
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Abbildung 26 Schematische Darstellung LoG-Stufen
LoG 100 Anforderungen an Bauteile: Bauteile müssen in ihrer exakten Lage abgebildet sein Bauteile müssen optisch als solche identifizierbar sein Bauteile müssen in ihrer groben Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein LoG 200 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 100: Liegen Bauteile in unterschiedlichen Ausprägungen vor, muss der gewählte Ausprä- gungstyp (z.B. Aufzug) eindeutig identifizierbar sein Bauteile müssen in ihrer exakten Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein. Ausgenom- men hiervon sind technische Anlagen (TGA). Diese können im Normalfall in ihrer groben Kubatur (Form und Größe) abgebildet sein (projektspezifisch kann eine höhere Detaillie- rung erforderlich sein). Bauteile müssen in ihrer Oberflächenstruktur (Farbe und Material) realistisch abgebildet sein Geplante Bauteile müssen herstellerneutral abgebildet werden Bauteile müssen hinsichtlich der Ausschreibungseinheit mengengenau sein Bauteile müssen untereinander kollisionsfrei sein LoG 300 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 200: Bauteile gliedern sich hierarchisch in Bauteilgruppen (z.B. Aufzug) und Bauteilkomponen- ten erster Stufe (z.B. Mundhaus, Aufzugschacht) und zweiter Stufe (z.B. Mundhaus mit Pfosten und Glasscheiben, Aufzugsschacht mit Schachtgerüst) Zusätzliche Einbauteile (z.B. Fahrkorb) werden schematisch dargestellt / im As-Built-Mo- dell werden Einbauteile (z.B. Fahrkorb, Motor, Gegengewicht) dargestellt LoG 400 Zusätzliche/abweichende Anforderungen an Bauteile zum LoG 300:
Darstellung von Verbindungselementen (z.B. Schraubenverbindungen und Schweiß- nähte)
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 4 Anforderungen an BIM-Modelle 111
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4.4 Level of Information (LoI)
Für jede Modellstufe sind Level of Information (LoI) als Mindestanforderung des Auftraggebers definiert. Die LoI-Stufen 100 - 400 beschreiben stufenweise den Grad des Informationsgehalts der Bauteile im BIM-Modell: LoI-Stufe – Modellstufe LoI 100 – Grundlagenmodell / Variantenentscheidungsmodell LoI 200 – Gesamtmodell Stufe 1 LoI 300 – Gesamtmodell Stufe 2 LoI 400 – As-Built-Modell Die Attribuierung erfolgt entsprechend Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik. Die Attribuierung ist am BIM-Modell im nativen als auch IFC-Format vorzunehmen.
4.5 Level of Accuracy (LoA)
Der Level of Accuracy (LoA) definiert die Genauigkeitsklasse in Bezug auf die Mess-/Scangenau- igkeit der Vermessung sowie der modellierten Bauteile eines Grundlagenmodells. Die Relevanz für die Angabe der Genauigkeitsklasse resultiert aus: begrenzter Messgenauigkeit des jeweiligen Mess-/Scanverfahrens Generalisierung bei der Modellierung zum Ausgleich von Abweichungen der realen zur idealen Geometrie (z.B. Ebene, rechtwinklige Oberfläche) Der LoA basiert auf der Standardabweichung, die mit der Klassifizierung der Messgenauigkeit der DIN18710-Ingenieurvermesssung übereinstimmen. Man unterscheidet in fünf Genauigkeits- klassen, wobei LoA 50 die höchsten Genauigkeitsklasse beschreibt.
| Level | Unterer Bereich (2σ1) | Oberer Bereich (2σ1) |
|---|---|---|
| LoA10 | 50mm | benutzerdefiniert |
| LoA20 | 15mm | 50mm |
| LoA30 | 5mm | 15mm |
| LoA40 | 1mm | 5mm |
| LoA50 | 0 | 1mm |
Tabelle 9 Messgenauigkeit und Modellierungsgenauigkeit 1 eine statistische Regel, die besagt, dass etwa 95 % aller Messwerte innerhalb einer Standardab- weichung um den Mittelwert liegen Dabei ist zwischen der Genauigkeit des Aufmaßes (Messgenauigkeit) und der Modellierung (Mo- dellierungsgenauigkeit) zu unterscheiden. Somit wird der LoA sowohl auf die gemessene Genau- igkeit als auch die modellierte Genauigkeit angewendet. Innerhalb eines Projekts können unter- schiedliche LoA-Klassen für unterschiedliche Bereiche des Aufmaßes bzw. der Bauteile eines BIM-Modells angewendet werden. Die Vermessung muss so genau erfolgen, wie es für die Erfüllung der Planungsaufgabe, der Bauausführung und für die zu treffenden Entscheidungen in der Planung erforderlich ist. Der Ver- messer gibt die erreichte Messgenauigkeit für die Vermessung inkl. Bestandserfassung mittels Punktwolken für den vermessenen Bestand an. Die erreichte Messgenauigkeit für die Bestand- serfassung mittels Punktwolke ist mit der Mindestgenauigkeitsklasse für Projekte festgelegt (LoA 40, EinfachBIM= LoA 10).
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Für zusätzliche im Projektverlauf erstellte Vermessungen ist die Messgenauigkeit ebenfalls an- zugeben und zu dokumentieren.
Abbildung 27 Messgenauigkeit Punktwolke
Jedes Bauteil eines Grundlagenmodells, das aus einem Bestandsaufmaß (z.B. Punktwolke) ent- wickelt wurde, sollte Angaben zur Genauigkeit besitzen, um belastbare Aussagen zur Überein- stimmung der Modellierung des Bestands mit der Realität treffen zu können. Die Modellierungsgenauigkeit wird vom AN bezogen auf den modellierten Bestand im BIM-Pro- jektabwicklungsplan dokumentiert.
Abbildung 28 Modellierungsgenauigkeit Bauteil Genauigkeitsangaben sind entscheidend für eine korrekte Einordnung und Interpretation von Messungen, Modellierungen und Informationen. Sie bieten in vielen Bereichen einen klaren Mehr- wert, da sie Präzision, Zuverlässigkeit, Entscheidungsgrundlage, Vergleichbarkeit, Risikoab- schätzung und Reproduzierbarkeit bewerten und aufzeigen.
4.6 IFC und Property Sets
Grundsätzlich muss im Projekt mindestens mit der Version IFC 4 gearbeitet werden. Es ist dabei sicherzustellen, dass der Datenaustausch mit allen Projektbeteiligten und Softwareanwen- dungen jederzeit gewährleistet ist. Sollte dies nicht möglich sein, so ist auch die Verwendung der Version IFC 2X3 zulässig. Die Festlegung hierüber erfolgt im BIM-Projektabwicklungsplan.
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Die gem. 4.4 Level of Information geforderten Attribute sind im PropertySet (PSet) „DB“ zu hin- terlegen.
Abbildung 29 Pset "DB"
4.7 Projektnullpunkt Ein einheitlicher Projektnullpunkt kann grundsätzlich auf den Koordinaten des Projektnullpunktes des Koordinatensystems Personenbahnhöfe (i.d.R. x,y,z = 5000,10000,0) definiert werden. Der Projektnullpunkt darf während der Planungsphase, der Realisierungsphase und der Bewirtschaf- tung nicht verändert werden.
4.8 Phasendarstellung Zur Abbildung der Bauphasen im BIM-Modell müssen alle Bauteile durch Attribute und eine farb- liche Darstellung in den Ansichtspunkten gekennzeichnet werden. Die Zuordnung der Bauphasen erfolgt über das Attribut „Zustand“ (xs:TEXT): Wertebereich: Neubau, Bauzeitlich, Bestand, Rueckbau In den 3D-Ansichtspunkten gem. 4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte müssen folgende Farbcodierungen für die verschiedenen Bauzustände der Bauteile genutzt werden: Neubau: Rot (RGB-Code: 255-000-000) Abbruch: Gelb (RGB-Code: 255-191-000) Bauzeitlich: Blau (RGB-Code: 020-050-220) Bestand: Modellfarbe Zur besseren Darstellung können die Bauteile zusätzlich transparent eingefärbt werden.
Abbildung 30 Beispiel Schattierung Neubau, Rückbau
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4.9 Koordinationskörper Zur Modellkoordination und Prüfung der Lagerichtigkeit der BIM-Modelle ist der in der Digitalen Bauteilbibliothek (ifc, rfa) bereitgestellte Koordinationskörper zu nutzen. Dieser ist an der Stelle des Projektnullpunktes in allen Fach- und Teilmodellen zu integrieren.
Abbildung 31 Koordinationskörper
4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte Das BIM-Modell wird gem. geforderter Modellstufe übergeben und besteht aus 2D- und 3D- In- formationen. Projektspezifisch kann es erforderlich sein, dass Fachmodelle in Teilmodelle aufge- teilt werden. Dies ist zwischen dem AN und dem AG zum Projektstart abzustimmen und als Mo- dellstruktur im BAP festzulegen. Durch den AN sind voreingestellte Ansichtspunkte gem. nach- folgender Mindestvorgabe je Modellstufe anzulegen. Für das Grundlagenmodell: Bestandsdaten mit Punktwolken Bestandsdaten ohne Punktwolken Ergebnisse Georadaruntersuchung (optional) Für das Variantenentscheidungsmodell sowie die Gesamtmodelle Stufe 1 und 2: Endzustand Bestand, Rück- und Neubau Bestand und Neubau Bestand und Rückbau Neubau Gewerk/Fachdisziplin 1-n entsprechend der in der Planungsaufgabe enthaltenen Gewerke Zusammenhangsmaßnahmen, wie z.B. Behelfsbahnsteig entsprechend Planungsauf- gabe und Abstimmung mit dem AG Draufsichten weitere Übersichtspläne in Abhängigkeit von der Planungsaufgabe (z.B. Kabeltrasse, Lei- tungen) und Abstimmung mit dem AG Schnitte, z.B. Längs- und Querschnitte Schnitte, z.B. zum Nachweis freizuhaltender Bereiche (z.B. Lichtraumprofil, Oberleitungs- bereich)
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weitere Schnitte in Abhängigkeit von der Planungssaufgabe und Abstimmung mit dem AG Brandschutztechnische Anforderungen von Bauteilen entsprechend der in der Planungs- aufgabe enthaltenen Gewerke (siehe Kapitel 6.5 Brandschutz) 2D-Planableitungen lagerichtig im Modell referenziert Für die Varianten 1 bis n sowie für Bauphasen bzw. Bauzustände sind die Ansichtspunkte ent- sprechend vorbenannten Vorgaben analog anzulegen. Weitere gesondert anzulegende Ansichtspunkte sind in Abstimmung mit der Projektleitung in Ab- hängigkeit von der Planungsaufgabe anzulegen. Für das As-Built Modell: Endzustand (mit / ohne Punktwolke)
Ansichtspunkte in Navisworks:
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Abbildung 32 Beispiel Modellstruktur mit Ansichtspunkten
4.11 Kollisionsfreiheit Für die Kollisionsprüfung in einem Projekt ist es notwendig, dass alle real existierenden Bauteile mit ihren Abmessungen hinreichend genau dreidimensional abgebildet werden. Der Nachweis der Einhaltung der festgelegten Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkei- ten muss z.B. mittels Kollisionsprüfbericht erbracht werden. Projektspezifisch kann eine höhere Genauigkeit erforderlich sein.
