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Sanierung Gebäude I
Kurzbeschreibung
Maßnahmen
Inhaltsverzeichnis:
1 Aufgabenstellung __________________________________________ 2
2 Hochbau _________________________________________________ 3
3 Technische Gebäudeausrüstung ______________________________ 4
4 Bauabschnitte & Priorisierung ________________________________ 5
Aufgestellt: IST, August 2025
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Sanierung Gebäude I Kurzbeschreibung Maßnahmen
1 Aufgabenstellung
Das Fraunhofer IST wurde 1990 gegründet, das L-förmige Bestandsgebäude konnte 1994 bezo- gen werden und beinhaltet
physikalische und chemische Labore, Großraumlabore,
Technikräume für Labore/Messräume,
Büros, Seminarräume,
WCs, Teeküchen, Neben- und Technikräume und Verkehrsflächen.
Das Gebäude ist als Zweibund konzipiert, teilunterkellert und umfasst neben dem Erdgeschoss drei Obergeschosse. Das Dachgeschoss unterhalb des Tonnendaches wird als Technikfläche ge- nutzt. Der L-förmige Gebäudegrundriss ist in drei Bauteile gegliedert. Während Maßnahmen zum Erhalt der Infrastruktur und des Gebäudes erfolgten, hat jedoch keine grundlegende Sanierung stattgefunden.
Inzwischen besteht bei den 1994 eingeweihten Gebäude sowie der genutzten Infrastruktur die Gefahr, dass die Arbeitsfähigkeit des Instituts bei Ausfall der zentralen technischen Infrastruktur nicht mehr gegeben ist. Hier runter fallen unter anderem:
zentrale Lüftungsanlage einschl. 50 separater Abluftventilatoren (in Geb. I)
Wärme- und Kältenetz (bereits mehrmals repariert)
Trinkwassersystem (auch Hygieneproblem)
Druckluft- und Stickstoffversorgung
EDV-Infrastruktur
Notwendige Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit konnten über Kleinbaumaßnahmen und Mitteln aus dem Institutshaushalt in den letzten Jahren durchgeführt werden.
Das Wachstum des Institutes und die starken Nachfragen durch qualitativ hochwertige For- schungsaufträge haben allerdings dazu geführt, dass eine grundlegende Sanierung notwendig wird.
So erfordern die im Strategiepapier beschriebenen neuen Arbeitsgebiete eine Adaption der beste- henden Infrastruktur, die vorwiegend auf Prozessketten der PVD- und CVD Oberflächentechnik (Beschichtungsprozesse) ausgelegt ist.
Ebenfalls sollen Langzeitprozesse verlässlich durchgeführt werden können.
Fokus der ersten Maßnahme - zur Sicherstellung der langfristigen Arbeitsfähigkeit und Anpassung an die vereinbarten Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte – liegt auf der Sanierung der Technischen Gebäudeausrüstung.
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2 Hochbau
Im Zuge der Sanierung sollen begleitend zu den technischen Umbauten, Maßnahmen am Hoch- bau ausgeführt werden. Hierzu zählen neben der Ertüchtigung des Hochbaus sowie die brand- schutztechnische und statische Ertüchtigung des Hochbaus, beispielsweise
Austausch und Instandsetzung der Leichtbau- & Massivwänden
Erneuerung der Außentüren & Tore
Erneuerung der Innentüren
Ertüchtigung des Sonnen- & Blendschutzes
Austausch und Instandsetzung der Deckenbelege und -bekleidungen
Instandsetzung des Hauptdachs und der Dachöffnungen
Sanierung der Sanitärräume
Erneuerung und Instandsetzung der baukonstruktiven Einbauten
brandschutztechnische Ertüchtigung der Wände, Öffnungen, Durchbrüche und Schottun- gen
Die bisherige Raumaufteilung sah Büros, Messräume, Labore etc. getrennt nach Forschungsgrup- pen vor.
Nach der Sanierung sollen gleiche Nutzungen gruppenübergreifend zusammengeführt werden (z.B. Analyse, chem. Labore, Messräume) und somit durch Synergieeffekte ermöglichen:
verbesserte Auslastung der Flächen und Räume,
gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastrukturen (Labor und Messgeräte)
Schaffung von Raumflächen für geänderte Aufgaben,
Energieeinsparung.
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3 Technische Gebäudeausrüstung
Es werden abgängige Anlagen in allen Anlagen-/Kostengruppen saniert.
Hierbei wird bisherige Einzelschachtlösung zur lokalen Anbindung von Laboren zugunsten einer Sammelschachtlösung ersetzt. Somit werden statt vieler einzelner Medienstränge nur noch zent- rale Versorgungsstränge installiert. Flächendeckend benötigte Medienversorgungen werden zent- ral bereitgestellt. Messräume und Labore erhalten institutsspezifische Standard-Medienan- schlüsse, um für künftige Umnutzungen gewappnet zu sein.
