a-VI216-Info BIM Glossar.pdf

Objektplanung Gebäude und Innenräume für Schulneubau und Sanierung

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 15.09.2026, 21:56 (Europe/Berlin)

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VI.21.6

Info BIM Glossar

für Hochbauprojekte nach der BIM Methode

Stand 11.08.2026

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Inhalt

Inhalt ............................................................................................................................................................................. 1

1 Bayern Glossar ....................................................................................................................................................... 2

2 Modellbezeichnungen ........................................................................................................................................... 5

3 buildingSMART Glossar .......................................................................................................................................... 9

DAS VORLIEGENDE GLOSSAR SETZT SICH AUS DEM BAYERNSPEZIFISCHEN GLOSSAR INKLUSIVE DER MO- DELLBEZEICHNUNGEN SOWIE DEM NACHGELAGERTEN BUILDINGSMART GLOSSAR ZUSAMMEN

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1 Bayern Glossar
Abkürzung/BegriffAbkürzung/BegriffErläuterungErläuterung
AIA Austausch Informa- tions-anforderungDie Austausch-Informationsanforderung (AIA) ist ein Dokument im BIM-Prozess, das festlegt, welche Informationen, in welcher Qualität, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Format von den Projektbeteiligten bereitzustellen sind. Sie bildet die Grundlage für die Informationslieferungen und sorgt für ein abgestimmtes, transparentes Datenmanagement im Projekt.
Am BIM-basierten Prozess beteiligtFokus auf der BIM-Methodik und den Prozessen.
Mitwirkung an einem BIM-Prozess, unabhängig davon, ob unmit-
telbar mit einem digitalen Bauwerksmodell gearbeitet wird. Dies
umfasst beispielsweise den Austausch strukturierter Informatio-
nen, die Nutzung einer gemeinsamen Datenumgebung (CDE),
das Issue-Management sowie Prüf- und Freigabeprozesse.
Am Informationspro- zess beteiligtFokus auf Informationen und Daten. Mitwirkung an der Erstellung, Bereitstellung, Prüfung, Freigabe, Nutzung oder Fortschreibung projektbezogener Informationen – unabhängig da- von, ob diese modellbasiert oder nicht modellbasiert verarbeitet werden.
Am modellbasierten Prozess beteiligtFokus auf dem digitalen Bauwerksmodell
Mitwirkung an einem Prozess, bei dem unmittelbar mit einem oder meh-
reren digitalen Bauwerksmodellen gearbeitet wird. Dies umfasst beispiels-
weise das Erstellen, Bearbeiten, Koordinieren, Prüfen oder Auswerten von
Modellen sowie die direkte Ableitung von Informationen aus diesen.
Anforderungsspezifi- sche Modelle – ASMModelle, die nur für spezifische Anwendungen, wie z.B. Berech- nungen oder Simulationen erzeugt wurden. Diese Modelle kön- nen meist nicht in ein Koordinationsmodell übernommen wer- den.
As-built Dokumenta- tionDie As-built-Dokumentation erfolgt auf Basis des digitalen Raum-
buchs und dient der Darstellung der tatsächlich ausgeführten
Bauwerksstruktur. Ein As-built-Modell ist hierfür nicht erforder-
lich.
BIM Leitfaden HochbauDownload BIM Leitfaden Hochbau Die BIM-Leitfäden richten sich vorrangig an die Beschäftigten der Staatsbauverwaltung, liefern aber auch unseren Partnern und Auftragnehmern im Bauwesen, den freiberuflichen Pla- nungsbüros und ausführenden Firmen des Baugewerbes und der Bauindustrie, hilfreiche Informationen zur Organisation und Abwicklung von staatlichen Bauprojekten mit BIM-Anwendung. Denn die BIM-Methode ist durch die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Datenmodell auch bestimmt von neuen, koopera- tiven und partnerschaftlichen Arbeitsweisen.
BIM Sicherungs- konzeptKonzept zur Umsetzung der BIM Methode aufgesetzt durch das
BIM Management
Ein BIM-Sicherungskonzept umfasst alle notwendigen Maßnah-
men, um die Qualität, Sicherheit und Verfügbarkeit von Daten
und Informationen während eines Bauprojekts zu gewährleisten.
Es stellt sicher, dass alle BIM-Daten korrekt und sicher gespei-
chert, verarbeitet und übertragen werden. Zu den wichtigsten
Bestandteilen eines BIM-Sicherungskonzepts gehören:

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- Datenbedarf
- Datenmanagement
- Datenqualität
- Zugriffsrechte und Datenschutz
- Prozesssicherheit
- Kommunikation und Zusammenarbeit
COBieCOBie- Construction Operations Building Information Exchange (frei übersetzt Gebäudeinformationsaustausch bei Baumaßnahmen) ist seit 2011 ein Teil des nationalen BIM-Stan- dards der USA „National Building Information Model“ (NBIMS- US) als Übergabeformat für alphanumerische Informationen in BIM-Projekten an den Betrieb. Im COBie-Standard können alpha- numerische Informationen, wie Bauwerkselemente, Räume und Geräte sowie zugehörige Produktinformation, Gewährleistungs- und Wartungsinformationen ohne die 3D-Geometrie des Bau- werkes ausgetauscht werden. Die mit COBie strukturierten Infor- mationen können mit IFC, per Tabellenkalkulationen oder im XML-Format (das von buildingSMART entwickelte COBieLite) ausgetauscht werden.
IAÜInbetriebnahme-, Abnahme- und Übergabeprozess
umfasst die Phasen eines Bauprojekts, in denen die Fertigstel-
lung des Bauwerks erfolgt und die Infrastruktur an den Auftrag-
geber oder Betreiber übergeben wird. Diese Schritte werden
durch den Einsatz von BIM unterstützt, um eine reibungslose
und transparente Übergabe von Informationen, Dokumentatio-
nen und Betriebsdaten sicherzustellen.
KASKennzeichnungs- und Adressierungssystem (KAS) dient der ein- deutigen Identifikation und Strukturierung von Anlagen, Be- triebsmitteln und Funktionen innerhalb eines Gebäudes, um de- ren Überwachung, Steuerung und Wartung effizient zu ermögli- chen. Gibt es keine Vorgaben von Nutzern, Betreibern oder dem Bauamt ist der KAS als gemeinsamer Standard zu verwenden.
KoordinationskörperIn allen Teil- und Fachmodellen ist ein abgestimmter Koordinati- onskörper zu verwenden. Dieser wird für alle Teil- und Fachmo- delle vom Gesamtkoordinator vorgegeben und an dem zu ver- einbarenden Koordinationspunkt platziert.
Liefergegenstand (Datadrop)Definierter Zeitpunkt, zu dem unter anderem Modelle in einem definierten Reifegrad (LOG und LOI) bereitgestellt bzw. archiviert werden.
MRL - Modellierungs- richtlinieDie Modellierungsrichtlinie des Auftraggebers (Teil oder Anlage der AIA) dient als Grundlage für die Ausarbeitung einer projekt- spezifischen Modellierungsvorgabe (Teil oder Anlage BAP). Sie beinhaltet Informationen zum grundlegenden Modellaufbau. Auf der Grundlage der MRL werden durch die Planenden projekt- relevante Festlegungen zur Modellierung unter Berücksichtigung der verwendeten Softwareprodukte getroffen und in der sog. Mo- dellierungsvorgabe festgeschrieben. Diese kann ein Teil des BAP s ein oder eigenständiger Anhang entwickelt werden.

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PKSProjekt-Kommunikations-System: Das PKS, auch virtueller Projektraum, ist i. d. R. eine webbasierte Anwendungen bzw. Cloud-Lösungen für das Projektmanage- ment. Es fördert die übergreifende Zusammenarbeit in Projekten, verbessert die Projektkommunikation und -dokumentation sowie den Datenaustausch und das projektbezogene Informationsma- nagement. Das PKS ist der Hauptbaustein einer CDE.
RGB(digitales) Raum und Gebäudebuch. Als Teil einer CDE.
Ein digitales Raum- und Gebäudebuch ist eine Plattform, die da-
bei hilft, Informationen über Räume und deren Ausstattungen zu
erfassen, zu speichern und zu verwalten. Es ermöglicht eine bes-
sere Nachvollziehbarkeit von Änderungen, verbessert insgesamt
die Kommunikation der an der Planung beteiligten und erleich-
tert die Entscheidungsfindung durch eindeutige, zentral gespei-
cherte Informationen.
SSOTSingle Source of Truth - Einzige Quelle der Wahrheit Eine "Single Source of Truth" (SSOT) ist ein Konzept in der Datenverwal- tung, das eine einzige, verlässliche Quelle für bestimmte Daten oder Infor- mationen definiert. Alle Beteiligten greifen auf die gemeinsame Daten- quelle zu, um Inkonsistenzen und Verwirrung zu vermeiden. Verlässliche und autoritative Quelle für alle wichtigen Daten gibt, auf die alle Beteilig- ten zugreifen können. SSOT sorgt dafür, dass es keine widersprüchlichen oder veralteten Daten gibt, da alle Informationen aus dieser einen Quelle stammen.

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2 Modellbezeichnungen

Die nachfolgenden Grafiken erläutern die verschiedenen Modellarten und deren Zusammenhänge im BIM-Prozess. Sie zeigen sowohl die Beziehung der Modelle untereinander als auch deren zeitliche Ein- ordnung in die Leistungsphasen. Darüber hinaus wird dargestellt, wie sich die Modelle im Projektver- lauf weiterentwickeln und welche Funktion sie in den einzelnen Projektphasen erfüllen.

Abbildung 1 Zusammensetzung einzelner Data Drops

Abbildung 2 Einordnung der Modelle zueinander

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Abkürzung/BegriffErläuterung
As-built-ModelDas As-built-Model beschreibt den tatsächlich ausgeführten Zu-
stand eines Bauwerks. Es wird aus dem Planungsmodell durch
Einarbeitung aller während der Bauausführung vorgenommenen
Änderungen erstellt. Neben den geometrischen und fachlichen
Informationen kann das Modell auch relevante Dokumente, bei-
spielsweise aus der Bauüberwachung oder Inbetriebnahme, ent-
halten. Es bildet die Grundlage für die Übergabe an den Bau-
herrn und kann als Ausgangspunkt für ein Betreibermodell die-
nen.
As-planned-ModelEin As-planned-Model ist ein digitales Bauwerksmodell, das den geplan- ten Zustand eines Gebäudes vor Baubeginn abbildet. Es enthält alle vorge- sehene Bauelemente, Ausführungsdetails und je nach Projekt zeitliche An- gaben, die für die Bauausführung und Ablaufplanung relevant sind.
As-planned-Model fortgeschriebenDas fortgeschriebene As-Planned-Model bildet den zuletzt freigege-
benen Planungsstand eines Bauwerks ab und enthält alle im Zuge von Pla-
nung und Bauausführung beschlossenen Änderungen. Es beschreibt den
geplanten Soll-Zustand nach Abschluss aller Anpassungen, ohne zwingend
sämtliche tatsächlich ausgeführten Abweichungen der Bauausführung im
Modell abzubilden. Das fortgeschriebenes As-planned Modell wird durch
weiter Informationen wie Pläne, Dokumente oder Datenbanken zur As-built
Dokumentation erweitert
Informationen in Datenbankstrukturen nach Vorgabe
BestandsmodellEin Bestandsmodell ist ein detailliertes digitales Bauwerksmodell eines bestehenden Gebäudes, das auf Basis von Vermessungen, Laserscanning oder vorhandenen Plänen den aktuellen Ist-Zustand abbildet. Das Bestandsmodell bildet die Grundlage für die weitere Planung und dient als Ausgangspunkt für die Erstellung von Fachmodellen. Es bildet auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Unterlagen (u. a. Ver- messungsdaten, Bestandspläne, Bauwerksuntersuchungen sowie ergän- zende Maßnahmen wie das Öffnen abgehängter Decken oder zusätzliche Kernbohrungen, etc.) den aktuellen Zustand des Bauwerks ab. Das Bestandsmodell wird gemäß den vertraglichen Vereinbarungen zu ei- nem definierten Meilenstein an den Auftraggeber übergeben – in der Regel zum Abschluss der Leistungsphase 1, alternativ zum Ende der Leistungs- phase 2.
Digital TwinDer Digitale Zwilling ist eine digitale Abbildung eines realen Objekts
oder einer Umgebung
- Kein reines 3D-Modell, sondern ein umfassendes Informationsmo-
dell über den gesamten Lebenszyklus.
- Zentrale Datenbasis für alle Projektbeteiligten –Betrieb und Nut-
zung.
- Dynamisches, „lebendes“ Modell im Betrieb, das sich durch KI, IoT
und Daten kontinuierlich aktualisiert.
Digitales Bauwerks-Ein digitales Bauwerksmodell ist eine digitale Abbildung eines Bauwerks, auch BIM-Modell genannt, die eine umfassende
modell | BIM-Modell

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Abkürzung/BegriffErläuterung
Sammlung relevanter geometrischer, technischer und funktiona- ler Informationen zu einem festen Zeitpunkt darstellt. Sie dienen als zentrale Datenbasis für Planung, Bau und ggf. Betrieb, er- möglichen simulationsbasierte Analysen und fördern Effizienz sowie Qualitätssicherung.
Dokumentations- modellEin Dokumentationsmodell ist ein fortgeschriebenes Bauwerksmodell,
das auf einem As Planned- oder As Built-Modell basiert. Es bildet den doku-
mentierten Zustand des Bauwerks ab und dient der langfristigen Bereitstel-
lung und Nachvollziehbarkeit aller relevanten Bauwerksinformationen so-
wie der im Lebenszyklus vorgenommenen Änderungen.
FachmodellEin Fachmodell beinhaltet die Planung eines einzelnen Fachgewerks, wie Architektur, Tragwerk, Lüftung oder Elektrotechnik. Es kann, wenn notwen- dig in Teilmodelle aufgeteilt werden.
FM-ModellEin FM- oder CAFM-Modell, auch Betriebsmodell genannt, ist ein
aus dem As Built-Modell abgeleitetes und für den Gebäudebetrieb aufbe-
reitetes Bauwerksmodell. Es dient nach der Fertigstellung des Bauwerks
der Unterstützung von Betrieb, Wartung und Instandhaltung. Das Modell
enthält alle für das Facility Management relevanten Informationen, insbe-
sondere zu technischen Anlagen, Räumen, Flächen, Wartungszyklen und
Betriebsdaten. Es unterstützt die effiziente Bewirtschaftung des Bauwerks
über dessen gesamten Lebenszyklus und bildet eine wichtige Grundlage für
Instandhaltungs-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.
Gesamtkoordinations- modellEin Gesamtkoordinationsmodell ist ein Modell, das alle Fachmodelle zusammenführt, um die Koordination zwischen den Gewerken sicherzustel- len. Es wird genutzt, um Kollisionen zu erkennen, Schnittstellen abzustim- men und Planungsfehler frühzeitig zu vermeiden. Hier liegt der Fokus auf Qualitätssicherung und Kollisionsprüfung.
GesamtmodellEin Gesamtmodell fasst alle relevanten Fachmodelle eines Bauprojekts
in einer Datei ohne Referenzen zusammen und bildet ein vollständiges Ab-
bild des Gebäudes mit allen Fachinformationen, Geometrien und Details
ab.
Es dient vor allem als Dokumentation des Gesamtzustands und als zentrale
inhaltliche Datengrundlage, z.B. für Auswertungen, Mengenermittlung,
Übergaben nach Anforderungen von Bauherrn oder Betreiber.
Das Gesamtmodell muss nicht zwingend „prüfbereit“ sein: Es können dis-
ziplininterne Konflikte oder noch ungeklärte Punkte enthalten sein, solange
der Informationsstand vollständig dokumentiert wird.
InformationsmodellEin Informationsmodell im BIM-Kontext ist ein vernetztes Informations- system, das alle projekt- und gebäuderelevanten Daten strukturiert zusam- menführt. Es basiert auf der Verknüpfung verteilter Datenquellen über Links, Schnittstellen und eindeutige Identifikatoren. Das BIM-Modell dient dabei als Navigationsebene, während Fachinformationen in ihren jeweili- gen Systemen verbleiben. Grundlage für eine verlässliche Datenbasis sind klare Verlinkungsregeln, Standardisierungen und definierte Rollen im Da- tenprozess. Insgesamt bildet das Informationsmodell ein standardisiertes, prozessgesteuertes Netzwerk, das Geometrie, Fachdaten und Dokumente konsistent für Planung, Bau und Betrieb verbindet.
KoordinationsmodellEin Koordinationsmodell ist ein Modell zur Abstimmung und Koordina-
tion zwischen verschiedenen Fachgewerken. Es dient der Vermeidung von
Konflikten und der Optimierung von Prozessen während Planung und Bau.

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Abkürzung/BegriffErläuterung
Es kann sich aus verschiedenen Modellen der folgenden Disziplinen zusam-
mensetzen z.B.:
Heizung + Lüftung
Architektur + Sanitär
Tragwerk + HKLS
etc.
ReferenzmodellEin Referenzmodell ist ein Fachmodell, das vom Objektplaner in der frühen Projektphase erstellt wird. Grundlage für das Referenzmodell sind meistens Vermessungsleistungen, 3D-Gebäudemodell und/oder 2D Pläne. Es enthält alle für die Gesamtplanung relevanten Grunddaten wie Geomet- rie, Raumstruktur, Lage, Hauptbauteile, Koordinationsköper, Achsen und wesentliche Abstimmungsparameter. Das Referenzmodell dient als ver- bindliche fachübergreifende Arbeits- und Koordinationsgrundlage für die Planung und Vertiefung aller weiteren Fachmodelle. Im weiteren Projekt- verlauf wird es fortgeschrieben, ergänzt und mit den Modellen der Fachpla- ner abgestimmt. Dadurch bildet es den zentralen Integrationspunkt und ge- währleistet die Konsistenz und Koordination aller disziplinübergreifenden Planungsinhalte.
TestmodellEin Testmodell ist ein bewusst begrenzt aufgebautes digitales Gebäude-
modell zur Erprobung des BIM-Prozesses, Datenaustauschs (z. B. IFC), Mo-
dellierungs- und Prüfregeln eines Projekts. Es stellt repräsentative Bau-
teile/Situationen dar (z. B. Treppenhaus, Bürozone, Fassadenabschnitt),
nicht das vollständige Gebäude.
Mögliche enthaltene Komponenten:
• Geometrie: Projekt-/Gebäudestruktur, Wände, Decken, Dächer,
Stützen, Treppen, Fenster/Türen, Räume/Zonen
• Information: IDs/Bezeichnungen, Klassifikation, geometrische Daten,
Materialien, Bauwerkszuordnung, Kostengruppen
• Prüf-Aspekte: Kollisionen, Attribute, LOIN-Checks, typische Fehler-
fälle

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3 buildingSMART Glossar

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BIM-Glossar

Erläuterungen der

wichtigsten Fachbegriffe des

Building Information Modeling

Amir Abbaspour

Thorsten Baum

Michael Raps

bSD Verlag

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BIM-Glossar Erläuterungen der wichtigsten Fachbegriffe des Building Information Modeling

Amir Abbaspour Thorsten Baum Michael Raps

bSD Verlag – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Über buildingSMART

Deutschland

buildingSMART Deutschland ist das Kompetenznetzwerk für digitales Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken. Als Teil der inter- nationalen buildingSMART-Community agieren wir interdisziplinär, anwender- und praxisorientiert. Mehr als 600 Unternehmen, For- schungs- und Hochschuleinrichtungen, Behörden und Institutionen der öffentlichen Hand sowie Privatpersonen aus allen Bereichen der Bau- und Immobilienwirtschaft sind Mitglied bei buildingSMART Deutschland. Sie eint das Bestreben, Digitalisierung erfolgreich mitzugestalten. Dazu engagieren sich buildingSMART-Mitglieder ehrenamtlich an der Entwicklung von offenen und herstellerneutralen Standards für digitale Methoden und Werkzeuge und bringen über buildingSMART International diese Arbeiten auf die globale Ebene. Auf regionaler Ebene sind buildingSMART-Mitglieder in Regional- gruppen organisiert und treiben über lokale und regionale Netzwerke den Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Breite voran. So wirkt buildingSMART global, national und regional aktiv daran mit, verläss- liche und anwendergerechte Rahmenbedingungen und Standards für eine erfolgreiche Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft in Deutschland zu entwickeln. www.buildingsmart.de – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Inhalt

Einführung

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Aufbau des Glossars

16 Hinweis zur Schreibweise von Model und Modell 16 Schreibweise der zusammengesetzten Begriffe 17

Aktueller Stand und Entwicklungen

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buildingSMART Deutschland e. V. [buildingSMART German Chapter] 18 buildingSMART International (bSI) 19

Internationale Allianz (zuvor Industrieallianz) für Interoperabilität (IAI) 20 Stufenplan Digitales Planen und Bauen 20 DIN 20 DIN 276 21 DIN EN ISO 16739 22 DIN EN ISO 19650 22 VDI 22 VDI 2552 23 Reformkommission Bau von Großprojekten 23 BIM-Umsetzungsniveau 25 AHO 26 HOAI 26 PB 4.0 – planen-bauen 4.0 GmbH 26

3 Inhalt – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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BIMiD Forschungsprojekt 27 Mittelstand 4.0 27 GEFMA 28 PAS 1192 28 CoBIM 28 XÖV (XML in der öffentlichen Verwaltung) 28 XPlanung 28 XBau 28

Informationsmanagement

29 Daten und Informationen 29 Asset 30 Building Information Modeling (BIM) 30 Building Information Management (BIM) 30 BIM-Prozess 31 Bereitstellungsphase [Delivery Phase] [Project] 32 Betriebsphase [Operational Phase] 32 BIM-Ziel [BIM Goal] 33 Anwendungsfall [BIM Use Case] 34 Use Case Management (UCM) 34 Entscheidungszeitpunkt [Key Decision Point] 34 BIM-Anforderungen [BIM Requirements] 35

Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) [Employer’s Information Requirements (EIR)] 35 BIM-BVB 35 Austauschanforderungen [Exchange Requirements (ER)] 36

Organisations-Informationsanforderungen (OIA) [Organisational Information Requirements (OIR)] 36

Projekt-Informationsanforderungen (PIA) [Project Information Requirements (PIR)] 36

Liegenschafts-Informationsanforderungen (LIA) [Asset Information Requirements (AIR)] 37

4 BIM Glossar – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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BIM-Abwicklungsplan (BAP) [BIM Execution Plan (BEP)] 37 Vor-BAP 38 BIM-Leistungen 38 BIM-Modellplan 38 Modellierungsrichtlinie 38 Asset Management (AMG) 38 Akteur [actor] 39 Auftraggeber [appointing party] 39 Informationsbesteller 39 Auftragnehmer [appointed party] 39 Informationsbereitsteller 39 Bereitstellungsteam [delivery team] 40 BIM-Gesamtkoordinator 40 BIM-Koordinator 40 BIM-Management/BIM-Manager 41 BIM-Nutzer 42 BIM-Autor 42 Editor 42 Informationsbestellung 42 Informationslieferung 43 Informationscontainer 44 BIM Kick-Off 44 BIM-Koordinationsbesprechung 44 Modellansichtsdefinition [Model View Definition (MVD)] 45

mvdXML (Model View Definition Extensible Markup Language) 45

gemeinsame Datenumgebung [Common Data Environment (CDE)] 46

Austausch baulich betrieblicher Gebäudeinformationen [Construction Operations Building Information Exchange (COBie)] 46

5 Inhalt – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Kollisionsprüfung [Clash Detection] 46 harte Kollision 47 weiche Kollision 47