| Modellstufe | Festgelegte Kollisionstoleranz | LoA-Ansatz (Modellierungs- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| zwischen Bauteilen | genauigkeit) | |||||
| Grundlagenmodell | - | wird vom AN angegeben (gem. 4.5 Level of Accuracy) | ||||
| Variantenentschei- dungsmodell | 5 cm | - | ||||
| Gesamtmodell Stufe 1 | 1 cm | - | ||||
| Gesamtmodell Stufe 2 | 1 cm | - | ||||
| As-Built Modell | * | - |
Tabelle 10 Festgelegte Kollisionstoleranzen und Modellierungsgenauigkeit für BIM-Modelle
- Für As-Built-Modelle gelten die in Abschnitt 3.7.16 beschriebenen Vorgaben hinsichtlich der Bewertung und Behandlung von Abweichungen.
4.12 Dateikennzeichnung Für das BIM-Modell ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Anhand dieser muss ein Rückschluss auf den Inhalt (z.B. Fachmodell, Gewerk, …) des BIM-Modells möglich sein.
4.13 Dateigrößen Die Dateigröße für Bauteildateien ist bei voller Funktionalität und sonstiger Anforderung so klein wie möglich zu halten. Die Dateien müssen bereinigt abgespeichert werden. Dies gilt sowohl für native Dateiformate als auch für IFC-Dateien. Ggf. sind Gesamtmodelle bzw. Fachmodelle in Teilmodelle aufzuteilen, um eine ausreichende Performance in den Softwareapplikationen sicher- zustellen.
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5 Anforderungen an Bauteile
5.1 Bauteilbezeichnung Für das Bauteil ist eine eindeutige Dateikennzeichnung anzuwenden. Anhand dieser muss ein Rückschluss auf den Inhalt (z.B. Kategorisierung, Typ, Material, …) des Bauteils möglich sein. Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek sollen grundsätzlich nicht umbenannt werden. Sollte dies dennoch erforderlich werden, so können Präfixe oder Suffixe ergänzt werden.
5.2 Material, Texturen und Schraffuren Alle Bauteile sind ab LOG 200 mit entsprechenden Materialzuweisungen zu definieren. Die Farb- gebung muss realitätsnah und eindeutig sein. Texturen und Schraffuren müssen in ihrer Art und Größe den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die Bauteile aus der Digitalen Bauteilbibliothek sind mit vordefinierten Materialien, Texturen und Schraffuren versehen.
5.3 Wartungs-/ Instandhaltungsflächen Einige Bauteile der Digitalen Bauteilbibliothek haben zugehörige Wartungs- und Instandhaltungs- flächen, die freigehalten werden müssen. Diese Bereiche sind bereits in den Revit-Bauteilen hin- terlegt. Hierbei liegt der Fokus auf der Zugänglichkeit zu elektrischen sowie wasserführenden Bauteilkomponenten. Die Volumenkörper können in den Revit-Bauteilen ein- und ausgeblendet werden.
Abbildung 33 Vitrine mit Volumenkörpern als Wartungs- und Instandhaltungsflächen
5.4 Modellübergaben Bevor die Modelle an die Projektbeteiligten und andere Disziplinen zum vereinbarten Zeitpunkt ausgeliefert werden, müssen alle nicht-relevanten Teile und Komponenten aus dem Modell ent- fernt werden. Dies gilt auch für alle Referenzmodelle aus anderen Disziplinen. Die an den Ob- jektplaner zu übergebenden Fachmodelle dürfen nur die Bauteile beinhalten, die von der jeweili- gen Disziplin erstellt oder hinzugefügt wurden.
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6 Ergänzende fachdisziplinspezifische Modellanforderungen
Die nachfolgenden Anforderungen ergänzen die allgemeinen Modellierungsvorgaben um fach- disziplinspezifische Vorgaben zu Modellinhalten, Detaillierung, Darstellung und Modellierungs- zeitpunkt. Die Anforderungen an den Level of Information (LoI) können der Anlage A – Digitale Bauteilbibli- othek und Baustandards entnommen werden.
6.1 Verkehrsanlage 6.1.1 Oberbau Die Modellierung des Oberbaus erfolgt anhand der geodätischen SOLL-Gleislage. Der Oberbau kann als Regelfahrbahnquerschnitt gem. RIL 800.0130 dargestellt werden. Die Länge des Ober- baus orientiert sich an der Vermessungsgrenze des Projekts. Die Modellierung des Oberbaus wird erforderlich ab der Modellstufe: Grundlagenmodell 6.1.2 Gleisachse
Die Modellierung der Bahngleisachse erfolgt anhand der geodätischen SOLL-Gleislage. Die Achsen dienen als Basis für diverse Planungsaufgaben, sowie der Überprüfung von Abstän- den fester Einbauten zum Gleis. Zur Modellierung der Bahngleisachsen werden 3D-Polylinien verwendet (d.h. eine durchge- hende Kette von 3D-Linien). Damit werden nicht nur die Lage der Gleisachse in den X- und Y-Achsen, sondern auch die Höhe durch die Z-Achse berücksichtigt. Die SOLL-Gleislage ist in Rot und die IST-Gleislage in Gelb darzustellen. Die Länge der Gleisachsen orientiert sich an der Vermessungsgrenze des Projekts. Die Modellierung der Gleichsachse wird erforderlich ab der Modellstufe: Grundlagenmodell
Abbildung 34 SOLL-Gleislage Abbildung 35 IST-Gleislage
6.1.3 Lichtraumprofil Das Lichtraumprofil ist ein standardisierter Querschnitt der Bahninfrastruktur und bildet den Raum ab, welcher für die uneingeschränkte Durchfahrt von Fahrzeugen freizuhalten ist.
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Die Modellierung dieses freizuhaltenden Raums wird durch eine Verdrängung des anzuwenden- den Lichtraumprofils gem. RIL 800.0130 erreicht. Dabei wird die Unterkante des Profils vom Lichtraumprofil auf die Schienenoberkante (SOLL) gesetzt. Die Mittellinie des Profils wird anhand der Gleisachse ausgerichtet. Das Lichtraumprofil ist entlang der SOLL-Gleisachse als Volumen- körper zu modellieren. Die Länge des Lichtraumprofils orientiert sich an der Vermessungsgrenze im Projekt. Die Modellierung des Lichtraumprofils wird erforderlich ab der Modellstufe: Variantenentscheidungsmodell
Abbildung 36 Lichtraumprofile an Mittelbahnsteig
Abbildung 37 Lichtraumprofil inkl. Darstellung Gefahrenbereich
6.1.4 Oberleitungsbereich Die Modellierung des Rissbereichs der Oberleitung (Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01 und RIL 997.0204) ist durch die Verdrängung eines vordefinierten Profils zu erreichen. Bei der Verdrängung des Profils muss die Basis des dreieckigen Profils auf die Schienenoberkante (SOLL) gesetzt werden. Die Mittellinie des Profils wird anhand der SOLL-Gleisachse ausgerich- tet und der Volumenkörper in das BIM-Modell eingefügt. Die Modellierung des Oberleitungsbereichs wird erforderlich ab der Modellstufe: Gesamtmodellstufe 1
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Abbildung 38 Oberleitungsbereich gem. RIL 954.0101A01, RIL 997.0204
6.2 Hochbau 6.2.1 Ebenen Im Modell müssen eindeutige Ebenen definiert werden. Die Hauptebenen definieren die Oberkante Rohfußboden (OKRFB) der jeweiligen Geschosse, sofern diese bekannt sind. Im Bestand kann aufgrund der örtlichen Gegebenheiten hiervon ab- gewichen werden, da der Fußbodenaufbau oftmals unbekannt ist. Beim Bauen im Bestand kann deshalb auch die Oberkante des Fertigfußbodens als Hauptebene festgelegt werden. Hieraus ergeben sich exemplarisch bezogen auf die Gebäudegeschosse gem. TM2017-03 813.0104A06 Codierungsliste nachfolgende Ebenenbezeichnungen:
Abbildung 39 Bezeichnungen der Hauptebenen
[Geschossbezeichnung = Ebenenbezeichnung], links: Neubau, rechts: Bestand
Hinsichtlich des IFC-Exportes ist zu gewährleisten, dass die Geschosse bzw. Ebenen wie oben beschrieben, dargestellt sind.
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6.2.2 Achsraster Die Verwendung eines zu vereinbarenden Achsrasters ist von der Objektplanung in Übereinstim- mung mit der Vermessung festzulegen und im BIM-Projektabwicklungsplan (BAP) zu dokumen- tieren. Das Achsraster kann in einer separaten Datei oder in den jeweiligen Grundrissen gezeichnet werden. Die Z-Höhe der Raster ist auf das Niveau des Grundrisses (OKRFB) einzustellen. 6.2.3 Raumbezeichnung Für die Bezeichnung der Räume gelten die nachfolgenden Nomenklaturen. Diese kommt nur dann zur Anwendung, wenn es nicht bereits ein funktionierendes (eindeutiges) System vor Ort gibt. Somit wäre in beiden Fällen die Kongruenz zwischen Bestandsplan, EDV-Systemen und dem Türschild vor Ort gewährleistet.
