C711 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03.pdf

Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Feuerlöscheinrichtungen

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 17.09.2026, 15:42 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.meinauftrag.rib.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

TEIL C7.11 AUSFÜHRUNGSSTANDARD –

PLANERSTELLUNG FÜR

AUSFÜHRUNGSPLANUNG

10
9
8
7
6
5
4
3Anpassung Dateibenennung10.02.2022Märkisch-Gräb- ner (ECN)10.02.2022Leinberger (ECN)
2Überarbeitung20.10.2021Maibaum25.10.2021Grumbrecht
1Ersterstellung19.02.2021MaibaumGrumbrecht31.03.2021
IndexArt der Änderungerstellt DatumNamegeprüft DatumName
Weitergabe sowie Vervielfältigung und Mitteilung ihres Inhalts nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich zugestanden. Zuwiderhandlung verpflichtet zu Schadenersatz. Alle Rechte für den Fall der Patenterteilung oder Gebrauchsmuster-Eintragung vorbehalten.
Erstellt: MaibaumGeprüft: GrumbrechtFreigegeben: Eckardt

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 1 von 15

[Seite 2]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

INHALTSVERZEICHNIS

7 Ausführungsstandards................................................................................................. 3

7.11 Planerstellung für Ausführungsplanung ................................................................... 3

7.11.1 Zweck des Ausführungsstandards .................................................................... 3

7.11.2 Zeichnungsbezeichnung ................................................................................... 3

7.11.2.1 Geltungsbereich ........................................................................................ 3

7.11.2.2 Kennzeichnung Freigabestatus ................................................................. 5

7.11.3 Durchbruch- und Detailbenennung ................................................................... 6

7.11.3.1 Durchbruch ................................................................................................ 6

7.11.3.2 Detail ......................................................................................................... 7

7.11.4 Achsbezeichnung ............................................................................................. 7

7.11.5 Prüfung und Freigabe ....................................................................................... 8

7.11.5.1 Grundsätzliches ......................................................................................... 8

7.11.5.2 Definition Planfreigaben für Bauzeichnungen ............................................ 8

7.11.6 Belastungsangaben ........................................................................................ 11

7.11.6.1 Belastungsplan ........................................................................................ 11

7.11.6.2 Belastungsarten ....................................................................................... 12

7.11.6.3 Koordinatensystem .................................................................................. 12

7.11.6.3.1 Lokale Koordinatensysteme ............................................................... 12

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 2 von 15

[Seite 3]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

7 Ausführungsstandards

7.11 Planerstellung für Ausführungsplanung

7.11.1 Zweck des Ausführungsstandards

[1] Dieser Ausführungsstandard dient als Grundlage zur einheitlichen Planerstellung und Plan- prüfung in der Ausführungsplanung für das ZRE-Projekt. Sie ist ein Leitfaden für den Umgang mit der Zeichnungsbezeichnung, der Durchbruch- und Detailbenennung, der Achsbezeich- nung, dem Planlauf der Zeichnungen mit Eintragungen über den Freigabestatus sowie Be- lastungsangaben.

[2] Ferner dienen die nachfolgenden Regelungen als Basis für die Enddokumentation.

[3] Alle Projektbeteiligten haben diesen Ablauf und die zu den einzelnen Schritten festgelegten Anforderungen einzuhalten. Sofern im Projekthandbuch weitere, detailliertere oder abwei- chende Regelungen von diesem Ausführungsstandard festgeschrieben sind, gelten diese vorrangig.

7.11.2 Zeichnungsbezeichnung

7.11.2.1 Geltungsbereich

[4] Diese Spezifikation bezieht sich auf die folgenden unten aufgeführten Arten von Zeichnungen.

Planart - Auswahl

Achsplan

Anordnungsplan

Außenanlagenplan

Baustelleneinrichtungsplan

Belastungsplan

Bodenaufbauten

Detailplan

Entwässerungsplan

Erdungs- und Blitzschutzplan

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 3 von 15

[Seite 4]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

Planart - Auswahl

Fassadenplan

Flucht- und Rettungswegeplan

Fundamentplan

Grundleitungsplan

Halterungsdetail (z.B. Rohrleitungen)

HKL (Heizung, Klima, Lüftung)

Kabeltrassenplan

Lageplan

Maßzeichnung Komponenten

Montagezeichnung

Objektplan

Schal- und Bewehrungsplan

Stahlbauübersichtszeichnungen

TGA (Technische Gebäudeausrüstung)

Verankerungsplan

Werkplan

Weitere Planart-Benennungen

Darstellungsart - Auswahl

Ansicht

Draufsicht

Grundriss

Schnitt

Unteransicht

weitere Darstellungsart-Benennungen

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 4 von 15

[Seite 5]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

Funktionsbereich - Auswahl

Ebene (z.B. ± 0,00 m)

Schnitt-Nr.

Achsenbenennung

Detail-Nr.

weitere Funktionsbereich-Benennungen

[5] Diese Spezifikation gilt nicht für folgende Zeichnungsarten:

Isometrie von Rohrleitungen

RI-Fließbild

Schmierplan Komponente

Verfahrensfließbild

[6] Auf die Anwendung des Ausführungsstandards „Einheitliche Ausführung von RI-Fließbildern“ (C7.12) wird hingewiesen.

7.11.2.2 Kennzeichnung Freigabestatus

[7] Für die Baustelle zur Ausführung freigegebene Zeichnungen erhalten oberhalb des Zeich- nungskopfes den Vermerk:

Zur Ausführung freigegeben

[8] Die Freigabe-Zwischenstände F0, F1, F2 werden im Testateintrag vermerkt. Der Revisions- index wird beginnend mit „01“ aufsteigend gekennzeichnet.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 5 von 15

[Seite 6]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

7.11.3 Durchbruch- und Detailbenennung

7.11.3.1 Durchbruch

[9] Die Durchbrüche werden durch folgende Festlegungen bezeichnet und sind in allen Bauaus- führungsplänen (beginnend mit F0) einzutragen.

[10] Beispiel für die Bezeichnung eines Durchbruchs:

[11] In der ersten Zeile wird der Verursacher (und falls erforderlich) der Verwendungszweck des Durchbruches angegeben. Als Verursacher wird der Loslieferant eingetragen, der diesen Durchbruch oder die Öffnung benötigt.

[12] Den Verwendungszweck gibt der einzelne Loslieferant nach eigener Wahl an, z.B. L = Lüf- tung, K = Kabel, R = Rohrleitung.

[13] Es folgt die Angabe der Durchbruchsart und der Größe.

[14] Eine Auswahl für die Durchbruchsart:

• DD Deckendurchbruch

• WD Wanddurchbruch

• WS Wandschlitz

• BD Bodendurchbruch

• BS Bodenschlitz

[15] Die Größenangaben beziehen sich grundsätzlich auf cm. Bei Größen ab 100 cm wird als Einheit das „m“ für Meter verwendet. Die Angabe enthält dann zwei Nachkommastellen.

[16] In der zweiten Zeile wird die Lage des Durchbruches festgelegt:

• UK = Unterkante

• OK = Oberkante.

Die Höhenangabe bezieht sich auf die Ebene ± 0,00 m.

Die Ebene ± 0,00 m bezieht sich auf die Baunullhöhe +21,80m NHN

[17] Montageöffnungen werden dem Zweck entsprechend mit der jeweiligen Benennung DD oder WD und der Angabe der Größe bezeichnet.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 6 von 15

[Seite 7]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

[18] Beispiel für eine Montageöffnung mit Zusatzinformation:

Montageöffnung Abdeckplatte

DD 1,40 / 1,40 d = 10 cm

[19] Bei Ansichten wird als Zusatz zu dem Durchbruch die Gebäudeachse angegeben.

7.11.3.2 Detail

7.11.4 Achsbezeichnung

[20] Um das Baufeld ganzheitlich zu erfassen, wurde ein Raster von 20m mal 20m zu Grunde gelegt.

[21] Alle Achsen in West-Ost Ausrichtung werden dabei alphanumerisch benannt, begin- nend mit „A“.

[22] Alle Achsen in Süd-Nord Ausrichtung werden numerisch benannt, beginnend mit „1“.

[23] Es ergibt sich als Einfügepunkt K-5 (Schnittpunkt zwischen Funktionsgebäude, Haus- müllsortierung und Bunkerbauwerk).

[24] Die weitere Detailierung der Zwischenachsen erfolgt im Zuge der Genehmigungsstati- ken.

[25] Die Achsen werden gebäudespezifisch benannt.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 7 von 15

[Seite 8]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

7.11.5 Prüfung und Freigabe

7.11.5.1 Grundsätzliches

[26] Die Prüfung und Freigabe wird gemäß Anhang 1 „Ablaufdiagramm Ausführungsplanung An- ordnung und Bau“ geregelt und gilt für alle Projektbeteiligten.

[27] Die zur Prüfung vorgesehenen Pläne werden digital in das DMS-System „PIRS“ hochgeladen. Nach dem Upload wird ein Prüf-Workflow ausgewählt und gestartet.

[28] Entsprechend dem Plan-Status (Teil des Dateinamens) wird ein Workflow durchlaufen:

• Status 1 „zur Prüfung (weitere Planung)“

• Status 2 „zur Prüfung (zur Ausführung)“

[29] Wenn der Workflow abgeschlossen ist, erhält der AN folgenden Status zurück:

• Status 3 „abgelehnt (mit Änderungen)“

• Status 4 „freigegeben zur weiteren Planung“

• Status 5 „freigegeben zur Ausführung“

[30] Die Prüfung und Ergänzung des jeweiligen Planes / Zeichnung erfolgt durch die jeweils be- troffenen Vergabeeinheiten/Los-Lieferanten mit sichtbarem Testat und Eintrag auf der Zeich- nung auf seine Belange.

[31] Zusätzliche Poststücke (Mail, Fax oder Briefe) sind zu vermeiden, um ein gebündeltes und gezieltes Finden aller Informationen eines Planes zu ermöglichen.

7.11.5.2 Definition Planfreigaben für Bauzeichnungen

[32] siehe auch Anhang 1 betrifft:

• Werkpläne (Massivbau, Stahlbau)

• Schalpläne

• TGA-Pläne

[33] Zeichnungsstatus F0, F1, F2

• Der Bauplanlauf gliedert sich in F0-Angaben, F1-Freigabe und F2-Freigabe.

Definition F0-Angaben

[34] Angaben, die aus der Anordnungsplanung und Maschinentechnik resultieren.

[35] Basis sind die Anordnungspläne zu den wesentlichen Gebäuden, die mit baurelevanten De- tailangaben zu den einzelnen aufgestellten Komponenten weitergeführt wurden.

[36] Nachfolgende Angaben erfolgen in den Anordnungsplänen.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 8 von 15

[Seite 9]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

• Stützenstellungen und Unterzüge (der Bauteillieferant hat im Rahmen der Erstellung der F1 Planung die Möglichkeit der Optimierung nach Abstimmung mit dem verantwortlichen Planer (betroffenen Anlagenlieferanten).

[37] Parallel dazu werden die Belastungspläne mit zugehörigen Lasttabellen erstellt. Diese ent- halten die verbindlichen Belastungsangaben für die Globalstatik.

[38] Die F0-Angaben setzen den Bauteillieferanten in die Lage, die Tragglieder zu dimensionieren und die jeweiligen Schalpläne zu erstellen.

[39] Für Gebäude/Anlagenbereiche, in denen vorwiegend der Bauteilloslieferant die anlagentech- nischen Ausrüstungen liefert (z.B. Treppenturm mit Aufzug), liefert der Bauteillieferant die F0- Pläne. Diese Pläne werden zur gesamtplanerischen Prüfung dem verantwortlichen Planer übergeben.

Definition F1-Freigabe

[40] Freigabe der Werkpläne als Grundlage für die Detailstatik, Schal- und Bewehrungsplanung.

[41] Aus den F0-Plänen erstellt der Bauteillieferant Werkpläne sowie Schalpläne bzw. Stahlbau- übersichtspläne, die nach statischer Berechnung (Globalstatik) allen erforderlichen Partnern zur F1-Freigabe vorgelegt werden.

[42] Mit der F1-Freigabe müssen folgende Angaben in den Bauplänen enthalten sein:

• Für Werkpläne:

• Alle Durchbrüche ≥ 1,0 m² (insbesondere statisch relevante)

• Testat aller maßgebender Stützen, Unterzüge, Durchbrüche, Einbauteile, Achsen etc.

• Änderungen von Unterzügen, Öffnungen sind im Rahmen der F1-Freigabe noch mög- lich.

• Für Stahlbauübersichtspläne:

• Eintragung aller noch ausstehenden Träger, Trägerlagen oder Trägerverschiebungen sowie maßlicher Einschränkungen (Lichtmaß/Freiraum), Durchbrüche und Lasten.

• Testat aller Stützen, Unterzüge, Bühnenträger, Verbände, Durchbrüche, Einbauteile, Achsen etc.

• Freigabe zur Materialbestellung und zur Erstellung der Werkstattzeichnungen für den Stahlbau.

[43] Mit dem F1-Testat sind die Bauzeichnungen auf die korrekte Übernahme der Vorgaben durch den Bauplaner aus den F0-Plänen/F0-Angaben geprüft und für die Erstellung der Schal- und Bewehrungspläne bzw. Stahlbauausführungspläne freigegeben.