Informations-Lieferungs-Handbuch (ILH) [Information Delivery Manual (IDM)] 48

Informations-Lieferungs-Spezifikationen (ILS) [Information Delivery Specification (IDS)] 48 alphanumerische Daten 49 Informationstransfers 49 Interaktion 50 Prozesskarte [Process Map (PM)] 50 Verantwortlichkeitsmatrix 51 modellbasiertes Mängelmanagement 51 modellbasiertes Behinderungsmanagement 51 modellbasierte Herstellkosten 52 modellbasierte LV-Menge 52 modellbasierte Mengenermittlung [Quantity Takeoff (QTO)] 52 modellbasierte Leistungserfassung 52 Regelungen für die Elektronische Bauabrechnung (REB) 53

Methodische Grundlagen

54 BIM-Modell 54 Projekt-Informationsmodell (PIM) 54

Liegenschafts-Informationsmodell (LIM) [Asset Information Model (AIM)] 55 Bestandsmodell 55 Referenzmodell 56 Koordinationsmodell 56 Fachmodell 56 Teilmodell 56 Baugrundmodell 57 As-built Model 57

6 BIM Glossar – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Revisionsmodell 57 CAFM-Modell 57 Modelchecker 58 As-built-Kontrolle 58 Laserscanning 59 Totalstation 60 Punktwolke 60 drohnen-basiertes Aufmaß 61 BIM to Field 61 Level of Development (LOD) 62 Level of Information Need (LOIN) 63 Level of Geometry (LOG) 63 Level of Detail (LoD) 65 Level of Information (LOI) 65 International Framework for Dictionaries (IFD) 66 Klassifizierungssystem 66 Lebenszyklus [Lifecycle] 66 Lebenszykluskosten [Lifecycle costs (LCC)] 67 Statuscode 67 Digitalisierungsgrad 68

Objektorientiertes Modell

70 2D 70 2,5D 71 3D 71 4D 72 5D-Modell 72 6D-Modell 73 Globally Unique Identifier (GUID) 73 Attribute 74 Attributierung 74

7 Inhalt – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Merkmal 74 objektorientierte Modellierung 75 Eigenschaft [Property] 75 Eigenschaftssatz [Property Set (PSet)] 75 Bauteil 76 Modellelement 76 Modellelementtyp 77 Entität 77 Parameter 77 Parametrisches Modellieren 77 BIM Content 78 Basismengen [Base Quantities] 78 Federation 78 IFC – Industry Foundation Classes (DIN EN ISO 16739) 79 IFC Objekt Modell [IFC Object Model] 79 IFC-Klasse [IFC Class] 79 OKSTRA 80

Werkzeuge und Schnittstellen

81 Open BIM 82 Closed BIM 82 Big BIM 82 Little BIM 83 Interoperabilität 83 offener Standard [Open Standard] 83 natives Format 83 Datenaustauschszenario [Data Drop] 84 BIM Viewer 84 Model Checker 84 3D-Marker 85 BIM Collaboration Format (BCF) 85

8 BIM Glossar – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Projektplattform 85 buildingSMART Data Dictionary (bSDD) 85 City Geography Markup Language (CityGML) 86 DesiGN file (DGN) 86 Drawing FileFormat (DWG) 86 Drawing Interchange File Format (DXF) 86 Filmbox (FBX) 87 CAFM-Connect 87 GAEB 87 IFC Exchange Format 87 IFC Specification 88 IFC Toolkit 89 IFC-Alignment 89 IFC-Bauelemente [IFC-BuildingElement] 90 Standard for the Exchange of Product model data (STEP) 91 IfcXML 92 OBJ/MTL 92 SMC 92 ConstructionProcess Integration XML (CPIXML) 92 Tagged Image File Format (TIFF) 93 Universal Types 93 Geography Markup Language (GML) 93 InfraGML 93 GroundXML 93 LandXML 93

Sonstiges

94 BIM-Strategie 94 BIM-Einführungsplan 94 Leistungsvermögen 95 Visualisierung 95

9 Inhalt – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Virtual Reality (VR) 96 Augmented Reality (AR) 96

Architecture, Engineering, Construction (AEC) / Architecture, Engineering, Construction and Operation (AECO) 97 Computer Aided Design (CAD) 97 Computer-aided Facility-Management (CAFM) 98 ERP 98 GIS 98 Assoziativität 99 Business Process Management (BPM) 99

Geschäftsprozessmodell und -notation [Business Process Model and Notation (BPMN)] 99 DMN 100 Bounding Box 101 Volumen 101 Flächenmodell 101 Volumenmodell 102 Constructive Solid Geometry (CSG) 103 Boundary Representation (BRep) 103 SweptSolid 104 Comma Separated Values (CSV) 104 Extensible Markup Language (XML) 105 Datenbank (DB) 105 Domäne 106 Metadaten 106 Prozess 106 Workflow 107

Fallverwaltungsmodellierung und -notation [Case Management Model and notation (CMMN)] 107 Versionierung 108

10 BIM Glossar – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Anhang

110 Stichwortverzeichnis 110 Abbildungsverzeichnis 118 Vorstellung der Autoren 121 Amir Abbaspour 121 Dipl.-Ing. Thorsten Baum 122 Dipl.-Ing. Michael Raps, MaS ICT 123 Impressum 124

11 Inhalt – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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[Seite 23: gedrehter Text]

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Einführung

Mit Building Information Modeling (BIM) wird die Methodik zu Pla- nung, Ausführung und Betrieb von Bauwerken mit einem partnerschaft- lichen Ansatz auf Grundlage einer zentralen Bereitstellung von Infor- mationen bezeichnet. Ein 3D-Bauwerksmodell ist hierbei zentraler Bestandteil und unterstützt die Arbeitsweise. Zu der reinen Geometrie gehört aber auch die Verwaltung von Informationen. Achtung, BIM funktioniert zwar nicht ohne Software, ist aber keine Software, sondern eine Methodik. Sie kann sowohl für die Projektsteuerung als auch für die Zusammenarbeit aller Beteiligten in allen Lebensphasen eines Bauwerks angewandt werden.

Inzwischen hat die BIM-Methodik einen guten Bekanntheitsgrad in der Baubranche erreicht, dennoch gibt es viel Unwissen, Unsicherheit und Missverständnisse. Andererseits sind auch noch Vorbehalte, Misstrauen und Widerstände vorhanden. Natürlich ist dies ein ganz normaler Zustand in einem Change-Prozess dieser Dimension. Die Einführung der BIM-Methodik ist mit einer Revolution vergleichbar, ein grund- legender Wandel, der mit großen Veränderungen für die Akteure daherkommt. Viele, oder besser alle, Baubeteiligten sind hiervon betroffen. Das macht den Wandel so schwierig, aber er lohnt sich. Alle BIM-Erfahrenen sind sich einig, dass sich diese Methodik durchsetzen wird. Der gesunde Menschenverstand reicht schon, um zu verstehen, dass ein single-source-of-truth (eine einzige Quelle der Wahrheit) ein unermesslicher Vorteil ist. Wie viele Widersprüche haben Sie in Grund- rissen zu Schnitten, zu Stücklisten, zu Leistungsverzeichnissen unter anderem erlebt? Immer mit der Konsequenz, dass aufgeklärt werden muss, was richtig ist? Im Zweifel dann mit dem Bohrhammer auf der Baustelle.

13 Einführung – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Ein ganz wesentlicher Vorteil von BIM liegt darin, dass es ein Modell gibt, aus dem alles abgeleitet wird. Zumindest wird es irgendwann einmal so sein, denn der Weg geht dorthin. Der Bauherr, die ver- schiedenen Planer, die bauausführenden Gewerke müssen alle mit- machen, damit das Big BIM alle Vorteile ausspielen kann. Aber auch am Anfang ist es sehr wohl möglich, in einem Little BIM kleine Erfolge zu erreichen. Macht es Sinn für eine Bauunternehmung ein Modell allein für eine Angebotskalkulation zu erstellen? – Ja natürlich, schon bei der ersten Änderung des Bauherrn sind die Vorteile per Knopfdruck erreicht. Das Modell ist mit einer guten Bauteil-Bibliothek schnell erstellt. Oder vielleicht ist über das Modell auch ein Nachtragspotential leichter erkennbar. Aber Nachträge aufgrund von Planungsfehlern sollen zukünftig ja gar nicht mehr nötig sein!

Volle Transparenz mit einem komplett durchgeplanten Bauwerksent- wurf helfen, einen reibungslosen Bauablauf zu ermöglichen. „build digital first“ – erst virtuell, dann real bauen! Auch, dass hier Kosten reduziert werden können, scheint einleuchtend zu sein. Wieviel? Genug, um BIM zu rechtfertigen! Und was ist mit BIM-Mehrkosten? Sollte es gar nicht geben, wir führen ja BIM gerade deswegen ein, um Kosten zu reduzieren. Es muss aber eben jeder für sich den ent- sprechenden Nutzen erkennen, nicht jeder BIM-Anwendungsfall ist für jeden sinnvoll und kostenmindernd. Und Einführungskosten wird es eben doch geben, aber Innovationskosten sind Überlebenskosten! Der Wechsel hat begonnen und er wird schneller kommen, als vielen lieb ist. Welcher Bauherr verzichtet heute noch auf eine 3D-Ansicht seiner Bestellung? Bei Küchen, Bädern, Einfamilienhäusern schon weit ver- breitet, wird das begehbare Modell zukünftig Standard sein – wer wird da mit Grundriss und Ansicht überleben?

Wozu nun das BIM-Glossar, es gibt doch schon andere Begriffs- definitionen, wie z. B. die VDI-Richtlinie 2552, Blatt 2? Nun, dieses BIM-Glossar soll keine BIM-Definition ersetzen, vielmehr möchten wir Ihnen neben der Definition auch eine ausführliche Erläuterung mit ansprechenden Beispielen geben. Sie sollen hierdurch wesentliche Fachbegriffe verstehen und dann auch in einen Kontext bringen oder abgrenzen können. Ein Ziel unserer Erläuterung ist aber auch, Ihnen die vielen Vorteile der BIM-Methodik deutlich zu machen. Wir hoffen sehr, dass uns das gelingt. Das würde uns sehr freuen. Ansonsten gilt:

14 BIM Glossar – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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sehen Sie sich die BIM-Methodik an Pilotprojekten einfach selber an, z. B. an einem BIM-Anwendertag des Vereins buildingSMART Deutsch- land e. V. – eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich dem Thema zu nähern.

15 Einführung – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Aufbau des Glossars

Um die beschriebenen Begriffe zu strukturieren und Ihnen den Einblick zu erleichtern, werden die Begriffe in folgende Bereiche untergliedert:

Κ Aktueller Stand und Entwicklungen Κ Informationsmanagement Κ Methodische Grundlagen Κ Objektorientiertes Modell Κ Werkzeuge und Schnittstellen Κ Sonstiges

Abkürzungen werden in runde Klammern gesetzt, englische Über- setzungen in eckige. Beispiel: BIM-Abwicklungsplan (BAP) [BIM Execution Plan (BEP)]

Hinweis zur Schreibweise von

Model und Modell

Im Amerikanischen, wo BIM schon sehr früh sehr verbreitet war, wird „model“ und seine Ableitungen modeling, modelchecker, etc. mit einem „l“ geschrieben. Im Englischen der restlichen Welt wird es mit zwei „l“ geschrieben: modell, modelling, modellchecker etc.

Im Deutschen wird die Abbildung eines Gegenstandes als Modell mit zwei „l“ geschrieben. Das Model, mit einem „l“, hat zwei Bedeutungen: zum einen die Person, welche sich als Gegenstand bildnerischer oder fotografischer Dar- stellung zur Verfügung stellt, zum anderen eine Hohlform zum Formen von Materialien.

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Daher wird in diesem Dokument bei englischen Begriffen zumeist das „modell“ mit zwei „l“ geschrieben, außer wenn es sich um Titel von Publikationen handelt, welche nur mit einem „l“ geschrieben werden. Bei deutschen Begriffen verwenden wir durchgängig die Variante mit zwei „l“, also „Modell“.

Schreibweise der

zusammengesetzten Begriffe

Die in diesem Glossar aufgeführten Begriffe, die aus mehreren Wörtern, Abkürzungen o. a. bestehen, werden gemäß der herrschenden Recht- schreibregeln geschrieben. Demnach werden zusammengesetzte oder aneinandergereihte Begriffe mit Bindestrichen gekoppelt. Beispiel: BIM-Ablaufplan, BIM-Gesamtkoordinator

Bindestriche werden nicht gesetzt, wenn der Begriff vollständig aus nicht-deutschen Worten oder Abkürzungen zusammengesetzt ist. Beispiel: BIM Viewer, BIM Level

Bei gemischt-sprachigen Zweifelsfällen wird die deutsche Schreibweise genutzt. Beispiel: BIM-Software (Software als ein im deutschen Sprachgebrauch allgemein genutzter Begriff), BIM-Execution-Plan („Plan“ hier in deutscher Lesart)

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Aktueller Stand und

Entwicklungen

Die Ideen, welche zu BIM geführt haben, sind in ihren Grundzügen Anfang der 90er Jahre entwickelt worden. Allererste Ideen kamen bereits mit dem CAD Ende der 70er auf. Seitdem hat sich BIM weit entwickelt, wobei ein deutlicher Schub in den letzten zehn Jahren zu verzeichnen war. Mittlerweile hat sich die BIM-Methodik etabliert und ist Stand der Technik, dies spiegelt sich auch in vielen Normen und Standards, allgemein international wie auch national, speziell auch in Deutschland wider. In diesem Kapitel geben wir einen Überblick über die in Deutschland wichtigen Organisationen, Normen und Standards.

buildingSMART Deutschland e. V. [buildingSMART German Chapter]

Das deutschsprachige Chapter von buildingSMART International (bSI) wurde 1995 auf Initiative führender deutscher Planungs-, Ausführungs- und Bausoftwareunternehmen gegründet, um die damals noch neuen modellbasierten, intelligenteren Planungsmethoden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz voranzubringen.

Wesentliche Aufgabe des Verbandes ist die Weiterentwicklung und Standardisierung des offenen, d. h. herstellerneutralen Informations- austauschs in BIM-Projekten und die Definitionen und Standardisie- rung von entsprechenden Arbeitsprozessen. Hierfür hat sich eine mehrstufige Arbeitsstruktur nach Vorbild von buildingSMART Inter- national bewährt: Round-Tables (RT), Arbeitsräume (AR), Fachgruppen (FG) und Projektgruppen (PG).

Um die Idee von Open BIM in die Breite zu tragen und den Erfahrungs- und Informationsaustausch zu befördern, organisiert der Verband Semi-

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nare und Tagungen sowie vielfältige Angebote für Netzwerken und fach- lichen Austausch auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene.

Durch professionelle Öffentlichkeitsarbeit werden Anwender und Ent- scheider in Unternehmen, Politik und Verwaltung von den Vorteilen und Chancen der Digitalisierung und insbesondere modellbasierter Methoden in der Bau- und Immobilienbranche sensibilisiert.

buildingSMART Deutschland e. V. ist ein nach dem deutschen Vereins- recht eingetragener Verein mit Sitz in Berlin. Die Vereinsmitgliedschaft steht allen Unternehmen, Forschungs- und Bildungsstätten, Ein- richtungen der öffentlichen Hand und Privatpersonen, die mit dem Bauwesen verbunden sind, offen.

buildingSMART International (bSI)

Ziel von buildingSMART International ist es, den modellbasierten Ansatz für die Optimierung der Planungs-, Ausführungs-, und Bewirtschaftungs- prozesse im Bauwesen im Rahmen der buildingSMART-Initiative (Stich- wort: Bauwerksmodell) zu etablieren. buildingSMART steht dabei für den neuen Ansatz, innovative, nachhaltige und kosteneffiziente Gebäude und bauliche Anlagen zu schaffen, indem moderne IT-Lösungen mit durchgängiger Daten nutzung für integrierte Prozesse genutzt werden. Bauwerksmodell, Abkürzung BIM (Building Information Modeling), steht dabei für die digitale Abbildung aller physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks von der Grundlagenermittlung bis zum Rückbau/Abriss. Die Grundlage für einen allgemeinen Ansatz ist die Verwendung offener Standards, insbesondere der unter ISO 16739 registrierte IFC-Standard.

Die Organisation buildingSMART wurde im Juni 1995 in den USA gegründet, kurz darauf etablierte sie sich in den deutschsprachigen Län- dern, Großbritannien, Frankreich, Skandinavien, Singapur, Japan, Korea und Australien, inzwischen auch in Spanien, Italien und China. Diese einzelnen Chapter sind unter dem internationalen Dach von buildingS- MART International vereint. buildingSMART International ist als eine Not-for-Profit-Organisation in Großbritannien registriert mit den natio- nalen Chapter nals Gesellschafter. Jedes Chapter trägt einen bestimmten Teil des Jahresbudgets. Derzeit repräsentieren die Chapter mehr als 800 Organisationen in über 30 Ländern.

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Internationale Allianz (zuvor Industrieallianz) für Interoperabilität (IAI)

Die Internationale Allianz für Interoperabilität ist die Vorläuferorganisa- tion von Building Smart. Sie wurde 1994 von führenden Softwareher- stellern der Baubranche ins Leben gerufen und hatte das Ziel, ein offenes, plattformunabhängiges und neutrales Datenformat zu schaffen, mit dem sich der Lebenszyklus eines Bauwerks virtuell nachbilden lässt.

Stufenplan Digitales Planen und Bauen

Der Stufenplan Digitales Planen und Bauen, auch als BIM-Stufenplan bezeichnet, beschreibt die stufenweise Einführung von Building Informa- tion Modeling in öffentlichen Bauprojekten in Deutschland bis zum Jahr 2020. Er hat das Ziel der Einführung moderner, IT-gestützter Pro zesse und Technologien bei Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken. Im Dezember 2015 wurde er vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unter Alexander Dobrindt veröffentlicht und sieht eine Umsetzung der BIM-Einführung in drei Schritten vor. Nach einer Vorbereitungsphase bis 2017 und einer Pilotphase bis 2020 soll BIM ab diesem Zeitpunkt in allen neuen öffentlichen Projekten zur Anwendung kommen. Der Stufenplan beschreibt hierbei auch das erforderliche Leistungsniveau und listet notwendige Maßnahmen zur Einführung auf.

DIN

Das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) ist die deutsche unab- hängige Plattform für Normung und Standardisierung in Deutschland und weltweit. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösun- gen durch Standardisierung zu unterstützen, sei es in Themenfeldern rund um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft oder im Rahmen von Forschungsprojekten. DIN wurde bereits 1917 gegründet.

Rund 35.500 ehrenamtlich tätige Experten aus Wirtschaft und For- schung, von Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaft- lich organisierter Projektmanager steuert. Die Ergebnisse sind markt-

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gerechte Normen und Standards, die den weltweiten Handel fördern und der Rationalisierung, der Qualitätssicherung, dem Schutz der Gesell- schaft und Umwelt sowie der Sicherheit und Verständigung dienen.

Auch zu BIM ist DIN aktiv, da BIM künftig nur einheitlich einsetzbar ist und im Bauwesen weltweit etabliert werden kann, wenn einheitliche nationale, europäische und internationale Normen und Standards unterstützen.

Die Definition und Ausgestaltung der offenen Schnittstellen ist Aufgabe der Normung. Dies erfolgt auf internationaler, europäischer und natio- naler Ebene.

Der Normenausschusses Bauwesen (NABau) treibt die Normungsaktivi- täten im Bereich Digitalisierung des Bauwesens voran und steht als Ansprechpartner für künftige Innovationen sowie die Weiterentwicklung der heute zu formulierenden Normen und Standards zur Verfügung.

In den eingerichteten Gremien arbeiten Experten aus verschiedenen Branchen zusammen, um den Weg für die digitale Methode zu ebnen und sie nachhaltig am Markt zu verankern.

Alle Themen rund um Building Information Modeling werden im Fach- bereich BIM strukturiert und in vier Arbeitsausschüssen bearbeitet.

DIN 276

Die DIN 276 „Kosten im Bauwesen“ gilt für die Kostenplanung im Bauwesen, insbesondere für die einheitliche Ermittlung und die Gliede- rung von Projektkosten. Dabei werden in den Kostengruppen die einzel- nen Bauteile benannt und klassifiziert. Sie erstreckt sich auf die Kosten von Hochbauten, Ingenieurbauten, Infrastrukturanlagen und Freiflächen sowie die damit zusammenhängenden projektbezogenen Kosten. Hier- durch ist es möglich, vergleichbare Kostenkennwerte für Bauprojekte zu bilden.

Die nach dieser Norm ermittelten Kosten können bei Verwendung für andere Zwecke (z. B. Vergütung von Architekten- und Ingenieur- leistungen) den dabei erforderlichen Ermittlungen zugrunde gelegt werden. Eine Bewertung der Kosten im Sinne der entsprechenden Vorschriften nimmt die Norm jedoch nicht vor.

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DIN EN ISO 16739

Die DIN EN ISO 16739 „Industry Foundation Classes (IFC) für den Datenaustausch in der Bauindustrie und im Anlagenmanagement“ definiert den Austausch von Bauwerksmodellen zwischen Software- anwendungen. Diese Norm entspricht dem von buildingSMART ent- wickelten Standard IFC4, der seit 2013 als ISO 16739, seit 2016 als EN ISO 16739 und seit 2017 als DIN EN ISO 16739 eingeführt ist.

DIN EN ISO 19650

Die DIN EN ISO 19650 „Organisation und Digitalisierung von Infor- mationen zu Bauwerken und Ingenieurleistungen, einschließlich Bauwerksinformationsmodellierung (BIM)“ besteht aus mehreren Teilen. Im ersten Teil geht es um Begriffe und Grundsätze, im zweiten um die Planungs-, Bau- und Inbetriebnahmephase, die sogenannte Projektphase. Im dritten Teil dann um die Betriebsphase und im fünften Teil um Datensicherheit. Weitere Teile sind in Planung.

Damit richtet sie sich an alle Beteiligten und spezifiziert den Austausch und die Organisation von Informationen über den gesamten Lebens- zyklus eines Bauwerks, unabhängig von Gewerk und ob Infrastruktur- oder Hoch- und Tiefbau. Sie ergänzt eine Reihe von älteren ISO-Stan- dards zu BIM und fasst diese teilweise neu zusammen. Diese allgemeinen Vorgaben, welche durch die DIN- und EN-Übernahme aus der ISO eine DIN EN ISO-Norm macht und damit auch in Deutschland verbindlich ist, werden durch die VDI 2552-Reihe weiter spezifiziert.

VDI

Der Verein Deutscher Ingenieure VDI wurde im Jahr 1856 gegründet mit dem Ziel, alle geistigen Kräfte der Technik zum gemeinsamen Wirken zu bündeln. Mittlerweile ist es der mitgliederstärkste Verein Europas für Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieure beider Geschlechter. Er ist Netzwerk und Regelsetzer, fördert den technischen Nachwuchs und bietet vielfältige Weiterbildungen an.

Ihm gehören außerdem die gemeinnützige VDI-Ingenieurhilfe, sowie die VDI GmbH an. In letzterer werden die geschäftlichen Aktivitäten gebündelt. Er teilt sich außerdem in Bezirksvereine auf. Er hat über

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2.000 Richtlinien veröffentlicht und gehört damit neben DIN zu den größten Regelsetzern in Deutschland. Die fachliche Arbeit an den Regeln wird von ehrenamtlich tätigen Expertinnen und Experten geleistet. Im Gegensatz zu DIN können die Experten auch bei einem Arbeitgeberwechsel dabeibleiben.

VDI 2552

Die VDI-Richtlinie 2552 wurde durch den Koordinierungskreis BIM des VDI initiiert. Sie befasst sich mit der Einführung von Building Informa- tion Modeling und stellt den nationalen Standpunkt in den inter- nationalen Standardisierungsaktivitäten dar. Für einen zielführenden und nachvollziehbaren Projektablauf ist ein einheitliches Verständnis von Begriffen, Abläufen und strukturierenden Bestimmungen not- wendig, auf welche zurückgegriffen werden kann.

Die Richtlinie befindet sich noch im Aufbau und unterteilt sich in einzelne Blätter, die zum Teil noch im Status „Entwurf“ veröffentlicht sind:

Κ Blatt 1 – Grundlagen Κ Blatt 2 – Begriffe Κ Blatt 3 – Modellbasierte Mengenermittlung zur Kostenplanung, Terminplanung, Vergabe und Abrechnung Κ Blatt 4 – Anforderungen an den Datenaustausch Κ Blatt 5 – Datenmanagement Κ Blatt 6 – Betrieb Κ Blatt 7 – Prozesse Κ Blatt 8 – Qualifikationen Κ Blatt 9 – Klassifikationssysteme Κ Blatt 10 – Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und BIM-Abwicklungspläne (BAP) Κ Blatt 11 – Informationsaustauschanforderungen

Reformkommission Bau von Großprojekten

Die Reformkommission wurde 2013 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ins Leben gerufen. Aufgabe der „Reformkommission Bau von Großprojekten“ war es, konkrete Hand- lungsempfehlungen zu entwickeln, um Kostenwahrheit, Kostentrans-

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parenz, Effizienz und Termintreue bei Großprojekten zu verbessern und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die öffentliche Hand als Bauherr zu stärken. Dazu hat sie den gesamten Bauprozess – von der ersten Projektidee bis zur Inbetriebnahme – auf den Prüfstand gestellt. Hintergrund waren vor allem Negativschlagzeilen bei aktuellen Groß- projekten (Berliner Flughafen, Elbphilharmonie, …)

Ausgangspunkt der im Juni 2015 vorgelegten Empfehlungen ist die Erkenntnis, dass es keinen Alleinverantwortlichen für die Fehlent- wicklung bei Großprojekten gibt. Die Komplexität von Großprojekten erfordert vielmehr einen kompetenten und leistungsstarken Bauherrn, eine intensive Planung unter Nutzung digitaler Möglichkeiten, einen ehrlichen und fundierten Umgang mit Zeit, Kosten und Risiken, klare Anreize für alle Beteiligten zur Erreichung der gleichen Ziele und eine offene Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Von der Bedarfsplanung bis zur Nutzung ist ein partnerschaftliches Zusammen- wirken der Bauherren, der Planer, der Bauunternehmer, der Berater und der Nutzer notwendig.

Um Großprojekte in Zukunft erfolgreicher zu gestalten, fordert die Reformkommission deshalb einen grundlegenden Kulturwandel bei der Planung und Realisierung von Großprojekts. Alle Projektbeteiligten sind aufgerufen, hierzu ihren aktiven Beitrag zu leisten.

Die Handlungsempfehlungen richten sich daher an alle, die von der ersten Idee bis zur Fertigstellung eines Großprojekten beteiligt sind. Auch wenn sich die Reformkommission in erster Linie mit öffentlichen Großprojekten befasst hat, können die meisten Empfehlungen auf private Großprojekte übertragen werden.

Im Endbericht sind folgende Handlungsfelder aufgeführt:

Κ Kooperatives Planen im Team Κ Erst planen, dann bauen Κ Risikomanagement und Erfassung von Risiken im Haushalt Κ Vergabe an den Wirtschaftlichsten, nicht den Billigsten Κ Partnerschaftliche Projektzusammenarbeit Κ Außergerichtliche Streitbeilegung Κ Verbindliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung Κ Klare Prozesse und Zuständigkeiten/Kompetenzzentren

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Κ Stärkere Transparenz und Kontrolle Κ Nutzung digitaler Methoden – Building Information Modeling (BIM)

Der letzte Punkt wurde dann im „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“ aufgenommen.

BIM-Umsetzungsniveau

Synonyme: Κ BIM Level Κ BIM-Niveau Κ Reifegradstufe

Mit dem BIM-Umsetzungsniveau bezeichnet man den Grad der Imple- mentierung der BIM-Methode. Die DIN EN ISO 19650 wie auch die VDI 2552 Blatt 1 haben ein ähnliches Konzept, welches international anerkannt vier Niveaus (Level) unterscheidet:

Κ Niveau 0: Kein BIM, sondern 2D-Pläne und Ansichten, sowie Listen und andere Dokumente.

Κ Niveau 1: Little BIM, jedes Gewerk, dass auf diesem Niveau ist, verwendet Bauinformationsmodelle. Diese werden aber nicht ausgetauscht, sondern nur die daraus abgeleiteten Pläne und Listen.

Κ Niveau 2: Big BIM, mindestens zwei Gewerke tauschen Bau- informationsmodelle aus.

Κ Niveau 3: Ein integriertes und ganzheitliches Bauinformations- modell (in der Cloud).

In Deutschland wurde die erste BIM-Stufe im Stufenplan des Bundes- ministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) als „BIM Leistungsniveau 1“ definiert. Die darin enthaltenen Vorgaben und Ziele sollen bis Ende 2020 für alle neuen deutschen Infrastrukturprojekte gelten.

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AHO

Der AHO, Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure und Architekten für die Honorarordnung e. V., hervorgegangen aus dem 1923 gegründeten AGO, ist der Zusammenschluss von 42 Ingenieur- und Architektenorganisationen zur Vertretung und Koordination der Honorar- und Wettbewerbsinteressen von Ingenieuren und Architekten.

Ziele des AHO sind der Erhalt und die Weiterentwicklung der Honorar- ordnung für Architekten und Ingenieure – HOAI sowie die Fortent- wicklung des Vergabe-, des Architekten- und des Ingenieurvertrags- rechts.

Zur Umsetzung dieser Ziele führt der AHO einen kontinuierlichen Dialog mit dem Gesetz- und Verordnungsgeber sowie mit den öffentli- chen und privaten Auftraggebern, um sich für ein Honorar-, Vergabe- und Vertragswesen einzusetzen, das den Interessen von Auftrag- nehmern und Auftraggebern gleichermaßen gerecht wird. Das AHO Heft Nr. 11 „Leistungsbild Building Information Modeling“ soll als Vorlage zur praktischen Anwendung der BIM-Methode dienen und die grundsätzliche Vereinbarkeit von BIM und HOAI verdeutlichen.

HOAI

Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist eine Verordnung des Bundes zur Regelung der Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen in Deutschland. Die Vergütung richtet sich unter anderem nach den Baukosten und wird nach Leistungsphasen aufgeteilt. Diese Tatsache ist bei der BIM-Einführung hinderlich, da man, z. B. bei stark standardisierten BIM-Projekten, die Leistungsphase überspringen kann. Auch die Tatsache, dass man durch einen höheren Aufwand in einer BIM-Planung Baukosten reduzieren kann, wird in der HOAI nicht berücksichtigt. Dies führt zu Reformbedarf!

PB 4.0 – planen-bauen 4.0 GmbH

Die Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens in Deutschland, die PB4.0, ist eine Initiative aller relevanten Verbände und Kammerorganisationen der Wertschöpfungskette Bau. Gegründet als nationale Plattformgesellschaft, Kompetenzzentrum und zentraler

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Gesprächspartner im Bereich Forschung, Regelsetzung und Markt- implementierung von Building Information Modeling. Die Plattform soll maßgeblich dazu beitragen, dass modernstes Digitales Bauen in allen Bereichen zum Standard wird und gilt daher auch als Teil der Modernisierungsoffensive für die weltweit tätige deutsche Bauindustrie.

BIMiD Forschungsprojekt

Das Projekt „BIMiD – BIM-Referenzobjekt in Deutschland“ war Teil der Förderinitiative „eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern“, im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“. Die Föderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erfolgte von November 2013 bis Februar 2017.

Ziel von BIMiD war es, die Building-Information-Modeling-Methode anhand konkreter Bauprojekte beispielhaft zu demonstrieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden in einem Leitfaden zusammengefasst und sollten dazu dienen, BIM insbesondere in der mittelständisch geprägten deutschen Bau- und Immobilienwirtschaft zum Erfolg zu verhelfen. Tatsächlich gilt das Projekt als Erfolg, da es plakativ die BIM-Methode anhand eines tatsächlich gebauten Bürogebäudes demonstriert. Dies ist wichtig, da die BIM-Methode bis dahin vor allem Großprojekten vorbehalten schien.

Mittelstand 4.0

Durch die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründete „Initiative Mittelstand 4.0“ sollen kleine und mittlere Unternehmen für den Wettbewerb gestärkt werden. Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung.

Mit regionalen und thematischen Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren bietet Mittelstand-Digital im ganzen Bundesgebiet kompetente und anbieterneutrale Anlaufstellen zur Information, Sensibilisierung und Qualifikation: Hier können vor allem kleine und mittelständische Unter- nehmen und Handwerksbetriebe durch Praxisbeispiele, Demonstrato- ren, Informationsveranstaltungen und den gegenseitigen Austausch die Vorteile der Digitalisierung erleben.

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GEFMA

Die German Facility Management Association, welche 1989 gegründet wurde, versteht sich als das deutsche Netzwerk der Entscheider im Facility Management (FM).

PAS 1192

Publicly Available Specification (Öffentlich frei zugängliches Doku- ment) 1192, herausgegeben durch die British Standard Institution. Besteht aus 5 Teilen, die unter anderem Aspekte des BIM Level 2 (UK) beschreiben. War Grundlage für die Erarbeitung der DIN EN ISO 19650.

CoBIM

Die finnischen Common BIM Requirements (CoBIM) beschreiben BIM-Anforderungen für Hochbauprojekte. Aufgeteilt auf 13 Dokumen- te werden verschiedene Aspekte in Leitfäden veranschaulicht.

XÖV (XML in der öffentlichen Verwaltung)

Der XÖV ist ein Standard für den elektronischen Datenaustausch der öffentlichen Verwaltung. Dazu wurden die Inhalte, welche bisher über Formulare abgefragt wurden, vereinheitlicht und können nun per Nachrichten in XML-Syntax übermittelt werden. XÖV wurde länder- übergreifend vom IT-Planungsrat beschlossen und wird von der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) verwaltet.

XPlanung

Der Standard XPlanung unterstützt den verlustfreien Austausch von teil- oder vollvektoriellen Bauleitplänen, Raumordnungsplänen und Landschaftsplänen. Die internetgestützte Bereitstellung von Plänen und planübergreifende Auswertung und Visualisierung werden mittlerweile unterstützt.

XBau

XBau ist der XÖV-Standard für den Datenaustausch der Bauaufsichts- behörden mit den Bauherren, Architektenbüros und anderen Behörden.

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Informations-

management

Das Wichtigste am BIM ist die Mitte, das I für Information. Die Infor- mationen, welche für eine fundierte Entscheidungsfindung zu allen Meilensteinen im Lebenszyklus eines Bauwerks benötigt werden, müssen in Form von Daten erhoben, verwaltet (gemanagt) und zur Verfügung gestellt werden. Daher ist das Informationsmanagement ein Kernthema der BIM-Methodik. In diesem Kapitel stellen wir Ihnen daher die verschiedenen Aspekte und Fachbegriffe vor.

Daten und Informationen

Bei Informationen handelt es sich um denjenigen Anteil einer Nach- richt, der für den Empfänger einen Wert besitzt. Benutzen beiten Wissen Bear Filtern Informationen wählen Aus meln Daten m Sa

Q Daten – Informationen – Wissen

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Um Informationen in einem Computersystem speichern und ver- arbeiten zu können, benötigt man eine formalisierte Darstellung, welche man Daten nennt. Daten sind also in einer spezifischen und dokumentierten Art gespeicherte Informationen. Damit lassen sich diese zwischen den Beteiligten in digitaler Form austauschen und weiterverarbeiten. Man sagt deshalb auch, BIM ist datenzentrisch, denn nur digitale Daten, deren Struktur zwischen den Beteiligten definiert wurde, können die Informationen transportieren.

Asset

Gemäß DIN 19650: „Element, Sache oder Entität, das bzw. die für eine Organisation einen potenziellen oder tatsächlichen Wert besitzt.“ Es beschreibt hier alle Arten von Bauwerken oder Ansammlungen von Bau- werken, egal ob Gebäude, Straßen, Kanäle, jeder Hochbau und alle Infrastruktur.

Building Information Modeling (BIM)

Mit BIM wird die Methodik zur Planung, zur Ausführung und zum Betrieb von Bauwerken mit einem partnerschaftlichen Ansatz auf Grundlage einer zentrischen Bereitstellung von Informationen zur gemeinschaftlichen Nutzung bezeichnet. Das Bauwerksmodell ist hierbei zentraler Bestandteil (Single-Source of Truth), das die Arbeits- weise unterstützt und der Verwaltung von Informationen dient (z. B. Zeit, Kosten, Nutzungsdaten). BIM ist keine Software, sondern eine Methodik, die sowohl die Projektsteuerung als auch die Zusammen- arbeit aller Baubeteiligten in allen Lebensphasen eines Bauwerks erleichtern soll.

Building Information Management (BIM)

Building Information Management ist die zentrale Aufgabe für die strategische und projektbegleitende Steuerung der BIM-Prozesse sowie die Erfüllung der BIM-Ziele. Der BIM-Manager ist die hierfür ver- antwortliche Person. Durch das Ersetzen des Begriffs Modeling durch Management wird hervorgehoben, dass die kollaborative Arbeits- methodik mit einer zentrischen Datenhaltung den eigentlichen Mehr- wert von BIM darstellt.

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BIM-Prozess

Synonym: Κ Referenzprozess

Der BIM-Prozess ist im Grunde ein (Informations-)Beschaffungsprozess und als solcher ganz analog zu traditionellen Beschaffungsprozessen.

Nach einer Bedarfsanalyse, BIM-Ziele und darauf aufbauend BIM-An- wendungen, wird eine Ausschreibung (AIA) gemacht. Die Bieter ant- worten mit einer Leistungsbeschreibung (BAP). Nach dem Zuschlag wird die Information (kollaborativ) erarbeitet und koordiniert und anschließend mit einem Data Drop geliefert. Der Besteller macht nun eine Eingangsprüfung und damit ist die Beschaffung abgeschlossen.

W BIM-Prozess

E BIM-Referenzprozess

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Bereitstellungsphase [Delivery Phase] [Project]

Synonyme: Κ Projektphase Κ Planungs- und Ausführungsphase

Gemäß DIN EN ISO 19650 wird der Lebenszyklus eines Bauwerks in zwei Phasen gegliedert. Die Bereitstellungsphase ist diejenige, in der ein Asset geplant und gebaut wird. Für die zweite Phase siehe Betriebs- phase.

R Phasen des Lebenszyklus

Betriebsphase [Operational Phase]

Die Betriebsphase ist ein Teil des Lebenszyklus eines Bauwerks, in dem das Asset genutzt, betrieben und gewartet wird. Siehe auch Asset Management.

Nach Fertigstellung eines Bauwerks wird es in die Phase des Betriebs und der Unterhaltung überführt. Eine regelmäßige und qualifizierte

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Prüfung und Inspektion von Bauwerken ist fester Bestandteil der Unterhaltung mit dem Ziel der Zustandsfeststellung der Bauwerke als Grundlage für erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen. Die Kosten des Betriebs eines Bauwerks übersteigen die Kosten der Erstellung in der Regel um ein Vielfaches, daher ist hier auch ein hohes Einspar- potential zu erwarten.

Die BIM-Methode kann in dieser Phase wesentlich durch die Bereit- stellung der nötigen Informationen unterstützen. Aber auch in der Planungsphase können bereits durch Varianten-Untersuchungen für den Betrieb Kostenreduzierungen erreicht werden.

BIM-Ziel [BIM Goal]

Über die Projektziele sind die projektrelevanten BIM-Ziele zu identi- fizieren, diese stellen das erwartete Ergebnis, das mittels Durchführung eines Prozesses unter Anwendung der BIM-Methode innerhalb einer Organisation oder eines Projekts erreicht werden soll, dar. BIM-Ziele oder dessen Ableitungen sind Bestandteil der Auftraggeber- Informations-Anforderungen. Um die Ziele erreichen zu können, werden die zur Umsetzung notwendigen BIM-Anwendungen und BIM-Anforderungen definiert.

Aus den BIM-Zielen werden die BIM-Anwendungsfälle abgeleitet.

Beispiele für BIM-Ziele:

Κ verbessertes Verständnis der Planung in der Öffentlichkeit Κ kollisionsfreie Planung Κ verbesserte Mengenermittlung Κ verbesserter Soll-Ist-Abgleich Κ Optimierung der Dokumentations- und Revisions unterlagen Κ Verbesserung der Kommunikation und Schnitt stellen koordination Κ Erhöhung der Planungssicherheit, insbesondere in Form gesteigerter Termin- und Kostensicherheit Κ Erhöhung der Transparenz (Nachverfolgbarkeit von Ent- scheidungen und Konsequenzen sowie von entstandenen Kosten) Κ damit einhergehende Minimierung von Risiken Κ Effizienzgewinn durch Verwendung des „Wie-gebaut“-Modells für den Betrieb und nach gelagerte Arbeiten

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Anwendungsfall [BIM Use Case]

Synonym: Κ BIM-Anwendung

Aus den übergeordneten BIM-Zielen leiten sich die jeweils umzu- setzenden, projektspezifischen BIM-Anwendungsfälle ab.

BIM-Anwendungsfälle sind Prozesse, die unter Verwendung von BIM- Modellen zur Erreichung der festgelegten Ziele beitragen, also eine spezielle Leistungserbringung im Projekt.

Beispiele: Κ modellbasierte Visualisierung Κ modellbasierte Kollisionsprüfung Κ modellbasierte Mengenermittlung

Hinweis auf ein ausführliches Dokument zu den BIM-Anwendungs- fällen: „BIM4INFRA2020 – TEIL 06 – Steckbriefe der wichtigsten BIM-Anwendungsfälle“ (April 2019)

In der internationalen Literatur werden BIM-Anwendungen auch als BIM Uses, BIM Use Cases oder BIM Cases bezeichnet.

Use Case Management (UCM)

Das Use Case Management bietet ein strukturiertes Vorgehen zur Entwicklung eines Information Delivery Manual (IDM) basierend auf ISO 29481-1:2016. Der Service gewährleistet eine gemeinsame Sprache und ein einheitliches Verständnis der BIM-Anwendungen (Use Cases) innerhalb der gesamten Bau- und Immobilienwirtschaft.

Entscheidungszeitpunkt [Key Decision Point]

Synonym: Κ Meilenstein

Zeitpunkt an dem eine für das Asset wichtige Entscheidung getroffen wird. Während der Bereitstellungsphase stimmen diese in der Regel mit den Übergängen der Teilphasen (z. B. gemäß HOAI) überein. Zu den Entscheidungszeitpunkten wird jeweils eine Datenübergabe (Data Drop) stattfinden.

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BIM-Anforderungen [BIM Requirements]

Die BIM-Anforderungen resultieren aus den BIM-Anwendungen. Sie beinhalten die Verantwortlichkeiten, Meilensteine, Austausch- Informationsanforderungen sowie Anforderungen an die Daten- und Modellstruktur.

Auftraggeber-Informations-Anforderungen (AIA) [Employer’s Information Requirements (EIR)]

Die Auftraggeber-Informations-Anforderungen definieren die projekt- bezogenen BIM-Anforderungen des Auftraggebers (im Sinne der Defini- tion sind auch Projektbeteiligte zu verstehen, die selber Auftragnehmer sind und Anforderungen an Unterauftragnehmer stellen). Dabei werden die für den Auftraggeber relevanten Ziele und Anwendungen, sowie die vom Auftragnehmer geforderten Leistungen und Daten berücksichtigt. Zusätzlich werden die Form und der Detaillierungsgrad der Informatio- nen definiert. Die Rollen und Verantwortlichkeiten werden frühzeitig festgelegt. Die Datenlieferung umfasst alle Zeitpunkte, Bereitstellungs- wege, Detailtiefen, Strukturen und Formate. Durch die planmäßige Bereitstellung der Informationen in der benötigten Qualität kann der Auftraggeber zu jedem Zeitpunkt informierte Entscheidungen treffen. Die AIA oder das BIM-Lastenheft sind in der Regel Teil der Vertrags- unterlagen.

BIM-BVB

BIM-BVB sind Besondere Vertragsbedingungen unter Einbeziehung der BIM-Methode. Sie beinhalten die allgemeinen Punkte der AIA, welche nicht projektspezifisch oder rein technischer Natur sind, es werden die eher organisatorischen und juristischen, aber projektunspezifischen Teile hierhin ausgelagert.

Typische Punkte der BIM-BVB sind:

Κ allgemeine Angaben zum Leistungsumfang Κ Datenformate Κ Koordination Κ gemeinsame Datenumgebung Κ Haftung

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Κ Behinderung Κ Nutzungsrechte (Urheberrecht) Κ Datensicherheit Κ Datenschutz und Vertraulichkeit

Nicht Teil der BIM-BVB sind Modellierungsrichtlinien, Meilensteine, BIM-Ziele, Anwendungsfälle etc.

Austauschanforderungen [Exchange Requirements (ER)]

Synonyme: Κ Austausch-Informationsanforderung (AIA) [Exchange Information Requirements (EIR)] Κ Informationsanforderungen [Information Requirements (IR)] Κ Informationsaustauschanforderungen (IAA)

Definition von Objekten und Objektstrukturen mit den zugehörigen Detaillierungsgraden für einen speziellen BIM-Anwendungsfall. Z. B. im Fachmodell Architektur und im Fachmodell Rohbau sollen nur bestimmte Informationen und Geometrien nach Meilenstein im Gesamtprozess erreicht werden. Diese nennen sich Austausch- anforderungen.

Organisations-Informationsanforderungen (OIA) [Organisational Information Requirements (OIR)]

Die Organisations-Informationsanforderungen beschreiben die über- geordneten strategischen Informationsbedürfnisse einer Organisation oder eines Unternehmens zur Erreichung eigener organisatorischer Ziele (z. B. die sich aus kaufmännischer bzw. betriebswirtschaftlicher Sicht ergeben).

Projekt-Informationsanforderungen (PIA) [Project Information Requirements (PIR)]

Die Projekt-Informationsanforderungen beschreiben die projektspezi- fischen Informationsbedürfnisse. Also die Informationsbedürfnisse, welche bei der Planung und Ausführung des Bauwerks gestillt werden müssen. Davon abzugrenzen sind die Organisations-Informations- anforderungen.

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Liegenschafts-Informationsanforderungen (LIA) [Asset Information Requirements (AIR)]

Die Liegenschafts-Informationsanforderungen sind Informations- anforderungen in Bezug auf den Betrieb des Assets oder der Liegen- schaft.

T Arten der Informationsanforderungen

BIM-Abwicklungsplan (BAP) [BIM Execution Plan (BEP)]

Synonyme: Κ BIM-Projektablaufplan Κ BIM-Pflichtenheft

Dokument zur Beschreibung der Umsetzung der BIM-Methode gem. AIA. Der BAP legt die Ziele, organisatorische Strukturen, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den Rahmen für die BIM-Leistungen fest und definiert die Prozesse der Austauschanforderungen. Der BAP oder das BIM-Pflichtenheft ist entweder vom Auftraggeber vorgegeben oder ist das Antwortdokument des Auftragnehmers auf die AIA.

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Vor-BAP

Synonym: Κ BAP-Entwurf

Ein vorläufiger BAP wird vom Auftragnehmer im Zuge des Angebotes erstellt.

BIM-Leistungen

BIM-Leistungen sind diejenigen Leistungen, die unter der Verwendung von BIM-Methoden erbracht werden.

