Objekt- und Freianlagenplanung für Rechenzentrum und Umbau Dienststelle DRV Königstein
Die Deutsche Rentenversicherung Hessen vergibt Objektplanungsleistungen für ein Rechenzentrum und den Umbau ihrer Dienststelle in Königstein im Taunus. Gegenstand sind Leistungen der Objektplanung für Gebäude gemäß HOAI §§ 33 ff. und für Freianlagen gemäß HOAI §§ 38 ff. für die Leistungsphasen 1 bis 9. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Das bestehende Gebäudeensemble (Hauptgebäude und Neubau von 2002) mit ca. 11.300 qm BGF soll für ca. 430 Mitarbeiter optimiert werden, wobei ein neues Nutzungskonzept mit Desk Sharing und Open Space sowie die Integration eines Rechenzentrums der Verfügbarkeitsklasse VK2+ geplant sind.
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Die Deutsche Rentenversicherung Hessen hat eine Nebenstelle ihres Hauptsitzes in Königstein im Taunus, Altenhainer Str. 1. Dort sollen planmäßig voraussichtlich ca. 430 Mitarbeiter arbeiten. Die derzeitig vorhandenen Gebäude (Hauptgebäude und Neubau Bj. 2002) mit einer BGF von etwa 11.300 qm (Netto-Grundfläche ca. 9.900 qm) sollen in ihrer Nutzung optimiert werden, indem ein neues Nutzungskonzept (Desk Sharing z.T. mit Open Space) eingeführt wird und die Integration des Rechenzentrums der DRV-Hessen erfolgt. Zu diesem Zweck sind Eingriffe in den Bestand erforderlich, die eine erstmalige Erstellung. eines Brandschutzkonzeptes, sowie eine Baugenehmigung erforderlich machen. Für die Einführung neuer Arbeitswelten sind adäquate Anpassungen der Raumstruktur und eine grundsätzliche Renovierung der 2002 bezogenen Gebäude vorzusehen, um die Akzeptanz durch die Mitarbeiter zu gewährleisten. Das an diesem Standort neu projektierte Rechenzentrum soll die Anforderungen einer hohen Verfügbarkeitsklasse (VK2+) entsprechen, wofür im Vorfeld seitens des Ingenieurbüros VZM GmbH aus Bonn das notwendige Sicherheitskonzept erstellt wird. Die Integration des neuen Rechenzentrums soll soweit möglich im Rahmen der vorhandenen Räumlichkeiten erfolgen, macht aber haus- und brandschutztechnische Baumaßnahmen erforderlich. Auch das neue Brandschutzkonzept für den gesamten Gebäudekomplex wird voraussichtlich erhebliche bauliche Maßnahmen zur Folge haben. Außerdem ist die mit HPL-Platten verkleidete Außenfassade des Neubaus sanierungsbedürftig und auch die Fassade des Hauptgebäudes benötigt eine Renovierung. Das zu sanierende Hauptgebäude und der Erweiterungsbau bilden dabei eine funktionale Einheit. Mit dieser Ausschreibung werden die Objektplanungsleistungen ausgeschrieben: Der Auftraggeber beabsichtigt, den späteren Auftragnehmer mit Leistungen der Objektplanung für Gebäude gem. §§ 33 ff. i.V.m. Anlage 10.1 HOAI und Leistungen der Objektplanung für Freianlagen gem. §§ 38 ff. i.V.m. Anlage 11 HOAI nach § 3 des vorliegenden Vertrages zu beauftragen.
- Nachweis von Referenzen für vergleichbare öffentliche Hochbauprojekte
- Eignung nach VOB/A bzw. VgV
- Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB
- Fähigkeit zur stufenweisen Beauftragung über alle 9 HOAI-Leistungsphasen
- Erfahrung mit Rechenzentrumsplanung und hohen Verfügbarkeitsanforderungen (VK2+)
- Erstellung eines Brandschutzkonzeptes und Einholung einer Baugenehmigung
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen — verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Eigenerklärung des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Die Nachforderung erfolgt gemäß § 56 VgV.
Gegenstand dieses Loses sind die Leistungen der Objektplanung Gebäude gem. §§ 33 ff. i.V.m. Anlage 10.1 HOAI und die Leistungen Objektplanung Freianlagen gem. §§ 38 ff. i.V.m. Anlage 11 HOAI für die Leistungsphasen 1 bis 9. Die Beauftragung der Leistungen erfolgt dabei stufenweise: Stufe 1 = HOAI Lph. 1-4, Stufe 2 = HOAI Lph. 5, Stufe 3 = HOAI Lph. 6 - 7, Stufe 4 = HOAI Lph. 8, Stufe 5 = HOAI Lph. 9.
- 35%price
Das Angebot mit dem geringsten Nettopreis für die ausgeschriebene Leistung (vgl. Preisblätter) erhält 35 Punkte. Für die preislich nachfolgenden Angebote wird die Punktzahl gemäß den Angaben der Aufforderung zur Angebotsabgabe berechnet.
- 30%quality
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein Konzept zur Herangehensweise Planung einreichen. Dieses Konzept darf den Umfang von 6 DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Die Darstellung soll erkennen lassen, wie der Bieter die Anforderungen der Auftraggeberin bezüglich des Umbaus, der Integration eines Rechenzentrums und zur Gebäudesanierung aus planerischer und organisatorischer Sicht umsetzen wird. Inhaltliche Anforderungen an das Konzept sind der "Aufforderung zur Angebotsabgabe" zu entnehmen.
- 15%quality
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein Reaktionszeitenkonzept einreichen. Dieses Konzept darf einen Umfang von 3 DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Mit dem Reaktionszeitenkonzept hat der Bieter für das konkrete Vorhaben darzulegen, wie er die kurzfristige Verfügbarkeit sowohl beim Auftraggeber vor Ort als auch am Ort der Baumaßnahme für ad hoc- Besprechungen, Notfallmaßnahmen und ähnliches im Rahmen der HOAI-Leistungsphase 8 sicherstellt. Inhaltliche Anforderungen an das Konzept sind der "Aufforderung zur Angebotsabgabe" zu entnehmen.
- 20%quality
Der Bieter muss mit seinem Angebot ein Personaleinsatzkonzept einreichen. Dieses Konzept darf einen Umfang von 3 DIN A4 Seiten nicht überschreiten. Mit dem Personaleinsatzkonzept hat der Bieter für das konkrete Vorhaben darzulegen, mit welchen Personen er die geschuldete Leistung erbringen wird. Er hat darüber hinaus darzulegen, welche Vertretung er für den Fall von Urlaub oder Krankheit vorsieht und wie dies organisiert wird, insbesondere im Hinblick auf die Informationsweitergabe zwischen den auf Seiten des Bieters projektbeteiligten Personen. Inhaltliche Anforderungen an das Konzept sind der "Aufforderung zur Angebotsabgabe" zu entnehmen.
- 20. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 7. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung