Objekt- und Freianlagenplanung für die Sanierung eines Bürger- und Feuerwehrhauses

Status
Offen
Angebotsfrist
11.11.2026, 10:00 (Europe/Berlin)
Geschätzter Wert
Nicht angegeben
Lose
1
Erfüllungsregion
Rheinland-Pfalz, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Aufruf
Auftragsart
Dienstleistung
Veröffentlicht
22.10.2026
CPV-Codes
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  • Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen (71000000)
  • Dienstleistungen von Architekturbüros (71200000)
  • Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden (71221000)
  • Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen (71222000)
  • Beaufsichtigung der Bauarbeiten (71247000)
  • Bauaufsicht (71520000)
Bekanntmachung
dtvp.de
Bekanntmachungsnummer
731648-2026
Verfahrensnummer
2ce40de7-d2d5-49d6-9f31-91125315f25f

Fragenkatalog

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Kurzbeschreibung

Die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues sucht für die Ortsgemeinde Brauneberg Planungsleistungen zur umfassenden Sanierung und zum Umbau des Bürger- und Feuerwehrhauses in Brauneberg. Beauftragt werden die Objektplanung für das Gebäude über alle neun Leistungsphasen sowie in geringerem Umfang die Planung der Freianlagen; vorgesehen sind unter anderem eine barrierefreie Erschließung des Bürgerhauses und die Erneuerung von Bereichen des Feuerwehrhauses. Die Bauleistungen sollen gemeinsam ausgeschrieben, die Kosten für beide Nutzungsbereiche aber soweit möglich getrennt ausgewiesen und abgerechnet werden. Angebote sind bis zum 11. November 2026 einzureichen.

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Leistungsbeschreibung

Die Ortsgemeinde Brauneberg und die Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues beabsichtigen die Sanierung und den Umbau des bestehenden Bürger- und Feuerwehrhauses in der Dusemonder Straße 50 in 54472 Brauneberg. Das Bürgerhaus und das Feuerwehrhaus befinden sich gemeinsam in einem zweigeschossigen Bestandsgebäude. Das Erdgeschoss wird als Feuerwehrhaus genutzt, während sich das Bürgerhaus mit dem Mehrzwecksaal im Obergeschoss befindet. Gegenstand des Vorhabens ist eine umfassende bauliche, energetische, technische und funktionale Sanierung des Bestandsgebäudes unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen der beiden Nutzungsbereiche. Das im Obergeschoss gelegene Bürgerhaus soll entsprechend den heutigen baulichen, energetischen und funktionalen Anforderungen saniert und barrierefrei umgebaut werden. Die Maßnahme umfasst insbesondere die Sanierung des bestehenden Bürgersaals, die Herstellung neuer Sanitäranlagen, die Errichtung eines angrenzenden Stuhllagers sowie Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung und zur Herstellung der Barrierefreiheit. Hierzu ist unter anderem die barrierefreie Erschließung des Obergeschosses mittels eines Hublifts vorgesehen. Das im Erdgeschoss gelegene Feuerwehrhaus soll entsprechend den heutigen Standards saniert und umgebaut werden. Neben der energetischen und technischen Sanierung sind insbesondere funktionale Anpassungen der Grundrissgestaltung, die Erneuerung und Neuordnung der Sanitär- und Umkleidebereiche sowie die Sanierung der bestehenden Fahrzeughallen vorgesehen. Darüber hinaus sind unter anderem die Erneuerung der Fenster- und Außentüren sowie der Fahrzeughallentore vorgesehen. Für das Gesamtvorhaben liegen bereits Machbarkeitsstudien einschließlich Planunterlagen und Kostenschätzungen vor. Die darin entwickelte Planung soll grundsätzlich Grundlage der weiteren Planung sein und im weiteren Planungsprozess fortgeführt und umgesetzt werden. Erforderliche Konkretisierungen, Fortschreibungen und Anpassungen im Zuge der weiteren Planung bleiben hiervon unberührt. Für das Bestandsgebäude liegt ferner eine Schadstofferkundung vor. Hierbei wurden unter anderem KMF-belastete Baustoffe sowie potenziell asbest- und FCKW-haltige Bauteile bzw. Stoffe festgestellt. Die Ergebnisse der Schadstofferkundung sind bei der weiteren Planung und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen zu berücksichtigen. Aufgrund der unterschiedlichen Kostenträger sind die Kosten der Maßnahmen für das Bürgerhaus und das Feuerwehrhaus soweit technisch und wirtschaftlich möglich getrennt zu planen und abzurechnen. Die Ausschreibung der Bauleistungen soll grundsätzlich gemeinsam erfolgen, wobei die Leistungen für das Bürgerhaus und das Feuerwehrhaus soweit technisch und wirtschaftlich möglich in getrennten Titeln auszuweisen sind, um eine eindeutige Kostenzuordnung und getrennte Abrechnung zu ermöglichen. Soweit einzelne Maßnahmen aufgrund der gemeinsamen Gebäudesubstanz nicht sachgerecht getrennt werden können, erfolgt die Kostenzuordnung zur Ortsgemeinde Brauneberg. Hinsichtlich der Einzelheiten wird Bezug genommen auf die beigefügte Leistungsbeschreibung Bezug genommen, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen/Vertragsunterlagen ist.

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Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · VG Bernkastel-Kues - Sanierung des Bürger- und Feuerwehrgerätehauses: Los 1 - Leistungen der Objektplanung Gebäude und Freianlagen

    Gegenstand dieser Ausschreibung sind Leistungen der Objektplanung nach § 34 HOAI i.V.m Anlage 10 HOAI in den Leistungsphasen 1-9 und in einem untergeordneten Umfang die Freianlagenplanung nach § 39 HOAI i.V.m Anlage 11 HOAI in den Leistungsphasen 1-9. Die Baukosten (netto) für den Umbau des Bürgerhauses werden erwartet: KG 300 Bauwerk - Baukonstruktion - 381.271,36 EUR; KG 400 Bauwerk - Technische Anlagen - 427.300,00 EUR; davon KG 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen - 74.000,00 EUR; KG 420 - Wärmeversorgungsanlagen - 83.300,00 EUR; KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen - 55.000,00 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen - 141.000,00 EUR; KG 460 - Förderanlagen - 74.000,00 EUR; KG 500 - Außenanlagen und Freiflächen - 14.048,45 EUR. Die Baukosten (netto) für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses werden erwartet: KG 300 Bauwerk - Baukonstruktion - 272.821,79 EUR; KG 400 Bauwerk - Technische Anlagen - 185.700,00 EUR; davon KG 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen - 34.000,00 EUR; KG 420 - Wärmeversorgungsanlagen - 85.200,00 EUR; KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen - 10.000,00 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen - 56.500,00 EUR; KG 600 - Ausstattung und Kunstwerke 17.250,00 EUR. Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Erbringung der dafür erforderlichen Planungs- und Bauüberwachungsleistungen. Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4, also bis zur Genehmigungsplanung beauftragt werden und anschließend die Leistungsphasen 5-9, hinsichtlich der Tragwerksplanung 5-6. Auf eine Weiterbeauftragung besteht kein Rechtsanspruch. Die Leistungen werden losweise ausgeschrieben wie folgt: Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude nach § 34 HOAI in den Leistungsphasen 1-9 und in einem untergeordneten Umfang die Freianlagenplanung nach § 39 HOAI in den Leistungsphasen 1-9 Los 2 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung Elektro und HLS nach § 55 HOAI in LP 1-9 Los 3 - Leistungen der Tragwerksplanung nach § 51 HOAI in den Leistungsphasen 1-6 Leistungszeit: Bauantragserstellung: Februar bis März 2027 (Ausarbeitung des Bauantrages innerhalb von 2 Monaten) Erteilung Baugenehmigung: April bis Mai 2027 Ausführungsplanung / Ausschreibungen: Mai bis Juni 2027 Baubeginn: ab Juli 2027 Das Vorhaben wird aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die Einhaltung der Fördervoraussetzungen ist zu jeder Zeit zu gewährleisten. Bezüglich der Beschreibung der Leistung orientiert sich die Auftraggeberin an den Leistungsbildern der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.

Anforderungen an deinen Betrieb

Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.

Wie wird das Angebot bewertet?

LOT-0001 · VG Bernkastel-Kues - Sanierung des Bürger- und Feuerwehrgerätehauses: Los 1 - Leistungen der Objektplanung Gebäude und Freianlagen

Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem 1,5-fachen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer/Partner/Inhaber - 50 Stunden angestellte Architekten/Ingenieure - 40 Stunden Zeichner/Schreibkraft/sonstige Mitarbeiter
40 %
Hinsichtlich des Wertungskriterium "systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe, bewertet anhand des Umgangs mit den Schnittstellen zwischen Bürgerhaus und Feuerwehrgerätehaus" ist Folgendes zu berücksichtigen: Der Bieter hat darzustellen, wie er bei der weiteren Objektplanung mit den baulichen und funktionalen Schnittstellen zwischen dem Bürgerhaus und dem Feuerwehrgerätehaus umgehen wird. Hierzu hat der Bieter die aus seiner Sicht wesentlichen Schnittstellen zu identifizieren und aufzuzeigen, welche planerischen Abhängigkeiten sich hieraus für die Sanierung und den Umbau des Gesamtgebäudes ergeben. Der Bieter soll anhand der vorliegenden Planung konkrete Lösungsansätze dafür darstellen, wie die unterschiedlichen Anforderungen beider Nutzungsbereiche innerhalb des gemeinsamen Bestandsgebäudes planerisch miteinander in Einklang gebracht und Konflikte bzw. nachteilige Wechselwirkungen vermieden werden können. Dabei sollen insbesondere solche Maßnahmen betrachtet werden, die aufgrund der gemeinsamen Gebäudesubstanz Auswirkungen auf beide Nutzungsbereiche haben. Die Bewertung wird wie folgt vorgenommen: 0-3 Punkte: Die Darstellung bleibt allgemein oder benennt lediglich offensichtliche Schnittstellen. Planerische Abhängigkeiten zwischen den beiden Nutzungsbereichen werden nicht oder nur teilweise erkannt. Konkrete Lösungsansätze zur Bewältigung der Schnittstellen fehlen weitgehend oder lassen keine überzeugende Lösung der sich daraus ergebenden Anforderungen erwarten. 4-6 Punkte: Die für das Vorhaben wesentlichen Schnittstellen und planerischen Abhängigkeiten zwischen Bürgerhaus und Feuerwehrgerätehaus werden erkannt und nachvollziehbar dargestellt. Hierfür werden konkrete und grundsätzlich geeignete planerische Lösungsansätze aufgezeigt. Die Darstellung lässt eine zweckmäßige Koordination der beiden Nutzungsbereiche innerhalb des gemeinsamen Gebäudes erwarten. 7-10 Punkte: Die Darstellung setzt sich vertieft mit den projektspezifischen Schnittstellen und den daraus resultierenden planerischen Abhängigkeiten auseinander. Auch komplexere oder sich gegenseitig beeinflussende Anforderungen werden erkannt. Die vorgeschlagenen Lösungen sind konkret, schlüssig und lassen eine besonders gute Abstimmung der beiden Nutzungsbereiche sowie eine frühzeitige Vermeidung planerischer Konflikte und nachteiliger Wechselwirkungen erwarten.
15 %
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitätsmanagement im Rahmen der Planung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
15 %
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Intensität der Bauüberwachung und -betreuung" erhält ein Angebot: 0-3 Punkte, dass nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige und deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt und das eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine durchgehende Anwesenheit der Bauleitung verspricht.
25 %
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot: 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
5 %

Vergabeunterlagen

2 Dateien laut Portal · Stand 22.10.2026
Teilnahmeantrag Brauneberg - Los 1.xlsxAnschreiben87 KB
Vergabeunterlagen Brauneberg - Los 1.zipSonstiges6,3 MB

Anforderungen

Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.

Änderungen und Bieterfragen

1 Eintrag
  1. 22.10.2026BekanntmachungBekanntmachung CXP4YK7M1DC

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