BIM-Modellplan

Der BIM-Modellplan definiert Disziplinen und Projektphasen bezogen den Informationsgehalt (LOI) und die Detailqualität (LOD) der Bau- werksmodelle.

Modellierungsrichtlinie

Die Modellierungsrichtlinie definiert, wie die Modelle aufgebaut wer- den sollen. Nach welchen Kriterien Bauteile unterteilt werden, welchen Detaillierungsgrad, geometrisch und informativ, die Bauteile haben sollen. Die Richtlinie ist projektspezifisch und phasen- sowie gewerke- spezifisch im Rahmen der Erstellung von BIM-Abwicklungsplänen zwischen den Projektbeteiligten zu vereinbaren und umzusetzen. Mehr Details hierzu finden sich in der VDI 2552 Blatt 4.

Asset Management (AMG)

Das Asset Management bezeichnet die Verwaltung von Assets (siehe Asset). Es bezeichnet daher auch die Betriebsphase gemäß DIN EN ISO 19650.

Synonyme: Κ Facility Management (FM) Κ Property-Management (PM)

Facility Management ist die englische Bezeichnung für Liegenschafts- verwaltung oder Gebäudemanagement. Property-Management

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bedeutet performanceorientierte Bewirtschaftung von Bauwerken. Dabei liegen die Betreuung von Mietern und Nutzern, Mietvertrags- management sowie die Vergabe an externe Dienstleister und deren Überwachungen in der Verantwortung des FM/PM.

Akteur [actor]

In DIN EN ISO 19650 wird jeder Beteiligte als Akteur bezeichnet. Gemeint sind neben natürlichen Personen auch juristische wie Firmen Arbeitsgruppen und ähnliche.

Auftraggeber [appointing party]

Die juristische Person, welche einen Auftrag erteilt. Gemeint sind nicht nur Bauherren, sondern alle Beteiligten, welche (Unter-)Aufträge erteilen, sei es für Planung oder Ausführung oder Betrieb.

Informationsbesteller

Als Informationsbesteller bezeichnet man den Auftraggeber von Informationslieferungen, z. B. über Arbeiten, Waren oder Dienst- leistungen. In einigen Ländern kann der Informationsbesteller als Auftraggeber, Eigentümer oder Arbeitgeber bezeichnet werden, aber der Informationsbesteller ist nicht auf diese Funktionen beschränkt, bei einer Untervergabe wird der ursprüngliche Informationsbereitsteller auch zu einem Informationsbesteller.

Auftragnehmer [appointed party]

Die juristische Person, welche einen Auftrag annimmt. Gemeint sind nicht nur Bauausführende, sondern auch Planer und Betreiber.

Informationsbereitsteller

Als Informationsbereitsteller bezeichnet man den Lieferanten von Informationen, z. B. über Arbeiten, Waren oder Dienstleistungen. Da eine Informationslieferung auch mehrere Gewerke oder große Informationsmengen umfassen kann, wird üblicherweise ein Bereit- stellungsteam mit einem federführenden Informationsbereitsteller benannt.

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Bereitstellungsteam [delivery team]

Das Bereitstellungsteam ist dafür verantwortlich, eine Informations- lieferung durchzuführen.

Wenn das Bereitstellungsteam nicht nur aus einer Organisation besteht, unterscheidet man üblicherweise zwischen dem federführenden Informationsbereitsteller und den beteiligten Informationsbereit- stellern. Die Größe und Struktur der einzelnen Bereitstellungsteams richtet sich nach dem Umfang und der Komplexität des Asset Manage- ments oder der Projektabwicklung. Je nach Umfang und Komplexität der Informationslieferung können auch mehrere Bereitstellungsteams für Teillieferungen eingesetzt werden. Das Bereitstellungsteam kann von dem Informationsbesteller oder vom federführenden Informations- bereitsteller zusammengestellt werden.

BIM-Gesamtkoordinator

Der BIM-Gesamtkoordinator ist ein Projektbeteiligter in Großprojekten, der alle Fach- bzw. Teilmodelle eines Bauvorhabens zu Koordinations- zwecken zusammenführt. Er prüft das Modell in unterschiedlichen Abhängigkeiten. Er prüft unterschiedliche Gewerke miteinander. Die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators ändert sich je nach Schwerpunkt im Projekt bei dem jeweiligen Gewerk. Als Beispiel im normalen Hochbau bei Architekten, im Krankenhausbau beim TGA-Planer und beim Brückenbau beim Tragwerksplaner.

Hinweis: Den Begriff des Gesamtkoordinators existiert in den Normen nicht, dort ist es sprachlich einfach ein weiterer BIM-Koordinator.

BIM-Koordinator

Synonym: Κ Informationskoordinator

BIM-Rolle, die i. d. R. durch den Fachplaner ausgeführt wird. Der BIM- Koordinator übernimmt die Verantwortung für die Umsetzung der vertraglich festgelegten Ziele/BAPs und deren operative Umsetzung. Hierdurch stellen sie eine übergeordnete Rolle des Auftragnehmers dar und koordinieren den BIM-Autor des eigenen Gewerks.

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Obwohl so nicht in den Normen vertreten, wird häufig zwischen dem BIM-Fachkoordinator und dem BIM-Gesamtkoordinator unterschieden.

Während der BIM-Fachkoordinator vorrangig sein eigenes Fachmodell auf deren Qualität prüft, führt der BIM-Gesamtkoordinator alle Fach- modelle zusammen und prüft diese auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Verschneidung der Bauteile. Häufig übernimmt der Architekt die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators.

BIM-Management/BIM-Manager

Synonym: Κ Informationsmanager

BIM-Rolle, die ausschließlich durch den Bauherrn besetzt ist. Der BIM-Manager ist für die Einschätzung von Bedürfnissen und Heraus- forderungen des Unternehmens und deren Projektabwicklung ver- antwortlich. Er ist als Ansprechpartner des Bauherrn in direktem Kon- takt mit den BIM-Koordinatoren und stimmt sich über bevorstehende Aufgaben und Prozesse regelmäßig ab. Grundsätzlich koordiniert der BIM-Manager die digitale Projektabwicklung und Ausführung und definiert Ziele und Anforderungen für jedes Projekt.

Auftraggeber

BIM-Manager Projektsteuerer

BIM-Koordinator/ BIM-Gesamtkoordinator

Objektplaner

BIM-Koordinator BIM-Koordinator

Fachplaner Ausführende Firma

Z BIM-Manager und -Koordinatoren

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BIM-Nutzer

Synonym: Κ Informationsnutzer

Projektmitglied, das das Datenmodell ausschließlich zur Informations- gewinnung nutzt und dem Modell keine Daten oder Informationen hinzufügt. Der BIM-Nutzer ist derjenige, der im Use Case Prozess die Verantwortung für die jeweiligen Tasks übernimmt, um die BIM-Meilen- steine oder Use Cases zu erreichen.

BIM-Autor

Synonym: Κ Informationsautor

BIM-Rolle, die i. d. R. durch den Fachplaner ausgeführt wird. Der BIM- Autor erstellt und bearbeitet in Abstimmung mit dem BIM-Koordinator das BIM-Fachmodell. Jeder Fachplaner hat hierzu eigene BIM-Autoren, die entsprechend ihres Gewerks BIM-Fachmodelle erstellen. Hierzu zählen beispielsweise Architekten und Ingenieure, welche zusätzlich zur Bauteilerstellung, auch entsprechende Bauteilattribute anlegen. Ihm allein obliegt somit die Datenhoheit. Welche Attribute und in welcher Detailtiefe einzutragen sind, ist dem LOIN der AIA zu entnehmen.

Editor

Synonym: Κ Autorensystem

Unter einem Editor oder auch Autorensystem versteht man eine Soft- ware zur Erstellung, Betrachtung und Veränderung von Bauwerks- modellen.

Informationsbestellung

Vereinbarung über die Bereitstellung von Informationen, die Arbeiten, Waren oder Dienstleistungen betreffen.

Üblicherweise wird eine Informationsbestellung über eine AIA aus- geschrieben und mittels eines BAP die Informationslieferung vertraglich

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festgeschrieben. Häufig werden mehrere Informationsbestellungen phasenweise zusammengenommen, speziell wenn es Abhängigkeiten zwischen den Informationslieferungen gibt. Auf die gemeinsame AIA gibt es dann eine oder mehrere BAP welche zu koordinieren sind.

U Informationsbestellung und Lieferung

Informationslieferung

Eine Informationslieferung bezeichnet die Lieferung der Informationen gemäß dem BAP. Diese Informationslieferung geschieht zu einem definierten Meilenstein. Vorher werden üblicherweise die zu liefernden Informationen bereits dem Informationsbesteller unverbindlich zur Verfügung gestellt, damit mehrere Informationsbereitsteller koordiniert werden können. Die Informationslieferung ist der formale Abschluss der Informationsbeschaffung.

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Informationscontainer

Synonym: Κ BIM Container

Ein Informationscontainer fasst mehrere Informationen, z. T. aus verschieden Modellen, für eine Informationslieferung zusammen. Damit lassen sich zusammengehörige, verknüpfte Informationen mittels einer Speicherstruktur (Datei, Verzeichnis oder Datenbankein- trag) übertragen. Es existieren (sind zurzeit in der Normung) definierte Strukturen wie ein Informationscontainer aufgebaut wird.

BIM Kick-Off

Synonyme: Κ BIM-Startbesprechung Κ BIM-Auftaktveranstaltung

Einführungsveranstaltung für alle an einem BIM-Projekt beteiligten Kooperationspartner. Es wird empfohlen, Einführungsveranstaltungen auch vor der generellen Einführung der BIM-Methode im Unternehmen durchzuführen.

BIM-Koordinationsbesprechung

Regelmäßig durchgeführte Koordinationsbesprechung, bei der dem Auftraggeber und dem Projektteam oder Projektbeteiligten bzw. Projektverantwortlichen mittels BIM-Methode der aktuelle Projekt- stand präsentiert und diskutiert werden kann. Die Koordinations- besprechung findet in unterschiedlichen Phasen statt: in Planungs- besprechungen mit den verantwortlichen Fachplanern, in Werk- und Montagebesprechungen mit den ausführenden Firmen.

Hierbei werden vorrangig BIM-Modelle genutzt, die am Monitor oder per Beamer betrachtet werden. In großen Projekten kommen auch VR-Räume zum Einsatz.

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I Ablauf einer Koordinationsbesprechung

Modellansichtsdefinition [Model View Definition (MVD)]

Eine Modellansichtsdefinition (MVD) ist eine herstellerneutrale compu- terinterpretierbare Definition einer Austauschanforderung. MVDs sind ein Schema von IFC und definieren die Teilmengen des IFC-Datenmo- dells, die notwendig sind, um die spezifischen Datenaustausch-Anfor- derungen im Bauwesen während eines Bauvorhabens zu unterstützten. Es handelt sich also um ein Subset der IFC-Spezifikation. Die Modell- ansichtsdefinition stellt eine Anleitung für alle IFC-Ausdrücke (Klassen, Attribute, Beziehungen, Eigenschaftssätze, Mengendefinitionen, etc.) zur Verfügung, die in einem bestimmten Anwendungsbereich verwen- det werden und vorhanden sein müssen. Sie beschreibt auch das Pflich- tenheft für die Umsetzung der IFC-Schnittstelle in einer bestimmten Software.

mvdXML (Model View Definition Extensible Markup Language)

Dateiformat in welchem eine MVD maschinenlesbar gespeichert werden kann. Sie dient auch zur Überprüfung der Vollständigkeit bei einer Datenübergabe, indem sie als Prüfregeln interpretiert werden. Die aktuelle Version ist mvdXML 1.1.

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gemeinsame Datenumgebung [Common Data Environment (CDE)]

Synonym: Κ Kollaborationsplattform

Digitale Plattform, die zur gemeinsamen Datenablage und zum verein- fachten Datenaustausch dient. Anders als bei reinen Projektplattformen kann bei einer CDE sowohl der Upload von 2D-Plänen und Dokumen- ten als auch von BIM-Fachmodellen erfolgen.

Austausch baulich betrieblicher Gebäudeinformationen [Construction Operations Building Information Exchange (COBie)]

COBie ist ein Datenschema, das in einem Tabellenkalkulationsdaten- format geliefert wird und eine "Teilmenge" der Informationen eines Gebäudemodells für das FM enthält (alle, außer grafischen Daten und daher eine Teilmenge von IFC). Es wurde ursprünglich von der US Army Engineering Corps entwickelt. Im Verlauf eines Projekts können Daten aus verschiedenen Quellen (auch außerhalb von CAD-Programmen) hinzugefügt werden, die sich auf Entwurf, Bau, Betrieb, Sanierung oder Abriss beziehen. All diese können mittels COBie ausgetauscht werden.

In COBie können alphanumerische Informationen aus BIM-Modellen, wie Bauwerkselemente, Räume und Geräte sowie zugehörige Produkt- information, Gewährleistungs- und Wartungsinformationen ohne die 3D-Geometrie des Bauwerkes ausgetauscht werden. COBie ist seit 2011 nationaler BIM-Standard in den USA, seit 2014 britischer „Code of Practice“ (BS 1192-4) und seit 2016 in Großbritannien verpflichtend bei allen öffentlichen Bauprojekten anzuwenden.

Kollisionsprüfung [Clash Detection]

Verfahren zur (teil-)automatisierten Prüfung von räumlichen Über- schneidungen von Modellelementen eines oder mehrerer Fachmodelle zur Plausibilitätsprüfung und zur Vermeidung von Kollisionen. Bei der Komplexität und Vielzahl von Gewerken an einem Großprojekt sind mehrere Tausend Kollisionen im Bereich der Planung nicht ungewöhn-

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lich. Es ist aber unbedingt notwendig, im Zuge der vertieften Planung die Kollisionen möglichst gänzlich zu beseitigen, da verbleibende Implausi- bilitäten den Bauprozess erheblich stören werden. Man unterscheidet zwischen harten und weichen Kollisionen. Wobei mit weichen Kollisio- nen Überschneidungen in Arbeits- und Freiräumen gemeint sind. Harte Kollisionen betreffen Überschneidungen von festen Körpern.

O Kollision zwischen Tragwerk und Lüftung

harte Kollision

Negatives Ergebnis der Kollisionsprüfung in einem Model Checker, bei welcher eine Verschneidung von mehreren Bauteilen festgestellt wird. Dabei kann die Verschneidung sowohl innerhalb eines Fachmodells auftreten als auch zwischen mehreren. Bei der harten Kollision handelt es sich um eine geometrische Überschneidung von Elementen. Alle erkannten harten Kollisionen werden im Modell verortet und können gefiltert betrachtet werden.

weiche Kollision

Negatives Ergebnis der Kollisionsprüfung in einem Model Checker, bei welcher eine eingegebene Prüfregel nicht eingehalten werden kann. Dabei kann die Regelprüfung sowohl innerhalb eines Fachmodells auftreten als auch zwischen mehreren. Bei der weichen Kollision handelt

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es sich um die Verletzung geometrischer Abstände zwischen Elementen. Die Elemente überschneiden sich nicht, haben aber nicht genügend Abstand. So können beispielsweise Abstandsregeln einzelner Bauteile zueinander geprüft werden. Ein praktisches Beispiel hierzu wäre: Eine Tür soll 90° geöffnet werden können und aufgrund eines Heizkörpers kann die Tür nur 30° geöffnet werden. Alle erkannten weichen Kollisio- nen werden im Modell verortet und können gefiltert betrachtet werden.

Informations-Lieferungs-Handbuch (ILH) [Information Delivery Manual (IDM)]

Ein Informations-Lieferungs-Handbuch (IDM – Information Delivery Manual) klärt die vertraglich vereinbarte Leistung der Beteiligten, definiert also, was an Information vom wem zu erbringen ist. Neben den vertraglichen Leistungen (contracted exchange) werden im IDM auch Regeln (business rules) für die Zusammenarbeit aufgestellt, die z. B. die Anzahl der Parameter auf eine sinnvolle handhabbare Größe beschränken. Die IDM klärt, dass die Teilnehmer inhaltlich in der Lage sind, die zur Erfüllung der Meilensteine nötigen Informationen zu liefern. Bis zu diesem Punkt sind die Anforderungen vollkommen losgelöst von Softwarefragen, d. h. man könnte diese Anforderungen mit jedem möglichen Format bedienen.

Informations-Lieferungs-Spezifikationen (ILS) [Information Delivery Specification (IDS)]

Eine Information Delivery Specification (IDS) ist ein computerinterpre- tierbares Dokument, das die Austauschanforderungen des modell- basierten Austauschs definiert. Es definiert, wie Objekte, Klassi- fikationen, Eigenschaften und auch Werte und Einheiten geliefert und ausgetauscht werden müssen. Dabei kann es sich um eine Kombination aus Industry Foundation Classes (IFC), Domänenerweiterungen und zusätzlichen Klassifikationen und Eigenschaften handeln (nationale Vereinbarungen oder firmenspezifische; entweder in bSDD oder an anderer Stelle gespeichert). Dies ist der Standard, den man zur Defini- tion seines Informationsbedarfs verwenden kann. Er bringt die Validie- rung von IFC zum Kunden, zum Modellierer und zu den Software-Tools, die (automatisierte) Analysen durchführen. Es ist eine Kern-

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komponente, die als Vertrag verwendet werden kann, um die richtigen Informationen zu liefern. Sie ist in der Lage, lokalisierte und anwendungsspezifische Anforderungen für Projekte und Anlagen- portfolio zu erstellen. Das IDS ist die Lösung für vorhersehbare und zuverlässige Datenaustausch-Workflows.

Eine IDS wird:

Κ in der Lage sein, Anforderungen auf Instanzenebene zu definieren, Κ mit bSDD-Konzepten, -Eigenschaften und -Domänen verknüpft werden können, Κ in der Lage sein, Eigenschaften und spezifische Klassifikationen zu spezifizieren, Κ maschinenlesbar sein, um in Autorentools geladen werden zu können, um sowohl Anwendern als auch Softwaretools die Gene- rierung, Validierung und korrekte Abbildung interner Daten auf die gewünschte Ausgabe zu erleichtern, Κ maschinenlesbar sein, um eine automatische Validierung von IFC anhand der Anforderungen zu ermöglichen, Κ auf Industriestandard-Technologien basieren, um mit generischen Parsern arbeiten zu können, Κ erweiterbar sein.

alphanumerische Daten

Nicht grafische Informationen im Bauwerksmodell, wie die Bauteil- namen, ihre Systembeziehungen und andere Attribute werden allgemein als alphanumerische Daten bezeichnet. Sie liefern die Informationen und Attribute der Bauteile und sind die Grundlage für die gewünschten Use Cases.

Informationstransfers

Das NIBS (National Institute of Building Sciences) hat eine Reihe von Informationstransfers definiert, die jeweils auf bestimmte Use Cases abgestellt sind und eine eigene „Ansicht“ des IFC-Schemas erfordern. Beispiel dazu sind: COBie, BAMie, etc. (evtl. Ergänzung mit MVD)

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Interaktion

Bei der BIM-Methodik bezeichnet eine Interaktion die Handlungen zwischen zwei Rollen, die für das Zustandekommen einer Informations- lieferung relevant ist. Eine Interaktion kann innerhalb einer Phase oder über mehrere Projektphasen hinweg stattfinden. Die Interaktionen können wiederholt werden. Sie werden üblicherweise in Interaktions- karten (auch Interaktionsplan) festgehalten.

Q Interaktionsplan

Prozesskarte [Process Map (PM)]

Synonym: Κ Prozess-Diagramm

Eine Prozesskarte (Process Map) ist ein Planungs- und Management- werkzeug um Prozesse zu dokumentieren. Gemäß Information Delivery Manual (IDM) wird der Prozess mit den Beteiligten graphisch visuali- siert. Bei Verwendung von BPMN ist der Prozess anschließend auch maschinenlesbar und kann damit auch mit Computersystemen nachver- folgt und mit Modellen und den zu liefernden Informationen verknüpft werden.

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QQ Prozesskarte

Verantwortlichkeitsmatrix

In der Verantwortlichkeitsmatrix des Bereitstellungsteams im BAP muss festgehalten werden, welche Informationen produziert werden sollen, wann und mit wem diese auszutauschen sind und wer für die Erzeugung verantwortlich ist.

modellbasiertes Mängelmanagement

Prozess, der den Workflow der Mängelbeseitigung direkt am Modell verknüpft darstellt. In der Regel werden hierzu Tablets oder Laptops genutzt, Fotos direkt im Modell angehängt und der Mangel im Modell genau lokalisiert, was bei der Mängelbeseitigung wichtig ist.

modellbasiertes Behinderungsmanagement

Prozess, der den Workflow zu Behinderungsanzeigen direkt am Modell verknüpft darstellt. Eine Behinderungsanzeige wird von einem Auftrag- nehmer gestellt und soll den gestörten Bauablauf verhindern bzw. dokumentieren. Wie beim Mängelmanagement werden hier Tablets oder Laptops genutzt, Fotos direkt im Modell angehängt und im Modell genau lokalisiert.

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modellbasierte Herstellkosten

Durch die Verknüpfungen des Mengenansatzes mit dem Modell können die Einzelkosten der Teilleistungen und die Baustellengemeinkosten errechnet werden. Die Herstellkosten sind dann wie üblich die Summe der Einzelkosten der Teilleistungen (EKT) zuzüglich der Baustellen- gemeinkosten (BGK). Man geht bei dieser Methode von einer höheren Genauigkeit der EKT aus, was zu einem verringerten Mengenrisiko und damit Kostenrisiko führt.

modellbasierte LV-Menge

Durch die Zuordnung von Objektmengen des Modells zu Leistungs- verzeichnispositionen kann aus dem Modell eine LV-Menge erstellt werden. Achtung: hierbei handelt es sich nicht um VOB-Mengen, die z. B. kleine Öffnungen übermessen, sondern um exakte Mengen! Das Ermitteln von Mengen ist ohne BIM-Modell ein zeitintensiver Prozess, der insbesondere bei Änderungen sehr viel Nacharbeit erfordert, daher ist dieser Anwendungsfall bei sich ändernden Aufgabenstellungen sehr bedeutsam.

modellbasierte Mengenermittlung [Quantity Takeoff (QTO)]

Ein sehr großer Vorteil der BIM-Methode ist die genaue Mengen- ermittlung. Diese kann in der Kalkulation, der Bauabrechnung aber auch beim Bestellvorgang genutzt werden. Neben der deutlich schnelle- ren Mengenermittlung, wird auch eine deutlich verbesserte Genauigkeit gesehen. Die Möglichkeit der direkten visuellen Kontrolle der Mengen im Modell, erhöht die Mengensicherheit und dient der Fehlerver- meidung. Die Darstellung der Mengen im Modell und dessen Bezug zu LV-Positionen erhöhen die Transparenz zum Bau-Soll.

modellbasierte Leistungserfassung

Wenn die LV-Leistungen mit dem Modell verknüpft wurden, kann die Leistungsmeldung auch über das Modell erfolgen. Dies ist in vielen Fällen deutlich transparenter und schneller.

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Regelungen für die Elektronische Bauabrechnung (REB)

Die REB wurden bereits 1979 in Deutschland zur Rationalisierung des Baugeschehens etabliert. Ziel war eine schnellere, wirtschaftlichere Bauabrechnung. Zur Vereinheitlichung der Verfahren und um die Datenübergabe zu ermöglichen, wurden Verfahrensbeschreibungen entwickelt. Diese beinhalten einheitliche und eindeutige Regelungen für geometrische Lösungen und typische Berechnungsaufgaben. Die Verfahrensbeschreibungen unterstützen die Berechnungen in jeder Phase des Baugeschehens. Bei Beachtung dieser Verfahrens- beschreibungen wird erreicht, dass verschiedene Partner bei unabhängig voneinander durchgeführten Berechnungen mit identi- schen Ausgangsdaten das gleiche Ergebnis im Rahmen einer fest- gelegten Toleranz erzielen.

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Methodische

Grundlagen

Dieses Kapitel zeigt das Zusammenspiel der verschiedenen Modelle und deren Detaillierung auf. Bei BIM geht es zurzeit nicht darum, ein großes, monolithisches Gesamtmodell zu haben, in dem alle Beteiligten direkt arbeiten, sondern dass gewerke- und rollenspezifisch die Teil- und Fachmodelle zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Qualität, also geometrische und alphanumerische Informationen, zur Verfügung stehen.

BIM-Modell

Eigentlich BI-Modell. Digitales dreidimensionales objektorientiertes Modell eines Bauwerks, welches mit Daten angereichert ist und zur Nutzung der BIM-Methodik genutzt werden soll. Es gibt verschiedene Unterkategorien, die sich hinsichtlich ihrer Verwendung unterscheiden, wie z. B. Fachmodell, Teilmodell, Bestandsmodell, Koordinierungs- modell. Unter dem Begriff „Daten“ sind z. B. zusätzliche Bauteil-, Zeit- und Kosteninformationen gemeint.

Projekt-Informationsmodell (PIM)

Informationsmodell für die Bereitstellungsphase. Da die Bereit- stellungsphase sowohl die Planung als auch den Bau des Assets umfasst, wird das PIM aus mehreren Iterationen von Teilmodellen bestehen. Das PIM wird am Ende der Bereitstellungsphase mit der Inbetriebnahme des Assets in ein Liegenschafts-Informationsmodell (LIM) überführt.

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QW Darstellung der Teilmodelle nach Fachdisziplin

Liegenschafts-Informationsmodell (LIM) [Asset Information Model (AIM)]

Informationsmodell für die Betriebsphase. Bei Inbetriebnahme des Gebäudes wird das Projekt-Informationsmodell (PIM) in ein Liegen- schafts-Informationsmodell (LIM) überführt.

Bestandsmodell

Das Bestandsmodell wird in der Regel zu Beginn einer Maßnahme erstellt, und bildet den Istzustand eines Bauwerks bis zum gewählten Fertigstellungsgrad ab. Das As-built Model ist eine spezielle Form des Bestandsmodells, da es Grundlage für eine weiterführende Maßnahme sein kann.

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Referenzmodell

Das Referenzmodell ist ein nicht bearbeitbares Modell, das als räum- licher Bezug bei der Erstellung eines weiteres Teil- oder Fachmodells dient.

Koordinationsmodell

Synonyme: Κ Koordinierungsmodell Κ Prüfmodell Κ Gesamtmodell

Das Koordinierungsmodell ist ein digitales Modell, das aus mehreren Fach- und/oder Teilmodellen zum Zweck der Abstimmung zusammen- gefügt wird. Das Koordinierungsmodell dient der Abstimmung der beteiligten Gewerke bzw. Disziplinen und insbesondere der Kollisions- prüfung und Gesamtsicht. Das Koordinierungsmodell wird daher regel- mäßig neu erstellt.

Fachmodell

Fachmodelle sind disziplin- bzw. gewerkespezifische Modelle einzelner Beteiligter an einem Bauwerk. Beispiele für Fachmodelle sind Trag- werksmodell, TGA-Modell, Trassenmodell, Baugrundmodell, Massiv- baumodell. Die Fachmodelle können im Koordinationsmodell temporär zusammengeführt werden, z. B. zur Kontrolle von Kollisionen oder zur Bildung von Gesamtsichten.

Fachmodelle können auch weiter aufgeteilt sein, z. B. das TGA-Modell (Technische Gebäudeausrüstung) in Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär, Elektro u. dgl.

Teilmodell

Mit einem Teilmodell bezeichnet man einen definierten Ausschnitt eines Fachmodells. Die Aufteilung eines sehr großen Gesamtmodells in Teil- modelle geschieht in der Regel aus Gründen der Performance, Speicher- größe bzw. organisatorischen Gründen. Beim gleichzeitigen Bearbeiten kann es zu Problemen kommen, die man so umgehen möchte.

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Baugrundmodell

Das Baugrundmodell, welches den Baugrund sowie das Gelände beschreibt, wird insbesondere für Setzungsberechnungen und Gründungsberechnungen benötigt. Es beinhaltet geometrische Daten, wie z. B. Höhen- und Tiefenlage der Geländeoberfläche und Boden- schichten sowie Bodenkennwerte des Baugrundes basierend auf geo- technischen Auswertungen. Das Baugrundmodell kann auch zur Ermittlung des verschiedenen Bodenabtrags für große Infrastruktur- maßnahmen wertvolle Informationsquelle sein.

As-built Model

Ein As-built Model ist ein BIM-Modell, das dem endgültig gebauten Bauwerk entspricht. Es entsteht durch das im Zuge der Ausführung angepasste Bauwerksmodell, das den Istzustand bis zum gewählten Detaillierungsgrad in Gänze widerspiegelt. Es enthält alle wichtigen grafischen und nicht grafischen Informationen zum Bauwerk, zusätzlich kann es verknüpfte Dokumente der Bauüberwachung, die für die Gewährleistung und den Betrieb des Bauwerks erforderlich sind ent- halten. Das As-built Model kann als Grundlage für das Betreibermodell dienen.

Revisionsmodell

Im Revisionsmodell werden im Zuge der Ausführung Revisions- informationen aus der Ausführungsplanung hinterlegt. Die Objekte im Modell werden, entgegen einem As-built Model, nicht an den realisier- ten Istzustand angepasst, sondern das Modell wird lediglich mit Infor- mationen bzw. Anmerkungen zu den entstandenen Abweichungen angereichert.

CAFM-Modell

Das Computer-Aided-Facility-Management-Modell (CAFM-Modell) stellt den Teil der über die Betriebsphase des Bauwerks zu pflegenden Informationsmodells dar.

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Modelchecker

Synonym: Κ Model Checker

Software oder Programm, mithilfe die einzelnen BIM-Fachmodelle übereinandergelegt und auf Kollisionen geprüft werden. Ebenfalls können definierte Prüfregeln auch gewerkeübergreifend angewendet werden. Die Prüfung kann innerhalb eines Fachmodells, zwischen ausgewählten Fachmodellen und beim BIM-Gesamtmodell durch- geführt werden.

QE Ausschnitt aus Solibri Model Checker

As-built-Kontrolle

Bei diesem Bearbeitungsschritt werden das geplante 3D-Modell und dessen Attribute dem tatsächlich erstellten Bauteil oder Bauwerk (Bestandsmodell) gegenübergestellt. Etwaige Abweichungen sollten dokumentiert und begründet sein.

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Laserscanning

Das Laserscanning ist ein inzwischen kostengünstiges dreidimensio- nales berührungsloses Aufmaßverfahren, bei dem die Umgebung durch einen rotierenden Laser rasterförmig abgetastet wird. Ergebnis ist ein fein aufgelöstes Abbild der Oberfläche, was auch als Punktwolke bezeichnet wird. Die entstehenden Datenmengen sind sehr groß und gehen in den Gigabyte-Bereich. Das Laserscanning zeigt sehr genau auch Verformungen, Unebenheiten und Abweichungen von einer Fläche. Dies kann beim Bauen im Bestand schnell sehr wichtig werden. Zusätzlich zum reinen Aufmaß erhält man auch ein Bild der Ober- flächenbeschaffenheit bzw. des Zustandes der gescannten Objekte. Viele BIM-Projekte im Bestand beginnen daher mit einem Laser- scanning des Ist-Zustandes. Die Planung wird dann an diesen heran- geführt. Das Laserscanning wird aber auch in regelmäßigen zeitlichen Abständen durchgeführt, um z. B. Setzungen oder Rissveränderungen zu beobachten.

QR Laserscanning im Bestand

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Totalstation

Synonym: Κ Tachymeter

Das Tachymeter, auch als Totalstation bezeichnet, ist ein Mess- instrument zur Absteckung und Erfassung von Einzelpunkten. Bei der Messung werden im Polarverfahren eine Horizontalrichtung, ein Vertikalwinkel und eine Schrägstrecke elektronisch erfasst. Diese modernen Geräte sind im Einmannbetrieb nutzbar und dienen vor allem zur raschen Auf- und Einmessung von Punkten auf der Baustelle.

QT Tachymeter

Punktwolke

Als Punktwolke bezeichnet man eine sehr große Menge von Punkten, die einen dreidimensionalen Raum bezeichnen, wobei die Punkte neben ihren Koordinaten (X, Y, Z) auch weitere Informationen wie Intensitäts- oder Farbwerte enthalten. Die Punktwolken entstehen in der Regel aus einem Laserscanning oder einer Photogrammetrie. Heute

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ist es möglich, über Punktwolken Bauwerksmodelle abzuleiten und dies teils sogar automatisiert.

QZ Punktwolke eines Gebäudes

drohnen-basiertes Aufmaß

Das drohnen-basierte Aufmaß ist schnell und risikoarm. Am Beispiel der Dachaufmaße ist leicht verständlich, dass die Methode schneller, sicherer und oft präziser ist. Unbemannte und vom Boden gesteuerte Drohnen eignen sich zum Erstellen von zentimetergenauen Dachauf- maßen, welche auch bei Eis und Minustemperaturen durchgeführt werden können. Nebenbei können Inspektionen und Aufspüren von Rissen oder anderen Beschädigungen an Dächern, Schornsteinen und anderen schwer erreichbaren Objekten durchgeführt werden. Komplet- te Gebäudevermessungen der Außenhülle sind ebenso möglich. Dies kann z. B. für Versicherungen interessant sein, da Versicherungsprämien auch nach dem umbauten Raum berechnet werden. Die gesammelten Daten helfen aber auch bei der Beurteilung von Gebäudezustand und Dokumentation.

BIM to Field

„BIM to Field“ und „Field to BIM“ beschreiben die Prozesse der Über- nahme von digitalen Daten zur und von der Baustelle. Hierbei handelt es sich um vielfältige Anwendungen:

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Κ Bereitstellung der aktuellen Plandaten aus dem virtuellen Modell auf die reale Baustelle, z. B. für Schalungsbau, Bewehrungsbau, …, Κ Abnahme vor Ort mit Erfassung direkt im Modell, Κ Mängelerfassung auf der Baustelle mit direkter Hinterlegung im Modell, Κ und weitere mehr.

In der Regel werden hierzu die Informationen mobil auf der Baustelle mit einem Tabletcomputer erfasst bzw. zur Verfügung gestellt. Die Übertragung der digitalen Plandaten auf die Baustelle muss einfach, zuverlässig und präzise funktionieren. Wesentliche zusätzliche Geräte auf der Baustelle sind Totalstationen oder Tachymeter, da die Positio- nen aus dem BIM-Modell auf die Baustelle übertragen.

Das raue Umfeld sowie wenig spezialisiertes Personal stellen hier hohe Anforderungen an Kommunikation, Hard- und Software. Die Ein- führung „BIM to Field“ ist aufgrund der Rahmenbedingungen anspruchsvoll.

Level of Development (LOD)

Synonyme: Κ Fertigstellungsgrad Κ Ausarbeitungsgrad Κ Modelldetaillierungsgrad

Der Level of Development spezifiziert, welche Informationen und welchen Detailierungsgrad die Objekte eines Modells haben müssen, in Abhängigkeit vom Anwendungsfall. Er ist damit von der Projektphase und dem Gewerk abhängig. Er besteht aus dem Level of Informationen (LOI) und dem Level of Geometry (LOG). Dabei müssen zu einer Projektphase nicht alle Gewerke in der gleichen LOG und LOI Stufe sein.

Der LOD wird vom Auftraggeber in den AIA in Form von Level of Information Needs (LOIN) vorgegeben und dann im BAP projektspezi- fisch festgeschrieben. Er ist somit die Auftragnehmersicht auf die Austauschanforderungen (EIR).

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Level of Information Need (LOIN)

Synonyme: Κ Informationsbedarfstiefe Κ Definitionsgrade

Die Informationsbedarfstiefe entspricht weitestgehend dem LOD aber aus Bestellersicht. Er beschreibt den geforderten Umfang aller einzu- pflegenden Informationen als Attribut von Bauteilen und deren geo- metrischem Detaillierungsgrad sowie die Art und die Formate der Übergabe. Angaben über die beteiligten Akteure, die einzuhaltenden Meilensteine sowie den Zweck der Informationsanforderung komplet- tieren den LOIN. Ziel ist es, die Informationslieferung so zu spezi- fizieren, dass so viel Information wie nötig, aber nicht mehr, geliefert wird. Er ist somit die Auftraggebersicht auf die Austausch- anforderungen (EIR). Es gibt dazu DIN EN 17412.

QU LOIN-Rahmen

Level of Geometry (LOG)

Synonyme: Κ geometrischer Detaillierungsgrad Κ Geometriedetailierungstiefe

Mit dem Level of Geometry, der Geometriedetailierungstiefe, wird beschrieben, wie detailliert die graphische Darstellung sein soll. Er ist abhängig von der Projektphase und dem Gewerk und wird je

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Anwendungsfall definiert. Je weiter ein Projekt voranschreitet, desto höher fällt der LoG aus, die Bauteile werden immer genauer dargestellt.

Beispiele: Κ LOG 200 – Wand als einschaliges Element ohne Aussparungen Κ LOG 500 – Wand als mehrschaliges Bauteil mit definierten Aus- sparungen

QI Beispiel für LOG

Obwohl es in Deutschland keine offizielle Tabelle mit den LOG Bezeichnungen und deren Bedeutung für die Detaillierung gibt, wird üblicherweise folgende Einteilung vorgenommen, welche sich auch so ähnlich in diversen Leitfäden von Verbänden, Kammern und Firmen wiederfindet:

Κ LOG 100 – Platzhalter mit den maximalen Abmessungen in Form eines umhüllenden Quaders, Κ LOG 200 – stark vereinfachte Geometrie ohne Details, Κ LOG 300 – Geometrie in den ungefähren Abmessungen mit gewissen wichtigen Details, Κ LOG 400 – Geometrie mit den für den Anwendungsfall wichtigen Details wie es später auszuführen ist, Κ LOG 500 – exakte Geometrie wie es ausgeführt wurde.

Anmerkung: Der LOG wurde früher auch gleichbedeutend als Level of Detail (LoD) bezeichnet. Da es zu Verwechslungen bezüglich der Abkürzung für den Level of Development kommen kann, wird die Verwendung des Begriffes LOG statt LOD empfohlen.

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Level of Detail (LoD)

LoD, mit einem kleinen „o“, ist die veraltetete Bezeichnung für den geometrischen Detaillierungsgrad der Modellelemente, siehe LOG. Sollte nicht verwechselt werden mit dem Level of Development LOD, hier mit einem großen „O“.

Level of Information (LOI)

Synonyme: Κ alphanumerischer Detaillierungsgrad Κ Informationsdetaillierungstiefe

Mit dem Level of Information, der Informationsdetaillierungstiefe, wird beschrieben, wie detailliert der alphanumerische Informationsgehalt sein soll. Er ist abhängig von der Projektphase und dem Gewerk und wird je Anwendungsfall definiert. Je weiter ein Projekt voranschreitet, desto höher fällt der LOI aus, die Bauteile beinhalten immer mehr Informationen.

Obwohl es in Deutschland keine offizielle Tabelle mit den LOI-Bezeich- nungen und deren Bedeutung für die Detaillierung gibt, wird üblicher- weise folgende Einteilung vorgenommen, welche sich auch so ähnlich in diversen Leitfäden von Verbänden, Kammern und Firmen wiederfindet:

Κ LOI 100 – Informationen, welche für den Entwurf benötigt werden Κ LOI 200 – Informationen, welche für die Koordinierung und Simulation über mehrere Gewerke benötigt werden Κ LOI 300 – Informationen, mit einer gewissen Toleranz, wie sie für die Ausführungsplanung benötigt werden Κ LOI 400 – exakte Informationen, welche die später auszu- führenden oder einzubauenden Bauteile haben sollen Κ LOI 500 – exakte Informationen der Bauteile, wie sie ausgeführt oder eingebaut wurden

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International Framework for Dictionaries (IFD)

Beschreibung der Organisation von Informationen für das Bauwesen auf Basis von ISO 12006-3. buildingSMART hat diesen Standard im buildingSMART Data Dictionary (bSDD) als Produkt implementiert.

Klassifizierungssystem

Ein Klassifizierungssystem ordnet Bauteile und Modellelemente mittels numerischer oder alphanumerischer Codes einer Hierarchie von Typen zu. Eine solche eindeutige und einheitliche Identifizierung von Elementtypen erlaubt einfache und schnelle Sortierung, Filterung und Auswertung.

Lebenszyklus [Lifecycle]

Im Kontext von BIM bezeichnet der Lebenszyklus die Lebensdauer eines Assets, von der Definition seiner Anforderungen, bis zur Beendigung seiner Nutzung, einschließlich Konzeption, Entwicklung, Betrieb, Wartung und Rückbau.

QO Lebenszyklus eines Bauwerks

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Lebenszykluskosten [Lifecycle costs (LCC)]

Die Lebenszykluskosten beinhalten alle Kosten eines Assets, von den Planungs- über die Erstellungskosten bis zu den Betriebs- und später den Rückbaukosten. Üblicherweise übersteigen die Betriebskosten den gesamten Rest der Kosten um mehr als eine Größenordnung. Daher ist es wichtig bei der Planung bereits die Optimierung der gesamten Lebenszykluskosten zu berücksichtigen.

Statuscode

In einer gemeinsamen Datenumgebung (CDE) beschreibt der Status- code ob und mit wem der Informationscontainer geteilt werden kann. Es gibt gemäß DIN EN ISO 19650 vier Statuscodes:

W Konzept einer gemeinsamen Datenumgebung

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Κ In Bearbeitung – Nur das Informationsbereitstellungsteam für diesen Informationscontainer kann auf diese Daten zugreifen. Κ Geteilt – Nebst dem Informationsbereitstellungsteam können nun die anderen Informationsbereitstellungsteams, welche sich koordinieren müssen, auf diese Daten zugreifen. Allerdings sind sie noch nicht definitiv und können sich noch verändern. Κ Veröffentlicht – Nach der Freigabe durch den Informations- besteller bildet dieser Informationscontainer nun die Basis für weitere Informationsbeschaffungen. Die folgenden Informations- bereitsteller können sich auf diese Daten verlassen. Κ Archiviert – Diese Daten werden nicht mehr benötigt und werden nur noch zu Dokumentationszwecken aufbewahrt.

Digitalisierungsgrad

Mit dem Digitalisierungsgrad soll die Innovationsfähigkeit einer Bran- che gemessen werden. Der bisherige Digitalisierungsgrad in der Bau- industrie wird als sehr niedrig eingeschätzt. Viele Prozesse bei der Planung und Abwicklung von Bauvorhaben werden manuell erledigt, die Qualität ist stark schwankend und es gibt viele Medienbrüche, die oft zu Verlusten führen. Von der fortgeschrittenen Digitalisierung erhofft sich die Bauindustrie eine deutliche Effizienzsteigerung, hierbei wird auch der BIM-Methode eine hohe Bedeutung zugestanden. Wesentliche Gewinne der Digitalisierung sind die Erhöhung der Trans- parenz, der verbesserte Informationsfluss, der erwartete Zeitgewinn, eine sehr gute Dokumentation und eine stetig wachsende Daten- sammlung zu einem Bauprojekt.

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[Seite 80: gedrehter Text]

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Objektorientiertes

Modell

Dass BIM mehr ist, als nur 3D-Modell, hat sich mittlerweile rum- gesprochen. Aber warum spricht man von 5D oder 6D? Gibt es da noch mehr Dimensionen die wir nicht sehen können? In diesem Kapitel zeigen wir auf, was es bedeutet, wenn man von einem objektorientierten Modell spricht.

2D

Synonym: Κ zweidimensional

Mit 2D bezeichnet man eine Darstellung, die nur auf einer Ebene oder Fläche konstruiert werden kann, z. B. Linie, Rechteck oder Kreis. Grundrisse, Ansichten und Schnitte sind typische 2D-Darstellungen. Die 2D-Darstellung birgt oft die Gefahr der Fehlinterpretation, da die 3D-Information fehlt.

WW 2D-Darstellung

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2,5D

Hiermit ist eine Darstellung gemeint, die auf einer 2D-Geometrie basiert, aber bei der die dritte Dimension als Attribut der digital erstellten zweidimensionalen Objekte verfügbar ist, z. B. eine Linie mit einem Attribut Höhe ergibt eine Fläche, eine Fläche mit einem Attribut Höhe ergibt einen 3D Körper.

3D

Synonym: Κ dreidimensional

Als 3D-Modell bezeichnet man eine dreidimensionale digitale Abbildung eines Bauwerks, also eine räumliche Darstellung unter Berücksichtigung der x-, y-, z-Koordinate. Das 3D-Modell ist eine vereinfachte, dreidimensionale, digitale Abbildung eines Bauwerkes bzw. der Realität, die mit Körpern im Raum konstruiert und dargestellt wird. Beispiele für einfache 3D-Körper sind Quader, Kugel, extrudiertes T-Profil, usw.

Das 3-D-Modell im Kontext von BIM ist in der Regel objektbasiert und ein zentraler Bestandteil der Methode, diese 3D-Modelle besitzen in der Regel eine Vielzahl von Attributen und sind somit nicht nur als grafische Abbildung zu sehen.

WE 3D-Darstellung

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4D

Synonym: Κ vierdimensional

Als 4D-Modell wird ein um die Zeit erweitertes 3D-Modell bezeichnet. Hierzu werden den einzelnen Modellelemente Vorgänge eines Termin- planes zugeordnet.

Durch die Verwendung eines 4D-Modells kann beispielsweise der zeitliche Verlauf der Erstellung eines Bauwerks simuliert und kontrol- liert werden. Planung und Steuerung von Bauablaufplänen können kontrolliert und optimiert werden. Fortgeschrittene Anwendungen erlauben auch die Visualisierung von Bauzuständen (Auf- und Abbau), die oft besonders schwierig zu planen sind.

Der zusätzliche Aufwand der Zuordnung der Modellelemente zu den Vorgängen der Terminplanung wird in der Regel durch den erheblichen Nutzen belohnt, aber hierzu sollte das 3D-Modell bereits entsprechend vorbereitet sein: Wandscheiben über mehrere Geschosse sollten analog dem Bauprozess bereits etagenweise gegliedert sein, sehr große Boden- platten sollten entsprechend der Arbeitsfugen unterteilt werden. Auch bei Bauherren ist ein 4D-Modell wegen der Möglichkeit der Bauablauf- simulation sehr beliebt. Zusätzlich erlaubt dies einen Rückschluss auf die Baufortschrittskontrolle, in dem tatsächliches Bauwerk mit simulier- tem Bauwerk zum Stichtag verglichen werden. Die Steigerung zum 5D-Modell (4D + Kosten) ist dann die logische Konsequenz.

5D-Modell

Mit 5D wird ein um die Zeit und die Kosten erweitertes 3D-Modell bezeichnet. Es werden die modellbasierten Mengen, der Material- und Personalbedarf sowie Kostenansätze berücksichtigt. Hierbei kann neben der 4D-Bauablaufsimulation auch der Kostenverlauf sowie Material- und Personalganglinien simuliert werden. Dies ermöglicht das Aufspüren von Engpässen z. B. im Materialfluss (wie z. B. Anzahl Beton- lieferung pro Tag) oder Materialeinsatz (m2 Schalung bzw. Lohn- stunden). Für Bauunternehmen kann der Kostenverlauf auch zur Ableitung eines Zahlungsplanes herangezogen werden, wichtig ist hierbei, dass auch Positionen ohne Modellelemente berücksichtigt

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werden, wie z. B. Grundstückskauf, Bodengutachten, Baustellenein- richtung, u. ä.)