Es werden regenerative Energiequellen genutzt, wie z.B.
adiabate Luftkühlung (Kälte),
Wärmerückgewinnung mit wesentlich verbessertem Wirkungsgrad (Wärme/Kälte)
Darüber hinaus werden alte Anlagen durch solche mit hohem Wirkungsgrad ersetzt und be- darfsgerechte Regelungen implementiert, z.B.
Zusammenlegung von Einzelanlagen,
Verbesserung der Hydraulik / Senken der Verteilverluste,
Verbesserung der Teillastfähigkeit,
Vermeidung von zusätzlichen Druckverlusten,
Einzelraum- und Laborluftregelung, bedarfsgerechte Luftmengen,
LED-Leuchten, tagesabhängi. Lichtregelung, Präsenzmelder
Zur Energie- und Kosteneinsparung wird ein Gebäudemanagement nach EN ISO 50001 implementiert, durch
Installation von Energie- und Mengen Zählern in der Medienversorgung,
Erfassung von Anlagenzuständen,
Aufschaltung auf eine Nutzer-SCADA (Gebäudeleittechnik),
Aufschaltung Elektro auf am Campus vorhandenes Elektromanagementsystem.
Die Ausfallsicherheit vorrangberechtigter Anlagen, Räume, Versuche bei Wartungen oder Ha- varien wird verbessert, durch
Schaffung von (Teil-)Redundanzen, z.B. bei Kälte- und Luft, Druckluftversorgung
Teilabschaltung nicht vorrangberechtigter Anlagen,
zentrale USV-Anlage für ausgewählte Verbraucher,
unterbrechungsfreie Gebäudeautomation
Erneuerung der Versorgungsnetze
hydraulischer Abgleich der Versorgungsnetze
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4 Bauabschnitte & Priorisierung
Die Sanierungsmaßnahme ist in drei Tranchen aufgeteilt und nach Dringlichkeit priorisiert. Die drei Bauabschnitte der geplanten Sanierung können unabhängig voneinander ausgeführt werden. Ein Weiterbetrieb des Gebäudes in Teilbereichen während der Sanierung soll durch Zonierung in Abschnitte ermöglicht werden.
Priorität A / 1. Bauabschnitt [Hochbau & TGA] Dringende und notwendige Maßnahmen für abgängige TGA Ersatz der RLT Anlage Erneuerung der Wasseranlagen Erneuerung Wärmeversorgung, Hauptverteiler, Heiznetz, Heizkörper Ersatz der Kälteversorgung Erneuerung der elektrischen Anlagen Erneuerung des Datennetzes Teilsanierung der nutzungsspezifischen Anlagen Dringende Brandschutzmaßnahmen Sanierung der Öffnungen, Schächte und Schotts Angestaute Hochbaumaßnahmen Bedingte Rohbaumaßnahmen Ertüchtigung des Bodens Teilsanierung Oberflächen Teilsanierung der nicht tragenden Wände Teilsanierung des Dachs Austausch der festen Einbauten Maßnahmen für Umrüstung benötigter Forschungsflächen Interimsmaßnahmen und Umzüge
Diese Maßnahmen sichern die Arbeitsfähigkeit des Instituts für die nächsten Jahre. Dennoch ist eine vollständige Sanierung mittelfristig notwendig und wird daher hier bereits mit Kosten und Maßnahmen unterlegt. Dabei wurden für die Maßnahmen der Priorität A und B ein Kostenrahmen ermittelt, die Maßnahmen in der Priorität C basieren auf einer überschlägigen Ermittlung eines Kostenrahmens.
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Priorität B / 2. Bauabschnitt [Hochbau & TGA]
Zurückgestellte Maßnahmen der TGA Teilsanierung Raumluftnetzes Teilerneuerung Wärmeversorgung; Hauptverteiler, Heiznetz, Heizkörper Umbau der Raumlufttechnik Erneuerung der elektrischen Anlagen Erneuerung des Datennetzes Teilsanierung der nutzungsspezifischen Anlagen Austausch des Aufzugs Ersatz absehbar abgängiger Technik Umbau- und Strukturierungsmaßnehmen im Hochbau Bedingte Rohbaumaßnahmen Ertüchtigung des Bodens Teilsanierung Oberflächen Teilsanierung der nicht tragenden Wände Teilsanierung des Dachs Austausch der festen Einbauten Teilweiser Austausch der Tore und Türen Austausch der festen Einbauten Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energiefassung Umsetzung von neuen Nutzungskonzepten Maßnahmen für Umrüstung benötigter Forschungsflächen Interimsmaßnahmen und Umzüge
Priorität C / 3. Bauabschnitt [Hochbau & TGA] Umbau- und Strukturierungsmaßnehmen im Hochbau Ausstehende Maßnahmen der TGA Teilsanierung der nutzungsspezifischen Anlagen Energetische Sanierung Ertüchtigung der technischen Komponenten Kellerwände nachträglich Dämmen Teilweiser Austausch der Außentüren und Tore Sanierung der Fassade Sanierung der Fenster und Systemwände Weitere Umsetzung von Neuen Nutzungskonzepten Bedingte Interimsmaßnahmen
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