[44] Das statische Haupttragsystem ist damit festgelegt; es sind nur noch Änderungen, welche das statische Konzept nicht beeinflussen, möglich (Auswechslungen, zusätzliche Einbauteile

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 9 von 15

[Seite 10]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

etc.).

[45] Der Bauteillieferant muss zu diesem Zeitpunkt die sich aus dem TGA-Umfang ergebenden Angaben in allen Werkplänen mit dargestellt haben (wie z. B. Heizzentrale mit Trassierung in den Werkplänen für das Maschinenhaus).

[46] Die Werkpläne werden allen betreffenden Los-Lieferanten vorgelegt und auf ihre Belange hin (Leitungsführung, Platzbedarf der Komponenten, Schnittstellen, Kollisionen etc.) geprüft und im Rahmen der F1-Freigabe freigegeben. Ergänzungen können mit Farbstift eingetragen wer- den. Damit sind die TGA-Pläne zur Montageplanung freigegeben. Ein weiterer Prüflauf der TGA ist nicht vorgesehen.

[47] Der verantwortliche Planer erhält die Los-Lieferanten-Zuarbeiten und erteilt an den Bauteillie- feranten die Gesamt-Testierung.

[48] Nach der Freigabe F1 kann mit der Bearbeitung der Bewehrungszeichnungen begonnen wer- den.

Definition F2-Freigabe

[49] Der Bau-Los-Lieferant übernimmt die Änderungen aus den F1-Plänen und erstellt Beweh- rungspläne bzw. Stahlbauausführungspläne und reicht diese beim Prüfstatiker ein. Parallel dazu wird der Bauteillieferant die Schalpläne allen Partnern und ggf. dem Kunden vorlegen.

[50] Mit der F2-Freigabe müssen alle noch ausstehenden baurelevanten Detailangaben von den Loslieferanten in den Bauplänen eingetragen werden. Sinn der F2-Freigabe ist es, auch klei- nere Korrekturen und Ergänzungen an der Konstruktion in den Bauplänen nachzutragen.

• Für Werkpläne:

• Kleinere Öffnungen, Ergänzungen von Einbauteilen etc., welche nur geringe Änderung der Schal- und Bewehrungspläne erfordern, sind im Rahmen der F2-Freigabe möglich. Dies sind in der Regel Vergrößerung/Verkleinerung/Verschiebung von Aussparungen um geringe Maße etc.

• Für Stahlbauausführungspläne:

• Kleinere Öffnungen, Ergänzungen von Einbauteilen und Befestigungsbohrungen von Anlagenkomponenten, vereinzelte Wechsel zur Befestigung von Kabelpritschen, Rohr- leitungen können im Rahmen der F2-Freigabe noch ergänzt werden, sofern diese kei- nen Einfluss auf die Anschlussprofile mit sich bringen.

[51] Mit dem F2-Testat sind die Bauzeichnungen auf die korrekte Übernahme der Vorgaben durch den Bauplaner aus den F1-Plänen geprüft und die Schalpläne bzw. Stahlbauausführungs- pläne von den Partnern zur Bauausführung freigegeben.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 10 von 15

[Seite 11]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

Zeichnungsdarstellung

[52] Für die Darstellungen in Zeichnungen sind die Vorgaben zur Erstellung von Ausführungsplä- nen, die der verantwortliche Planer vorgibt, einzuhalten. Ergänzungen hierzu sind unter Ab- stimmung mit dem verantwortlichen Planer möglich.

Anmerkungen zum Informationsgehalt der einzelnen Begriffe

• Schalpläne enthalten Betonbauteile, i. d. R. Grundrisse, in der Untersichtdarstellung mit darin eingezeichneten Wänden aus Beton. Darüber hinaus sind für das Einschalen erfor- derliche Details sowie die Einbauteile dargestellt.

• Werkpläne zeigen alle für den Roh- und Ausbau wichtigen Angaben wie Fußbodenstär- ken, Mauerwerk, Abdeckungen von Öffnungen, Geländer, Abmessungen der einzelnen Bauteile, Aufstellung und Trassierung der Technischen-Gebäude-Ausrüstung (TGA) etc. Die Darstellung erfolgt auch in Schnittzeichnungen.

• Bewehrungspläne stellen die Armierung des Betons dar und werden nicht an die Partner versendet.