6D-Modell

Mit 6D wird ein um die Zeit und die Kosten und Betriebsinformationen erweitertes 3D-Modell bezeichnet. Die 6. Dimension bezieht sich also auf Nachhaltigkeit und Facility Management. Damit geht die Lebens- zyklusbetrachtung eines Bauwerksmodells einher. In der Praxis trifft man gegenwärtig kaum 6D-Modelle an, obwohl die Möglichkeit, den Betrieb eines Bauwerks zu simulieren, auch die Möglichkeit bieten würde, Kosteneinsparpotentiale zu identifizieren und gegebenenfalls Korrekturen am Modell durchzuführen. Die Bezeichnung 6D ist eigent- lich irreführend, da vor allem Attribute am 3D-Modell genutzt werden, und wird daher durch Fachleute durchaus kontrovers diskutiert. Es gibt bereits auch Versuche 7D oder gar 8D zu etablieren, hierzu gibt es allerdings keinen breiten Konsens.

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3D 4D 5D 6D Geometrie Zeit Kosten Facility Management WR 3D bis 6D BIM

Globally Unique Identifier (GUID)

Ein GUID ist ein global eindeutiger Identifikator aus Buchstaben und Zahlen, welcher aus 32 Zeichen besteht und nach den Regeln der ISO/IEC 11578:1996 automatisch generiert wird.

Er erlaubt die software- und systemübergreifende eindeutige Identi- fizierung eines Objekts. In einem IFC-Modell haben alle wichtigen Elemente eine GUID.

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Attribute

Synonym: Κ Elementeigenschaft

Attribute sind alphanumerische Eigenschaften eines Modellelements, sie beziehen sich nicht auf dessen Geometrie. Je mehr Attribute ein Element beschreiben, desto eindeutiger ist es beschrieben. Ein Attribut besteht in der Regel aus einem Namen und einem zugehörigen Wert. Ein Beispiel für ein Attribut wäre z. B. Betondruckfestigkeitsklasse = c25/30. Die Standardisierung von Attributen ist wichtig, um den Austausch bei Modellen zu vereinfachen. Allein die Vereinheitlichung von Leistungsdaten von Leuchtmitteln wäre schon sinnvoll für ein Betreibermodell. Attribute haben für Betreibermodelle eine sehr hohe Relevanz.

Attributierung

Mit der Attributierung wird der Prozess der Auszeichnung von Modell- elementen mit weiteren Informationen in Form eines Namens und eines dazugehörigen Werts bezeichnet. Im Rahmen der Planungstiefe werden immer weitere Attribute hinzugefügt, so dass es sich um einen fortlaufenden Prozess handelt.

Hinweis zur Schreibweise: Κ „Attribuierung“ (ohne das letzte „t“) ist ein Begriff aus der Psycho- logie und bedeutet jemandem eine Eigenschaft (vermutet) zuzu- schreiben. Man sieht ja nicht in die Person hinein und muss daher über die Eigenschaften spekulieren. Κ „Attributierung“ (mit dem letzten „t“) ist ein Begriff aus der Informatik und bedeutet einem Objekt Eigenschaften zuzuweisen. Man sieht in das Objekt hinein und kann deshalb die Eigenschaft fest zuordnen.

Merkmal

Ein Merkmal ist allgemein eine erkennbare Eigenschaft, die eine Per- son, eine Sache oder einen abstrakten Zusammenhang von anderen unterscheidet. Im BIM-Kontext versteht man hierbei die Eigenschaften oder Attribute der Bauteile bzw. Modellelemente.

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objektorientierte Modellierung

Unter objektorientierter Modellierung versteht man die Konstruktion eines digitalen Modells mithilfe von Objekten wie Wänden, Türen und nicht auf Basis von Flächen und Linien. Sofern diese Objekte eine geometrische Darstellung haben, ist diese in der Regel dreidimensional, sie besitzen neben der Geometrie aber auch weitere Attribute wie Material, physikalische Kennwerte, etc.

Eigenschaft [Property]

Synonyme: Κ Objektinformationen Κ Objekteigenschaften

Ein Modell besteht aus Objekten wie Wänden, Türen, Stützen usw. Diese Objekte haben geometrische und alphanumerische Eigenschaf- ten, wie Dicke, Breite, Farbe, Wärmedurchgangskoeffizient, etc. Diese Eigenschaften tragen die Informationen der Objekte des Modells und werden in Attributen abgelegt.

In der IFC sind Eigenschaften ein generischer Mechanismus und eine datengetriebene Art der Darstellung von Eigenschaften von Objekten, d. h. die Eigenschaften haben einen Namen, einen Wert und können mit Objekten verbunden sein.

Eigenschaftssatz [Property Set (PSet)]

Property Set ist eine Gruppierung von Eigenschaften für ein Bauteil. Property Sets sind Bestandteil des IFC und können durch weitere Eigenschaften individuell ergänzt werden. Die Property Sets sind u. a. für die allgemeinen Eigenschaften und die zusätzlichen Eigenschaften eines Bauteils vorgesehen. Zum Beispiel die Angaben über U-Wert, Lage des Bauteils (Innen oder Außen) gehören zu dem allgemeinen Eigenschaftenset oder PropertySetCommon. Die Angaben wie die Expositionsklasse oder Betonfestigkeitsklasse gehören zu den zusätz- lichen Eigenschaften oder in diesem Fall PsetConcreteElementGeneral.

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Bauteil

Physikalisches Objekt der realen Welt, das nicht weiter zerlegt werden kann, ohne seine grundlegenden Eigenschaften zu verlieren. Das heißt nicht, dass es selbst nicht aus weiteren Bauteilen bestehen kann, diese haben aber dann nur Teile oder sogar ganz andere Eigenschaften als das zusammengesetzte Bauteil. Es kommt daher auf den Anwendungsfall an, was als Bauteil angesehen wird. Ein physikalisches Bauteil wird im Modell dann als Modellelement repräsentiert.

Zum Beispiel kann man eine Wand als Bauteil ansehen, diese hat Eigenschaften wie Brandschutzklasse, Dicke, Außenwand etc. Trotz- dem besteht diese z. B. aus Ziegeln, welche für sich auch wieder Bauteile sind, mit anderen Eigenschaften als die Wand. Wenn der Anwendungs- fall in seinem Detaillierungsgrad die Wand als Bauteil ausweist, ist es egal, dass diese aus Ziegel aufgebaut ist. Diese Information ist eventuell ein Attribut der Wand. Wichtig ist dann aber, die Wände im Bauwerk so in Einheiten zu zerlegen, dass jede für sich nicht weiter zerlegt werden kann ohne ihre grundlegenden Eigenschaften, wie die Höhe, Breite und Dicke, sowie z. B. Brandschutzklasse, Farbe, Material, Schichtaufbau etc. zu verlieren.

In der TGA kann je nach Anwendungsfall die komplette Klimaanlage ein Bauteil sein, oder je das Innensplitgerät, das Außensplitgerät und die Rohrleitungen dazwischen. In einem anderen Anwendungsfall wird die Rohrleitung eventuell auch noch weiter in Abschnitte zerlegt.

Modellelement

Ein Modellelement ist das virtuelle Abbild eines Bauteils (siehe Bauteil) im Modell. Es ist der Informationsträger, welcher nicht weiter zerlegt werden kann, ohne seine Attribute zu verlieren und muss je nach Anwen dungsfall definiert werden. Weitere Modellelemente sind neben den Abbildern der realen Bauteile (Wand, Tür) auch abstrakte Einheiten wie z. B. ein angelegter Raumkörper, Klimazone oder Brandschutz- zonen.

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Modellelementtyp

Übergeordnete Bezeichnung aller gleichartigen Modellelemente. Z. B. Wand, Tür, Raum etc.

Wird in IFC als IFC-Objekttyp implementiert.

Entität

Eine Entität ist ein eindeutig zu bestimmendes Objekt. Es erhält üblicherweise ein Identifikationsattribut, eine GUID. In einer IFC-Datei wird für jedes Objekt in der Autorensoftware eine entsprechende Entität eines passenden IFC-Objekttypes angelegt.

Parameter

Parameter sind spezielle Eigenschaften eines Objektes, welche weitere Eigenschaften steuern. Zum Beispiel steuert der Parameter Breite die Geometrie eines Objekts, aber auch die Gesamtfläche und das Volumen.

Parametrisches Modellieren

Synonym: Κ Parametrik

Beim parametrischen Modellieren wird ein Bauwerk so beschrieben, dass Abhängigkeiten zwischen den Bauteilen bestehen. Neben der sehr effizienten Planung wird damit auch eine schlüssige Gesamtplanung erreicht. Bei der parametrischen Modellierung stehen die CAD-Objekte in einer Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. So hat eine Wand z. B. eine Beziehung zum Boden und zur Decke. Wird die Höhe der Wand verändert, so verschiebt sich automatisch die Decke. Nachträgliche Änderungen können so sehr einfach berücksichtigt werden. Insbesondere bei Bauwerken mit wenigen unterschiedlichen Parametern und hohem Wiederholungsfaktor ist diese Planungs- methode von großer Relevanz (z. B. einfache Verkehrsstation bei der deutschen Bahn und bei einfachen Brückenbauwerken).

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BIM Content

Unter BIM Content versteht man die Zusammenstellung von Bauteilen in einer Objektbibliothek. Je nach Zweck, gegebenenfalls mit dazu- gehörigen Leistungsverzeichnistexten sowie spezifischen Attributen zur Planung, zur Ausführung und zum Betreiben. Der wesentliche Nutzen von BIM Content ist eine vereinfachte, standardisierte Erstellung eines Modells. Der Aufbau des BIM Contents ist insbesondere bei Bauteilen mit einem hohen Wiederholungsfaktor sinnvoll.

Basismengen [Base Quantities]

Neben den allgemeinen Eigenschaften eines Modellelements (im IFC die PSetCommon) sind die Basismengen im IFC ebenfalls immer vorhanden. Die Basismengen können automatisch direkt aus dem CAD-System mit IFC exportiert werden. Neben den Grundwerten wie Länge, Breite und Höhe kann sie objektspezifisch durch weitere Kenn- zahlen wie Volumen, Stückzahlen, etc. ergänzt werden. Um z. B. die Basismengen der Betonstützen im Norden der zweiten Etage eines Hauses zu erhalten, müssen die Bauteile folgende Eigenschaften noch mitliefern: Name (Stütze), Material (Beton), Bereich (Nord) und die Etage kommen automatisch aus den Beziehungseigenschaften des Bauteils. Die VOB-Mengen könnten von den Basismengen abweichen, z. B. durch Übermessung von Aussparungen.

Federation

Synonyme: Κ Federationsmodell Κ Federiertes Modell Κ Federiertes Informationsmodell

Als Federation bezeichnet man in der BIM-Methodik die Erstellung eines zusammengesetzten Informationsmodells aus separaten Informationscontainern. Diese können von verschiedenen Informationsbereitstellern stammen und implementieren das (gedank- liche) monolithische Gesamtmodel. Ab BIM Level 3 kann die Zusammenarbeit zwischen den Informationsbereitstellern direkt in einem monolithischen Gesamtmodell erfolgen.

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WT Darstellung des Strukturschemas für Informationscontainer in einem federierten Modell

IFC – Industry Foundation Classes (DIN EN ISO 16739)

Herstellerunabhängiges, länderübergreifende, standardisierte und offene Schnittstelle als Datenmodell zum Austausch von modell- basierten Daten und Informationen in allen Planungs-, Ausführungs- und Bewirtschaftungsphasen. IFC ist durch buildingSMART entwickelt und hat seit IFC4 seine eigene ISO Norm ISO 16739. Es ist eine wesentliche Grundlage zur Umsetzung der Open BIM-Methode in Projekten. Zur Nutzung von Softwareschnittstellen können auch Teil- mengen der IFC in Model View Definitions (MVD) definiert werden.

IFC Objekt Modell [IFC Object Model]

Ein konzeptionelles Modell für die Interoperabilität.

Das IFC-Objektmodell wird als IFC EXPRESS-Schema definiert, aus dem auch die ifcXML-Schemadarstellung definiert ist.

IFC-Klasse [IFC Class]

Synonym: Κ IFC-Objekttyp [IFC object type]

Bezeichnet eine eindeutige Zuordnung eines Bauteiltypus. So wird beispielsweise das Bauteil einer Wand in der IFC als IFCWALL klassi-

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fiziert – IFCWALL ist in diesem Fall die IFC-Klasse. Vordefinierte Bau- teile tragen die IFC-Klasse immer mit sich, können aber nachträglich auch geändert werden. Bei frei modellierten Bauteilen kann die IFC- Klasse entsprechend ausgewählt werden. Für die weiteren Anwen- dungen werden mit Hilfe der IFC-Klassen Rückschlüsse und Interpre- tationen vorgenommen, sodass die korrekte Auswahl dieser wichtig ist.

WZ Beispiele für IFC-Objekttypen

Die Klassendefinition für gleichartige Objekte nennt man einen Objekt- typ. Dieser beinhaltet alle gängigen Attribute für diese Art von Objekten. Es gibt Objekttypen für z. B. Stützen, Wände, Fenster etc.

OKSTRA

Der Objektkatalog für das Straßen- und Verkehrswesen (OKSTRA) ist eine Sammlung von Objekten aus dem Bereich des Straßen- und Ver- kehrswesens mit einem gemeinsamen Klassifikationssystem und erreicht ein gemeinsames Verständnis dieser Objekte in den betroffe- nen Fachbereichen. Damit besteht in Deutschland ein umfassender Standard, der alle Bereiche vom Straßenentwurf über die Bestands- dokumentation bis zur Erfassung von Verkehrsdaten umfasst. Damit wurde ein einheitliches Austauschformat für verschiedenste Software- applikationen aus dem Straßen- und Verkehrswesen möglich.

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Werkzeuge und

Schnittstellen

BIM lebt auch vom gelebten Miteinander und spielt seine vollen Vorteile erst aus, wenn wir gemeinsam am Projekterfolg arbeiten, statt das jeder versucht, für sich persönlich das Maximum rauszuholen. Damit diese Kollaboration am Modell funktioniert, werden passende Werkzeuge und definierte Schnittstellen benötigt. In diesem Kapitel wird auf- gezeigt, was für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nötig ist.

offen

(cid:127)Bsp: Nur eine (cid:127)Bsp: Mehrere Fachdisziplin macht Fachdisziplinen BIM, übergibt das machen BIM, die Ergebnis mit einem Modelle werden über offenen Format. offene Formate geteilt.

open open

li�le big

isoliert gemeinsam

closed closed

(cid:127)Bsp: Nur eine li�le big Fachdisziplin macht BIM, (cid:127)Bsp: Mehrere übergibt aber Fachdisziplinen kein Modell, machen BIM, die sondern Modelle werden aber tradi�onelle über proprietäre Pläne. Formate übergeben. proprietär WU Zusammenhang zwischen Open-, Closed-, Little- und Big-BIM

81 Werkzeuge und Schnittstellen – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Open BIM

Mit Open BIM wird die Zusammenarbeit in der Planungs-, Ausfüh- rungs- und Betriebsphase eines Bauwerks basierend auf hersteller- neutralen Standards und Workflows bezeichnet. Open BIM steht für den verlustfreien Datenaustausch zwischen verschiedenen Systemen und gibt dadurch den Projektbeteiligten die Möglichkeit, sich für eine geeignete Software ihrer Wahl zu entscheiden. Grundlage ist die Exis- tenz von herstellerneutralen Schnittstellen wie sie z. B. durch building- Smart international entwickelt werden (siehe z. B. IFC). Die Kombina- tion von Big BIM mit Open BIM stellt die Ideallösung der Projektabwicklung dar, aber tatsächlich lassen sich schon mit der kleinen und geschlossenen Variante zahlreiche Vorteile und Gewinne im Vergleich zur traditionellen Arbeitsweise erzielen.

Closed BIM

Mit Closed BIM wird eine Arbeitsweise bezeichnet, die auf Produkte eines Softwareherstellers beschränkt ist. Alle Projektbeteiligten müssen im spezifischen Projekt mit den vorgegebenen Anwendungen arbeiten. Diese Arbeitsweise ist immer dann problematisch, wenn gewerkespezi- fische Spezialsoftware nötig ist und der entsprechende Datenaustausch aufgrund fehlender Schnittstellen bzw. Datenaustauschformate nicht möglich ist.

Big BIM

Durchgängige und interdisziplinäre Anwendung der BIM-Methode, bei der die gesamten Potenziale der Methode voll ausgeschöpft werden können. Hierbei nutzen alle Beteiligten die BIM-Methodik und bedienen sich idealerweise desselben BIM-Modells. Es wird die Mini- mierung von Datenverlusten ermöglicht und gegebenenfalls der gesam- te Bauwerklebenszyklus berücksichtigt. Dieses ideale Szenario ist aufgrund der vielen unterschiedlichen Baubeteiligten aber auch techni- scher und organisatorischer Hürden nur schwer zu erreichen. Ins- besondere bei der BIM-Einführung sollte zunächst mit einem weniger ambitionierten Ansatz gestartet werden, da es sich gezeigt hatte, dass man mit vielen kleinen Schritten schnellere Erfolge nachweisen kann.

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Little BIM

Als Little BIM wird die beschränkte Anwendung der BIM-Methodik auf einzelne Projektbeteiligte, eine Disziplin bzw. ein Gewerk bezeichnet. Hierdurch werden die Potenziale der BIM-Methode nur sehr gering genutzt, da nur eine lokale Insellösung beschrieben wird. Dennoch kann auch dies sinnvoll sein, wenn für diesen Teilbereich bereits Effizienz- gewinne zu erzielen sind. Zudem ist eine Umsetzung eines „Big BIM“ direkt zur Einführung der BIM-Methodik auch nicht erreichbar. Am effizientesten lässt sich ein Little BIM vermeiden, wenn der Auftrag- geber die BIM-Methodik vorgibt und auch klar beschreibt.

Interoperabilität

Unter (Software-)Interoperabilität versteht man die Datendurchgängig- keit zwischen verschiedenen Softwaresystemen. Es erlaubt also den Austausch von Modellen durch die Unterstützung der selben Datei- formate.

offener Standard [Open Standard]

Ein Open Standard, ein offener Standard, ist ein Standard, welcher öffentlich dokumentiert ist und von jedem ohne Lizenzkosten imple- mentiert und angewandt werden darf.

natives Format

Synonym: Κ Proprietäres Format

Dateiformat, welches an einen jeweiligen Hersteller oder an eine Software gebunden ist und nicht mit anderen Formaten kompatibel ist. Die Bearbeitung einer Zeichendatei kann nur mit identischer Software erfolgen, um eine fehlerfreie Darstellung des Inhalts zu gewähren. Der Austausch von Dateien sollte bei unterschiedlichen Softwarenutzungen über offene Formate erfolgen.

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WI Native (links) und Offene (rechts) Dateiformate

Datenaustauschszenario [Data Drop]

Ein Datenaustauschszenario ist ein dokumentierter Prozess zu einem definierten Zeitpunkt (Meilenstein), zu dem vereinbarte Daten zwi- schen Beteiligten ausgetauscht werden. Ein Datenaustauschszenario kann eine oder mehrere Austauschanforderungen enthalten. Es wird auch Data Drop genannt, da es die Datenübergabe definiert.

BIM Viewer

Synonym: Κ Modelviewer

Ein BIM Viewer ist eine Software zur Betrachtung, teilweise auch Auswertung, von Bauwerksmodellen ohne diese zu verändern.

Model Checker

Eine Software zur Überprüfung der Modelle nach Geometrie und Information. Es beinhaltet eine anpassbare, regelbasierte Überprüfung der Modelle sowie die Möglichkeit mehrere Modelle zu überlagern. Anschließend können Berichte im BCF-Format verfasst und nachver- folgt werden.

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3D-Marker

Um bestimmte Stellen in einem 3D-Modell schnell aufzufinden, werden 3D-Marker gesetzt. Diese können dann beispielsweise mit Kommenta- ren versehen werden, um an einer bestimmten Stelle auf ein Problem hinzuweisen.

BIM Collaboration Format (BCF)

Ein von buildingSMART standardisiertes herstellerneutrales Daten- format, welches zur Kommunikation der unterschiedlichen Beteiligten und BIM-Softwareprodukten eingesetzt wird. Über BCF können Mar- kierungen und Textkommentare als Ticket an Bauteile des Bauwerks- modells geheftet werden. Ein BCF-Ticket beinhaltet neben dem Ersteller, Thema und Empfänger noch Informationen über die betrachteten Modelle, Ansichtspunkte, Lage, selektierte Elemente und Perspektive.

Link zum Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=yrm5SrEfSvE

Projektplattform

Ist eine Softwareplattform oder Datenbank, die eine unternehmensüber- greifende Zusammenarbeit sowie den Austausch von Daten, Dokumen- ten und BIM-Modellen in Projekten ermöglicht. Eine BIM- fähige Projektplattform wird Common Data Environment (CDE) genannt.

buildingSMART Data Dictionary (bSDD)

Das buildingSMART Data Dictionary ist ein offenes, multilinguales Klassifizierungssystem für das Bauwesen auf Grundlage von DIN EN ISO 12006-3 für die Benennung von Bauelementen, Materia- lien und deren Merkmalen. Es bietet einen standardisierten Workflow, um den richtigen Satz von Klassifikationen, Entitäten, Eigenschaften und zulässigen Werten zu finden. Die Standards innerhalb des bSDD können miteinander verknüpft werden, um die Interoperabilität zu maxi- mieren. Das bSDD dient als Wörterbuch zur Vereinheitlichung von Begrifflichkeiten auf der internationalen Ebene und versucht gleiche Begriffe zum richtigen Zweck zu kategorisieren.

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City Geography Markup Language (CityGML)

Ein Informationsmodell für die Darstellung von virtuellen 3D-Stadt- und Landschaftsmodelle. Es definiert die Klassen und Beziehungen für die wichtigsten topographischen Objekte in Städten und Regional- modellen im Hinblick auf ihre geometrischen, topologischen, semanti- schen und Erscheinungseigenschaften. Enthalten sind Generalisierungshierarchien zwischen thematischen Klassen, Aggrega- tionen, Beziehungen zwischen Objekten und räumlichen Eigenschaften.

Es ist als Anwendungsschema für die Geographic Markup Language (GML) implementiert.

DesiGN file (DGN)

DGN ist ein von der Firma Bentley Systems spezifiziertes proprietäres Dateiformat. Es ist ein nur-maschinenlesbares und nicht offengelegtes Format, auch wenn es an weitere Organisationen lizenziert werden kann.

Drawing FileFormat (DWG)

Das DWG (drawing) ist ein von der Firma Autodesk spezifiziertes proprietäres CAD-Dateiformat. Es ist ein nur-maschinenlesbares und nicht offengelegtes Format, auch wenn es an weitere Organisationen lizenziert werden kann. Da es das native Format für alle AutoCAD basierten CAD ist, gilt es als de-facto Standard für nicht-BIM CAD- Daten.

Drawing Interchange File Format (DXF)

Das DXF ist ein von der Firma Autodesk spezifiziertes proprietäres Dateiformat zum CAD-Datenaustausch. Das DXF-Format wurde neben dem DWG-Format eingeführt, um einen extern interpretierbaren Datenaustausch zwischen den AutoCAD-Systemen auf verschiedenen Betriebssystemen zu gewährleisten. DXF-Dateien sind Textdateien, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen lesbar sind.

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Filmbox (FBX)

Das Dateiformat FBX ist ein proprietäres Dateiformat von Autodesk, für die 3D-Datenübertragung. Es erlaubet eine hohe Interoperabilität zwischen verschiedenen Rendering-, CAD-, Game – und Animations- programmen. FBX-Dateien ermöglichen es, 3D-Objekte, 2D-Objekte mit Objekthöhe, Lichtquellen, Kameras und Materialien zwischen verschieden Programmen auszutauschen.

CAFM-Connect

CAFM-Connect ist eine vom CAFM-Ring entwickelte Open-BIM- Schnittstelle für den Immobilienbetrieb.

GAEB

Der Gemeinsame Ausschuss Elektronik im Bauwesen (GAEB) fördert den Einsatz der Datenverarbeitung im Bauwesen. Im GAEB sind die öffentlichen und privatwirtschaftlichen Auftraggeber, die Architekten, die Ingenieure, die Bauwirtschaft und die Bausoftwarehäuser durch ihre jeweiligen Spitzenorganisationen vertreten.

Durch den GAEB werden die Voraussetzungen für eine integrierte Datenverarbeitung bei der Planung und Durchführung von Baumaß- nahmen geschaffen. Er hat zum Ziel, die Rationalisierung im Bauwesen mit Hilfe der EDV zu fördern. Hierzu wurden z. B. Datenaustausch- formate für die verschiedenen Zwecke (Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung) entwickelt.

Diese Standards sind in der Bauindustrie seit mehreren Jahrzehnten fest verankert und werden intensiv genutzt.

IFC Exchange Format

Bezeichnet das Austauschformat für IFC-Produktdaten:

hier wird unterschieden zwischen dem ISO-Standard ISO 10303-21 (sogenanntes IFC-Part-21-Format, STEP) und XML (ifcXML).

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IFC Specification

Die gesamte Dokumentation der IFC-Schnittstelle, die das IFC-Objekt- modell in EXPRESS/EXPRESS-G, die semantischen Definitionen und Erläuterungen sowie die Definitionen der IFC-Eigenschaftssätze enthält.

WO IFC Datenschema

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IFC Toolkit

Eine Software-Bibliothek oder -Komponente, die den Software-Ent- wicklern die Funktionalität zum Lesen und Schreiben von IFC-Produkt- modellen zusammen mit einer Datenzugriffsschnittstelle für den Zugriff auf die IFC-Produktdaten bietet.

IFC Toolkits werden bei der Implementierung von IFC-Schnittstellen oder Pre- und Postprozessoren für Anwendungen verwendet.

IFC-Alignment

Ein IFC-Alignment wird verwendet, um ein Bezugssystem zu definieren und Elemente hauptsächlich für lineare Bauwerke wie Straßen, Schie- nen, Brücken etc. zu positionieren. Die relative Positionierung entlang der Ausrichtung wird durch die lineare Referenzmethode definiert.

E IFC Alignment

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IFC-Bauelemente [IFC-BuildingElement]

Das Bauelement umfasst alle Elemente, die in erster Linie Teil der Konstruktion eines Gebäudes sind, d. h. das strukturelle und raum- trennende System. Bauelemente sind physisch vorhandene und greif- baren Dinge eines Gebäudes. Das IFC-Bauelement ist eine Ver- allgemeinerung aller Elemente, die an einem Bausystem eingebracht werden. Typische Beispiele für IFC-Bauelemente sind:

Κ Gebäudeelemente innerhalb eines Raumtrennungssystems Κ Bauelemente innerhalb eines Gehäusesystems (wie z. B. einer Fassade) Κ Bauelemente innerhalb eines Fenstersystems Κ Bauelemente innerhalb eines Tragsystems Κ Bauelemente innerhalb eines Fundamentsystems

EQ BuildingElements am Beispiel einer Tür

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Standard for the Exchange of Product model data (STEP)

Das Datenformat STEP (ISO 10303) ist ein herstellerunabhängiger Standard zum Austausch von Produktdaten zwischen verschieden CAD- Systemen. STEP-Dateien sind Textdateien, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen lesbar sind. In STEP enthält jedes Objekt sowohl eine funktionale als auch eine geometrische Beschreibung. Dazu kommen Informationen zu Interaktionen, Abhängigkeiten und über- geordneten Zusammenhängen.

Das IFC-Format verwendet STEP als Standard-Datenformat, später ist noch eine XML-Variante (IFCxml) dazugekommen.

ISO-10303-21; HEADER; FILE_DESCRIPTION ((''), '2;1'); FILE_NAME ('', '2016-10-27T13:14:43', (''), (''), 'Xbim File Processor version 3.2.0.0', 'Xbim version 3.2.0.0', ''); FILE_SCHEMA (('IFC4')); ENDSEC; DATA; #1=IFCPROJECT('2t0OftVsP8UBH3rtAB$yJv',#2,'Basic Creation',$,$,$,$,(#20,#23),#8); #2=IFCOWNERHISTORY(#5,#6,$,.ADDED.,$,$,$,0); #3=IFCPERSON($,'Santini Aichel','Johann Blasius',$,$,$,$,$); … #8=IFCUNITASSIGNMENT((#9,#10,#11,#12,#13,#14,#15,#16,#17)); #9=IFCSIUNIT(*,.LENGTHUNIT.,.MILLI.,.METRE.); … #21=IFCCARTESIANPOINT((0.,0.)); #22=IFCAXIS2PLACEMENT2D(#21,$); …

EW IFC-Datei im STEP-Format

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IfcXML

Definition des IFC-Objektmodells unter Verwendung der XML- Schemasprache. IfcXML ermöglicht den Austausch von IFC-Produkt- daten im XML-Format. Der Vorteil von IFCxml besteht in der Lesbar- keit von der Struktur und deren Inhalt.

Die ifcXML-Datenspezifikation definiert (unter Verwendung der XML- Schemasprache) den gleichen Dateninhalt wie das IFC-EXPRESS-Sche- ma, nur die Spezifikationssprache ist unterschiedlich. Die ifcXML-Spe- zifikation ermöglicht den Austausch von IFC-Produktdaten im XML-Format.

OBJ/MTL

OBJ ist ein offenes Dateiformat zum Speichern von dreidimensionalen geometrischen Formen. Optische Materialeigenschaften (z. B. Spiege- lung, Transparenz, Glanzlicht usw.) werden in einer separaten Material- datei definiert, die auch Angaben zu Texturierungen enthalten kann. Die Materialdatei besitzt in der Regel die Dateiendung .mtl (von engl. material template library) und kann in der eigentlichen OBJ-Datei referenziert werden.

SMC

Datenformat von Solibri Office (Solibri Model Checker)

ConstructionProcess Integration XML (CPIXML)

CPIXML ist ein proprietäres XML-Format zur Verarbeitung und Erstellung von Bauwerksmodellen inklusive Kosten- und Bauzeiten- informationen, welches für die RIB iTWO Software definiert wurde. Analog zum IFC-Standard wurden geometrische Objekte, u. a. aber auch für Straßen- und Tiefbauprojekte definiert. Das CPIXML–Aus- tauschformat wird in der Kalkulationsphase, Bauausführung und Abrechnung verwendet.

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Tagged Image File Format (TIFF)

TIFF ist ein Bildformat, um verlustfrei Daten für die Druckvorstufe in Verlagen und Druckereien bereitzustellen. TIFF-Bilddateien können mit bis zu 32 Bit pro Farbkanal gespeichert werden.

Universal Types

Mit diesem Standard wird die eindeutige Zuordnung von Produkt- attributen nach einem festgelegten Schema codiert. Die Produkt- attribute können über eine API-basierte Schnittstelle abgefragt und vollautomatisiert in verschiedene Softwaresysteme übertragen werden. Die Informationen aus dem BIM-Modell können mit den Universal- Types somit in Echtzeit abgeglichen werden. Aufgrund ihrer Eigen- schaft eignen sich die UniversalTypes besonders für den digitalen Vertrieb, Handel und die Logistik von Bauprodukten und -materialien.

Geography Markup Language (GML)

GML ist ein Datenformat zum Austausch raumbezogener Objekte mitsamt Attributen, Relationen und Geometrien im Bereich der Geo- information.

InfraGML

InfraGML ist das Dateiformat der Geographic Markup Language (GML) des Open Geospatial Consortium für die spezifischen Anforderungen im Bereich der Landentwicklung und von Infrastruktureinrichtungen.

GroundXML

Die baugrundspezifische Datenschnittstelle GroundXML ermöglicht die digitale Abbildung des geometrischen Verlaufs der einzelnen Bau- grundschichten.

LandXML

LandXML ist ein Datenaustauschformat für Linienbauwerke und Geländemodelle, es überträgt geometrische Objekte mit Attributen, Relationen und Geometrie.

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Sonstiges

Last but not least zeigt dieses Kapitel weitere wichtige Begriffe des BIM auf, welche thematisch nicht in die vorherigen Kapitel gepasst haben. Sie sind deshalb nicht weniger wichtig und sollen deshalb auch hier nicht zu kurz kommen.

BIM-Strategie

Die BIM-Strategie definiert die grundsätzlichen Maßnahmen die zu ergreifen sind, damit die BIM-Ziele erreicht werden können. Sowohl der Auftraggeber als auch der Auftragnehmer müssen eine zueinander passende BIM-Strategie entwickeln.

BIM-Einführungsplan

Der BIM-Einführungsplan ist ein strategisches Dokument. Es beschreibt die BIM-Vision und Ziele einer Organisation und daraus folgende Werkzeuge, Prozesse und Verantwortlichkeiten. Es ist der Plan wie die Organisation ihre Geschäftsprozesse zu BIM-Prozessen entwickeln und optimieren möchte.

EE Von der Vision zum Erfolg

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Leistungsvermögen

Das Leistungsvermögen einer Organisation bezieht sich auf die Fähig- keiten, Kenntnisse oder Erfahrungen im Umgang mit Informationen. Es ist bei Vergabe von Informationslieferungen zu prüfen und falls not- wendig sind Maßnahmen zur Erhöhung zu ergreifen. Beispielsweise durch Neueinstellungen, Schulungen oder Dienstleistungseinkauf.

Visualisierung

Die Visualisierung ist eine bildliche Darstellung eines geplanten Bau- werks oder einer städtebaulichen Situation, sie vereinfacht die Kommu- nikation über ein Bauprojekt insbesondere für nicht fachkundige Betei- ligte. Sie kann als begehbares Echtzeit-Modell oder als gerendertes fotorealistisches Bild umgesetzt sein. Augmented Reality und Virtual Reality sind Visualisierungen, bei denen ein Bauwerk virtuell betreten werden kann.

ER Visualisierung

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Virtual Reality (VR)

Als Virtual Reality (virtuelle Realität) wird die Darstellung einer in Echtzeit computergenerierten interaktiven Umgebung bezeichnet. Die Virtual Reality kann die reale Umgebung in der Wahrnehmung voll- ständig überlagern (Immersion) oder auch ergänzen bzw. überlappen (Augmented Reality).

ET Kollaboration im VR-Raum

Augmented Reality (AR)

Unter Augmented Reality (erweiterte Realität) versteht man die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Hierbei wird der Blick auf die reale Umgebung mit computergenerierten Ein- blendungen ergänzt bzw. überlappt. Insbesondere bei Baubesprechun- gen und bei Gesprächen mit baufremden Beteiligten ist diese Art der Darstellung sehr hilfreich, um Missverständnissen vorzubeugen und eine möglichst gute Kommunikation zu ermöglichen.

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EZ AR zeigt 2D Papierplan auf Tablett interaktiv dreidimensional

Architecture, Engineering, Construction (AEC) / Architecture, Engineering, Construction and Operation (AECO)

AEC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Architecture, Engineering and Construction“ und bezeichnet die Planung und Aus- führung von Bauwerken. Das O steht dann für „Operations“ und meint die Nutzung des Bauwerks. Mit AECO wird also der gesamte Lebens- zyklus des Bauwerks abgedeckt.

Computer Aided Design (CAD)

Computergestützte Zeichen-, Konstruktionsmethode, bei der geo- metrische Elemente (Linien, Kreise, Flächen, Körper) auf einer Ebene (Schnitte und Ansichten) oder im Raum konstruiert werden. Die Ein- führung der CAD war im Bauwesen eine erste Revolution auf dem Weg zur Digitalisierung und hat sich durchgängig durchgesetzt.

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Computer-aided Facility-Management (CAFM)

Softwareanwendung, die für das Facility-Management ausgelegt ist und deren Aufgaben digital unterstützt.

Beispiele: Raumverwaltung, Raumbuchung, Wartungsplanung

ERP

Enterprise-Resource-Planning (ERP) ist die, meist per Software unter- stütze, Einsatzplanung von Ressourcen wie Personal, Betriebsmittel und Material, sowie der Informations- und Kommunikationstechnik. Dies erlaubt diese Ressourcen optimal in den betrieblichen Prozessen vorzu- halten und auszulasten.

GIS

Ein Geoinformationssystem oder auch Geographisches Informations- system ist ein Informations system zur Erfassung, Bearbeitung, Organi- sation, Analyse und Präsentation räumlicher Daten. Geoinformations- systeme umfassen die dazu benötigte Hardware, Software, Daten und Anwendungen. Ein GIS erweitert die Nutzungsmöglichkeiten der klassischen Landkarte. Neben der Visualisierung spielen Geooperatoren eine wichtige Rolle zur Analyse der Geodaten. Auf Basis eines guten Datenbestandes (geometrische und Sachdaten) erlaubt ein GIS zum Beispiel:

Κ Abfragen von Eigenschaften in einem Gebiet (zum Beispiel: Wieviele Einwohner hat diese Stadt?) Κ Visualisierung der Lage, Extraktion oder Modifikation aller Objek- te mit vorgegebenen Eigenschaften Κ die Verschneidung (Feststellung, wo vorgegebene Eigenschaften verschiedener Themen aufeinandertreffen) Κ die visuelle Überlagerung geometrischer Daten verschiedener Quellen auf Basis geo referenzierter Koordinaten

In der Geodäsie bzw. Kartographie werden GIS zur Erstellung von Karten, Atlanten, Sonder- und Leitungs-Katastern, Zeitreihen oder VR-Simulationen genutzt. Neben den kommerziell vermarkteten GIS gibt es auch freie GIS.

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Assoziativität

Die Verknüpfung der abgeleiteten Darstellungen von einem Modell nennt man Assoziativität. Dazu zählen beispielsweise 2D-Zeichnungen, wie Ansichten, Grundrisse und Schnitte, sowie Stücklisten, Maßan- gaben, Schraffuren etc. Durch die Verknüpfung werden die Daten nach Änderungen im Modell aktualisiert.

Business Process Management (BPM)

Business Process Management (BPM) beschreibt Methoden welche computerbasierte Werkzeuge beinhalten, um Geschäftsprozesse zu betrachten, analysieren und gegebenfalls anzupassen. Diese werden im Computer modelliert, dies erlaubt die Ausführungen der Prozesse zu überwachen. Ziel ist der reibungslose Ablauf sowie die kontinuierliche Optimierung von Arbeitsabläufen (engl. Workflows).

Geschäftsprozessmodell und -notation [Business Process Model and Notation (BPMN)]

Geschäftsprozessmodell und -notation (BPMN-Business Process Model and Notation) ist ein ISO-Standard zur Erstellung von Geschäftsprozess- modellen. Dieser Standard definiert die Speicherung der Modelle in einem maschinenlesbaren Format. Dies erlaubt, die Anwender der Prozesse mittels spezialisierter Software bei der Abarbeitung und Ver- folgung der Prozesse zu unterstützen. Für die Dokumentation der Anwendungsfälle gemäß VDI 2552 und buildingSMART, sowie für die Erstellung von Informationslieferungshandbüchern (IDM) gemäß ISO sind die zugehörigen Informationsaustauschprozesse in BPMN zu dokumentieren.

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EU Beispiel eines Prozesses in BPMN

DMN

Entscheidungsmodell und Notation (DMN-Decision Model and Nota- tion) dient der Erstellung von Entscheidungsmodellen. Als Ergänzung zur Prozessmodellierung BPMN werden Abhängigkeiten und Zusammensetzungen von Entscheidungen anhand der Prozesse betrachtet. Hierüber können beispielsweise Entscheidungsdiagramme (Decision Requirements Diagram) und Entscheidungstabellen (Decision Table) abgebildet und dargestellt werden. Daneben kann eine Ver- knüpfung von DMN und BPMN aufgebaut werden, sodass definierte Prozesse übersichtlich Entscheidungen zugeordnet werden können.

EI Beispiel einer Entscheidungstabelle

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Bounding Box

Eine Bounding-Box ist ein minimales Begrenzungsvolumen in Form eines rechteckigen Kastens, so dass es ein Objekt vollständig enthält.

EO unregelmäßige Figur mit Bounding Box

Volumen

Ein Volumen hat im Gegensatz zu einer Fläche eine physikalisch oder fiktiv definierte, begrenzte räumliche Ausdehnung. Da das 3D-Modell in der BIM-Methodik die wesentliche Grundlage darstellt, ist die 3D-Darstellung mit Volumen unerlässlich. Tatsächlich gibt es auch 3D-Darstellungen, die nicht auf Volumen basieren, diese ermöglichen dann auch nur begrenzte Möglichkeiten wie z. B. die Visualisierung.

Flächenmodell

Form des 3D-Geometriemodells bei dem der geometrische Körper anhand begrenzender Flächen beschrieben wird. Da das Verfahren offene Geometrien zulässt, ist eine Volumenberechnung nicht immer möglich. Das Flächenmodell ist ein Modelltyp, der insbesondere zur Visualisierung genutzt wird. In Computerspielen aber auch bei der Visualisierung von Infrastrukturmodellen z. B. für digitale Gelände- modelle kommt das Flächenmodell zur Anwendung. Objekte werden dabei meist durch Dreiecksnetze beschrieben, zudem muss den Flächen eine Orientierung (Vorder-, Rückseite) mitgegeben werden.

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R Schnitt durch einen Flächenkörper

Volumenmodell

Das Volumenmodell beschreibt Körper anhand geschlossener Geo- metrien. Zur Beschreibung der Oberflächen von Volumen stehen mehrere mathematische Algorithmen wie Polygonnetze wie z. B. Dreie- cksvermaschung, Splines oder sogenannte 3-D-Primitiven zur Ver- fügung, die sich in der Abbildungsgenauigkeit sowie dem Rechen- und Speicheraufwand unterscheiden. Die drei bekanntesten Computer- repräsentationen für Volumenmodelle sind Boundary Representation (BRep), Constructive Solid Geometry (CSG) sowie SweptSolid.

RQ Schnitt durch einen Volumenkörper

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Constructive Solid Geometry (CSG)

Die Constructive Solid Geometry (CSG) ist eine Methode zur geo- metrischen Beschreibung eines Volumens auf der Basis von Grund- körpern (z. B. Würfel, Zylinder, Pyramide, Kugel, etc.) und booleschen Operationen wie Vereinigung, Schnitt und Differenz.

Siehe auch Volumenmodell.

CSG B-Rep

RW Unterschied CSG und BRep

Boundary Representation (BRep)

Bei der Boundary Representation (BRep), auf Deutsch Begrenzungs- flächendarstellung, handelt es sich um eine Methode zur expliziten geometrischen Beschreibung eines Volumens durch die dreidimen- sionalen Umrandungen von Körpern. Dabei werden Knoten zu Kanten und dies zu Flächen verbunden, welche dann selbst Hüllkörper formen können. Dabei werden die Form und das Volumen ausschließlich durch die umschließende Hülle beschrieben. Dazu wird die Oberfläche in ein Netz aus beliebig vielen Dreiecken aufgeteilt. Der Komplexität sind dabei keine Grenzen gesetzt, solange alle Einzelflächen zusammen ein geschlossenes Volumen ergeben. Allerdings kann die Datenmenge hierbei sehr groß werden.

Siehe auch Volumenmodell.

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SweptSolid

Synonym: Κ Extrusion

Bei dieser Methode zur Beschreibung eines Volumenkörpers wird ein Profil als Querschnittsfläche verwendet, das entlang einer Kurve, die als Bewegungsvektor dient, durch den Raum bewegt wird. Das Profil kann dabei zusätzlich verzerrt oder gedreht werden, um die gewünschte Form zu erhalten. Die Bezeichnung lässt sich am besten mit „geführter Festkörper“ übersetzen, womit das Vorgehen bei der Erzeugung bereits veranschaulicht wird. Derartige Objekte benötigen vergleichsweise wenig Speicherplatz, sind aber in ihrer Ausformung relativ begrenzt. Daher ist diese Art der Beschreibung in erster Linie für einfache Standardformen geeignet.

RE IfcSweptDiskSolid

Comma Separated Values (CSV)

Das Dateiformat CSV steht für „Comma Separated Values“ (seltener auch als „Character Separated Values“ bezeichnet) und beschreibt den Aufbau einer Textdatei zur Speicherung oder zum Austausch einfach strukturierter Daten. Ein allgemeiner Standard für das Dateiformat CSV existiert nicht, üblicherweise wird als Trennzeichen entweder ein

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Komma oder ein Semikolon verwendet sowie pro Datensatz eine Zeile. CSV Dateien sind Textdateien, die sowohl von Menschen als auch von Maschinen lesbar sind.

Extensible Markup Language (XML)

Die Extensible Markup Language (XML), auf Deutsch „Erweiterbare Auszeichnungssprache“, ist ein Dateiformat zur Speicherung hierar- chisch strukturierter Daten. Da das Format eine Textdatei ist, ist sie sowohl maschinenlesbar, als auch von Menschen lesbar. Mit ifcXML können IFC-Daten ebenfalls im XML Format abgespeichert werden.

RR Ausschnitt einer ifcXML Datei

Datenbank (DB)

Eine Datenbank ist eine organisierte Datensammlung. Sie umfasst die Speicherung, Verwaltung und Darstellung der Daten in konsistenter Form. Sie beinhaltet üblicherweise auch die Zugriffsmöglichkeiten und Regeln und Rollen für die Manipulation der enthaltenen Daten und Datenstrukturen. Die in der Datenbank gespeicherten Daten werden so strukturiert, dass sie bei Bedarf in möglichst kurzer Zeit zur Verfügung stehen.

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RT Datenbankstruktur

Domäne

Eine Domäne ist ein Fach- oder Wissensgebiet. Man unterscheidet üblicherweise also fach-, gewerke-, disziplin- oder systemspezifische Domänen.

Metadaten

Metadaten, auch Meta-Daten, sind Informationen über Eigenschaften anderer Daten. Z. B. Zeichnungsdatum und Freigabe-Verantwortlicher bei Plänen, oder Ersteller und Gewerk bei Modellen.

Prozess

Ein Prozess, auch Arbeitsprozess oder Geschäftsprozess, ist eine Abfolge von klar definierten Arbeiten, um ein gewisses Ziel zu erreichen. Durch die Definition der Arbeitsabfolgen und der beteiligten Personen, Rollen und Organisationen kann eine gleichbleibende Quali- tät des Prozesses sichergestellt werden. Es ist zudem auch immer anzugeben, was der Input und was der Output ist.

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RZ Prozess mit Eingabe und Ausgabe

Workflow

Workflow ist Englisch für Arbeitsprozess. Meist spricht man von einem Workflow bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen. Siehe auch BPM.

RU Workflow

Fallverwaltungsmodellierung und -notation [Case Management Model and notation (CMMN)]

Fallverwaltungsmodellierung und -notation (CMMN-Case Manage- ment Model and Notation) dient der Erstellung eines flexibel ablaufenden Geschäftsprozesses. Als Ergänzung zur Prozess- modellierung BPMN obliegt dem Anwender bei CMMN die genaue Reihenfolge eines Ablaufs selbst. So ist es beispielswiese nicht zwin- gend notwendig, Aufgaben, die unabhängig voneinander erledigt werden müssen, vorzuschreiben. CMMN verwaltet die Aktivitäten in einem Fall, definiert die Voraussetzungen zum Start und zum Ende einer Aufgabe und legt die Voraussetzungen des Abschlusses fest. CMMN sorgt für die Transparenz der Detailtiefe eines Prozesses und schafft eine Übersicht im Workflow. – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Versionierung

Im Sinne der Nachvollziehbarkeit und Nachverfolgbarkeit von Ände- rungen sind alle Änderungen in den Datensätzen in der gemeinsamen Datenumgebung fortlaufend eindeutig zu kennzeichnen. Dies kann per Dateinamenskonvention geschehen, wenn die CDE eine einfache Ordnerstruktur ist, oder im Falle einer datenbankgestützten CDE durch entsprechende Metadaten und fortlaufende Speicherung. – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

[Seite 120]

[Seite 120: gedrehter Text]

[Seite 121]

Anhang

Stichwortverzeichnis

Die fett gedruckten Seitenzahlen verweisen auf die Erklärung des Begriffs, die anderen sind Querverweise.

Symbole appointed party 39 appointing party 39 2,5D 71 AR 18, 96 2D 46, 70, 71, 87 Arbeitsprozess 106, 107 3D 71 Architecture, Engineering, 3D-Marker 85 Construction 97 3D-Modell 71, 72, 73, 85, 101 Architecture, Engineering, 4D 72 Construction and Operation 4D-Modell 72 97 5D 72 Archiviert 68 5D-Modell 72 As-built-Kontrolle 58 6D 73 As-built Model 57 6D-Modell 73 Asset 30, 32, 34, 38 Asset Information Model 55 A Asset Information Requirements actor 39 37 AEC 97 Asset Management 32, 38 AECO 97 Assoziativität 99 AHO 26 Attribut 63, 71, 74 AIA 23, 31, 35, 37, 42, 62 Attribute 42, 45, 49, 58, 73, 74, AIM 55 75, 80 AIR 37 Attributierung 74 Akteur 39 Auftraggeber 23, 33, 35, 37, 39, alphanumerische Daten 49 44, 62, 83, 87 alphanumerischer Detaillierungs- Auftraggeber-Informations-An- grad 65 forderungen 33, 35 AMG 38 Auftragnehmer 35, 38, 39, 51 Anwendungsfall 14, 33, 34, 36, Augmented Reality 96 52, 64, 65 Ausarbeitungsgrad 62

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Austauschanforderungen 36, 37, BIM Container 44 48, 62, 63, 84 BIM Content 78 Austausch baulich betrieblicher BIM-Einführungsplan 94 Gebäude Informationen 46 BIM Execution Plan 16, 37 Austausch-Informations- BIM-Gesamtkoordinator 40, 41 anforderung 36 BIM Goal 33 Autorensystem 42 BIMiD 27 BIM Kick-Off 44 B BIM-Koordinationsbesprechung 44 BAP 16, 23, 31, 37, 42, 43, 51, BIM-Koordinator 40, 42 62 BIM-Lastenheft 35 BAP-Entwurf 38 BIM-Leistungen 38 Base Quantities 78 BIM Level 25 Basismengen 78 BIM-Management 41 Baugrundmodell 56, 57 BIM-Manager 30, 41, 121 Bauteil 14, 54, 58, 64, 76, 79 BIM-Modell 52, 54, 57 BCF 84, 85 BIM-Modellplan 38 BEP 16, 37 BIM-Niveau 25 Bereitstellungsphase 32, 34, 54 BIM-Nutzer 42 Bereitstellungsteam 39, 40 BIM-Pflichtenheft 37 Besondere Vertragsbedingungen BIM-Projektablaufplan 37 35 BIM-Prozess 31 Bestandsmodell 54, 55, 58 BIM-Referenzobjekt in Deutsch- Betriebsphase 22, 32, 38, 55, 57, land 27 82 BIM Requirements 35 Big BIM 82, 83 BIM-Startbesprechung 44 BIM 13, 14, 18, 19, 21, 22, 23, BIM-Strategie 94 25, 29, 30, 34, 35, 36, 37, 41, BIM-Stufenplan 20 52, 57, 58, 59, 62, 66, 71, 73, BIM to Field 61, 62 74, 81, 86, 101 BIM-Umsetzungsniveau 25 BIM-Abwicklungsplan 16, 37, 38 BIM Use Cases 34 BIM-Anforderung 28, 33, 35 BIM Uses 34 BIM-Anwendung 31, 33, 34, 35 BIM Viewer 84 BIM-Auftaktveranstaltung 44 BIM-Ziel 30, 31, 33, 34, 36 BIM-Autor 40, 42 BMVI 20, 25 BIM-BVB 35, 36 Boundary Representation 102, BIM Cases 34 103 BIM Collaboration Format 85

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Bounding Box 101 COBie 46, 49 BPM 99, 107 CoBIM 28 BPMN 50, 99, 100 Comma Separated Values 104 BRep 102, 103 Common BIM Requirements 28 bSDD 48, 49, 66, 85 Common Data Environment 46, bSI 18, 19 85 Building Information Manage- Computer Aided Design 97 ment 30 Computer-aided Facility-Ma- Building Information Modeling nagement 98 13, 19, 20, 21, 23, 25, 26, 27, 30 Construction Operations Building buildingSMART Data Dictionary Information Exchange 46 66, 85 ConstructionProcess Integration buildingSMART Deutschland e.V. XML 92 18, 19 Constructive Solid Geometry buildingSMART German Chapter 102, 103 18 CPIXML 92 buildingSMART International CSG 102, 103 18, 19 CSV 104 Business Process Management D 99 Business Process Model and Data Drop 31, 34, 84 Notation 99 Daten 29, 30, 35, 42, 46, 49, 54, C 57, 61, 68, 84, 85, 86, 104, 105, 106 CAD 18, 46, 86, 87, 97, 121 Datenaustauschszenario 84 CAFM 57, 87, 98 Datenbank 85, 105 CAFM-Connect 87 DB 105 CAFM-Modell 57 Decision Model and Notation Case Management Model and 100 notation 107 Definitionsgrade 63 CDE 46, 67, 85, 108 Delivery Phase 32 City Geography Markup Langua- delivery team 40 ge 86 DesiGN file 86 CityGML 86 Deutsche Institut für Normung Clash Detection 46 e.V. 20 Closed BIM 82 DGN 86 CMMN 107 Digitalisierungsgrad 68

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DIN 20, 21, 22 F DIN 276 21 DIN EN ISO 16739 22, 79 Fachmodell 36, 41, 42, 46, 54, DIN EN ISO 19650 22, 28, 32, 56, 58 38, 39, 55, 67 Facility Management 28, 38, 73 DMN 100 Fallverwaltungsmodellierung und Domäne 106 -notation 107 Drawing FileFormat 86 FBX 87 Drawing Interchange File Format Federation 78 86 Federationsmodell 78 drohnen-basiertes Aufmaß 61 federführender Informations- DWG 86 bereitsteller 39, 40 DXF 86 Federiertes Informationsmodell 78 E Federiertes Modell 78 Fertigstellungsgrad 55, 62 Editor 42 Field to BIM 61 Eigenschaft 74, 75, 93 Filmbox 87 Eigenschaftssatz 75 Flächenmodell 101 EIR 35, 36, 62, 63 FM 28, 38, 39, 46 Elementeigenschaft 74 Employer‘s Information Require- G ments 35 Enterprise-Resource-Planning GAEB 87 98 GEFMA 28 Entität 30, 77 gemeinsame Datenumgebung Entscheidungsmodell und Nota- 46 tion 100 Geography Markup Language 93 Entscheidungszeitpunkt 34 Geometriedetailierungstiefe 63 ER 36 geometrischer Detaillierungsgrad ERP 98 63 Exchange Information Require- German Facility Management ments 36 Association 28 Exchange Requirements 36 Gesamtmodell 54, 56, 58 Extensible Markup Language Geschäftsprozess 106 Geschäftsprozessmodell und 105 Extrusion 104 -notation 99 Geteilt 68

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GIS 98 Information Delivery Manual Globally Unique Identifier 73 48, 50 GML 86, 93 Information Delivery Specifica- GroundXML 93 tion 48 GUID 73, 77 Informationen 13, 22, 29, 30, 33, 35, 36, 39, 42, 43, 44, 46, H 48, 49, 50, 51, 54, 57, 60, 62, 63, 65, 66, 74, 75, 85, 106 harte Kollision 47 Information Requirements 36 HOAI 26, 34 Informationsanforderungen 23, I 35, 36, 37 Informationsaustausch- IAA 36 anforderungen 23, 36 IAI 20 Informationsautor 42 IDM 34, 48, 50 Informationsbedarfstiefe 63 IDS 48, 49 Informationsbereitsteller 39, 40, IFC 22, 45, 46, 48, 49, 73, 75, 43, 68 79, 82 Informationsbesteller 39, 40, 43, IFC-Alignment 89 68 IFC-Bauelemente 90 Informationsbestellung 42, 43 IFC-BuildingElement 90 Informationscontainer 44, 67, IFC Class 79 68 IFC Exchange Format 87 Informationsdetailierungstiefe IFC-Klasse 79, 80 65 IFC Object Model 79 Informationskoordinator 40 IFC object type 79 Informationslieferung 39, 40, IFC Objekt Modell 79 42, 43, 44, 50, 63 IFC-Objekttyp 77, 79 Informations-Lieferungs-Hand- IFC Specification 88 buch 48 IFC-Standard 19 Informations-Lieferungs-Spezi- IFC Toolkit 89 fikationen 48 IfcXML 92 Informationsmanager 41 IFD 66 Informationsnutzer 42 ILH 48 Informationstransfers 49 ILS 48 InfraGML 93 In Bearbeitung 68 Interaktion 50 Industry Foundation Classes 22, Interaktionskarte 50 48, 79 Interaktionsplan 50

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Internationale Allianz für Inter- Lifecycle 66 operabilität 20 Lifecycle costs 67 International Framework for LIM 54, 55 Dictionaries 66 Little BIM 14, 83 Interoperabilität 83, 85, 87 LoD 65 IR 36 LOD 38, 62, 63, 64 LOG 62, 63, 64 K LOI 38, 62, 65 LOIN 42, 62, 63 Key Decision Point 34 Klassifizierungssystem 66, 85 M Kollaborationsplattform 46 Kollisionsprüfung 34, 46, 47, 56 Meilenstein 34, 36, 43, 84 Koordinationsbesprechung 44, Merkmal 74 45 Metadaten 106, 108 Koordinationsmodell 56 Mittelstand 4.0 27 Koordinierungskreis BIM 23 Modelchecker 58 Koordinierungsmodell 54, 56 Model Checker 47, 58, 84, 92 Modellansichtsdefinition 45 L modellbasierte Herstellkosten 52 LandXML 93 modellbasierte Leistungser- Laserscanning 59, 60 fassung 52 LCC 67 modellbasierte LV-Menge 52 Lebenszyklus 20, 22, 29, 32, 66, modellbasierte Mengen- 97 ermittlung 34, 52 Lebenszykluskosten 67 modellbasiertes Behinderungs- Leistungsvermögen 95 management 51 Level of Detail 64, 65 modellbasiertes Mängel- Level of Development 62, 64 management 51 Level of Geometry 62, 63 Modelldetaillierungsgrad 62 Level of Information 62, 63, 65 Modellelement 76 Level of Information Need 63 Modellelementtyp 77 LIA 37 Modellierungsrichtlinie 38 Liegenschafts-Informations- Model View Definition 45 anforderungen 37 Model View Definition Extensible Liegenschafts-Informations- Markup Language 45 modell 54, 55 Modelviewer 84 Liegenschaftsverwaltung 38

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MTL 92 PIR 36 MVD 45, 49 planen-bauen 4.0 26 mvdXML 45 Planungs- und Ausführungsphase 32 N PM 38, 39, 50 Process Map 50 NABau 21 Project 32 natives Format 83 Project Information Require- Normenausschusses Bauwesen ments 36 21 Projekt-Informations- O anforderungen 36 Projekt-Informationsmodell 54, OBJ 92 55 Objekteigenschaften 75 Projektphase 22, 32, 62, 63, 65 Objektinformationen 75 Projektplattform 85 objektorientierte Modellierung Property 38, 75 75 Property-Management 38 offener Standard 83 Property Set 75 OIA 36 Proprietäres Format 83 OIR 36 Prozess 13, 42, 50, 52, 74, 84, OKSTRA 80 106 Open BIM 18, 82 Prozess-Diagramm 50 Open Standard 83 Prozesskarte 50, 51 Operational Phase 32 Prüfmodell 56 Organisational Information PSet 75 Requirements 36 Punktwolke 60 Organisations-Informations- anforderungen 36 Q P QTO 52 Quantity Takeoff 52 Parameter 48, 77 Parametrik 77 R Parametrisches Modellieren 77 REB 53 PAS 1192 28 Referenzmodell 56 PB 4.0 26 Referenzprozess 31 PIA 36 Reformkommission Bau von PIM 54, 55 Großprojekten 23

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Regelungen für die Elektronische VDI 2552 Blatt 4 23, 38 Bauabrechnung 53 VDI 2552 Blatt 5 23 Reifegradstufe 25 VDI 2552 Blatt 6 23 Revisionsmodell 57 VDI 2552 Blatt 7 23 VDI 2552 Blatt 8 23 S VDI 2552 Blatt 9 23 VDI 2552 Blatt 10 23 Single-Source of truth 30 VDI 2552 Blatt 11 23 SMC 92 Verantwortlichkeitsmatrix 51 Standard for the Exchange of Verein Deutscher Ingenieure 22 Product model data 91 Veröffentlicht 68 Statuscode 67 Versionierung 108 STEP 87, 91 Virtual Reality 96 Stufenplan Digitales Planen und Visualisierung 28, 34, 72, 95, Bauen 20, 25 101 Subset 45 Volumen 101, 102, 103 SweptSolid 102, 104 Volumenmodell 102, 103 T Vor-BAP 38 vorläufiger BAP 38 Tachymeter 60, 62 VR 96, 98 Tagged Image File Format 93 Teilmodell 54, 56 W TIFF 93 weiche Kollision 47 Totalstation 60 Workflow 51, 85, 107 U X UCM 34 XBau 28 Universal Types 93 XML 28, 87, 92, 105 Use Case 34, 42 XML in der öffentlichen Ver- Use Case Management 34 waltung 28 V XÖV 28 XPlanung 28 VDI 22 VDI 2552 22, 23, 38 VDI 2552 Blatt 1 23, 43 VDI 2552 Blatt 2 14, 23 VDI 2552 Blatt 3 23

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Abbildungsverzeichnis

Abb. Q Daten – Informationen – Michael Raps Wissen Abb. W BIM-Prozess DIN EN ISO 19650-1:2019-08 Bild 4, Seite 23 Abb. E BIM-Referenzprozess Michael Raps Abb. R Phasen des Lebenszyklus DIN EN ISO 19650-1:2019-08 Bild 3, Seite 22 Abb. T Arten der Informations- DIN EN ISO 19650-1:2019-08 anforderungen Bild 2, Seite 18 Abb. Z BIM Manager und Amir Abbaspour -Koordinatoren Abb. U Informationsbestellung VDI 2552 Blatt 1:2020-07 und Lieferung Bild 10, Seite 32 Abb. I Ablauf einer Koordina- Michael Raps tionsbesprechung Abb. O Kollision zwischen DhochN GmbH Tragwerk und Lüftung Abb. Q Interaktionsplan DIN EN ISO 29481-1:2018-01 Bild B.2, Seite 25 Abb. QQ Prozesskarte DIN EN ISO 29481-1:2018-01 Bild B.1, Seite 24 Abb. QW Darstellung der Teil- DIN EN ISO 19650-1:2019-08 modelle nach Fach- Bild A.2, Seite 43 disziplin Abb. QE Ausschnitt aus Solibri Amir Abbaspour Model Checker Abb. QR Laserscanning im DhochN GmbH Bestand Abb. QT Tachymeter Steuernagel Ingenieure GmbH Abb. QZ Punktwolke eines Steuernagel Ingenieure GmbH Gebäudes – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Abb. QU LOIN-Rahmen FprEN 17412-1:2020 Bild 8, Seite 20 Abb. QI Beispiel für LOG FprEN 17412-1:2020 Bild 2, Seite 13 Abb. QO Lebenszyklus eines BIM-Institut der Bergischen Bauwerks Universität Wuppertal Abb. W Konzept einer DIN EN ISO 19650-1:2019-08 gemeinsamen Daten- Bild 10, Seite 36 umgebung Abb. WQ Digitalisierung nach Michael Raps, mit Daten der Branchen Top 500 Studie 2014 von Accenture Abb. WW 2D-Darstellung Thorsten Baum Abb. WE 3D-Darstellung Thorsten Baum Abb. WR 3D bis 6D BIM Amir Abbaspour Abb. WT Darstellung des Struktur- DIN EN ISO 19650-1:2019-08 schemas für Informa- Bild A.3, Seite 43 tionscontainer in einem federierten Modell Abb. WZ Beispiele für IFC-Objekt- Michael Raps typen Abb. WU Zusammenhang zwischen Michael Raps Open-, Closed-, Little- und Big-BIM Abb. WI Native und Offene Amir Abbaspour Formate Abb. WO IFC Datenschema buildingSMART International Abb. E IFC Alignment Technical report TU München 2015, Amann und Bormann, Seite 3 Abb. EQ BuildingElements am VDI 2552 Blatt 9:2020-08 Beispiel einer Tür (Entwurf), Bild A2, Seite 13

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Abb. EW IFC-Datei im Michael Raps STEP-Format Abb. EE Von der Vision zum Erfolg Michael Raps Abb. ER Visualisierung Christina Müller – Entwurfs- projekt Abb. ET Kollaboration im Foto: Alexander Fröhlich – VR-Raum Modell und Grundriss aus Vorführprojekt: ALLPLAN Handelsvertretung Olaf Nicke Abb. EZ AR zeigt 2D Papierplan Foto: Alexander Fröhlich auf Tablett interaktiv dreidimensional Abb. EU Beispiel eines Prozesses Michael Raps in BPMN Abb. EI Beispiel einer Ent- Michael Raps scheidungstabelle Abb. EO unregelmäßige Figur mit Michael Raps Bounding Box Abb. R Schnitt durch einen Amir Abbaspour Flächenkörper Abb. RQ Schnitt durch einen Amir Abbaspour Volumenkörper Abb. RW Unterschied CSG und Amir Abbaspour BRep

Abb. RE IfcSweptDiskSolid buildingSMART International Abb. RR Ausschnitt einer Michael Raps ifcXML Datei Abb. RT Datenbankstruktur Michael Raps Abb. RZ Prozess mit Eingabe und Michael Raps Ausgabe Abb. RU Workflow Michael Raps

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Vorstellung der Autoren

Amir Abbaspour

hat Geoinformation und Kommunaltechnik an der University of Applied Sciences in Frankfurt am Main studiert. Bereits während seines Studiums arbeitete er als Trainer für CAD- Schulungen und setzte sich intensiv mit dem BIM-Themenfeld auseinander. Als BIM-Berater in einem Frankfurter Unternehmen erwarb er viel Erfahrungen in diversen Projekten. Dabei standen die unterschiedlichen BIM-Rollen mit ihren verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Lösungsvarianten stets im Vordergrund.

Seit 2018 arbeitet er als BIM-Manager bei der omniCon-Gesellschaft für Innovatives Bauen mbH, definiert die Anforderungen sowie den BIM-Einsatz in verschiedenen Projekten. Er ist zuständig für die Opti- mierung interner und externer Prozesse. Identifizierung, Definierung, Entwicklung und Analysierung möglicher Use Cases und deren Zusam- menhänge in den Projekten fallen weiterhin in seinen Verantwortungs- bereich.

Seit vielen Jahren hält er außerdem Vorträge zum Thema BIM und enga- giert sich in verschiedenen BIM-Fachgruppen auf internationaler Ebene. Herr Abbaspour ist Sprecher der buildingSMART Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar.

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Dipl.-Ing. Thorsten Baum

hat Bau-Ingenieurwesen an der TU Berlin studiert. 1996 als Statiker in einem Berliner Ingenieurbüro begonnen, 1997 wechselte er zur Hauptniederlassung der Philipp Holzmann AG in Berlin, lernte den Technischen Innendienst, mit Nachtragsmanagement, Kalkulation, Arbeits- vorbereitung sowie Projektcontrolling kennen. Er wechselte 2000 in die Zentrale nach Neu- Isenburg und war weltweit für das Kalkulations- und Projektcontrolling-System zuständig. Seit 2002 ist Herr Baum in verschiedenen Bahngesellschaften für das Investitions- und Projekt- controlling tätig. Sein Engagement im Arbeitskreis Informations- management des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie hat ihm eine starke Vernetzung in der Bauwirtschaft erbracht. Er ist mitver- antwortlich für die frühe Einführung der BIM-Methodik bei der Deut- schen Bahn AG. Neben der Leitung des Blattes 2 der VDI-Richtlinie 2552 engagiert er sich seit vielen Jahren in verschiedenen BIM Gremien bei DIN und VDI.

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Dipl.-Ing. Michael Raps, MaS ICT

hat als Bauingenieur an der Fachhochschule Nordwestschweiz im Jahr 2002 diplomiert mit dem Thema 4D-Modellierung. 2008 kam dann der Abschluss als Master of advanced Studies in Infor- mation and Communication Technologies (Infor- matik) dazu. Im Jahr 2009 hat er mit weiteren BIM-Vorreitern des CRB und der ETH den Schwei- zer Ableger buildingSMART.ch, jetzt Bauen digital Schweiz, gegründet. In seiner Arbeit als Wissen- schaftler an der FH Nordwestschweiz hat er in fast 10 Jahren viele KMU auf ihrem Weg zur Digitalisierung der Arbeitsprozesse begleitet und dabei auch BIM-Software mitentwickelt. Seit 2012 lebt und arbeitet er in Oldenburg (Niedersachsen) wo er seine Zeit zwischen der Jade Hochschule und seinen freiberuflichen Projekten zur Digitalisierung mit Ingenieur-, Architektur- und Bauunternehmen aufteilt. Unter anderem gibt er Schulungen zu BIM-Basiswissen bei der BIM-Bau- meister-Akademie, deren Mitbegründer er ist. Außerdem ist er stellver- tretender Vorsitzender des BIM-Koordinierungskreises beim VDI und hat dort auch bei sieben der elf Blätter aktiv mitgearbeitet. Auch im DIN-Arbeitsausschuss zum Thema BIM ist er vertreten, ebenso in zwei der vier Unterarbeitsausschüsse.

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Impressum

Herausgeber: buildingSMART Deutschland e. V.

© 2020 bSD Verlag Haus der Bundespressekonferenz / 4103 Schiffbauerdamm 40 10117 Berlin

Telefon: +49 30 2363667-0 Telefax: +49 30 2363667-205 www.buildingsmart.de E-Mail: geschaeftsstelle@buildingsmart.de

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Gestaltung: fernkopie Satz: B&B Fachübersetzergesellschaft mbH Druck: ddz Berlin Gedruckt auf säurefreiem, alterungsbeständigem Papier nach DIN EN ISO 9706

ISBN 978-3-948742-15-7 – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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Wozu nun ein BIM-Glossar, wenn es doch zum Beispiel schon die VDI-Richtlinie 2552 Blatt 2 und andere Begriffssammlungen gibt?

Dieses BIM-Glossar soll keine BIM-Definition ersetzen, sondern vielmehr daneben ausführliche Erläuterungen mit ansprechenden Beispielen geben. – 7202/6202 erhaJ eid rüf gnutlawrevuabstaatS nehcsireyaB red nebagreV ni gnuztuN eid rüF –

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