6.3 Baugrund Das BIM-Fachmodell Baugrund ist eine Ergänzung zum Baugrundgutachten und den darin ent- haltenen Anlagen. Das Fachmodell ersetzt weder das Baugrundgutachten noch zugehörige Anlagen. Das BIM-Fachmodell Baugrund ist folglich ausschließlich im Zusammenhang mit dem zugehörigen Baugrundgutachten zu betrachten. Das Beispielmodell BIM-Fachmodell Baugrund zeigt die Umsetzung anhand von IFC-Beispielda- teien. 6.3.1 Ziele Das BIM-Fachmodell Baugrund wird im Rahmen der Grundlagenermittlung erstellt. Es ist Be- standteil des Grundlagenmodells und verfolgt die folgenden Ziele :
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Übergreifende Darstellung der Baugrundsituation über den gesamten Projektbereich (Vi- sualisierung) Erhöhung der Planungsqualität durch bessere Bewertung der Baugrundsituation Hilfsmittel zur Ermittlung von Gründungsarten und -tiefen Vereinfachte Ermittlung des Erdaushubs je Baugrundschicht bzw. Homogenbereich durch (teilautomatisierte) Verschneidung mit 3D-Fachmodellen der Planung (z.B. Personenun- terführung) 6.3.2 Modellstruktur Das BIM-Fachmodell Baugrund besteht aus bis zu vier Sub-Fachmodellen: Baugrundaufschlüsse Baugrundschichten Grundwasser Georadar
Abbildung 40 Modellstruktur BIM-Fachmodell Baugrund
Je nach Projektgröße und -umfang können innerhalb der Sub-Fachmodelle weitere Teilmodelle erforderlich sein. Alle Sub-Fachmodelle bzw. Teilmodelle müssen physisch voneinander getrennt sein, d.h. es handelt sich um jeweils einzeln ladbare Dateien. ! Auf die Definition eines separaten Homogenbereichsschichtenmodells wird verzichtet, da dieses bereits über eine entsprechende Attributierung des Baugrundschichtenmodells abgeleitet werden kann. 6.3.3 Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse
6.3.3.1 Anwendungsgrenzen Das Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse stellt die Mindestanforderung an das BIM-Fachmo- dell Baugrund dar und ist standardmäßig zu erstellen. Für folgende Maßnahmen mit geringer Komplexität und/oder Bauvorhaben mit eng begrenzten Baufeldern ist die Modellierung der Baugrundaufschlüsse ausreichend:
Ersatzneubau / Neubau Außenbahnsteig als Einzelbaumaßnahmen Neubau Aufzüge als Einzelbaumaßnahmen Ersatzneubau / Neubau Bahnsteigdächer als Einzelbaumaßnahmen Ersatzneubau / Neubau Unterführung als Einzelbaumaßnahmen Ersatzneubau / Neubau Überführung als Einzelbaumaßnahmen Ersatzneubau / Neubau Empfangsgebäude bis Bahnhofskategorie 3 als Einzelbaumaß- nahmen
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Für Maßnahmen, die über diesen Umfang hinaus gehen sind weitere Sub-Fachmodelle erforder- lich (s. 6.4.4 Sub-Fachmodell Baugrundschichten und 6.4.5 Sub-Fachmodell Grundwasser).
6.3.3.2 Spezifische Anforderungen an die Modellierung Das Aufschlussintervall ist ein modellierter Volumenkörper (Zylinder) innerhalb eines Bau- grundaufschlusses Abbildung der Aufschlussintervalle in exakter Lage und Tiefe Die Farbdarstellung des Aufschlussintervalls soll nach DIN 4023 (z.B. Sand orange (RGB 198, 84, 47)) erfolgen
Abbildung 41 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundaufschlüsse
6.3.3.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Die Anforderungen an den LoI können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards entnommen werden. 6.3.4 Sub-Fachmodell Baugrundschichten
6.3.4.1 Anwendungsgrenzen Für Maßnahmen, die über die Anforderungen der geringen Komplexität hinausgehen und/oder Bauvorhaben mit erweiterten Baufeldern ab einer Breite von 7,0 m (z.B. Bahnsteig, Empfangs- gebäude) ist zusätzlich das Sub-Fachmodell Baugrundschichten erforderlich. Anwendungsbeispiele:
Ersatzneubau / Neubau von breiten Mittelbahnsteigen als Einzelbaumaßnahmen Ersatzneubau / Neubau mehrerer Bahnsteige und/oder Sachanlagen in einem Bahnhof mit erweitertem Baufeld Ersatzneubau / Neubau Empfangsgebäude Bahnhofskategorie 1 und 2 als Einzelbau- maßnahmen
6.3.4.2 Spezifische Anforderungen an die Modellierung Die Baugrundschicht ist ein modellierter Volumenkörper innerhalb des Baugrundschich- tenmodells Abbildung der Baugrundschichten in erkundeter Tiefe gem. der Baugrundaufschlüsse Die Farbdarstellung der Baugrundschichten soll nach DIN 4023 (z.B. Sand orange (RGB 198, 84, 47)) erfolgen LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 6 Ergänzende fachdisziplinspezifische Modellanforderungen 124
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Modellierter Bestand (z.B. Fundamente, Personenunterführung, Bahnsteige) muss aus dem Sub-Fachmodell Baugrundschichten ausgeschnitten werden Nicht vom Baugrund umschlossene Bereiche (Luftbereiche) sind aus dem Baugrund- schichtenmodell auszusparen (z.B. Gleisbereich zwischen zwei Mittelbahnsteigen) Modellgrenzen: obere Begrenzung durch Digitales Geländemodell bzw. Digitales Oberflächenmodell
untere Begrenzung durch maximal erreichte Aufschlusstiefen
zulässige Interpolation: Die seitlichen Grenzen des Sub-Fachmodells liegen innerhalb
der äußersten Aufschlusspunkte. Das Sub-Fachmodell Baugrundschichten ist
räumlich zu interpolieren (blaue Fläche)
Abbildung 42 Zulässige Interpolation
unzulässige Extrapolation: Die seitlichen Grenzen des Sub-Fachmodells liegen
außerhalb der äußersten Aufschlusspunkte (gestrichelter Rahmen). Extrapolationen
des Sub-Fachmodells Baugrundschichten sind nicht zugelassen
Abbildung 43 Unzulässige Extrapolation
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Abbildung 44 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Baugrundschichten
6.3.4.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Die Anforderungen an den LOI können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards entnommen werden. 6.3.5 Sub-Fachmodell Grundwasser
6.3.5.1 Anwendungsgrenzen Sofern Informationen zum Bemessungswasserstand vorliegen, so ist auch die Modellierung des Sub-Fachmodells Grundwasser erforderlich.
6.3.5.2 Spezifische Anforderungen an die Modellierung Darstellung des Bemessungswasserstandes gem. Aufgabenstellung (z.B. HGW 100) Abbildung des Bemessungswasserstandes in Lage und Tiefe (Modellierung als 2D-Fläche ausreichend) Die Farbdarstellung des Bemessungswasserstandes erfolgt in Blau (RGB 0, 0, 255)
Abbildung 45 Beispieldarstellung Sub-Fachmodell Grundwasser
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6.3.5.3 Anforderungen LoI (Level of Information) Die Anforderungen an den LOI können der Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustan- dards entnommen werden.
6.3.6 Sub-Fachmodell Georadar Das Sub-Fachmodell Georadar dient der modellbasierten Verortung und Klassifizierung von im Untergrund ermittelten Fundorten.
6.3.6.1 Spezifische Anforderungen an die Modellierung Die Fundorte sind als Mindestanforderung mittels 3D-Pfeil (s. Abbildung 46) darzustellen. Die Pfeilspitze zeigt dabei auf den jeweiligen Fundort in exakter Lage und Höhe. Über eine Farbge- bung werden unterschiedliche Fundpunktarten visualisiert und gruppiert. Die Farbgebung ist pro- jektspezifisch frei wählbar und im BAP zu dokumentieren. Sofern zusätzliche Gruppierungen von Fundorten notwendig sind, können diese auch über zusätzliche Attribute klassifiziert werden.
Abbildung 46: 3D-Pfeil als Fundort für Georadaruntersuchungen
Abbildung 47: Darstellung von Fundorten (Georadar) an einem Bahnsteig
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6.4 Brandschutz Durch definierte Informationen an den Bauteilen werden brandschutztechnische Eigenschaften, wie z.B. Feuerwiderstandsklassen oder Fluchtwegbereiche in der Grundlagenermittlung und Pla- nung zur besseren Beurteilung brandschutztechnischer Sachverhalte genutzt und erleichtern die Abstimmung zwischen Objektplanung und Fachplanung Brandschutz. Brandschutztechnische Eigenschaften müssen nicht in einem eigenständigem Fachmodell ge- führt werden, sie können in andere Fachmodelle integriert werden.
Für die Darstellung in definierten Ansichtspunkten (4.10 Modellstruktur und Ansichtspunkte) des Koordinationsmodells und in 2D-Planableitungen sind die Bauteile gemäß nachfolgendem Farb- schema einzufärben. Raumabschließende Bauteile mit brandschutztechnischen Anforderungen sind wie folgt darzu- stellen:
gelb [RGB 255,255,0] feuerhemmend (F30)
orange [RGB 255,165,0] hochfeuerhemmend (F60)
rot [RGB 255,0,0] feuerbeständig (F90)
blau [RGB 0,0,255] hochfeuerhemmend (auch unter zusätzlicher mechanischer Beanspruchung) (F60)
magenta [RGB 255,0,255] Brandwand
magenta [RGB 255,0,255] Bauart von Brandwänden
Die Flächendarstellung der Rettungswege ist über die Räume wie folgt darzustellen:
dunkelgrün [RGB 0,100,0] notw. Treppenraum / notwendige Treppe
hellgrün [RGB 0,255,0] notw. Flur / offene Gänge
Abbildung 48 zeigt eine beispielhafte Darstellung von Bauteilqualitäten des Brandschutzes in ei- nem abgeleiteten 2D-Grundriss eines BIM-Modells:
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Abbildung 48: 2D-Darstellung von Bauteilqualitäten im Brandschutz aus dem BIM-Modell
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7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz
7.1 Schematische Darstellungen Alle schematischen 2D-Darstellungen und Beschreibungen, welche nicht direkt aus dem Modell abgeleitet werden können, können mit einer beliebigen Software erstellt werden (z.B. Schacht- protokolle, Anlagenschemata, Funktionsschemata, Stromlaufpläne etc.). Die Dokumente sind mit dem BIM-Modell zu verknüpfen.
7.2 Darstellung der Ausführungsdetails Bei der Darstellung im BIM-Modell ist immer die lagegenaue Abbildung von Bauteilen sicher- zustellen. Spezifische Details, wie z.B. Schraubverbindungen, produkt- und herstellerspezifi- sche Formgebung etc., können als Ausführungsdetails an die entsprechenden Bauteile im BIM-Modell angefügt werden. Sollten allerdings diese Ausführungsdetails erforderlich sein, um die weiteren Planungsaufga- ben zu erfüllen, z.B. als Eingangsgröße für ein Tragwerksmodell oder aufgrund von beengten Platzverhältnissen, ist eine Abbildung im BIM-Modell erforderlich. Hinweis: Ausführungsdetails sind auf den Planunterlagen darzustellen.
Abbildung 49 Verweis auf Detail 1 im Grundriss/Schnitt Abbildung 50 Darstellung Detail 1
7.3 Symbolische Repräsentationen Generell gilt, dass für alle behördlichen Genehmigungsverfahren aller am Projekt beteiligten Fachdisziplinen 2D-Symboliken darzustellen sind, sofern dies durch Regelwerke/Normen defi- niert ist. Alle Bauteile sind mit entsprechenden Symbolzuweisungen zu definieren. Weiterhin gilt, dass symbolische Repräsentationen dort weiterhin zu verwenden sind, in denen es für die Lesbarkeit von Plänen üblich und unabdingbar ist. Die Plandarstellung muss immer aus dem Modell abgeleitet werden. Symbole müssen in ihrer Art und Größe den Regelwerken/Normen entsprechen.
7.4 Plankopf Die Vorgaben zur Gestaltung des Planschriftkopfes werden dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt.
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7.5 Beschriftungen und Bemaßungen Die Inhalte der Bauteilbeschriftungen und der -bemaßungen auf der Plandarstellung müssen mit den Parametern, den Attributen und der Geometrie der jeweiligen Bauteile übereinstimmen.
7.6 Layerkennzeichnung Eine Layerkennzeichnung gem. 813.0104A07 ist für 2D-Planableitungen nicht erforderlich. Aus- nahme bilden 2D-Planableitungen für Anträge an das EBA bzw. anderen Behörden, freigegebene Ausführungspläne und Bestandsunterlagen. Bei der Modellierung muss daher immer sicherge- stellt werden, dass eine Ableitung aus dem Modell weitestgehend den Zeichnungsstandards ent- spricht, so dass z.B. der AN Bau 2D-Planableitungen aus dem BIM-Modell für die Bauausführung oder Bestandsunterlagen generieren kann.
LP05-06-V01 Anlage 2 Modellierungsrichtlinie V.IOM 4, 29.05.26 7 Anforderungen Modell- und Plankonsistenz 131
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Anlage 3
Vermessung und Georeferenzierung im
Koordinatensystem Personenbahnhöfe
BIM–Methodik
Digitales Planen und Bauen
DB InfraGO AG
Geschäftsbereich Personenbahnhöfe
V.IOM 4
Europaplatz 1, 10557 Berlin
Version 3.3
132
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Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 133
Index 134
Geltungsbereich 135
Abbildungsverzeichnis 136
1 Einleitung 137
2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 138 2.1 Transformationsparameter Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) 138
3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe 140 3.1 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Normalfall) 140 3.2 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Sonderfall) 141 3.3 Anlegen des Koordinatensystems Personenbahnhöfe 142
4 Umgang mit Trassendaten 143 4.1 Transformation der Trasse als Polylinie 143 4.2 Transformation der Trassenelemente 144
5 Vorgehen in Projekten 145 Verkehrsstationsprojekt mit Schnittstellen zu DB_REF 145
133 LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe, V.IOM 4 29.05.2026 Inhaltsverzeichnis
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Index
| Nr. | Version | Datum | Änderung | Verfasser | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01 | 1.0 | 15.11.2023 | Erstausgabe | I.SPM4 | ||||||||||
| 02 | 1.1 | 31.01.2024 | Umfirmierung zu GB Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG | I.IPM 4 | ||||||||||
| 03 | 1.2 | 28.02.2025 | Redaktionelle Anpassungen | I.IPM 4 | ||||||||||
| 04 | 1.3 | 29.05.2026 | Umbenennung I.IPM 4 in V.IOM 4 zum 1.1.2026 Redaktionelle Anpassungen | V.IOM 4 |
Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.
LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe V.IOM 4, 29.05.2026 Index 134
[Seite 135]
Geltungsbereich
| Das folgende Dokument enthält die Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik – Digitales | ||
|---|---|---|
| Planen und Bauen für alle Projektbeteiligten. | ||
| Die dargestellte Methodik ist bei allen Projekten verbindlich anzuwenden. | ||
| Bei komplexen Projekten sind die genannten Anforderungen als Basis anzuwenden und pro- | ||
| jektspezifisch zu ergänzen. | ||
| Das Dokument ist gesamthaft von allen Projektbeteiligten anzuwenden. Dabei ist die jewei- | ||
| lige Rolle im Projekt zu beachten. |
| Die vorliegende Anlage Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem | ||
|---|---|---|
| Personenbahnhöfe ist urheberrechtlich geschützt. Der DB InfraGO AG steht an diesen | ||
| Vorgaben das ausschließliche und uneingeschränkte Nutzungsrecht zu. | ||
| Jegliche Formen der Vervielfältigung zum Zwecke der Weitergabe an Dritte bedürfen der | ||
| Zustimmung des Geschäftsbereichs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG durch die ge- | ||
| schäftsverantwortliche Stelle. |
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 51 Auszug eines Bahnhofs aus der Datenbank VA-System .................................... 139 Abbildung 52 Übergeordnete Netzverdichtung Normalfall ........................................................ 140 Abbildung 53 DB_REF2016 Netzverdichtung Sonderfall ......................................................... 141 Abbildung 54 Transformation Trassendaten in Polylinie .......................................................... 143
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1 Einleitung
In den vergangenen Jahren hat die barrierefreie Erneuerung der 5400 Personenbahnhöfe erheb- lich an Fahrt aufgenommen und wird auf hohem Niveau fortgesetzt. Für die effiziente Umsetzung der Maßnahmen ist die Anwendung der Methode des Building Information Modelling (BIM) in Projekten der Personenbahnhöfe seit 01.01.2017 verpflichtend. Die dreidimensionale Planung und Modellkoordination von Teil- und Fachmodellen ist neben dem Informationsmanagement der Kern der BIM-Methodik. Die dreidimensionale Vermessung des vorhandenen Baubestandes bildet die Grundlage der dreidimensionalen Modellierung. Allerdings arbeiten die in der BIM-Methodik eingesetzten 3D-Autoren- und Koordinationssoftwarelösungen nicht mit geodätischen Koordinaten, die für die Trassierung und in Geoinformationssystemen (GIS) benötigt werden, sondern mit „normalen“ kartesischen Koordinatensystemen. Überspitzt formuliert könnte man sagen: „BIM denkt, die Erde sei eine Scheibe“. Die systematischen Abwei- chungen zum DB_REF2016 von bis zu 15 cm pro 1 km entstehen derzeit, weil 3D-Planungssoft- ware die Erdkrümmung nicht berücksichtigt. Im lokalen Bereich, zum Beispiel bei der Planung von Baumaßnahmen an Personenbahnhöfen oder einer Brücke ist es allerdings unabdingbar, dass kartesische Koordinatensysteme verwendet werden, weil diese die Grundlage der Planungssoftware von Architekten sowie Bau-, Elektro-, und Maschinenbauingenieuren ist. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Volu- menkörper der CAD/BIM-Software zukünftig mathematisch korrekt mit den gekrümmten Gauß- Krüger Koordinaten modelliert werden können. Die Aufgabe besteht also darin, die notwendige geodätische Sichtweise für qualifizierte Trassie- rung (DB_REF2016, GIS-Systeme), mit der ebenso notwendigen kartesischen Sichtweise der Planung (3D; CAD-Systeme) lokal begrenzter Bauwerke ineinander zu übertragen. Die Lösung liegt darin, dass die geodätischen Koordinaten so umgeformt werden, dass die sys- tematische Abweichung zwischen 3D-Planung und Vermessung durch die optimale Definition ei- nes Koordinatenbezugssystems minimiert wird. Für diese Umrechnung wurde ein standardisier- tes Verfahren entwickelt, welches auf alle Verkehrsanlagen (VA) angewendet wurde. Mit dem neuen Verfahren wurde für jeden DB Personenbahnhof ein lokales Koordinatenreferenz- system erstellt. Dieser Typ von Koordinatenreferenzsystem wird lokales Koordinatensystem Per- sonenbahnhöfe (kurz VA-System) genannt. In dem Dokument "Georeferenzierung bei DB Perso- nenbahnhöfen in BIM-Projekten" wird detailliert auf die Herleitung und Umsetzung der Koordina- tensysteme Personenbahnhöfe eingegangen. Die Umformung vom DB_REF2016 zum lokalen Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA- System) ist einfach anzuwenden und standardisiert. Das geodätische Datum und die hohe Netzqualität des DB_REF2016 bleiben erhalten. Statt einer globalen Gauß-Krüger Abbildung mit 3°-Meridianstreifen findet beim Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) pro Perso- nenbahnhof eine lokal optimierte kartographische Projektion statt. Das lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe nutzt als Grundlage das DB einheitliche Referenzsystem DB_REF2016. Dadurch ist insbesondere der Trassenbezug garantiert. Hauptgegenstand ist die einheitliche De- finition eines lokalen Koordinatenreferenzsystem für einen Maßnahmenbereich. Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe dient: der Vermeidung von systematischen Abweichungen einer maßstabsfreien und verzerrungsfreien BIM-Modellierung einem standardisierten Vorgehen zur Georeferenzierung in BIM-Projekten dem Verzicht auf den Umgang mit großen Koordinatenwerten dem lagerichtigen direkten Abstecken des Bauvorhabens aus dem Modell
LP05-06-V01 Anlage 3 Vermessung und Georeferenzierung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe V.IOM 4, 29.05.2026 1 Einleitung 137
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2 Lokales Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System)
Für die vermessungstechnische Bestandserfassung von Maßnahmen an DB Personenbahnhö- fen wird eine örtliche Vermessung durchgeführt. Diese umfasst sowohl die tachymetrische Vermessung als auch eine Bestandserfassung mittels Punktwolken. Hierdurch wird für das jewei- lige Projekt das definierte lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe für den Bahnhofsbereich inkl. der angrenzenden Gleisanlagen in der Örtlichkeit angewendet. Dieses Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) ist maßstabfrei (Maßstab Lagekoordinaten = 1) und dient als Grundlage für eine verzerrungsfreie Modellierung in der Autorensoftware. Das Koordinatensystem Personenhahnhöfe (VA-System) wird in der Örtlichkeit durch ein VA- Sondernetz[1] realisiert. Mithilfe von Transformationsparametern, die über eine Datenbank bereit- gestellt werden (der Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Datenbank), können die Koordinaten zwischen DB_REF2016 und dem Koordinatensystem (VA-System) umgewandelt werden. Das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) soll über den gesamten Bahn- hofsbereich und angrenzende Gleisanlagen das führende System für Vermessung, BIM-Model- lierung, Geodatenintegration und Absteckung sein, da... das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) maßstabsfrei (Maßstab Lageko- ordinaten = 1) ist. Dies bedeutet, dass alle topographischen Elemente und Bauteile in ihrer tatsächlichen Größe vermessen, modelliert, koordiniert und abgesteckt werden können. Hierfür sind keine besonderen und ggf. fehleranfälligen Softwareprogramme nötig. das neu vermessene und ausgeglichene VA-Sondernetz keine Spannungen enthält. Diese Netzspannungen ergeben sich bei gebräuchlichen großflächigen geodätischen Ko- ordinatensystemen aufgrund historischer Messfehler und -ungenauigkeiten. ein geodätisches VA-Sondernetz in der Örtlichkeit einfach und zeitlich getrennt vom DB_REF2016 ergänzt werden kann. das VA-Sondernetz durch eindeutige Transformationsparameter zum DB_REF2016 be- schrieben ist. Die Transformationsparameter können von jeder Vermessungs- und GIS Software interpretiert werden. Bauwerkskoordinatensysteme (z.B. in Modellierungssoftware Revit) einfach sowie span- nungsfrei und ohne Maßstab in ein Sondernetz transformiert werden können. Für diese 3+1-Transformation (X0, Y0, Nordrichtung + Höhe) ist keine Spezialsoftware nötig. der Höhenanschluss über DB_REF2016 erfolgen soll [2]. Für die 3D-Modellierung kann die vertikale Normalhöhe H (Vermessung) mit der kartesischen Höhe Z (3D-Software/BIM-Modellierung) gleichgesetzt werden. Das kartesische Z in der dreidi- mensionalen CAD/BIM-Software wird als H interpretiert. [1] Das VA-Sondernetz darf nicht mit dem Bauwerkskoordinatensystem verwechselt werden. Je- des Bauwerk kann ein eigenes Bauwerkskoordinatensystem enthalten, das im Projektursprung (Gebäudeecke, Schnitt Achsen A-1, ...) die Verortung (e0, n0, Nordrichtung, Höhenniveau) des Gebäudesystem im VA-Sondernetz angibt. [2] Diese Forderung ist nicht mathematisch begründet. Allerdings wurde festgestellt, dass einige CAD-Programme die Z-Verschiebung, die in den Transformationsparametersatz (WKT-Strings) standardkonform angegeben ist, nicht richtig ausführen.
2.1 Transformationsparameter Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) Es wird eine Datenbank (Koordinatensystem VA-Datenbank) für über 5400 Personenbahnhöfe bereitgestellt, die die Transformationsparameter vom DB_REF2016 zum Koordinatensystem Per- sonenbahnhöfe (VA-System) und zurück enthält. Die Umformung der Koordinaten kann mithilfe von Standardsoftware durchgeführt werden. In der Datenbank sind bahnhofsweise Transforma- tionsparameter in unterschiedlichen Formaten für unterschiedliche Softwareanwendungen hin- terlegt.
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Abbildung 51 Auszug eines Bahnhofs aus der Datenbank VA-System
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3 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe
3.1 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Normalfall) Um systematische Abweichungen zwischen Vermessung und 3D-Modellierung zu minimieren, wird eine Umformung der Koordinaten DB_REF2016 → VA-System empfohlen. Die nachfolgen- den Punkte 1–4 beschreiben die hierfür erforderlichen Schritte:
- Verdichtung des DB_REF2016 Festpunktfeldes (wenn notwendig). Die Netzverdich- tung erfolgt nach allen Qualitätsvorgaben und Verfahrensvorschriften der Ril 883; die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Dies erfolgt nur, wenn ein gleisgeometrisches Projekt Bestandteil der Aufgabenstellung ist, welches mit der Vermes- sung für den GB Fahrweg (Ingenieurvermessung) im Vorhinein abzustimmen ist.
- Umformung DB_REF2016 → Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Die Festpunkte werden mit dem jeweiligen Transformationsparametersatz in das VA-System der Verkehrsstation überführt. Hierfür stellt die VA-System-Datenbank Parameter für alle Verkehrsstationen der DB InfraGO AG bereit.
- Projektbezogene Verdichtung des Festpunktfeldes. Die Netzverdichtung erfolgt nach ingenieurgeodätischen Erfordernissen im VA-System (maßstabsfrei). Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert.
- Messen der Objektpunkte. Die Koordinaten der Objektpunkte werden im VA-System ge- messen. Dies erfolgt bei Projekten des GBs Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG in der Regel mittels Laserscanning mit dem Ergebnis einer Punktwolke. Die Punkte beschreiben das Bauwerk und bilden die Grundlage für die Modellierung in CAD, GIS und BIM. Es entstehen keine systematischen Differenzen zwischen Vermessung und Modellierung in 3D-Software.
Abbildung 52 Übergeordnete Netzverdichtung Normalfall
Die übergeordnete Netzverdichtung und Trassierung finden im DB_REF2016 statt. Die Fest- punkte werden daraufhin in das VA-System umgeformt. Für die lokale Verdichtung, Objektver- messung und Modellierung sind keine geodätischen Korrekturen aufgrund des Maßstabes not- wendig (VA-System hat den Maßstab = 1).
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3.2 Vermessung im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (Sonderfall) Aus organisatorischen Projektzwängen kann die Situation entstehen, dass die Objektvermessung und Modellierung zeitlich vor einer DB_REF2016-Ertüchtigung erfolgen muss. Dies ist vor allem der Fall, wenn kein DB_REF2016 Festpunktfeld vorhanden ist. Bei Ertüchtigung des DB_REF2016 wird ein zusätzlicher Transformationsschritt, erforderlich. Um den Normalfall VA- System von diesem Sonderfall zu unterscheiden wird dieser Typ von Koordinatenreferenzsyste- men mit „VA+“ bezeichnet.
- Erstellung oder projektbezogene Netzverdichtung eines Festpunktfeldes. Eine[1] Netzverdichtung bzw. die Erstellung eines Festpunktfeldes erfolgen nach ingenieurgeo- dätischen Erfordernissen maßstabsfrei. Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Einige wenige Punkte werden mittels GNSS-Messungen in DB_REF2016 ermittelt. Diese Messungen sollten mit mindestens 10 Minuten Messlänge und zwei un- terschiedlichen Höhen erfolgen. Diese DB_REF2016 Punkte werden dann mittels der VA- Transformationsparameter in das VA-System überführt. Der exakte Höhenanschluss er- folgt im DB_REF2016 über Nivellement oder in Ausnahmefällen über GNSS-Messungen weniger Punkte. Die Grundlagen für das VA-System sind somit hergestellt. Alle Messun- gen werden im VA-System ausgeglichen. Als Abschluss werden die ausgeglichenen Passpunkte in das DB_REF2016 Koordinatensystem transformiert und dokumentiert.
- Messen der Objektpunkte. Die Koordinaten der Objektpunkte werden im VA System ge- messen. Die Punkte beschreiben das Bauwerk und bilden die Grundlage für die Modellie- rung in CAD, GIS und BIM. Es entstehen keine systematischen Differenzen zwischen der Vermessung und der Modellierung in einer 3D-Software.
- Verdichtung des DB_REF2016 Festpunktfeldes. Die Netzverdichtung erfolgt zeitlich nach der Objektvermessung nach den Qualitätsvorgaben und Verfahrensvorschriften des GBs Fahrweg. Die Punkte werden in der Örtlichkeit vermarkt und dokumentiert. Es muss sichergestellt sein, dass ausreichend[2]und gut verteilte Passpunkte[3] von den projektbe- zogen genutzten Passpunkten im DB_REF2016 Festpunktfeld mit enthalten sind.
- Ermittlung der Unterschiede und Anpassung des Transformationsparametersatzes. Die neu gemessenen DB_REF2016 Passpunkte werden in das VA-System überführt. Im VA-System werden die Parameter für die Translation und Rotation der gleichen Punkte ermittelt und der Transformationsparametersatz wird durch eine zusätzliche Affin-Trans- formation angepasst.
- Datenbank Aktualisierung zu VA+System. Der neu erstellte Transformationsparame- tersatz wird an BIM_Personenbahnhoefe@deutschebahn.com gesendet.
Abbildung 53 DB_REF2016 Netzverdichtung Sonderfall
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Beim VA+ Sonderfall wird die Objektvermessung und Modellierung zeitlich vor der DB_REF2016 Netzverdichtung durchgeführt. Dies erfordert Passpunkte (rot) und eine zweistufige Koordinaten- transformation aus VA-Umformung und zusätzlicher Affin-Transformation. [1] Hier müssen die anerkannten Regeln der Vermessungstechnik eingehalten werden. Es ist eine freie und dynamische Netzausgleichung durchzuführen. Die Lagerungspunkte der dynami- schen Netzausgleichung werden über GNSS-Messungen im DB_REF2016 ermittelt und an- schließend ins VA-System transformiert. [2] Es sollten mindestens sechs identische Punkte (Passpunkte, Kontrollpunkte) vorliegen. [3] Passpunkte sind in der Örtlichkeit identische Punkte, die sowohl im lokalen ingenieurgeodäti- schen VA-System als auch im übergeordneten DB_REF2016 vermessen und ausgeglichen wur- den. Die Passpunkte sind gut verteilt, wenn Sie das Projektgebiet gleichmäßig am Rand um- schließen, also wenn die Restklaffen in den Objektpunkten nur interpoliert, nicht extrapoliert wer- den.
3.3 Anlegen des Koordinatensystems Personenbahnhöfe Das lokale Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) wird in der jeweiligen Anwen- dungssoftware angelegt, indem die bereitgestellten Transformationsparameter für den jeweiligen Personenbahnhof eingelesen werden. Geodaten aus dem DB_REF2016 können mit nativen Funktionen in der jeweiligen Software transformiert und rücktransformiert werden. Es muss beachtet werden, dass sich die Koordinatenumrechnung nur auf die Lage (X, Y) bezieht. Wenn die Eingangspunkte eine Z-Koordinate, bzw. eine Höhe H führen, wird diese unverändert in den transformierten Datensatz übernommen.[1] Das genaue Vorgehen hierfür ist für einige Softwareanwendungen detailliert im Dokument "Geo- referenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM-Projekten" beschrieben.
| Software | Anle- | Wie? | Um- | Ex- port | Rücktrans- formation | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gen | rech- | ||||||||
| CRS | nung | ||||||||
| QGIS | CRS/WKT- oder Proj-String | ||||||||
| ESRI Ar- cGIS Pro | ✓ ✓ | *.prj-Datei mit WKT String (Esri Di- alekt) | ✓ ✓ | ✓ ✓ | ✓ ✓ | ||||
| Autodesk Civil3D/ Map3D | ✓ | XML Import | ✓ | ✓ | ✓ | ||||
| Korfin | über Eingabemaske | ||||||||
| Card_1 | ✓ ✓ | Erfolgt softwareseitig über Ablage der CSV Liste im richtigen Ordner | ✓ ✓ | ✓ ✓ | ✓ ✓ | ||||
| ProVI | ✓ | Erfolgt softwareseitig auf Basis der Bahnhofsliste | ✓ | ✓ | ✓ | ||||
| Autodesk Revit | # | Koordinaten und Nordrichtung an PBP angeben | ✘ | ✘ | ✘ | ||||
| Autodesk Navisworks | # | Alle Daten müssen bereits im glei- chen CRS vorliegen | ✘ | ✘ | ✘ | ||||
| Desite md pro | # | Alle Daten müssen bereits im glei- chen CRS vorliegen | ✘ | ✘ | ✘ |
Tabelle 11 Anwendungssoftware für VA-System Bei der BIM-Modellierungssoftware und BIM-Kollaborationssoftware kann eine Georeferenzie- rung nur als Workaround konzeptualisiert werden. [1] Einige Software führt die die Umformung der Höhe nicht durch, auch wenn eine Höhentrans- formation im CRS/WKT-String definiert wurde.
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4 Umgang mit Trassendaten
Die Trassierung inkl. Änderung an der Trassierung sind im DB_REF2016-System durchzuführen. Nachfolgend werden zwei Möglichkeiten beschrieben, wie Trassendaten vom DB_REF2016 in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe transformiert werden können. Die maßgeblichen Pa- rameter der Ril883 in Bezug auf die Trassierung bleiben von der Transformation unberührt. Im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) erfolgt keine Trassierung und somit auch keine gleisgeometrische oder fahrdynamische Prüfung.
4.1 Transformation der Trasse als Polylinie
Dieses Vorgehen beschreibt die Transformation der Trasse mit dem Ergebnis einer Polylinie im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System). Grundlagen sind die bereitgestellten Tras- sendaten, welche i.d.R. als Elemente im .mdb Format bereitgestellt werden. Erstellung einer Polylinie (Segmentierung) aus der Trasse, so dass der Abstand zwischen Polylinie und beigestellten Trassendaten kleiner 1mm beträgt Überführung der Polylinienpunkte in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-Sys- tem) durch Umformung der Einzelpunkte mittels der Transformationsparameter
Abbildung 54 Transformation Trassendaten in Polylinie
Zur Überprüfung der Ergebnisse sollte anschließend ein Abgleich des Abstands zwischen Poly- linie und beigestellter Trassendaten durchgeführt werden. Um Trassenelementinformationen auch in der Polylinie bereitzustellen, können diese als Attribute an die Einzelpunkte der Polylinie angehangen werden: Trassennummer Kilometrierung Überhöhung Trassenelement (Gerade, Kreisbogen …) Informationen zum Trassenelement (Radius im DB_REF2016)
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4.2 Transformation der Trassenelemente Das Vorgehen beschreibt die Transformation einzelner Trassenelemente von DB_REF2016 in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) und ist notwendig, wenn die Planungs- software nicht mit dem beschriebenen Vorgehen in 4.1 arbeiten kann. Hierbei müssen sowohl Winkeländerung als auch der Skalierungsfaktor berücksichtigt werden, d.h. aus einem Radius von „7.000,0 m“ wird, je nach Höhe und Abstand des Bezugsmeridians vom Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) zum DB_REF2016, ein Radius von z.B. „7000,0658 m“. Die Änderungen betreffen: Radien in Kreisbögen Start- und Endkrümmungen bei Übergangsbögen Halbmesser der Gradienten stationsabhängigen Daten, wie die Station zum Überhöhungsanfang, Überhöhungsende. Die Transformation in das Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) erfolgt element- weise, d.h. jedes Trassenelement wird für sich genommen transformiert. Somit bleibt die Elemen- tabfolge erhalten. Hierbei sollen die Hauptpunkte der Achse (die Elementübergänge) ohne Trans- formationsfehler abgebildet werden. Die Transformation erfolgt über ein Trassierungspaket aus Gleisachse und Gleisgradiente mit interner Stationierung (die Gleisgradiente bezieht ihre Stationen aus der Gleisachse) oder Streckenachse, Gleisachse und Gleisgradiente mit Fremdstationierung (die Gleisgradi- ente bezieht sich über ihre Stationen über die Streckenachse inklusive Stationssprün- gen). Zur Qualitätssicherung ist der Abstand zwischen der Polylinie-Transformation und der transformierten Trassen zwingend zu überprüfen. Der Nachweis hat durch einen systemati- schen Abgleich zu erfolgen, bei dem sicherzustellen ist, dass die geforderte maximale Abwei- chung von 1 mm über die gesamte Trasse eingehalten wird. Die Ergebnisse der Überprüfung sind nachvollziehbar zu dokumentieren und mit den erstellten .TRA und .GRA Dateien an den AG und Planer über die PKP zu übergeben. Außerdem sollten die transformierten Trassenele- mente auch wieder in das DB_REF2016 mit demselben Workflow transformiert werden, um die Richtigkeit des Workflows in beide Richtungen sicherzustellen.
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5 Vorgehen in Projekten
In diesem Abschnitt wird auf den Umgang der im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA- System) erstellten BIM-Modelle und deren Koordination, anhand von Beispielen, eingegangen.
Verkehrsstationsprojekt mit Schnittstellen zu DB_REF
Für die Planung der Verkehrsstation wird eine Soll-Trasse verwendet, die im DB_REF vorliegt. Die Trasse sowie alle weiteren Grundlagen, wie z.B. IVL-Plan, DGM werden in das Koordinaten- system Personenbahnhöfe (VA-System) überführt. Die Planung (3D-Modellierung) erfolgt im Koordinatensystem Personenbahnhöfe (VA-System) der jeweiligen Verkehrsstation. Für den Datenaustausch vom VA-System zum DB_REF kann nachfolgendes Vorgehen angewendet werden:
- Erstellung von 2D-Planunterlagen im Koordinatensystem Personenbahnhöfe
- Transformation der Planunterlagen mittels Transformationsparameter zum DB_REF (z.B. mit Autodesk Civil 3D). Hiermit wird sichergestellt, dass Pläne die aus Punkten, Linien und Symbolen bestehen, lagerichtig transformiert werden.
- Der Austausch von BIM-Modellen, die im VA-System geplant wurden mit BIM-Modellen, die in einem vermeintlichen DB_REF geplant wurden, muss mittels Translation und Rota- tion zum vermeintlichen DB_REF transformiert werden. D.h. im Beispiel der Integration eines BIM-Modells aus dem VA-System in ein vermeintliches DB_REF-System würde das BIM-Modell verschoben und rotiert werden. Eine Planung im ver- meintlichen DB_REF hat einen Projektbasispunkt (Projektnullpunkt) nahe der zu planenden An- lage. Es werden gleiche Punkte (nach Möglichkeit mindestens 5 gut verteilte Punkte) in der ver- meintlichen DB_REF Planung sowie in der Verkehrsanlagenplanung im VA-System ausgewählt. Anhand dieser Punkte werden die Transformationsparameter (Translation und Rotation) berech- net (der Maßstab ist 1, da jede 3D Modellierungssoftware in diesem Maßstab arbeitet). Diese können anhand der Koordinaten bezüglich des Projektbasispunktes gewählt werden. Zu beach- ten sind Unterschiede zwischen dem vermeintlichen DB_REF und dem wahren DB_REF auf- grund der Abbildungsvorschriften und deren Skalierungsfaktors. Eine Beschreibung des Workflows in Autodesk Civil 3D sowie weiteren Programmen können im Dokument "Georeferenzierung bei DB Personenbahnhöfen in BIM-Projekten" nachgelesen wer- den.