• Erdungspläne stellen die in die Betonteile einzubringenden (Fundament-) Erder dar. Diese Pläne werden auf der Grundlage der zur F2-Prüfung versendeten Schalpläne vom Los-Lieferanten E- und Leittechnik erstellt bzw. ggf. in die Bauzeichnungen eingetragen.

7.11.6 Belastungsangaben

7.11.6.1 Belastungsplan

[53] Als Grundlage für die Auslegung der Bauwerke wird je Gebäude / Ebene ein Hauptlastplan erstellt, in dem die Lasten (Einwirkungen) aus allen Fachbereichen (Maschinen-, Elektro- und Bautechnik) vollständig dokumentiert sind. Diese Lastpläne sind in der Regel Grundrissdar- stellungen, die aus Übersichtsplänen abgeleitet werden können. Sofern es die Verständlich- keit erfordert, können zusätzlich Unterlagen (z.B. Berichte, Lasttabellen und eigenständige Zeichnungen mit Lastangaben, Schnittzeichnungen) erstellt werden, auf die jedoch im Haupt- lastplan hingewiesen werden muss.

[54] An Schnittstellen der technischen Bearbeitung müssen diese Pläne auch die resultierenden Lasten aus dem darüber befindlichen (oder angrenzenden) Bauwerksteil, Anlagenteil enthal- ten (z.B. Lasten FD-Leitung, Rauchgaskanäle, HKL, Speisewasserbehälter).

[55] In dem im Anhang 3 gezeigtem Formular der Lastangaben werden für jeden Belastungspunkt die Angaben über die Bezeichnung, Lastpunkt, Lastort und die Art der Last sowie eine Angabe über die Herkunft der Lastangabe eingetragen. Um eine einheitliche Angabe der Lasten zu erhalten, gelten folgende Vorgaben.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 11 von 15

[Seite 12]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

[56] Jeder Loslieferant muss für seinen Lieferumfang Lasten angeben, unabhängig davon, ob er das jeweilige Gebäude führend bearbeitet.

7.11.6.2 Belastungsarten

Wirkungsgradständigveränderlich (Verkehrslasten)Einheit
GewichtGewichtKraft
EinzellastGQF QkN
Flächenlastgq---kN/m²
Streckenlastgqf QkN/m
Einzelmoment------M QkN/m
Druck------pkN/m²
Druckdifferenz------∆pkN/m²
Füllhöheh Gh Q---m
Temperatur---t---°C
Temperaturdifferenz---∆T---K
WindW------kN/m²
SchneeS------kN/m²

7.11.6.3 Koordinatensystem

7.11.6.3.1 Lokale Koordinatensysteme

[57] In Anlehnung an die VGB-Richtlinie (VGB-R 602 U) ist bei Angaben von Bewegungen, Kräften und Momenten das rechtsdrehende Koordinatensystem x, y, z anzuwenden. Für die im Last- plan im Grundriss ohne Richtungsangabe (Pfeil) dargestellten Lasten gilt vertikal – in z-Rich- tung zum Bauwerksfundament hin – gerichtet als positive Lastrichtung. Abweichende Last- richtungen sind durch Richtungspfeile zu kennzeichnen. Die z.B. bei veränderlichen Lasten aus Kräften möglichen Richtungswechsel sind mit Doppelpfeilen oder +/- zu bezeichnen.

[58] Wenn eine Abweichung zum hier genannten Koordinatensystem in z-Richtung notwendig ist (z.B. statisches Berechnungsprogramm), ist das abweichende Koordinatensystem auf allen betreffenden Zeichnungen darzustellen und der Hinweis „z-Richtung gegenüber VGB-R 602 U geändert“ auf der Zeichnung deutlich zu vermerken.

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 12 von 15

[Seite 13]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

Anhang

Anhang 1 Ablaufdiagramm Ausführungsplanung Anordnung und Bau

Anhang 2 Bauteil und Dokumentenerstellung grundsätzlich

Anhang 3 Belastungsangaben / Tabelle

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 13 von 15

[Seite 14]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

Anhang 1 Ablaufdiagramm Ausführungsplanung Anordnung und Bau

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 14 von 15

[Seite 15]

Revision: 03PROJEKT ZRE
C7Ausführungsstandards
C7.11Planerstellung für Ausführungsplanung

Anhang 2 Belastungsangaben/Tabelle

Bearbeiter: Dokument: Stand: Seite: ZRE C7.11 Ausführungsstandard - Planerstellung Ausführungsplanung+BCC001_03 10.02.2022 15 von 15

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung