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Neubau Hochwasserrückhaltebecken Gonna
VG 3 Baubeschreibung Anlage 3 Hochwasserschutz - Maßnahmeplan
Hochwasserschutz - Maßnahmeplan
- Lage und Termine Lage: Gonna, Fluss-km 12,0 Baubeginn: …………………… Bauende: ……………………
- Gewässer
Gonna: Gewässer 1. Ordnung Graben an der Kohlestraße: Gewässer 2. Ordnung 3. Erreichbarkeit
| Nr. | Name | 3.1. Einrichtung/ Be- hörde/ Unterneh- men | Telefon / Fax Dienstlich | Straße PLZ, Ort | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Bauherr | Herr Tenner | Landesbetreib für Hoch- wasserschutz und Was- serwirtschaft, FB Sangerhausen Bereitschaftsdienst 24h | Tel.: 0391 581-0 Tel.: 03464 5435-20 Tel.: | Oberröblinger Bahn- hofstr. 1 06526 Sangerhau- sen |
| 2 | Bauoberleitung | Herr Pinar | KUBENS Ing. GmbH | Tel: 0341 984 97 70 Fax: 0341 984 97 66 Mobil: 0176 22238782 | Beethovenstr. 14, 04107 Leipzig |
| 3 | Örtliche Bau- überwachung | Tel: Fax: | |||
| 4 | Auftragnehmer AN/ bauausfüh- rendes Unter- nehmen | Bauleitung Polier Bereitschaftsdienst/ Wo- chenendbereitschaft | Tel: Tel: Fax: Tel: | ||
| 5 | Obere Wasser- behörde | Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Refe- rat 404 (obere Wasser- behörde, Bereich Was- serwirtschaft) | Tel: 0345 / 514-2410 | Dessauer Straße 70, 06118 Halle (Saale) | |
| 6 | Untere Wasser- behörde | Landkreis Mansfeld Südharz, Umweltamt, untere Wasserbehörde | Tel.: 03464 535-4500 | Bornsche Straße 2 39340 Haldensle- ben |
KUBENS Ingenieurgesellschaft mbH, Stand 30.06.2026 1/5
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VG 3 Baubeschreibung Anlage 3 Hochwasserschutz - Maßnahmeplan
- Kurzerläuterung der Baumaßnahme
4.1. Kurzbeschreibung
Das neu geplante Hochwasserrückhaltebecken Gonna dient dem Schutz der unterhalb gelege-
nen Stadt Sangerhausen vor Hochwasserereignissen der Gonna bis zu einem Bemessungser-
eignis HQ100, indem der Abfluss auf eine Regelabgabe von QR = 6 m³/s begrenzt wird.
Das Vorhaben umfasst mehrere wesentliche Bestandteile, darunter das Dammbauwerk, ein
Durchlassbauwerk mit Grundablass, Hochwasserentlastung und Tosbecken, Maßnahmen zur
ökologischen Durchgängigkeit, der Umverlegung einer Trink- und Abwasserleitung sowie die
Neuanlage eines Verbindungsweges. Zentrales Element ist dabei das Dammbauwerk, das sich
in einen westlichen Abschnitt von 135 m und einen östlichen Abschnitt von 41 m unterteilt und im
Bereich der Gewässerquerung durch ein Durchlassbauwerk unterbrochen wird. Die Dammkrone
wird auf einer Höhe von 207,50 m NHN mit einer Breite von 4,00 m ausgebildet.
Die Realisierung soll in zwei Bauabschnitten erfolgen.
Im ersten BA sind die folgenden Arbeiten auszuführen:
• Baustelleneinrichtung – und freimachung
• Archäologische Dokumentation
• Kampfmittelerkundung
• Herstellung Umgehungsgerinne mit Umleitung der Gonna
• Herstellung Durchlassbauwerk mit Sohlsicherung
• Herstellung Gründungssohle Dammbauwerk
Nach Abschluss des ersten Bauabschnittes wir die Gonna durch das Durchlassbauwerk geleitet.
Im zweiten BA sind die nachfolgenden Arbeiten auszuführen:
• Aufbau Dammbauwerk
• Umverlegung Trink- und Abwasserleitung
• Einbringung der Spundwand in das Dammbauwerk
• Herstellung Verbindungsweg, Betriebswege und Wendeplätze
4.2. Zufahrt zur Baustelle
Die Zufahrt zum Baufeld während der Bauzeit erfolgt ausschließlich über die Landesstraße L230
über die Zufahrt zum bestehenden Feldweg.