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Änderungshistorie
| Nr.: | Ver- sion: | Datum: | Änderung: | Verfas- ser: |
|---|---|---|---|---|
| 01 | 1.0 | 15.10.2015 | Erstausgabe | I.SBB (3) |
| 02 | 1.1 | 27.11.2015 | I.SBB (3) | |
| 03 | 1.2 | 15.12.2015 | I.SBB (3) | |
| 04 | 1.3 | 27.04.2016 | Ergänzung der Vorlage eines BIM-Projektabwick- lungsplans Ergänzung der Abbildung „Übersicht Informationsin- halte“ Ergänzung der Abschnitte Ableitung von Plandarstel- lung aus dem BIM-Modell, Darstellung von Ausfüh- rungsdetails im BIM-Modell und 3D-Visualisierungs- varianten für die Anwendungsfälle der BIM-Methodik Ergänzung einer Softwareübersicht | I.SBB (3) |
| 05 | 1.4 | 01.10.2016 | Ergänzung der BIM - Leistungsbeschreibungen Ergänzung der Tabelle zur Leistungs- Vertragspla- nung Ergänzung von Revit -Beispielprojekten Ergänzung der modellbasierten LV-Erstellung in iTWO 5D | I.SBB (3) |
| 06 | 1.5 | 22.12.2016 | Ergänzungen zum Abschnitt „Umgebungsmodell“ Ergänzung „Kurzanleitungen für Softwareprodukte auf Bauherrenseite“ Ergänzung des Abschnitts „BIM-Projektraum auf Bauherrenseite“ | I.SBB (3) |
| 07 | 2.0 | 10.05.2017 | Erweiterung der BIM-Vorgaben um die Anforderun- gen an Brückenbauwerke Ergänzung der „Anleitung zum digitalen Informations- austausch zwischen Revit und relux Ergänzung Abschnitt „Terminplanung Grundlagener- mittlung“ Ergänzung Abschnitt „Vereinfachte Planung durch Anwendung von Baustandards“ Ergänzung Abschnitt „Grundlagenermittlung aus Ar- chiven“ Ergänzung Abschnitt „Verzerrungsfreie Abbildung des Bestandsmodells“ Ergänzung Abschnitt „Gesamtmodell und Fachmo- delle“ Ergänzung Abschnitt „Werk- und Montageplanung (Gesamtmodell Stufe 3)“ Ergänzung Abschnitt „Datenaustausch und BIM-Ko- ordinationsmodell der Planer“ Ergänzung Abschnitt „Anforderungen an Ingenieur- bauwerke und Projekte der DB Netz AG“ | I.SBB (3) I.NPM(G) |
| 08 | 2.1 | 03.07.2017 | Aktualisierung Abschnitt „Bestandsmodell“ Ergänzung Abschnitte „Bestandserfassung und -dar- stellung“, „Baugrundinformationen“ | I.SBB (3) I.NPM(G) |
| 09 | 2.2 | 16.10.2017 | Aktualisierung Abschnitt „Bestandsmodell“ Ergänzung des Pflichtenheft-LoI /LoG DB Netz AG | I.SBB (3) I.NPM(G) |
| 10 | 2.3 | 07.08.2018 | Ergänzung Variantenentscheidungsmatrix Ergänzungen hinsichtlich StarterPaket Abschnitt „Projektinformationsmodell“ eingefügt | I.SBB (3) |
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[Seite 147]
| Änderungen im Abschnitt „BIM-Modelle“ | ||||
|---|---|---|---|---|
| 11 | 2.4 | 01.11.2019 | Änderung des Geltungsbereiches Löschung der DB Netz AG bezogenen auf die fachli- chen Inhalte Überarbeitung der LOD (LOD 500 entfällt) Überarbeitung der Anwendungsfälle | I.SPM(S) |
| 12 | 2.41 | 05.06.2020 | Aktualisierung der BIM-Leistungsbilder Berichtigung der Tabelle 3 | I.SPM(S) |
| 13 | 2.5 | 29.01.2021 | Übergreifende redaktionelle Überarbeitung der Kapi- tel 1-3 in Bezug auf: Dokumentenstruktur, inhaltlicher Zuordnung, Zusammenfassung von redundanten In- halten sowie Ergänzungen in einzelnen Abschnitten; Wesentliche Ergänzungen: detaillierte Beschreibung der BIM-Anwendungsfälle, zusätzliche BIM-Anwen- dungsfälle, zusätzliche Abschnitte „Umgang mit Tras- sierungsdaten“, „Umgang mit großen Koordinaten- werten“, „Verzerrungsfreie Darstellung von BIM-Mo- dellen“, „Datenübergabe von Punktwolken“ Anpassung Anlage 1, 2, 9 und 10 | I.SPM(S) |
| 14 | 2.6 | 01.11.2021 | Auflösung der Anlagen 9 bis 11 und Integration in Kapitel 3 „BIM-Pflichtenheft“ sowie einer neuen Anlage A - Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards der Vorgaben zur Anwendung der BIM-Methodik Neu: Leitfaden zum Umgang mit Punktwolken, Leit- faden Starterpaket; 2.1.2 StarterPaket, 2.2.2 Rah- menvertragsabrufe Ergänzende Hinweise: Abschnitt 1.5; Abschnitte 3.3.1 und 3.3.2; Abschnitte 3.9.2 und 3.9.7; Ab- schnitte 3.10.2,3.10.3, 3.10.4 3.10.9, 3.13 Ergänzung: Abschnitt 1.2.2 – verpflichtende Anwen- dungsfälle „Projektkommunikation -Gemeinsame Da- tenplattform“, „Getaktete BIM-Projektbesprechun- gen“; Abschnitt 1.4 zu Anwendung Baustandards und Ausführungsfristen, Abschnitt 1.7 Ergänzung/Zusam- menfassung Verantwortlichkeiten BIM-Koordinator (Quelle: Kapitel 3 – BIM-Pflichtenheft inkl. Anlagen) Überarbeitung: Abschnitt 1.6, Abschnitt 2.2.1.3 BIM- Eignungskriterien, Abschnitt 3.4 Modellstruktur Änderung: BIM-Einführungsplan Planung – Ände- rung von „nach Projektauftrag“ zu „zu Projektstart“ Korrektur: Abschnitt 3.6 Umgang mit Trassierungs- daten Anlagen: 1 – BIM-Einführungsplan, 2 – BIM-Projek- tabwicklungsplan, 4 und 5 – Leistungs- und Vertrags- planung | I.SPM (S) |
| 15 | 2.7 | 17.05.2022 | Änderung: Integration des Leitfadens zum Umgang mit Punktwolken, Abschnitt 1.5.1 Abgabeplanung: Zeitpunkte und Lieferant optional, Abschnitt 3.11.1 Datenlieferung: Übergabe von Punktwolken (projekt- spezifische Reduzierung der Anzahl an Datenträ- gern) Ergänzung: Verzeichnis der Kurzanleitungen: Erläu- terungen zur Eignungsprüfung und Angebotswer- tung, Abschnitt 1.1 um Hauptauftragnehmer Bauaus- führung, um Entfall Planungsverteidigung, Abschnitt | I.SPM 4 |
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| 1.7.1 Hauptauftragnehmer Bauausführung, Abschnitt 2.1.3 BIM-Projektabwicklungsplan, Abschnitt 2.1.7 Getaktete BIM-Projektbesprechung, Abschnitt 2.4.1 BIM-Einführungsplan Ausführung, Position 1 "BIM- Berater" inkl. Anlage 1 Abschnitt 3.9.2.1 Referenzie- ren von Punktwolken, Abschnitt 3.10.5 3D-Kollisions- prüfung-Nachweis der Kollisionsprüfung, Abschnitt 3.10.7 Bestandserfassung mittels Punktwolken (In- tegration der Vorgaben des Leitfadens zum Umgang mit Punktwolken), Abschnitt 3.10.26 (Bau-)Zustandsüberprüfung mittels Punktwolke um Ausführungs- und Kontrollvermes- sung, Abschnitt 3.11.1 Datenlieferung Punktwolken, Datenlieferungsplan ergänzt um Projektdokumenta- tion inkl. 2D-Planunterlagen/-ableitungen Korrektur: Abschnitt 2.4.1 BIM-Einführungsplan Ausführung, Position 6 "Fortschreiben" zu "Erstellen" inkl. Anlage 1 Neu: Abschnitt 3.9.2.2 Visualisierung der Punktwol- ken als Mesh, Abschnitt 2.3.2.1 Vermessungsleistun- gen, Abschnitt 3.8.2 Grundlagen der verzerrungs- freien Planung im Projekt Anlagen: 1 – BIM-Einfüh- rungsplan, 2 –BIM-Projektabwicklungsplan Entfällt: Leitfaden zum Umgang mit Punktwolken (in Abschnitt 3.10.8 bereits integriert) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 16 | 2.8 | 24.11.2022 | Änderung: Begriffsänderungen: LoD → LoG, Be- standsmodell→ Grundlagenmodell; Anordnung der Abschnitte 1.3.1.5-1.3.1.6, 2.1 - 2.6, 3.9.3-3.9.4, 1.3.1.5-1.3.1.6; 1.4.1. Vereinfachter BIM-Projektab- lauf durch Einphasenplanung; Abbildung 2; Abschnitt 2.6.1 teilweise in 2.6.3 integriert; Abschnitt 3.6: Über- nahme Vorgaben der Ril 883; Abschnitt 3.7: Kür- zung; Abschnitt 3.8: Verzerrungsfreie Darstellung von BIM-Modellen umfasst nun Koordinatensystem Verkehrsanlage; Anlage 1: BIM-Einführungsplan Bauausführung; Anlage 2: BIM-Projektabwicklungs- plan: 8.2 Koordinatensystem; Anlage 6: 2.2. Integra- tion des Koordinatensystems Verkehrsanlage; Aktua- lisierung der Verlinkungen zur Informationsplattform und SharePoint Baumanagement DB S&S Ergänzung: AWF Bezeichnung: "Projektkommunika- tion - Modellbasierte Digitale digitale Protokollie- rung und Aufgabenverwaltung"; Abschnitt 1.4.1; Ab- schnitt 1.6: Ergänzung der BIM-relevanten Doku- mente; Abschnitt 3.9.1: Spezifikation Gesamtmodell; Abschnitt 3.9.3.1: Ergänzung zur Dokumentation der des Dateipfads Punktwolke im BAP; Abschnitt 3.9.4: Spezifikation Grundlagenmodell; Abschnitt 3.10.7: um einfache Visualisierung in der Kollaborations- plattsoftware oder Model Viewer; Abschnitt 3.10.12: Ergänzung Variantenentscheidung am Prototyp; Ab- schnitt 3.11.1: Dokumentation des Koordinatensys- tems (CAD-Datei); Definition "As-Built Modell" Neu: Definition "Koordinatensystem Verkehrsan- lage"; Definition: "Parameter"; "Kurzanleitung zur Verknüpfung externer Attribute in Navisworks und | I.SPM 4 |
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| Übergabe in Tabellenform"; Abschnitt 2.6.3 BIM Bau- vertrag; Abschnitt 2.6.4 BIM Ingenieurvertrag Bau- überwachung; Abschnitt 3.8: Koordinationssystem Verkehrsanlage, Abschnitt 2.3.8 & 3.10.3: AWF Bau- besprechung mit BIM, , Anlagen: 1 – BIM-Einführungsplan, 2 – BIM-Projek- tabwicklungsplan, 4 und 5 – Leistungs- und Vertrags- planung; 6 - Modellierungsvorschrift | ||||
|---|---|---|---|---|
| 17 | 2.9 | 09.05.2023 | Änderung: Nummerierung Anlagen Ergänzung: Abschnitt 1.2.2: „Baubesprechung mit BIM“ und „Anwendung der Baustandards und An- wendung digitale Bauteilbibliothek“ als zwingend er- forderlicher Anwendungsfall; Abschnitt 1.6: Ergän- zung Rahmenverträge; Abschnitt 2.2: Ergänzung BIM-Einführungsplan "Fortschreibung BAP für Bau- phase"; Abschnitt 3.4: Modellstruktur; Abschnitt 3.8.1: Ergänzung Information zum Koordinatensys- tem VA+; Abschnitt 3.10.5: Entfall Attribuierung für 3D-Prototyp; Abschnitt 3.10.7: Hinweise einfaches Rendering; Neu: Spezifika für die Projektart EinfachBIM (Ab- schnitte 1.2.1, 1.3, 1.4.1, 2.4.1, 2.3.7, 3.3., 3.9.4.1, 3.10.5., 3.10.7, 3.10.8); Definitionen "EinfachBIM – Bauen in einfachen Verhältnissen“; „3D-Proto- typ“; Abschnitt 3.9.4: 3D-Prototyp; BIM-Anwendungs- fall „As-Built Kontrolle“ Entfällt: Anlage 1 – BIM-Einführungsplan (in Kap. 2 enthalten und Veröffentlichung auf Informationsplatt- form und im SharePoint Baumanagement); Anlage 3 – Mustertagesordnung BIM-KickOff (in Abschnitt 2.3.5 integriert); Anlagen 4 und 5 (Veröffentlichung auf Informationsplattform und im SharePoint Bauma- nagement) Anlagen: Anlage 1 - BIM–Projektabwicklungsplan (BAP): Ab- schnitt 2.1, Ergänzung BIM-Ziel für Projektart Ein- fachBIM; Abschnitt 2.2, Ergänzung BIM-Anwen- dungsfall "As-Built-Kontrolle"; Abschnitt 3.3, Anpas- sung der Tabelle für Projektbeteiligtenliste Anlage 2 - Modellierungsvorschrift: Abschnitt 1.4: Än- derungen "Grobkostenschätzung" zu "Kostenermitt- lung" Anlage 4 - Vorgaben für die Qualitätssicherung: Ab- schnitt 4.2: Ergänzung planungsbegleitende Quali- tätssicherung; Änderung Abbildung "Qualitätssiche- rungsprozess" | I.SPM 4 |
| 18 | 3.0 | 05.11.2023 | Änderung: Kapitel 1 ist Überblick (vormals Grunds- ätze); inhaltliche Zuordnung einzelner Abschnitte aus Kapitel 1-"Grundsätze" zu Kapitel 2 und Kapitel 3; Geltungsbereich für Ingenieur- und Bauvertrag: Kapi- tel 1 entfällt; Kap. 2: BIM-Einführungsplan Planung und Bauaus- führung; 2.3.6 BIM-KickOff: Ergänzung Tagesord- nungspunkt; 2.7 Übergabe in den Betrieb Kap 3: Integration LoG, LoI, Ableitung von Plä- nen, Darstellung Ausführungsdetails, Modellstruktur |
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| und Ansichtspunkte, Projektvorlage und Umgang mit Großen Koordinatenwerten, Beispielprojekt in Anlage 2 - Modellierungsvorschrift; BIM-Anwendungsfälle "Alle arbeiten am Modell" und "Getaktete BIM-Pro- jektbesprechung" zu BIM-Anwendungsfall "Getaktete BIM-Projektbesprechung" verschmolzen; BIM-An- wendungsfälle "3D-Variantenentscheidung zur Lage" und "3D-Variantenentscheidung zum Bauwerk" zu BIM-Anwendungsfall "3D-Variantenentscheidung (Bauwerk und Lage)" verschmolzen; 3.7.24: BIM-An- wendungsfall (Bau-)Zustandsüberprüfung umbe- nannt zu As-Built-Erfassung; Integration Anlage 4 - Vorgaben der Qualitätssicherung in 3.9 Sicherung Modellqualität; Integration 3.13 Projektdokumentation in 3.8.2 Ergänzung: 3.9.3 Punktwolken: Ergänzung Be- schreibung und Nutzen von Punktwolken; 3.8 Daten- austausch und Datenlieferung: Ergänzung 3.8.2 Da- tenaustausch und -lieferung - Projektkommunikati- onsplattform; BIM-Anwendungsfälle: Zuordnung zu standardisierten Bezeichnungen BIM-Deutschland Neu: Kap 3: Level of Accuracy(LoA); BIM-Anwen- dungsfall "Modellbasierte Abstimmung der Kosten- und Finanzierungsstruktur(AN)"; Anlage 2 - Modellie- rungsrichtlinie: Steckbrief Fachmodell Baugrund Entfällt: 1.6: BIM-relevante Dokumente, 2.8 Hard- und Software; 3.6 Umgang mit Trassierungsdaten, 3.9.5.1 Bestandsunterlagen und deren Quellen; 3.10.4: "Projektkommunikation - Gemeinsame Daten- plattform", 3.10.10: "Optimierter Datenaustausch der Fachgewerke" und 3.10.21: Digitale Übergabe der Projektdokumentation in den Betrieb als BIM-Anwen- dungsfall; Anlage 3- Bestandsunterlagen und deren Quellen Anlagen: Anlage 1 - BIM–Projektabwicklungsplan (BAP): Ent- fall Kap. 8.3 (Abbildung Bauphasen) und Angabe Ko- ordinationskörper in Kap. 8.2, Ergänzung Abschnitt 8.4 (Level of Accuracy) Anlage 2 - Modellierungsrichtlinie: vollständige Über- arbeitung, Ergänzung Anhang 1: Steckbrief BIM- Fachmodell Baugrund Anlage 3 - Qualitätssicherungsbericht: Vorgaben zur Qualitätssicherung in 3.9 Sicherung der Modellquali- tät integriert, vollständige Überarbeitung des Quali- tätssicherungsberichts Anlage 4 - Erstausgabe "Vermessung und Georefe- renzierung im Koordinatensystem Personenbahn- höfe" | ||||
|---|---|---|---|---|
| 19 | 3.01 | 31.01.2024 | Änderung: Umfirmierung zu DB InfraGO AG, GB Personenbahnhöfe Korrektur: Abschnitt 3.7.1 Tabelle 6 Vereinbarte BIM-Anwendungsfälle nach Projektarten des GB Per- sonenbahnhöfe der DB InfraGO AG Entfällt: nicht relevante Kurzanleitungen | I.IPM 4 |
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| Neu: Bereitstellung eines Beispielmodells zum BIM- Fachmodell Baugrund in der Anlage 2 Modellierungs- richtlinie Anhang 1: Steckbrief BIM-Fachmodell Bau- grund (Abschnitt 1) | ||||
|---|---|---|---|---|
| 20 | 3.1 | 15.05.2024 | Versionsupdate des Hauptdokuments im Zuge der Änderungen in „Anlage A – Digitale Bauteilbibliothek und Baustandards“. Keine inhaltlichen Änderungen. | I.IPM 4 |
| 21 | 3.2 | 28.02.2025 | Änderung: Aufnahme mitgeltender Dokumente im Kapitel Geltungsbereich; 3.7.1. Bestandserfassung mittels Punktwolke für Projektart ZIM, Video, WLAN; 3.7.1 2D-Planableitung aus den 3D-Modellen, Mo- dellbasierte Bauablaufplanung und 3D-Kollisionsprü- fung verschoben zu Projektdurchführung; 3.6.3 u. 3.7.7 Anforderung zu farbigen Punktwolken aufge- nommen; Ergänzung Attributierung in IFC und nati- vem Format in 3.7.4, 3.7.17 und Anlage 2 Modellie- rungsrichtlinie 4.4; 3.8.2 – Überarbeitung zu neuer Konfiguration der Projektkommunikationsplattform Neu: Definitionsverzeichnis Begriff „Natives Format“; 2.5.1.1 Ergänzung von Zielen und Erläuterungen zur Leistungs- und Vertragsplanung (Matrix); 3.6.9 Ergänzung Beispiel As-Built-Modell; 3.7.6 Öf- fentlichkeitsarbeit mit 3D-Visualisierung: Aufnahme QR-Code für Baustellenschild und Ergänzende Hin- weise zu 3D-Druck; 3.7.7 u. 3.7.23 Bereinigung d. Punktwolken von personenbezogenen Daten; 3.7.8 Integration der Ergebnisse vom Georadar in das Grundlagenmodell; Anlage 2 Modellierungsrichtlinie: Entfällt: 3.8.1 Übergabe CPIXML-Datenformat im Datenliefe- rungsplan Anlagen Anlage 1 - BIM-Projektabwicklungsplan und Anlage 3 - Qualitätssicherungsbericht wurden aus dem Haupt- dokument entfernt und sind jetzt als separate Doku- mente verfügbar sowie als mitgeltendes Dokument aufgeführt Einführung Anlage 1 – Projektorganisation in komple- xen Projekten Anlage 2 – Modellierungsrichtlinie: • Integration Anhang 1: Fachmodell Baugrund in Kapitel 6.4 „Baugrund“; • 4.7 Ergänzung Projektnullpunkt im Koordinaten- system Personenbahnhöfe; • 6.1 Ergänzung Fachmodellstruktur und Namens- konventionen | I.IPM 4 |
Im Änderungsindex sind redaktionelle Änderungen, welche aus Rückmeldungen resultieren, nicht im Einzelnen aufgeführt.
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