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- Hochwasserschutz im Baustellenbereich
Der geplante bauzeitliche Hochwasserschutz ist für die die einzelnen Bauabschnitte für die folgenden
Zuflüsse bemessen:
Gonna:
• 1. BA Q = 3,0 m³/s, HQ 5
• 2. BA Q= 1,0 m³/s, ca. HQ 1
Graben an der Kohlestraße:
- BA und 2. BA Q << 0,525 m³/s, ca. HQ 2
Die meteorologischen Verhältnisse sind während der gesamten Bauzeit vom AN zu beobachteten und
im Bauablauf zu dokumentieren. Die Überwachung des Durchflusses und der Wasserstände erfolgt
über den vor Ort einzurichtenden bauzeitlichen Pegel im unmittelbaren Oberwasser des Baube-
reichs. Die Pegel sind durch den AN täglich bzw. nach Erfordernis mehrfach täglich vor Ort ab-
zulesen und zu dokumentieren. Der bauzeitliche Pegel ist in mNHN einzumessen und mit ent-
sprechenden Marken im 1 cm Abstand zu versehen und täglich bzw. nach Erfordernis mehrfach
täglich zu dokumentieren. Zusätzlich kann der im Unterwasser der Baustelle befindliche Pegel
Sangerhausen für eine Abschätzung der Tendenz der Abflussentwicklung herangezogen werden.
Die Daten des Pegels können unter dem folgenden Link abgerufen werden:
https://hochwasservorhersage.sachsen-anhalt.de/messwerte/wasserstand
Die bauzeitlichen Maßnahmen in den Bauschnitten sind laufend durch den AN auf Treibgutver-
satz und Geschwemmselanlagerungen zu kontrollieren und der Einlaufquerschnitt freizuhalten
und zu beräumen.
- Bauzeitliche Risikowasserstände
Der Gefahrenübergang erfolgt ab den folgenden Risikowasserstände in der Gonna für die Bau-
abschnitte. Die Risikowasserstände entsprechend dabei der OK der bauzeitlichen Fange-
dämme/ Umschließung des Baubereichs gemäß Leistungsbeschreibung und Planunterlagen.
Bauabschnitt 1:
• Oberwasser: 201,50 mNHN, entspricht ca. 1,50 m Wasserstand über der Sohle,
Bauabschnitt 2:
• Oberwasser: 201,50 mNHN, entspricht ca. 1,50 m Wasserstand über der Sohle,
Risikowasserstände gelten in Verbindung mit der Messung des Baustellenpegels.
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6.1. Einzuleitende Sicherungsmaßnahmen an der Baustelle
Ab dem Risikowasserstand ist der Baubereich innerhalb des Überschwemmungsgebietes auf
Anweisung des AG nach Prüfung der aktuellen Zuflussganglinie, des Zuflusswertes und des
regionalen Niederschlages durch den AN zu beräumen, zu sichern und nach den Anweisungen
des AG zu verteidigen.
Bei Erfordernis sind in den Bauabschnitten bei Erreichen des Risikowasserstandes und nach
Räumung des Baubereiches die Fangedämme zu schlitzen bzw. zurückzubauen
Werkzeuge und Fahrzeuge sowie abschwemmbare ungesicherte Materialien, Bauteile und Ge-
rüste sind arbeitstäglich nach Schichtende in die ausgewiesenen überflutungssicheren Bereiche
an den Talhängen/ Uferbereichen/ BE-Fläche zu verbringen. Nicht zu beräumende Bau- und
Hilfsgerüste innerhalb des Überschwemmungsgebietes sind so zu sichern, dass diese auch bei
Ausuferung der Aller im Hochwasserfall standsicher sind, nicht aufschwimmen oder durch Strö-
mungseinwirkung, Eis- oder Treibgutanprall abgeschwemmt werden.
Bei sich abzeichnendem stetig steigendem Wasserstand bzw. bei erhöhten Niederschlägen ist
die Informationstätigkeit zu erhöhen, mehrmals täglich der Pegelstand abzufragen und die Ein-
satzbereitschaft der erforderlichen Ausrüstung und das Vorhandensein, der für den Hochwasser-
fall benötigten Materialien und technischen Geräte; Einsatzplan der Kräfte zu überprüfen und der
Bereitschaftsdienst aufzustellen.
Ab Erreichen des Risikowasserstands ist die Baustelle durch den AN auf Anweisung des AG
ständig zu besetzen um kurzfristig Maßnahmen der Hochwasser- und Gefahrenabwehr ausfüh-
ren zu können.
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6.2. Bereitzustellende Personal sowie Geräte, Betriebsmittel und Materialien
Durch den AN ist ein Bereitschaftsdienst einzurichten, für diesen ist eine kompetente Führungs-
kraft zu stellen, die telefonisch erreichbar ist und innerhalb einer Stunde tätig werden kann. Dazu ist
vom AN ein Bereitschaftsplan zu erarbeiten und als Anlage dem HWS- Maßnahmeplan beizulegen.
Aufgestellt:
................................................................................... ................................................................................... Ort, Datum KUBENS Ingenieurgesellschaft mbH
Kenntnisnahme und Bestätigung:
................................................................................... ................................................................................... Ort, Datum Auftraggeber
................................................................................... ................................................................................... Ort, Datum Auftragnehmer
................................................................................... ................................................................................... Ort, Datum Untere Wasserbehörde
Anlagen: Bereitschaftsplan AN
KUBENS Ingenieurgesellschaft mbH, Stand 30.06.2026 5/5